Ottilios Kochstudio
Hot ein Rezept vön mir nicht gekloppt, nicht verzogen, Öttiliö frogen.
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Das ist Ottilio, der gugelländische Koch. Er stammt aus Korsika und bildet sich auf seine französischen Vorfahren viel ein. Er spricht aber einen sehr merkwürdigen Dialekt. Nämlich kein a und kein o ( a=o und o=ö). Deshalb sind seine Rezepte oft eine rätselhafte Mutprobe.
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Rezepte im Januar




Karibisches Hähnchen

Zur Begrüssung von Cirillo, dem neusten gugelländischen Einwanderer, habe ich vorgeschlagen, ein karibisches Hähnchen zu machen. Das ist einfach und macht wenig Arbeit. Man nehme also ein Hähnchen, was in Anbetracht der vielen hungrigen Mäuler Gugellandiens etwas wenig ist, dafür viele Limetten, und vor allem Mangos. Knobli gehört natürlich ebenfalls ins Gericht, und ein paar Zwiebelchen, Elefantenrüssel, Salz und Pfeffer. Los geht's!

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Das Hähnchen in Stücke schneidet man mit dem Hackebeil oder einer Pouletschere. Ich habe nicht lange gefackelt und zack einfach ein paar Teile gemacht. Cirillo hat nämlich schon schräg geguckt. Die Hähnchenteile werden nun mit Limettenabrieb und dem Saft, Salz und Pfeffer eingerieben. Dann kommen sie in einen Bräter und für etwa eine Stunde ins Backrohr. In der Zwischenzeit kann Cirillo der Tante Loredana seine Lebensgeschichte erzählen.

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Die Mangos werden geschält, links und rechts vom Kern abgesäbelt und in schöne Spalten geschnitten. Die Elefantenrüssel, (ich habe leider keine roten gefunden) werden ebenfalls kleingeschnitten. Die Mangos musste ich heimlich an Peso, unserem Umweltminister, vorbeimogeln, denn der ist ja strikt dagegen, dass man exotische Früchte einfach so isst, als wären es Äpfel. Ich habe dafür nur zwei genommen, im Rezept müssten es drei sein.

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Jetzt wird das "Gemüse" mit etwas Bratenfett vom Hähnchen in die Pfanne geworfen und angeröstet, bis es richtig fein karibisch riecht. Wenn dem Hähnchen seine Stunde geschlagen hat, können wir es dem Backofen entnehmen und mit dem exotischen Gemüse verzieren. Die übrig gebliebenen Limetten kann man ebenfalls zur Dekoration verwenden. Ich bin sicher, die Lori hat sich damit noch einen Drink gemacht, ha ha. Und euch wird es schmecken.

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Nächste Woche gibt es wieder etwas Süsses. Behaltet die Nase oben, viel Spass in der Küche, bis bald. Ottilio, Loredana und Cirillo.


Parmesankörbchen

Wie man mit einem einfachen Salat doch noch etwas Spezielles in Szene setzt, demonstrieren die Lori und ich heute. Bedingung ist ein anständiger Mocken Parmesan. Es sollte einen nicht reuen, grosszugig damit umzugehen. Wie man ihn reibt, ist egal, man benötigt einfach so viel geriebenen Parmesan, damit man kreisrunde Körbchen herstellen kann. Ich zeichne zuerst einige Rondellen ans Backpapier, jede etwa so gross wie eine Müsli-Schale.

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Dann schneiden wir die Rondellen zu und streichen sie mit Butter ein. Der Käse hat zwar an und für sich schon genügend Fett, aber sicher ist sicher. Jetzt verteilen wir den geriebenen Käse in der Grösse dieser Rondellen und geben das Ganze bei 200 Grad etwa 2 bis 3 Minuten in den Backofen. Da wir so schöne Rondellen geschnitten haben, ist es kein Problem, diese dann, Käse nach unten, in die vorbereiteten Schüsseln gleiten zu lassen.

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Jetzt müssen sie nur noch abkühlen, dann kann man das Pergamentpapier abziehen und fertig sind die Körbchen. Wir hatten gerade eine grössere Ladung an Radicchio vorrätig, der passt hervorragend zum Parmesan. Noch ein paar Farbtupfer, und der Salat ist fertig. Die Gäste werden begeistert sein und sagen: Toll, und du musst nicht einmal Salatschüsseln abwaschen. Bei dem Witz müssen Lori und ich jedesmal lachen. Man sieht warum.

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Und nun wünschen wir eine schmackhafte Woche - bis nächsten Donnerstag. Euer Ottilio mit Tante Loredana.


Zitronentorte

Erinnert ihr euch noch an den Lemon Curd von letzter Woche? Da konnten wir unsere Torte nicht fertigmachen, weil wir einen salzigen Teig hatten. Nun, da machen wir eben selber einen süssen. Man könnte hier ebenfalls Zitronengeschmack hineintun, aber man muss es ja nicht übertreiben, nicht wahr? Also nehmen wir 100 g Butter, 1 Ei,  150 g Mehl, 60 g Zucker, 1 Prise Salz  und die Lori knetet damit einen schönen Teig.

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Der fertige Teig geht noch eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Nachher wird der Tortenboden bei 180 Grad gebacken. Wenn er abgekühlt ist, geben wir unseren Lemon Curd darüber. So könnte man ihn bereits servieren und essen, aber wir wollen den Kuchen ja tortenähnlich haben, deswegen geht es jetzt noch etwas weiter. Wir kochen in einem Pfännchen 185g  Zucker mit 50 g Wasser zu einem Sirup.

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Von 2-3 Eiern schlagen wir das Eiweiss zu Schnee und geben dann den noch heissen Sirup unter Rühren dazu. Darum wird das Eiweiss so schön glänzend und hält sich besser als mit der herkömmlichen Methode, wo man den Zucker im Normalzustand in den Eischnee gibt. Die Lori hat sich mit dem Miximix über Sektsorten unterhalten, deshalb haben wir von diesem Prozedere kein Foto.

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Wenn der Eischnee fertig ist, wird er in eine Spritztülle gefüllt und man macht nach Belieben Tupfer über der Zitronencreme. Besonders hübsch wirkt es, wenn man es dann noch etwas bäunlich macht, indem man das Meringue noch kurz unter den Grill gibt. Ansonsten im Backofen bei ganz niedriger Temperatur trocknen lassen und vielleicht hat man so ein Bunsenbrennergerät zum Abflämmen. Das war also unsere Luxus-Lemontarte. Man muss sie probiert haben!

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Schmeckt im Winter wegen dem vielen Vitamin C und im Sommer herrlich erfrischend. Bis nächste Woche, dann wird es wieder salzig.


Lemon Curd - und - Fonduetorte 

Zuerst einmal die Zutaten für den Lemon Curd. Das ist eine Creme, die nur mit Butter, Eier, Zucker und Zitronen gemacht wird und von England stammt. Ich nehme 200 g Zucker, den Abrieb von 3 Bio-Zitronen, 4 nicht zu kleine Eier, 180 g Zitronensaft und 300 g Butter. Ursprünglich wollte ich damit eine Torte machen, aber warum es anders kommt, wird man hier sehen.

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Zuerst messen wir alle Zutaten ab. Die Tante fängt an, die mordsmässig viele Butter in Stücke zu schneiden, während ich für den Zitronenabrieb sorge. Dieser wird dann mit dem Zucker in einem Topf vermischt und mit den Pfoten zerdrückt, damit sich die ätherischen Öle der Zitrone mit dem Zucker verbinden. Dann presst Lori Zitronen,- man benötigt mehr als drei,- je nach dem bis man die 180 Gramm zusammenhat.

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Jetzt werden Zucker, Saft und Eier verrührt. Die Schwierigkeit ist jetzt, dass das Ganze erwärmt werden muss und zwar auf etwa 85 Grad. Ich nehme immer das Bratenthermometer dazu. Im Wasserbad geht es mir zu lang. Die Sosse wird jetzt cremig und man nimmt sie beim Erreichen der Temperatur vom Herd und lässt sie auf 60 Grad abkühlen. Jetzt werfen wir die Butterflocken in die Creme. Lori schmeisst, und ich rühre.

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So kompliziert wie das alles tönt, wenn man es einige Male gemacht hat, benötigt man vielleicht kein Thermometer mehr und es ist superschnell gemacht. Jetzt wird alles mit dem Stabmixer fein püriert. Das muss gemacht werden, weil es in jedem Rezept steht. Man rühre also etwa 8 Minuten lang. Ich habe am Stabmixer rumgezittert, die Lori hat den Timer betätigt. Dann ist die Lemon Curd fertig, sie muss nur noch in den Kühlschrank.

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Ich wollte ja ursprünglich eine Lemon Curd Tarte machen, weil ich gesehen habe, dass es noch Mürbeteig im Kühlschrank hat, und zwar fixfertigen. Als wir den Tortenboden sorgfältig "blind" gebacken haben, hat Lori etwas daran geknabbert und gemerkt: Er ist salzig. Was jetzt? Da hatte ich natürlich wiedermal die rettende Idee: Wir haben ja noch einen Rest Fondue von Silvester übrig. Und schwupp, hatten wir mit ein paar Ananasscheiben und etwas Apfel eine superschnelle und fabelhafte Fondue-Torte. Unser Lemon Curd wird ja im Kühlschrank wohl noch eine Weile halten.

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Übrigens NEU ist, man kann mich jetzt sogar in Deutsch lesen und nicht nur in Ottiliönisch. Und Schnorbert soll sich das zweitletzte Foto exakt angucken, da ist nichts reinkopiert. Das Fondue war echt.  Hi hi hi hi! Und an alle noch viel Spass in der Küche.



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