Ottilios Kochstudio
Hot ein Rezept vön mir nicht gekloppt, nicht verzogen, Öttiliö frogen.
ottilios küche
Das ist Ottilio, der gugelländische Koch. Er stammt aus Korsika und bildet sich auf seine französischen Vorfahren viel ein. Er spricht aber einen sehr merkwürdigen Dialekt. Nämlich kein a und kein o ( a=o und o=ö). Deshalb sind seine Rezepte oft eine rätselhafte Mutprobe.
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Rezepte im Januar 2018





 
 Panzerotti

Panzerotti sind eine Spezialität, die im Süden Italiens gerne gegessen wird. Uns schmecken sie natürlich ebenfalls, deshalb haben wir heute wiedermal welche gemacht. Mit 500 Gramm Pizzateig kann man 16 Panzerotti herstellen. Ins Mehl kommen 2 Teelöffel Salz, 2 Teelöffel Zucker, 2 Esslöffel Olivenöl, Hefe und eine grosse Tasse warmes Wasser. Für die Füllung nehmen wir Mozarella, Paprika- und Tomatenwürfel, Salz, Pfeffer und Origano.

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Der Teig klebt anfangs entsetzlich an den Pfoten, aber man darf kein zusätzliches Mehl hineingeben, sonst wird er nicht so schön luftig. Wenn wir den Teig genügend herumgeworfen haben, lassen wir ihn eine Stunde lang an einem warmen Örtchen ruhen. In der Zwischenzeit können wir ja schon mal die Schnippelarbeiten erledigen.

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Wie viele Paprika wir benötigen wissen wir am Anfang eigentlich nicht, aber wenn wir was übrig haben, ist das nicht schlimm, weil man die ja überall verwenden kann. Wir machen also ein Wettschnippeln, die Lori und ich. Eins, zwei, drei, Los! Das war vielleicht ein Geklapper und wir mussten zwischendurch lachen, weil wir so ernste, konzentrierte Schnuten gemacht haben. Ich war natürlich schneller fertig, versteht sich.

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Den Mozarella-Käse muss man ebenfalls verkleinern. Lori hat ihren Anteil in Würfel geschnitten, ich habe versucht, den Mozarella an der Rösti-Raffel zu reiben. Die Tomatenwürfel kommen von der Dose und jetzt ist alles bereit für den Teig. Man könnte damit ebenso vier Pizzen machen anstelle der Panzerotti, aber wir teilen einen Viertel des Teigs nun nochmals in vier Teile und wallen sie mehr oder weniger rund.

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Das Besondere an den Panzerotti ist, dass sie am Schluss im heissen Öl frittiert werden. Man gibt also als Füllung die ganzen Zutaten in die eine Hälfte vom Teig, dann klappt man die Rondelle zu und drückt den Rand zuerst mit den Pfoten und nachher mit einer Gabel fest. Die Füllung kann natürlich beliebig variert werden. Wir machen manchmal noch Mortadella-Würfel dazu. Damit der Teig nicht feucht wird, ist es ratsam, nicht zu viele Panzerotti in einem Mal zu machen, sondern immer drei oder vier und sie dann gleich in die Pfanne werfen.

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Zum Frittieren nehmen wir normales Pflanzenöl. Die Panzerotti müssen dann gut abgetropft werden, am besten mit Küchenpapier und dann kann man sie in die Wärmeschublade geben, bis alle 16 durchgebacken sind. Bei uns sind sie schon kurz nach jeweiliger Beendigung in geheimnisvoller Weise durch die Küchentür verschwunden, ein Mirakolo, wie immer. 

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So, das waren unsere pugliesischen Teigtaschen, genannt Panzerotti, lasst es euch gut schmecken. Bis nächste Woche! 

Ottilio und Loredana


 
 Nussgipfel

Für unsere Nussgipfel benötigen wir Haselnüsse, und zwar eine ganze Menge. Ich will doppelt so viele Nussgipfel machen, und grosse dazu. Mit 360 Gramm Haselnüssen sollten wir es schaffen. Dazu benötigen wir noch 100 Gramm Kekse, so Überbleibsel von Weihnachten oder sonstiges Süssknabberfutter. Edi hat sich bereit erklärt, seine Mailänderli-Ratte zur Verfügung zu stellen, denn sie ist als einzige von der Weihnachtsbäckerei übrig geblieben.

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Zu allem Überfluss, äh, ich meine, zu unserer grossen Freude, haben wir heute Akku im Kochstudio zu Gast. Tante Loredana kriegt sich fast nicht mehr ein, sie will dem Kleinen ihre Kochkünste beibringen, er hätte Talent, meint sie. Na schön, fürs erste darf er die Gebäckreste verkleinern, beziehungsweise oben rumhüpfen bis es nur noch Brösel sind. Wir müssen inzwischen die Haselnüsse rösten und mahlen. Drehorgelspielerin Lori singt dazu sogar ein Nusslied.
"Kritsch, knirsch, knork, da kriegt man ja den Gmork, jede Nuss in dieser Welt, hat sich bei mir eingestellt, kritsch , knirsch, knork, ich gehe nach New York! "

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Nun ist es an der Zeit, die Nüsse mit den zerbröselten Keksen zu mischen. Da hat unser Akku natürlich seinen Spass und fällt prompt in die Mischung. Während Lori besorgt ist, dass er keine Luft mehr kriegt, habe ich  ziemlich geschimpft und gesagt, wenn er Blödsinn machen wolle, soll er Rad fahren gehen. Jetzt kommt der Zuckersirup zu den Nüssen. 
2 dl Wasser mit 200 Gramm Zucker plus eine Zitrone (Schale und Saft). Den Zimt haben wir weggelassen.  Der ist mir zu weihnachtlich.

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Das Geheimnis dieser Nussfüllung ist, dass sie nun eine ganze Nacht ziehen muss. Wir geben die Schüssel in den Kühlschrank und widmen uns jetzt dem Hefeteig. Akku ist endlich mit dem Velo abgedüst und Lori kann ungestört arbeiten. Den Teig machen wir ungefähr wie immer, 500 g Mehl, 6 Esslöffel Zucker, bisschen Salz,  Hefe, 2 dl Milch, 100 Gramm Butter und ein Ei. Schwupp, ein geschmeidiger Teig ist entstanden und Akku ist wieder da, seufz.

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Die Wartezeiten für die Nussfüllung und den Teig sind hier natürlich nicht eingerechnet. (Nüsse über Nacht, Teig ca. 1 1/2 Stunden) Lori macht sich ans Plattwalzen von der ersten Hälfte Teig, ich schneide sie in sechs Segmente. Natürlich muss man bei der Füllung ebenfalls Obacht geben, dass man ungefähr gleich viel für alle Gipfel hat. Ha ha, wir hatten am Schluss sogar noch Fülle übrig. Schleck.

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Die Gipfel werden nun zu Hörnchen gerollt. Oder man macht einfach Teigrollen, die wie Gipfel oder Hörnchen dreingucken, ist egal, man könnte vielleicht sogar einen Strudel so machen. Wichtig ist, dass man, während die Nussgipfel im Backofen bei 200 Grad etwa 20 Minuten backen, den Zuckerguss bereit macht. Die Gipfel werden mit einer Glasur von Puderzucker und Zitronensaft bestrichen, solange sie noch warm sind.

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Und dann folgt das grosse gugelländische Nussgipfelessen.

Vielleicht sollten wir nächste Woche mal eine sparsame Suppe servieren. Macht's gut, bis dann und viel Spass in der Küche.

Lori, Ottilio und Akku


 
 Gnocchi mit Radicchio

Heute machen wir etwas Italienisches, das schon fast französisch ist. Nämlich Spinat-Ricotta-Gnocchi mit gebratenem Radicchio.  Wir benötigen 400 Gramm Ricotta, 150 Gramm gehackten Spinat, 150 Gramm geriebenen Parmesan, 100 Gramm Griess, 4 Eier und ca. 125 Gramm Mehl, je nach dem, und natürlich Salz und Pfeffer.

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Nachdem wir alles exakt abgemessen haben, fangen wir mit den Eiern an. Sie werden in einer Schüssel gut verklopft. Dann geben wir den Ricotta dazu, den wir schon am Vortag gemacht haben. Es kommt aber nicht viel billiger, wenn man den Ricotta selber herstellt, wir machen es ja nur selber, weil gerade keiner da ist.

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Ich habe den Käse geraffelt, Lori den Spinat gehackt, und das kommt nun alles mit dem Gries in die Schüssel. Am Schluss wird ordentlich gepfeffert. Mit dem Salz muss man vorsichtig sein, da der Käse ja schon salzig ist. Nun geben wir noch so viel Mehl dazu, dass eine feste Masse entsteht. Wenn alles vermischt ist, lassen wir es ein halbes Stündchen ruhen.

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Den Radicchio haben wir direkt von Treviso bekommen und ihm zu Ehren dieses Rezept vorgewühlt. Der Strunk wird abgeschnitten und man viertelt den Radicchio der Länge nach in schöne Streifen. Die Zwiebeln haben wir farblich abgestimmt und in Ringe geschnitten. Während Lori beides mit etwas Knobli in Olivenöl gebraten hat, habe ich die Tomatensosse gemacht. Sehr lecker!

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Dann benötigen wir einen Topf mit kochendem Salzwasser, und los geht's mit den Gnocchi. Wir schaben mit dem Löffel, ähnlich wie die Schwaben die Spätzle, den Teig einfach direkt ins Wasser. Wenn sie wieder hochkommen, schöpft man sie ab und gibt sie in eine vorgewärmte Schüssel. Serviert wird das ganze mit dem gebratenen Radicchio und der Tomatensosse. Guten Appetit.

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Da das Rezept ein "Leichtes" ist, passt es gut in die Fastenzeit. Wir wünschen dir viel Spass und Erfolg in der Küche.

Loredana und Ottilio.


 

 Vorspeisen - Rückblick

Wir haben über die Feiertage so viel gekocht, dass wir heute gar immer noch viel übrig haben. Wir haben den Russischen Salat in eine Sulzkuppel verfrachtet, das für heute geplante Essen machen wir einfach nächste Woche. Hier blicken wir also zurück auf alle Vorspeisen, die wir im letzten Jahr präsentiert haben. Man kann natürlich jede Vorspeise umfangreicher gestalten und als eigentliches Menue hindrappieren. Wichtig, sie muss hübsch anmuten und lecker sein.

Russischer Salat
Leberterrine
Caesar's salad
Lisa s Fenchelrezept

Fast bei jedem Geköche geht uns etwas schief. Aber jetzt einen Pannenrückblick zu machen, finde ich etwas zu riskant, dann haben wir nämlich wieder das Gewaffel von Schnorbert. Meist fehlen die gewünschten Zutaten. Jetzt, zu Silvester hatten wir zum Beispiel nicht einmal mehr Butter in der Vorratskammer, und das Olivenoel war ebenfalls fast alle. Dann muss man schon erfinderisch werden. Sämtliche  Lebensmittelgeschäfte waren natürlich um die Jahreswende geschlossen.

grad nochmal
Zucchini Frittata
Marinierte Peperoni
Gruene Feigen mit Martini

Die Feiertage sind hier in Italien am 6. Januar vorbei. Die Befana nimmt die ganze Festtagsstimmung auf ihren Besen und fliegt damit davon. Wie ja inzwischen jeder weiss, hatten Lori und ich noch einen Nebenjob als Klamottenspieler. Sie spielte den Butler und ich die Alte. Wir hatten natürlich einen Riesenspass, vor allem Lori beim Prosten. Aber es war dann eben doch ziemlich hektisch, so dass wir unser ganzes Weihnachts- und Neujahrsgeköche nicht fotografieren konnten.

Kichererbsen Haeppchen
Pilztoertchen
Auberginen-Roellchen
Cecci

Etwas leid tut es mir um die Torte. Nein, nicht weil sie nicht gelungen ist oder zu Boden geflupps, nein, eben, weil wir davon kein Foto haben. Im Grossen und Ganzen haben Loredana und ich in diesem Jahr über 15 Vorspeisen gemacht, ebenfalls etwa 15 Menues, 17 Desserts und 9mal Sonstiges, wie zum Beispiel Limoncello, Eierlikör, Löwenzahnhonig und Kirschenchutney, etc. Im April hat der grosse Kochwettbewerb statt gefunden. Wir werden natürlich in diesem Jahr ebenfalls einen durchführen.

Spargel im Teig
Tunfischbaellchen
Schinkenhoernchen
Fruehlingsrollen

Im Januar ist Ideenreichtum in der Küche immer am meisten gefragt, weil das Angebot an frischem Obst und Gemüse reduziert ist. Die Methode "Nimmdiesanstattdas" ist oft Grundstein für ein Neues Rezept. Jetzt stürzen wir uns mal über die festlichen Feiertagsreste her und wünschen allen noch ein gutes Neues Jahr.

Loredana und Ottilio

Fonduetorte
Parmesan Koerbchen
Hackbaellchen im Bananenblatt
Rosmarinroulade

Wer möchte, kann die Bällchen, Röllchen, Häppchen, Körbchen, Törtchen und Hörnchen einzeln im alphabetischen Verzeichnis von Ottilios Kochstudio finden.



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