News : Immer das Neuste aus Gugellandia

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März 2017



 
Fünfte Märzwoche - Weltreise Teil 3
Hier kommt der dritte und letzte Teil der gugelländischen Weltreise. Die drei Papageien, Cirillo, Amanda und Ahuii beginnen ihre Südamerikareise ganz unten am Kap Horn, wo gleich gegenüber die Antarktis ist. Sie haben keine Ahnung, wo sie sind und kommen zu allererst einmal ins Staunen, als sie Pinguine treffen. "Ihr müsst was falsch gemacht haben, hier ist es eiskalt, das ist niemals Südamerika, ihr Deppen!" schimpft Amanda.
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"Wer bist denn du?" Der Pinguin erklärt die geografische Sachlage. Man ist also ganz unten am Zipfel von Südamerika und flattert nun schleunigst nordwärts, damit es etwas wärmer wird. "Da vorne ist schon Peru!" Cirillo kennt sich aus. "Wir holen uns den Schatz von Machu Picchu, das ist eine uralte, verlassene Stadt mit sagenumwitterten Goldgeschichten." Als Amanda "Gold" hört, ist sie dabei.
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Tatsächlich riecht es in diesem alten Gemäuer, hoch oben in den Anden, unwahrscheinlich intensiv nach Goldschätzen. Wahrscheinlich, weil man hier der Sonne näher ist als anderswo. Diese Riesenfelsblöcke, die in die kuriosesten Mauern eingefügt sind, reden förmlich von Geheimtüren und Machaufknöpfen in grasüberwachsenen Steinkammern. Man ist neugierig.
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"Du, da unten, hast du die Inka-Konditorei gefunden? Ich hätte langsam Lust auf ein Perubrezel oder ein Inkahörnchen." "Sei still, Cirillo, ich rede gerade mit einer goldenen Maske." flötet Amanda, und ihre beiden Begleiter wundern sich. Das goldene Tablet an der Mauer redet tatsächlich mit Amanda. Diese drückt daraufhin ein paar Knöpfe, unsichtbare, versteht sich, aber schon geht eine Drehmauer auf, und heraus kommt ein.... Lama!
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"Folgt mir, fliegt einfach hinter mir her," sagt das Lama, und sie gehorchen. "Ich bin total aus der Puste, ich kann keinen einzigen Seeräuberwitz mehr erzählen, so platt bin ich vom Fliegen." Ahuii platscht auf eine Palme. Amanda und Cirillo brauchen auch eine kleine Verschnaufpause.  Das Lama ist bereits in der Ferne Südamerikas verschwunden. "Wo könnten wir sein?" Cirillo fliegt auf einen hohen Ast und krächzt! " Hey, Leute, da vorne ist Rio. Ich kenn doch den Zuckerhut!!"
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"Der denkt doch immer nur ans Essen." findet Amanda, aber es sind alle begeistert von der Idee, in Rio und Umgebung ihre Verwandten zu besuchen. Und davon hat es hierzulande viele. Amanda sitzt in ein paar brasilianischen Frühlingszweigen, als sie Unheil ahnt. Es gibt eben überall auf der Welt Wurzelwackeltiere. Auch in Brasilien. Eines lacht ganz fies, und Amanda nimmt es mit ihm auf.
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"Du bist ja nicht einmal die Spur von jaguarähnlich, siehst aus wie ein TV-Gerät in seinen Anfängen, schwarzweisser geht es nicht, ha ha." Amanda hat einen kurzen Auftritt. "Hier, meine Damen und Herren in ganz Südamerika, sehen sie die furchtlose Amanda im Kampf gegen einen...ich glaube, wir unterbrechen die Reportage und begrüssen Herrn Papagallo, Grossneffe von Cirillo, direkt, live, und alles in Farbe für das brasilianische Papageienfernsehen."
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"Hallo, Ahuii, ihr müsstet doch oben in Surinam Schildkröten retten.. was macht ihr denn hier?" Der Grossneffe von Cirillo redet auch wie ein Wasserfall. Amanda hat sich nach ihrem Sturz vom Schmetterlingsflieder wieder aufgerafft und ebenfalls einen Verwandten getroffen. Alle sind der Meinung, dass die drei Papageien unbedingt nach Surinam fliegen sollen, weil dort Schildkrötenbabies gerettet werden müssen.
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"Komm, Ahuii, du wolltest doch schon immer einmal Babysitter sein." Amanda hat das Versteck der Schildkröte natürlich im ersten Anflug gefunden. Ahuii ist aber nicht der gleichen Meinung: "In meinem Horoskop steht heute nichts von Eiern und nichts von Schildkröten. Ich werde mal drüben am Meer etwas die Federn baumeln lassen." "Nichts da, kommt her, auch du Cirillo! In euerem Horoskop steht sicher etwas von Krokodilen.
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Die Schildkröte macht gerade Anstalten, ihr Nest zu verlassen und die kleinen, noch ungeschlüpften Schildkröteneier ihrem Schiksal zu überlassen. "Das kann man ja nicht mitansehen!" regt sich Amanda auf. "Und jetzt kommt auch noch so ein dickes gefrässiges Krokodil und will die Eier verspeisen! Ahuii, Cirillo, hilfeeee!"  Das Krokodil freut sich schon auf Schildkrötensuppe mit Rührei. Aber da kommt ihm eben Amanda dazwischen.
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"Du feisser Hallodri, du Eierschlucknasedreinhaber, elender, lass das Ei, äh hm, die kleine Schildkröte in Ruhe!" Amanda kennt da nichts, wenn ihr Beschützerinstinkt erwacht, kämpft sie gegen das grösste Ungeheuer. Aber das Krokodil gehorcht ihr ja schon, als sie ihm ein besseres Frühstück vorschlägt. "Wir essen zusammen dort vorne so ein mordsmässig süsssaftiges Surinamamousse, unvergesslich, versprech ich dir." Und wenn Amanda etwas behauptet... muss es ja stimmen.
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So lockt sie das Krokodil auf die andere Seite der Bucht, und inzwischen können Ahuii und Cirillo alle kleinen, frisch geschlüpften Schildkrötenbabies einsammeln, damit sie nicht von neuerlich eintreffenden Untieren gefressen werden können. "Gezählt haben wir sie nicht, aber es sind mindestens so viele wie es vorher Eier waren." Der Papageienrettungsdienst liefert stolz seine Beute bei Amanda ab.
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"Ihr fliegt nun noch schnell zur Mutter und sagt, dass wir alle gerettet haben. Ich schaue inzwischen, dass sie gut ins Wasser kommen." Amanda ist eine gute Betreuerin: "So und jetzt, hopp, und der nächste, hopp, und immer schön paddeln, und hopp, ich muss leider weiter, aber sagt, wenn das Krokodil wieder einmal kommt, es soll sich den Namen Amanda merken! Dann lässt es euch bestimmt in Ruhe!" Jetzt versammeln sich die drei Papageien am Meeresstrand für den Abflug nach Jamaika.
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Europa ist ein sehr kleiner Kontinent verglichen mit den andern. Man möchte nicht unbedingt Guido zitieren von wegen ausgefranstem Asien... aber deshalb haben die Europareisenden auch die Aufgabe, am Schluss ihrer Reise quer durch Europa noch über den Atlantik zu fahren und die Gegenpartei in Jamaika zu treffen.  Dann haben nämlich alle ungefähr wieder gleich weit, um nach Hause zu kommen. Es kann losgehen.
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Hefe, Harry und Pfurr sind in Europa unterwegs. Das Wetter ist nicht sonderlich, die Reiseroute ist auch ziemlich abgesteckt, sie können zum Beispiel nicht einfach nach Berlin oder sonstwohin, um ihre gugelländischen Freunde zu besuchen. Sie müssen jetzt strikt gerade aus zu diesem holländischen Hasen, der ihnen zu allererst einmal die Schere in die Pfoten drückt. "Wir sind hier die Osterglockenfabrik, helft ernten, ernten, ernten." Sie ernten im Takt der Windmühlenflügel.
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Endlich entkommen sie dem geschäftstüchtigen Hasen und fliehen durch die Europäische Tunnelröhre nach England. Aber als sie am anderen Ende ankommen, regnet es in Strömen und sie kehren schnell wieder um. In Frankreich ist es etwas besser. "Isch abe für eusch eine gute Wein und eine tölle Käse vörbereitet, isch bin die Fridöline vön der Schompanie, der Wein ist exquisee, fast wie der englische Sherrie. Ihr müsst degüstee und seien meine Cherie."
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Tatsächlich ist der Wein sehr aussergewöhnlich und der Käse ebenfalls. Aber unsere drei Weltenbummler haben mehr Spass an den Lavendelfeldern und der französischen Weite. Aber das Wetter ist noch immer schlecht. "Wir müssen weiter südlich." schlägt Harry vor. Pfurr hat sich mit einem Feuersalamander angefreundet, der ihm sogar konkrete Hinweise gibt. "Er sagt, wir müssen etwas aus dem Vesuv herausholen!" Das ist doch mal eine Ansage.
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Der Vesuv liegt gleich hinter Neapel und ist ein ganz friedlicher Vulkan. Ein schlafender nämlich. Aber es muss nun aus seinem Krater etwas Wichtiges herausgeholt werden. "Jeder hat eine Aufgabe beim Durchqueren eines Kontinents. Wir müssen nun etwas aus dem Vesuv holen, fragt sich nur was. Asche?" Als sie so am Fusse, später am Kraterrand des Vesuvs herumsitzen, kommt Alfi. "Hallihallo, ich bin Alfi von Amalfi. Ich kann euch sagen, was ihr da rausfischen müsst." Man ist sehr gespannt.
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"Vor langer Zeit ist dem Petrus, das ist so ein heiliger Verwandter von euerem Professor Doktor Zeig, ein Stück vom Hut in den Vesuv gefallen. Seither sind alle Prognosen unberechenbar, faststimmend oder für Meteorologen timbuktufördernd. Es handelt sich um den Stein des Wetters. Wenn ihr den findet, könnt ihr das Wetter beherrschen. Aber der Stein ist nun inmitten der brodelnden Lava, leider." "Ach das ist kein Problem", sagt Harry und hat schon eine Idee. "Komm, Pfurr, kleines, brenzliges Abenteuer!"
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"Es kann gar nichts passieren, der Topf ist feuerfest, durch das Luftloch wirst du mit dem Nötigsten versorgt und eine Greifzange hat es hier links, wenn du den Stein siehst, einfach Knopf drücken und dann ziehen wir dich wieder raus, verstanden?" Pfurr hat keine Angst, aber Hefe schlottert und bibbert um ihr kleines Eichhörnchen. Aber was sein muss, das muss sein. Ab gehts in die Glut.
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Es geht natürlich alles gut. Pfurr taucht wieder aus der Lava auf und hat tatsächlich den Stein des Wetters mitgebracht. "Das ist ja phänomenal, jetzt können wir das Wetter beherrschen, ist es denn schon ein wenig besser?" Tatsächlich brechen die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolken. "Jetzt müssen wir nur noch kurz über den Atlantik und von Jamaika aus geht es heim nach Gugellandia. Einsteigen bitte!" Harry macht das Floss flott, sie sind jetzt irgendwo an der Atlantikküste.
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"Ich möchte noch ein paar europäische Nüsse mitnehmen." Pfurr hat pfotenweise Nüsse mitgeschleppt und will diese nun noch auf dem Floss platziern. "Nein, schau, wir haben schon den schweren Stein des Wetters, wenn wir nun auch noch tonnenweise Nüsse mitschleppen müssen, also, ich weiss nicht." Man einigt sich auf ein paar wenige und sticht in See. "Jamaika, wir kommen!"
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"Mir knurrt der Bauch, ich möchte eine Nuss essen, aber mir zittern die Pfoten und die Zähne können so keine knacken." Hefe in ihrer mütterlichen Art, denkt nicht lange nach und nimmt den Stein des Wetters, haut eine Nuss entzwei, damit der kleine Pfurr nicht verhungern muss. Aber das war ein folgenschwerer Fehler. Kaum hat der Stein die Nuss entzwei geschlagen, wird der Himmel düster. Wolken ziehen auf und - Wind. Huuuiiii.  "Der Stein war wohl nicht zum Nüsseknacken, nein?" "Wir können froh sein, wenn wir nicht sinken."
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Und wie es eben so ist, wenn Götter zürnen, der Stein rutscht bei dem starken Sturm und hohen Wellengang über Bord und versinkt blubbernd im Atlantik. "Ich bin schuld." jammert Hefe. "Nein ich." stottert Pfurr. Aber es herrscht nicht lange Traurigkeit, denn man hat durch den Sturm noch schneller Jamaika erreicht. "Da vorne sind Cirillo, Ahuii und Amanda! Juhjuuuuuuuuuuuh!" 
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Wir erinnern uns, auch Loredana, Edi und Beppa müssen von Afrika nach Madagaskar über das Meer. "Ich werde ungern seekrank. Was machen wir, wenn wir in Madagaskar sind?" "Wir treffen Grünling, Hieronymus und Guido, die von Australien kommen!" "Hoffentlich bringen sie ein Känguru mit!" Die Überfahrt ist abenteuerlich, aber sie schaffen es heil nach Madagaskar. Etwas teurer ist es für diejenigen, die noch auf ihr Schiff warten.
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"Die Verschiffung nach Madagaskar kostet sechzig Hektaren Gugellandia, achtunsiebzig Mondparzellen und vierundvierzig Prozent Umsatzbeteiligung an.. hm am Umsatz." "Ihr kriegt überhaupt nichts. Gebt uns das Boot und sucht das Weite. Wir müssen dringend nach Madagaskar!" Und die tapfere Truppe segelt im Wellenschlag, ohne Kompass, friedvoll, siegessicher nach Madagaskar. "Guck mal da vorne, ich sehe die Loredana, ha ha ha." "Was ist denn daran so lustig?" "Ich weiss nicht, ich freue mich einfach."
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Alle Weltreisenden haben ihr Ziel erreicht. Während die einen nun an der Beringstrasse zwischen Nordamerika und Russland hocken, die Afrikareisenden auf Madagaskar mit denen aus Australien zusammen kommen und Europa sich mit Südamerika auf Jamaika trifft, überlegt sich natürlich die ganze Welt, wie nun alle wieder nach Gugellandia kommen. Und vor allem, wer gewinnt die Weltreise, wer ist von den drei Parteien zuerst wieder im Lande? 
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Wenn man die ganzen Flugkilometer der Erdrundung anpasst? Vielleicht sind dann die aus Nordamerika und Russland doch schneller zu Hause als die, die über den Äquator fliegen müssen. Eventuell haben die aus Jamaika auch mit dem Jetleg zu kämpfen. Es würde alle wirklich interessieren, wer nun den kürzesten Heimweg hat.
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Vierte Märzwoche - Weltreise Teil 2 
Für den grossen, asiatischen Kontinent sind Frech, der Tiger, Schangelina, die Eisbärdame und Gonni, der Drache, ausgelost worden. Sie beginnen ihre Reise in Indien und wundern sich erst einmal über herumliegende Statuen und Mauerreste. Die gibt es wohl überall auf der Welt. Aber als die ersten Elefanten auftauchen, wissen sie mit Sicherheit, dass sie in Asien sind. "Die Elefanten hier haben nämlich kleinere Ohren als diejenigen in Afrika." sagt Schangelina, "das lernt man schon in der Schule!" 
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"Du musst uns gar nicht dauernd sagen, wie gescheit du bist, wir müssen den Maharadscha von Abrakadabrad finden, vielleicht hat die Tigerfamilie da vorne eine Idee." Frech geht auf die Artgenossen zu, bekommt aber nicht sehr viel Informationen. Dafür hört man jetzt von irgendwoher Flötengedüdel, ganz deutlich, Musik! Gonni ist entzückt, und alle gehen den seltsamen Klängen nach.
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Das Geflöte kommt von einer Schlangenbeschwörerin, die am Wegrand ihr Instrument über einen Schlangenkorb hält und andächtig vor sich hin musiziert. "Vielleicht weiss die, wo dieser Halmaratsch hockt." mutmasst Frech und schnuppert. Schangelina will gerade die Schlangenbeschwörerin fragen, da hat Frech die Schlange bereits am Wickel gepackt. Wie peinlich. Aber die Flötistin ist nicht sehr verärgert und weist ihnen die genaue Route zu dem gesuchten Maharadscha von Abrakadabrad. "Gleich da hinten hockt er."
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So kurz vor dem Ziel sind alle wieder friedlich vereint und spazieren fröhlich durch den indischen Dschungel zu einer merkwürdigen Behausung, in welcher der Maharadscha logiert. "Ja, ihr bunten Fremdlinge, wie kann ich euch helfen, was bringt ihr mir?" "Oh, nichts, ehrwürdiger Herr Maharadscha, wir sollen ihnen behilflich sein, hat es geheissen, dann würden sie uns auch helfen." "Ja, das ist eigentlich so eine Sitte hier in Indien. Eine Hand wäscht die andere, ha ha ha."
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"Ihr könnt mir helfen, indem ihr einen Ring findet, der gehört zum Familienschmuck, aber ich müsste ihn meinem Bruder im fernen Mongolien bringen, vielleicht ist er auch schon in Russland, also der Bruder, nicht der Schmuck, das ist euere Aufgabe, beides zu finden. Dafür sorge ich, dass ihr nicht gefressen, ausgeraubt oder gekidnappt werdet, ist das ein Angebot?"  Die drei gucken sich gegenseitig sorgenvoll an und nicken. "Na dann, machts gut, viel Spass auf der Reise durch Asien."
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Man lässt nun Indien hinter sich und nähert sich Nepalesischem Gebiet. Dort ist ja bekanntlich der Himalaya zu Hause. "Wie sieht denn nun dieser Himalaya aus?" Will Gonni wissen. "Ach das ist nur ein Gebirge, du meinst den Yeti. Ja, den hat noch niemand gesehen, darum weiss auch niemand, wie er aussieht." Frech hat eine Fährte erschnuppert und rennt hungrig den steilen Berg hinauf. Dann geschieht es. Man hört einen Schmerzenslaut, berstende Äste und ein höllisches Geknurr und Laubgeraschel. Frech hat den Yeti in den Schwanz gebissen.
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Wie die meisten, sagenumwitterten Ungeheuer ist auch der Yeti ein eher armes, verfolgtes Tierchen, das niemandem etwas zu leide täte, wenn man ihm nicht dauernd in den Schwanz beissen würde. "Der kann ja sein Maul auch nie voll genug kriegen!" schimpft der Yeti über Frech und hüpft durch widerspenstiges Geäst hinunter auf den Boden, wo Schangelina auf ihn wartet. "Hier ist die Rechnung!" Etwas verwundert nimmt sie eine Schriftrolle entgegen, auf der tatsächlich Zahlen und Buchstaben zu sehen sind.
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Bei der Rechnung vom Yeti handelt es sich aber nicht um eine Schadensforderung sondern um eine hochkomplizierte Rechenaufgabe, deren Lösung eine Zahl ist. Und die Zahl ist ein Stein in der .... Chinesischen Mauer. "Das könnte schwierig werden." findet Gonni. "Ich kann nicht rechnen, aber ich kann ja mal bisschen Feuer machen, wenn ihr wollt." "Nein, ich rechne." bestimmt Schangelina und breitet den Zettel aus. Frech und Gonni denken sich, dass sie mit blinder Sucherei eher fündig werden und gucken in alle Ritzen und Löcher der Chinesischen Mauer, und die ist nicht besonders klein.
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Wo die Schangelina auf die Schnelle eine Rechenmaschine aufgetrieben hat, bleibt wohl ihr Geheimnis. Frech ist dem bewussten Stein der Mauer, in dem sich der geheimnisvolle Ring befinden soll, schon einmal ganz nah gewesen, aber da hat wieder mal sein Bauch geknurrt, und er liess sich ablenken. Indessen rechnet Schangelina wie verrückt. " Achtzehntausendachthundertdreiunssiebzig dividiert durch sechshundertneunundneunzig, ratter, ratter, gleich hab'ich's." Zeit wäre es langsam. 
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Frech und Gonni geht schon langsam die Geduld aus, und sie haben nur noch Blödsinn im Kopf. "Siebenundzwanzig!" schreit das Eisbärmathegenie. "Der siebenundzwanzigste Stein von Norden aus. Dort ist der Ring versteckt, hm, hoffentlich, sonst muss ich nochmals vorne anfangen, zu rechnen." So eine chinesische Mauer ist natürlich im Nu von Norden bis Süden und wieder von Süden bis Norden steinchenmässig abgezählt - und so finden die Tiere tatsächlich den gesuchten Ring.
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"Müssen wir den jetzt wieder zu Schnorbert nach Indien bringen?" "Nein, Gonni, wir bringen den Ring seinem Bruder, der in der Mongolei wohnt oder vielleicht nach Russland gezogen ist. Wir müssen uns wieder durchfragen und vor allem weit, weit laufen." Schangelina macht allen Mut, und sie wandern weiter durch das weitläufige Asien. Fast hätten sie den Wolf nicht gesehen, der sich ihnen in den Weg stellt. Sie sind nämlich bereits im tiefsten russischen Wald angekommen, wo es von Wölfen nur so wimmelt. 
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"So, so, hat euch Wolfi den Weg verraten." Erstaunlich, dieser mongolische Schnorrbart, ist seinem Bruder wie aus dem Gesicht geschnitten. Etwas freundlicher ist er allerdings und bietet den Überbringern des goldenen Erbschatzes etwas Tee an. "Diesem arroganten Schnösel sollte man seine eingebildete Schnauze etwas ansengen!" wettert Gonni "der hat nicht einmal Danke gesagt, nur Abwaschwasser aufgefahren. Nicht mal Kekse!" Na, es hat ja viel Wald rundherum. Sie haben dann doch noch etwas zu essen gefunden.
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Sie sind nun schon sehr hoch im Norden und froh, dass es so viele Wölfe hat. Einer von ihnen, nämlich Wolfi, ist auch bereit, ihnen zu zeigen, wo es lang geht, wenn man zu der Beringstrasse muss. Das ist nämlich die Meerenge zwischen Asien und Amerika, und wenn sie Glück haben, können sie dort die andere Weltreisegruppe treffen, die zur gleichen Zeit in Nordamerika unterwegs ist.
Als die Strasse erreicht ist, ist aber noch kein Zeig, Geolg oder Peso in Sicht.
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Die drei haben ihrerseits die Reise gestartet, und zwar im sonnigen Mexiko. Schon zu Anfang hat Peso laut gesungen und gejodelt, denn er ist privat immer sehr unkompliziert, nur als Minister hat er eben so seine kluggefärbten Flausen. "Lo, lo loooo blau ist der Himmel in Mexikooo, lo lo lo lo!" Geolg möchte sich am liebsten die Ohren zu halten. Aber zum Glück läuft dann Peso gegen einen Kaktus und ist von selber ruhig. Die Sonne brennt vom Himmel, sie wandern nordwärts Richtung Vereinigte Staaten.
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Diverse Naturschönheiten säumen ihren Weg. Geolg ist von Berufs wegen natürlich an jedem Stein interessiert und sorgt deshalb auch immer wieder für Verzögerungen. Zum Glück haben alle Hüte auf, so kann ihnen die Sonne nichts anhaben. Die Aufgabe, die ihnen bevorsteht, wird ja dann doch um einiges schwieriger, als sich durch einen Kaktuswald einen Weg zu bahnen. 
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Sie erreichen die unendlichen Weiten der Prärie. "Yipee!" Hier auf der Weide sollen sie ihre Rinder einfangen, und zwar mit Lasso. Jeder wenigstens eine Kuh! Geolg sorgt gleich zu Anfang für ein grösseres Gelächter der wartenden Kühe, und wer weiss, wie Kühe lachen, der fällt nun selber in den Graben bei der Darbietung. Gut, dass sie nicht gewusst haben, was sie erwartet, sonst hätten sie ja zu Hause schon mal Lassowerfen üben können, und dann hätten die Kühe hier nichts zu Lachen gehabt.
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"So macht man das!" Und wieder. "Ha, ha, ha, ha!" "Hi, hi, hi, hi!"  "Muh, muh, muh, muh!" Und so weiter. Die drei gugelländischen Grössen von Meteorologie, Umwelt und Gesteinsforschung machen sich ziemlich lächerlich mit ihren Seiltricks. Schliesslich wird es den Kühen zu bunt und sie kommen von selber. Länger können sie sich auch nicht mehr auf den Beinen halten vor Lachen.
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So hat zum Schluss jeder sein Rindvieh an der Leine, und brav trottet man Richtung "Amerikanisches Gebirge".Grosses gilt es da zu besteigen, vom GranCanyon bis zu den Rocky Mountains. Die Kühe lassen sie gnädigerweise auf einer Ranch zurück. Aber das Seil nimmt Peso sicherheitshalber mit. "Vielleicht kann ich es ja noch brauchen...!" Geolg hingegen ist schon wieder mit Korkenzieher und Gartenhacke unterwegs. 
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"Es regnet nie in Kalifornien. la la la la la laaa." jetzt hat der Professor sein Gesangstalent entdeckt. Diese unendliche Weite und Freiheit Amerikas verleitet offenbar jeden zum Singen. "Wieso die dauernd ihr Gekrächze loslassen, verstehe mal einer, ich nicht!" Geolg sucht sich eine stille Ecke und klopft Steinchen für Steinchen ab. So vergehen wieder kostbare Stunden, in denen sie im Gebirge herumirren, dabei müssten sie noch eine Rothaut treffen und Kanada durchqueren. Aber jetzt ist Geolg verschwunden.
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"Juhuh! Geeeeolg, wo biiiiist du?" Kein Hund in roter Badehose zu sehen. Wo kann sich der nur verirrt haben? "Vielleicht ist er in eine Gesteinsritze namens Felsspalte gefallen?" "Mach dich nur lustig, jetzt wird es so wie so brenzlig, denn da kommt ein Indianer, der will wahrscheinlich unseren Skalp." Tatsächlich ist ein Kiku-Indianer aufgetaucht. Eine Feder hat er auf dem Kopf und eine in der Hand und natürlich die Lösung für unsere Helden parat, wie sie den verschwundenen Geolg im Nu wieder finden können.
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"Geolg, komm her, es gibt hier Vergissmeinnichttrank, kein Gesang nur geologisches Fachsimpeln!" Aber es nützt nichts. Geolg bleibt verschwunden. Da trinkt eben der Kiku-Indianer das Erfrischungsgetränk und weist darauf hin, dass die Feder, die er ihnen hier übergibt, Zauberkräfte hat. "Damit findet ihr den Geolg in einem Flügelschlag."  Man hofft es.
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Endlich haben sie unter einem gigantischen Felsmassiv den vermissten Bademeister alias Geologen gefunden. Peso wirft ihm wie ein geübter Lassowerfer den Strick hinunter, und Geolg hangelt sich langsam daran hoch. "Können wir endlich weiter? Es gilt noch ganz Kanada zu durchqueren, und das im Sausetempo, denn oben an der Beringstrasse wartet die Gegenpartei aus Asien auf uns!
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Naja, wer die gugelländischen Spitzengeschwindigkeiten kennt, kann sich vorstellen, dass ein trällernder Peso und ein singender Professor einen geologisch interessierten Hund auf einen Tachorekord bringen können. Sie sind sehr schnell im tiefsten Kanada. Hier wäre eine kleine Verschnaufpause nicht schlecht, und sie wollen an einem idyllischen Gewässer ein wenig angeln. Zwar hat man keine Ruten dabei, aber im Gebüsch liegen wie durch Zauberhand die erforderlichen Requisiten schon bereit.
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"So, jetzt zeige ich euch mal, wie man Lachse fischt." "Du meinst Karpfen! Das hier ist ein See!" "Und ich zeige euch jetzt, wie man innert Sekundenschnelle 80 Forellen und 20 Hechte an Land zieht!" Durch das Geprahle der gugelländischen Sportfischer angelockt, haben sich hinter ihnen ein paar Bären eingefunden, die das nicht nur gerne sehen möchten, sondern vor allem, essen!
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"Knurr!" "Was war das? Dein Magen?" "Knuuuuuuuurrrrrr!" "Ohjemine, hinter uns hat es Bären, wir haben ihnen den Angelplatz geklaut, ich würde sagen - jetzt aber schnell - ab durch die Mitte!" Das mit den achtzig Forellen wird wohl nichts mehr. Denn die gugelländischen Angelfreunde rennen nun so schnell sie können vor einer riesigen Horde kanadischer Bären davon. "Keuch, sag Zeig, ist es noch weit?" "Frag Peso, keuch, ich habe keine Ahnung."
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Wie durch eine unsichtbare Grenze bleiben alle Bären plötzlich stehen. Wahrscheinlich ist es ihre Landesgrenze. So können Zeig, Peso und Geolg noch einmal zurückblicken auf dieses grosse, weite Nordamerika und den Bären winken! "Macht's gut, wir haben euer Land gesehen und es war echt spannend, vielleicht kommen wir ja einmal wieder!" Und nun noch die letzten Schritte bis zur Strasse. "Hallo, da drüben. Wie war es in Asien?" "Wahrscheinlich anstrengender als in Nordamerika."
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Wie es weitergeht? Am nächsten Dienstag.
 
Dritte Märzwoche - Weltreise 1. Teil
Das Wetter ist freundlich, die gugelländischen Gemüter sind abenteuerlustig und wollen spielen. "Kommt, ich habe ein Weltreisespiel gefunden, das macht höllisch Spass, es können alle mitspielen!" Beppa breitet eine Art Weltkarte aus, aber die meisten Zuschauer sind skeptisch. "Was kann man denn da schon spielen? Ich bin ja mit einer Kralle schon von Afrika bis Australien!" spottet Ahuii. "Du musst eben würfeln!" "Pha, das ist ja noch langweiliger, da flieg ich ja zehnmal um den Erdball bis ich wieder drankomme!" 
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Beppa ist etwas in Wanken gekommen und schlägt ein noch grösseres Spiel vor. "Da muss man auf der ganzen Welt Tiere finden und einsammeln, die geschützt werden müssen, und sie dann in die Zoo's bringen." "Das ist eine Superidee, Beppa, wir spielen das in Wirklichkeit. Ihr geht über die Erde und sucht die entsprechenden Tiere zusammen." Laura ist Feuer und Flamme. Ich verstecke mich in Afrika, dort müsst ihr mich suchen. Und wo ist Afrika? Jetzt geht ein wildes Durcheinander los.  Die Idee Weltreise ist geboren.
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Zugegeben, nicht alle Tiere sind so gebildet, dass sie wissen, wo Afrika ist und wie viele Kontinente es überhaupt auf der Erde gibt. Aber die meisten sind neugierig und wollen gerne überall hinreisen, am besten jetzt und sofort. Frech hat sich noch nicht einmal von der morgendlichen Rehjagd die Pfoten gewaschen, da schwärmt er schon von indischen Flüssen uns so. Bei allen geht ein wenig die Fantasie durch, es kommen sogar die Eidechsen aus den Mauern um zuzuhören, was denn jetzt in Gugellandia passiert.
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Man einigt sich schnell. Edi, Beppa und Loredana gehen nach Afrika. Grünling, Guido und der Lehrer Hieronymus probieren Australien aus. Für Europa hat man Hefe, Harry und Pfurr im Visier, Nordamerika sollen Peso, Geolg und Zeig machen. Da wäre auch noch genügend Asien für Frech, Gonni und Schangelina übrig und die drei Papageien übernehmen Südamerika. Da hat man zwar einen Kontinenten zuviel, aber man nimmt es damit in Gugellandia nicht so genau. Der Mond gehört ja auch schon fast dazu.
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Der Entschluss ist gefasst, fehlen nur noch ein paar Requisiten. "Wir brauchen Fähnchenbotschaften für die einzelnen Kontinente, damit sich jeder zurechtfindet und weiss, was er suchen muss." "Zum Beispiel ein Känguru in Australien." "Waaaas? In ganz Gugellandia gibt es kein einziges Känguru? Das ist ja furchtbar!" "Ja, gell, richtige Katastrophe, bauen wir eben eins!"  Man muss sich beeilen, die einzelnen Teilnehmer der Weltreise weilen schon in den Startlöchern. Es geht los!
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Edi, Beppa und Loredana wollen Afrika durchqueren. Sie müssen drei Tiere einfangen. Ein Nilpferd, ein Nashorn und eine Giraffe. Am Ausgangspunkt sitzt Dolly Dama und gibt ihnen noch eine Flasche Wasser ins Gepäck, da sie als erstes die Wüste Sahara durchqueren müssen. "Gute Reise!"  Und unsere drei Weltenbummler stapfen fröhlich drauflos. Das kann ja nicht so schwierig sein.
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Schon nach wenigen Metern Sahara wissen sie nicht mehr, wo oben und unten, hinten und vorne oder Süden und Norden ist. Edi ist furchtbar durstig, Loredana hat aber dieWasserflasche bereits gegen seltene Kräuter eingetauscht. Und jetzt kommt auch noch die Fatamorgana. Diese überflüssige Naturerscheinung bringt den armen Edi fast um den Verstand. "Ich glaube, ich bin eine Flasche und vor mir wächst ein Baum aus einem Glas.. schluck.. und Beppa macht darin Schnauzstand. Was kostet so eine Matafogana?"
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"Eine Fatamorgana, Edi, mach dir keine Sorgen, wir sind bald in der Oase, da können wir uns von der Hitze und den ganzen Strapazen ausruhen." Loredana muntert die zwei Mäuse nun auf und schleppt sie weiter durch den unerbittlichen Wüstensand in Richtung Oase. Noch einmal radelt eine Eisbärdame mit dem Fahrrad durch die Dünen der Sahara, alles nur Fata Morgana, oder doch nicht?
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Endlich sind sie in der Oase angekommen. Da steht tatsächlich ein Fahrrad, und auch Schangelina sitzt im Schatten einer Palme. Aber es könnten ja auch nur die Nachwirkungen der Fata Morgana sein. Wichtig ist, dass man sich jetzt stärkt und für die kommenden Abenteuer gebührend rüstet, denn das Schlimmste steht ja noch bevor. Jetzt geht es dem Nil entlang. Am Flussufer warten schon die Krokodile.
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"Da guckt euch das an, erst stundenlang kein Wasser und jetzt wieder im Überfluss!" Edi planscht vergnügt am Nilufer herum. Der Fluss ist hier etwas turbulent, und zufällig kommt ein ansässiges Krokodil des Weges und findet Loredanas gestreifte Schwanzspitze zum Reinbeissen. "Iiih hi hi!"  "Das finde ich gar nicht lustig, du ungemachte Ledertasche, hast Glück dass ich's bin sonst würdest du....."und sie lutscht an ihrer Schwanzspitze als wäre es ein Lakritzebonbon. Edi und Beppa lachen laut.
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Aber zu früh, denn auch an ihren Schwanzspitzen haben Krokodile Gefallen gefunden. "Was ist das für eine gefrässige Gegend hier, kommt, wir machen, dass wir weiter kommen."  Und dann finden sie zufällig die Laura. Es fällt ihnen nun auch wieder ein, dass sie gar nicht zum Vergnügen da sind, sondern eine Aufgabe haben. Wir ziehen jetzt quer rüber zu den Viktoria Fällen. Unzählige Tiere beobachten die Drei auf ihrer Reise quer durch dieses verrückteste Afrika  bis zu den Viktoriafällen.
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"Wir müssen nun noch das Nashorn und die Giraffe finden, das wird nicht einfach, denn hier ist überall Rämmmidämmi und es hat auch viele Turisten, verflixt." Loredana, Edi und Beppa machen eine Abkürzung quer durch den Busch. Als erstes treffen sie einen Affen, der nur die Affensprache beherrscht. Die wollen wir allen gugelländischen Freunden heute ersparen und nur so viel verraten, dass alles, was keine Kokosnüsse eben afrikanische Knosoküsse sind. Logisch. Langsam peilen sich unsere Freunde durch den Urwald.
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"Nochmals ein Affe, Lori, der will Negerküsse, sagt er, sonst lässt er uns nicht vorbei." "Unsinn, Edi, wir gehen einfach durch und tun, als würden wir sie nicht sehen, guck mal, wer da vorne auf uns wartet?" Tatsächlich, es ist Festa, und sie macht eine ernste Miene. "Immer gut aufgepasst, Afrika ist kein Spaziergang, es lauern überall Gefahren, zum Beispiel kommt jetzt ein Ort, an dem die Löwen alles packen, was ihnen vor die Krallen kommt." 
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Man macht noch schnell ein Erinnerungsfoto für alle Fälle. Dann wagen sich Edi und seine zwei Begleiterinnen wagemutig in die Höhle des Löwen. Es sind zwar nur zwei kleine Jungs, die spontan angreifen, aber weil ihre Schwanzspitzen noch etwas krokodilgeschädigt sind,  nehmen sie nun die Beine in die Pfoten und rennen, so schnell sie können den angreifenden Löwen davon.
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Vom Regen in die Traufe, könnte man sagen, aber es handelt sich wieder um eine Horde Affen, die ihre Knosoküsse einfordern. "Dieses lästige Pack!" lacht Beppa und strauchelt. Sie purzelt in hohem Bogen von Punkt zu Punkt, immer abschüssiger in die Tiefe. Die Affen kreischen und hüpfen, Edi und Loredana sind fassungslos und gucken ebenfalls in die Tiefe, in der Beppa verschwindet.
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"Edi, Edi, das hätte es nicht gebraucht, was machen wir jetzt, wie finden wir deine Maus wieder?" "Beeeeppa, bist du okay? Soll ich dir einen Rettungshelikopter vorbeischicken?" Man hört keine Antwort. Die Maus ist wirklich weit in das unübersichtliche Tobel hinuntergepurzelt. Dass es auch in Afrika keine gerade Ebene gibt, ist verwunderlich, aber..... - "Ah, ich höre etwas!" Edi freut sich. Beppa ist wieder da. "Wegen diesen blöden Affen, ich musste so lachen, und dann bin ich gestolpert...ha ha."
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Nachdem alle wieder wohlbehalten beisammen sind, setzen sie ihren Weg fort. Man muss ja noch immer das Nashorn und die Giraffe finden. Aber dieses Afrika ist ein einziger Irrgarten. Überall Steppe oder Dschungel. Und dann auch noch Elefanten, geheimnisvolle Brücken, Wege und Abgründe. Die Nerven unserer Afrikaforscher sind schon ziemlich am Ende.
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"Du liebes Lieschen, was ist denn das hier wieder für eine Brücke? Bestimmt wartet am anderen Ende ein Tier mit offenem Maul, dass ich hineinspaziere..." Ein bisschen Mut ist aber noch übrig geblieben. Man ist ja auch schon fast am Ziel angekommen. Als Edi Festa und ihr Löwenrudel sieht, schöpft er noch einmal Hoffnung und - juhuh, tatsächlich, sie finden William, das Nashorn, gerade noch rechtzeitig. "Ihr müsst euch jetzt beeilen. Der Dampfer nach Madagaskar legt gleich ab. Also tschüs und viel Glück!"
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"Wir haben aber diese kleine Giraffe noch nicht gefunden! Verflixt, verflixt, verflixt." Aber es nützt nichts. Sie sind alle drei nun wohlbehalten im afrikanischen Abfahrtshafen angekommen und warten nun auf den Dampfer, der sie rüber nach Madagaskar bringen soll. Denn dort wollen sie sich mit Grünling und den anderen treffen, die ihrerseits in Australien unterwegs sind.
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"Australien. Das ist doch dort, wo man rauskommt, wenn man hierzulande ein Loch in die Erde bohrt und immer weiter immer weiter... ha haaa, sieht aber nicht viel anders aus als bei uns auf der Wiese." Grünling ist nicht eben begeistert. "Und was sind das für Blumentöpfe da vorne?" "Das ist doch der Ayers'Rock, das Wahrzeichen von Australien. Ein roter Felsen mitten im Outback." Was Guido nicht alles weiss... "Wir müssen hier diese seltene Schlange aufspüren. Sie heisst...  moment mal... es fällt mir im Moment nicht ein, na, einfach eine Schlange. Sucht einfach!"
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Guido setzt sich auf den Ayers Rock und späht in die australische Gegend. "Schon was gesichtet, das wie Schlange aussieht?" Grünling und Hieronymus umkreisen schon das dritte Mal den gewaltigen roten Felsen und finden keine Schlange. "Wie sieht sie denn aus?" "Keine Ahnung, grün und rot und gelb und ein rotes Käppi, ah ja, sie heisst grüne Rotkäppchenkobra. Sucht mal schön, ich bin sicher, die ist da irgendwo."
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"Und wieder umkreisen Grünling und Hieronymus den berühmten Ayers Rock mit dem selben niederschmetternden Ergebnis. Keine Rotkäppchenschlange weit und breit. "Wenn die mich schon nicht finden, ich finde die schon." lacht die kleine freche Schlange und ringelt sich um das Schlangenfangwerkzeug, welches Guido im Schatten des Felsens aufgebaut hat.
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"Wenn ich schon mal in Australien bin, kann ich ja auch meinen Liegestuhl auspacken und etwas Outback geniessen. Roter Felsen, rote Sonne, hach da lacht mein Herz, und um diese Rotkäppchenschlange werde ich mich dann später kümmern." Es ist alles so friedlich, so ruhig, so gemütlich, so unwahrscheinlich ungefährlich......
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"So, du bist also der Grünling, ha ha, interessant. Ich bin sicher zehnmal grüner als du, deswegen werde ich dafür sorgen, dass du nun ein wenig rot siehst. Schmatz, schleck, schlabber, Kitzel, wie gefällt dir mein Küsschen auf dem Füsschen?" Die Schlange hat den Grünling wirklich hinterrücks überfallen wollen, aber zum Glück ist Guido schneller gewesen. Er hat todesmutig seine Grillgabel gepackt und der Schlange um den Hals gedolcht. "Hey, Grünling, aufwachen, guck mal, wen ich hier habe!"
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Die erste Schlange ist gefangen, es fehlen deren noch zwei. Aber dieses Australien ist enorm  gross und vielseitig. "Da vorne, ich habe sie gesehen!" schreit Hieronymus. "Das ist hundertprozentig die Kleopatra vom Outback, wie kriegen wir die nur, wie?" Weisst du Hiero, man kann nicht immer alles einfach so fangen, ich habe auch immernoch meine Mondblume, die ich nicht erwische, man muss Geduld haben, dann kommt das Zeug von selber!" "Uff, und wo kauft man Geduld?"
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Jetzt sitzen sie zu Dritt im australischen Outback und fragen sich, was sie falsch machen. Nichts, denn die Hoffnung auf Erfolg, die Zukunft für den Fortschritt kommt ja schon, aber leise leise durch das spröde Dörrgras angehüpft. "Ich werd verrückt, ein Känguru!" Gigantisch, wie es mit der Kraft in seinem überdimensionalen Schwanz einen Absprung von der Erde schafft und gleichermassen in die Höhe katapultiert wird, erst zehn Meter weiter wieder auf dem Boden landet und huii, erneut,  hopps hopps, "Na? Braucht ihr Hilfe?"
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"Oh, ein Kompass. Danke, das ist uns wahrscheinlich eine grosse Hilfe." Grünling ist richtig verlegen. Im Hintergrund drängeln sich schon die Schlangen, die noch gefunden werden müssen. Grünling ist immernoch ganz weg von diesem Känguru. "Irgendwie erinnert die mich an jemand..!"  Aber jetzt müssen wir uns sputen. "Aha, die Cleopatra vom Outback! WOW!"
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"So so, du bist also Grünling, dann komm, hier drüben ist die zweite Schlange, die du brauchst, und auch die Dritte, die wartet nur auf euch, mitgenommen zu werden. Und später saust ihr über Madagaskar wieder zurück nach Gugellandia."  Das Känguru zeigt ihnen die ganzen Tricks, wie sie in diesem unergründlichen Australien mit den Gegebenheiten fertig werden können, denn es ist nicht einfach. Der Dschungel ist eben voller Abenteuer.
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Jetzt  kommt ein noch mittelgrosser Vielfrass mit einem blauen Fähnchen, "Hallo, Grünling, ich habe die Serpenta Australiana gefunden, die hast du doch noch gesucht, und jetzt ist die Schlangenjagd auch erfolgreich. Die bodenhaften Tiere hüpfen von selbst in den Schlepptau, wenn es heisst, wir gehen dann nach Gugellandia. Das Känguru ist aber vorausgehüpft um ein paar Schlepper anzuheuern. "Diese Zwei werden dich und deine Freunde nach Madagaskar bringen. Ihr müsst zusammen über das Meer schippern." Schlepper? Es sind zwei zwielichtige Gestalten.
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In der Zwischenzeit ist Beppa endlich aus dem Busch gekommen und hat Spring gefunden." Wir werden uns nun noch etwas gedulden müssen, denn Grünling und seine Truppe sind erst auf der Überfahrt, während Loredana, Edi und Beppa bereits ungeduldig in Madagaskar auf das Zusammentreffen warten. Und was sich erst bei allen andern auf ihrer Reise ereignet, darüber berichten die News von Gugellandia am nächsten Dienstag. Bis dann.
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Zweite Märzwoche - Casino
Das Wetter ist schon frühlingshaft, aber in der Natur ist noch nicht viel los. Im Teich wagen sich die Koi-Karpfen langsam an die Oberfläche und grüssen höflich, als Loredana mit ein paar Neulingen zu Besuch weilt. "Ich könnte diese Fische nicht essen, es sind Persönlichkeiten, weisst du, das zum Beispiel ist Hansi, und dort August, der Orange." "Ich hab's! Ich habe eine Idee, wir können doch diese sagenumwitterte, gugelländische WUWATI-Forschungsstation besuchen. Dort ist sicher eine Menge los."
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Knipps, Cirillo, Dolly Dama, Loredana und der Drache Gonni wackeln über die Brücke und melden sich am WUWATI-Schalter. "Wir würden gerne ein bisschen Wuwati-Forschung betreiben." Jeder in Gugellandia weiss, dass die WUWATI, also die Wurzelwackeltiere etwas ähnliches sind wie Wildtiere auf einer Safari. Manchmal zeigen sie sich völlig desinteressiert, aber manches Mal greifen sie sogar an. Deshalb ist es ja auch so interessant. Man setzt sich also in die Steppe und wartet ab.
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Nachdem die Wurzelwackeltiere äusserst wenig Interesse zeigen, versucht man sie, etwas zu reizen. Mit dem Spiel, dass man bis Drei zählt, und dann muss man möglichst schnell auf dem Baum sein. Nur, die Wurzelwackeltiere sind offenbar schlecht im Zählen. Denen ist es völlig egal, ob man bei drei oben war oder nicht, wenn sie Lust haben, packen sie dich am Schwanz, so oder so. Sowohl Knipps, wie auch Loredana versuchen es diplomatisch und mit Gesprächen. "Tumiti noti wemiti bini ufibaumi!" 
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Die Wurzelwackeltiersprache kann niemand so richtig in Gugellandia. Deshalb sind sie auch so unzähmbar. Man sieht förmlich, was sich die Wurzelwackeltiere bei dem Spiel denken, aber es geht ja noch weiter, und der Querwalddurchlauf beginnt. Als die Wuwati merken, dass die gugelländischen Neulinge schummeln und nichts anderes als Hase und Igel mimen, verlieren sie die Lust am Spiel und machen Ernst.
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Eine Bestie nach der andern kommt nun angesaust, dass es Cirillo und auch Dolly Angst und Bange wird. Die anderen sind schon längst auf dem Rückzug. Mit Riesensätzen kommen die Wuwati nun angallopiert. Dolly und Cirillo vesuchen es mit der Sauriermasche, nicht bewegen und tun, als wäre man ein Stofftier. Und zum Glück, sie schaffen es auch gerade rechtzeitig, bevor noch mehr Schwanzfedern fliegen.
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Alle sind noch ausser Atem, als sie über die Hängebrücke nach Hause schaukeln. Gonni, noch ganz wurzelverwackelt, trifft mitten auf der Brücke beim Heimgehen seinen Freund Edi. "Hey, Gonni, du kannst gleich umdrehen, wir suchen noch einen fünften Mann für unseren Mondflug." "Hat es auf dem Mond auch Wurzelwackeltiere?" "Nein viel schlimmer, komm, wir gehen." Sie lösen sich eine Mondfahrkarte - und schwupp.
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Wenn das Beamgerät funktioniert, geht es normalerweise ratzfatz, und man ist oben. "Du kannst jetzt Feuer speien so viel du willst, Gonni, hier stört es niemanden." Aber Gonni ist grad das Feuer im Hals stecken geblieben. "Guckt mal da vorne, ihihi, was könnte das denn sein?" - "Ach, das ist doch nur Frech, der jagt wieder mal irgendwas." Alle sehen den frechen Tiger und seine zukünftige Beute. "Wir wollen aber den Hai suchen, verstehst du? Wir suchen Kai, den Hai."
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Aber man kann nicht weitersuchen. Es ist zu lustig, wie Frech diesem merkwürdigen Mondigel nachschleicht und dann auf Grünling trifft, der wiederum meint, es wäre seine kamerascheue Mondpflanze, hinter der er schon wochenlang her ist. "Siehst du, Gonni, hier auf dem Mond ist echt was los!" Sie kommen nun an die abgesteckten Claims von Kai, dem Hai. Das Gerücht sagt, er verkaufe hier das gugelländische Grundstück auf eigene Faust. Na, dem will man es dann sagen.
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Aber noch zeigt er sich nirgends, dieser unverfrorene Immobilienhai. Edi und seine Freunde finden ihn dann aber doch - ganz überraschend. "Oh, ihr kommt gerade richtig, heute mache ich euch ein Spezialangebot. Vier Minuten Grundstückseigentum mit Evakuationsrecht. Zusätzlich acht Optionen auf Aussichtsgenuss im Spätstern auf Mondleuchtbasis inklusive Skonto bei Rückflugannulation und Mittelbleibwertbonus. Dazu gibt es Gratisfliegunen, Mondstaubamothypen und last but not least ein echtes Mondkalb mit Deckel. Interessiert?"  - WUSCH - Gonni hat den Hai mitsamt seinem Claim weggepustet. 
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"Finde ich echt klasse, euere Schalter, aber gibt es in Gugellandia nicht auch noch etwas Gemütliches so wie letzte Woche?" Edi, Beppa und Pfurr bauen sich nun vor dem Spielcasino-Schalter auf, und sie merken gar nicht, dass Gonni bereits weitergezogen ist. "Ich kann euch nicht hereinlassen." spricht die diensthabende Eule. "Ihr seid noch zu klein für das Spielcasino." Das verstehen die Drei nun nicht. Für alles ist man gross genug, aber für das Spielcasino ist man noch zu klein. Na sowas!
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So ein Spielcasino ist eben etwas ganz Besonderes. Da geht man hinein um zu Gewinnen oder zu Verlieren. Das nennen die einen Spielen und die anderen Verdienen. Schnorbert ist versehentlich hineingeraten. Wie man weiss, wollte er auf dem Mond dem Hai die Leviten lesen, aber er ist nie auf dem Mond angekommen. Und jetzt, inmitten von dieser spielerischen Glücksatmosphäre kann er auch nicht mehr zurück und lässt sich vom Hai einwickeln. "Na, Schnörbi, möchtest du Chipps oder spielst du mit Bargeld?"
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Im Hintergund ist schon Verschiedenes im Gange. Die einarmigen Banditen kurbeln, dass die Jackpots rasseln, am Spielkartentisch fällt der Wolfi vom Hocker, weil er sein Blatt unterschätzt hat. "Hey Wolfi, das ist Blackjack nicht Blackwolfi!" Und während so verschiedene Spieler bereits nach Luft schnappen, kritisiert Schangelina erst mal die Jetons. "Mit so was spiele ich nicht. Habt ihr denn kein anständiges Spielgeld?" 
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"Hallo, Süsse, dir passt das Spielgeld nicht? Na dann drucken wir eben mal Neues für dich, uns ist nichts zu teuer." In der Zwischenzeit haben sich Edi, Pfurr und Beppa auf den Weg gemacht, durch einen Spalt im Hinterzimmer in das Casino hinein zu kommen. "Ich werde oben mal versuchen, meine Schnauze reinzustecken, ihr könnt ja unten durch die Ritzen schlüpfen." "Warte, Edi, Beppa hat sich im Seil verwickelt." Aber Edi hört schon nichts mehr und ist in den Höhen des Casinos angekommen.
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Niemand merkt, dass aus der Decke plötzlich zwei Augen auf das Casinogeschehen gucken, die vorher noch nicht da waren. Frifri , der Frosch, amtet weiterhin als Croupier. "Mesdames, Messieurs, immer schön setzän, viele gute Geld  hineinwerfän, wenn ich drehe das Roulette, nichts geht mähr und sie werdän gewinnän eine Haufen feine Jetoniii. Alors, riens ne vas plus! Die Kugel röllt."
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Edi ist auf seinem Hochsitz aufgefallen, dass Thymi am Roulette-Tisch sitzt. Auch Beppa und Pfurr haben das gesehen. Sie haben sich inzwischen hinter der Bar versteckt. Warum kann dieses Häschen da am Tisch fröhlich spielen, während man sie nicht einmal hereinlassen wollte? Ja, da müsste man vielleicht den grossen Plüschitu fragen, aber der weilt heute auch nicht im Casino. Dafür hat Schnorbert plötzlich den Edi vor Augen. "Wie kommt jetzt dieser freche Schnauzenfritze in die Casinokulisse?" ärgert er sich
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Edi hat endlich das geschafft, was Thymi offenbar mit einem Wimpernschlag geglückt ist, er hat Einlass ins Casino gefunden. Inzwischen geht es auch schon ein bisschen drunter und drüber, wie es in Gugellandia eben so ist, wenn jeder machen kann, was er möchte. Schangelina setzt die ganze Zeit auf 34 und gewinnt laufend. Schnorbert verliert jedes Mal, und nun, da auch Gonni mitmischt, kommt auch plötzlich nie mehr rot.
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"Ich zeig euch, wie man es macht." flötet Schangelina, aber in diesem Moment setzt William, das Nashorn und reisst dermassen das Maul auf, dass alle etwas zur Seite weichen. "Ich setzte jetzt alles auf Grün." Ein Raunen geht durch das Casino. Grün bedeutet Zero. Gespannt wartet man, was die rollende Kugel sagt.
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Inzwischen haben alle einmal gewonnen und wieder verloren, Wolfi ist bei jedem guten Blatt vom Hocker gefallen und Thymi erklärt nun ihren Freunden, dass sie nicht korrupt sondern sponsorisiert sei, aha, und was meint der Hai zu seinen Immobiliengeschäften auf dem Mond? "Ich weiss gar nicht, was ihr habt, wenn ich es nicht mache, macht es ein anderer. Und ich tu's natürlich nur für euch. Breit griiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiins.!" Es lebe Gugellandia!
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Und nächste Woche, endlich Fühling, versprochen! 
 
Erste Märzwoche - Graf Estragon
Nach dem Triumph als Prinzessin hat Thymi die Grösse, Beppa ihre Freundschaft anzubieten. "Wenn wir Freundinnen werden, darfst du auch meine Krone mal aufsetzen." Gewisse Freundschaften sind auch in Gugellandia nicht immer dauerhaft. Vor allem, wenn man sich Edi teilen muss. Aber es kommt ja schon eine neue Aufregung daher. Nämlich etwas Rotes. "Guckt mal da!"
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"Den kenn ich nicht. So einen habe ich hier noch nie gesehen!" "Ich auch nicht, er sieht ziemlich wütend aus." Das fremde Tier kommt gemütlich den Weg entlang. "Bin ich hier richtig? Gugelfamily? Sprecht ihr Deutsch? Ich bin Graf Estragon und habe eine lange Reise hinter mir." Alle kommen her und bestaunen den Fremdling. "Was bist du denn für ein Tier, Graf Estragon? Weisst du was, ich sage dir Gonni." Edi findet eben immer schnell Freunde. "Sieht man das denn nicht?"
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Tiger Frech hat es sofort erkannt: "Ja, Gonni, ich glaube du bist ein Drache und hast Lust auf einen feinen Rehbraten, nicht wahr?" "Ja, ich habe seit drei Stunden nichts gegessen, mein Bauch knurrt wie ein Wolf, Reh ist nicht schlecht, ich kann ja schon mal Feuer machen, bis ihr eines gefunden habt." "Feuer? Du?" Hefe und Festa ist es nicht so geheuer mit dem Neuling. Einen Drachen haben sie bis jetzt noch nie gehabt. 
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"Natürlich, ich bin nicht nur ein Graf, ich kann auch fliegen und Feuer speien. Wollt ihr mal sehen?" Und ohne eine Antwort abzuwarten erhebt sich Graf Estragon (neu Gonni) in die Luft. Er flattert etwas über dem Teich herum und holt dann tief Atem. In ganz Gugellandia hält man die Luft an. "Phuuuuuuuuuuh!" Tatsächlich lodert es gefährlich und der Drache schwingt sich zu einem neuen Anlauf in die Lüfte.
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"Pruuuuuuuuuust, Fauch, Hust. Na, wie findet ihr mich, toll, gell?" "Tut uns leid, Gonni, das geht so überhaupt nicht. Hier ist alles dürr und trocken, es könnte ein Waldbrand entstehen, du darfst hier in Gugellandia kein Feuer mehr spucken." "Nicht? Oh, das ist aber schade, ich habe mich so gefreut, weil hier so viel Platz ist. Aber ein Bisschen darf ich doch?" "Wir haben eine gugelländische Aussenstation. da kannst du so viel speien, wie du möchtest. Wir zeigen dir, wie du hinkommst." Und man führt den neuen Bürger zur Hängebrücke, die zu dem Zauberbaum führt, in dem es auch einen Schalter mit Mondflügen gibt.
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Man ist kaum aus dem Beamgerät raus, riecht Gonni schon Feuer und Rauch. "Ah, herrlich, mir gefällt es auf euerem Mond. Aber jetzt brauche ich wirklich endlich etwas zu Essen." Man kann sich ja vorstellen, wie viel so ein roter Drache frisst, wenn seit drei Stunden sein Bauch knurrt. Die gugelländischen Mondbesucher zweifeln ein bisschen. "Das kann doch hier nicht unser Grundstück sein." "Ich habe gehört, flüster, flüster, Kai, der Hai, baut schon Hotels hier oben..!"
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Zeig und Harry gucken aus dem Fenster. "Nein, nein, da sind wir ganz woanders gelandet. Das Beamgerät muss sich geirrt haben, das ist ein Skigebiet und keine lunare Tanzfläche." Guido studiert schon die Abfahrtsrouten, während Lori den Grünling auf eine Spezialität des Hauses einlädt. Viel Schnee hat es zwar nicht mehr, aber ein wenig Wintersport kann man ja noch treiben. Man muss die Dinge nehmen, wie sie kommen.
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Der Drache hat einen Riesenspass im Schnee. Er muss die Tiere natürlich erst kennen lernen, aber das geht schnell, denn alle sind ihm sympathisch, ausser dieser getüpfelte Miesling, der ihn immer so schräg anschaut. Gugel klärt dann endlich alle auf:  "Wir sind hier nicht auf dem Mond, Leute, es ist ein Irrtum des Beamgeräts. Aber es ist ja auch ganz nett hier, vergnügt euch!"
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Das lässt sich auch der Drache nicht zwei mal sagen.Vor lauter Freude spuckt er ein ganz, ganz klein wenig Feuer, danach ist grad die ganze Böschung schneefrei. "Jetzt machen wir noch ein hübsches Gruppenfoto!" schlägt Peso vor. "Und weil wir ja nicht zurückgebeamt werden können, machen wir uns mit diesem besonderen Fahrzeug auf die Heimreise! Alle aufsteigen, es geht los!"
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Wieder daheim, auf gugelländischem Rasen überlegen alle, wie sie Gonni darüber trösten können, dass er hier nicht Feuer spucken darf. "Er kann ja jeden Tag den Ofen anfeuern, und im Sommer den Grill." "Wir machen jetzt ihm zu Ehren einen Faschingsumzug, da kommt er auf andere Gedanken, ihr werdet sehen." Laura, die Basteltante, schleppt buntes Papier an. "Das sieht nach Arbeit aus." sorgt sich Edi, und recht hat er. "Ihr müsst jetzt so viele Koriandoli herstellen, wie ihr könnt. Je mehr, desto lustiger!"
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Die Konfettiproduktion läuft auf vollen Touren. Dann werden auch noch Kostüme angefertigt. Gonni ist ganz entzückt, dass sich alle eine Drachenverkleidung wünschen, und die Kostümschnipplerinnen haben viel zu tun mit den Sonderwünschen der verschiedenen Drachenanwärter. "Ich will ein roter Drache sein wie Gonni." "Hast du noch was Blaues für mich, Hefe?" "Meine Flügel sind fürchterlich, ich sehe aus wie eine Elster!" meckert Tante Loredana. 
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Nach und nach kommt eine kleine Drachentruppe zusammen und man bespricht den weiteren Verlauf der Faschingsparty. "Wir brauchen noch einen Fasnachtsruf wie Kehlau oder Alschaf oder so, ich hab's, wir rufen "Fürio!" dann meint der Drache, es brennt, und dann freut er sich." "Gute Idee, das machen wir. Also Aufstellung. Flügel richten, Schwänze nach hinten und Rücken gerade." 
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Jetzt kommen noch die letzten Kostüme an die Reihe. Miezi möcht auch mal ein Drache sein. Für Grünling hat es kein Grün mehr, denn das hat man letzte Woche für die Tannenbäume gebraucht. "Aus einem Baum machen wir locker zwei Flügel." Schnipp und schnapp und los geht's! Wo der Umzug statt finden soll, weiss natürlich niemand, aber wahrscheinlich dort, wo noch die Sonne hin scheint, denn es geht bereits gegen Abend zu.
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"Seht ihr was? Sind schon Drachen im Anflug?" "Nein, es kommt erst Harry mit den Konfetti-Tüten." Einige Tiere haben natürlich keine Ahnung, was hier abgeht, denen muss man jetzt noch einen kleinen Koriandoliwerfkurs geben und die Parole eintrichtern. "Ihr schreit alle laut "Fürio!", wenn der Umzug kommt, verstanden?" "Und was machen wir mit den Papierfetzen?" Laura erklärt es den kleinen Dummköpfen. "Die dürft ihr erst herumwerfen, wenn die Faschingsprinzessin kommt." Jetzt horcht auch Harry auf? "Wer ist denn die Faschingsprinzessin?"
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"Still jetzt, die Drachen kommen!" Einige Zuschauer kippen vor Lachen fast von den Bäumen, die anderen rufen begeistert "Fürio! Fürio!" Dann erklingt auch noch so ein improvisiertes Pauken und Trompetengeräusch, immer untermalt von dem wunderbaren Ruf "Fürio!" Der Graf Estragon ist sehr angetan und schreit fröhlich mit. Der Umzug ist, obwohl nicht besonders lang, doch gut besucht. Alle versammeln sich nun auf dem Festplatz.
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"Wann darf ich endlich meine Papierfetzen in die Luft werfen?" Aber jetzt gibt es erst noch eine tolle Show-Einlage der einzelnen Drachen. Gonni gibt Flugstunden. Die Drachen klettern auf den Baum, heben ab und schwingen elegant hinunter auf die Erde. Sie sind nur ziemlich schnell unten, aber elegant, das muss man zugeben. Endlich taucht die Faschingsprinzessin auf. 
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"Fürio, Fürio!" Zum Glück ist man nicht in der Schweiz, sonst wäre schon längst die Feuerwehr gekommen. Aber nun steuert das gugelländische Fasnachtstreiben seinem absoluten Höhpunkt entgegen. Die Konfetti dürfen fliegen. Die Blasmusik spielt, und jeder hüpft und tanzt, so gut er kann. Der Drache hat durch die vielen Rufe schon lange das Gefühl, er hätte genügend Feuer gespuckt, und ist auch ohne Brandstiftung richtig glücklich. Hat er doch heute ein neues Zuhause gefunden. 
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Das närrische Treiben dauert noch bis Sonnenuntergang. Dann haben alle Hunger und Durst. Natürlich Lust auf Faschingskrapfen, Fasnachtsküchlein und Polsterzipfe. Lori bekommt endlich ihr Feuerwasser und alle gehen glücklich und zufrieden nach Hause. Die Rauchschwade, die durch den nun langsam feuchter werdenden Abend zieht, kommt zum Glück aus dem eigenen Kamin.
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Gugellandia wünscht einen guten Start in den Aschermittwoch!


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