Hallo, ich bin Schnorbert, Kritiker von Beruf
Seit November 2014 bin ich nun hier in Gugellandia und das ist ja schon eine Strafe. Ich bekleide das wichtige Amt des Kritikers. Keiner ist vor meinen Kommentaren sicher. Ich zerreisse alles und jeden in der Luft. Darum lieben mich wahrscheinlich alle.
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Kritiker: April 2019





 
 Überkandidelt
Im Übertreiben sind sie ja schon immer gut gewesen, aber was sie diesmal aufgeführt haben, nur weil ein Häschen aus der Poebene zu Besuch kommt, na hallo, da geht es plötzlich  zu wie im Spültrog der britischen Prinzschaften. Es kommt plötzlich nur noch Gold aus der Wasserröhre und alles ist vom Feinsten. Die Kellenschwinger aus Lori's Schnappskabinet fahren ihren Frass mit der Schwerkaliberkarre auf, und sogar Grünling killt seine einzige Fresie, um sie der angebeteten Lilo vor die Füsse zu werfen, dieses hochtrabend, wonnigweich hingehauchte Gesülze ist kaum mehr zu ertragen. Um den ganzen Schmäh etwas aufzulockern, ist allerdings Peso nicht gerade der Richtige. Völlig unprinzlich zerrt er das arme Häschen durch den Wald und weist auf die katastophalen Zustände in Gugellandia hin. Zur Versöhnung sollen dann ein paar lächerliche Erdbeertörtchen hinhalten, die diese ediähnliche Juxente mit der Schlagoberskanone bombardiert. Die Lilo selber ist zum Glück ein richtiger Spassvogel und es wird wahrscheinlich nicht ausbleiben, dass nach dem allgemeinen Interesse, ob sie nicht auch Brüder habe, innert kurzem ein Bunnyklub in Gugellandia eröffnet wird. Ich werde als Schirmherr amtieren, ha ha. Jetzt sind wir erst mal alle froh, dass Ostern vorbei ist. Wie Lilo übrigens zu so vielen Punkten in der Who is who Liste gekommen ist, weiss sie selber nicht. Das kann nur der Buchstabenvogel überprüfen, und den werden wir zu gegebener Zeit mal an den Marterpfahl heften, damit auch wir mehr Durchblick erlangen. Schnurr, war ich heute brav?
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 Gehirn verstaubt!
Seit Wochen heisst es nun schon, wenn das Wetter umschlägt, gehen wir ins Museum. Und als es dann endlich regnet, will natürlich keiner seine Pfoten ins nasse Gras setzen. Das Museum ist ja auch ein Witz. Erstens muss man stundenlang warten, bis diese alte Tüddel-Eule ihre Nicht-Eintrittskarten verkauft hat, dann muss man  zu sehen, wie da von verschiedenen Seiten beschissen und getürkt wird, um schneller hineinzukommen, und dann geht es durch einen schmuddeligen hohlen Baum über lebensgefährlich brüchige Leitern, haarsträubend dreckige Gestelle in Räume, in denen es so zieht, dass die Ausstellungsstücke nur da sind, damit es die darunterliegenden Blätter, die wahrscheinlich das Wertvollste im ganzen Museum sind, nicht wegweht. Diese können sie nun aber auch gleich wegwerfen, denn, wer will schon ein Papier benutzen, auf dem eine tote Ratte lag, die zu lüsternen Zwecken einmal vorgoldet wurde.  Aber da wird nun bestaunt, gegafft und es werden Maulaffen feil gehalten, dabei ist das doch alles nur aufgewärmte Steinzeitkacke. Sogar die Wuwatis sind unter den Gestellen scharren gegangen, ob sie vielleicht noch etwas besseres finden.  Und nachdem dem Museumsbetreiber gar nichts mehr einfällt, lässt er einfach noch Gonni und Kai in die heiligen Hallen, in der Hoffnung, dass die den ganzen, unsinnigen Krempel klauen, damit man ihn endlich los ist. Die Wuwatis und ich haben bereits einen Plan, wie wir anstelle der Gauner die richtigen Hintermänner zu Fall bringen können. Edi und Konsorte sollten sich schämen, einfach vorzudrängeln und ohrenamputierte Hasen auf den letzten Platz zu verweisen, nur weil sie blau sind. Dieses rassistische Pack muss gar nicht so tun und mit Peso über Toleranz säuseln, die sind alle keinen Dreck besser als der Abschaum von Sodom und Gomorrah. 
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 Triumph der Schandflecken
Dass ausser Festa und Hefe in diesem Staate niemand ans Putzen denkt, sieht man ja von Weitem. Aber jetzt haben sie sich sogar darauf spezialisiert, die ganzen Schandflecke gross herauszubringen. Und damit nicht so auffällt, womit sie tagtäglich die Gegend zumüllen und vollsauen, drücken sie mir den Pinsel in die Hand und sagen, ich soll den sagenumwobenen Fleck von Canterville malen. Inzwischen hat Grünling mit seinem "Kettenöl"-Fläschchen bereits den ganzen Drehort eingeölt, weil es ein Loch in der ausgetrockneten Leimtube hatte, in die er das Öl gefüllt hat. Noch schlimmer Mauli und Bauli beim Bau ihres Gespenstes! Damit es Standfähigkeit hat, wird es mit Wasser gefüllt. Ist ja logisch, dass es dann beim Liegen einen See gibt. Hach, diese haarsträubenden Banausen sollte man in den Sandkasten zum Üben schicken! Nicht einmal einen anständigen Kerzenständer bringen sie hin. Statt Wachsleuchten nur Druckerpapier! Diese tunichtguten Schönschleimer! Aber das Allerschlimmste war das Gespenst selber. Seine Sauertopfmiene brachte das ganze Ensemble fast zum Weinen. Dabei war seine Frisur so lächerlich wie beweglich. In der sonntäglichen Feuchigkeit nämlich gingen die Watteröllchen auf seinem Kopf auf wie Hefegebäck und kullerten laufend quer über die Bühne. Dass sie vom Stück dann wieder eigenmächtig abgekommen sind, verwundert mich auch nicht, denn mit Beten und Sühnen haben diese Frevelbrüder gar nichts am Hut. Noch ein kleines Wörtchen zu der Osterhasensucherei, die das unverfrorene Pack uns täglich zumutet. Ja, wie soll man einen Hasen in einem GASHAUS finden? Und wo bitteschön befindet sich die KÜCHENSTUBE? Dieser ortografisch makaberer Firlefanz hat nichts merkwürdiges mehr an sich, das ist schon Rätselterror! Suche wer finde! Vielleicht kann ich im Gashaus etwas Luft schnappen. Ho ho ho.
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Drehort Drecktümpel 
Die schaffen es doch immer, die schönsten Märchen zu verhunzen. Einen krächzenden Papagei als Sirene einzusetzen ist ja schon arg daneben, aber was da sonst noch so alles getrieben wird, ist purer Horror. Irgendjemand hat angedeutet, dass "Besuch" nach Gugellandia komme. Ja, das war was. Nicht nur Besuch, auch Plüschies überall, ohne Namen, ohne Ausweise aus allen Regionen. Ich war stundenlang mit Einbürgerungspapieren beschäftigt und niemand passte auf, als sich einige der Neuen am Teich mit einer Laubfischaktion zu schaffen machten, so dass er nachher ein noch schlimmerer Drecktümpel war. Trotzdem hat man nicht daran gedacht, dass Wasser dennoch spiegelt, und man wieder etliche Peinlichkeiten wegretuschieren muss. Bei der Verkleidung der Meerhexe jagte auch ein Lapsus den anderen. Die Algen sind zwar extra dafür gezüchtet worden, aber als sie aus der Regentonne gefischt werden, sieht man, dass es darin krabbelt.  Riesenaufregung von Klepf, man solle doch aufpassen, das seien seine Libellenlarven, die brauche er noch. Also Algen wieder rein, dann ohne Larven wieder raus, aber immernoch Gekrabbel wie im Horrorfilm. Die einen meinten, das wäre doch passend für die Meerhexe, aber der Insektenkundler blieb stur. Dabei gab es ja letzte Woche ein Riesendurcheinander, weil die offenbar den Unterschied zwischen Insekten und Vögeln nicht kennen. Da wurde gross ein Salamander angekündigt, obwohl ein Vogel dran war. Ja, wenn es erstmal piepst im Oberstübchen, ist ihnen eben nicht mehr zu helfen. Schauder, schüttel.
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