News : Immer das Neuste aus Gugellandia

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November 2015

 
Vierte Novemberwoche 2015:
Das Wetter ist herrlich, noch keine Spur winterlich, dabei schreiben wir schon die letzte Novemberwoche. Grünling feiert demnächst sein "Seitenjubiläum" und lässt heute ein paar seiner Fans an den Setztisch kommen, um etwas zu säen.
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Das Papier ist dazu da, dass die Sämchen nicht zu tief sinken. Laura darf die Erde „Antrampen“ und Hefe guckt neidisch zu. „Ich kann sicher genau so gut antrampen“ behauptet sie, während Edi immer noch begeistert auf die Sämchen von der „Krise“ guckt. „Kresse, Edi, nicht Krise!“ Es muss doch etwas ganz Tolles sein, was da im November gesät wird.
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Die einen sind also friedlich am Säen, die anderen bereits im todesmutigen Kampf gegen Schädlinge. Die Prozessionsspinnerraupen haben zugeschlagen. Genaueres über diese Tiere unter „Peso ist Umweltminister.“ Aber gefährlich sind die Nester zweifellos, die man da und dort auf den Kiefern ausfindig gemacht hat.
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Peso und Guido pirschen sich zur genaueren Inspektion leise über die Äste der befallenen Kiefer. Gugel ist Schnipp-Experte, denn er hat den Job schon öfter gemacht. Diese Nester sind voll mit giftigen Raupen, man darf nicht mit ihnen in Berührung kommen, sonst gnade einem der grosse Plüschitu, das ist ein Einsatz auf Leben und Tod. Im Hintergrund lauern schon die Klatschreporter.
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Gugel schneidet nun so ein Nest sorgfältig heraus. Die Kiefer dankt es ihm, denn schon in dieser Nacht kämen die gefrässigen Raupen wieder anmaschiert und würden den nächsten Zweig kahl fressen. Edi hat sich auch auf einen Ast gesetzt und sagt: "Huhuh ich bin eine Spinnerraupe!" "Das ist nicht lustig, Edi, das ist gefährlich, mach, dass du weg kommst!"
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Die mutigen Kiefernprozessionsspinnerraupenbekämpfer hüpfen wagemutig noch eine Weile von Baum zu Baum, um die unheilvollen Nestgebilde einzusammeln. Wohlgemerkt, darin befinden sich lebende Raupen. Peso übernimmt die volle Verantwortung und wirft sie, wie einst Hänsel und Gretel die Hexe, mitsamt dem Nest in den gugelländischen Ofen. Punktum. Basta.
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Bevor der Winter kommt, hat auch Grünling noch eine unangenehme Aufgabe. Im Goldfischteich haben sich nämlich die Seerosen etwas zu breit gemacht. Den Fischen bleibt im Winter keine Luft mehr zum Atmen, wenn da nicht ein wenig gerodet wird. „ Aha, Seerosen ernten, Edi’s Nase ist schon wieder zu vorderst!“ Kein Leichtes, diese dicht verzweigten Wurzelgebilde aus dem Wasser zu holen!
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Da verfängt sich manches Fischlein darin. Viele haben dort sogar ihre Wohnung eingerichtet, und diese wird nun einfach aus dem Teich gezogen und woanders wieder platziert. Während Edi noch freundlich an diese einzelnen Flüchtlinge denkt, ist Festa schon das Wasser im Mund zusammengelaufen. Sie hat nämlich Fisch auch, aber zum Fressen gern.
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Eine Eintags-Aktion ist das "Unternehmen Bananenbaum" nicht. Leider ist der freundliche Kerl nicht winterfest. Grünling hat es noch nie versucht, das Gewächs dem Winter schutzlos auszuliefern, so kann er auch nicht mit Bestimmtheit sagen, ob der Bananenbaum die hiesigen Temperaturen unbeschadet übersteht. Alljährlich gibt es ein Riesenaufgebot: Alle Mann her zum Laub sammeln.
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Dieses lustige Zeug haben die Bäume zur Tarnung abgeworfen, damit man meint, ihnen wäre im Winter zu heiss. Dieses raschelnde, huschend leichte, knisternd fliegende Laub muss nun in Säcke verstaut und heimgeschoben werden. Keine leichte Aufgabe für so Plüschtiere, wenn sie lieber darin herumtollen möchten, als es in eine Plastiktüte zu quetschen.
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Es hilft alles nichts. Grünling braucht Laub. Der Bananenbaum muss unbedingt seinen Wintermantel bekommen, er ist ja so etwas wie das Wahrzeichen von Gugellandia. Und so sammelt man brav weiter.. Laub, Laub, Laub, viel, viel Laub. 
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 „Ich brauche noch mehr!“ ruft Gugel, dabei ist er schon bis zum Hals im Laub versunken.  Und die ganze Überbauung, die dieser "Mister Banana" zu guter Letzt verursacht, ist etwa so schön wie eine Arbeitersiedlung in der Vorstadt. " Das sieht ja schrecklich aus!" finden alle. Aber, das gibt es eben auch – in Gugellandia.
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Nächsten Sonntag ist erster Advent.
 
Dritte Novemberwoche 2015:
Jetzt sitzen wir also vor unserem Holzhaufen und fühlen uns wie die arme Müllerstochter im Rumpelstilzchen, die Stroh zu Gold spinnen soll. Aus den ganzen Bergen von Stämmen soll anständiges Brennholz entstehen. „Wenn wir nur da sitzen und gaffen, entsteht gar nichts. Also los!“
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Frech und Gugel packen zusammen an. Edi darf sogar ein wenig auf dem zu sägenden Ast herumhüpfen, da man noch genügend Nerven hat, seine Witzchen lustig zu finden. „Wenn ich hier sitze, falle ich runter, und wenn ich da sitze, fallt ihr runter, ha ha ha.“ Obwohl es nur eine elektrische Säge ist, macht sie doch genügend Lärm um Schnorberts "Blahblah" zu übertönen.
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Reihum darf jeder einmal sägen. Die Säge ist geduldig. Und es macht ganz schön Spass, wenn man sieht, wie einerseits die Balken weniger werden und andererseits die gesägten Holzträmmelhaufen wachsen. Noch lustiger als das Sägen ist das Spalten mit der Spaltmaschine. Peso sitzt oben drauf und guckt, ob alles intakt ist. Dann kann es losgehen.
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Grünling und Zeig sind wiedermal nicht einer Meinung über das Wie und Warum, aber zum Glück macht auch die Spaltmaschine ziemlichen Lärm, so wird es ihnen zu mühsam, sich anzuschreien. Harry kommt zwischendurch mal ölen und Peso kann seinen Ausguck verlassen und mit Guido auch ein bisschen spalten. Die grössten Holzklötze sind in einem Flügelschlag entzwei. Toll.
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Die fertigen Scheite werden nun zu einer Beige aufgestappelt. Das ist wie Tetris spielen oder Puzzeln. „Die einzelnen Stücke müssen ineinander passen, denn das gibt Stabilität.“ sagt Grünling. Einige Tiere jammern schon, dass sie Handschuhe bräuchten. Das rauhe Holz ist nichts für sanfte Pfoten. Die dünneren Hölzer werden aussortiert und kommen auf einen Stoss mit Anfeuerholz.
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Überall wachsen nun die Holzstösse. Vor dem Haus baut man den Vorzeigestoss auf. Hinten beim Arbeitsplatz das kleine und knorrige Holz und man hat sogar ein Extra-Haus gebaut für das Holz, welches von Ameisen bewohnt ist, und das ist in Anbetracht der vielen gefallenen Tannen nicht wenig. So können die Ameisen noch abhauen, bevor ihre Behausung in den Ofen wandert. Edi kommt mit dem Messband und guckt, wie viel der Holzstoss schon gewachsen ist. "Meinst du, das langt für den Winter?" "Kommt ganz auf den Winter an."
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Als dann alle glücklich zu oberst auf der Holzbeige sitzen, haben sie Lust, endlich ein bisschen zu Spielen anstelle zu Arbeiten. Und sie zerstieben wie die Funken in alle Richtungen. Aber da kommt schon der Grünling herbei mit einem grossen, Fressnapf-ähnlichen Ding. Vielleicht waren Mammuts zugelaufen? Sicherheitshaber bleiben noch alle auf Distanz.
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Grünling aber, man kennt ihn ja, weiss immer einen Trick, um die Tiere wieder für Projekte zu begeistern, die jedes Mal doch wieder in Arbeit ausarten. Er bringt also einen grösseren Trog mit einem Riss darin und fragt Harry, ob er diesen vielleicht flicken könnte. "Na klar, Harry kann alles flicken!"
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Edi schaut gespannt zu, denn, wenn Harry etwas tut, braucht er immer höchst interessantes Gerät. Während den Reparaturarbeiten stellt sich langsam die Frage, wozu dann dieser geflickte Riesenfressnapf gebraucht werden könnte. Jetzt sind alle neugierig, und kommen herbei. „Wir machen daraus einen kleinen Teich!“
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Teiche hat man eigentlich schon genügend. Hefe und Festa unterhalten sich darüber, während sie für Grünling das benötigte Kies waschen. „Da ist der Goldfischteich, der Herzteich, der Karpfenteich, der Froschkönigteich und sogar ein unvollendeter und ein EX-Teich. Und nun noch ein Fressnapfteich?“Alle Tiere überlegen erst mal, wo man den neuen Teich hinbauen könnte, ohne, dass er nur Platz wegnimmt. Angestrengt denken sie nach und suchen einen geeigneten Ort.
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Endlich einigen sie sich auf eine Stelle im Hasenland, fast an der Grenze von Gugellandia. Es ist ein Platz, der ein bisschen eben ist, sonst ist ja alles schief in diesem Lande. Und kaum ist es beschlossene Sache, kommen alle fröhlich mit, schleppen Spaten und Hacke, hängen sich an die Schubkarre, und fangen an, ein rundes Loch zu buddeln, in dem dann der Mammutfressnapf Platz finden soll. "Aua, du hast mir die Schaufel an den Kopf gehaut." "Und du stehst mir im Weg herum."  "Hey, das ist mein Schwanz, keine Wurzel!" Es geht drunter und drüber.
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Bei der ersten Anprobe von dem Napf im Loch ist die Enttäuschung gross. „Das ist noch viel zu wenig tief!“ Also weiter graben. Mit Klauen und Krallen, Hacke und Schaufel geht es unter viel Geschrei langsam in die Tiefe. Immer wieder wird gemessen, auch die Wasserwaage wird konsultiert. Peso besichtigt schliesslich die Lage von innen.       
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Als der schwere Vogel in dem Mammutfressnapf herumhüpft, stellt er fest, dass der Boden noch "Spiel" hat, das heisst, es hat noch Luft darunter, und das bedeutet, wenn dann Wasser hineinkommt, könnte vielleicht die geflickte Stelle wieder reissen. Also alles wieder raus und weiter graben und ausgleichen. Einigen Tieren ist der Spass an der Arbeit vergangen, sie lümmeln herum oder treiben Unfug. Dabei ist jetzt der Steine-Transport eingetroffen.
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„Was? Diese schönen Steine willst du in das Loch werfen?“ Natürlich nicht, die sind dann später für die Dekoration. Aber zuerst muss dieses verflixte Loch endlich mal die richtige Grösse und die richtige Waage haben für unseren Mammutfressnapf. Inzwischen kommt Grünling mit einer Wagenladung Erde. Während die Maulwürfe Mauli und Bauli noch im Stollen mit den Wurzeln kämpfen, stehen William und Laura schon bereit um dann die Erde anzutrampen.
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Wieder wird der schwere Trog voller Spannung in die Grube gelassen. Er ist nun etwas erhöht, aber wenigstens ist unten die Bodenspannung beseitig. Grünling gibt den Startschuss zur Verschönerung und schickt einige los, Wasser zu holen. "Zum Glück haben wir noch die grossen Tanks, die Harry im Frühling von der Schutthalde mitgebracht hat. Darin hat viel, viel Wasser Platz."
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Wasser ist eine kostbare Sache. Alle gucken ehrfürchtig zu, wie es in den Trog  hinein plätschert. Aber da hat offenbar doch noch viel Wasser Platz. „Wir hätten eine Baubewilligung einreichen müssen…“ mutmasst Edi, der sich bei Peso schon schlau gemacht hat. Das Wasser sprudelt und blubbert und es ist erst der Boden benetzt. Guido setzt sich spasseshalber in den Topf und sagt:“ Und so wurde aus einem Mammutfressnapf ein Möwenschwimmbad.“ "Aha," Schnorbert will auch noch seine Meinung loswerden: "Und du badest nun deine dünnen Froschschenkel als erster in unserem Teich, nur weil du unser Rätselprofessor bist?"
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Alle lachen und gehen nach Hause um noch mehr Wasser zu holen. Am nächsten Morgen machen sich Grünling und Harry noch an die letzten Verschönerungsarbeiten. „Wie wollen wir den Teich denn nennen, Harry?“ „Hmm, wie wär’s mit Mammutteich oder Napfteich?“ Und sie setzen Hauswurzen und Sedum, schieben an den Steinen herum, planen eine kleine Brücke und denken nach. „Hauptsache Teich“ meint Grünling und grinst zufrieden.
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Wir werden den Teich unter Aufsicht behalten. Tschüs, morgen Grünlings Kolumne anschauen!
 
Zweite Novemberwoche 2015:
Das Wetter ist gut, alle sind unternehmungslustig, und Grünling schlägt vor, man könnte mal gucken, ob es schon Lorcheln hat. Dass er sich ausgerechnet mit Frech auf die Pirsch macht, ist erstaunlich, denn der kleine, unfurchtsame Tiger neigt dazu, alles anzufressen. Tatsächlich finden sie sehr schnell die Herbstlorcheln und sammeln einen ganzen Korb voll.
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Der Weg nach Hause ist weit. Überall gibt es lustige Wurzelstöcke und haufenweise Ablenkung. So dauert die Heimreise unendlich lang. Nun ist auch Grünling von einem knorrigen Wurzelstock fasziniert. „Schade, dass wir keine Säge dabei haben. Der würde gut in unsere Gärten passen.“ „Du hast doch Zähne“ witzelt Frech und wetzt schon mal seine Krallen.
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Aber sie können an dem Wurzelstock nichts ausrichten und so brüllen sie um Hilfe. Gugel kommt mit der Motorsäge und Harry bringt die Handsäge mit. „Wow, das ist ja ein Ding.“ Alle versuchen, es irgendwie flott zu machen. „Sieht aus wie ein Nilpferd mit Stosszähnen und Rüssel“ Harry ist auch schon ganz begeistert. Gugel sägt, brrm, brrm… fast in den Stein hinein.
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Endlich haben sie das „Tier“ erlegt und machen sich mit der Beute auf den Heimweg. Edi hilft am Anfang noch beim Schleppen mit, doch dann sieht er ein Blümchen am Wegesrand und hüpft in eigener Sache herum. „Guck mal, Grünling, was ist das für eine Blume?“  Als Grünling sagt, es wäre eine Wilde Nelke, ist Edi aber schon auf und davon und schenkt Beppa sein Blümchen. Und das im November.
Anstelle an Wurzelstöcke, die rüsselhaften Nilpferden ähneln, sollte man lieber an die Holzbeschaffung für den Winter denken.
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Es ist ein alljährlich wiederkehrendes Abenteuer. Kriegt man bis zum Einbruch der Kälte genügend Holz zusammen, um den Winter zu überstehen? Frech wetzt zur Abwechslung mal nicht die Krallen sondern er schleift die Ketten für die Sägen. Alle versammeln sich auf dem Platz und ziehen gemeinsam los, um zu Holzen. Das ist für so kleine Tiere sehr gefährlich, aber gerade deswegen macht es auch viel Spass.
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Man kann sich vielleicht vorstellen, wie schwierig es ist, wenn so viele verschiedene Wesen gleichzeitig an einem einzigen, armen, halbtoten Tannenbaum herumsägen wollen. „Das ist mein Ast.“ „Pass auf, hier kommt die Motorsäge.“ „Ich brauche jemanden, der hier stützt.“ „Mir hilft natürlich niemand.“ Und so weiter. Dazu kommen noch  die ganzen „Alibiarbeiter“, die nur so tun, als würden sie helfen und dabei in den Asthaufen herumwuseln und nur im Wege stehen.
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Nach einer gewissen Zeit findet aber jeder sein Tätigkeitsfeld und kann sich etwas nützlich machen. Natürlich sind die Herren mit der Motorsäge die grossen Zampanos. Hefe, Festa und Beppa würden ja auch gerne einmal mit so gefährlichem Gerät herumfuchteln. Aber sie sind klug genug, und gönnen den starken Kerlen die Freude, zu beweisen wie kräftig sie sind. Und mit ein paar Bravorufen hebt sich die Holzfällereuphorie.
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Die umgekippten, verlorenen Tannenbäume sind meist die ersten, die man zersägt und beiseite schleppt. Aber nicht nur Tannen, in letzter Zeit fallen auch viele Eichen im Sturm oder durch Schneelast. Da das Gelände schief ist, ist das mit den Bäumen wie mit Kartenhäusern. Fällt einer, ist der nächste auch bald dran. Der viele verwahrloste Wald hierzulande gibt ausreichend Holz für den Winter.
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So funktioniert das Baumfällen in Gugellandia. Peso sucht den betreffenden Baum von oben aus und setzt sich als Markierung hin. Die kleineren Tiere hüpfen nun auf den angrenzenden Bäumen herum, um das Astgerippe etwas zu lockern, damit der Baum nicht im Nachbargeäst hängen bleibt. Dann kommen sie, meist zu zweit mit der Säge. Die Fallrichtung muss bestimmt werden und ein Keil gesägt.
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Dann darf der mit der lautesten Stimme „Baum fällt“ schreien. Aber meistens können sie sich nicht einigen, wer die lauteste Stimme hat, und so ist ein Gequieke und Gequake, ein Gerenne in alle Richtungen, und es ist immer wieder ein Nervenkitzel, ob nicht doch jemand unter den Baum geraten ist. Um die verletzten Käfer und Ameisen kümmern sich dann die Insektenfresser.
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Das Baumfällen ist ja noch recht lustig, wenn man daran denkt, dass das ja erst ein Drittel der ganzen Arbeit ist. Bis so ein Riesenbalken noch aus dem Wald geschleppt und nach Hause getragen ist, kommen schon noch ein paar Schweisströpfchen zusammen. Zum Glück verfügt Gugellandia um einen guten „Steuermann.“ Edi hockt sich jeweils vorne auf den Baumstamm und feuert die Truppe an mit: „Uuuund hopp, Uuuuuund hui, Uuund eins, Uuuuund zwei“.  Das Holz muss einstweilen aus dem Wald hinaus.
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Die Stämme werden am Wegrand platziert. Natürlich haben die gugelländischen Holzfäller nicht alles an einem Tag gemacht. Aber die vielen Jausen und Erfrischungspausen wollen wir dir ersparen. Am Tag des motorisierten Heimtransports wird ein Traktor eingesetzt, gefahren von einigen Tieren. Am Steuer Gugel und Frech, an der Kupplung… aber darüber ein andermal mehr. Jetzt geht es um das Holz. Guido kündigt die Ankunft an.
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Jetzt wird jeder Fleck auf dem gugelländischen Territorium mit Holz verbarrikadiert. Jeder muss mithelfen, dass alles irgendwie in Reih und Glied kommt, sonst sind alle Wege versperrt und im Dunkeln gibt es Unfälle, weil man nicht mit Hindernissen rechnet. Aber man ist wieder zu Hause, das Holz ist vor der Hütte, was will man mehr?
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Laura, das Nilpferd und William, das Nashorn fangen gleich an, auf dem Holzstoss herumzualbern. Leichtfüssig wie Plüschtiere hüpfen sie darauf herum, lachen und toben. Andere Tiere, die noch mit Stapeln und Schlichten beschäftigt sind, müssen sich sehr wundern. Aber nach und nach ordnet sich das ganze Drunter und Drüber und alle sind sehr stolz.
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Und was macht Harry? Alle sind müde von der vielen Arbeit, aber Harry ist am Lärmen und Werken. Er ist eifrig dabei, wieder einmal etwas wahrscheinlich Absonderliches zu erschaffen. „Was machst du denn, Harry?“ Baust du ein Perpetomobile?“ „Nein,“ sagt Harry „ein Allzweckbrett  Marke Tannenbaum.“ Alle staunen. Denn es geht nicht lange und Harry’s Bretter sind unentbehrlich.
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Und zum Schluss noch das kleine, grosse Duell zwischen dem kleinen, frechen Schnorbert und dem grossen, braven Peso. Ob das lustig wird? Erinnere dich an letzte Woche. Da sind sie im Abendsonnenschein aneinandergeraten und haben sich auf ein Duell geeinigt. Im Morgengrauen sind sie dann wie der Nebel über die Wiesen gekrochen und haben die Bedingungen festgelegt.  "Du hast ein Duell gewollt, du kannst es haben."  "Möge der Bessere besser sein."
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Sie stellen sich Rücken an Rücken. Es geht sehr fair zu, denn da Peso grösser ist als Schnorbert watschelt er etwas abwärts und sein Rivale darf sich in die höhere Ebene begeben, so ist das Schlachtfeld zum Schluss waagerecht eben. Zuschauer hat es keine sichtbaren, es ist auch Morgengrauen, da schlafen die meisten noch oder sind beim Frühstück. Nun sind sie auf gleicher Ebene und das Duell kann losgehen. „Du kannst schiessen!“
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„Hast du überhaupt eine Waffe dabei?“ „Brauche ich nicht, denn du hast ja auch keine.“ „Hä, hä, du meinst, das ist wiedermal so ein typisch gugelländisches Showmanöver?“ „Na klar, man muss sich kloppen, das bringt Umsatzzahlen.“ „Versteh ich nicht, ich hätte dich erschossen.“ Die zwei Streithähne haben sich gefragt, ob es lohnt, für seine Meinung Kopf und Kragen zu riskieren. Ich glaube wir sind ein gutes Team. Es ist wie auf einem Trampolin. Je mehr der eine in den Boden stampft, desto höher fliegt der andere. Und wer kann von uns beiden wohl besser stampfen und wer besser fliegen?
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Dann gingen sie friedlich zusammen frühstücken.
 
Erste Novemberwoche 2015:

Es ist zwar der letzte Oktobertag, aber nichts desto Trotz hat unser furchtlose Tiger Frech davon gehört, dass zu Halloween ein Astroid ziemlich nahe an der Erde vorbeifliegen würde, wenn überhaupt "vorbei". Das bedeutet, man muss auch in Gugellandia damit rechnen, dass einem etwas auf die Rübe fällt. Deshalb hat er seinen Antisatellitenhelm von einst umgemodelt in einen Anti-Astroidenhelm. Edi findet den Kopfschmuck so toll, dass er auch einen haben will. 

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Es ist dann natürlich aber doch nichts runtergekommen. Statt dessen hat man sich voller Eifer in die Vorbereitungen zur Nacht der Nächte gestürzt. Grünling will unbedingt noch ein Foto von sich und dem Kürbis machen, bevor die ganze Meute dann mit Messern und allerhand Aushöhlgerät kommt und seine schönen Kürbisse verunstaltet. Ottilio schaut auch ein wenig besorgt, denn in der Küche wären die Kürbisse im Ganzen um einiges besser zu verwenden. Edi bringt aber schon mal das Werkzeug.

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Und dann sind auch schon alle anderen auf dem Tapet erschienen und man überlegt, wer wohl dazu auserkoren werden muss, um den Deckel vom Kürbis abzuschneiden. Harry, der Hausmeister übernimmt diese verantwortungsvolle Aufgabe, während sich Edi und Ottilio immernoch streiten. Der eine möchte den Kürbis ganz verwerten, die anderen wollen ihn aushöhlen. Schliesslich ist der Koch überstimmt und dampft beleidigt ab, hinter seine Töpfe.

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„Na, Schnorbi, noch nie einen Kürbis gesehen?“ Harry hat gute Laune und schneidet oben einen Deckel ab. Und schon stürzt sich Edi mit seinem Aushöhler in die entstandene Öffnung. „Da drinnen hat es nur Kerne!“ verkündet er.  „Meinst du die soll ich schon mal alle essen? Schmatz, ja, schmecken wie Nüsse.“ Und Edi verschwindet im Kürbis. Man hat alle Mühe, ihn wieder herauszubekommen.

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Grünling überzeugt sich nun selber vom Zustand der vielen Kürbiskerne, die man nach und nach ans Licht befördert."Die setzen wir wieder, grummel grummel, das gibt dann über zweihundert Pflanzen mit einem Wasserverbrauch von.....grummel".  Dann sind sie endlich beim Kürbisfleisch angekommen, und nun wird eifrig probiert. „Schmeckt nach irgendwie gar nichts.“ findet Guido abschätzig. Peso aber sagt: „Wenn du einmal Kürbis gegessen hast, vergisst du nie mehr das Aroma.“ „So, und wonach schmeckt es denn?“ „Nach Kürbis!“ „Aha.“

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Jetzt bewegt alle die grosse Frage, wie viel von dem Fruchtfleisch man herausholen muss, damit der Kürbis nachher schön leuchtet. „Nicht zu viel, sonst fällt er zusammen.“ Das ist die eine kluge Meinung. „Wenn wir zu wenig aushöhlen leuchtet er nicht so schön.“ Klarer Fall von Meinungsverschiedenheiten. An den armen Ottilio, der aus diesem Gefötzel eine Suppe kochen soll, denkt natürlich niemand.

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Der hat sich ohnehin mit seiner Halloweentorte getröstet und ist gerade am Dekorieren. Aber der Plastiksack, in dem er die geschmolzene Schokolade herumhievt, ist viel zu gross für einen kleinen Plüschkater. Dauernd kleckert er sich voll. Die Spinne ist ihm auch nicht gelungen, dabei hat er sogar Peperoncino mit Schokolade überzogen um die acht Beine zu machen. Naja, noch ein bisschen Schokobrösel darüber, Hauptsache ist ja, dass es schmeckt.

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Draussen sind sie nun fertig mit Aushöhlen. Peso und Guido klauben die letzte Ladung aus dem Kürbis, und Ottilio darf sein Fruchtfleisch abholen. Der ist natürlich absolut nicht begeistert. „No wortet," stänkert er, ihr müsst es jo donn essen.“ Er hat dann nicht nur viel Pfeffer und andere scharfe Dinge in die Suppe getan sondern auch noch Färbemittel!“ Aber den Tieren geht es hier nicht um die Suppe, sondern nun um die zu schnitzende Fratze im Kürbis. Hefe darf vorzeichnen.

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Auch Festa kritzelt ein bisschen auf dem Kürbis herum. Dann greifen Guido und Zeig zum Messer und fangen mutig mit dem Schnitzen an. Guido hat schon bald Zweifel, ob er nicht die Zacken in die andere Richtung hätte machen sollen, während bei Zeig die Augen immer grösser werden. Er hat eine Fliege auf dem Kürbis sitzen, die gespannt zuschaut, was er macht. „Guckt mal, der gefällt es.“ jubiliert er und bohrt weiter an seinen Glotzlöchern herum.

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Natürlich darf jeder einmal als Schnitzer hantieren, so ein Kürbis hat ja viele Seiten. Aber bevor es möglicherweise mehr Löcher als Kürbis hat, ist man mit den vollbrachten Werken einigermassen zufrieden. Edi übt noch ein bisschen als Kürbiszahnarzt, bevor man dann einheitlich das Messer zur Seite legt, um die restlichen Vorbereitungen für den herbstlichen Anlass zu tätigen.

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Damit es auch ordentlich knallt, werden jetzt Ballone aufgepustet. Was heiss gepustet, das machen wir maschinell. So kleine Mäuse oder Waschbären können ja schliesslich nicht ihren kostbaren Schnauf brauchen, nur, um sinnlose Knallbälle aufzupumpen. Aber Peso macht an der Maschine eine ganz gute Figur. Als Umweltminister ist er auch auf unsere Gesundheit bedacht. Guido flattert herum und hängt die Ballone an den Nagel. Edi ist mit Puffix und Alfi dabei, ein Skelett am Bananenbaum zu befestigen.

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Als es endlich dunkel ist, kann man mit Feiern beginnen. Am meisten Spass macht es, wenn man die anderen irgendwie erschrecken kann. Und bei so viel verschiedenen Tieren ist das gar nicht schwer. Zeig zeigt sich ganz stolz hinter seinem leuchtenden Kürbis mit den Riesenlöcheraugen. Und alle zusammen machen nun einen ausgedehnten Spaziergang durch den riesigen, gugelländischen Weinkeller.

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Die Gefahr besteht eigentlich nicht darin, dass jemand zu tief ins Glas schaut, sondern ins Fass fällt. Auch sind die vielen Kerzen für Pelztiere ziemlich gefährlich. Der eine oder andere Bürzel  kommt zwischendurch schon mal in die Schmörzelzone. Vor allem beim Verstecken spielen gibt es immer sehr viele Unfälle. Dafür hat man aber einen Extra-Aufseher, nämlich den „Nasikondi“, ein Bär, der alle Versteckten beaufsichtigt, damit niemand in Kästen oder Tiefkühltruhen vergessen wird.

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Er hat auch aufgepasst, als Hefe auf ihrem Spaziergang ein gugelländisches Halloweenmonster begegnet hat. „Wer bist denn du? Ich fürcht' mich nicht.“ Sie hat aber sicherheitshalber schon eine leere Flasche in der Pranke um das böse Untier gegebenenfalls k.o. zu schlagen. „Du wirst mich gleich kennen lernen, du Wurm, groaaaaahr ch ch, ha ha ha.“ Das fürchterliche Wesen lacht, dass es durch Mark und Bein geht. „Ich bin kein Wurm!“ sagt Hefe und springt mit einem Satz auf das Monster los und reisst ihm die Maske vom Gesicht. Frech ist entlarvt und jetzt lacht Hefe.

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Als Ottilio seine Torte in die Runde schiebt, herrscht auf dem Tisch schon ein Schlachtfeld. Aber alle sind noch lustig unterwegs und geniessen die bunte Nacht im Kürbisschein. Das Skelett vom Bananenbaum darf sich auch ein wenig neben den Ofen setzen. Es erzählt noch Gruselgeschichten und Schauermärchen bis der Morgen graut. Dann ist der Spuk verschwunden.
Nur Festa und Hefe quatschen noch über Halloween, während sie die Kürbiskerne waschen.

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Halloween gibt es zum Glück nur einmal im Jahr.

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