News : Immer das Neuste aus Gugellandia

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September 2018





 
Der gestiefelte Kater
Alle fragen sich, was diese abendliche Konferenz am Sonntag zu bedeuten hat. Überall auf der Welt macht man sich Gedanken, warum Balou hinter der Funzelblume steckt und Beppa schon ganz schief sitzt vor Lachen. Richtig, es geht um die neuste gugelländische Aufführung, nämlich Hefe's Lieblingsmärchen. Da aber, wie in jedem Märchen auch viel gelogen und geschummelt wird, muss die Sitzung schon kurz nach Beginn unterbrochen werden. Wie heisst die Geschichte? Der fliegende Kater? 
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"Wir brauchen eine Kutsche, das ist das Wichtigste." Guido und alle anderen Sachverständigen nicken eifrig. Was bleibt Harry da übrig, als das Weite zu suchen, besser gesagt, Räder und allerhand Taugliches zum Dreinsitzen. Moment, wer müsste denn da alles Platz haben? Ein König, eine Prinzessin, der Kutscher und.. Harry ist von seinen Rädern, Naben und Schubladen völlig in Beschlag genommen und baut und baut. Saust hierhin, dorthin, es wird wundervoll!
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Obwohl er eigentlich noch einige Informationen bräuchte, baut er seine Riesenkutsche auf und ist selber ganz hingerissen. "Wo ist der Motorverantwortliche? Ah, nein, das ist eine Kutsche, die wird ja gezogen. Hm. Hallo, will mal jemand probesitzen?" Edi und Guido sind völlig platt vor Staunen, als sie die Kutsche sehen. Gugel und Miezi alias König und Prinzessin nähern sich dem königlichen Gefährt und sind einverstanden, eine Runde zu drehen.
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Guido macht es sich auf dem Kuschbock bequem, aber leider fehlt das Zugtier. "Hör mal, Harry, es ist ein Konstruktionsfehler, die Kutsche ist zu gross." Aber Harry hat inzwischen so viele begeisterte Anmeldungen für eine Kutschenfahrt, Guido ist schnell ausgewechselt, und Ballou hält die Zügel in der Hand. Als sich dann auch noch das gugelländische Mammut mit Schnorbert einfindet, ist der Karren perfekt. Aber Moment. Das passt absolut nicht zu unserer Geschichte!
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Hefe guckt schon ganz traurig. "Das ist mein Lieblingsmärchen, ein wenig sollte man schon an der Urfassung haften bleiben, Edi, du musst nun unbedingt den gestiefelten Kater finden. Wir haben in ganz Gugellandia nur einen, der auf zwei Beinen geht, aber es wird schwierig sein, ihn zu überzeugen. Edi macht sich auf den Weg. Er sieht gerade, wie Ottilio unter dem Quittenbaum durchsaust, und er stellt sich ihm in den Weg. "Hey Ottilio, warte eine Sekunde, wir waschen eine ganze Woche ab, essen nur Birchermüsli, aber du musst uns jetzt helfen!"
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Ottilio wirkt überrascht. Er ist nämlich noch immer in Ferienstimmung und schwelgt in süssen und pikanten Erinnerungen. "Wos muss ich mochen?" Man erinnert sich, Ottilio spricht einen merkwürdigen Dialekt. "Du musst nur den gestiefelten Kater spielen. Der Text wird synchronisiert." verspricht Edi und guckt zum Himmel, damit es auch der Wahrheit entsprechen möge.
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Harry's Grundidee mit den Schubladen hat man beibehalten und eine etwas kleinere Kutsche gebaut. Laura und William lassen sich als Pferde vorspannen, witzeln ein wenig, aber als Guido endlich ruft: "Das Märchen kann jetzt losgehen." sind alle gespannt und rennen mit, von Schauplatz zu Schauplatz.
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Es beginnt bei der alten Mühle, wo Wasel, der Müller seine drei Söhne zusammen ruft. "Liebe Söhne, ich möchte euch etwas Feierliches sagen. Ich werde ins gugelländische Seniorenheim einziehen, dadurch wird die Mühle frei, und der älteste von euch darf sie erben. Tobi hüpft ganz aufgeregt. "Bin ich der Älteste?" "Ja, du bist in Zukunft der Müller, freust du dich?" Tobi freut sich ausserordentlich und saust gleich dreimal um die Mühle herum.
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Der Vater setzt Tobi noch seine Müllermütze auf und überlässt den Sohn nun seinem Glück. Er hat ja noch zwei andere Söhne. Diese kriegen allerdings nicht mehr so viel vom Erbe ab. "Hör mal, Knipps, ich habe nur die Mühle und sonst nicht viel, aber der Esel ist doch auch eine gute Kapitalanlage. Was meinst du? Freust du dich, wenn ich dir den Esel schenke?" "Na klar, Vater, freut mich, ich werde mit ihm um die Welt ziehen, wir werden sicher viel Spass zusammen haben."
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Tatsächlich macht sich Knipps nichts aus Mühlen und findet seinen frisch geerbten Esel richtig toll. Aber Wasel hat ja noch einen jüngsten Sohn, das ist Harry. "Lieber Harry, auf dich wartet noch mein letzter Besitz. Es ist leider nur noch der Kater übrig. Machts gut, ihr zwei und besucht mich mal." Der alte Waselvater winkt noch fröhlich. als er den Weg zum Seniorenheim unter seine alten Pfoten nimmt."Tschühüs, machts gut, Söhne!"
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"Das ist leicht gesagt." murmelt Harry, "Was soll ich mit einem Kater anfangen, der nichts anderes tut als fessen und schlafen und den Rest vom Tag ist er faul!" Harry hat sich mit diesem Ausspruch einige Feinde in Gugellandia gemacht, aber in Anbetracht der märchenhaften Tatsachen, die nun folgen, haben ihm sowohl Miezi wie auch gewisse Wuwatis verziehen. "Ich bin kein gewöhnlicher Kater, ich kann sprechen und auf zwei Beinen gehen, wie du. Ich werde dich sogar zum König machen, du musst mich nur mitnehmen und tun, was ich sage." 
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"Na schön, du lustiger Miezekater, wie heisst du eigentlich?" "Das sage ich dir erst, wenn wir beim Königsschloss sind." Harry hat viel Spass mit seinem merkwürdigen Weggefährten, der auf zwei Beinen neben ihm hertappst, aber er sieht auch, dass diesem die Pfoten nach längerer Wanderung immer mehr weh tun. "Tun dir die Pfoten weh?" fragt Harry fürsorglich, nachdem der Kater immer öfter weit zurückfällt. "Wir sind gleich in der Stadt, da schauen wir, ob wir etwas kriegen, das man an die Pfoten tut. Und sie machen die letzten schweren Schritte in Richtung Stadt.
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Die Stadtmauern und der Schlossturm sind schon von weitem zu sehen. "Da vorne ist ein Königsschloss. Da finden wir sicher Arbeit." Harry ist ganz zuversichtlich und zieht seinen pfotengeschädigten Kater mit aufmunternden Sprüchen weiter. " Da vorne, da gibt es Sandalen, Vandalen, Schlarpen und Harpen, komm schnell, vielleicht hat der SCHUHMACHER auch etwas für deine Pfoten.
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In der Schuhmacher-Werkstatt von Grünling werden Absätze repariert, Schuhe aufgemöbelt, Schnürsenkel balanciert aber auch freundliche Worte gewechselt. " Wir sind neu in der Stadt. Ich und mein Kater."  "Oh, der Kleine hat sich seine Pfoten abgelaufen, da werde ich mal Ausschau halten, ob ich nicht etwas finde." In der Schuhmacherwerkstatt riecht es nach Leder, Eisen und Schuhwichse. "Was gibt es denn so in dieser Stadt?" fragt Harry neugierig.
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Schuster Grünling sucht in allen Regalen nach einem passenden Paar Schuhe für den armen Kater und findet schliesslich ein paar kleine Stiefel. Sie sind allerdings sehr rot und auffällig. "Etwas anderes habe ich nicht, aber ich hoffe, deine Pfoten werden sich freuen."  Dann berichtet der Schuhmacher noch das Neuste aus der Stadt. 
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"Unser König Gugel hat ein Problem. Sein Lebensmittelberater hat ihm gesagt, er solle nur noch Rebhühner, Kaninchen und Wachteln essen, aber leider sind ausgerechnet diese Tiere fast verschwunden, und niemand kann dem König das bringen, was er nun bräuchte. Es ist eine Katastrophe!"  Grünling guckt besorgt in die Runde und fügt hinzu: "Seine wunderschöne Tochter würde alles geben, um ihm zu helfen, aber auch sie kann nichts machen, wenn es keine Rebhühner, Kaninchen und Wachteln mehr gibt."
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Nachdem der Kater nun Stiefel bekommen hat, gesteht er Harry, dass er Ottilio heisst und nun als sein Gesandter zum König gehen wird. "Du wirst jetzt Graf von Caracas, merk dir das, den Rest mache ich, bis später!" Und der gestiefelte Kater schleicht sich in die Rebhuhn-Gebiete und lauert dem Federvieh gerissen auf. "Ich werde doch noch ein bisschen Geflügel einsammeln können, hi hi."
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Er hat bei einem Händler ein paar Körnchen bekommen, und was tut ein Rebhuhn nicht alles für ein paar Körnchen? Mit List lockt er die Rebhühner in den Sack. Dabei hockt er nur in seinem Versteck und schmunzelt. "Und jetzt bringe ich das Geschenk dem König und zwar mit ausdrücklicher Empfehlung vom Grafen von Caracas."  Als Ottilio mit seinem von Rebhühnern strotzenden Sack beim Königsschloss ankommt, geht es nicht lange, und er wird bis zum König durchgeschleust.
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"Herr König, es kommt ein Abgesandter des Grafen von Caracas." Cirillo ist einer der Königswächter und riecht die Rebhühner. Auch die Prinzessin ist ganz aufgeregt. Jemand bringt ihrem Papa die ersehnten Rebhühner, das ist schon etwas Aufmerksamkeit wert. Ottilio macht eine tiefe Verbeugung vor dem König und der Prinzessin und sagt:
"Hier Majestät, frisch gefangene Rebhühner, gesendet von meinem Grafen von Caracas. Wohl bekomms."
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Noch bevor der königliche Koch "Oredanio" die pfannenfertigen Rebhühner dem König wiederbringt, ist Ottilio schon wieder in der märchenhaften Weite der Grüne unterwegs. "Jetzt brauche ich Kaninchen. Die sind ja etwa gleich intelligent, das wollen wir doch gleich mal prüfen." Der Kater macht wieder die selbe Spur wie für die Rebhühner, nämlich direkt hinein in den Sack. Nur nimmt er diesmal Karotten, und sieh da, es wirkt. Schon nach kurzer Zeit, hat der gestiefelte Kater ein paar frische Kaninchen im Sack.
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"Diese Fangmethode ist zwar patentiert, aber ich weiss nicht von wem, also - na und? Bringen wir erstmal die Kaninchen zum König!" Der König wartet schon ganz gespannt, ob der Diener des Grafen von Caccraccazz oder so, ihm weitere Rebhühner bringe, und als er hört, dass es Kaninchen sind, ist er vollends begeistert. "Kanieenchen, ich freue mich so auf Kanieeeenchen."  An dieser Stelle muss vielleicht gesagt werden, dass kein einziges Tier unfreiwillig mitgespielt hat. Im Gegenteil, manche haben sich richtig auf die Pfanne gefreut.
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Kater Ottilio ist wieder im Schloss angekommen und lässt seine Kaninchen aus dem Sack. Der König ist begeistert. " Ist das alles vom Grafen von Caracas? Ich muss ihm danken, tausendmal, was für ein wunderbarer Held, mir diese Köstlichkeiten zu überbringen. Auch ihnen Herr Kater, möchte ich danken." Der König ist tief beeindruckt und guckt nicht einmal der schwanzgestreiften Köchin nach, wie sie mit dem Wild in die Küche fährt.
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Ein drittes Mal ist der Kater unterwegs um Köstlichkeiten für den König im Wald zu jagen. Diesmal sind es Wachteln. Die sind besonders klein und deshalb schwierig. "Bibibibibi" er versteckt sich in der Nähe vom WACHTELNEST. Die klitzekleinen Vögel aber denken sich nichts dabei und tappen sofort in die Falle. Der gestiefelte Kater arbeitet schon an seiner nächsten Idee. "Wenn der König nun auch noch die Wachteln gegessen hat, will er sicher unbedingt meinen Herrn, den Grafen von Caracas kennen lernen.
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Genau so ist es. Ottilio knüpft seinen Wachtelsack zusammen, kommt wieder ins Schloss, wo die Begeisterung über seinen erneuten Einsatz riesengross ist. "Wie kann ich ihrem Herrn, dem Grafen von Cacazzras  äh Carcarass, na ist ja wurst, einen Gefallen tun, ich bin in seiner Schuld und möchte ihm danken." Ottilio kostet die Neugier des Königs aus, und während noch die Wachteln in Richtung Pfanne tappsen, sagt er: "Herr König, mein Herr, der Graf von Caracas würde sie gerne in seinem Schloss willkommen heissen."
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Ein Raunen geht durch den Thronsaal. Noch niemand hat den Grafen von Caracas je gesehen, und nun sagt sein Kater laut und deutlich, sein Graf würde alle in seinem Schloss willkommen heissen. Manchmal kann eben Glaube Berge versetzen, Ottilio grinst und verabschiedet sich. " Da habe ich mir was Schönes eingebrockt, aber es wäre ja gelacht, wenn ich das nicht hinkriege!"
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"Hey, Harry, schläfst du? Ich bin's, Ottilio. Ich habe gerade ein Treffen mit dem König und seiner Tochter vereinbart. Du bist der Graf von Caracas - was? Du schläfst?" Harry kann ja nicht wissen, was sein übereifriger Kater mit ihm vorhat. "Wach auf, du Müllersohn, schlaf nicht wie ein Mehlsack, hier ist Wasser, da kannst du reinhüpfen und dich frisch machen bis der König mit der Prinzessin vorbeikommt. Harry ist mit einem Schlag wach. "Prinzessin?" Ja, und vergiss nicht, du bist kein Müllersohn sondern der Graf von C a r a c a s !
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Wenn man gerade aus dem Mittagsschläfchen erwacht und mit solchen Prophezeiungen bombardiert wird, ist es wohl am besten, ein kühles Bad zu nehmen. Harry zieht seine Hose aus und hängt sich ins Wasser. "Du, es ist gar nicht so schlimm kalt, komm doch auch rein!" Aber Kater sind relativ Wasserscheu und haben immer eine Ausrede, wenn es ans Baden geht. "Du musst weiter rausschwimmen, sonst geht das viele Mehl nicht ab."
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Harry schwimmt in dem kleinen Waldsee herum und ist richtig glücklich. "Weisst du, Ottilio, ich brauche gar nicht viel, einen Freund, mit dem ich reden und lachen kann, ein paar Kleider, hey, was machst du mit meiner Hose? Spinnst du, die brauche ich noch!" Ottilio hat die Hose von Harry ins Wasser geworfen und sogar noch mit einem Stecken etwas Schwung zum Abtreiben gegeben, ja so wird das Glück entschieden. Man hört in der Ferne Galoppgeräusche.
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Die königliche Karrosse naht. Ottilio hüpft aufgeregt am Seeufer herum und winkt wie verrückt. "Hilfee, hilfee, man hat meinen Herrn beraubt." Als die Kutsche in Hörweite kommt, wird er noch deutlicher: "Es sind Diebe gekommen, die haben alles, was mein Herr auf sich trug, mitgenommen, und jetzt schwimmt er ohne alles im Wasser herum, ich weiss nicht, wie ich das erklären soll......hilfeee, hilfeee,
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Die königliche Kutsche erblickt Harry, wie er im Wasser herumschwaddert und versucht sich in dem, was man von ihm noch sieht, einen Prinzen vorzustellen. Und das funktioniert auch bestens.
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Gut abtrocknen, nächste Woche geht es weiter.

 
Mantje mantje timpetee
Es wäre eigentlich eine Ehre, wenn man in Guido's neu erschaffenem Speaker's Corner eine Ansprache halten darf. Schnorbert hat drei Wochen lang die Spitze in Who is who angeführt und soll jetzt das Wort an die gugelländische Menge richten. Seine Leibwächter sehen allerdings nicht sehr vertrauenerweckend aus, so dass das anwesende Publikum lieber hinter Mauern und Zäunen hockt, und von weitem guckt. Ausser die gugelländischen "Big Five", die mit  Kopfhörern gegen das Tigergeknurr bewaffnet Musik hören. "Das ist wieder typisch gugelländisches Mobbing, die werden gleich was erleben." knurrt unser Tüpfelmonster.
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Obwohl man in Gugellandia einen neuen Sicherheitsspezialisten hat, nämlich Giri, der Siebenschläfer, funktioniert die Tigerabwehr nicht besonders gut. Als Schnorbert dann als wichtigstes Wort seiner Rede nur "DREI" brüllt, die zähnefletschenden Bodyguards ein paar Schritte nach vorne machen, gerät die Veranstaltung total aus dem Ruder. Um so erleichterter ist man, als zufällig die drei gugelländischen Hobbypolizisten mit Balduin aus Oldenburg aufkreuzen und für Ordnung sorgen.
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Grünling hat inzwischen andere Sorgen. Man hat ihm vorgeworfen, er hätte sich im Sommer zu wenig um die Gartenteiche gekümmert. Alles verwildert, verschlammt und überwuchert! Das kann auch ein Grünling nicht alleine schaffen. Peso hilft seinem Freund vorerst mal mit ein paar Ratschlägen. "Wenn wir alle mit anpacken ist das doch im Nu wieder hübsch und lauschig." Leicht gesagt. Bei Frech und Gonni fällt der Vorschlag jedenfalls nicht auf fruchtbaren Boden. "Anpacken ist gut, gell Frech, he, he, he, aber doch nicht Seerosen und so Schlammzeug." "Eine Wasserschlange hat es ja auch irgendwo drin."
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Auf Harry ist Verlass, er schleppt einen Plastikzuber herbei. "Hier kommt das rein, was wir nachher wieder brauchen."  Als erstes retten sie eine kleine schwimmende Wasserpflanze. "Das war in letzter Sekunde." meint Grünling, "Sie ist schon total veralgt."  Jetzt kommen auch noch andere Helfer mit dem meterlangen Plastikschöpfer, der aussieht wie ein blauer Brotschieber. "Jetzt geht es rund, gell Amanda, wir stürzen uns in die Fluten und räumen hier mal so richtig auf." Miezi weiss, was sie sagt, es war nämlich ein Witz.  Auch Ahuii und die anderen sind nicht unbedingt ernsthaft am Arbeiten interessiert.  Die Frösche suchen beim Anblick der Papageien das Weite.
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Miezi ist sonst gut im Kommandieren, aber heute weiss sie auch nicht recht, wo anfangen. "Wir fischen zuerst diese Algen heraus. Die sind sicher was wert, nicht wahr, Laura?" "Ja, damit kann man wunderbar basteln oder Unfug treiben.  Alle wollen nun solche Algen haben und wie zufällig, hat es von dieser ALGENSORTE keine mehr. Wenigstens keine, die sauber wären und an der Oberfläche schwimmen. Aber das Interesse geht nun sowieso schon wieder in eine andere Richtung.
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Edi gesellt sich zu dem albernden Haufen und stellt fest: "Ich denke, ihr seid am Arbeiten? Dummes Zeug machen kann ich auch. Hi hi hi. Und schon rennen alle mit Algenzöpfen und Bärten durch die Gegend. "Ich weiss, was wir machen, wir holen das Floss und schneiden von dort aus die dicken Wurzeln der Seerosen durch. Dann ziehen wir alle gemeinsam die Strünke aus dem Wasser."  Harry rennt, um das kleine Floss zu holen.
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Grünling hat inzwischen eingesehen, dass man schon eindeutige Aufträge erteilen muss, damit etwas passiert. Sonst schauen alle nur zu und machen sich über alles lustig. Auch Harry kann mit seiner Küchenschere gegen diese Seerosenäste nichts ausrichten. Edi gibt eine Showeinlage, indem er auf seinem Floss herumbrüllt. "Hilfeee, ein Krokodil, was heisst eines, es wimmelt hier von Krokodi..le.hi.. hieeelfe.
Alle lachen und können kaum mehr ernst werden.
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Aber jetzt kommt der stirnrunzelnde Geologe des Weges. Vielleicht gibt es Neuigkeiten von den Errosteinen. Man hat ja die sieben Steine mitgenommen, die der Felsen heruntergeschleudert hat. Und jetzt zeigt Geolg, was es mit dem ersten Stein auf sich hat.
 "Erstens ist es eine megalogische Helebardisation und zweitens eine gigantische Mikrogallaxitur, die man darauf erkennen kann." Alle kommen neugierig herbei und gucken sich den Stein an.
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Zeig ist ein armer Fischer und Amanda spielt seine Frau.  Sie leben in einer armseeligen FISCHERHUETTE am Rande  einiger verwegener und verwilderter Teiche, die wir ab jetzt freundlicherweise "See" nennen wollen. Trotzdem marschiert Zeig jeden Tag in aller Frühe los und versucht, das Essen  für sich und seine Frau aus dem Wasser zu fischen. Die Schnecke Lulu und Alfi, die Fledermaus, wohnen hinter der Hütte und verfolgen das Schicksal der Fischersleute ganz genau.
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Heute allerdings scheint der Herr Fischersmann verschlafen zu haben, denn die Sonne steht schon hoch am Himmel und noch regt sich nichts in der Fischerhütte.  Alfi, die Fledermaus, ist schon in ihrem Baumstrunk schlafen gegangen und auch Lulu verkriecht sich. Da, endlich. Die Türe geht knarrend auf, und Zeig tritt hinaus in den Morgen. "Gähn, dann werde ich mich mal auf die Socken machen und leckeres Frühstück, Mittagessen oder Abendmahl fischen gehen." Er nimmt sein Fischernetz, seine Angelrute und macht sich auf zum See.
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"Die See ist heute ja ziemlich bewegt, das ist gut, dann gehen sicher viele Fische ins Netzt!" Wie man weiss, muss so ein Angler viel Geduld aufbringen, bis es an der Leine endlich ruckt. Oh, heute scheint er aber Glück zu haben. Ein riesengrosser Fisch beisst an. "Was ist denn das? So einen Fisch habe ich ja noch nie an der Angel gehabt. Der ist ja riesig!" freut er sich und zieht seine Beute an Land. Aber die Freude währt nicht lange, als der Fisch zu sprechen anfängt.
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"Lass mich leben, lieber Fischer, ich bin ein verwunschener Prinz, ich würde dir nicht schmecken, bitte gib mir die Freiheit wieder." Zeig ist kurz etwas unschlüssig, aber dann hat er Mitleid mit dem Fisch. "Prinzen esse ich nur als Rolle und nicht als Fisch. Mach's gut." Er wirft den Fisch zurück ins Wasser. Dieser bedankt sich bei Zeig mit freundlichen Worten. "Ich danke dir, lieber Zeig, das werde ich dir nie vergessen. Du bist ein guter Fischer, hier hast du zwei Sardinen." Und dann schwimmt der schöne grosse Fisch davon.
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Zeig muss noch lange über diese seltsame Begegnung nachdenken. Aber er macht sich nun mit seinen zwei Sardinen, die ihm der Fisch geschenkt hat, auf den Heimweg. Vor der Hütte geht seine Frau schon ungeduldig auf und ab. "Wann kommt der Faulpelz endlich mit meinem Nachtessen. Verhungern muss man hierzulande, weil der nie was fängt. Ah, da kommt er ja." Zeig erzählt seiner Amanda auch von dem Fisch, den er wieder frei gelassen hat. "Bist du verrückt? Du hattest ihn quasi in der Pfote und lässt ihn wieder schwimmen? Der schuldet dir sein Leben, geh sofort wieder hin und sage ihm, er solle dir anstelle der zwei Sardinen ein luxuriöses Haus geben."
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"Aber wir haben doch unsere Hütte..." mault Zeig, er hätte sich gerne ein wenig auf den Pelz geworfen. Aber nichts da: "Geh jetzt zum Fisch, der muss machen, was du sagst, auf der Stelle!" Also geht der brave Fischer wieder an den See und ruft voller Verzweiflung auf das Wasser hinaus: Mantje, mantje, timpeteee, Fischlein, Fischlein in der See, meine Frau, die Ilsebill, will nicht so, wie ich es will."  Aber er bekommt keine Antwort. Still blubbert das Wasser mal hier mal dort. Aber plötzlich gibt es ein brausendes Geräusch und der Fisch kommt an die Wasseroberfläche. "Was will sie denn?"
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"Ach lieber Fisch, wir sind arme Leute, und meine Frau denkt halt, weil du ein so grosser schöner Fisch bist, dass du uns helfen kannst, ein grosses schönes Haus zu bekommen. Ich weiss, sie ist etwas albern, meine Amanda, äh, Ilsebill,  und es tut mir leid....." - "Geh nur nach Hause, deine Ilsebill hat schon, was sie will." Als Zeig nach Hause kommt, steht Amanda alias Ilsebill vor einer schicken Villa. "Na, siehste, es geht doch. Du musst nur machen, was ich sage."
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Aber Zeig hat noch nicht einmal alle Zimmer angeschaut, kommt seine Frau auf eine neue, verrückte Idee.  "Ich denke, wenn der Fisch uns eine Villa geben kann, muss er auch ein kleines Schloss hinkriegen. Geh nochmal hin und sage ihm, dass wir ein kleines Schloss brauchen."  "Nein, der Fisch war so nett zu uns, wir wollen jetzt zufrieden sein." schlägt Zeig vor. Aber nichts da.  Und er geht wieder zum Fisch und ruft:
"Mantje, mantje, timpetee, Fischlein, Fischlein in der See, meine Frau, die Ilsebill, will nicht so, wie ich es will."
"Ja, was will sie denn?" fragt der Fisch geduldig.  "Sie möchte nun ein kleines Schloss haben."
"Geh nur hin, sie hat es schon."
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Zeig ist sehr verwundert und kennt beinahe sein zu Hause nicht mehr. "Bin ich hier richtig?" Amanda rennt schon durch das ganze Haus und lacht. "Die Ilsebill will nicht wie ich es will, hi hi hi, das ist gut. Und ich sag dir jetzt mal was, mein Fischermännchen, deine Ilsebill will auch gar nicht so ein kleines Schloss, ich will ein grosses, ein riesiges, ein Königsschloss, geh zum Fisch und sag ihm das." Was soll Zeig schon anderes machen, als wieder zum Teich, äh zum See watscheln und nach dem Fisch Ausschau halten: "Mantje, mantje timpetee, Fischlein, Fischlein...." Der Fisch sieht den besorgten Zeig und fragt:"Ja, was will sie denn jetzt?""Sie möchte ein grosses Königschloss." Räusper. Tut mir leid Fisch, so ist sie halt."
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"Geh nur hin, sie hat es schon." Amanda stolziert stolz vor ihrem Königschloss herum. "Na Lulu, in welchem Turm hockt dein Alfi? hi hi hi." Aber kaum ist Zeig von seiner Fischertour heimgekommen, ist seiner Frau etwas Neues eingefallen, das sie noch haben möchte. "Ich habe zwar ein Königsschloss wie eine Königin, aber mir reicht das nicht. Ich möchte noch höher oben sein. Kannst du den Fisch nicht fragen, ob ich Papst werden kann? BISCHOF von Rom!" "Na hör mal, du bist die Ilsebill und nicht Francesco. Papst, wieso willst du denn Papst werden?" "Na, einfach weil es dann nichts Höheres mehr gibt."
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Und während Zeig wieder an den See eilt, um erneut den Fisch um Hilfe zu bitten, ziehen sich schon leicht die Wolken zusammen.  "Ich glaube ja nicht, dass der Fisch solche Wünsche erfüllen kann, aber was habe ich schon zu verlieren?" Er stellt sich am Ufer auf und ruft aus Leibeskräften: Mantje mantje timpetee, Fischlein, Fischlein in der See, meine Frau, die Ilsebill, will nicht so wie ich es will." "Ja, was will sie denn ?" "Sie möchte Papst werden." Zeig ist es richtig peinlich, aber der Fisch sagt: "Geh nur heim, sie ist es schon!"
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Tatsächlich sind wir nun in höheren Sphären angelangt. Nicht einmal Zeig, der ja einen guten Draht zum Himmel hat, ist so gläubig, dass er seiner Amanda den Papst abkauft. Das muss er auch nicht, denn die hat in ihrem Höhenflug nun schon die nächste Idee. "Weisst du, jetzt wo ich Papst bin, sehe ich, dass immer noch einer über mir hockt. Ich muss also Gott werden, dann bin ich ganz oben. Geh zum Fisch und sag ihm das." Als Zeig wieder am Seeufer sitzt und "Mantje, mantje, timpetee" ruft, taucht der Fisch nicht einmal mehr auf. Aber er nickt und lässt ein paar Luftblasen an die  Oberfläche: "Geh nach Hause, deine Ilsebill weiss jetzt, wo Gott hockt."
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Als Zeig nach Hause kommt, steht Amanda wieder vor der alten Fischerhütte. Anfangs hält sie sich noch für den obersten Plüschitu und redet auf den Käfer ein, aber dann merkt sie eben doch, dass all das, was sie für höher gehalten hat, schlussendlich ganz unten wieder anfängt.
Alle sitzen gedankenvoll an dem noch immer ziemlich überwucherten Teich und klatschen dem Koibert Beifall für seine tolle Rolle im Fischer und seiner Frau. "Mantje mantje timpetee!" 
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Vielleicht klappt ja die Teichsäuberung beim nächsten Stein.

 
Errogold
Zu Beginn der gugelländischen Ferien sind alle voller Erwartung und Vorfreude. Man drängelt sich um die Beammaschine, jeder möchte verreisen. "Gehst du wieder Verwandte besuchen, oder machst du Wellnessferien?" Schangelina und Festa sprechen schon seit Tagen nur noch über ihre Urlaubspläne. Schangelina hat besonders konkrete Vorstellungen. "Also zuerst gehe ich ans Pferderennen in Berlin, dann treffe ich vielleicht Lisa und wir reden über den Hutsalon. Dann muss ich natürlich nach Oldenburg Ricky Hallo sagen und und und..."
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Die Ausserirdischen schicken stündlich gugelländische Tiere in den Urlaub. Es kommen zwischendurch aber auch wieder welche rein, wie zum Beispiel Kubi und Tyson. "Ich lass mich nach Hamburg beamen, an die Hafenkante." Festa hat ihrerseits ebenso konkrete Urlaubspläne. Sie will nämlich nicht mit Frech nach Istanbul. "Das kenne ich schon auswendig, immer Verwandte besuchen und den ganzen Tag Tee trinken und über Rehe reden." "Wir können ja ein Stück gemeinsam reisen, Miezi geht auch in diese Richtung."
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Die Ferien sind schnell um, und alle treffen sich zum alljährlichen Wasserplanschen am Fluss Erro. Grünling, Peso,  die Caroline und Schangelina sind die ersten. "Ich muss euch unbedingt von dem Pferderennen erzählen. Das war der absolute Knaller, dagegen ist unser gugelländisches  "Rösslein-Hüpfen" ein Würfelspiel." Wer aus den Ferien kommt, hat eben meist noch so viel Überschwang, dass es für ein paar Wochen gute Laune reicht. "Wir haben soo viel gelacht, die Festa und ich. Und dann war ich ja noch....blah blah."
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Jetzt ist auch Chrugi im Anmarsch. "Was höre ich da? Grünling, du warst auch auf einem Kurztrip?" "Ja, aber natürlich nur drei Tage, ich war in Singapur bisschen Gartenkultur schnuppern. Da kriegt man erst so richtig ein Gefühl für botanische Dimensionen." schwärmt er. Und von hinten kommt schon Geolg, der auch von seiner Reise nach Australien erzählen möchte.
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"Ich war in Coober Pedy, das ist eine sensationelle unterirdische Angelegenheit, wo sie Opale abbauen. Die Schlange Pedy hat sich in meinem Koffer versteckt und ist als blinder Passagier mitgereist. Ich hoffe sie hat wieder ins Beamgerät zurück gefunden, wir haben uns nämlich aus den Augen verloren."  "Oh, und du, Tante Loredana, warst du auch mit Ottilio auf Korsika?" "Nein, natürlich nicht. Napoli ist viel schöner. Ich habe in einem Ristorante an der Amalfiküste den Küchenchef ersetzt."
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Und so geht es hin und her. Jeder schwärmt von seinen Ferien, keiner ist schon richtig da, alle sind sie noch mit einem Bein oder besser gesagt, mit ihren Gedanken im Urlaub. "Schaut euch das an, da schwimmt der Professor!" "Tatsächlich, ich habe gar nicht gewusst, dass der schwimmen kann! Ha ha ha." "Na, hör mal, er ist doch ein Biber!"
Als Zeig an Land ist, muss auch er von seinem Kurztrip nach Amerika erzählen. "Ich habe meine Reise extra nach der Wetterlage berechnet und bin ins Hurrikangebiet gereist. Sehr interessant, werde ich sicher wiedermal machen."
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"Und wie war es bei euch so, zu Hause?" Frech hat seine Lieblingsstadt besucht. Er hat in Istanbul eine Grosstante, die den ganzen Tag Märchen aus 1001 Nacht erzählt. Aber er hat die gugelländischen Rehe schrecklich vermisst. So ist nicht jeder Urlaub gleich. Miezi hängt ihre Erlebnisse nicht an die grosse Glocke. Man kann sich ja auch im Stillen freuen und Elan für neue Taten schöpfen. Vor dem vielen Wasser hat sie keine Angst. In Gugellandia ist man einiges gewöhnt. Als sich alle begrüsst und mit ihren Erlebnissen überhäuft haben, klettert die Sonne schon über den Felsen.
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Erst jetzt gucken sie um sich, um den Erro in seiner ganzen verlorenen Schönheit einzusaugen. "Seit wann haben die denn hier Sand aufgeschüttet?" In einem Jahr kann sich viel verändern, aber der Felsen ist immer noch da und schaut grimmig und manchmal schmunzelnd herunter. Der Fluss ist morgens immer etwas dreckig. Wenn mittags das Wasser wieder zurückfliesst, wird der kleine See wider tiefgrün und lädt zum Baden ein.
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An so einem Fluss findet jeder sein Vergnügen. Die einen wollen planschen und schwimmen, oder Boot fahren. Andere wieder suchen Steine oder lustige Pflanzen, andere bevorzugen, Picknickkörbe zu plündern oder provozierende Sprüche zu klopfen. Langsam sind alle wieder zu Hause und albern herum. Schnorbert sucht sich einen Hinterhalt aus, in den er seinen Erzfeind Peso locken will. "Von da runterspringen traust du dich nie!"  Aber Peso ist ein Vogel und traut sich überall runter.
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Schnorbert passt auf, dass er selber nicht herunterfällt, denn er ist sauber und muss heute nicht gebadet werden. Peso hat seinen Urlaub irgendwo zwischen Frankreich und Spanien verbracht, so richtig mal weg von Kultur und Umwelt, wo genau, weiss niemand. Deswegen ist er ja auch so übermütig und lässt sich auf die Herausvorderung von SCHNORBERT ein. Er springt und landet kopfbüber im sprudelnden Nass. Was von oben wie ein stilles Gewässer aussah, entpuppt sich als ein reissender Bergbach. Naja, das ist vielleicht etwas übertrieben, genau wie das Gestänker von Schnorbert, der KRITISIERT eben alles.
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Der wasserscheue Tüpfelkater sitzt wie Mariechen auf dem Stein und spöttelt, während Peso das Bad geniesst. So mit ausgebreiteten Flügeln im Fluss zu treiben, ist ja keine Tortur sondern ein sommerliches Vergnügen. "Komm doch auch rein!"  Dabei hat sich Peso heute bereits sehr über die Zustände am Erro aufgeregt.  Aber man kennt ja die Zwei, weder Schnorbert noch Peso zeigen Schwäche.
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Das Schöne am Erro ist, dass man jederzeit  zusammen herumalbern kann, sich aber etwas abseits auch leicht ein Kuschelplätzchen für die Seele finden lässt. So wundert es nicht, dass einige Tiere ganz allein auf ihren Steinen hocken und ihren Träumen nachhängen. Es ist einfach idyllisch hier. Fehlen eigentlich nur noch die LAVENDELDUEFTE. Peso hat nun einen Mitstreiter gefunden. "Komm, wir zeigen es Schnorbert. Hüpf auch von dort runter."  Da Guido eine Möwe ist und auch nicht gerade auf dem Schnabel hockt, lässt er sich überreden. "Achtung, ich springe!"
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Die Sonne guckt gnadenlos zu, wie Guido im Rückwärtsgang herumschwaddert und versucht, herauszufinden, ob er in Flussrichtung oder Höhleneingang treibt. "Herrlich!" ruft er, "es gibt nichts Schöneres als Rückenschwimmen am Erro." In einiger Entfernung hört man verschiedenes Gelächter. Kai mit seiner Zigarrenstimme lacht. Hoa hoa hoa. Aber aus den Gebüschen kommt ein ganz hohes, pfeifendes Kicherpiepsgelächter, das gleichermassen nervt. Was kann das sein?
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Das Gebüsch muss Grünling wahrscheinlich noch identifizieren, es piepst jedenfalls zum Steinerweichen. Bei genauerem Hinsehen entdecken wir jedoch die kleine Fledermaus Vampi, die zum ersten Mal am Erro ist. "Ich lache gar nicht, ich weine. Ihr habt mich alle vergessen, ich möchte doch auch mitmachen."
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Der grosse Felsen hinter dem kleinen, seeähnlichen Staubecken des Flusses wirft ab und zu ein paar Kiesel herunter. Das war schon immer so. Zwischendurch kesselt es und die Kiesel rieseln und platschen ins Wasser. Aber jetzt scheint eine grössere Steinlawine im Kommen. Ach nein, es ist nur Geolg. "Kommt alle mal her, ich zeig euch was."
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"Alle herhören, ich zeige euch, wie man Gold schürft." Da sind natürlich schon einige interessiert. Die Amanda hat schon immer, wie eine Elster, alles geliebt, was glänzt oder nach Geld riecht.  Die Goldgräberlehrlinge müssen sich gar nicht gross anstrengen, denn Geolg, der Fachmann, gebührt mit seiner Fähigkeit, aus Sandwasser Gold zu machen, bereits eine Rolle im Rumpelstilzchen. Aber alle staunen und lernen, und es glitzert und wird immer mehr.
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"Normalerweise bräuchte man noch Bagger, Laufbänder, etliche Angestellte und natürlich mich, der sagt, ob es sich auch wirklich um Gold oder Opale handelt. Stein ist nämlich nicht gleich Stein. Mit gewissem Stein kannst du steinreich werden und von anderem Stein erschlagen."  Alle staunen. Der Geolg war ja doch ein schlauer Kerl. Und während Amanda an der zukünftigen Halskette im Blumentopfuntersetzer herumpickt, naht leichte Ungemach.
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"Was ist? Hat der Felsen wieder etwas runtergeworfen?" Ach nein, es sind nur Gonni und der Hai. Die haben natürlich auch das Wort "Gold" gehört. Unter solchen Umständen werden sie immer erfinderisch. In diesem Falle paddeln sie auf einer Luftmatratze scheinheilig auf dem Erro herum und knüpfen überall ihre Schnüre fest.
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"Die können mit ihren Goldfunden überhaupt nichts anfangen, wenn wir den ganzen Claim eingezäunt haben und für den Rest habe ich Beziehungen, verstehst, hä hä hä?" Dem Hai ist vor Lachen sogar die Zigarre ins Wasser gefallen.
"So eine Schweinerei. "schimpft Edi, der mit Beppa ein gemütliches Sonnenbad nehmen wollte. "Lass die doch machen, die kriegen schon ihre Strafe, wenn sie schlimm sind." Am Ufer zählt man die Goldstücke.
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Aber jetzt hat der Felsen doch etwas zu melden. Er grummelt und wirft laufend neues Geröll herunter. Das tiefe Brummen in seiner Stimme lässt sogar den Fluss leichte Wellen schlagen. "Daaaaos ist mein Gooooald, das ist Errrogoald! Ihr müsst es bezahlen!"  Was meint der Felsen? Harry schlägt vor:  "Wir erstellen ein Bauxel, das hat es doch früher hier überall gehabt, das gefällt ihm sicher!" Und sie schieben Stein auf Stein mit grösster Präzision.
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Man ruft sich gegenseitig zusammen. Überall sind die gugelländischen Tiere verstreut, jeder geht seinem Vergnügen nach. Edi, der gerade eiftig am Fischen ist, hat plötzlich ein schlechtes Gewissen. "Was meinst du, Harry, hat er was dagegen, wenn ich ein paar Fischlein mitnehme?" In diesem Moment fällt ein grosser Stein ins Wasser.
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Edi klettert sofort auf das Konstruxel und ruft: "Lieber Felsen, möchtest du die Fische behalten, oder darf ich ein paar mitnehmen, wir werden sie nicht verspeisen sondern hegen und pflegen." Der Felsen schüttet ein paar Kieselsteine runter und sagt: "Daaaaos sind meine Fische, daaaos sind Errofische, die gehören miiiaaaaar!" Und wieder macht es platsch und ein grösserer Stein fliegt ins Wasser. "Jetzt muss ich mir wohl doch noch die Füsse nass machen", seufzt Loredana und geht eine Runde tauchen.
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Auch andere Tiere sind nun neugierig geworden, was der Felsen da alles so in die Tiefe schleudert. Sie tauchen nach jedem Stein, der da runter kommt und bringen alles ans Land. "Der Felsen will uns sicher damit etwas sagen, was meint ihr?" "Hey, Felsen, was willst du uns damit sagen?" Sogar Geolg kann sich das nicht erklären. Schnorbert meint: "Da stecken bestimmt wieder Gonni und Kai dahinter."
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Aber der Felsen hüllt sich nun in Schweigen. Geolg ist plötzlich ganz aufgeregt. "Guckt euch das mal an. Diese Steine, das ist ja sensationell, ich bin mir noch nicht ganz sicher, aber die werden uns bestimmt noch in Zukunft beschäftigen. "Aber es sind doch nur Steine." "Nein, sie sind wertvoller als Gold, ihr werdet sehen!"
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Und so endet der letzte Tag am Erro. Die Welt hat uns wieder. Willkommen in Gugellandia.


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