Ottilios Kochstudio
Hot ein Rezept vön mir nicht gekloppt, nicht verzogen, Öttiliö frogen.
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Das ist Ottilio, der gugelländische Koch. Er stammt aus Korsika und bildet sich auf seine französischen Vorfahren viel ein. Er spricht aber einen sehr merkwürdigen Dialekt. Nämlich kein a und kein o ( a=o und o=ö). Deshalb sind seine Rezepte oft eine rätselhafte Mutprobe.
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Rezepte im April





 

Orangencreme 

Natürlich wachsen Orangen nicht in der Wiese, schon gar nicht in unserer. Lori hatte in Napoli welche im Garten. Das Rezept aber stammt von meinem Freund Leo von Leipzig, der ist mit mir in die selbe Kochschule gegangen und hat mich an die Orangencreme erinnert, die wir dort einst gelernt haben sollten. Es ist ein erfrischendes Dessert und passt immer. Man benötigt nur zwei Eier, Orangensaft, einige Löffel Zucker, je nach dem noch etwas Zitrone, Gelatine und Rahm.

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Als erstes trennen wir die Eier und bereiten etwas frisch gepressten Orangensaft zu. Die Tante Loredana hat natürlich die falsche Presse genommen und - schwupp - diese gleich mit den Orangen zerquetscht. Zu ihrer Entschuldigung hatte sie einzuwenden, dass wir gar keine Orangenpresse mehr haben, denn die hätte ich schon zu Weihnachten am Herd verschmörzelt. Was da alles zu Tage kommt...., sehr bedenklich. Dafür wird die Creme sehr lecker.

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Wir sind also eifrig am Rühren und Schalgen, Lori zerlässt die Gelatine im Wasserbad, dann kommt sie, also die Gelatine, zu der Eiercreme mit dem Zitronenabrieb und dem Saft der Orangen. Wir haben sie dann mit den Pfoten zerdrückt und die Kerne wieder weggesiebt. Von der Zitrone haben wir nur etwas Schale genommen, Saft nicht, die Orangen waren schon genug säuerlich. Dann das geschlagene Eiweiss dazu und zum Schluss noch ein Becher geschlagene Sahne daruntermischen.

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Jetzt geht das Ganze eine Runde in den Kühlschrank. Damit das ganze Kinderspiel nach viel Arbeit anmutet, haben wir vor dem Servieren noch ein paar Orangenfilets über die fertige Creme gelegt, mit etwas Schokoladeraspeln garniert und zum Schluss noch von unserem Löwenzahnhonig darübergeträufelt. Dann ist die Lori wie eine Lokomotive durch die Küchentür abgedampft, denn sie wurde bei Theaterfotos benötigt, wo sie ebenfalls eine Tante spielt.

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Wir wünschen allen gutes Gelingen beim Kochen und einen guten Start in den Mai. Ottilio und Tante Loredana

 

Löwenzahnhonig 

Wenn die Natur so überschwenglich ihre Schätze anbietet, kann man nicht einfach untätig zusehen, wie alles verblüht. Wir haben uns in die Wiesen mit den Blüten des Löwenzahns gestürzt wie die Bienen selbst und gesammelt, - man musste nicht lange suchen. Aber wir haben nicht gewusst, wie viel wir nehmen sollen, vor allem weil "Blüten" ja doch ein weiter Begriff ist. So haben wir dann - also Loredana - mit dem Schnippi das Grün von den Köpfen abgesäbelt.

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Die Löwenzahnblütenblätter kommen dann in einen Topf und werden vorerst nur mit Wasser begossen. Für drei Handvoll nehme man 1 Liter, heisst es, aber wessen Pfote nehmen wir zum Messen? Also haben wir nach Gefühl gearbeitet und einfach gehofft, dass wir die richtige Mischung hinkriegen. Die Blüten haben wir dann mit zwei Liter Wasser begossen, wir wollen ja genügend Honig machen. Diese kalte "Suppe" lässt man nun zwei Stunden lang ziehen.

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Dann nimmt man den ganzen Topf und stellt ihn an den Herd. Es heisst nun nur zum Kochen bringen und dann wieder abkühlen lassen. Da das Ganze nun über Nacht weiter ziehen soll, haben Lori und ich unsere Lottozettel geschnappt, die Kreuzchen verglichen und uns damit vom Acker gemacht. Jedem Tierchen sein Feierabend, ha ha. Die Löwenzahnmischung wird ja erst am nächsten Tag weiter bearbeitet. Und zwar gibt Lori als erstes Zitronenabrieb dazu.

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Dann haben wir noch den Saft von Zitronen dazugegeben, bis wir fanden, wir möchten ja Löwenzahn- und keinen Zitronenhonig. Aber die Säure ist eben wichtig. Dann kommen die sage und schreibe zwei Sack Zucker hinein - und die Kocherei kann los gehen. Ich habe es mir nicht verkneifen können und noch eine Prise Vanille dazugegeben, kann ja nicht schaden. Jetzt muss das Ganze mindestens eine Stunde lang vor sich hinköcheln.

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In meinem Kochbuch steht, es könnte mehrere Stunde gehen, aber bei uns war nach einer Stunde schon zu erkennen, dass der Honig langsam eindickt. Jetzt ist es eine Frage des richtigen Moments, wann man Honig für Honig hält und ihn in Gläser abfüllt. Er dickt natürlich beim Erkalten nach und könnte zu flüssig oder zu fest sein. In beiden Fällen kann man ihn durch erneutes Erhitzen und im zweiten Fall etwas Beifügen von Wasser in die gewüschte Konsistenz bringen. Aber immer Vorsicht walten lassen, das Zeug ist brandheiss und klebt.  Viel Spass mit euerem Löwenzahnhonig.

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Bei uns hat es so geschäumt, weil wir am Schluss noch eine Prise Karbonat hinzugefügt haben. Ich wollte noch ein Experiment machen, aber das solltet ihr lieber bleiben lassen, sonst müsst ihr nachher die Küche am Mond suchen. 

 

Spargel - zwei Varianten

Wenn man wissen möchte, wie frisch der Spargel ist, reibt man zwei Stangen aneinander. Wenn sie quietschen, ist der Spargel frisch, ansonsten macht man vielleicht lieber Suppe damit. Im Gegensatz zum weissen, muss man den grünen Spargel nicht ganz, sondern nur am Stielansatz etwas schälen. Die Abfälle kann man immer für Spargelsud verwenden. Wir machen heute aber keine Suppe, sondern zwei verschiedene Arten von Spargel.

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Gekocht muss er aber alleweil werden. Man könnte ihn eben so gut braten, aber für diesen Zweck eher weniger, da im Teig schon Butter drin ist. Wir haben uns einen Blätterteig besorgt. (Ehrlich gesagt, wir haben zuhinterst im Kühlschrank noch einen gefunden.) Und wir lieben Blätterteig. Erstens gibt er keine Arbeit und macht immer eine gute Figur. Den Spargel kochen wir also etwa zehn Minuten in Salzwasser mit etwas Butter und Zucker.

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Ich habe den Teig, (ein viereckiger wäre natürlich besser gewesen..) in Streifen geschnitten und die Lori hat ihn locker um die gekochten Spargelstangen gewickelt. Das ist keine Hexerei und geht ratzfatz. Bei Spargel muss man zusehen, dass man ihn nicht mit etwas kombiniert, das nicht harmoniert. Parmesan passt immer, hierzulande sowieso zu allem, und so bröseln wir davon über unsere Spargeln, die wir mit verdünntem Eigelb bepinselt haben.

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Dann kommen sie in die Backröhre und sind schon nach wenigen Minuten fertig. Das war nun die erste Vorspeise. Für ein Primo Piatto, wie sie hier sagen, benötigen wir noch Schinkenwürfel, man könnte ebenso Lachs oder anderen Fisch  in kleinen Stückchen verwenden (Zum Beispiel am Karfreitag.) Den gekochten Spargel schneiden wir in kleine Stücke und geben die Spargelspitzen beiseite. Die sind das Leckerste, die sollte man sehen und nicht zu tief untermischen. 

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Jetzt muss man nur noch die Nudeln kochen. Im Bild unten haben wir den Spargel erst am Schluss geschnitten, man sieht, die Lori schimpft gerade, sie hätte keinen Platz und schiebt die Nudeln beiseite. Jetzt werden die gekochten Nudeln mit den Zutaten vermischt, zünftig Parmesan dazu und die Spargelspitzen  zuoberst. Und schon ist ein weiteres, blitzschnelles, frühlingshaftes Gericht im Teller.

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Wir wünschen fröhliche Ostern, macht euch nicht zu viel Stress in der Küche, wenn es einfacher geht und trotzdem lecker ist. Ottilio und Loredana.

 

Gugelländischer Kochwettbewerb 

Hier kommen noch die restlichen Preisgewinner vom Kochwettbewerb. Es gibt hier den Preis für Nelli's schnelle Küche, denn ich habe an alle Kategorien gedacht. Nelli meint: "Ich hatte keine große Lust, viel zu kochen, da habe ich mich für eine fertige Sauce vom Bio-Fleischer entschieden und möchte dazu Spaghetti machen." Karla und Elli suchen die Nudeln aus. Sie entscheiden sich für edle aus "Italienien".  Was für ein Wunder...grins... sind das doch die besten unter dem "Nudelhimmel."

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Es ist Elli, die auf die Spaghetti aufpasst,  Karla rührt derweil in der Sauce. "Sooooooo, macht hinne....wir wollen heute noch essen." Man denkt ja, Spaghetti kochen ist keine Hexerei, aber das stimmt nicht. Es ist tatsächlich eine Herausforderung, wer's nicht glaubt, kann Tante Loredana fragen. Aber die hockt heute bei ihrem Fisch und ist zum Glück nicht da, und nur Paulchen wartet ungeduldig aufs Essen.

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Als dann die Spaghetti fertig sind, werden sie mit der Sauce vermischt und - wie man sieht- ist Paulchen als erster am Futter-Pott... Er scheint in seinem ersten Leben ein Wuwati gewesen zu sein....Die verhungern auch ca. fünf mal am Tag... hahahahahahaha......

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Und hier kommen noch die Sieger im EINTOPF-Kochen. Ich war selber einmal in Berlin und habe mit Lisa Rosenkohleintopf gemacht. Aber heute sind sie mit einem Rezept von Frau Antje (wer auch immer es sein mag, sei dank) hier in der Küche gemeinsam am Werken. Man sieht Schrotto mit der Kelle, er hat ein "wachsames Auge zu werfen"...Der Schlemiel....grins....Lisa ist am Schnibbeln und Wookie ist der Held. Er zersäbelt die Zwiebeln, Schrotto ist gaaaaaanz gerührt.

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Lisa hält Wache am Kochtopf,  denn das Bratfett muss heiß werden. "So, ihr Zwiebel- und Fleischschnippsel, ab in den heißen Fettsud." Mäxchen ist ganz bei der Sache und rührt wie ein Weltmeister....grins....Inzwischen wollen Karla und Elli ein bisschen das Messer schwingen und hacken auf den Spitzkohl ein. Mädels wollen sich schließlich auch einmal austoben, hihihihihi. Jetzt möchte Mäxchen natürlich auch einmal "schnippseln". "Wo will denn das Messer hin?" quietscht Lisa aus dem Hintergrund.

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"Ich bin die Größte, ohne Kartoffeln geht's gar nicht, stimmt's?" fragt  Nelli und schnitzt fröhlich drauflos. Inzwischen begutachtet Fräulein K. das "Schnibbelgut" und findet es perfekt!  "Kann in den Pott!"  Was sind die Mädels doch aufgeregt. Sie können vor Vorfreude nicht stillsitzen. Deshalb ist das Foto ein bisserl verwackelt... auch ohne Wuwati...hähähähä.. Die Gewürze haben aber trotzdem gut in den Topf gefunden.

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Nun muss der Eintopf nur noch ein bisschen köcheln und dann ist das leckere Essen fertig.  Jetzt haben wir aber eine Menge Bärchen kennen gelernt: Lisa, Karla, Elli, Nelli, Schrotto, Mäxchen und Paulchen. Sie sitzen schon am Tisch und verputzen ihren preisgekrönten Spitzkohl. 
Der Kochwettbewerb hat  hoffentlich allen Spass gemacht. Ottilio hat versucht, die Aussagen der einzelnen Akteure  im Original zu belassen. Also heute lieber nicht auf Ottilionisch umschalten. Grins. Die "Foto-Formate" waren auch eine Koch-Übung. Lach. Kugel.

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Und hier noch einmal die Preisträger aus allen Kategorien. Ottilio und Loredana danken für die Beteiligung. Wer selber seine Plüschies an den Herd geschickt hat, weiss, was da alles passieren kann - und wie lange es dauert, bis das Essen fertig ist - amkopfkratz-  Die Preise für den Wettbewerb lassen sich noch etwas Zeit. Aber sie sind in Arbeit. Ich finde, gerade, wenn man einmal etwas Neues probiert, sollte man es fotografisch festhalten, es bleibt dann auch gleich besser kleben. (Also, im Kopf, natürlich.)

eintopf
fleisch
fisch
gemüse
süss
gesund
originell
schnell

Wir sagen noch einmal Danke fürs Mitmachen und Trost an diejenigen, die keinen Preis bekommen haben, die Gewinner müssen ja auch noch darauf warten. Und nun ab in die Küche - bis zum nächsten Mal.                



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