Ottilios Kochstudio
Hot ein Rezept vön mir nicht gekloppt, nicht verzogen, Öttiliö frogen.
ottilios küche
Das ist Ottilio, der gugelländische Koch. Er stammt aus Korsika und bildet sich auf seine französischen Vorfahren viel ein. Er spricht aber einen sehr merkwürdigen Dialekt. Nämlich kein a und kein o ( a=o und o=ö). Deshalb sind seine Rezepte oft eine rätselhafte Mutprobe.
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Rezepte im Oktober 2017





 
 Topfenpalatschinken

Wegen des Seifenkistenrennens hatte wieder einmal niemand Zeit, frische Lebensmittel zu besorgen und ich musste wieder in eine leere Speisekammer blicken. Aber, wie ihr wisst, habe ich ja immer einen Sack Mehl in Petto und Milch ist ebenfalls immer da, obwohl wir keine Kuh haben. Dann fehlen nur noch Eier und ein paar Rosinen und schon können wir loslegen. Loredana bereitet den "Topfen" zu wie immer. Dann rühren wir 80 Gramm Zucker dazu und zwei Eier.

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Dann kommt ein Esslöffel Rum in die ganze Angelegenheit, und die Rosinen machen die Sache rund.  Dann haben wir noch die Schale von der letzten Zitrone dazugeraffelt und fertig war die Füllung. Von dem Liter Milch, den wir für den Quark (Topfen, Ziger) haben, ist ja noch das Wasser übrig. Das weg zu schütten fanden wir schade, und so haben wir es wieder in den Palatschinkenteig eingebracht. Die verschiedenen Moleküle haben wahrscheinlich eine Wiedersehensparty gefeiert. Palatschinken haben leider nichts mit Schinken zu tun, es ist einfach die österreichische Variante von Pfannkuchen.

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Nun machen wir uns ans Pfannkuchen backen. Wir fabrizieren gleich welche für den Vorrat, nehmen 5 Eier, einen halben Sack Mehl, einen halben Liter Milch und einen halben Liter von dem Quark-Wasser, dazu 2 1/2 Teelöffel Salz. Meine Omlettenwurfkünste sind ja inzwischen weltweit bekannt, deshalb führe ich sie immer wieder gerne vor: Die Pfanne leicht nach vorne kippen, Palatschinke etwas über den Rand gleiten lassen und dann die Pfanne mit einem Ruck nach vorn und oben schwingen. Dann muss man nur noch warten, ob der Pfannkuchen wieder herunter kommt.

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Jetzt werden die Palatschinken mit der Topfenfüllung bestrichen. Wir hätten mehr machen sollen, denn das reicht höchstens für eine Schüssel voll. Die restlichen können wir noch anderweitig "verbraten". Gugellandia ist immer hungrig.  Die Gefüllten werden zusammengerollt und in eine feuerfeste Form geschichtet, die wir sicherheitshalber etwas mit Butter bestrichen haben.

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Nun kommt noch der Guss drüber. Den machen wir mit Sahne, Ei, Zucker und Vanillezucker. Nochmals Milch dazu zu geben fand ich etwas zu barbarisch, und als wir die überbackenen Palatschinken dem Backrohr entnehmen, fehlt nur noch der Puderzucker.  Dieses österreichische Rezept ist ein Klassiker, den man sogar bei Ebbe in der Vorratskammer jederzeit locker ins Ziel kriegt.

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Und nun wünschen wir eine schmackhafte Woche. Ottilio und Loredana


 
 Zuckerschoten

Tante Loredana hat an der Tombola in Serole allerhand Geschirr gewonnen. Stolz zeigt sie mir ihre Beute. Die Schalen und Schüsselchen sind ja ganz nett, aber die Kochzeitschriften sind dann doch eher etwas porös. Immer das gleiche, Olivenöl und Parmesan drüber. Italienisch halt. Ich meinerseits habe vom Markt eine Kiste grünes Gemüse bekommen. Ich wusste anfangs nicht exakt, ob es das ist, was ich vermutete. Taccole sollten eigentlich Zuckerschoten sein. Also wie immer: Probieren geht über Studieren.

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Zufällig ist Kai, der Hai, vorbeigekommen und wir konnten ihn gerade als Rüsthelfer einstellen. Die Zuckerschoten haben wir halbiert und etwas vorgekocht. Dabei hat mich die Färbung des Kochwassers total überrascht, denn es ist knallgrün geworden. Loredana hat dann noch den Vorschlag gemacht, ein paar Kartoffeln würden vielleicht noch in die Gratinformen passen.

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Wir schneiden also noch ein paar geschälte Kartoffeln in Würfel. Ich habe der Lori dann meine Entdeckung gezeigt und wir planen schon etwas für Halloween. So können wir nämlich super die grüne Lebensmittelfarbe herstellen. Rot und gelb haben wir ja mit Roter Beete und Safran, jetzt wissen wir, wie man Grün macht. Das ist echt ein Knaller.

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Nun bestreichen wir die Förmchen mit Butter und streuen einige Brösel hinein. Lori holt inzwischen die drei Eier, die wir benötigen. Dann schichten wir beliebig Zuckerschoten und Kartoffeln hinein. Für den Guss nehmen wir nur etwas Sahne, aber man könnte natürlich sowohl Quark wie Ricotta oder Bechamelsosse nehmen. Salz und Pfeffer, fertig.

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Weil wir beides vorgekocht haben, geht es dann im Backofen nicht mehr so lange. Man könnte natürlich alles roh ebenfalls einfüllen, aber dann geht es eben länger und es könnte Anbrennungsgefahr entstehen. Jetzt fehlt nur noch der Käse darüber. Von dem ist immer genügend da und schon sind unsere Zuckerschoten-Gratins zum Servieren bereit.

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Wir wünschen eine schöne Woche und viel Spass bei vielen neuen Entdeckungen in der Welt der Köche. 


 
 Dreimal Birne

So, da sind wir wieder. Heute habe ich uns Birnen besorgt. Was kann man alles mit Birnen machen? Eigentlich alles, was man mit Äpfeln so backt und kocht, aber besonders lecker sind sie zum Käse. Da ist unser Kochstudio schon beim zweiten Bild zu Ende, deshalb machen wir es wie üblich etwas komplizierter. Am umständlichsten ist es, wenn wir erst Mandeln pflücken gehen, um die Birnen damit zu füllen. Gepflückt, geschält, geknackt, nochmals geschält und gehackt. Wir hatten eine ganze Stunde, wahrscheinlich weil Lori den Steinzeithammer benutzt hat.

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Wenn die Mandeln geschält sind und ihre typische Figur angenommen haben, werden sie noch etwas angeröstet, da entfalten sie erst ihr unverkennbares Aroma. Nachher werden sie gerieben. Da die Birnen sehr gross sind haben wir nur zwei genommen. Trotzdem hat der Kochwein nicht gereicht, wir mussten noch zusätzlich eine Flasche öffnen. Sehr zu Lori's Freude. Die Birnen werden von unten angegangen und vom Kerngehäuse befreit und etwas gehölt.

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Dann werden sie geschält. Den Stiel lässt man dran, sonst ist das Birnenimage weg. Wir kochen sie kurz in gewürztem Weisswein. Man kann sie ebensogut im Rotwein kochen, aber das gibt dann mit Nelken und Zimtstangen schon wieder ein zu weihnachtliches Aroma. Jetzt werden die Birnen gefüllt. Und zwar haben wir die geriebenen Mandeln mit unserem Löwenzahnhonig vermischt. Schleck! Man kann natürlich reinstopfen, was man gerade hat. Es muss einfach süss sein.

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Jetzt kommt noch der Birnenüberzug. Wir haben dunkle Schokolade im Wasserbad geschmolzen und über die Birnen gegossen. Dann noch die restlichen Mandelbrösel darübergestreut, ein Minzeblatt zur Dekoration und fertig ist ein sagenhafter Nachtisch. Jetzt haben wir aber immer noch Birnen übrig. Wir könnten sie ja mit Hackfleisch füllen, schlage ich vor.  Loredana's Idee war ja die mit dem Käse. Also gut, wir kochen eine kleine Hackfleischsosse.

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Birnen passen gut zu salzigen Gerichten. Wir geben über die gefüllten Birnen noch ordentlich Parmigiano und schon geht es ab in den Backofen. Die Schokoladebirnen habe ich einmal bei einem feierlichen Essen als Nachtisch bekommen. Sie waren sooo lecker, aber mein Katermagen war schon so überfüllt, dass ich dachte, ich mache mir das dann einmal im Kochstudio und verdrücke es vor dem Essen oder als Höhepunkt irgendwann zwischendurch.

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So und jetzt los, zum Marktstand und gucken, ob es noch mehr schöne einheimische Birnen im Angebot hat. Es muss ja nicht immer Mango sein. Liebe Grüsse von Tante Loredana und Ottilio an euere Küche.


 

Schoko-Buttercremetorte mit Physalis

Ja, so eine Torte haben wir noch nie gemacht, Loredana, die Teigmasse mit Schokolade ist nämlich anders, als ohne Schokolade. Wir benötigen heute Backpulver, normalerweise machen wir Bisquitböden ja immer ohne. Wir gehen das Unternehmen an: mit 6 Eiern, 300 Gramm Zucker, 90 Gramm Mehl und 90 Gramm Stärkemehl. Und nun kommt das letzte Päckchen Backpulver. Bei uns ist wieder mal Ebbe in der Speisekammer. Das fördert immer den Einfallsreichtum.

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Den Teig machen wir wie üblich, nur eben, dass zusätzlich zum Mehl noch Schokoladepulver untergemischt wird und eineinhalb Teelöffel Backpulver. Die Schokolade hat nämlich die Tendenz, das Eiweiss  zu verstricken, so dass nur geschlagenes Eiweiss nicht reicht für die Triebkraft des Teigs. Vanillezucker ist ebenfalls alle und Früchte für die Torte sind so wie so keine da. Was machen wir? Uns wird schon noch was einfallen. Erstmal zwei Tortenböden, schön schokoladig, jeder etwa 12 Minuten gebacken.

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Man lässt sich ja gerne mit einem Rezept ein, wenn man es hundertmal schon gemacht hat, und es immer gut geht. Aber es ist doch jedesmal wieder verwunderlich, was noch zusätzlich schief gehen kann. Wie ihr seht, haben wir die Küche wieder drinnen, im Portico hat es zu viele Wuwatis und das Wetter hat sich ebenfalls leicht veroktobert. Zum Glück sind gerade keine radfahrenden Gäste zugegen, so können wir unsere Konzentration der Schokobutterphysalistorte widmen.

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Wenn man keinen Vanillezucker und nur eine Tafel Schokolade hat, wie heisst dann die Lösung? Mal in die Versenkung verschwinden und das Küchenlabor zerlegen. Was ich da alles noch gefunden habe! Gezuckerter Kakao ist für dieses Rezept nicht zu empfehlen. Wir nehmen immer den "Amaro". Der freut sich dann, wenn er mit dem Zucker in Verbindung kommt und ist nicht schon "fertig". In die Buttercreme haben wir dann noch Orangenaroma reingeschmuggelt. 

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Das Füllen der Torten ist immer sehr gefährlich für uns Plüschtiere. Wir sind beide zweimal fast in die Buttercreme gefallen. Für das Schlussbild haben wir uns dann der Schürzen entledigt, die waren nämlich total verkleckert. Aber die Torte ist gelungen, wir freuen uns über das neue Rezept. Wir wollen es noch umbenennen in Physalis-Schokoladentorte.

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Und nun wünschen wir viel Spass in der Küche, wie immer Ottilio und Loredana.



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