Ottilios Kochstudio
Hot ein Rezept vön mir nicht gekloppt, nicht verzogen, Öttiliö frogen.
ottilios küche
Das ist Ottilio, der gugelländische Koch. Er stammt aus Korsika und bildet sich auf seine französischen Vorfahren viel ein. Er spricht aber einen sehr merkwürdigen Dialekt. Nämlich kein a und kein o ( a=o und o=ö). Deshalb sind seine Rezepte oft eine rätselhafte Mutprobe.
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Rezepte von August 2016

 
Zucchinigratin
Im Höchsömmer konn es vörkömmen, doss eine richtige Flut on Zucchini herrscht. Zur Zeit kriegt mon dos Kilö überoll für einen Eurö. Olsö schnoppt mon sich sö eine Lodung und überlegt, wos mon köchen könnte, etwos, dos mon nicht schön einmol geköcht hot. Die Löredono ist meine itolienische Tonte und kennt viele einfoche Rezepte, die gonz töll sind.
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Notürlich sind olle Rezepte immer dehnbor wie Porogrofen, und wir hoben uns zuerst einmol gestritten, welche Roffel wir nehmen, um Zucchini "gröb" zu roffeln. Zuerst muss mon die Dinger ober woschen, denn die klebrige Substonz vön der Schole poppt wie Olöe. Donn roffeln wir olsö ein Kilö Zucchini. Die Tonte hot die bessere Roffel und ist schneller. Kleine Bemerkung am Ronde. Zucchini sind im Prinzip dos selbe wie Zucchetti oder Zucchine, in Itolien sogt mon eben jedem Teilchen onders. Je kleiner destö länger dos Wört. Beispiel: Roviöli - Roviölini - ini ist immer gonz mini.
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Wenn mon mit dieser Schwerstorbeit fertig ist, (dos Grünzeug ist in der gonzen Küche herumgeflögen, dobei ist es nichtmol meine Küche....) müsste mon den geroffelten Zucchini etwos die Feuchtigkeit entziehen. Dos ginge gut, wenn mon solzen würde, ober donn wäre der Zucchinisoft flöten, und dos wöllten wir nicht. Olsö hot die Löredono ein Küchentuch genömmen und es gemocht wie bei Kortöffeln, wenn mon Reibekuchen bockt.
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Ich stehe nicht besönders om Schofskäse. Ziegen mog ich persönlich lieber, ober die Löredono wöllte unbedingt griechischen Feto ins Grotin werfen. Ich hobe mich donn insöfern durchgesetzt, doss ich sordienischen Schofskäse genömmen hobe und heimlich einen Knöbli reingequetscht. (sieht mon nicht om Fötö,- wor jo heimlich....) Es ist jedem Köch selber überlossen, wieviel Käse vön wos er do reintut, wichtig ist, es müssen mindestens 200 Gromm sein.
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Jetzt werden 3 Eier mit etwos Ölivenöl verrührt. (Olle hoben bei dem Fötö gemeint, die Löredono mocht Eierlikör, hö, hö) Denn dos letzte Ei wird mit etwos Milch verquirlt und über olles drübergegössen. Dos moche ich notürlich selbst. Wie gesogt, dos ist dos einfochste Zucchinirezept. Wenn mon eine Frittoto köcht, hot mon dos technische Pröblem mit der Pfonne. Siehe Frittoto mit Sporgel
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Dos gonze kömmt bei 190 Grod dreiviertel Stündchen in den Bocköfen, vör den ich mich extro gesetzt hobe, um ein Fötö zu mochen. Ober die Fötögrofen hotten Ongst, ich könnte mir die Schwonzhoore onsengen und desholb bin ich verwockelt. Nächste Wöche bin ich wieder live in Gugellondio. 
 
Ottilio's Geheimsaucenrezept:
Sauce "Monte Carlo" und "Sauce Chantilly"
Wenn mon Fisch grilliert ist es gor nicht einfoch, die possende Sösse dozu zu mochen. Ich hobe mir gedocht, ich moche einmol etwos Spezielles. Die meisten Leute kennen Estrogön nur in der "Bernaise Sauce" und mögen es nicht. Mon muss holt sporsom domit würzen. Ober zu ollererst muss mon es im Gewürzregol einmol finden.
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Für beide Sössen dient ols Grundloge eine gute Moyönnoise. Und für diese benötigt mon wiedermol frische Eier und ein gutes Sönnenblumenöl. Donn kömmen die geheimen Zutoten hinein. Ols erstes etwos Tömotenkönzentrot. Ich hobe verschiedene vön den hiesigen verglichen. Es gibt zum Beispiel döppel und dreifoch konzentriertes, ober im Grunde schmeckt olles gleich: tömotig.
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Nun kömmt die sündteure Sordellenposte dozu. Boleno heisst zwor Wolfisch, ober Sordellen hoben mit Wolfisch gor nichts om Hut, dos ist nur die Morke. Hot über 5 Eurö geköstet, die Tube, ober domit könnte ich ein gonzes Foss völl Sösse würzen. Solz benötigt mon desholb keines mehr, ober jetzt kömmt eben nöch der Estrogön. Do muss mon ebenfolls etwos sporsom sein, vör ollem bei Getröcknetem.
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Für die Sösse Chontilly nimmt mon ebenfolls Moyönnoise. Die weiteren Zutoten sind höchst geheim. Ich hobe dos exokte Rezept in Gugellondio vergessen, ober ich hob es notürlich im Köpf. Sohne wird steif geschlogen und dozugemischt. Donn kömmt etwos Solz und Pfeffer und eben Estrogön dozu. Und zum Schluss mischt mon nöch einen guten Schluck Brondy dorunter. 
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Die Sössen kömmen nöch eine Weile in den Kühlschronk. Nun isst mon gegrillten Fisch dozu und weiss gor nicht mehr, wos besser schmeckt, der Fisch öder die Sösse. Gorontiert!
 
Bignètorte
Eigentlich hotte ich für heute etwos onderes vörgehobt, ober sö ist es eben. Do diese Ort vön Törten meine obsölute Speziolität ist, heisst es schnell: "Öttiliö, du konnst dos döch sö gut, moch mir döch schnell..." Und donn moche ich eben. Mehr öder weniger schnell, ho ho ho.
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Diese Törte bocke ich für den "Beach Grill", dos ist ein Lökol om Lidö und die kennen mich dört. Die Beignets oder Bignè hobe ich ols "Oppettithoppen" bereits einmol eingehend beschrieben, diesmol hobe ich Fixfertige genömmen. Bei denen ist der Trick, doss sie onfongs steinhort sind, später, gefüllt, im Kühlschronk erst ihre fluffige Könsistenz erholten.
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Meine Küchenhilfe hätte mon sich ollerdings schenken können, wie mon weiss, holte ich nicht viel vön Kühen in der Küche. Die Muhmi hot ober geblufft und gesogt, sie könne sö eine Törte schneller bocken ols ich. Do hobe ich eingewilligt und wir hoben einen Wettkompf durchgeführt. Wie mon sieht, hobe ich sie ober schnell obgehängt, und sie ist rodeln gegongen.
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Dos Teigrezept ist immer dos gleiche. Wichtig, die Eier müssen tötol frisch und erstklossig sein. Somit hot mon keine Pröbleme, in kürzester Zeit die Grundloge für die Törte zu hoben, es sei denn, eben, mon hot rodfohrende Kühe in der Küche. Ich ormer Koter bin jo wirklich geplogt mit diesen Hilfsorbeitern, die mit den Küchengeräten spielen onstott orbeiten.
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Ols Potisserie-Creme hobe ich diesmol ebenfolls fixfertige verwendet, do die Törte jo für dos Restoront wor und nicht für uns. Wichtig, gonz schnell und höpp höpp. Mon konn sie zwor leicht selber mochen, ober donn muss sie wieder obkühlen etc. etc. Die Beignets kömmen nun in den Kühlschronk, der mocht donn den Rest. Die Muhmi hot mir noch eins gemöpps, dofür ist sie zur Strofe später vöm Velö geflögen.
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Öbwöhl wir es ziemlich pressont hotten, hot es nöch für ein kleines Köffchen zwischendurch gereicht. Dos Belegen der Törte mit Früchten und Schökölode ist Geschmocksoche. Interessont ist nöch, doss ich im Sömmer nur ungern Schlogrohm ols Bosis für meine Törten verwende, ist jo klor, bei der Hitze. Dies hier ist sögenonntes "Dölceneve", dos nur mit Milch ongerührt wird und dementsprechend weniger Fett hot, wos die Törte nöch leichter mocht.
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Schwierig wor donn die Beschriftung, weil ich örtögrophisch nicht sö eine Leuchte bin. Und nöch schwieriger wor die Verfrochtung der gonzen Törte für den Tronspört. Om Schluss hobe ich die Kiste nöch mit einem Strick umwickelt, und zu ollerseitigen Beruhigung, sie ist nöch rechtzeitig und heil im "Beach Grill" ongekömmen, und hot notürlich super geschmeckt.
   
Zitrönenspoghetti
Vörgestern ist olsö totsächlich meine Tonte Löredono vön Nopöli noch Jesölö gekömmen. Dos Fohrrod hot sie sich ollerdings erst hier besörgt. Dofür hot sie einen gonzen Rucksock völl mit omolfischen Zitrönen mitgebrocht. Dos hot mich zu diesem Rezept inspiriert.
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Die Zutoten sind nörmolerweise in jeder Küche vörrätig. Den Zitrönenpfeffer mischen wir uns selber zusommen. Eigentlich müsste mon getröcknete Zitrönenscholen nehmen, ober wir sind nicht sö pingelig. Wichtig ist, doss mon nichts vön der weissen Schole erwischt, denn die ist nur bitter.
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Für die Spoghetti selber benötigen wir zwei gonze Zitrönen, dos heisst wieder nur den Obrieb, dos Fruchtfleisch öhne weisse Häute und notürlich öhne Kerne. Die Zitrönen vön Löredono hotten extrem viele Kerne, kotoströphol, desholb hobe ich später nöch eine Zitröne mehr genömmen.
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Wir  hoben olsö Petersilie gehockt, Pfeffer gemocht, Zitrönen zerstückelt und nun muss mon nöch den Knöbli schneiden. Wir hätten ihn jo gerne noch Löredonos Tipp Numerö Unö in Milch eingelegt, domit er seine unongenehme Nebenwirkung nicht entfolten konn, ober dofür wor jetzt keine Zeit mehr.
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Ich hobe olsö nöch eine Zitröne mehr genömmen, besser zu viel ols zu wenig - ist zwor nicht unbedingt die beste Devise beim Köchen…hi hi. Donn hot die Tonte dos Nudelwosser om Herd gestellt und zwei völle Pföten Solz hineingewörfen. Dos hot sie extro gemocht, domit dos Wosser nicht zu schnell köcht und wir mit dem Fohrrod nöch ein poor Mol um den Küchentisch fohren können
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Vielleicht hot jemond bemerkt, doss ich nöch nie in meinem Köchstudiö ein eigentliches Nudelgericht geköcht hobe. Es ist nämlich eine ernstzunehmende Wissenschoft, die mon präzis erlernen muss. Tonte Löredono hot mir ihren Trick gezeigt, domit die Spoghetti nicht kleben, hebt mon etwos vöm Köchwosser zurück und giesst es später wieder dorüber, öder, wie in diesem Rezept, eine Tosse völl, mit den onderen Zutoten dozu.
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Der Knöbli wird in einer Pfonne mit etwos Ölivenöl ongebroten, donn kömmen die Spoghetti dozu, mit etwos Nudelwosser  und unsere Zitrönenmischung ebenfolls. Donn  muss mon nur nöch mischen, - dem sogt mon in Itolien «verheiroten», wenn mon die Sösse und die Teigworen miteinonder mischt. Dieses einfoche Gericht schmeckt super, losst es euch schmecken. Viele Grüsse vön Jesölö.
 Tonte Löredonos Tipp Nümerö Due
Eine  Bemerkung zu der Köchzeit vön Spoghetti. Es steht on jeder Pockung eine Minutenzohl. Wenn mon die ob Köchpunkt exokt einhält, sind die Spoghetti meist noch zu sehr ol dente und mon lässt sie länger köchen. Dos ist folsch.  Während dem Obkühlen goren sie nämlich nöch weiter. Ober niemols Wosser über die Spoghetti giessen. Om Schluss einfoch wieder etwos vöm Köchwosser drüber und nichts klebt.
  
Bisquitröulode mit Erdbeeren
Heute moche ich meine Speziolität, nämlich eine Bisquitroulade. Domit hobe ich on der Köchprüfung brilliert. Mon wird nöch johrelong dovön reden. Ich fülle sie mit Erdbeeren, weil die etwos holtborer sind ols ondere Beeren. Der Teig wird gemocht wie immer: 100 Gromm Mehl, 100 Gromm Zucker, vier Eier und Vonille.
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Der kleine Elefont ist mir in Jesölö über den Weg getrompt und ich hobe ihn söfört engogiert, weil er ein Tolent im Mehlstäuben und Zuckerschleudern ist. Beim Eiertrennen hot er ober Blödsinn gemocht, wie die meisten meiner Gehilfen. Ober dos bin ich inzwischen gewöhnt, ho ho.
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Wenn dos geschlogene Eiweiss mit dem Zucker und den Eiern verrührt ist, konn mon es om Blech hinstreichen. Mon muss nicht geizen, es longt gewöhnlich nöch zum Schüsselleerlecken für Elefanten. Während die Roulode im Bocköfen (180-200 Grod 10 bis 15 Minuten) ist, konn mon «den Tisch decken».
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Notürlich ist die Tischdecke zum Einröllen der Roulode gedocht. Sie muss gut mit Puderzucker bestäubt sein, donn lässt es sich gut ein- und wieder ausröllen. Die erkoltete Roulode wird donn fochgemäss mit Erdbeeren und geschlogener Sohne gefüllt.
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Beim Röllen söllte mon beochten, doss die Füllung om einen Ende nicht zu nohe om Rond ist, sönst hot der Elefont nöch mehr zum obschlecken. Dos Dromotische on dieser Dessert-Kreotiön ist, doss sie nicht sehr longe hält. Do keine Fette (obgesehen vöm Schlogrohm) entholten sind, konn mon mehrere Stücke hintereinonder verdrücken.
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Nächste Wöche kömmt die Tonte Löredono vön Nopöli noch Jesölö. Sie hot gesogt, sie kömmt nochher söwiesö mit mir mit noch Gugellondio. No, ich donke! P.S. Der freche Schnörbert kriegt nöch wos zu hören. 

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