News : Immer das Neuste aus Gugellandia

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April 2019





 
Picknick mit Lilo
Peso ist ganz aufgeregt. "Gleich kommt die Lilo, ich habe noch gar nichts vorbereitet, nicht mal einen roten Teppich." Weil auch niemand den kaputten RASENMAEHER durch das Gelände schleift, ist Peso extrem nervös. "Man kann ja nicht jemanden einladen, und nichts bieten!" Das sagt der Richtige, grinsen alle und helfen ihm dann aber doch mit ein paar guten Ratschlägen. "Wir könnten ja anstelle eines roten Teppichs einen gelben auslegen. Die Lilo liebt doch gelb."
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"Es könnte heiss und luftig werden, man muss mit allem rechnen." Sie beginnen, einen königlichen Empfang vorzubereiten. "Dass es auch heute wieder ungewollte Luftströmungen hat, hätte ich nicht für möglich gehalten. Meinst du, können wir das trotzdem zu zweit schaffen?" Hefe spuckt in die Pfoten und nimmt zum x. Male dieses unfolgsame Papier zwischen die Krallen. "Sie kommt gleich, das Beamgerät piepst schon... mach schnell!"
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Alle versammeln sich unten an dem gelben Teppich und warten auf den Besuch von Lilo. Und da kommt sie auch schon! Während sie auf dem luftigen Papier vorsichtig einen Fuss vor den anderen setzt, schallen schon die ersten Jubelrufe zu ihr empor. "Willkommen in Gugellandia!" "Edi, du bist nicht der Gastgeber, verzieh dich etwas nach hinten, Peso muss sie begrüssen!"  Peso ist auch schon ganz rötlich angelaufen. "Immer diese Formalitäten..." aber dann macht er stolz einen Schritt in Richtung Lilo und sagt. "Wir freuen uns sehr, dass du gekommen bist."
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Besuch
Lilo macht immer, wenn sie sich sehr freut einen Löffelwirbel. Sie stellt dabei ihre langen Hasenohren in die Höhe und dreht sie wie eine Schraube zusammen und lässt sie nachher um so fröhlicher wieder flattern.  Grünling ist gerade eine Idee gekommen. Gelb ist das Thema, er hat ja da noch seine Freesie. "Die sitzt ja nur ganz allein unter dem Rosmarinbusch. Das wäre ein Auftritt für sie." Er eilt ins Gebüsch, um die Blume zu holen.
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Alle sind völlig verblüfft über Grünling's Aktion. "Jetzt hat's ihn gepackt!" mutmasst Battamba, als sie ihn mit der Blume in der Pfote andüsen sieht wie ein junger Springinsfeld. Auch Lilo ist leicht verwundert. Aber natürlich freut sie sich sehr über dieses wundervoll duftende Begrüssungsgeschenk, um so mehr, als sie erfährt, dass es praktisch die einzige dieser Sorte ist. "Herzlich willkommen in Gugellandia!"
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Der gelbe Teppich wird eingerollt. "Den brauchen wir noch als Tischtuch." Laura freut sich und hüpft gleich auf dem Picknicktisch herum. " Aah, der Vergissmeinnichttrank ist schon da." Es fehlen aber noch die Gläser. "Von der Küche bis hierher sind es einige Meilen." entschuldigt sich Peso, aber Lilo lacht. "Schön habt ihr es hier, gehört das alles euch?" "Naja", stottert Peso, "der Wald gehört natürlich den Bäumen und Tieren, aber laut Katasterplan ist das alles Gugellandia." 
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"Ah, die Küchenbrigade ist am Anrollen!" Tatsächlich kommt ein grösseres Gefährt angetuckert. Zuoberst erkennt man die Mütze von Ottilio und die freundlich lachende Schnauze von Loredana. Und wenn man Glück hat, kommen ja vielleicht ein paar Köstlichkeiten aus der Küche. Während Plastikschalen und Schüsseln, Picknickgeschirr und Papierservietten abgeladen werden, wartet man immer noch auf die Gläser zum Anstossen.
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"Sie waren zu unterst, bin schon da, bin schon da!" Loredana fegt über das sonnengefiederte Gras und klappert mit ihren Plastikbechern. "Das ist das erste Mal, dass wir sie brauchen können!" freut sie sich und stellt fleissig jedem einen Vergissmeinnichttrankbecher vor die Nase. "Heute ist er ganz besonders vergissmeinnichtlastig. Hi hi hi, Wohlbekomms!"
picknick
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Der Wind, der anfangs versucht hat, den gelben Teppich mit einem chinesischen Drachen zu verwechseln, schleicht immer noch um die versammelten Freunde herum und gaukelt jedem ein warmes Lüftchen in den WINTERPELZ. Jetzt kommt auch schon Ottilio mit seinen Lebensmitteltransportkoffern. "Hier kommen die Frikadellen!" keucht er, "Lori, geh noch mal zurück, wir haben das TOMATENKETCHUP vergessen."
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Den am Tisch Sitzenden läuft schon langsam das Wasser im Mund zusammen. Wer braucht da noch eine Serviette oder gar eine Gabel. "Lasst es euch einfach schmecken!"  Immer, wenn das Essen wunderbar schmeckt, ist praktisch ausser unterdrücktem Schmatzen kein Laut zu hören.
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Peso hat mit Lilo noch einen kleinen Rundgang vor. "Du musst wissen, dass du von ganz Gugellandia zur Antimobbing-Beauftragten gewählt worden bist." Hier, die zwei da, können sich bei dir bedanken. Lilo ist völlig verblüfft, damit hat sie nun überhaupt nicht gerechnet. "Jetzt habe ich ein politisches Amt?" "Ja, du bist Schirmherrin aller Mobbingopfer. Jedes Plüschtier, das sich gemobbt fühlt, kann sich an dich wenden, und damit du nicht die ganze Arbeit alleine machen musst, stelle ich dir hier dein gugelländisches Sekretariat vor. Ich wünsche euch gute Zusammenarbeit."
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Lilo ist von ihrem neuen Amt noch ganz weg, da fährt Peso schon neue Geschütze auf. " Wir Plüschtiere können viel mehr bewirken, als man denkt. Schau, hier, dieser Waldboden, der verschiebt sich weil es zu wenig regnet. Wenn es mehr von uns gäbe, die sich mit Umweltfragen befassen, würden auch die Menschen mehr Acht geben." Peso ist noch mit seinem Umweltlatein am Schwärmen, da gibt es Alarm. "Habisnufi Fuxi!" das Wuwati ist ganz sicher.
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Also nichts wie weg aus dem Wald und rauf auf den Aussichtspunkt. Inzwischen hat sich auch eine mittagsfaule Siestawolke über Gugellandia breit gemacht. "Das ist Selbstschutz vom Land. Immer zur grössten Mittagshitze bilden sich hier Wolken!". Lilo staunt. Aber dann hat sie es plötzlich mit den Wuwatis sehr lustig. "Du kannst die Wuwati-Sprache?" "Na klar, die ist nun wirklich nicht schwer!"  Peso wundert sich, und Lilo unterhält sich super.
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"Hier sind wir mitten im Thymianfeld. Der Thymian ist schon jahrealt und total verholzt, aber das Kochstudio kommt immer hier her, um zu pflücken. "Was ist denn das für ein Tor, da vorne. Ich bilde mir ein, dass ich von dort gekommen bin, als mich die Beammaschine ausgespuckt hat.  "Das ist ein Erbe der gugelländischen Grillen. Die haben damals ein Wasserreservoir gebaut, aber, als wir das Haus übernommen haben, war es nur noch eine Schlangengrube. Pass auf, es ist tief!"
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Moby findet Lilo toll und stimmt ein Lied für sie an. "Da geht die Liiiilo, hinauf zum Siiiilo..." meht fällt ihm im Moment nicht ein, denn sie steht schon am Rande des Abgrunds und auch Peso kann nicht tatenlos hingucken. "Pass auf, da geht es wirklich ein paar Meter runter, und - es ist kein Wasser drin. Kannst du denn eigentlich schwimmen?"  Bevor die Gespräche noch intimer werden, hört man von unten die lauten Rufe, dass nun endlich der Nachtisch komme!"
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"Noch eine letzte Frage, Lilo, bevor wir wieder zu den anderen gehen... - bist du sicher, dass du den Job als Mobbingbeauftragte annehmen willst?"  Man merkt, dass das blaue Häschen noch eine andere Frage auf der Seele hat, mit der es einfach nicht rausrücken will. "Kommt ihr nun endlich, die futtern uns den ganzen Nachtisch weg, wenn wir nicht bald kommen."
 "Hast du eigentlich auch Brüder?"
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Lilo muss lachen. "Ich habe einen Haufen Brüder, ich kann dir ja mal eine Liste schicken..." Während nun lustig an der Desserttafel auf die Erdbeertörtchen gewartet wird, denkt sicher mancher kleine Hase, "schade, dass Ostern schon wieder vorbei ist..." aber nun gibt es ja Erdbeertörtchen mit Schlagsahne! Als Sprühbeauftragten hat man keinen Besseren als Otto gefunden. "Wenn einer daneben schiesst, dann er!"
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Und nun viel Spass mit den gugelländischen Erdbeertörtchen (Donnerstag in Ottilio's Kochstudio). Wir danken allen, die Lilo ihre Stimme gegeben haben, sie quetscht sich nun winkend wieder in die Beammaschine und freut sich, ihren vielen Brüdern, Schwestern, Onkeln und Tanten von ihrem Gugellandiaaufenthalt zu erzählen.
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Winke winke!!! Und wer kommt denn nächsten Monat nach Gugellandia?

 
Museum
"Hey, Professor Zeig, ist endlich Museum-Wetter?" Beppa freut sich schon lange auf den Tag, an dem es endlich mal so richtig düster ist, damit man keine Lust hat, draussen zu sein und ins Museum geht. Otto schaut noch völlig fasziniert eine Rosenknospe an, als ihm die ersten Regentropfen auf den Kopf fallen. Auch Peso spricht die denkwürdigen Worte: "Ich glaube, der Tag ist gekommen, heute gehen wir alle ins Museum!" Nur zu, die Museums-Wärter warten schon. Willkommen im gugelländischen Museum.
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Ja, wer steht denn da zu vorderst am Eingang? Lulu, die Schnecke, ist die erste, die nach einer EINTRITTSKARTE verlangt. "Es geht schön der Reihe nach, ihr braucht keine Tickets, einfach immer in Einerkolonne, damit das Museum nicht gleich von Tieren überschwemmt wird. Das ist allerdings leicht möglich, denn die Warteschlange entwickelt sich bereits zu einer Boa infinita, bis an den Horizont bauen sich interessierte Besucher schon auf.
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"Können wir etwas früher rein, wir sind neu in Gugellandia, und wir haben den besten Ruf, museumsreif zu sein." Böcki, Gemsi und Vanille haben ihre Schnauzen zu vorderst und bitten um Einlass. Neugierig auf das Museum sind natürlich alle, aber man stellt sich ordentlich in eine Reihe und wartet, bis man eintreten darf. Leider sieht es so aus, als käme der Regen früher als sich die Museum's Pforten öffnen. "Ich war noch nie in einem Museum!" tuschelt mancheiner, aber sie bleiben alle brav in ihrer Reihenfolge stehen und gucken, was passiert.
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"Beim Schlange stehen passiert meistens nicht viel, ausser dass du nach einigen Minuten einen Schritt nach vorne machen kannst." Das anfängliche Staunen geht schon etwas in Enttäuschung über. "Guck doch mal, wie viele noch kommen!" Tatsächlich ist ganz Gugellandia auf den Beinen. Alle wollen ins Museum. Zelli hat sogar für ihre Kumpane aus der Schleckröhre extra einen Platz in der Schlange offen gehalten. Der kleine blaue Mitsauser, wird dann allerdings gebeten, sich wie alle anderen hinten anzustellen.  Alle warten.
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"Wieso dürfen die vorne rein, und ich muss mich zu hinterst anstellen?" Wer zuletzt kommt, stellt sich eben hinten an, so ist das ungeschriebene Gesetz, und das gilt vor allem für Museumsbesucher. Ganz zu hinterst in der Kolonne sieht man Gonni und Kai, die ebenfalls sehr an einem Besuch im Museum interessiert sind.
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Die weise Museumseule macht eine Ausnahme und lässt die ungestümen drei Ziegen als erste rein. "So richten sie weniger Unheil an, als wenn sie irgendwo hinten immer drängeln." Auch Edi versucht, die Eule für einen vorgezogenen Eintritt zu bewegen. "Schau, das ist der gugelländische Ornithologe und sein Freund Otto. Sie sind ja Fastbegründer des Museums, kannst du sie nicht etwas früher einlassen?" Die Eule weiss natürlich nicht, was "Fastbegründer" sein sollen und winkt Edi und die Schnabeltiere durch. "Aber ab jetzt, immer schön einer nach dem anderen!"
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Die ersten Besucher betreten durch ein Loch im Baumstamm  das Museum. Lulu flüstert den anderen zu: "So viel ich weiss, trifft man im Museum immer zuerst auf ein Skelett von einem DINOSAURIER!"  Alle machen sich schon auf ein Knochengerüst gefasst, aber was sie jetzt sehen, verschlägt ihnen fast den Atem. " Das Mammut! Ich dachte, seine natürlichen Feinde hätten es längst aufgefressen." Tobi und Lulu fällt vor Staunen der Kiefer runter.  "Es hat immer noch seine natürliche Grösse!"  Ehrfurcht und Staunen herrscht.
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"Willkommen im gugelländischen Museum, liebe Besucher und Besucherinnen, hier seht ihr das Mammut in etwas reduzierter Form, aber noch immer in seiner leiblichen Grösse. Es hat die letzten Jahre am Teich verbracht um die Rehe abzuwehren.  Inzwischen ist es museumsreif geworden und ist hier noch einige Wochen zu bewundern. Später werden die Hocker wieder gebraucht. "Was redet der da? Hocker, welche Hocker?" "Das ist Museumslatein, das musst du nicht verstehen." "Mich würde interessieren, wo bei dem Mammut die Hocker sind." "Heissen Mammutzähne Hocker?" Liebe Besucher, alles kann ich euch nun auch nicht erklären, kommt bitte weiter.
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Während die ersten Besucher das Mammut nun bereits von oben bestaunen können, zieht die Gruppe von Edi mit Otto und den Ziegen unter dem steinzeitlichen Wesen durch. "Ich glaube, ich weiss, wass Mammuthocker sind. Die sind unter dem Pelz versteckt, es sind ganz normale Pedigrohrhocker, psst, aber nicht weitersagen." Das sagenumwobene Mammut guckt schon ganz böse auf Edi runter, der wiedermal gutgelaunt alles ausplaudert. Inzwischen stehen sie immer noch Schlange zum Eingang vom Museum.
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Ganz am Ende der Warteschleife finden sich nun auch die Wuwatis ein. Man muss ja schliesslich wissen, was es in einem gugelländischen Museum so zu sehen gibt. Das Mammut ist inzwischen von allen Seiten ausgiebig bestaunt worden. "Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir es erlegt haben," prahlt Ahuii, da hüpft Myriel auf das Riesenuntier hinauf und fällt ihm fast ins Maul. "Hilfee, rettet mich!" Allen bleibt für einen Moment die Luft weg. Das Mammut sieht ja auch wirklich echt aus.
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Aber zum Glück kommt der Museumswärter und holt das Küken mit seinem Rüssel wieder auf den sicheren Museumsboden zurück.  Draussen verschlechtert sich programmgemäss die Witterung und es fängt schon an zu tröpfeln. Noch immer stehen sie Schlange und es geht nur im Dreiminutentakt vorwärts. Alle harren geduldig aus.
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Im Inneren des Museums ist es auch nicht ungefährlich. Steile Leitern führen zu den einzelnen Etagen mit den Ausstellungsobjekten. Aber da fast alle vier Pfoten oder Flügel haben sind die Hindernisse leicht zu überwinden. Man ist ja auch zu neugierig auf die Sachen, die es nun zu sehen gibt. "Wir sind hier in der Abteilung "Nester".  Auf der ganzen Strecke sind echte gugelländische Fundobjekte aufgebaut. "Das hier ist zum Beispiel eine tote Hummel."  Otto interessiert sich sofort nicht mehr für intakte Nester, Federn und Waben, nur noch für die tote Hummel.
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"Das ist jetzt blöd. Der erste Eindruck im Museum ist immer sehr wichtig. Otto wird diese Hummel wahrscheinlich nie mehr vergessen. Guckt mal hier, das ist ein versteinerter Baumschwamm, mindestens zehn Jahre alt." Alle sind von den Ausstellungsobjekten tief ergriffen. Aber das ist ja erst der Anfang. Der Museumsführer schubbst seine Truppe wieder eine Treppe tiefer.
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"Hier sehen wir lauter ehemals lebende Zeugen des gugellädischen Urwalds." Der Anblick ist Furcht erregend. Der Hinweis, man solle nichts mit den Pfoten anfassen, ist gutgemeint, aber überflüssig. Schnecke Lulu saust schnell weiter, während Brauni und Atina noch eingehend die vertrockneten Kadaver eines Frosches und einer Ratte begutachten. "Die Ratte ist vor 20 Jahren anlässlich Halloween mit Goldspray lackiert worden."So genau will es eigentlich niemand wissen.
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In der Abteilung "Jagd" kommen vor allem Felle von gugelländischen Wildtieren und gefundenes Gehörn zur Geltung.  Frech baut sich stolz auf, aber er kann sich nur damit brüsten, das eine oder andere gefunden, aber nicht erlegt zu haben. "Die meisten Rehe, die ihre Hörner abstossen, leben nachher noch." Alle fühlen sich trotzdem etwas ungemütlich. Auch als Loredana und Keck die leise in sich zusammenfallenden Felle besprechen.
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So eine Stola hatte meine Urgrosstante auch mal. Jedesmal, wenn sie in der Pfanne gerührt hat, sind die Füsse vom Fuchspelz hin und hergeschaukelt als wollten sie mitessen. Und Haare hatte es dann natürlich auch überall drin.  "Gibt es denn auch etwas Schönes zu sehen, in einem Museum?" Miezi steht hinter Grünling, der ihr stolz ein paar Tannenzapfen vorstellt, die einmalig sind. "Aber hör'mal, dann musst du die Sämchen doch nicht ins Museum geben, sondern in den Boden!"
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Inzwischen klettert schon jeder in den heiligen Museumshallen herum als wäre es der Himalaya. Der Regen hat sich auch wieder verzogen und kräftige Sonnenstrahlen beleuchten die Abteilung "Steine". "Darf ich die werten Besucher darauf hinweisen," plappert der Museums-Führer, "das sind alles echte gugelländische Fundstücke oder aber, Zuflugstücke, die eine ganz besonder Relevanz aufweisen, sie sind nämlich unwegwerfbar." Alle seufzen. "Aha!"
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Geolg ist logischerweise in seinem Element. "So einen Groggimocksickerroller habe ich noch nie gesehen!" "Komm mal her, Geolg, hier ist ganz etwas interessantes. Da drunter ist eine Sternschnuppe." Tatsächlich befindet sich unter dem leicht trüb angehauchten Glaskuppel ein wertvoller Schatz. "Das eine ist ein normaler Meteorit, aber dieses kleine hier, schnupper, schnupper, ja, das ist eine Sternschnuppe, man kann sie sogar noch riechen. Wow, was für ein Fund!"
Inzwischen hat sich die Warteschlange aufgelöst und auch die letzten dürfen rein ins Museum.
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"Schaut mal, jetzt sind wir in der Meeresabteilung gelandet. "Fundstücke aus allen sieben Meeren, Leute, staunet!" "Oh, die kenne ich, die hat Gugel am Strand in Spotorno gekauft."  "Ja, und die Krebszange haben sie zusammen mit Schnorbert und Risotto verspeist." Aber jetzt machen alle doch noch grosse Augen. "Ja, was haben wir denn da? Die ganzen Fischschwänze von unseren Sirenen, wie schön! "Kann man die kaufen?"
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Aber schon geht es einen Stock höher. Es wartet die SCHMETTERLINGSSAMMLUNG auf unsere Besucher. "Ihr müsst wissen, dass kein Schmetterling gleich ist wie der andere, und dass sie nur wenige Tage zu leben haben, dass sie einfach so schön und leicht sind, wie wir wahrscheinlich auch mal sein werden, wenn wir nicht mehr viele Tage zu leben haben. " Alle sind fasziniert und auch etwas bedrückt. Welche Schönheit, welche Eleganz, und das alles nur für ein paar Tage. "Die hier aufgeführten Schmetterlingssorten, " Klepf räuspert sich,  "sind nicht echt, wir würden es nicht fertig bringen, lebende Schmetterlinge aufzuspiessen, auch wenn sie nur noch ein paar Stunden zu leben hätten. 
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Myriel hat einen merkwürdigen Schmetterling entdeckt. "Was ist denn das hier? Ist das ein Riesenschmetterlingsei?" Der Museumsbeauftragte muss hinzugezogen werden. "Das? Ah, ha ha, nein, das ist ein Golfball. Genauer gesagt handelt es sich um den Golfball von Schnorbert. Der hat ihn damals beim gugelländischen Golfturnier so geschickt geschossen, dass er in die Kategorie Schmetterlinge eingereiht wurde und nun hier zu finden ist." Alles tummelt sich in den Museum-Gestellen, immer wieder gibt es Neues zu entdecken.
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"Moment mal, Leute, ich glaube, wir sind in der BESENKAMMER gelandet. Hier hat es keinerlei Ausstellungsobjekte."  Beppa ruft einige Male laut und klopft auf die Baumrinde. S. O. S, - Und schon ist Knipps zur Stelle. "Ah, die Damen haben sich leicht verlaufen? Links ginge es zum Beauty Salon, geradeaus wieder zurück ins Museum, bitte sehr."
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Inzwischen findet man immer wieder neue Fossilien. "Das ist Steinzeit, Leute, Felle der Ureingeborenen und Zehennägel der Mammuts, hier, seht, noch ein Fetzen vom Tier!" "Und was macht bitte das Saurier-Ei dazwischen?"  Auch Museumsbeauftragte können mitunter etwas pfuschen. Aber nun geht es Richtung Gruselkabinet. Schauerlich ist schon die Türe. "Hier hat sich seinerzeit der Höllenhund "Rhapsodie" Einlass verschafft." Man betritt das schauerliche Gemach.
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"Hier, bitte nicht umkippen, meine Damen, seht ihr die abgeschnittenen Daumen von Guido, und gleich hier rechts, der blutdurchtränkte Lappen von Frech, dem bösen Friederich." Schnorbert und Leisstreifer schauen etwas skeptisch auf das Gruselkabinet in dessen Zentrum sich nämlich nur ein wüst angehäuftes Schmuckwirrwarr befindet.  "Das ist all jenes Geschmeide, das Ali Baba auf die Seite geschafft hat, und das den armen Ballo den Kopf kostete. Und daneben liegt noch das blutgetränkte Messer von Muff Potter."
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Leicht verwirrt verlassen wir das Museum durch einen Seiteneingang. Nach einem kräftigen Kopfschütteln freuen wir uns nun auf Ostern, was auch immer dann passieren mag.

 
Das Gespenst von Canterville
In Gugellandia herrscht schönstes Frühlingswetter. Alle tummeln sich im Freien. Harry füllt den Goldfischteich mit Frischwasser, Mauli und Bauli malen Ostereier an, Schanglina redet mit Peso und Grünling lacht mit Laura über ein bitteres Kraut. Da kommt Edi angeschlurft. Er hat ein Buch bei sich und ruft schon von Weitem. "Hallo, Leute, ich habe ein Super-Theaterstück für euch."
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Neugierig kommen alle näher. "Was ist es denn diesmal für ein Märchen? Darf ich wiedermal die Hexe spielen?" Laura hat die Nase zu vorderst. "Nein," sagt Edi und verkriecht sich in dem ominösen Werk. "es ist eine Geschichte von Oscar Wilde über freche Amerikaner und einen Schlossgeist."  Peso schaut die kleine Leseratte missbilligend an. "Was urteilst du über die Amerikaner, warum sollen sie frech sein? Es steht dir nicht zu, darüber zu urteilen, wer frech ist und wer nicht." "Aber sie sind schuld, dass es dem Gespenst schlecht geht." Alle sind nun sehr gespannt auf die Geschichte.
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Edi verteilt auch gleich die Rollen. "Du, Grünling, bist der amerikanische Botschafter, Schangelina deine Frau, Harry spielt den ältesten Sohn der Familie und Miezi die hübsche Virginia. Dann brauchen wir nur noch Zwillinge wie Mauli und Bauli und eine Haushälterin wie Laura. Schon haben wir alle FAMILIENMITGLIEDER beisammen. "Du, Peso, kannst ja den Lord Canterville mimen, welcher der amerikanischen Familie das Schloss samt Gespenst verkauft.
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Edi setzt sich in sein Taxi und die Familie springt auf. Das Schloss befindet sich im englischsten England, wo es noch richtig spukt in den alten Mauern. "Was, nach Canterville, wollen Sie, zum Schloss? Das kann doch nicht ihr Ernst sein." fragt der Taxifahrer den Mister Otis, wie Grünling als amerikanischer Botschafter nun heisst. "Doch, Canterville, kennen Sie es?" "Na klar, dort geht ein fürchterliches Gespenst um. Schon seit Jahren! Deshalb steht ja das Schloss leer. Keiner traut sich, dort zu wohnen."  Edi 's Bemerkungen scheinen an den Amerikaner vorbeizufliegen. "Oh, guckt mal, da vorne erhebt sich das Schloss. Wie beeindruckend!"
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Am Fusse des Gemäuers wartet auch schon der alte Lord Peso von Canterville, der sich auf die kaufwilligen Amerikaner freut. "Ich begrüsse Sie, Mister Otis, auf meinem Grund und bin hocherfreut, dass sie mein Schloss samt Zubehör kaufen möchten. Sie können gleich unterschreiben." "Hallo Mrs. Otis, ich bin Laura, die Haushälterin. Leider bin ich das einzige Personal zur Zeit. Niemand will in einem Haus arbeiten, wo es sp..hust hust." Mister Otis plustert sich amimässig auf und spricht die denkwürdigen Worte: "Wir Amerikaner sind für unsere FURCHTLOSIGKEIT bekannt. Wir lassen uns doch nicht von einem europäischen Gespenst auf der Nase herumtanzen."
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Lord Canterville ist froh, "Nun ist es raus'" dass sich die neuen Besitzer überhaupt nichts daraus machen, dass es in den Schlossmauern schon seit Jahren spukt. Und das nicht zu knapp!! Das Gespenst von Canterville hat schon einige Schlossbewohner ins Grab oder um den Verstand gebracht. Es treibt jede Nacht sein Unwesen, die schlimmsten Dinge werden erzählt. Mancheiner hat das Gespenst sogar mit eigenen Augen gesehen und danach das Schloss nie mehr betreten. "Passen Sie mir gut auf die Amerikaner auf, Mrs. Umney," sagt Lord Canterville zu Laura und entschwindet.
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"Bitte sehr, treten sie ein, verehrte Herrschaften, ich habe bereits für den Tee gedeckt. Ich werde gleich noch ein paar Kekse dazu servieren." "Warum haben denn Sie, Mrs. Umney, keine Angst vor dem Gespenst und arbeiten noch immer hier?" Schangelina guckt fragend. "Oh wissen sie, wenn ich es in Ruhe lasse, lässt es mich auch in Ruhe. Ausserdem backe ich ihm ab und zu einen Kuchen." "Das werden sie ab sofort unterlassen, Mrs. Umney," sagt der Botschafter streng, "wenn sie Kuchen backen, dann für uns, haben sie mich verstanden?"
gespenst von canterville
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Laura watschelt beleidigt in die Küche, und als sie wiederkommt, hat sie sogar die Kekse vergessen, die sie bringen wollte. "Was ist denn unter diesem Blumentopf für ein Fleck?" Mrs. Otis findet Blumen auf dem Teppich absurd. Jetzt kommt der berühmte Blutfleck von Schloss Canterville zum Vorschein. "Ach, das ist ein uralter Fleck, der stammt noch aus der Zeit von Sir Simon, als, hüstel, hüstel, also er geht einfach nicht weg, man kann putzen so viel man will."
gespenst von canterville
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In der Tat, ist es ein sehr wüster Fleck, vor allem weil er nach Blutfleck aussieht. Sir Simon, das Gespenst von Canterville, hat vor ein paar hundert Jahren hier an dieser Stelle seine Frau ermordet. Aber das interessiert Mrs. Otis nicht. "Harry, hast du nicht noch dieses Super-TEPPICHSHAMPOO?" Natürlich hat Harry, als ältester Sohn einer amerikanischen Familie im Nu das oberwirksamste Teppichshampoo zur Hand und sprüht den Fleck damit ein. Keine zehn Sekunden später ist der Fleck verschwunden. Mrs. Umney, Laura, fällt in Ohnmacht!"
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"Ja, wunderbar," schimpft Mrs. Otis, das ist genau das, was keiner braucht, eine Haushälterin, die wegen jeder Spinne in Ohnmacht fällt! Ich bin ausser mir, was sollen wir mit so einer anfangen?" Aber Laura ist bei dem Gekreische schnell wieder zu Bewusstsein gekommen. "Na, da wird das Gespenst aber keine Freude haben, der Fleck ist unauslöschlich!"  Und als die ganze Familie endlich in ihre Gemächer verschwindet, denkt sie: "Hoffentlich heizt denen das Gespenst mal zünftig ein, die sind ja arroganter als alles, was ich je erlebt habe!"
gespenst von canterville
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Am nächsten Morgen ist wie durch ein Wunder der hässliche Blutfleck wieder da. "Los Harry, hol das Fleck off, irgendwann wird er schon verschwinden!" Als der Fleck erneut mittels dieses amerikanischen Wunderspays einfach verschwindet, findet sich Laura mit den überirdischen Kräften dieser Familie ab und fällt nicht mehr in Ohnmacht. Aber jemand anderer ist ziemlich sauer. "Was fällt denen ein, meinen Fleck zu entfernen? Na, die können sich heute nacht auf einen gewaltigen Spuk gefasst machen." Das Gespenst ist richtig verärgert.
gespenst von canterville
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Um Mitternacht kommt es durch die Wand, saust ein wenig auf der Gallerie und in der Bibliothek herum, dann geht es eifrig die Gänge auf und ab, wo die Schlafzimmer der Bewohner angrenzen. Dazu rasselt es mit seinen Ketten und gibt schaurige Geräusche von sich. "Huuuuuuhuuuuu, schepper, rassel, kessel, huuuuuuuuh huuuuuuuuuh."  Nachdem das Gespenst, Sir Simon, kein entsetztes Echo für seinen Spuk bekommt, rasselt und heult er noch etwas lauter, und noch lauter, und noch lauter!
gespenst von canterville
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Als das Gespenst schon fast keine Stimme mehr hat, geht endlich eine Türe auf. Mr. Otis kommt aus seinem Schlafgemach und fuchtelt mit einem Fläschchen herum. "Seien Sie doch etwas leiser mit ihren Ketten. Da kann ja kein Mensch mehr schlafen. Schauen Sie, ich habe hier Universal Kettenöl, das müsste ihre Rassel geschmeidig sanft machen, versuchen Sie es doch mal." Dem Gespenst bleibt grad das "Hu" im Halse stecken. Was ist denn das für eine Impertinenz? Der hat ja überhaupt keinen Respekt vor einem englischen Gespenst, na sowas!
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Nachdem sich das Gespenst nicht erfreut über das Kettenschmieröl zeigt, sagt Mr. Otis: "Also ich stelle es jetzt hier her, nehmen Sie es, wenn Sie es sich anders überlegt haben. Gute Nacht." Der Botschafter geht wieder schlafen. Etwas verunsichtert steht Sir Simon noch im Raum und überlegt sich seine nächsten Schritte. "Ich könnte ja den Höllenhund machen und bellend im Schlosshof herumspuken, oder den blutigen Knochen mit.... aber er kommt nicht weiter mit Denken, da fliegt etwas Weisses auf ihn zu.
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Patsch. Die zwei amerikanischen Tausendsassas mit ihren Baseballmützen haben dem armen Gespenst mit voller Wucht ein Kissen an den Kopf geworfen. Beinahe hätten sie ihm die Frisur ruiniert. Nachdem er sich wieder aufgerappelt hat, ist er so durcheinander, dass ihm nichts Besseres mehr einfällt, als durch eine neongrüne Spirale, nach Schwefel stinkend, im Ahnenbild zu verschwinden. Die Zwillinge müssen sich die Bäuche halten, vor Lachen.
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gespenst von canterville
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Am nächsten Morgen äussert sich Mr. Otis verächtlich über die Manieren des Gespenstes. "Das ist aber nicht die feine englische Art, mein Super-Kettenschmieröl nicht mal zu versuchen, pha, dieses Gespenst ist ja ein ganz gewöhnlicher britischer Ignorantengeist."  Harry beseitigt wieder den Blutfleck. Das Gespenst ist zutiefst in seinem Stolz verletzt und seine Würde bröckelt von ihm ab wie Lack vom alten Holz. Aber trotz seiner Rachepläne und wüsten Vorhaben, in der nächsten Nacht gibt er auch keine gute Vorstellung. "Verdammt, ich muss aus der Übung sein. Früher habe ich doch mit dieser Nummer mindestens zehn Ohnmachten und vier Herzinfarkte hingekriegt, und jetzt komme ich nicht mal mehr in die Rüstung rein." Als das Riesengeschepper zu hören ist, kommen sie natürlich alle aus ihren Schlafzimmern heraus und lachen aus vollem Halse, als sie das Gespenst sehen.
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Sir Simon fühlt sich verspottet und überhaupt nicht ernst genommen. Das kann und darf doch nicht wahr sein! Ich muss mir den coolsten Auftritt verschaffen, der ihnen das Blut in den Adern gefrieren lässt, dass sie zittern wie Espenlaub und zu Beten anfangen vor Angst. Er bläst die Kerzen aus, so dass alle im Dunkeln sitzen, dann lässt er nur noch seinen Kopf kreisen und fängt mit dem schlimmsten Geheule und Gebrülle an, das er kennt. Normalerweise kippen bei der Vorstellung sogar die Ratten und Mäuse um. Er brüllt und johlt sich fast die Lunge aus dem Leib und wartet gespannt, wie die Amerikaner reagieren. "Oh, das tut mir Leid," Mrs. Otis kommt mit einer Tüte Hustenbonbons angetappst. "Ich weiss zwar nicht ob sie es mit der Verdauung oder dem Hals haben, aber die wirken sicher!"
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Das Gespenst fühlt sich hundsmiserabel. Die Misserfolge zehren zusehens an seinen Kräften. "Ich bin krank. Ich bin ein armes krankes Gespenst, die machen mich fertig!" Die nächsten Tage taucht er nur noch auf, um den Blutfleck aufzufrischen. Er muss sogar dazu weltliche Hilfe in Anspruch nehmen, denn er verfügt ja über kein Blut, also klaut er die Farbe aus Virginia Otis' Malkasten. Diese wundert sich zwar, sagt aber nichts. Als sich Sir Simon wieder etwas erholt hat, will er mit den Zwillingen abrechnen, die inzwischen überall im Schloss Schnüre spannen, damit man drüberfliegt, oder Schmierseife ausleeren, damit man ausrutscht.
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"Hilfee, was ist denn das? Ein Gespenst?" So mit den Nerven runter, wie das Gespenst von Canterville inzwischen ist, erschrickt es sogar vor einem Apfel in Verkleidung, den ihm die Zwillinge zu ihrer Erheiterung in den Weg gestellt haben.  "Moment, wenn das ein anderes Gespenst ist, können wir uns ja vielleicht zusammentun, und denen gemeinsam eins auswischen. Machst du mit, hey, duda, Geist?" Um so grösser ist die Enttäuschung, als Sir Simon sieht, dass das auch wieder nur ein Streich dieser kleinen amerikanischen Hosenscheisser war! Das Gespenst ist stinksauer!
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"Ich könnte ja noch die Ohne-Kopf- Nummer versuchen, die hat auch immer haufenweise Ladies flachgelegt und sogar gestandene Lords haben Knieschlottern bekommen." Das Gespenst schöpft wieder Hoffnung und macht erneut einen Anlauf, die frechen Zwillinge in ihre Schranken zu weisen. Aber daraus wird nichts. Bevor er noch ihr Zimmer betreten kann, kippt über ihm ein Eimer Wasser und als er sich zu retten versucht, bespritzt ihn von vorne Harry noch mit dem Gartenschlauch.
"Zum Glück hatte ich keinen Kopf auf, sonst wäre der auch noch nass geworden, aber bestimmt habe ich mir eine cantervillsche Erkältung zugezogen, hach, ich möchte sterben!" Es wird nun eine Zeit lang ruhig um das Gespenst.
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Die Bewohner von Canterville denken schon, es hätte sich vielleicht ein anderes Haus zum Spuken gesucht. "Habt ihr je wieder etwas von dem Gespenst gehört?" Miezi alias Virginia fragt sich nur, warum noch immer der Fleck im Hause ist, und ihre Malfarben immer weniger werden. Eines Tages hat sie ein paar Grasflecken im Pelz und möchte nicht zur Vordertür in das Schloss hineingehen und sucht den Bedienteneingang. "Ist das eine GEHEIMTUERE, oder kommt man durch die in den Keller?" Anfangs denkt Virginia, sie wäre in einem Wäscheraum oder so, da sieht sie, dass dieses grosse weisse Etwas der Geist ist, der völlig am Boden zerstört in einer Ecke sitzt. "Bist du...- das Gespenst?" fragt Miezi schüchtern?
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"Von Gespenst ist bei mir nicht mehr viel übrig. Die haben mir völlig den Lebensmut genommen. Aber als Geist kann ich auch nicht sterben, das ist eben mein Los." "Oh, du Armer, gibt es denn keinen Weg für dich, erlöst zu werden?"  "Doch, es standen  früher mal ein paar Zeilen auf dem Vorhang neben dem Kamin, da stand etwas von weissem Kätzchen drauf und von Beten und Tränchen und Erlösung, aber wahrscheinlich hat das dein Bruder mit seinem Superfleckenreiniger bereits weiss gesprayt.  "Ich kann probieren, dir zu helfen, Gespenst."
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"Gut, dann versuche du alleine den wackligen Weg der Wurzelwackeltiergeister zu gehen, und wieder hierher zurückzufinden, dann bin ich erlöst." "Na schön, so Gespenster haben eben ihre Geheimnisse, ich werde es versuchen, ohne Angst und ohne Ahnung, bis nachher, Sir Simon. "  Miezi guckt aus einer der vielen Turmfenster und springt mutig auf den Pfad, den sie, um das Gespenst zu retten, nun gehen muss.  "Ich denke einfach nichts und schaue nicht links und rechts, nicht oben, nicht unten, gehe geradeaus und nur geradeaus."
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Sie kommt allerdings an vielen schaurigen Stätten vorbei, an Käfigen, in denen einst Mäuse gefangen waren, die man dann den Schlangen zum Frasse vorwarf, an Klagemauern, jammernden Steinwänden und was man halt so in englischen Schlössern an Grausligem findet. Als sie zurückkommt zum Gespenst, ist es friedlich entschlafen. "Eigentlich schade, mit dir hätten wir doch noch viel Spass haben könnnen." Inzwischen wartet man im Esszimmer der Familie Otis besorgt auf die Tochter Virginia. "Ich habe in allen Zimmern nachgesehen!" verkündet Laura, "sie ist nirgendwo zu finden."
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Nachdem Miezi-Virginia nicht zum Tee erschienen ist, haben sich alle auf die Suche gemacht. Wo kann sie nur sein? Einige Stimmen vermuteten sogar, vielleicht hätte der junge Lord Leeroy seine Pfoten im Spiel. Aber man sucht vergebens nach Virginia. Sie ist und bleibt verschwunden.
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Dann schlägt es zwölf Uhr. Die Geisterstunde ist da. Alle sitzen noch angstvoll um den gedeckten Tisch und machen sich Sorgen um das Töchterlein. Einen kurzen Moment glauben alle, das weisse Gespenst zu sehen. Aber es ist gar nicht das Gespenst, es ist Miezi, die da durch die Mauer springt. "Sie ist wieder da, unsere Virginia!" Alle freuen sich und stossen natürlich gleich auf das Wiedererscheinen mit Vergissmeinnichttrank an."Ich muss euch alles erzählen!"
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Und Miezi erzählt..... Aber Gugellandia wäre ja nicht Gugellandia , wenn nicht noch ein Glas mehr aufgefahren würde, damit auch das Gespenst noch mitfeiern kann.  Wir hoffen, Sir Simon und Oscar Wilde sind uns für die eigenwilligen Änderungen nicht böse. Zwinker.
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Bis nächste Woche!

 
Die kleine Seejungfrau (Fortsetzung und Schluss)
Wir erinnern uns, die kleine Seejungfrau, Amanda, ist endlich alt genug geworden, um an die Meeresoberfläche zu schwimmen. Sie hat es sich so sehr gewünscht, weil sie viele schöne Geschichten von den Erdenbewohnern gehört hat. Weil sie so glücklich ist, sitzt sie erst einmal auf einen Felsen und singt. Sie ist ein richtiges STIMMWUNDER, ihre Lieder sind weit zu hören, auch heute. Das Schiff mit dem Prinzen Ahuii und seiner Besatzung kreuzt gerade über das Meer. 
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Als sie den Gesang der Seejungfrau hören, sind sie ganz hingerissen und merken nicht, dass sie vom Kurs abkommen. Das Schiff gerät ins Wanken, der Prinz stösst mit dem Kopf an die Segelstange und fällt mit einem lauten Klatsch ins Wasser. Amanda ist sehr angetan von dem Anblick des wunderschönen Prinzen und stürzt sich sogleich in die Fluten, um ihn zu retten. "Oh, er hat eine Krone auf, er muss ein König oder ein Prinz sein, ich werde ihn ans Ufer tragen, damit er nicht ertrinkt."
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Schnell schwimmt sie zu dem im Wasser schaukelnden, bewusstlosen Prinzen hin und zieht ihn mit aller Kraft an das nächste Ufer. "Ich werde warten, bis er wieder zu sich kommt und dann wird er mir sicher dankbar sein, dass ich ihn gerettet habe." freut sich Amanda und bettet ihn ins weiche Gras. "Wie schön er ist, seufz."
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Der Prinz schlägt kurz die Augen auf, aber er ist noch zu benommen und schliesst sie auch gleich wieder. "Was ist denn da los am Ufer?" Eine rote Person nähert sich etwas ungehalten dem Ufer, so, dass Amanda denkt, es wäre vielleicht klüger, etwas auf Abstand zu gehen. Die Angekommene sieht von Weitem fast wie Amanda aus. "Die will mir womöglich meinen Prinzen streitig machen. Ich muss etwas unternehmen, sonst denkt er vielleicht, dass sie ihn gerettet hat."
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Tatsächlich erwacht der Prinz schon kurz darauf und himmelt die Falsche, nämlich , Battamba, an. "Wenn ich nur auch zwei Beine hätte, dann könnte ich hinter ihnen herlaufen, und sagen, dass ich ihn gerettet habe."  Nicht nur, dass ihr der Prinz den Kopf verdreht, jetzt hat sie auch noch Konkurrenz bekommen. Sie taucht schnell wieder zu ihren Schwestern hinunter, um sich einen Rat zu holen.
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"Da, Amanda kommt zurück!" ruft Merle. Ihre Schwestern sind alle sehr gespannt, was die jüngste von ihnen wohl über das Leben überhalb des Wassers erzählen wird. "Stellt euch vor, ich habe einen Prinzen gerettet. Er ist wunderschön, aber ich kann mit meinem Fischschwanz nicht mit ihm gehen, gibt es denn keine Möglichkeit, dass ich meine Schwanzflosse irgendwie los werde?" Die Schwestern schauen sie ratlos und auch etwas mitleidig an.
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"Schau, als Seejungfrau hast du doch alles, was du brauchst. Das ganze Meer gehört dir, wozu willst du auf zwei Haken  laufen, das Schwimmen ist doch so schön!" Aber Amanda ist störrisch. "Ihr versteht das nicht, ich möchte den Prinzen haben, der ist so wunderschön, und er wird mich sicher lieben, wenn er weiss, dass ich ihn vor dem Ertrinken gerettet habe." Amanda hat nur noch ihren Prinzen im Kopf, alles andere ist ihr nicht mehr wichtig. "Du bist ja ganz schön verliebt!" stellt Beppa fest. "Vielleicht kannst du bei der Meerhexe einen Zaubertrank kaufen, der deinen Fischschwanz in zwei Haken umwandelt. Aber ich würde das nicht machen!"
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"Wo finde ich denn die Meerhexe? Ich will alles versuchen!"  "Der Weg dort hin ist ziemlich dunkel und gefährlich." weiss Merle, ihre älteste Schwester. "Das ist mir egal, ich muss sofort hin und so einen Zaubertrank kaufen. Gehst du mit mir mit, Ali?" Aber auch ihr Lieblingsfisch hat keine Lust, den dunklen Weg zur Meerhexe zu wagen, auch wenn er Amanda sonst überall hin folgen würde. Dort hin nicht! "Dann gehe ich eben allein! sagt sie trotzig und macht sich auf den ungewissen Weg, tief hinab auf den Meeresgrund.
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"Bleib doch hier, Amanda, du weisst ja nicht, was die Hexe mit dir vor hat!" Die Schwestern schwimmen eilig zum Meerkönig, um ihn zu unterrichten, was gerade geschehen ist. "Sie ist auf dem Weg zur Meerhexe. Wir konnten sie nicht aufhalten." Die Schwestern flitzen ganz aufgeregt vor seiner Nase herum. Auch der Meerkönig macht nun ein besorgtes Gesicht und spricht mit gurgelnder Stimme. "Sie ist jetzt alt genug und muss wissen, was sie tut." Das weiss Amanda nur zu gut. "Wo geht es denn hier zur Meerhexe?" fragt sie einen kleinen Blauwal. "Immer weiter nach unten an den Meeresgrund!"
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"Oh, schaut, da ist Haifischfutter im Anschwimmen! Süsses noch obendrauf, schleck, schmatz, komm her du rotes Fischvögelchen, du scheinst eine Delikatesse zu sein." Amanda versteckt sich in einem Dickicht von grünen Seeanemonen, aber die Haie verlieren so oder so bald das Interesse an ihr. "Wo finde ich denn die Meerhexe?" fragt sie höflich. "Oh die? Die findest du ganz zuunterst auf dem Meeresgrund in einer Höhle, sie braut dort ihre Zaubertränke. Ich würde da nicht hingehen." Aber Amanda lässt sich nicht von ihrem Ziel abbringen und schwimmt immer weiter nach unten auf den tiefsten Meeresgrund, wo sie noch niemals zu vor gewesen ist.
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"Warum gibt es hier unten denn keine STRASSENBELEUCHTUNG?" Amanda ist nun endlich am Grund angekommen und schwimmt geradewegs in die Höhle der Meerhexe. Diese scheint schon auf sie gewartet zu haben. "Hahaha, da kommt ja die Amanda, was führt dich hierher? Hat dich dein Prinz schon verlassen, bevor er dich kennengelernt hat? Hahaha."
"Hallo, bist du die Meerhexe?" Amanda ist über deren Aussehen schon ein wenig überrascht. In ihren  MEDUSALOCKEN krabbelt alles mögliche Getier und wenn sie redet, wackeln ihre Muschelzähne mit jeder Woge hin und her. "Ich weiss schon, warum du hier bist, komm wir gehen in meine Küche."
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Die kleine Seejungfrau seufzt erleichtert auf. "So schlimm kann die Meerhexe ja gar nicht sein, wenn sie mir helfen will." "Du willst also einen Zaubertrank haben, der dir Füsse oder so etwas verleiht, damit du deinem Prinzen hinterherrennen kannst, hahaha?" Amanda leuchtet bei dem Wort Prinzen wie eine Ampel. "Ja, ja, ja! Kannst du so etwas herstellen?" "Natürlich kann ich, aber es ist nicht ganz billig." Amanda ist enttäuscht. "Ich habe ja nichts, um zu bezahlen, aber mein Vater ist der Meerkönig."
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"Du musst mir ja auch nur deine Stimme geben." - "Oh, das ist kein Problem, wann finden denn die Wahlen statt?"
"Ich meine deine richtige Stimme, mit der du auf dem Felsen sitzend, singend die Seeleute betörst." Amanda überlegt kurz. "Und dafür kriege ich dann diese Dinger mit denen man gehen kann?" - "Überlege es dir gut, denn du kannst den Zauber nie mehr rückgängig machen. Einmal Füsse immer Füsse." Amanda denkt nach.
"Ich werde also nicht mehr singen können? Dafür werde ich meinen Prinzen haben und mit ihm spazieren gehen. Ich tu's, ich tu's, ich gebe dir meine Stimme!". Die Hexe lässt ihre Zauberpülverchen antanzen.
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"Ich finde das hochanständig von dir, Hexe, dass du mir helfen willst. Vielleicht bekommst du dann eine Belohnung von meinem Vater, wenn ich Königin auf der Erde geworden bin."  Während die Hexe nun anfängt, merkwürdige Flüssigkeiten mit noch merkwürdigeren Substanzen zusammenzurühren, murmelt sie alle möglichen Sprüche und sagt zwischendurch: "Es gibt da noch eine Klausel im Vertrag. Wenn sich der Prinz bis zum Sonnenuntergang nicht in dich verliebt hat, bleibst du stumm auf ewige Zeiten."
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"Und wenn er sich in mich verliebt?" "Dann darfst du die Füsse behalten und bekommst deine Stimme zurück." Amanda ist überglücklich und dreht schwimmend einige Saltos und lacht. "Oh, du bist die beste Meerhexe, die es gibt." Allerdings hat die kleine Seejungfrau nicht daran gedacht, dass es ohne Stimme schwierig werden könnte, vor allem, wenn man ja so schön und gerne singt. "So, der Trank ist fertig. Sobald du aufgetaucht bist, kannst du ihn trinken."
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Wie ein kleiner Feuerwerkskörper schiesst Amanda aus den tiefsten Ozeangründen an die Meeresoberfläche. Gleich wird sie ihren Prinzen wieder sehen und er sie auch. Mit richtigen Füssen! Ganz aufgeregt kommt sie aus dem Wasser und setzt sich auf ihren Felsen.  Sie trinkt das Fläschen in einem Zug leer. "Igitt, igitt, ist das scheusslich." will sie gerade sagen, aber sie bringt nur noch ein schauerliches Krächzen heraus. Aber der Fischschwanz fällt von ihr ab wie Tuch und sie sieht zum ersten Male ihre neuen Füsse.
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"Kreisch, krächz." Naja, besonders elegant sind die ja nicht gerade, denkt sie, aber ihre Bedenken sind gleich weggeblasen, als sie den Prinzen kommen sieht. "Was bist du denn für ein hübscher Vogel, wie heisst du denn?" fragt der Prinz. Amanda fällt ein, dass sie ja ihre Stimme verkauft hat, und beschliesst, lieber stumm zu sein, als nur zu krächzen. Irgendetwas an Amanda gefällt dem Prinzen, und er nimmt sie mit auf sein Schiff. Da sie nichts redet, erzählt er dafür um so mehr. "Hier bin ich vom Schiff gestürzt und ins Wasser gefallen."
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Amanda hört gespannt zu. Jetzt wird er sich gleich an mich erinnern, denkt sie, als er ihr davon erzählt. "Ich wäre ertrunken, wenn mich nicht ein schönes Mädchen wie du an Land gezogen und gerettet hätte. Amanda schaut ihren Prinzen mit verträumten Augen an. "Aber dann musste sie ganz schnell nach Hause, ich habe sie nie wieder gesehen. Jede Nacht träume ich von ihr, und als ich dich von weitem gesehen habe, dachte ich einen Moment, du wärst sie." Die Worte treffen Amanda wie einen Dolch ins Herz. Ich bin es doch, ich bin es doch!! Aber der Prinz kann ihre Gedanken nicht lesen. Als sie zusammen auf seinem Schiff über das Wasser gleiten, vergisst Amanda etwas ihre ENTTAEUSCHUNG. Leider nicht lange.
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Obwohl Ahuii Amanda ganz süss findet, seine Liebe gilt dieser Anderen, die jetzt zu allem Überfluss auch noch am Ufer auftaucht.  "Ich hätte nie gedacht, dass ich sie wiederfinde, ich Glückspilz." stammelt der Prinz und sagt zu Amanda: "Freue dich mit mir, zu meiner Hochzeit bist auch du eingeladen, aber jetzt muss ich zuerst meine wiedergefundene Liebe begrüssen."
Amanda ist völlig am Boden zerstört. Tief traurig setzt sie sich ans Ufer und blickt dem glücklichen Paar nach. Warum hatte sie der Prinz nicht erkannt? Jetzt war alles umsonst. Ihre Stimme hatte sie verkauft, und der Prinz war verloren. Er würde sich nie in sie verlieben. Sie beginnt bitterlich zu weinen.
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Ihr Freund, der Fisch Ali, sieht, wie Amanda traurig am Ufer sitzt und saust schnell zu ihrem Vater, dem Meereskönig Rauschik, vielleicht weiss der Rat. "Wenn jemand irgendwelchen Zauber rückgängig machen kann, dann nur die Meerhexe," seufzt er. Ali macht sich flugs auf den Weg und schwimmt ganz allein, ohne nach links oder rechts zu blicken, auf den tiefsten Meeresgrund hinunter, geradewegs in die Höhle der Meerhexe. "Bitte hilf mir, wir müssen Amanda retten. Hast du keinen Zaubertrank, der ihr den Fischschwanz wieder zurück gibt?" Die Meerhexe grinst breit. "Nein, das habe ich nicht. Aber ich mache dir einen Vorschlag. Flüster, flüster."
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Mit einem Fläschchen voller blutrotem Zaubertrank schwimmt Ali nach oben zu Amanda und tröstet sie. Die Augen von Amanda sagen "Oh Ali, ich bin so furchtbar traurig, ich vermisse euch alle so sehr." Aber man hört keinen Laut, nur ihre Tränen kullern ins Meer. "Ich weiss, die Hexe hat mir hier nochmals einen Trank mitgegeben, aber sie hat mir weder über die Wirkung etwas gesagt, noch darüber, wer ihn trinken soll. Du musst es trotzdem versuchen, die Sonne geht bald unter und dann ist auch deine Stimme für immer verloren." Amanda nimmt das Fläschchen und schöpft neuen Mut.  Battamba und der Prinz machen gerade einen Abendspaziergang am Ufer.
"Oh, ist das ein Hochzeitsgeschenk, wie nett von dir, rotes Vögelchen, da werde ich doch gleich mal kosten."
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Kaum hat Ahuii den roten Saft in sich hineingeleert, gehen ihm die Augen auf. "Wie konnte ich nur so blöd sein, und das nicht erkennen? Ich bin auf ein batteriebetriebenes Wesen hereingefallen, während du, mein rotes Vögelchen, die Richtige bist. Amanda's Lächeln bringt nun das Eis endgültig zum Schmelzen, und Ahuii verliebt sich noch vor Sonnenuntergang in Amanda, ohne zu wissen, dass sie es ist, die ihn gerettet hat.
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Aber die Geschichte ist noch nicht ganz zu Ende. Das Fläschchen enthält noch einen Tropfen Zaubertrank. "Los trink du," sagt Battamba, ich bin gerne ein batteriebetriebener, sprechender Papagei." Tina, die Puppe, trinkt den letzten Schluck und wird - schwupp - wieder eine Nixe.
Somit hat Gugellandia nun eine richtige kleine Seejungfrau - und Amanda ihren Prinzen.
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Jetzt feiern wir alle eine grosse Party in und über dem blühenden Ozean Gugellandiens.


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