Ottilios Kochstudio
Hot ein Rezept vön mir nicht gekloppt, nicht verzogen, Öttiliö frogen.
ottilios küche
Das ist Ottilio, der gugelländische Koch. Er stammt aus Korsika und bildet sich auf seine französischen Vorfahren viel ein. Er spricht aber einen sehr merkwürdigen Dialekt. Nämlich kein a und kein o ( a=o und o=ö). Deshalb sind seine Rezepte oft eine rätselhafte Mutprobe.
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Rezepte im März 2019





 
 Gugelländische Maultaschen

Es ist Fastenzeit. Aber wer hält sich schon daran? Lori und ich haben beide ein neues Teigrädchen besorgt und machen es heute wie die Mönche früher, wir verstecken das Fleisch in den Teigtaschen. "Na, heute keine Enten mitgebracht, Lori?" Aber da hüpft schon ein kleines Ferkel hinter ihrer Schürze hervor. Na dann mal sofort aufs Rad mit dem Tier und ab durch die Küche, denn wir wollen doch unsere Teigrädchen vergleichen.

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Aber man kommt nicht dazu, das Schweinchen ist in die Küchenwaage gedonnert und völlig vermehlt wieder zurückgekommen. "Na, dann kannst du das Mehl gerade durch das Sieb wirbeln, dann hast du was Gescheites zu tun." Wir benötigen für den Teig 300 g Mehl, 1 Prise Salz, 1 Glas Weisswein und noch etwas Wasser. Lori knetet alles zusammen und wir kümmern uns um die geheime Füllung.

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Weil Frühling ist, habe ich zufälligerweise Frühlingszwiebeln da. Ich will sie gerade klein schneiden, da quiekt das Ferkel zum Stein erweichen und saust davon. Lori schimpft, ich solle dem Schwein keine Angst machen und das Messer weglegen. Vor dem Stabmixer hat der kleine Hurbi aber keine Angst. Den benötigen wir nämlich um unsere geheimen Speckwürfel und das Hackfleisch zu zerkleinern.

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Ich habe mich dann bei dem Kleinen wieder etwas beliebt gemacht, als ich ihm gezeigt habe, wie man die Zwiebeln andünstet. Dann haben wir die Füllung mit viel frisch gemahlenem Pfeffer, Salz und Kräutern plus einem Eigelb verfeinert. Nun kommt der spassige Teil der Herstellung, nämlich das Füllen und Formen unserer Teigtaschen.

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Mit dem Teigrädchen kann Hurbi besser umgehen als mit dem Fahrrad, und er saust nur so über den Küchentisch um unsere Quadrate zuzurollen. Wir geben dann die Füllung rein und klappen die Ravioli schnell zu, damit niemand sieht, was wir da reingeschmuggelt haben. Loredana bestreicht die Ränder noch mit etwas Eiweisskleber, damit sie sich beim Kochen ja nicht öffnen. Hi hi.

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Nachdem sämtliche Dreiecke geformt sind und das Salzwasser kocht, machen wir uns noch Gedanken über eine Sosse. Möglichkeiten hat man viele. Sehr gut schmecken sie mit geschmolzener Butter, Basilikum und Parmesan. Leichte Tomatensosse mit Rahm verfeinert passt ebenfalls ganz gut dazu. Und unsere fleischlose Fastenküche schmeckt richtig toll nach.. Schweinchen Hurbi.

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Wir wünschen viel Spass in der Küche und einen guten Apettit. Lori und Ottilio mit Hurbi.


 
 Süsser Griessauflauf

Ist schon wieder Matthäi am Letzten?  Ach so, es ist ja Fastenzeit. Und Frühling mit all seinen Tücken. Tante Loredana hat einen Strauss Mandelblüten in die Küche gestellt. Na immerhin besser als Enten. Aber wir haben schnell gemerkt, dass die floristische Verschönerung der Küche ein paar Ameisen eingeschleppt hat. Und das ist angesichts des süssen Gerichtes, das wir kochen wollen, eher kontraproduktiv.

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Für unsere Griesspfanne benötigen wir 400 g Griess, 1,6 Liter Milch, 4 Esslöffel Butter, etwa 150 Gramm Zucker, 2 Pakete Vanillezucker, 6 Eier, 2 Prisen Salz und noch etwas Butter für die Schüssel. Ah und natürlich in Rum eingelegte Rosinen und Zwetschgenkompott. Die Lori hat ihre Rosinen ganz nach ihrer Art eingelegt, sogar noch gezuckert. Einen Griessbrei zu machen ist nicht schwierig, kann aber immer Überraschungen geben.

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Ich übernehme also das Griesskochen, während Lori die Eier in Dotter und Eiweiss trennt. Weil es sehr kleine Eier waren, habe ich sofort gemerkt, dass sie geschummelt und noch eins mehr genommen hat. Bei mir hat es in der Pfanne schon keinen Platz mehr, aber die Rosinen kommen noch rein, mitsamt dem Rum.

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Dann haben wir das Eiweiss zu steifem Schnee geschlagen und die Eigelbe mit dem Zucker und dem Vanillezucker verrührt. Als wir alles zusammenmischen wollen, merken wir, dass wir unbedingt eine grössere Schüssel benötigen. Unser Werk reicht natürlich für mindestens 40 Räuber, man kann natürlich die Hälfte der Zutaten nehmen und ebenso ein süsses Gericht hinkriegen.

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Loredana buttert noch die Form und ich schwinge den Eischnee unter die Griess-Eigelb-Zuckermasse. Zum Glück hat alles Platz und wir können die Sache in den Ofen schieben, bei 175 Grad eine halbe Stunde. Jetzt kommt wieder unser selbstgemachtes Zwetschgenkompott zum Einsatz, aber wir können das Glas nicht öffnen.

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Lori hat ja zwischendurch tolle Ideen, aber oft gibt es ein Fiasko, diesmal hatten wir zu viel Zwetschgensaft,... ha ha, am Tisch. Hi hi. Unser süsses Griessgericht hätte noch etwas mehr Oberhitze vertragen, aber es hat wunderbar nach Vanille und Rosinen geduftet, so dass wir gleich Teller geholt und die ganzen Leute zusammengerufen haben.

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Wir wünschen eine schöne Fastenzeit und immer viel Spass in der Küche.

 Ottilio und Loredana


 

Mozzarella-Spinat-Polenta

Der heutige Gast in der Küche ist Ringo, das Schnabeltier, bekannt als neu ernannter Ornithologe von Gugellandia. Ich dachte zuerst, es wäre eine Ente, da hat mir Loredana erklärt, er wäre ein hohes Tier. Na gut, er musste trotzdem zuerst einmal Zwiebel schneiden lernen. Wir machen heute eine Mozarella-Spinat-Polenta mit Speck. Da wir die schnelle Version gewählt haben, bereiten wir die Polenta in zwei Kochvorgängen zu, das benötigt jedesmal nur drei Minuten.

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Die Lori hat dann dem Schnabeltier das kleine Rüstmesser zugeschanzt, was ich natürlich sofort bemängeln musste. Mit so kleinen Messerlein schneidet man sich zehnmal eher, als mit einem grossen. Der Spinat wird ordentlich gekocht, gut gewürzt und abgetropft.  Den Speck habe ich mit dem Zwiebelknofigemisch angebraten.

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Jetzt wird mit Milch und Wasser die Polenta angerührt. Wie gesagt, das ist Instant-Polenta, das benötigt keine fünf Minuten, und sie wird schon fest. Wir haben ein Päckchen von 500 Gramm in zwei Hälften geteilt, und gemerkt, dass es einmal weniger als 250 Gramm waren. Ob die uns beschummelt haben, oder unsere Waage nicht ganz gesund ist, bleibt ein Rätsel, das uns schlussendlich egal ist.

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Die haben hinter meinem Rücken getuschelt, dass ich nicht wüsste, was ein Ornithologe ist, aber der kann froh sein, wenn seine Piepmätze nicht bei mir in der Pfanne landen, ha ha. Jetzt kommt die erste Ladung Polenta in die Form. Dann wird der Spinat darüber gezettelt. Jetzt die Hälfte vom Speck verteilen und alles mit Mozzarella überdecken.

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Ich weiss, ich hätte die Lori mit einem Gläschen Wein motivieren können, aber angesichts des hohen Tieres wollte ich kein grosses Trara machen. Da habe ich lieber selber den Mozzarella in Würfel geschnitten. Lori und Ringo haben dann die zweite Ladung Polenta angerührt.

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Jetzt macht man das selbe Spielchen, wieder kommt über die Polenta der Spinat, der Speck und der Mozzarella. Wir haben dann noch reichlich in die Pfefferbüchse gegriffen, man darf dieses Gericht ruhig ganz doll würzen, denn der Speck allein reicht nicht, um den Mozzarella und die Polenta geschmacklich an die Wand zu fahren. Aber schmecken tut's und wir haben dann doch noch viel Spass mit dem Ornithologen gehabt.

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Viel Spass in der Küche und gutes Gelingen! O. L. und Ringo



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