Garten- und Blumenkolumne, Pflanzenexperte und Ratgeber
präsentiert von Grünling, unserem Fachmann
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September 2016

 
Pampasgras (Cortaderia selloana)
28. September 2016: Die Wuchshöhe vom Pampasgras (Cortaderia Selloana) kann bis zu 3 Meter betragen. Die Blütezeit ist von August bis in den November hinein. Ursprünglich aus Südamerika kommend, auf Sand und Schwemmböden wachsend, ist es heutzutage überall anzutreffen, natürlich auch in Gugellandia. Es ist dies ein immergrünes hochwachsendes Ziergras. Die silbrig schillernden Blüten erinnern an filegrane Wedel, und sind auch bestens als dekorativer Vasenschmuck geeignet.
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Die kantigen Blätter der Halme sind  messerscharf. Das Pampasgras ist eigentlich anspruchslos, es sollte aber in der Hauptwachstumsperiode, und das ist im Frühling, ausreichend Wasser bekommen, dann verträgt es Trockenheit im Sommer und auch steinige Böden. Mittlerweile gibt es auch unzählige Zuchtformen, welche ihre Blütenpracht in den verschiedensten Farben zeigen. Weiss, gelblich, rosa und sogar rot. 
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Ganz wichtig ist es, zu wissen, dass das Herzstück des Pampasgrases nicht gerne friert. Zu empfehlen ist also, dass man in den Wintermonaten dieses zur Bewahrung von Frostschäden zusammenbindet. Auch keinenfalls im Herbst zurückschneiden, denn die Blätter bilden so ausreichend Schutz vor der Kälte. Das Pampasgras reagiert nämlich empfindlich, wenn das Herz der Pflanze in der kalten Jahreszeit zu viel Feuchtigkeit bekommt. Heftige Windböen mag das Pampasgras nicht, denn die Halme der Blüten könnten abknicken.
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Ansonsten ist das Pampasgras winterhart. Will man es vermehren, so teilt man die Knolle am besten mit dem Spaten. Aber wie gesagt, es ist Vorsicht geboten,  man könnte nicht nur die Pflanze sondern auch sich selber an den scharfkantigen Blättern verletzen. Doch die stolze Schönheit dieser Pflanze ist die ganze Mühe wert.
  
Erika (Erica carnea)
21. September 2016: Überall werden sie jetzt wieder in den Gärtnereien und Blumenläden angeboten, ja sogar im Supermarkt sind sie zum Kauf
preisgeschrieben. Erika ( Erica carnea): Da hiess es: "Grünling zugreifen! 6 Stk im Sonderangebot!". Erika gehört zu den Heidekrautgewächsen. Diese Familie umfasst fast 900 Sorten, darunter gibt es sogar Baumsorten, welche bis zu 6 Meter hoch werden. Beheimatet sind diese zu 90 % in Südafrika.
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Die hiesige, im Fachhandel derzeit überall erhältlich, ist ein kleiner Strauch, welcher in den verschiedensten Farben blühend ist. Die Blütenfarbe variiert je nach Sorte von Weiss, über Rosa bis hin zum tiefen Purpur. Die Erika ist immergrün, und man unterscheidet zwischen Winter- und Sommerheide. Ein mehrjähriges Gewächs, welches verschiedene Blütezeiten hat.
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Wir in Gugellandia haben jetzt typische Winter-Erika , welche von August bis Februar blüht. Besonders hübsch sind sie in ihrer verschiedenen Farbenpracht vor allem  in Fenstergärten gesetzt oder auch im Garten zusammengefügt. Da die Erika mittlerweile fast auf der ganzen Welt zu finden ist, kommt sie nahezu mit jedem Klima zurecht.
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Beim Setzen, was auf meinen Bildern nicht zu erkennen ist, ist darauf zu achten, dass das Wurzelwerk auseinander genommen werden sollte. Die Erika ist winterfest und gleichzeitig eine wichtige Nahrungsquelle für alle Insekten in der kalten Jahreszeit. Zu beachten ist, dass sie einen vollsonnigen Standort hat, denn für dunkle oder schattige Orte ist die Erika nicht geeignet, es bleiben dann nämlich die Blüten aus. Beim Setzen von Pflanzen haben sich Steine (Mitbringsel vom Fluss Erro) gut bewährt , welche sowohl für das Auge als auch als Schattenspender für die Erde, bewährt. Denn besonders für Erika ist der grösste Feind zu lange Trockenheit. Lieber mehr als zu wenig giessen.
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Nach der Blüte empfiehlt sich ein kräftiger Rückschnitt. Das Wachstum wird angeregt, und gleichzeitig wird ein Verkahlen im unteren Bereich verhindert. Die Vermehrung erfolgt durch sogenannte Absenker (im Sommer einen kräftigen Trieb auf die Erde legen, gut anhäufen und regelmässig giessen), oder durch Stecklinge im Sommer. Beides erfordert allerdings grosser Aufmerksamkeit und viel Pfotenspitzengefühl.
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Wie gesagt, ganz wichtig ist, dass die Erika niemals austrocknet, sie muss immer feucht gehalten werden, auch in den Wintermonaten! Dann  bereitet sie dir alljährlich mit ihrer Blütenpracht viel Freude. Ich wünsche allen lieben Gartenecke-Freunden eine schöne Woche. Euer Grünling.
 
Amerikanische Klettertrompete (Campsis radicana)
14. September 2016: Jetzt ist sie wieder überall von weitem sichtbar mit ihren wundervoll leuchtenden Blüten, die amerikanische Klettertrompete (Campsis radicana). Leider ist sie in Gugellandia noch fehlend, ich werde mich aber darum bemühen einen Steckling irgendwoher zu bekommen. Es ist dies eine laubabwerfende , verholzte Liane. Sie ist sehr schnell wachsend und erreicht mit Hilfe ihrer bürstenähnlichen Haftwurzeln (ähnlich wie der Efeu) eine Höhe von bis zu 12 Metern. Bei Fehlen von Stützmöglichkeiten breitet sie sich am Boden aus, und bedeckt in kurzer Zeit grosse Flächen.
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In ihrer Heimat (Nordamerika bis Florida) wird sie vorwiegend von Kolobris besucht, bei uns erfolgt die Bestäubung vorwiegend durch Bienen und Hummeln. Nach der Blüte bilden sich Kapselfrüchte mit geflügelten Samen, welche durch den Wind verteilt werden. Die Klettertrompete ist frostverträglich bis zu -20 Grad. Ihre Blütezeit ist von Juni bis in den Oktober hinein, die Farben variieren vom orange bis zum ziegelrot. Interessant sind diese glockenförmigen grossen Blüten. Nachteilig allerdings ist, dass die Klettertrompete oft von Ameisen angelockt wird, welche gerne auf ihr leben.Und giftig ist sie auch.
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In den Anfangsjahren ist zu beachten, dass sie einen Winterschutz benötigt. Ab dem vierten Lebensjahr ist sie dann winterhart und frostunempfindlich, und beginnt zu blühen. Die Vermehrung erfolgt meist durch Stecklinge. Da sie sehr stark wuchernd ist, sollte man einen jährlichen Rückschnitt, ähnlich wie bei den Rosen, vornehmen. Zu beachten ist, dass die Klettertrompete an schattigen Orten nicht blüht, und an einem sonnigen Standort gepflanzt werden sollte.Im allgemeinen eine wunderschöne blühende Pflanze, die auch wesentlich zur Verschönerung von Hausmauern beitragen kann.
Katzenschwanzkaktus
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Abschliessend möchte ich Euch noch den Katzenschwanzkaktus vorstellen. Der genaue lateinische Name ist mir leider nicht bekannt. Es ist dies ein stachelloser Kaktus, welcher sich am wohlsten fühlt, wenn er in einer sogenannten Ampel sein Zuhause hat. Seine Eigenschaft ist nämlich, dass er nicht wie andere Kakteen aufrecht sondern am liebsten nach unten wächst. Er benötigt wie alle anderen Kakteen praktisch kein Wasser, und blüht bei uns von August bis in den Oktober hinein. Beim Vorbeilaufen ist man immer dazu geneigt, ihn zu streicheln, und er fühlt sich tatsächlich an, wie ein Katzenschwanz. Bis zur nächsten Woche wünsche ich allen Gartenfreunden eine schöne Woche, Euer Grünling
 
Schwarzdorn (Prunus spinosa)
07. September 2016: Beerenzeit, also was liegt näher, als den Beeren ein paar Worten zu widmen. Da hätten wir einmal den Schwarzdorn (Prunus spinosa), welcher jetzt seine Früchte trägt. Im Volksmund auch Schlehe genannt. Es ist dies ein Steinobstgewächs und gehört zur Familie der Rosengewächse. Die Wuchshöhe dieses Strauches kann bis zu 3 Meter betragen, und er wird bis zu 40 Jahre alt. Die zahlreichen Zweige sind mit Kurztrieben besetzt, welche Dornen bilden. Im Frühling blüht er bereits im März und ist überreich mit weissen Blüten besetzt. Er trägt blauschwarze Steinfrüchte. Das Fruchtfleisch ist sehr sauer und herb und erst nach Frosteinwirkung wird es schmackhaft. Zu beachten ist allerdings bei der Verarbeitung, dass die Beere einen grossen Kern besitzt und das Fruchtfleisch nur schwer davon zu lösen ist. 
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Der Schwarzdorn ist ein Wurzelkriechpionier. Die weit reichenden Wurzeln teiben Schösslinge aus, so dass sich oftmals dichte undurchdringliche Gestrüppe bilden. Er eignet sich also hervorragend zur Befestigung von Hängen und Böschungen und dient mancherorts auch als Schneeschutz. Seine Ausbreitungsfreude ist enorm. Wind und Trockenheit machen ihm nichts aus. So kann er jedoch in Gärten mitunter auch sehr lästig werden. Generell ist noch zu erwähnen, dass der Schwarzdorn zu den nützlichen Gehölzen  für Tiere gehört. Als Nistplatz oder für Raupen und auch die Beeren sind begehrt. Das Holz selber ist sehr hart und wird für die Herstellung von Peitschenstielen, Spazierstöcken und auch für Wünschelruten verwendet. Die Früchte selber eignen sich für die Herstellung von Marmelade, Säfte und auch Likören.
Weissdorn (Crataegus oxyacantha)
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Und hier noch ein paar Worte zu dem Weissdorn (Crataegus oxyacantha). Im Gegensatz zum Schwarzdorn blüht er erst in den Monaten April und Mai. Es sind dies Sträucher oder rundkronige Bäume, die dicht verzweigt und ebenfalls dornig sind. Es gibt davon etwa 200 - 300 Arten, in Europa etwa 22 bekannte Arten, welche aber meist nur durch den Fachmann genau zu bestimmen sind. Der Weissdorn wird auch viel älter als der Schwarzdorn, nämlich bis zu 500 Jahren. Die Apfelfrüchtchen reifen im August und September und bleiben oft bis zum Frühling hinein hängen und bilden so auch ein wichtiges Vogelfutter für den Winter.
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Die Früchte sind rot und entalten 1-3 Kerne und sind roh essbar. Sie sind säuerlich süss, allerdings sehr mehlig, und werden zu Kompott oder Gelee verarbeitet. In Notzeiten wurde das Fruchtfleisch als Mehlzusatz für das Brotbacken verwendet und die Kerne dienten als Kaffeeersatz. Auch galt er als Wohnung für Elfen. Kinderwiegen aus Weissdorn sollten auch verhindern, dass Kinder von bösen Feen ausgetauscht werden. Seine heilende Wirkung zur Stärkung des Herzens wurde schon früh erkannt. Der Weissdorn ist eine besondere Heilpflanze und findet sich in zahlreichen Präperaten zur Herzstärkung. Mit diesem Beitrag wollte ich hauptsächlich mal Schnorbert zeigen, dass nicht alles giftig ist, über was ich so zu berichten habe. Euer Grünling

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