News : Immer das Neuste aus Gugellandia

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Juni 2019





 
Vom Schierling, über Philosophie bis zum Schiffsbau
"Wir brauchen noch ein paar Helfer, Harry. Mauli und Bauli, schaut mal, wen ihr für unsere Aktion begeistern könnt." Grünling will unbedingt das Kraut vor der Haustüre eliminieren, bevor es sich versamt. "Das ist keine SCHWERARBEIT, man muss nur daran zupfen, dann hat man es schon in den Pfoten. Na? Ah, da kommen schon die ersten Neugierigen." Grünling geniesst in Gugellandia einen hervorragenden Ruf, und wenn er ruft, dann kommen sie alle! Heute sind die "Neuen vom Meteoriten" zur Stelle, die Papageien und Zottel, dem es seit seiner Rolle als Bär in Schneeweisschen und Rosenrot  in seiner Eremitenklause zu langweilig geworden ist. Ach, und da ist ja sogar Edi, der sich offenbar wiedermal vor Arbeit zu drücken weiss.
schierling
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"Ich muss euch auf eine gewisse GEFAEHRLICHKEIT hinweisen. Was wir hier ausreissen, ist nicht gerade das, was man in die Suppe tun sollte. Ich werde demnächst in meiner Kolumne genauer darüber informieren." Edi hat sich vor Grünling aufgebaut und verkündet aufrührerisch: "Ich finde, du motivierst die Leute zu wenig. Du kannst doch nicht von Gefährlichkeit reden, und nicht sagen, warum. Also, ich gehe. Ciao Grünling,  -  Leute, viel Spass."
schierling
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Harry, der auf der ersten Ladung der gefällten Kräuter sitzt, nimmt Edi in Schutz. "Weisst du, bei Edi muss immer alles nach Spiel und Spass aussehen, sonst macht er nicht mit. Aber ich glaube, er hat vor, uns zu zeigen, wie man es anders machen kann. Da drüben ist nämlich noch einmal so ein Feld von diesen Pflanzen, die man eliminieren müsste.." Grünling erklärt Zottel gerade die Wurzeln. Die Papageien haben sich auf dem Dach des Backhäuschens niedergelassen. "Ich finde es auch gut, wenn dieser unübersichtliche Dschungel endlich wegkommt."
schierling
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"Ja, denn es gibt ja dann wieder diese schrecklichen Samen, die überall haften und die man kaum mehr aus den Federn kriegt." "Auch im Fell bleiben sie hartnäckig hängen." bestätigt Zottel, der die nächste Fuhre für den Abtransport überwacht. Grünling hat aber längst anderes Grünzeug im Auge, das für ihn einen Dorn darin darstellt. "Das könnt ihr auch gerade noch alles wegmachen."  Auch ein Blümchenfreund wie Grünling muss eben mal die Reissleine ziehen. "Was zu viel ist, ist zu viel." Aber nun nähern sich zwei Suffragetten der besonderen Art.
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Tante Loredana und Martha, die Kräuterhexe, schimpfen lauthals, als sich die Graswilderer an ihren Kräutern auslassen. "Das ist wilde Pfefferminze!" "Lasst meine Zitronenmelisse in Ruhe!" Grünling hat keine Chance. Er muss Sträusschen verteilen, damit die aufgeregten Weiber endlich Ruhe geben und mit ihrer Beute abziehen.  
"Harry, hol schon mal den Wagen, äh, ich meine, den Rasenmäher."
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Nach wenigen Minuten  lauten Geknatters ist an der Stelle, an der noch kurz davor gefährliches Kraut gewachsen ist, friedliche Stille eingekehrt. Nicht so auf Edi's Seite. Der hockt noch immer in einem Urwald des selben Krautes, und er will jetzt beweisen, dass es nicht "Arbeit" sein muss, wenn man zupackt. Sein Buch unter dem Arm macht er sich auf Studentensuche. "Hallo, Volk, ich suche PHILOSOPHIESTUDENTEN." Das Gemüse am Wegrand guckt ihn fragend an.
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leseratte
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"Wer immer nur isst und schläft, lernt nichts. Ich kann euch heute eine Lektion erteilen, die ihr nie vergessen werdet, aber ihr müsst mitkommen." Wer kann da schon Nein sagen? Auch ein paar Tiere, die gerade im Fliederbusch Verstecken spielen, werden durch Edi's Geschrei aufmerksam. "Folgt mir, ihr seid ab sofort Philosophiestudenten und ich erzähle euch alles über Sokrates. Aber ihr müsst zuhören und dürft nichts anfassen!" Edi ist ganz stolz auf seinen psychologischen Trick, dass wenn er sagt, dass sie nichts anfassen dürfen, sie es natürlich am Liebsten tun möchten.
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"So, meine lieben PHILOSOPHIESTUDENTEN, schaut euch mal genau um. Was seht ihr hier im Umkreis?" Pilz und Brokkoli schubsen sich gegenseitig an. "Jetzt sind wir Pilzosofiestudenten, du auch?" "Nein, wir sind Philosophiestudenten, das sind solche, die untersuchen, ob das, was die ganz Schlauen herausgefunden haben, auch wirklich stimmt." "Nein, das sind Detektive."  Edi baut sich hinter seinem veralteten Buch auf und schwingt philosophische Reden. "Seht, bis jetzt wissen wir nur, dass wir nichts wissen, aber das wird sich ändern."
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"Hinter mir seht ihr einen Urwald an Pflanzen. Jeder würde denken, es ist ein Gemüse, das man in der Küche braucht. Aber es ist das giftigste Kraut, und man kann es leicht verwechseln. Alle Hexen und Zauberer kennen es, nur wir in Gugellandia haben es bisher für Blumensträusse gebraucht, weil es so gut zu Rosen passt." Die Philosophiestudenten sperren Mund und Augen auf.  Edi redet Klartext. Aber bevor ich euch nun von Sokrates erzähle, wisset, dass er durch dieses Kraut sein Leben ausgehaucht hat."
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Den Studenten bleibt jetzt schon der Atem im Hals stecken. "Können wir nicht schon anfangen, das Kraut abzumähen?"  "Ich kann euch nicht aufhalten. Seht, ich habe hier einen Kelch, aus dem hat Sokrates den tödlichen Trunk genossen." Edi macht es gerne theatralisch, mit dem Ergebnis, dass sich seine Studenten bereits an die Arbeit machen, noch bevor er seinen Vortrag beendet hat.
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Leider erzählt er dann auch ziemlich viel Quatsch über einen griechischen Tunichtgut, der mit einem Glas Wein in der Hand überall nur seine Gerüchte verstreut und die Leute zum Denken angeregt haben soll. "Du meinst, der war wie du?" Otto schnuppert an dem schimmligen Buch, um herauszufinden, ob es wohl auch mit Edi ein schlimmes Ende nehmen solle. Aber der Schierling ist gefällt, Edi ruft alle dazu auf, ihm erneut zu folgen. "Jetzt gehen wir ins Schwimmbad, das haben wir uns verdient!"
"Dieser Schlaumeier. Das ist gar kein Buch über Sokrates! Aber das mit dem Schierlingsbecher stimmt."
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Edi führt nun seine Philosophiestudenten zu Grünling's Gartenhelfer-Crew. "Wir haben das selbe Pensum von deinem Sch..kraut zur Strecke gebracht, aber das ganze Land ist noch voll damit." Grünling lacht. "Ja, wir wollen es ja auch nicht ausrotten, sondern nur nicht in unserem Pelz haben." Alle lachen. Und nun geht es Richtung Schwimmbad. "Habt ihr schon gehört? Unterhalb des Sonnendecks soll Laura ihre Schiffswerft eingerichtet haben."
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Als sie beim gugelländischen Swimmingpool ankommen, herrscht erst einmal grosse Enttäuschung. Die Wuwatis haben sich breit gemacht, und das Wasser ist ganz veralgt und nicht mehr klar. "Holt Geolg, der ist hier Bademeister, der ist verantwortlich für alles." Aber Geolg, unten in Laura's Werft, scherzt und plaudert mit Eulalia. "Oh, Besucher? Ja, ich bin gleich da. Moment, ich komme!" Zuerst muss Geolg die Wuwatis in die Schranken weisen. Das ist nicht immer einfach, weil sie viel stärker sind als ein Plüschtier. Geolg kommt richtig ins Schwitzen.
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An der Wasserkante steht Frifri und hat eine Idee. "Wenn das Wasser auch nicht zum Baden einlädt, wir können ja Bötchen fahren." "Genau, wir üben für den Schiffsbauwettbewerb!" Alle hüpfen aufgeregt am Ufer auf und ab. "Wo ist denn die Bootsvermietung?" Edi sieht unten Grünling vorbeigehen und ruft ihm zu: "Sag Laura, sie soll uns etwas von ihrem Baumaterial zum Bootfahren zur Verfügung stellen." "Das mache ich, Herr Philosoph!" witzelt Grünling. In der Werft geht Laura ganz aufgeregt hin und her. "Das gefällt mir gar nicht. Jetzt kommen alle und wollen Schiff fahren, wie soll ich so in Ruhe meinen Dampfer bauen?"
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Um ein Schiff zu bauen, braucht es nicht viel. Laura rückt ihre Plastik-Kartons raus. "Ich habe ja zum Glück noch ein As im Ärmel."  murmelt sie und schaut misstrauisch um sich, ob sie beobachtet wird. Aber wie es in Gugellandia an einem wunderschönen Sonntag eben so ist, kaum einer denkt mehr an Montag oder den Schierlingsbecher, sondern nur noch an Sonne, Spass und Poolvergnügen. "Lasst uns Boot fahren!"
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Am Ufer hüpft Brauni ziemlich ungehalten. "Ich wollte doch mit Atina ins Boot. Nun hat sie mir Cirillo weggeschnappt, was mach ich jetzt?" Seine Sorge kommt nicht viel weiter als bis zu Brokkoli. "Ich habe auch kein Boot erwischt. Man sagt, wir alle sollen uns eines bauen!" Philosophieprofessor Edi kommt nun mit seinem unwaghalsigen Waagebrett in den Pool geschliddert. "So gross wird unser Schiff!" weiss er. Oben auf dem Sprungbrett wollte Amanda dem Ahuii gerade ein Küsschen entlocken, als unten dieser philophonetische Applaus ertönt.
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Beide plumpsen in den Pool. "Hurrah, endlich jemand, der es gewagt hat, in dieses Dreckwasser zu springen! Ha, ha, ha!"  Geolg erklärt allen noch einmal, dass das Wasser überhaupt nicht dreckig, sondern nur etwas sonnenverwöhnt sei.  Edi fischt inzwischen die Papageien aus dem Wasser. "Na wie findet ihr mein Rettungsbrett? Ich habe es bei Laura in der Werft gefunden."
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Natürlich ist das Brett Teil des zukünftigen Schiffs von Gugellandia. Aber da Edi nun Philosophiedozent ist, wollen wir uns nicht weiter um den Diebstahl kümmern. Endlich können nämlich auch die zwei Plastikenten erhobenen Hauptes über das Wasser schwimmen. Und Brauni hat seine Atina auf seine Nussschale bekommen. Kurz, es ist alles wunderschön, sonntäglich lustig und etwas aufregend, denn jetzt will plötzlich jeder Schiff fahren und bauen.
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Wir erinnern uns an Kai, den Hai und Gonni, den Drachen. Sie sind die zwei dümmsten Bösewichte in Gugellandia, denn sie sitzen auch jetzt wieder auf der Lauer, um Schiffsspionage zu betreiben.
Autu besucht Hefe mit Hups, dem Sprössling von Dongdong. "Sind die Lianen gut, die wir dir gebracht haben, wofür brauchst du sie überhaupt?" Hefe arbeitet in geheimem Auftrag für Laura. "Das sollen die Rettungsringe für das gugelländische Schiff werden."
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"Bisschen dünn, seufz, dann hätten wir dickere nehmen sollen?"  "Nein, nein, ist schon gut, ich nehme einfach ein wenig mehr Drumherum, dann passt es wieder. Und sonst? Alles gut, bei euch in der Familie?" Etwas zögerlich gesteht Autu: "Ich glaube, wir sind verfolgt worden, du weisst, der Schiffsbauwettbewerb, sie wollen wahrscheinlich sabotieren..." "Wer will sabotieren? Hast du jemanden gesehen, der dir gefolgt ist?" - "Eben nicht, das macht mich ja so nervös."
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"Mach dir keine Sorgen, Autu, auch wenn überall Spione wären, sie könnten so ein tolles Schiff, wir wir es vorhaben, gar nicht bauen." Es sind überall Spione und sie haben sich diese Worte gemerkt.
"Was? Wir können kein Schiff bauen? Na dann werden die sich mal erst ihre Rettungsringe um den Hals hängen  müssen, ha ha."
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"Ja, ich habe es auch gehört. Das sind sicher Gonni und Kai, aber die haben ja nur gesehen, wie gross die Rettungsringe sind, was können sie mit dieser Information schon anfangen?" "Wie klug du bist, Hefe, dann gehe ich jetzt erleichtert zurück zu Dongdong."  Hefe hört noch, wie die zwei gugelländischen Schurken zwischen Majoran und Salbei weghuschen und sich dann im Brennesselbeet so richtig auslachen. " Ha, ha, ha, die sind ja soooo dumm, ich fress es nicht, ich glaube, ich muss vom Tintenfisch abgeholt werden, gröhl, lach lach lach." Der Hai kriegt sich fast nicht mehr ein.
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"Beruhige dich endlich, da unten ist die Werft. Wir wollen doch wissen, wo der Trick ist, den Laura für ihren Schiffsbau bereit hält, also Schnauze, ja?"  Kai und Gonni nähern sich lautlos der Werft, in der nichts zu sehen ist ausser Laura selbst und Guido.  "Weisst du, so hat man die beste STABILITAET, es hat Tiefe und kann sich so den Wasserbewegungen am Besten anpassen."  Guido hört angespannt zu. "Entschuldige, Laura, kannst du den Badelustigen da oben nicht sagen, sie sollen etwas leiser sein? Es könnte überall Spione haben....."
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"Versteh' doch, sämtliche Spione dieser Welt können sich irgendwo einen Kochtopf mit zwei Henkeln ausleihen, aber nur meiner ist der richtige für unser Schiff." "Ein Kochtopf?" Guido hat sich so laut gewundert, dass nun auch Gonni und Kai wissen, was sie zu tun haben. "Wir klauen einen möglichst grossen Kochtopf, was, Gonni? Das gibt ein grosses Schiff. Vielleicht sollten wir es mal kurz ausprobieren?
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"Uff, Gonni, kannst du dein Hinterteil nicht irgenwo anders platzieren?" "Das wollte ich dir auch gerade raten. Aber wir erweitern das Schiff vielleicht so doch noch, so wie Laura, oder?" "Na klar, der Kessel ist nur die Basis."
Der Schiffsbauwettbewerb wird natürlich das gugelländische Event des Jahres.
Also mitmachen!
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Die Landmaus und die Stadtmaus
"Wenn wir Glück haben, geht nun die Luft nicht mehr raus, und wir können unsere Badeanstalt eröffnen." Wie ja alle wissen, ist Geolg neben seiner Tätigkeit als Geologe auch Bademeister, wie man an seiner auffällig roten Hose sehen kann. Zusammen mit Harry und Grünling wird nun das erste gugelländische Schwimmbad gebaut. Das Schwimmen im Teich ist im Hinblick auf die vielen Frösche, Schlangen und andere wilden Tiere eher ein Abenteuer. 
sommer
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Aber jetzt lockt das unbeschwerte BADEVERGNUEGEN! Das Wetter stimmt, alle freuen sich, vor allem auch auf Amico, der heute die Beppa besuchen wird, weil er im Who-is-Who die Reise nach Gugellandia gewonnen hat. Miezi gibt noch einige Verschönerungsratschläge, und Tationa, die Nichte von Laura, ist übereifrig am Werk und wirkt als Servierpersonal. "Ihr müsst nur sagen, was ihr wollt, ich bin flitzflatz hin und wieder da und bringe alles, was es kulinarisch zu wünschen gibt." 
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Inzwischen ist Amico auch schon angekommen und wundert sich, warum keiner da ist, um ihn zu empfangen. Beppa hat sich hinter dem Baum versteckt und will ihn mit ihrem Outfit überraschen. "Hallo, willkommen in Gugellandia, lieber Amico, hier bin ich, schau mich mal genauer an, gefalle ich dir?" Amico fällt vor Lachen fast vom Baum, aber er freut sich natürlich. "Wir wollten noch Fähnchen in den Farben machen, aber die Laura hatte kein Gelb mehr. Seid ihr in Oldenburg auch mit dem Schiffbau beschäftigt?" "Ja, wir sind schon quasi fertig, es wird ein toller Frachter,  ich meine Segelschiff, äh Dampfer..""Ach, schon klar, bei uns ist auch so eine Geheimniskrämerei im Gange."
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"Zuerst wollen wir uns ein wenig am Pool vergnügen." lacht Beppa. "Er ist vorerst nur für uns Zwei gepachtet." Amico schaut sich erfreut um und ist nach der Reise natürlich für ein paar Häppchen und einen coolen Drink gerne zu haben. "Später musst du dann mit mir die Landmaus und die Stadtmaus spielen. Ich habe mir gedacht, dass du vielleicht lieber den städtischen Teil machst, weil Oldenburg ja kein Dorf ist und du kennst dich mit Stadt aus, oder?"  
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Aber zuerst einmal braucht man ein wenig Erfrischung im kühlen Nass. Amico hüpft mutig in das Schwimmbecken hinein, dass es nur so spritzt. "Na, du bist gut! Warte, ich komme auch gleich." Beppa wieselt zum Sprungturm und schnuppert sich bis zum Rande des Brettes vor. "Achtung, Leute, auf die Seite, ich springe!"
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Während sie noch so herumplantschen besprechen sie noch die Details für die kleine Geschichte von der Landmaus und der Stadtmaus. Dann geht es los.
Es war einmal eine Maus, die lebte auf dem Land. Sie lud ihren Freund Amico zu sich ein, denn der lebte in der Stadt und sie dachte sich, es würde ihn freuen, einmal etwas Landluft zu schnuppern. "Jetzt musst du den schnippischen Städter spielen, für den wir Landbewohner so etwas wie Analphabeten sind." sagt Edi, der wieder einmal meint, ohne ihn ginge gar nichts. Aber Amico hat sich schon in seine Rolle eingelebt und sagt. "Ja, von was lebt ihr denn, wenn es keine Bars und Restaurants gibt?"
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"Wir suchen uns jeden Tag unser Futter auf dem Land. Und dann legen wir natürlich VORRAETE für den Winter an, wenn die Natur nicht mehr so viel bietet."  Die Stadtmaus klettert ein wenig mit der Landmaus auf den Bäumen herum. "Aber das ist ja furchtbar anstrengend. Wegen einer Beere so hoch hinaufklettern, man könnte ja runterfallen, das wäre dann tödlich. So beschwerlich, dieses Früchtesammeln. Habt ihr nichts Einfacheres?"
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"Natürlich gibt es viele Dinge, die auch am Boden wachsen, guck nur, hier zum Beispiel, die Pilze. Das ist ein Butterpilz, oh, und da vorne sehe ich einen Eierschwamm." "Pilze? Um Himmels Willen. Und wenn sie giftig sind? Da ist eine Verwechslung doch gefährlich?" Sie stapfen munter durch Wald und Wiesen, aber Amico findet das viel zu aufwendig.  "Bei mir in der Stadt holt man einfach was aus dem Automaten und lässt es sich schmecken."
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"Wir haben natürlich auch eine Speisekammer, hier auf dem Land. Da sind die ganzen Leckereien gestapelt, die wir den Sommer über fleissig geerntet, eingemacht oder getrocknet haben."  Aber die Stadtmaus macht sich nichts aus Beeren und Nüssen. "Wir in der Stadt haben Schokolade und Eiscreme und jede Menge Käse und Wurst, man muss nur am richtigen Ort einkehren. Kommt doch mal mit, ich zeige euch, wo ich wohne." Neugierig geht die Landmaus hinter der Stadtmaus her. Natürlich gibt es in der Nähe von Gugellandia keine Stadt. Deshalb stapfen sie wenigstens bis ins Dorf.
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"Ist das deine Wohnung? Die Landmaus guckt verwundert in jede Öffnung, die wie ein Mauseloch aussieht."  "Wo denkst du hin, ich wohne doch nicht auf der Strasse. Pass auf, du läufst auf der Fahrbahn, komm rüber, du lustige Landpomeranze!" Amico sieht mit leichter Sorge, dass Beppa überhaupt keine Ahnung von Strassenverkehr hat. Ausserdem ist ihnen auch Edi gefolgt und bringt sich ebenfalls in Gefahr. "Das sind AUSPUFFGASE, keine Nebelschwaden, Leute!" zetert Amico am Strassenrand. "Kommt hier herüber, da seid ihr sicher."
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"Schaut mal, hier dusche ich jeden Morgen. Wir Stadtleute brauchen das. Dreh mal den Hahn auf, Beppa!" Tatsächlich findet es Amico unter seiner städtischen Dusche wohlig erfrischend, gemütlich und selbstverständlich. Beppa hat ein Schild erklettert, auf dem "Municipio" steht. "Ist das euer Restaurant?" "Nein, das ist das Gemeindebüro, quasi die Stadtverwaltung, der Sitz des Bürgermeisters." "Und wo sind die ganzen Stadtbewohner?" Es ist gerade Mittag, es sind alle beim Essen.
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Die Stadtmaus führt ihre zwei ländlichen Freunde nun zu einem FUSSGAENGERSTREIFEN. "Hier müsst ihr etwas Acht geben, denn die Leute schauen nicht, wo sie hintreten. "Autsch, das war meine Schwanzspitze!" kreischt Beppa, als ihr ein dicker schwerer Stiefel zu nahe kommt. "Warum laufen die denn nicht alle in derselben Richtung?" Tatsächlich ist kein Grund ersichtlich, warum diese vielen Schuh- und Stiefelpaare hin- und herlaufen wie die Verrückten.
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"Das ist eben Stadt, ihr Mäuse, kommt jetzt, hüpft einfach im Zickzack durch, ich führe euch nun zu meiner Wohnung. Ihr werdet staunen, wie luxuriös ich lebe." Auch Edi hat seine Mühe mit den vielen Beinen und Schuhen, die ihn schubsen und treten, bis er endlich wie Amico und Beppa einfach einen Zickzackhüpfkurs einschlägt und so heil durch diese Fussgängerstampede auf die andere Seite kommt.
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"Du meine Güte, da kriegt man ja einen Herzinfarkt!" stöhnt Edi und wundert sich gleich über die nächste städtische Sensation. "Was ist denn das? Ist das das Tor zur Hölle oder so?"  Amico aber lacht nur. "Ihr habt ja makabere Ideen, nein das ist nur für den Fall, wenn es regnet, damit das Wasser nicht die Strasse überschwemmt." Beppa schaut ihn gross an. "Das ist aber auch nicht gerade eine angenehme Aussicht. Oh, ist das dein Briefkasten, dein Haus, lass uns eintreten!"  Die Stadtmaus ist etwas verlegen, und Amico führt die Freunde zu seinem Privateingang. 
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"Willkommen in meiner Wohnung!" sagt die Stadtmaus ganz stolz, und sie kommen geradewegs in der Küche des Hauses heraus. Amico schiebt gleich eine grosse Tafel Schokolade vor die zwei Landmäuse und sagt. "Ha, ha, ha, ha, da ihr ja für euer Essen immer zuerst arbeiten müsst, können wir ja darum spielen. Seht, ich habe hier einen Würfel. Wer zuerst eine Sechs würfelt, darf anfangen mit Auspacken und Essen!" Edi und Beppa schauen bewundernd zu, wie Amico gleich mal eine Sechs würfelt.
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"Ich darf jetzt so lange an der Schokolade rumknabbern, bis ein anderer eine Sechs würfelt. Dann muss ich sie abgeben und der nächste kann weiteressen. Könnt ihr überhaupt eine Sechs würfeln?" Amico ist bereits bei der Schokolade angelangt und schnuppert genüsslich daran rum, als Beppa endlich auch eine Sechs würfelt.  "Her damit, ich habe eine Sechs!" freut sie sich und reisst der Stadtmaus das Papier mit der Schokolade aus den Pfoten.
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Schokolade mit Beeren und Nüssen, und das alles in einem Stück. Beppa ist ganz betört von dem feinen Duft und will  hineinbeissen. Zwar hat Edi gerade auch eine Sechs gewürfelt, aber er schreit nicht "Sechs" sondern "Weg hier!"  Was ist los? Auch die Stadtmaus hat einen Rückzieher gemacht und Beppa steht nun alleine vor einem gierig dreinblickenden Wuwati, mitten auf dem Küchentisch. Na sowas! Es ist bis heute ungeklärt, ob das Wuwati an der Schokolade oder an der Maus interessiert war. Die Landmaus ergreift die Flucht - ohne einen Bissen Schokolade.
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"Jetzt müssen wir noch die Moral der Geschichte spielen." findet Edi auf dem Heimweg. "Ach was, wir Mäuse haben es überall schön, und es ist auch überall gefährlich. Man muss eben aufpassen, und wissen, wie man seine Haut rettet." Alle lachen und klatschen. Jetzt wird erstmal noch ausgiebig geplanscht. "Was ist denn das? Laura auf dem Sprungturm? Das wird wohl eine Attraktion!" "Haaaaalt, noch nicht!" Der kleine Klepf steht am Rande des Swimmingpools mit einem Rettungsnetz. "Ich muss erst noch ein paar Freunde aus dem Wasser fischen!"
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Alle warten geduldig, bis die kleine Heuschrecke und der Käfer an Land gehievt sind, dann aber gehen alle Blicke nach oben. Das Nilpferd wippt schon mit den Hüften. "Achtung, es könnte eine Springflut geben!" "Nur nicht daneben hüpfen, Dickerchen!"  Ein Raunen geht durch das Volk. "Schickt die Krokodile weg, ich brauche Platz!"
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heuschrecke auf nashornvogel
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Dass Nilpferde nicht wasserscheu sind, dürfte jeder wissen, aber dass sie gelegentlich am Turmspringen Freude haben, na.. das ist wahrscheinlich wieder so eine gugelländische Show-Einlage für einen gelungenen Sonntagnachmittag. Als Laura aus dem Wasser klettert, bekommt sie viel Applaus. "Danke, danke, ich wollte ja auch nur ein tiefenwirksames Experiment machen, schliesslich baue ich ein Schiff, ich gehe gleich wieder in meine Werft." Und sie schleudert noch ein paar Kusspfötchen und Wassertropfen herum.
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Beppa und Amico feiern nun mit den anderen noch ausgelassene Pfingsten.
Nicht vergessen, man baut ein Boot für seine Plüschies und macht mit beim gugelländischen Schiffsbauwettbewerb.
Preise winken!

 
Schneeweisschen und Rosenrot
"Hui, hast du mich erschreckt, Grünling, ich dachte, es kommt ein Ungeheuer aus dem Busch." "Wieso, ich hatte das Gefühl, ihr braucht einen Bären für das nächste Märchen." - "Stimmt, aber du bist kein Bär." Es herrscht fröhliche Stimmung an diesem schönen Sonntag. Nur das Märchen, das sie heute aufführen wollen, will nicht so richtig in den einzelnen Köpfen Fuss fassen. "Aber das gibt doch keinen Sinn!" schimpft Edi, "Wieso soll der Zwerg - und warum muss der Bär -das hat doch alles keinen Zusammenhang...""Ach Edi, es ist ja auch kein Krimi, es ist ein Märchen."
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"Aber da, lies! 'Im Winter klopfte es an die Türe....' aber wir haben jetzt Sommer, Hefe, alles grün überall, warum wollen wir denn ein Wintermärchen aufführen?" Die Gemüter sind in grosser Aufregung. Miezi findet, man könnte ja wieder eine gugelländische Version des Märchens machen. "Ich kenne noch eine Version, da ist der Zwerg ein Häuschen-Käufer und rennt der armen Witwe dauernd die Bude ein." Woher Ahuii seine Version des Märchens hat, ist allen ein Rätsel. "Wisst ihr was, wir brauchen vor allem einen bösen Zwerg."
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Da wird nicht lange überlegt werden. Dem ist die Rolle nämlich auf den Leib geschrieben. "Du musst aber ein paar Stunts hinlegen." grinst Edi und schaut zu, wie das Wuwati den gugelländischen Hofkritiker probehalber etwas in die Mangel nimmt. Das Schneeweisschen und das Rosenrot sind schnell gefunden. Sie sollen die bravsten Schwestern aller Zeiten spielen.
Dann wollen wir mal loslegen, wahrscheinlich macht sich das Märchen wie immer automatisch selbständig und alles kommt, wie es kommen muss.
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Die Wittwe Schangelina lebt mit ihren zwei hübschen Töchtern ganz allein in einem kleinen Haus im Wald. Sie hat ihre Kinder nach den zwei Rosenbüschen benannt, die den Garten zieren. Schneeweisschen und Rosenrot. Die zwei sind so brav, wie kaum zwei Schwestern sein können. Sie teilen alles miteinander, sind immer lieb zur Mutter und haben alle Tiere im Walde gleich gern. Sie gehen jeden Tag in den Wald, manchmal so weit, dass sie es bis am Abend nicht schaffen, wieder nach Hause zu kommen.
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Sie sammeln Beeren, Nüsse, Pilze und bringen alles immer der Mutter nach Hause. Eines Abends sind sie weit weg von daheim und legen sich bei Sonnenuntergang irgendwo ins Gras. Sie sind müde und schlafen sofort ein. Was sie nicht ahnen, ist, dass sie ganz knapp neben einem tiefen Abgrund liegen.
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Wenn sich nur eines der Mädchen in der Nacht einmal gedreht hätte, wären sie wohl beide in die Tiefe gestürzt. Aber weil es eben so tugendhafte Schwestern sind, haben sie einen Schutzengel. In unserem Märchen ist es eine liebe Fee, die die ganze Nacht aufgepasst hat, dass keines runterfällt. Am nächsten Morgen sind beide gesund und munter aufgewacht, haben die Fee aber noch im Dunst verschwinden sehen.
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"Wir werden die Mutter fragen, was das wohl gewesen ist." Als sie zu Hause ankommen, haben natürlich beide unterwegs wieder mehr Blumen gepflückt als sie tragen können. Aber sie wissen, dass sich die Mutter immer über ein STRAEUSSCHEN  freut, und so tun sie es gerne. Schneeweisschen ist etwas kleiner und flinker als Rosenrot. Sie ist auch meistens als erste zu Hause, obwohl sich die beiden nie weit von einander entfernen.
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"Wir haben im Wald eine Fee gesehen." "Ja, wir haben an einem Abgrund geschlafen, und das gar nicht gemerkt." Die Mutter lächelt und nimmt die schönen Sträusse entgegen. "Das war sicher euer Schutzengel. Den haben nur brave Kinder." So lässt die Mutter ihre Kleinen getrost immer wieder in den Wald ziehen, denn sie kennen inzwischen jedes Tier, jeden Stein und auch fast alle Pflanzen. Eines Tages, als Schneeweisschen und Rosenrot wieder im Wald sind, steht ein Zwerg vor der Türe und ruft "He, Witwe, was hast du denn so alles in deinem Haus versteckt?"
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Die Mutter guckt auf den Zwerg mit dem langen Bart. Er ist ihr nicht besonders sympathisch, also sagt sie: "Ich habe nichts zu verstecken, bleib von meiner Rosenhecke fern, sonst wirst du ganz zerkratzt." Zu sich selber murmelt sie. "Was ist denn das für ein eingebildeter Kerl? Ich werde den Kindern nichts davon erzählen, damit sie sich nicht ängstigen." Schneeweisschen und Rosenrot kommen auch schon bald nach Hause und bringen frische Walderdbeeren mit.
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Am nächsten Tag steht der freche Zwerg wieder vor der Tür. "Ich glaube schon, dass du da in deinem Schober irgend etwas Wertvolles versteckt hast. Lass mich rein, ich finde es für dich." Aber natürlich lässt die Mutter niemanden herein. Bald kommen auch schon die zwei Schwestern aus dem Wald nach Hause. Diesmal haben sie auch wieder Körbe voll  Beeren. "Ich habe das Gefühl, unsere Mutter macht sich über etwas Sorgen." sagt Schneeweisschen zu Rosenrot.
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Am nächsten Tag treffen Schneeweisschen und Rosenrot ihre Freunde, die Rehe, auf dem Weg. "Wisst ihr vielleicht, worüber sich unsere Mutter Sorgen machen könnte?" Die Rehmutter und ihr Pünktchen lachen. "Über euch bestimmt nicht. Aber da vorne, hinter dem grossen Felsen haben wir vorhin Seufzen und Wehklagen gehört. Da muss es jemandem ziemlich schlecht gehen, vielleicht schaut ihr mal nach, was es ist."
Die zwei Schwestern rennen zu der Stelle und finden einen grossen Bären, dem es offenbar nicht sehr gut geht. "Können wir dir helfen? Was ist passiert?"
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"Auah, jemand hat mich mit Steinen beworfen, als ich da unten durchgelaufen bin. Vielleicht sind sie auch von selber den Hang heruntergerollt, aber es tut mir überall weh, auah, ich kann kaum gehen." "Komm mit in unser Häuschen, wir werden dich wieder gesund pflegen. Im Garten von Schneeweisschen und Rosenrot wird der Bär mit viel Liebe und Geduld verarztet, und seine Lebensgeister werden geweckt. Als ihm Schneeweisschen den Verband wieder abnimmt, geht es ihm schon wieder so gut, dass er mit den Mädchen herumalbern kann.
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So vergehen einige Wochen, aber dann sagt der Bär mit ernstem Ton. "Ihr seid so gut gewesen zu mir, aber leider muss ich euch nun verlassen. Meine Aufgabe ist es, den Schatz des Waldes zu bewachen, aber es hat so kleine, freche Kobolde, die sind immer hinter allem her, was glänzt, so muss ich eben gehen. Aber, wer weiss, vielleicht werden wir uns ja einmal wieder sehen. Schneeweisschen und Rosenrot schauen dem Bären traurig nach.
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Als sie wieder einmal durch den Wald schlendern, begegnen sie ein paar Wildschweinen. "Hallo Laubus, hey Nockerl, wie geht es allemal?" "Uns ginge es besser, wenn das Geschrei da vorne endlich aufhören würde." Die Wildschweine deuten in eine Richtung, aus der tatsächlich ein wüstes Gefluche ertönt. "Du blöder Holzbrocken, du taube Mistrinde, lass sofort los!" Schneeweisschen und Rosenrot nähern sich einem kleinen roten Fetzen, der wie verrückt auf und abhüpft. "Was ist das denn?" kichert Rosenrot.
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"Du lausiger Knorzbalken, dir gebe ich gleich, lass meinen Bart los, ich teile dich in Sägespähne, wenn du nicht los lässt, du elender Holzidiot!" Als Schneeweisschen und Rosenrot näher kommen, erkennen sie unter der roten Zipfelmütze einen Zwerg, der sich offenbar bei der Arbeit als HOLZFAELLER den Bart eingeklemmt hat. "Können wir dir helfen?" fragen sie mitleidvoll. "Nein, sicher nicht, wenn ihr jetzt auch noch auf den Baumstamm draufhockt, ihr doofen Ziegen. Mein Bart ist eingeklemmt, da brauchen wir einen Hubstapler oder mindestens einen Kran. Verschwindet lieber, ihr Dödeltussis, bevor ich ärgerlich werde, ihr könnt mir nicht helfen." Aber schon hat Rosenrot ihre kleine Schere gezückt und dem Zwerg den Bartzipfel abgeschnitten.
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"Bist du waaaaaahnsinnig? Was fällt dir ein? Mein schöner Bart, da kann man doch nicht einfach daran herumschnippeln, jetzt muss ich wieder zehn Tonnen HAARWUCHSMITTEL kaufen. Habt ihr denn keine Manieren? Euch sollte man verhaften und als Scherenmonster einweisen." Schneeweisschen und Rosenrot sind völlig verblüfft über die Undankbarkeit des Zwerges. Schliesslich ist er jetzt doch wieder frei. "Wie kann man sich nur so aufregen wegen einem Stückchen Bart."
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Ein paar Tage später sind Schneeweisschen und Rosenrot wieder im Wald unterwegs. Ganz in der Nähe fliesst ein Bach. An dessen Rändern wachsen immer die schönsten Pilze. Sie hören schon das Rauschen und Plätschern, aber gleichzeitig wieder dieses zeternde Gekreische eines Wesens, das scheinbar um Hilfe ruft. Es ist schwierig, den Fluss zu erreichen, aber sie wagen es trotzdem, und wen sehen sie da? Den Zwerg! Er hat sich beim Angeln in der Schnur verfangen, und der Fisch, der angebissen hat, versucht nun, ihn ins Wasser zu ziehen.
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"Du blaues Mistvieh, lass meinen Bart und meine Schnur los, ich reiss dir jede Schuppe einzeln aus, wenn du nicht sofort loslässt, du Schubladen-Billigplüschie aus dem Supermarkt. Loooslassen oder ich.... oh - nein, ihr schon wieder, bleibt mir vom Leibe, ich habe sonst schon Probleme."  - "Das sehen wir, dürfen wir dir helfen, lieber Zwerg?" Aber obwohl der Zwerg ziemlich in der Klemme steckt, wettert er weiter. "Geht beten oder Kleider sammeln, aber fasst meinen Bart nicht an. Wehe euch." In diesem Moment zieht der Fisch so kräftig an der Schnur, dass Schnorbert hineingefallen wären, wenn Rosenrot nicht noch rechtzeitig die Angelschnur durchgeschnitten hätte.
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"Das wird dich teuer zu stehen kommen, du Frisösenfehlschlag, du hast das letzte mal einfach drauflos geschnippelt, ich werde euch für meinen Schaden haftbar machen, ihr gebleichten Sauberweiber, und den Fisch zahlt ihr mir auch. Verdammte Scheisse!" Sprachlos sehen die zwei Schwestern dem wütenden Zwerg nach, wie er das Bachbett hinaufklettert, die Reste seines langen Bartes packt, um nicht selber draufzusteigen, und immer noch grummelt, welche Frechheit das gewesen sei.
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Schneeweisschen und Rosenrot haben die bösen Äusserungen des Zwerges nicht ernst genommen. Sie haben es ja nur gut gemeint und ihm das Leben gerettet.Der Wald ist nach wie vor lieb und freundlich zu ihnen.
 Nach ein paar Tagen treffen sie ein paar kleine Vögel, die ganz unruhig auf und ab flattern. "Können wir euch helfen?" "Nein, uns geht es gut, wir evakuieren nur gerade ein EICHENBOCKKAEFERLEIN;  aber da vorne hat der Adler jemanden erwischt, und das sieht nicht gut aus."
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Schneeweisschen und Rosenrot eilen hin zu der Stelle. Der Adler hat den Zwerg im Schnabel. "Das ist aber auch ein Unglückszwerg, vielleicht sollte er nicht immer so frech zu allen sein?" Die Schwestern eilen hin und versuchen, den Zwerg noch am Bart zu erwischen, bevor ihn der riesige Vogel in die Lüfte zieht. "Auatsch, ihr reisst mich ja entzwei, ihr blinden Fresssäcke, ihr faden Delikatessenspalter, weg mit euch, dusslige Rummelplatzlutscher, autsch! loslassen!"
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Es entsteht ein wilder Kampf. Oben zieht der grosse Vogel an seiner Beute. Unten haben sich nun Schneeweisschen und Rosenrot am Barte des Zwerges festgehängt. Der Vogel hat dann irgendwann aufgegeben. Es ist bis heute nicht bekannt, ob es vor Lachen war oder wegen des schaukelnden Gewichtes in seinem Schnabel. "Lasst mich los, ihr langweiligen Schlampenweichmacher, Hobelhirnsammler, halbtote Schnappsbrennlehrlinge, Kakerlakensammlungsverkäufer, soll ich noch weiter machen?"  Endlich hat Atina einen Erfolg zu verzeichnen. Der Zwerg plumpst runter. Aber von Dankbarkeit natürlich keine Spur.
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Im Gegenteil, es geht gleich weiter im Text. "Was mischt ihr euch eigentlich dauernd in meine Angelegenheiten ein? Geht doch Schuhe putzen oder Flugblätter verteilen, aber lasst doch endlich mal meinen Bart in Ruhe!" Schneeweisschen und Rosenrot sind noch ganz ausser Atem. "Ich habe mir sogar noch weh getan, wegen diesem undankbaren Zwerg." seufzt Rosine und sucht ihr Mäschchen.
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"Der teilt aber ganz schön aus," seufzt Atina, "Bartnymphomaninnen hat der uns genannt!" "Gell ja, zum Glück wissen wir ja nicht, was das sein soll." Die zwei sind noch ganz geplättet von dem schrecklichen Kampf, aber nach einigen Fussschritten, treffen sie zu ihrem Schrecken erneut auf den unfreundlichen Zwerg."Siehts du, was er macht?" "Ich glaube, er zählt seine Schätze, lauter Edelsteine."  
"Wehe, es stört mich einer beim "Kasse" machen, dann werde ich äusserst ungemütlich."
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"Hallo Schnorbert!" Schneeweisschen und Rosenrot kennen ja nun den Zwerg und machen sich schon mal auf die nächste Tirade gefasst. "Sind das alles deine Schätze, oder hast du sie vielleicht nicht redlich erworben?" Sofort rafft der Zwerg seine vermeintlichen Besitztümer zusammen und versteckt sie in einem Sack.  "Ihr idiotischen Ratten, sucht endlich das Weite, ich kann euch nämlich auch in sämtliche Tiere aus Klepfs Insektenseite verwandeln" Der Zwerg fängt schon an, mit den Pfoten Beschwörungsformeln zu fuchteln. " Wenn ihr nicht sofort....huch, aua, das gilt nicht." Aus dem Gebüsch kommt nun der Bär.
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Schneeweisschen und Rosenrot freuen sich unsäglich, ihren Freund, den Bären, wieder zu sehen. Er erklärt nun auch, dass der Zwerg die Steine über ihn geworfen hat, weil er die ganze Zeit den Schatz des Waldes in seine Pfoten bringen will. "Überall liegen Schätze, aber er hat alles nur für sich gewollt und nie etwas mit jemandem geteilt."
Zur Strafe soll er jetzt lebenslang Kritiker in Gugellandia sein.
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