Hallo, ich bin Schnorbert, Kritiker von Beruf
Seit November 2014 bin ich nun hier in Gugellandia und das ist ja schon eine Strafe. Ich bekleide das wichtige Amt des Kritikers. Keiner ist vor meinen Kommentaren sicher. Ich zerreisse alles und jeden in der Luft. Darum lieben mich wahrscheinlich alle.
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Kritiker: November 2020





 
 Ordinärer Billigkram
Ja, wem der Ruf voraus eilt, hat ganz schön zu knabbern, wenn es dann ans Eingemachte geht. So unser gelobhudelte Mister Umwelt. Seit Wochen fasst dieser aufgeplusterte Ökogeier kein heisses Eisen mehr an, um ja kein Federlein zu verschmörzeln. Alle Fettnäpfe stopft er in die Schränke seiner Mitbürger, damit ihm dem feigen Nonsensprediger nichts passiert. Dafür ist das Oberstübchen dieses penetranten Schwafelgimpels nun offenbar völlig verdörrt, als der Herr Lehmann endlich kommt. Ausser einem trockenen Kuchen und einem dürren Baum hat er nichts zu bieten. Und dann dieser Quatsch mit dem fliegenden Brett. Immer wenn ihnen nichts mehr einfällt, geht man einfach in die Luft. Dort hat es ja genug Platz und vor allem kein herumstehendes Gerümpel im Bild. Das ist nämlich ein Phänomen in Gugellandia. Kaum hat es irgendwo eine freie Fläche, zack, hockt schon einer da und verteilt darauf seinen ganz privaten Kram, über den sich anschliessend alle so lange ärgern bis es wieder Platz hat. Dann beginnt das Spiel von Neuem. Dem sagen sie Arbeiten. Und überall, wo gerade kein Plüschtier oder ein Arbeiter hockt, machen es sich die Wuwatis gemütlich. Jeder versucht laufend sein Territorium zu erweitern, die einen mit Zawuwipaste, die anderen mit Wuwati-Sprache. Das scheint hier ein afrikanisches Dorf zu sein. Haha, und wenn auch unser Sonnengott keine Sahara-Temperaturen aus dem Ärmel schütteln kann, er sollte wenigstens aufhören, seine Baby-Reime mit einem ordentlichen Wetterbericht zu verwechseln. Wenn hier alle verblöden tönt es bald so: Kudelmudelausi, bei Gugels niemand zu Hausi, oh Grausi. Wuwati fangen Mausi.
Der ordinärste Billigkram war aber diese sterile Astronauten-Modeschau. Wer so herumläuft, sollte im All ersticken oder zumindest auf Nimmerwiedersehen davon düsen. Es war ja auch kaum einer unter den Zuschauern, der den Kram gebührend beguckt hätte. Die anderen sind nämlich auch ohne diesen begackerten Schnickschnack bereits schon über die Torte hergefallen.
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 Pfoten-Allüren
Dieses blamable Märchen sollte endlich seinem Namen Ehre machen und zu Schutt und Asche werden, sonst mache ich nicht mehr mit. Wenn die meinen, sie können mit so einem Schwachsinn die trüben Nebeltage überbrücken, haben sie wiedermal einen fatalen Griff ins Waterloo getätigt. Der Fetzen von der Hauptperson hat so viel Glitzer und Blingbling abbekommen, dass Miezi kaum darin gehen konnte, so steif war alles, aber eigentlich hätte es funkeln und blenden sollen. Aber in dieser seichten Waschküche glänzte natürlich gar nichts ausser alle durch ihr untalentiertes Auftreten. Der blaue Teppich hat auch nicht mehr gebracht als die ursprünglich als Geröll gedachten Badezimmerplatten. Einzig die Stimmung hat etwas von dem Märchencharakter gehabt, nämlich eisig und frostig gegenüber dem herumwirbelnden Traumpaar. Miezi hat sich diesmal mehr Feinde gemacht als Bewunderer aufgetan.  Auch der Herr Leeroy wird nicht gerade begeistert sein, dass sie drei Wochen lang wie hypnotisiert an Bradipo rumhängt und lustig das Tanzbein schwingt. Aber mir kann es ja egal sein. Was ist denn eigentlich aus der Bühne geworden, die sie gross als Eulenspiegeltheater in die Welt gesetzt haben? Wäre doch optisch wirksamer als ein Parkplatz mit angrenzendem Komposthaufen. Wahrscheinlich hat dort Grünling seine hundertausend Unkrautableger untergebracht, damit er im Frühling grosskotzig darüber berichten kann, was in seinen heiligen Pfoten alles gedeiht. Es ist überhaupt verwunderlich, wie viel Einfalt in so Plüschköpfen steckt. Jetzt haben die mindestens 17 Hektaren nutzloses Land und schaffen es nicht, einmal neue Kulissen zu finden. Ha, ha, ha, ich weiss auch warum. Es sieht überall gleich trostlos aus, naja, so lange die ihre Pfoten anstatt zum Arbeiten zum Schuhe probieren brauchen, ist ihnen eben nicht mehr zu helfen.
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 Von wegen Erbsenzähler!
Erstens sind es nur lausige Linsen und zweitens haben die natürlich nie und nimmer diese kleinen Dinger aus der Asche gefischt.  Die machen es sich einfach und streuen den linsenverseuchten Haufen schwuppdich in die Landschaft. Dann holt man neue Asche, neue Linsen und fertig ist die Arbeit. Erbsenzähler, Korinthenkacker, knauserig und pingelig sind sie trotzdem. So bleibt uns ein dritter Teil dieser strotzlangweiligen Lumpengeschichte nicht erspart. Was die Beppa mit ihren Zaubersprüchen hinkriegt, ist ja auch ein Lachwitz. Seit Jahren reden sie von dieser Kürbiskutsche und dann kommt doch wieder das Schubladenmännchen zum Einsatz, und Edi darf die Zügel schwingen, obwohl er seine Uniform verlegt hat. Dass die Pferde dann während der kurzen Fahrt immer wieder die Plätze tauschen, darf uns auch nicht wundern. Es muss am Gelände liegen. Bei Schräghang läuft man offenbar die Hufe einseitig ab. Das kann man von Miezi nicht gerade behaupten, ihre hochinteressanten Cinderella-Pantoffeln sind kaum zu sehen, aber ja, verständlich, man kann ja nicht an allen Vieren Highheels tragen, he he he. Dafür hatten einige Tiere auf dem Königsball ihren eigenen Spass. Ich meine nicht die armen Plüschies, die man von überall hergezerrt hat, um zuzuschauen, wie sich andere amüsieren, sondern die Wuwatis, die es echt Spitze fanden, mit ihren Dreckpfoten auf den weissen Platten herumzutanzen und dem Aschenputtel auf die Schleppe zu steigen. Ho ho ho. Was man auf den Fotos auch nicht sieht, ist dass während der romantischen Tanzeinlage von Bradipo mit Miezi, die Battamba angefangen hat, ihre Arien zu trällern. Dass sich übrigens Guido wieder unter das Volk traut, hat mich gewundert, der sollte doch vor Scham im Erdboden verschwinden, hat er doch mit seinen Wuselwörtern überall Missmut hervorgerufen und steht wieder mal auf der Abschussrampe. Aber ich sags ja immer, wenn die mal keinen Mist brauen, ist Sanktnimmerleinstag. Ich werde mich dann beim nächsten Ball auch auf die Tanzfläche wagen, allerdings nur um etwas Schmierseife zu verteilen, damit endlich mal was läuft in diesem Gähnstaat, diesem korrupten, in dem es immer gleich zu geht, nämlich skandalös. Warum hat denn Grünling schon wieder die Krone und nicht dieser gefleckte Felsen, der Giselle so lässig auf den Füssen rumtrampelt? Es ist grauenhaft! 
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 In Saus und Graus
Ein neuer Abgrund hat sich aufgetan. Sie spielen wieder ein Märchen. Da fliegen schon bei den Vorbereitungen die Fetzen. Die meisten dieser verlausten Ignoranten kennen jeweils das Stück nicht, aber diesmal wollen alle die Hauptrolle haben, auch wenn es kein dankbarer Job werden dürfte. Das Aschenputtel muss sich ja ganz schön abrackern, kein Wunder, dass zum Schluss die Rolle wieder an Miezi selber kleben bleibt. Obwohl ihre Pfoten durchaus nicht den Idealmassen eines Aschenbrödels entsprechen, opfert sie sich, erneut die Prinzessinnenrolle zu übernehmen. Wie edel, ha ha ha, aber jetzt hat sie ja den Dreck. Typisch für die Verantwortungsprotze ist auch, dass man keinen blassen Schimmer hat, welche Version dieser anspruchslosen Kitschsause man spielen soll. Braucht es wirklich zwei böse Schwestern und wie viele hässliche Bräute lässt man noch antanzen? Ja, wer die Wahl hat, hat die Qual,  dabei ist es ja wurschter als Wurscht, denn Hauptsache ist, dass möglichst viele Tiere den ganzen Unsinn mitmachen, damit sie nicht auf dumme Ideen kommen und blöde Fragen stellen. Wo denn zum Beispiel die Gartenstuhlskelette von Laura hingekommen sind. Oder wer den ganzen Süsskram von Halloween gefressen hat.  Ausserdem ist es schon lebensgefährlich, überhaupt vor die Türe zu gehen. Das ganze Laub, das sie extra zu Dekorationszwecken einfach liegen lassen, wird bei den vielen Stolperfallen und der Nässe zur Seifenrutsche. Der grösste Witz aber ist ja der Kürbis. Jetzt haben diese Strohköpfe extra mit dem Aschenputtel gewartet, bis endlich ein richtiger Kürbis da ist, und jetzt kann man ihn nicht mal richtig brauchen. Was Peso eigentlich treibt, weiss ja auch niemand. Der kuschelt mit Wuwatis anstatt sich darum zu kümmern, dass Hund und Katze nicht alle Dächer zum Einsturz bringen. Derweil zerfliesst unser Wetterfutzi vor Mitleid mit irgendwelchen Steinklumpen, die ihn überhaupt nichts angehen. Er sollte lieber mal einen Laubrechen in die Pfoten nehmen anstelle seiner Lyra. Ich sags ja immer, hier in Gugellandia grassiert die Einfalt, und Dummheit gibts in Saus und Graus.
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