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News : Immer das Neuste aus Gugellandia

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Februar 2020





 
Mit Krami zum Machu Picchu
"Oh, hallo, Harry, wartest du schon auf Krami?" Miezi ist ganz gespannt, was Harry vor hat, um den Besuch aus Oldenburg zu überraschen. Das kleine Lama hat zusammen mit dem gugelländischen Hausmeister den Monat Januar gewonnen, und nun sollen die zwei ein möglichst frühlingshaftes Abenteuer bestehen. Harry sieht man zwar schon etwas bauen, aber er tut so geheimnisvoll, dass niemand errät, was es werden soll. Dann, es ist so weit. Man wartet auf Krami.
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Harry möchte ihr zuerst ein wenig die bereits spriessenden Blümchen zeigen. Im Norden dauert es oft länger, bis in Wald und Feld die Primeln und Schneeglöckchen blühen. Auch Mandelblütenzweige hat er gepflückt, damit Krami nicht auf den Baum klettern muss. Aber man sieht gleich. Das kleine Lama ist äusserst sportlich, was für das heutige Abenteuer wahrscheinlich eine gute Voraussetzung ist.
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"Zuerst möchte ich dich mit den anderen Lamas bekannt machen. Sie sind alle auch noch sehr neu in Gugellandia, ausser Leila, das ist unsere Kleinste." "Krami freut sich und begrüsst alle fröhlich. Hallo Leila, ich bin Krami." Es tauchen nun auch noch die etwas grösseren Lamas auf. Miranda und Domenica, kurz "Domi". Harry verkündet nun feierlich, was man an diesem wunderschönen Tag vorhat. "Wir werden zum Machu Picchu reisen. Zuerst mit dem Zug und dann weiter zu Fuss." Auch Miezi hat mitorganisiert. "Ihr werdet mit den vier Eseln ein kleines Wettrennen machen. Wer zuerst oben ist, darf sich etwas wünschen."
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Esel gegen Lamas? Man macht sich also bekannt. Auf der männlichen Gegenseite stellen sich Greydon, Nestor, Pedro und Gumpy auf, um der Damenmannschaft Eindruck zu machen. Man beschnuppert sich erst einmal von weitem. Schliesslich sind sie ja nun gegnerische Parteien. Die Lamas erhoffen sich schon einen Vorteil für das Wettrennen, immerhin sind sie in den peruanischen Bergen ziemlich heimisch. "Na? Habt ihr einen Kompass und genügend Karotten dabei?" scherz Miranda.
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Aus den Bergen erklingt nun die Panflöte eines Hirten. Harry führt alle zur Bahnstation von Cirgenwas. "Wir sind jetzt in Cusco und von hier fährt die Bahn bis zu Machu Picchu, das ist ziemlich hoch oben in den peruanischen Anden. Habt ihr alle etwas zum Anziehen, falls es kühl wird?" "Aber Harry," lacht Krami, "wir haben doch Fell, wir brauchen keine Jacken!" Aber es ist kühl auf 2'500 Metern, auch in Südamerika. Die Bahn steht bereit, der Schaffner ist Frifri, er nimmt zur Begrüssung sogar die Mütze ab.
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Harry regelt das mit den Tickets. und es nähern sich noch andere Touristen, die mit derselben Bahn zu Machu Picchu fahren möchten. Die Stimmung ist kribelig, wie immer an Bahnhöfen, keiner traut sich einzusteigen, so lange noch niemand drinnen ist, es könnte ja ein falscher Zug sein. "Na los, worauf wartet ihr?" pfeift Frifri, "Wir fahren gleich ab, der zweitletzte ist der Panoramawagen, aber es gibt für jeden auf der ganzen Fahrt nicht nur etwas zu sehen, sondern auch zu naschen."
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Greydon hat als erster im Panaoramawagen Platz genommen. "Vielleicht sollten wir auch langsam einsteigen," sagt Domi zu Krami. "Sonst fährt der Zug noch ohne uns ab, hi hi hi." Es kommen gerade noch mehr PERUANER, die auch nach Machu Picchu reisen möchten. Unter anderen ein Mützenverkäufer. Diese bunten Wollsachen sind beliebt in Peru. Aber ausser zwei Hüten verkauft Bradipo nichts am Bahnsteig. Besser ist einsteigen und mitfahren.
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Man weiss nie wie das Wetter in den Bergen ist. Viele Machu Picchu-Reisende sind schon vom Regen überrascht worden. "Ich habe keinen Reiseführer dabei, wie kann ich denn alles verstehen, was wir da sehen, Harry?" fragt Krami und streckt in freudiger Erwartung ihr Schnäuzchen in den Wind. "Da muss man nicht viel verstehen, das geht direkt unter die Haut. Wirst sehen!"  Und schon setzt sich der Zug in Bewegung, es haben noch nicht einmal alle ihre Sitzplätze erreicht, tuckelt man schon los.
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Die Gegend ist karg und spärlich besiedelt, eigentlich überhaupt nicht. Wenn man eine atemberaubende Bahnfahrt machen möchte, sollte man lieber im Speisewagen durch den Gotthard fahren als durch dieses eintönige peruanische Hinterland. "Was meinst du?" Geolg ist auch an Bord und grummelt vor sich hin. "Bestimmt haben diese Touristen wieder alles vollgekleckert und ich finde keine richtigen Spuren der Vergangenheit." Aus luftiger Höhe beobachtet ein Kondor den Zug.
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Diese menschenleere Einöde mit den steilen Hängen zieht langsam doch allen etwas in den Pelz. Das FLOETENSPIEL, das immer und immer wieder den Flug des Kondor besingt, bohrt sich rein ins Unvergessliche, auch wenn die Bahnfahrt ausser einem kurzen Blick auf den Fluss Urubamba nicht viel bietet. "Was wollt ihr denn in Machu Picchu?" fragt Bradipo die Touristen an Bord. "Also ich will den Schatz der Inkas finden!" sagt Dudu, der kleine getüpfelte Leopard. "Und ich will ihm dann eine Versicherung verkaufen, wenn er ihn gefunden hat." erklärt Kiwi Napoleon. "Und du, Pedro?" "Wir machen ein Wettrennen. Esel gegen Lamas."
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Mit Harry im gleichen Abteil sitzen drei der Lamas. Miranda, Krami und Leila. Die Domenica hat sich auf dem Panoramadeck eingefunden. Alle schauen interessiert durch die Fenster und bestaunen die peruanische Landschaft, die fast so unvergleichlich öde ist, wie die in Gugellandia. Aus einem weit entfernten, steinigen Höhensitz hört man wieder die Flöte eines peruanischen Hirten. Es ist diesmal Hehehe, der besonders gut Panflöte spielen kann.
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Endlich kommt man an. "Wo sind wir denn jetzt? In Machu Picchu?" Frifri hilft den geschüttelten Passagieren beim Aussteigen. "Nein, noch nicht ganz, aber weiter kann die Bahn nicht fahren, den Rest müsst ihr zu Fuss gehen." Bradipo verbreitet schon wieder seine Reden. "Merkt ihr, wie es kühler geworden ist? Mützen in allen Farben, bitte sehr, schlagt zu, alles ist heute verbilligt." Das  EISENBAHNFAEHRTCHEN ist nun zu Ende, es wird ernst.
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Die Touristen strömen in alle Richtungen und die Panflöten tüten, man ist schon beinahe da, in dieser sagenumwobenen Inkastadt, in Machu Picchu. Geolg fällt bei den ersten ersichtlichen Steinen auf 2'000 Metern Höhe beinahe aus dem Wagon. "Die sind doch nicht von hier, die können gar nicht von hier sein!" Und so haben Steinforscher und Touristen, Lamas und Esel, Panflötenspieler und Hirten gleichermassen endlos zu staunen.
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"Von hier aus müssen wir den Pfad zu Machu Picchu finden, Miranda, hast du einen Plan oder eine Karte dabei?" "Nein, ich habe überhaupt nichts ausser meine Nase, und du Krami?" "Ich habe dem Lokomotivführer am Hut geschnuppert, er möge es mir verzeihen, aber ich weiss nun ganz genau, wo wir hin müssen." Die Pfade sind eng und man ist nie sicher, ob nicht ein Felsbrocken lose ist. "Glaubst du, das ist überhaupt ein Weg?" "Es gibt nur einen Weg nach Machu Picchu, und das ist eine Treppe, die gehen wir bestimmt nicht."
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Die Lamas folgen also Krami, die mit ihrer Schnuppernase den genauen Weg im Kopf hat. "Da schaut mal, die Esel sind immer noch weit unten, wir haben einen riesengrossen Vorsprung.""Das ist aber ein extrem schmaler HUEHNERPFAD!" schimpft Leila, als sie sich auf einem Felsvorsprung verirrt hat. Es werden die Wege immer enger. Manchmal müssen sie in Felshöhlen ausweichen und von dort irgendwie wieder herauskommen. Aber, keine Sorge. Der gugelländische Sicherheitsbeauftragte, Giri, der Siebenschläfer, beobachtet jeden Schritt und Tritt, den sie machen, um im Notfall Hilfe zu holen, aber das wissen die vier mutigen Lamas natürlich nicht.
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Inzwischen hat die Eselgruppe auch den ersten, steil abfallenden Pfad durchquert, aber Gumpy hat Höhenangst. Anstelle von Trost und Zuspruch erhält er aber nur Vorwürfe. "In dem Loch ist der Geist der Inkas drin, ich höre ihn rauchig flüstern." "Ach was, mach einfach Ohren und Nüstern zu und komm wieder runter!" Aber der arme Gumpy ist wie versteinert und kann sich kaum bewegen. "Na los, komm runter, da ist nichts, überhaupt nichts!"
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Tatsächlich, es war nichts, überhaupt nichts. Dafür finden die Esel eine riesengrosse Distel, an der sie sich nun gütlich tun. Sie schmatzen und kauen und vergessen beinahe, dass sie sich eigentlich inmitten eines Wettkampfs befinden. Ein paar Flötentöne erinnern sie wieder daran. "Hey, Leute, wir wollen doch gewinnen!"
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Inzwischen haben die Lamas bereits einen guten Vorsprung. Aber sie befinden sich nun an einer schwierigen Stelle. Von einem Fels bis zum anderen muss ein grosser Sprung gemacht werden, schafft man es nicht, fällt man in die Tiefe und wird vielleicht sogar vom Fluss Urubamba weggeschwemmt. Domi und Miranda haben es schon geschafft und warten nun auf Krami. "Hüpfen kann ich gut." lacht sie ohne nachzudenken und springt.  Jetzt sitzt nur noch Leila auf dem anderen Felsen. Sie verlieren sehr viel Zeit.
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"Da vorne ist Harry, ich glaube, wir haben es geschafft, wir sind die Ersten!" All die vielen Mauern und zusammen gefallenen Bauten interessieren nun niemanden mehr. "Wir sind vor den Jungs angekommen, stimmts?" Es geht nun noch einige steile Treppen nach oben, die Luft wird schon recht dünn und man ist dem Himmel nah. Aber auch hier hört man die Panflöten der Hirten, wie schön!
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Die Esel haben nun auch die Stelle erreicht, wo sie über den Bach springen müssen. Merkwürdigerweise hat Gumpy seine Ängste überwunden und ist als erster drüben. "Es ist schon schön, einmal besser als die anderen zu sein." grinst er und wartet, bis alle seine Teamkollegen rübergehüpft sind. "Nun aber weiter." Das Erscheinen von Miezi unten an der Treppe ist kein gutes Zeichen.  "Ihr seid wirklich zu langsam, meine Lieben!" lacht sie. "Aber ihr habt es ja gleich geschafft!"
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Als Harry dann kurz unterhalb von Machu Picchu die Sieger des Wettkampfs gebührend würdigt, können sich alle fröhlich die Hände schütteln und in die geheimnisumwitterte Stadt einreisen. Aber, wer sitzt denn da schon am Eingang? " "Ich habe Eintrittskarten gestrickt, hi hi, hier bitte, alles bradipobillig!" Man erreicht nun also den höchsten Punkt von Machu Picchu. Es sieht schon imposant aus. Vor allem, wenn man sieht, wie hoch oben man ist. Ansonsten scheint alles etwas verlassen. " Das ist eben Geschichte!"
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Die gugelländischen Inkaschatzsucher verstreuen sich nun etwas auf der Anhöhe. "Juhuhh, hierher!" Harry bringt einen wahren Schatz für alle hungrigen Bergsteiger. "Es ist ein Marmorgugelhupf, passend zu Krami und dem vielen Gestein, ha ha ha."  Die andächtige Stimmung ist kurz unterbrochen, aber man darf ja schliesslich auch mal Hunger haben.
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Später wird es nämlich wieder sehr romantisch, als die Sonne untergeht und die vier Lamas ihren Rückweg antreten. "Du schreibst mir, Krami, ja, versprochen?!" "Oder wir kommen dich besuchen?" "Harry wird eine neue Beammaschine erfinden, nur für Lamas. Ha ha ha." - "Alles ist möglich."
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Der Teufel mit den drei goldenen Haaren (Teil 2)
Edi macht sich also auf, den Teufel mit den drei goldenen Haaren zu suchen. Immer, wenn er jemanden begegnet, fragt er nach dem Weg. Als erstes trifft er einen Wächter, der vor einem kahlen Baum steht, was zu dieser Jahreszeit eigentlich nichts unnatürliches ist. Aber der Wächter Keck ist sehr traurig. "Warum guckst du denn so betrübt?" "Ach, es ist ein grosses Unglück. Dieser Baum trug früher goldene Äpfel, jetzt hat er nicht einmal mehr Blätter, das ist schlimm für unser ganzes Land. Der Teufel weiss, warum das so ist." Edi tröstet den Elch und sagt: "Ich kann dir bei meiner Rückkehr sicher eine Lösung nennen, bis bald!"
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Etwas später begegnet er einen weiteren Landesbewohner mit trauriger Miene. "Was ist denn dir über die Leber gekrochen?" "Ach weisst, du, Edi, hier in diesem Brunnen sprudelt normalerweise wunderbarer Wein. Jetzt ist er ganz ausgetrocknet und nur der Teufel weiss, warum." "Ich kriege das sicher raus, Zottel, macht dir keine Sorgen, wenn ich zurückkomme, sage ich dir, was du machen kannst, dass der Brunnen wieder läuft." Zottel erklärt Edi noch den Weg und die beiden verabschieden sich fröhlich.
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Zottel schaut ihm noch nach und wundert sich. "Dass der keine Angst vor dem Teufel hat?" Edi ist ja auch sonst sehr unerschrocken, aber seit er weiss, dass er ein Glückskind ist, macht er sich überhaupt keine Sorgen mehr, dass irgendetwas schief gehen könnte. Der Weg ist allerdings etwas kompliziert. Er führt durch hohle Baumstämme und düstere Winkel. Es weht ein eisiger Wind und in den Baumwipfeln rauscht es unheimlich.
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"Irgendwie werde ich den Teufel schon dazu kriegen, mir seine drei goldenen Haare zu geben, ich weiss zwar noch nicht wie, aber ha, ha, erst muss ich ja mal hinkommen." Jetzt ist Edi an einem Gewässer angelangt, das nicht besonders einladend aussieht. "Scheint so, als müsste ich da rüber." Der Fährmann sieht Edi schon von Weitem und schiebt sein Floss mit einer schweren Stange langsam ans Ufer.
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"Du willst doch nicht im Ernst da rüber?" fragt Harry. "Ich muss zum Teufel, das ist der einzige Weg." Auf der Überfahrt erzählt Harry von seinem traurigen Los. "Ich muss hier für ewig die Leute hin und herfahren, ich kann die Stange nicht aus der Hand legen, obwohl ich schon seit vielen Jahren den Wunsch habe, nicht mehr Fährmann zu sein." Edi ist sehr mitfühlend und sagt. "Ich werde auch für dich eine Lösung finden, wenn ich zurückkomme, das verspreche ich dir." Nun ist unser Glückskind am anderen Ufer angekommen und macht sich gleich auf den Weg zur Hölle.
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"Aha, ziemlich finster und rauchig hier. Phuh, stinkt das, igitt igitt, aber es gibt kein Zurück. Besser gesagt, erst später. Haaalooh, Herr Teufel, wo sind Sie?" Schaurig hallt das Echo durch die stockfinsteren Kanäle und Felsspalten. Aber vom Teufel weit und breit keine Spur! "Juhuh, -vielleicht sollte ich ihm "Du" sagen-, Hallo, Teufel, du Witzbold, hey Kumpel, willst du dich nicht zeigen?" Alles was es in diesem stinkenden Raum zu sehen gibt, ist ein Gebüsch mit roten Teufelshörnern und eine dicke grosse Flasche mit schwarzem Inhalt. "Nicht viel los hier." scherzt Edi zu sich selber.
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"Waaaas zum Teufel, will eine Ratte hier?" kreischt plötzlich eine krächzende Stimme. "Oh, hallo, Mädäm, ich bin Edi, ich suche den Teufel, besser gesagt seine drei goldenen Haare. Die brauche ich für den König, sonst kann ich die Prinzessin nicht heiraten, und das wäre furchtbar."  "Nun mal langsam, Kleiner, ich bin Teufel's Grossmutter und kann dir vielleicht helfen. Aber erst musst du dich stärken. Schau hier, frisch gerösteter Schwefel." Sie schiebt ihm einen Becher beissend riechendes Pulver vor die Nase. "N n nein danke." Auch die vorgesagte Asche mag Edi nicht probieren.
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"Ameise auch nicht?" Die Grossmutter Sorilori ist schon leicht enttäuscht. "Jetzt kommt dann gleich der Teufel von seiner Tour zurück, ich werde dich in eine Ameise verwandeln, das ist das Beste, dann kannst du dich in meinem Rock verstecken." Und ohne weitere Worte zu verlieren, schnippt die Sorilori mit den Krallenspitzen und schwuppdiwupp ist Edi zur Ameise geworden. Im Hintergrund hört man bereits den Teufel kommen. Grausiges Gefauche und Gefluche, Gepolter und Krachen, als würde er alles zusammenschlagen. Edi versteckt sich schnell in einer Rockfalte der Grossmutter.
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"Hey Alte, was ist los, keine Begrüssung heute, wo steckst du? Ich hatte einen anstrengenden Tag, mir tun die HOERNCHEN weh und die Läuse pieksen mich wie blöd." Fürsorglich eilt des Teufel's Grossmutter zu dem abscheulich stinkenden Gesellen hin und krault ihm gönnerisch zwischen den drei goldenen Haaren." "Jaaaah, laus mich, da kann ich am besten relaxen!"  Die Sorilori lässt Edi etwas über Gonni's Teufelshaupt spazieren, um ihn davon abzulenken, dass ihm gleich eines der drei goldenen Haare ausgezupft wird. Zack! "Autsch, du sollst mich lausen und nicht erschrecken!" jammert der Teufel, aber Sorilori hat gleich eine Ausrede parat. "Oh entschuldige, ich habe nur gerade daran gedacht, was man machen könnte, damit Kecks Apfelbaum wieder goldene Äpfel hat."
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"Der Trottel müsste nur mal die Wühlmaus an den Wurzeln abmurksen, dann kämen die Blätter und die Äpfel wieder, los, laus weiter!" Die Grossmutter schiebt der Ameise Edi des Teufels ausgerupftes Haar zu. Diese versteckt es in einem Lavendelsäckchen. Sorilori wuselt in den Teufels Kopfpelz herum und wartet, bis Gonni eingedöst ist. Dann zupft sie mit Schwung das zweite Haar aus. Der Teufel wacht sofort auf und schimpft. "Was ist los, du sollst mich lausen nicht martern." "Sorry, ich bin abgelenkt worden, weil mich die Frage mit dem Weinbrunnen beschäftigt, weshalb bekommt Zottel keinen Wein mehr aus dem Brunnen?" "Dieser Idiot müsste nur die versoffene Kröte, die zwischen den Steinen haust, aus dem Brunnen werfen."
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Der Teufel hat inzwischen nur noch ein goldenes Haar auf dem Kopf. Edi, als Ameise in Sorilori's Schlabbergewand hat bis jetzt alles gehört und die zwei ausgezupften Haare sicher im Lavendelsäckchen versteckt. "Komm, leg dich wieder hin, ich tu dich noch etwas lausen und nachher gibt es was Feines zu essen!". Der Teufel duckt sich erneut und die Grossmutter reisst ihm noch das letzte Haar aus. "Du reisst mir langsam den Nerv aus, was hast du denn jetzt wieder für ein Problem, dass dich beim Lausen ablenkt?"  Der Teufel schaut schon etwas misstrauisch.  "Es geht um den Fährmann, der seit Jahren hin und her fährt und nie seinen Stab aus der Hand legen kann. Wie kann er endlich befreit werden?"
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"Du hast schon richtige GROSSMUTTERALLUEREN, es kann dir doch egal sein. Der dumme Kerl müsste den Stecken nur einem anderen in die Hand drücken, dann muss der die Fahrten übernehmen bis der nächste Idiot kommt, ha ha. Aber nun ist genug Fragestunde, jetzt will ich essen. Es riecht schon die ganze Zeit nach Ameisen, hast du Ameisensuppe gemacht?"  Die Grossmutter ist überrascht und kann Edi nicht rechtzeitig verstecken.
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"Diese Ameise hier riecht besonders intensiv, die werde ich mir mal als Vorspeise genehmigen, jedes Bein einzeln, dann die Fühler....schleck...." "Nein, halt, Gonni, warte, ich habe für dich etwas ganz Besonderes gemacht, eine Zaubergrütze, du wirst begeistert sein, schau hier." In letzter Sekunde verkneift es sich Gonni, Edi als Ameise zu verspeisen und lässt sich von Sorilori in die Teufelsküche lotsen. Ganz schnell verwandelt die Grossmutter Edi wieder zurück. "Nun hau aber ab, schnell, ganz schnell!"
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Das lässt sich Edi nicht zweimal sagen. Obwohl er nicht ängstlich ist, der Gestank in dieser Teufelsküche hätte er keine Sekunde länger ausgehalten. Den Kopf voller neuer Erkenntnisse, hat er auch beinahe das Lavendelsäckchen mit den goldenen Haaren vergessen. "Phuh, ich bin ja kein Angsthase, aber jetzt bin ich doch froh, keine Ameise mehr zu sein. Ah, da vorne wartet schon Harry. Hallo Harry, du kannst mich wieder ans andere Ufer übersetzen, ich sag dir dann auch, was du tun musst um den Fährmannberuf loszuwerden."
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Erst als Edi ausser Reichweite der Stange ist, verrät er dem Fährmann den Trick, wie er frei kommt. "Du musst nur warten, bis der nächste Passagier rüber will und dem drückst du den Stecken in die Pfote." Dass es so einfach ist, hätte Harry nicht gedacht. Er freut sich und ruft Edi hinterher: "Vielen Dank für den Tipp, Edi, ich freue mich sehr, meine Tage als Fährmann sind gezählt, danke, danke und schöne Grüsse an den König!" Aber zuerst kommt Edi wieder zu Zottel, der noch immer traurig an seinem versiegten Brunnen hockt. "Oh, Edi, hat dich der Teufel nicht gefressen? Das ist ja ein Wunder!"  "Ja, und ich weiss auch, was du tun musst, damit der Brunnen wieder funktioniert."
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Zottel schaut ganz erstaunt. "Zwischen den Steinen haust eine freche Kröte." verkündet Edi. "Das ist der Grund, warum der Wein nicht mehr fliesst, wenn wir die Kröte rauslocken können, gibt dein Brunnen auch wieder Wein wie vorher." Sie betrachten den Steinbrunnen von allen Seiten. "Ich ergebe mich feiwillig!" quakt der grüne Schädling und klettert aus dem Brunnen. Es ist Frifri, der Frosch, der die Kröte spielt und jetzt beteuert: "Bin ich froh, dass ich rauskommen kann, ich mach mir nämlich überhaupt nichts aus Rotwein." Jetzt warten sie gemeinsam, ob es im Brunnen nun zu gurgeln anfängt. "Hört ihr das auch?"
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Tatsächlich füllt sich der Brunnen langsam wieder mit Wein. Zottel ist überglücklich und rennt sofort in seine Schatzkammer, um Edi mit Gold und Geld zu überhäufen? "Wie soll ich denn das tragen?" lacht Edi. Da rennt Zottel gleich nochmals und schenkt Edi noch einen Esel dazu, um das ganze Gold zu transportieren. "Das hast du dir verdient, ohne dich würde der Brunnen auf ewig keinen Wein mehr spenden." Sie schauen noch eine Weile dem wieder erwachten Weinbrunnen zu. Dann verabschiedet sich Edi. "Na, dann Prost und macht's gut, ich muss zum König."
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Edi setzt seinen Weg fort und kommt auch wieder bei dem dürren Baum vorbei, vor dem Keck, der gugelländische Controller, die Rolle des Wächters spielt. "Oh, da kommt Edi wieder zurück. Und er hat jetzt sogar einen Esel dabei, scheint, als hätte er Erfolg gehabt." Ungeduldig hüpft der Elch auf und ab. Jetzt wird er dann hoffentlich erfahren, was er tun muss, damit sein dürres Geäst wieder ein fruchtbarer Goldapfelbaum wird. "Sag schon, Freund Edi, hast du die Lösung, was müssen wir tun, um unseren Baum zu retten?"
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Edi schmunzelt, als er sieht, wie aufgeregt Keck herumhoppst. "Es ist eine WUEHLMAUS, die wohnt zwischen den Wurzeln. Du musst für sie eine neue Wohnung suchen, dann kann dein Baum wieder leben und Früchte tragen." Sofort buddeln sie sich zu den Wurzeln des Baumes durch. Die Wühlmaus wird von Giri gespielt und er bekommt schon schlotternde Knie, als er sieht, wie sie da zu dritt nach ihm fahnden. "Ich ergebe mich." Etwas anderes hat man auch nicht erwartet. Aber jetzt staunen alle den schütteren Baum an, ob sich wohl etwas tut?
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Tatsächlich spriessen, noch bevor sich Blätter entfalten, die goldensten Äpfel, die Keck je gesehen hat. Er ist ausser sich vor Freude und rennt gleich in sein Tresorzimmer um für Edi eine Belohnung zu holen. "Hier, lieber Freund Edi, ich weiss gar nicht, wie ich dir für deine Hilfe danken soll, nimm dieses Gold und den Esel und lebe wohl!"
Jetzt ist Edi schon mit zwei Eseln und drei Säcken unterwegs.
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Sie nähern sich dem Schloss des Königs. Edi freut sich, dass er als erfolgreicher Heimkehrer seiner Alinka und dem König gegenüber treten kann. Es war zwar keine MEISTERLEISTUNG, aber das musste er ja niemandem auf die Nase binden. "Oh, Edi kommt, Edi ist wieder da!" Das Häschen freut sich unbändig und hüpft den Ankömmlingen entgegen. "Ich habe mir solche Sorgen gemacht." Schmatz, Küss. "Ich habe auch die 3 Haare des Teufels, dein Vater wird zufrieden sein." Zufrieden sind auch die zwei Esel, als sie ihre Goldsäcke abwerfen dürfen.
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Der König ist ein Griesgram, und als er Edi sieht, wird seine Laune nicht besser. "Jetzt ist der Kerl schon wieder da, ich dachte, er wäre zur Hölle gefahren." Die Königin jedoch freut sich, Edi zu sehen. "Wie sieht er denn aus, der Teufel, hast du seine drei Haare mitgebracht?" Edi packt die drei goldenen Trophäen aus. "Igitt, die stinken ja nach Lavendel." findet der König, setzt sie sich dann aber trotzdem zwischen die Krone, vielleicht haben sie ja glückbringende Wirkung.
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Die drei Haare müssen schon etwas bewirkt haben, denn der König will nun auch zum Teufel. "Wenn man dort Goldsäcke zu Hauf finden kann, ist das mein Ding. Tschüs, Leute, dann geh ich mal kurz." Das neue Pferd des Königs, Amadeus, benimmt sich anfangs etwas störrisch. "Du bist doch kein Esel, los wir reiten zum Teufel und holen und Goldsäcke." "Moment, wenn du eine Krone trägst, und ich dich zum Teufel bringen soll, will ich wenigstens auch eine Krone haben."
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In fröhlichem Gallopp geht es über Wiesen und Umwege, Sumpf und Gestrüpp, Edi hat es gut erklärt, und Wegweiser hat es ja auch überall. "Komisch, bis jetzt bin ich noch keinem Goldsack begegnet. Aber vielleicht kommt es ja noch." Schnorbert ist schon nahe bei dem schmuddeligen Gewässer, das Gugellandia von diesem Teufelsreich trennt.  Und an dessen Ufer wartet Harry mit der Fähre.
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"So, langsam würde ich gerne Gold riechen, geritten sind wir ja inzwischen genügend." Schnorbert ist schon wieder leicht verstimmt, aber Harry kann seine Freude über den Ankömmling fast nicht verbergen. "Meine Rettung, äh ich meine, wie schön, Herr König, darf ich ihnen eine Überfahrt anbieten, es ist heute kostenlos, aber sie müssen selber rudern, ich habe etwas ganz dringend Anderes vor." Ehe sich Schnorbert versieht, hat ihm der Fährmann Harry die Stange in die Hand gedrückt und sich ans Ufer gerettet.
"Viel Spass, Herr König, und tausend Dank, ich werde ihr schönes Pferd zurück nach Hause bringen."
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Jetzt ist die Geschichte vom Teufel mit den drei goldenen Haaren auch auf gugelländisch zu Ende. Alle Teilnehmer versammeln sich bei schönstem Sonnenschein für ein Schlussbild. Aber es will nicht auf Anhieb klappen. " Wo ist Rumpel, der spielte die Hauptrolle." "Wir haben die Räuber vergessen, holt die Räuber."  Und als man denkt, nun sind endlich alle Mitspieler anwesend.....
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"Die Ameise, wir haben die Ameise vergessen, die hat eine ganz wichtige Rolle im ganzen Stück." Als endlich alle sitzen und fröhlich in die Kamera blicken, sagt Miezi:
Aber einen haben wir wirklich vergessen.
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Ha ha ha.

 
Der Teufel mit den drei goldenen Haaren
"Wo ist Edi? Wir wollten doch das neue Märchen besprechen." Dolly Dama sitzt auf der gugelländischen Laienbühne und unterhält sich mit den Papageien, die ausgelassen scherzen und herumflattern. "Ein neues Märchen? Sag schon, Edi, wie heisst es, und wer darf mitspielen?" Amanda kann Miezi ja gut leiden, aber dass sie immer die besten Rollen bekommt, ärgert sie eben schon ein wenig. Harry und Grünling versuchen, den Bühnenhintergrund etwas einheitlich zu machen. "Ich denke, das sieht etwas nach "Arme-Leute-Hintergrund" aus, was meinst du, Grünling?"
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Auch Schangelina hofft auf eine Rolle in dem Stück. "Hallo, Zottel, auch mal wieder im Lande? Ich kenne gar keine Märchen mehr, die wir noch nicht gespielt haben, wo ein Bär vorkommt." Alle warten gespannt auf das Thema, aber noch werden nur die einzelnen Darsteller ausgesucht. Sogar Wasel und seine Frau sind anwesend. "Ich spiele immer den Müller vom Dienst." lacht der Dachs und hört sich eine Weile lang das Gemecker von Schnorbert an.
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"Also wenn ich kein anständiges Pferd kriege, spiele ich nicht mit." "Tut mir Leid, die Kutsche von Laura ist noch nicht fertig, du musst heute nochmals auf dem Esel reiten." meint Harry und verteilt königliche Kopfbedeckungen. Grünling leiert zuerst die Besetzungsliste runter und verkündet dann endlich den Titel des Märchens. Die meisten Tiere haben noch nie eine solch schreckliche Geschichte gehört und sind natürlich nun ganz gespannt, was passiert. Also, los geht's!  Es kommt ein Kind auf die Welt. Ein so genanntes Glückskind.
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Schangelina und Grünling, die stolzen Eltern sind arme Bauern, aber sie freuen sich unsagbar über den kleinen Edi. Die Wahrsagerin Eulalia verheisst dem Kleinen auch eine grosse Zukunft. "Da es ein Glückskind ist, wird ihm niemals Leid wiederfahren und er wird eines Tages sogar die Tochter des Königs heiraten." "Bist du sicher?" Schangelina freut sich über alle Massen. "Dann bin ich ja dann mit dem König verwandt!"  Grünling guckt sich seinen Spross erst mal genauer an. "Bisschen abstehende Ohren hat er, und die Nase ist ziemlich lang." "Ach was, das wächst sich aus mit der Zeit. Es wird sicher einmal ein hübscher Jüngling werden."
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Inzwischen hat sich herumgesprochen, dass in einem kleinen Bauernhaus ein Glückskind geboren wurde, das eines Tages die Prinzessin heiraten wird. Der König hat auch erst seit Kurzem eine Tochter und kann die Vorstellung überhaupt nicht leiden, dass ein armes Bauernkind seine Alinka heiraten soll. "Ich muss schnell geschäftlich in dieses gottverlassene Nest reiten, Rumpelhausen oder so. Ich bin in zwei Tagen wieder da. Schau du, dass hier alles läuft in unserem Königreich."  Miezi, die Königin, verspricht ihrem Gatten, in seiner Abwesenheit die Geschäfte zu führen.
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König Schnorbert ist aber sehr beunruhigt. Wenn da so ein Bauernlümmel eines Tages meine Tochter ehelicht, wird ja unser ganzes königliche Blut verschandelt. Das werde ich verhindern. Ich kaufe den armen Leuten den Balg einfach ab und werfe ihn in den nächsten Mühlenteich." König Schnorbert reitet also auf seinem edlen Hengst Greydon durch das ganze Reich bis er endlich in dem kleinen Dorf Rumpelhausen ankommt. Dort fragt er sich nach den Eltern des berühmten Glückskindes durch und wird gleich sehr höflich begrüsst. "Willkommen in unserem bescheidenen Haus, Herr König."
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"Ich habe von der Prophezeiung gehört, dass euer Sohn eines Tages meine Tochter heiraten wird. Ich dachte, es wird das Beste sein, ihr übergebt ihn mir gleich, dann bekommt er auch eine adäquate Ausbildung und das Paar wird dann nicht zu ungleich sein. Ich zahle auch einen guten Preis." Grünling und Schangelina sind anfangs entsetzt über die Idee, ihr Kind wegzugeben, aber nach und nach ändern sie die Meinung. "Schliesslich ist es ein Glückskind, da kann nichts zu seinem Schaden sein, und dann, schau doch mal, die vielen Talerchen..!"
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Also holt König Schnorbert den kleinen Rumpel (später Edi) aus der Wiege und lädt ihn hinten auf sein Pferd.  "So, du kleiner Wuzziwuzzi, darfst mit Onkel König ins Schloss kommen."  Schangelina und Grünling schauen stolz zu, wie ihr Kind mit dem König davon reitet. "Jetzt wird er ein Adäquat," seufzt Schangelina. Naja, Bauern sind eben manchmal etwas dumm. Der König reitet mit seiner Erungenschaft nicht nach Hause. Er hat vor, das Kind in den MUEHLENTEICH zu werfen. Die Strömung vom Bach wird dann das ihrige tun, und der Knabe wird ertrinken, wie es sich für einen unliebsamen Balg gehört. Die Kiste ist zwar aus Holz und schwimmt, aber es hat genügend Öffnungen, in die das Wasser eindringen kann.
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Schon bald treibt das Kistchen mit dem Glückskind den Bach entlang und wird von den Wellen heftig herumgeschubst. Aber es geht einfach nicht unter. König Schnorbert hat es bereits aus den Augen verloren und denkt. "Den wären wir los, jetzt kann ich beruhigt wieder nach Hause zurückkehren."  Aber beim Mühlenteich ist heute gerade Sonntag. Herr und Frau Wasel, die Müllersleute, die sind zur Kirche gegangen und es ist nur der Müllersbursche Yobeck am Teich und träumt in den Tag hinein. "Oh, da vorne schwimmt eine Kiste, die sieht sehr edel aus, vielleicht ist etwas Wertvolles darin."
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Yobeck wartet, bis die Kiste noch etwas näher kommt, aber dann sieht er, dass sie doch schon leicht kippt, weil seitlich das Wasser eindringt. Also hüpft er beherzt in die kalten Fluten und rettet das Kistchen. Er schaut nicht, was er da gerettet hat, und träumt noch immer von einem wertvollen Schatz. Als er das Kistchen endlich aus dem Wasser gefischt hat, hört er, dass darin etwas brabbelt. "Vielleicht ein Wunderfisch, der mir Wünsche erfüllen kann..." hofft der Müllerbursche, aber er wird enttäuscht.
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"Och, herrjeh, das ist ja nur ein Säugling, ein armer Wurm, wie ich einmal einer war, der wird es so wie so zu nichts bringen. Soll ich ihn wieder reinwerfen?" Aber da kommen gerade die Müllersleute von ihrem Kirchgang zurück. "Was hast du denn da in der schönen Kiste, Yobeck?" Wasel und seine Frau haben selber keine Kinder und wollen das Baby unbedingt behalten. "Wir danken dir ja so sehr, Yobeck, dass du das Kind vor dem Ertrinken gerettet hast. Du bekommst deshalb einen ganzen Monatslohn geschenkt und den Rest des Jahres frei."
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"Schau mal, Waselschatz, es ist ein Bübchen, und so ein zuckersüsses." Die Müllerin kriegt sich vor Entzücken fast nicht mehr ein. Der Kleine wird innig geliebt und wächst bei den ehrbaren Wasels in Windeseile zu einem Jüngling heran, der fleissig, brav und aber auch schlau ist.
Die Jahre vergehen.
Der König kommt ab und zu mit seinem schlechten Gewissen am Mühlebach vorbei. Eines Tages sieht er Edi und hat sofort einen Verdacht, weil er weiss, dass Herr und Frau Wasel gar keine Kinder haben. Aber die Müllersleute wollen Edi natürlich nicht mehr hergeben. Schnorbert muss sich etwas einfallen lassen.
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"Welche Ehre, uns besucht seine Majestät, guten Tag, Herr König." Ehrfurchtsvoll verneigen sich alle drei und warten ab, was der König zu sagen hat. "Ich brauche einen Boten, welcher der Königin eine dringende Nachricht überbringt. Ich habe gehört, ihr habt hier einen jungen Burschen, der die Aufgabe übernehmen könnte. Der König setzt sich feierlich an den Tisch und beginnt die Botschaft zu schreiben, während die anderen schon mit dem Sack voller Geld liebäugeln.
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Der König kritzelt wortlos seine böse Botschaft auf das königliche Papier, das er immer mit sich führt. Dann übergibt er Edi die Schriftrolle mit den Worten: "Du bringst dieses Schreiben nun umgehend in den Königspalast zu meiner Frau Miezi, es ist wirklich sehr dringend. Die Belohnung gebe ich deinen Eltern jetzt schon."
Edi ist ganz stolz, eine Nachricht vom König ins Schloss zu bringen und bedankt sich für das Vertrauen.
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Über den BRIEFINHALT weiss natürlich niemand ausser Schnorbert Bescheid. Edi watschelt also los mit seinem Todesurteil im Gepäck. Aber er ist ja ein Glückskind. Was soll ihm schon passieren?
Er verirrt sich hoffnungslos im Wald.
"Moment, von da bin ich doch gekommen, oder nein, hier sieht alles gleich aus, ich muss mehr nach Norden, wo ist denn die Sonne, dann weiss ich wo Norden ist."
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Aber auch die Sonne ist verschwunden. Edi irrt eine Weile durch den Wald, dann erkennt er eine Art Haus. "Das ist aber gut getarnt, da wohnt sicher jemand drin, der sich hier auskennt." Freudig richtet er seine Schritte in die Richtung, in der ein merkwürdiges Haus aus Stein, Holz und Rinden steht. Als er näher kommt, sieht er auch eine gutmütig aussehende Frau vor der Tür. "Hallo, ich bin Edi. Ich habe mich verirrt, dabei habe ich eine wichtige Botschaft vom König zu überbringen, aber ich bin völlig fertig, seit Stunden finde ich den Weg nicht mehr."
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Edi weiss natürlich nicht, dass er in einem RAEUBERHAUPTQUARTIER gelandet ist. "Ich bin Tessy, hast du Hunger?" "Das ist aber ein freundlicher Empfang." freut sich Edi. "Geh nur rein, iss und trink soviel du willst und neben dem Kamin hat es auch viel Platz zum Ausruhen. Deine Botschaft kannst du mir geben, ich passe darauf auf, bis du wieder weiterziehen willst." So Räuberfrauen sind immer wahnsinnig neugierig. Tessy kann es kaum erwarten, dass Edi neben dem Kamin einschläft und sie die Botschaft öffnen kann. Sie hat eben das Siegel gebrochen, da kommen die Räuber heim.  "Was hast du denn da?" "Pssst, seid still, das ist eine Nachricht vom König."
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Obwohl es Räuber sind, haben sie Mitleid mit dem armen Edi, nachdem sie die grausige Botschaft gelesen haben. "Wisst ihr was, Hehehe hat doch kürzlich königliches Briefpapier erbeutet, wir können eine neue Botschaft schreiben und den Edi vor dem Tod bewahren. Gleichzeitig wischen wir damit diesem bösen König eins aus, was haltet ihr davon?" Räuber Hehehe  lacht eine Runde und bringt das geklaute Papier herbei. "Mach keine Schreibfehler, sonst fällt es auf." rät er Tessy. Diese malt sorgfältig Buchstabe um Buchstabe auf das geduldige Papier.
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"Da lest mal. Ich bin fertig." Stolz zeigt Tessy den übrigen Räubern die neue Botschaft, die nun zusammen mit Edi den Weg zum Schloss antreten soll. Sie rollen das Schriftstück zusammen und sind gerade fertig, als Edi noch ganz verschlafen aus dem Räuberhaus kommt und die Versammlung sieht. "Wir haben auf deine Botschaft aufgepasst. Weisst du eigentlich, was drinsteht?" "Natülich nicht, ich bin nur der Bote, das ist Privatsache vom König." Edi möchte nun eigentlich weiterziehen, aber man muss ihm nun noch den Weg erklären.
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"Also merke dir gut. Zuerst musst du am Haselstrauch vorbei, dann kommt eine grosse Nieswurz, dann ein fetter Stein und gleich dahinter, rechts ist das Königsschloss. Edi bedankt sich bei allen und setzt dann fröhlich seine WANDERSCHAFT fort. "Haselstrauch, Nieswurz, Stein, tatsächlich da vorne ist das Schloss, ich habe es geschafft!"
In einem spährlich möblierten Zimmer des Schlosses hält sich gerade die Königin auf und redet mit ihrer Tochter Alinka. "Weisst du, es ist nicht immer leicht, seinen Märchenprinzen zu finden, aber dein Papa wird schon dafür sorgen."
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"Ich möchte aber nicht einfach einen reichen Grafen heiraten, ich möchte jemanden, in den ich mich verliebe!" Das schwierige Thema wird unterbrochen. Einige Diener stürzen herein und verkünden: "Es steht ein Bote draussen, der eine wichtige Nachricht vom König bei sich trägt. Sollen wir ihn herein lassen?"
"Na klar." Miezi ist ganz entzückt, Edi zu sehen. "Das wäre ein netter Schwiegersohn für meine Tochter." denkt sie und nimmt die vermeintliche Botschaft von König Schnorbert entgegen.
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Miezi liest zuerst leise, dann lächelt sie und verkündet die Botschaft den ganzen Anwesenden. "Hört mal her, der König meint, dass der Überbringer dieser Botschaft der Richtige ist, um unsere Alinka zu heiraten." Während Miezi noch ganz gerührt über Schnorbert's Schwiegersohnwahl nachdenkt, haben sich das Häschen Alinka und Edi schon in die Augen geschaut. Und weil es in dem an und für sich schauerlichen Märchen doch etwas Schönes geben muss: Die Zwei haben sich auf den ersten Blick ineinander verliebt.
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"Wir müssen gleich alles veranlassen, die Trauung soll "sofort" stattfinden, das hat der König ausdrücklich geschrieben." Miezi ist ganz aufgeregt und saust im ganzen Schloss herum. "Naja, wenn kein Pfarrer da ist, kann ich das als Königin auch übernehmen. Ich werde euch blitz-trauen." freut sie sich und wedelt so freudig mit dem Schwanz, dass ihr fast die Krone vom Kopf purzelt. Aber da hört man schon heftiges Getrampel im Vorzimmer. König Schnorbert galoppiert direkt hinein ins Königsgemach.
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"Was ist denn hier für eine Versammlung? Was macht der Kerl da mit meiner Tochter?" Wutentbrannt steigt er vom Pferd und blafft in die Runde: "Hier gibt es keine Heirat ohne mein Einverständnis, ich bin schliesslich der König!" Alle blicken entsetzt auf den Monarchen und halten die Luft an. "Wenn du, du, du, kleine Kanalratte, meine Tochter zur Frau willst, dann musst du erst zum Teufel gehen und ihm die drei goldenen Haare ausreissen, die er noch auf dem Kopf hat, vorher wirst du nie und nimmer mein Schwiegersohn, kapiert?" 
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"Da wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, liebe Alinka, ich muss den Wunsch deines Vaters erfüllen. Ich werde zum Teufel gehen und von dort die drei goldenen Haare mitbringen, das verspreche ich dir."
Die zwei Liebenden verabschieden sich unter den strengen Blicken des Vaters. "Ich wünsche dir alles Glück der Welt, ich werde immer an dich denken." Edi küsst noch schnell eine Träne von Alinkas Nase. "Mach dir keine Sorgen, ich bin schliesslich ein Glückskind, mir wird schon nichts passieren."
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Jetzt geht Edi zum Teufel.


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