News : Immer das Neuste aus Gugellandia

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Juni 2020





 
Karl Karotti und die Siegerehrung
"Oh, hallo Miezi, kannst du mir helfen? Ich brauche dringend einen Tipp, was ich machen soll, wenn Karl Karotti zu Besuch kommt. Er hat Who-is-Who gewonnen und müsste auf dem Sprung nach Gugellandia sein." Loredana ist nicht wirklich ratlos, denn sie hat vor, eine MOEHRENTORTE zu backen, damit kann sie normalerweise jedes Herz erobern. Aber eine zusätzliche Idee wäre nicht schlecht. "Komm, wir fragen mal die Gemüsianer, Big Apple, Claudio und so, die kommen aus ähnlichen Familien."  Die Vorschläge sind viele, aber Lori gefällt alles nicht. "Erstmal die Torte, dann geht sicher alles wie von selbst."
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Es ist schon ein Werk, wenn man bedenkt, dass nur schon die Mandeln für diesen Kuchen zuerst gepflückt, dann geknackt, geschält, geröstet und noch gemahlen werden müssen. Aber das Ergebnis kann sich nicht nur sehen sondern auch riechen lassen. "Hallo, Lori, da bin ich. Hübsch, dein Kuchen!" "Hallo Karl, wir kennen uns ja schon vom Schiffsbauwettbewerb, erinnerst du dich?" "Na klar, du warst doch die im Kombüsenboot!" "Ha,ha, ja genau, und du bist mit Bert in die Südsee verschwunden!" Sie knabbern ein paar Brösel, dann schlägt Lori vor, erst einmal im Gemüsegarten etwas herumzuschnuppern.
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"Ich zeige dir mal meine KOHLRABI. Sowas kann man hierzulande in keinem Laden kaufen." Karl ist natürlich neugierig, er weiss nämlich, obwohl er selber eine Gemüseart vertritt, nicht genau, wie ein Kohlrabi ausschaut. "Ich finde es toll, wenn jemand Interesse für Gemüsezucht hat." schwärmt Lori und stapft voraus. "Hier müsste mal gejätet werden." lacht sie. "Gleich sind wir da." Man muss an dieser Stelle bemerken, dass Karl Karotti ein waschechter Plüschie und kein Gemüse ist, deshalb macht es ihm auch nichts aus, mit Loredana munter über das Verzehren von Grünzeug zu plaudern. "Hier sind wir. Schau mal, ist der nicht gigantisch?"
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Loredana wedelt mit den Armen und schüttelt an den Blättern. "Ich habe sie selber gesät, klitzekleine Körnchen, sag ich dir, die waren so winzig, und jetzt sind es doch so grosse Pflanzen geworden. Aber der Kohlrabi, der ist erst im August reif. Er wächst jetzt dann erst, verstehst du, den sieht man noch nicht."  Bevor Karl Karotti auf die Idee kommt, dass so eine Gartenbesichtigung vielleicht nicht gerade das Grösste aller Abenteuer ist, schlagen sie den Weg zum Wald ein. Ausser einem lustigen Pilz steht dort auch die gugelländische Lok bereit. Man muss nur einsteigen. Und los geht's!
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Dass Lokomotiven unbedingt Schienen brauchen, ist ja ein alter Zopf, wie wir beim letztwöchigen Rennen gesehen haben, funktioniert es auch ohne, man braucht nur einen ordentlichen Lokomotivführer. Loredana hat mit Harry bereits ein bisschen geübt, so dass Karl Karotti nicht gleich in der ersten Kurve schon zum Fenster hinaus geschleudert wird. Aber rasant wird es allemal. "Das ist keine Salatschleuder, das ist eine Lokomotive, halt dich fest, erst geht es mal durchs Bärenland!"  Der Besucher aus Oldenburgt lacht. "Du kannst ruhig los preschen, bei uns zu Hause geben wir auch gern mal richtig Vollgas, ha ha ha!" Eigentlich müssten nun am Wegrand EULE, PFERD und KATZE winken, aber es ist niemand zu sehen. "Weisst du, das ist jetzt ein neuer MODETREND. Man tut so, als würde es einen nicht interessieren, dabei schielt man zwischen dem Vorhang durch."
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Die Lokomotive reisst einen Stopp. "Was ist? Keine Kohle mehr?" Sie hüpfen beide aus dem Führerhaus und besichtigen die Strecke. "Den hätten wir beinahe überfahren. Das ist ein Steinpilz! Schau nur, der gesuchteste Pilz überhaupt, neben dem Trüffel, der absolute Lieblingspilz jedes Sammlers."  Nachdem sie wieder eingestiegen sind, dauert es ein Weilchen, bis Lori das Tempo von vorhin wieder findet. Sie ist immer noch ganz verzückt wegen dem Pilz. "Das ist der erste dieses Jahr, das ist eine Ehre für uns!" Karotti schaut das Exemplar etwas genauer an. "Da haben sich aber schon ein paar Schnecken bedient."  "Ja, ich frage mich auch, warum die immer schneller sind, obwohl es Schnecken sind."
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"Halt dich fest, wir machen jetzt eine Abkürzung." Die Lok biegt seitlich ab und saust nun in vollem Garecho den Hang hinunter. Zeitweise liegt das Gefährt mit den zwei Insassen gefährlich schräg im Gelände. "Hui, das ist ja wie auf der Achterbahn!" freut sich Karotti und winkt aus dem Fenster. Aber schon geht es mit Schwung wieder in die Höhe. "Wir durchqueren nun die Brombeer-Bai, hier wohnt das Rumpelstilzchen und weiter oben ist der Elfenwald. Aber die sind jetzt alle im Urlaub."
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Während sie so mit ihrer tapferen Lok durch das Brombeergestrüpp knirschen, müssen sie sich im Führerhaus etwas dünner machen, denn nicht selten wagt sich ein stacheliger Ast ziemlich nahe und lacht kratzwütig hinein mit seinem Geruch nach Sommer und Ameisen. "Gleich sind wir durch." sagt Lori und wuppt die Lok über eine kleine Anhöhe. Sie sind jetzt beim Teich unter der Linde. "Ich sag's ja immer, Abkürzungen sind gut, sie sparen Zeit, aber man kommt ins Keuchen, ha ha. Alles okay bei dir, Karotti?"   -   "Ja, klar, alles wunderbar, Lori!"
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"Ich möchte dir noch ein paar Freunde vorstellen. Sie stammen wahrscheinlich aus ähnlicher Verwandschaft." Lori versucht es vorsichtig auszudrücken. Sie will ja Karl nich beleidigen, falls ihm die Typen nicht gefallen. "Hallo, ich möchte euch Karl Karotti vorstellen. Er kommt aus Oldenburg."  Während Karotti aussteigt, fällt ihm sofort auf, dass sich jemand versucht. vor ihm zu verstecken. "Ist das Bert? Bert, bist du hier in Gugellandia? Hast du mich ausgetrickst?" Karl Karotti ist für eine Sekunde wie geplättet. "Der da hinten sieht aus wie Bert. Aber der hat doch gar nicht so viele Gugelpunkte wie ich!"  Tatsächlich, die Erdbeere sieht aus wie Karottis bester Freund Bert, aber es ist nicht Bert. "Ich bin Beeretta, alle finden, ich sei immer sauer, deshalb verstecke ich mich."
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Die Unterhaltung ist recht lustig und auch interessant, aber Lori mahnt zum Aufbruch. "Gleich fängt die Siegerehrung vom Lokbauwettbewerb an, komm, Karl, das dürfen wir nicht verpassen. Ihr seht euch sicher ein andermal wieder. Tschüsssie!" Während sie zum Festplatz runtertuckern ist Karl ziemlich nachdenklich. "Wenn das Bert wüsste..., hier in Gugellandia sitzt seine Traumprinzessin total versteckt im Gemüse.. ob ich ihm das erzählen soll?"
Die Fanfaren ertönen, als sie vor dem Siegerpodest ankommen.
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"Zum Glück haben wir noch gute Plätze erhalten. Gell Karotti." Loredana klopft ihrem Gast freundschaftlich auf die Rübenschultern. "Nachher gibt es dann Umtrunk in der Küche und natürlich Torte bis zum Abwinken. Schaffst du es noch bis dann?" Alle warten gespannt auf den, der als erster das Siegerpodest betritt, aber zuerst gibt es noch einen kleinen Rückblick auf alle beteiligten Loks. Da war Felix mit seinem Team, Iba mit ihrer tollen Mannschaft, ach, es ist so schön und bunt, wer möchte nicht nochmals alle diese herrlichen Loks sehen?!
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"Die sind doch aber alle aus Pappe, oder?" flüstert Karotti. "Ja, aber sie sind trotzdem unvergänglich, weil sie an diesem Rennen teilgenommen haben." Ganz ehrfürchtig schaut man sich jede Lok und die ganzen Züge noch einmal ganz genau an. Wen sollte man zum Sieger machen? Als Felix einfährt ist der Jubel gross. Auch Iba hat viele Freunde in Gugellandia. Mecki's Ankunft begeistert durch die schwungvolle Art. Alle Loks werden mit grossem Jubel empfangen. Und jetzt los, aufs Podest. Wer hatte die schnellste Lok?
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Ganz klar! Alle sind sich einig! Mecki ist der Sieger mit der schnellsten Lok. Er hat die Runde dreimal öfter geschafft als alle anderen.  Zweitschnellste ist Anja, sie wurde durch Schnorbert aufgehalten, sonst hätte sie vielleicht mehr herausholen können. Drittschnellster ist der kleine Berliner Bär im Zylinder. Grosser Applaus und Jubelrufe ohne Ende, aber, Moment, es gibt noch mehr Sieger. Noch schauen alle auf das leere Podest, aber dahinter ist man schon am Klettern.
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Ah, ooooh, Anja auf dem obersten Treppchen. Es geht um die beste Lokführerleistung! Im Publikum munkeln ein paar. "Typisch, Gleichberechtigung, Emanzen, ha ha, du kennst das ja, wollen nicht einfach nur süss sein, sondern Lokomotive fahren.. " Beifall von allen Seiten auch für die nächsten. Es geht um die schönste Lok bzw. den schönsten Zug. Nachdem Mr. Pig den längsten Zug mit seiner Lok bis nach Gugellandia gebracht hat, ist ihm der erste Rang in dieser Kategorie gewiss. Wunderschön hat er seine Runden auf der Erdbeerwiese absolviert. Gugellandia dankt.
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Wen wundert's, dass auch Schnorberts Neffe, Felix, auf dem Podest steht. Er hat in der Kategorie "Spannung" den ersten Platz ergattert, man erinnert sich, bei der Schwelle, als alles kreuz und quer stand..? Sogar Harry hat einen ersten Platz errungen, wahrscheinlich weil seine Lokomotive sehr widerstandsfähig ist. Nachdem sie stundenlang gekraxelt sind, alle rauf aufs Podest, wieder runter, dann gleich wieder rauf aufs Podest aber diesmal auf Platz zwei oder so.... sind dann doch alle ziemlich froh, dass endlich der Preis verliehen wird.
"Der Preis für die schnellste Lokomotive geht an - - -  Mecki!"
"Der Preis an die motivierteste Lokführerin geht an - - - Anja!"
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"Der Preis für den schönsten und längsten Zug mit der grössten Besatzung geht an - - - Mr. Pig und Tyson!"
Jetzt kommt die kleine Beppa und überreicht dem erfolgreichen Zylinderbär den gugelländischen Lok-Pokal mit den Worten. "Du bis als drittschnellster durchs Ziel gekommen, und du hast sogar noch eine wundersame Geheimschiene entdeckt." Jetzt werden noch Felix für seine waghalsigen Manöver und Iba für ihr schillerndes Outfit und ihre fröhliche Mannschaft gekürt.
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Zum Schluss bekommt auch noch Harry einen gugelländischen Lok-Pokal. Alle klatschen Beifall und jubeln. "Darf ich noch darauf hinweisen, das auch ich einen Pokal verdient habe?" Laura trampelt um ihre sich selbst überwiesene Trophäe herum und freut sich. "Schliesslich habe ich unsere Lok gebaut, Harry hat sie aber ausgezeichnet gefahren!"
In diesem Sinne wollen wir wieder einmal an alle Teams denken. Denn man muss immer zu mehrt sein um eine Superleistung zu erbringen.
Wir gratulieren allen Siegern und stürzen uns nun alle auf Loris Karottentorte.
Vielleicht gibt es ja auch ein Schlückchen Sieger-Sekt dazu?
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Gugelländisches Lokomotiv-Rennen 2020
Endlich ist es das richtige Wetter für den grossen Anlass. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, und alle warten schon gespannt auf den einzelnen Bahnhöfen und natürlich vor allem auf der Tribüne bis die Loks vorfahren. Man heizt den Loks zünftig ein, damit es auch richtig schöne Wölklein gibt. Man wird allerdings auf den Fotos nicht viel davon sehen, da Peso aus umweltfreundlichen Gründen noch ein Antifumolokinusöl beigemengt hat. Aber hören kann man die Lokomotiven dafür um so besser. Aus allen Ecken dampfen sie herbei zum Startplatz. Von dort aus geht es geradewegs zum jeweiligen Bahnhof. Jede Lok hat ihren eigenen.
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Sind alle Lokomotiven an ihrem Bahnhof angekommen, gibt der Startzeichengeber vom Hausdach oben einen Schuss ab. Sein Name ist geheim, damit es keine Eifersüchteleien gibt. Jetzt starten alle Loks in eine Richtung und sollten so nach und nach die anderen Bahnhöfe erreichen . Das ist dann wie bei einem Formel Eins Rennen, man dreht Runde um Runde bis die Zeit um ist. Die Zuschauer haben sich nicht nur an den Bahnhöfen niedergelassen, es gibt durchaus auch welche an der Strecke.  Aber wir wollen ja nun nicht das Auge auf die Zuschauer, sondern auf die Loks richten.
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Da die einzelnen Teilnehmer in verschiedene Richtungen fahren müssen, um ihre Bahnhöfe zu erreichen, herrscht ein lustiger Verkehr vor der Tribüne. "Zum Fassbahnhof kommst du in diese Richtung, ich bin auch verkehrt, ich muss runter." lacht Harry und streckt lässig den Ellbogen aus dem Führerhaus. "Geht es hier zur Erdbeerwiese?" fragt Tyson. Er und Mr. Pig haben ihre ganze Verwandschaft an Bord. "Was sollen wir machen? Wir wären ohne Wagen schon schneller, aber alle wollen mitkommen!" lacht Mr. Pig. "Im VIP-Wagen haben sie sogar Restaurant-Betrieb!"
Auch Iba und ihr Zug fährt los, zufällig in die richtige Richtung. Felix und sein Team winken aus den Fenstern.
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Nachdem alle den richtigen Weg eingeschlagen haben, wird es natürlich vorübergehen ruhiger auf den Tribünen. "Wie lange dauert es denn, bis wieder jemand vorbeikommt?"  "Gar nicht so lange, denn die Bahnhöfe sind ja nicht so weit auseinander, und dann wird es spannend, wenn sie einander überholen." Edi hüpft aufgeregt hin und her. "Wir hätten auch eine Lok bauen sollen, dann könnten wir nun hinterherdüsen." "Gute Idee!" lacht Amanda. Alles, was Flügel hat flattert nun in jede Richtungen davon. Anja kommt als erste bei ihrem Bahnhof an. Das heisst, sie kommt eben nicht an, denn es versperrt ihr jemand den Weg. "Die Bahnschranken sind unten? Aber ich bin doch der Zug? Einen Moment lang bleibt sie stehen. Dann schaut sie sich den Bahnwärter etwas genauer an.
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"Ich habe dich schon gesehen, Schnorbert, los, mach die Schranken auf!" Schnorbert kratzt sich am Kinn und schaut überrascht. "Oh, tut mir Leid, aber ich bin Schrankenwärter und wenn ein Zug kommt, muss ich die Schranken runter lassen. He, he."  Anja merkt nicht gleich, dass Schnorbert nur so tut, als wüsste er nicht wie's geht, aber dann schimpft sie: "Warte nur, wenn die anderen kommen, Mecki überrollt deine frechen Stecken ohne Anzuhalten. Hier ist ja auch gar kein Weg dazwischen."  Am Bahnhof zur Linde gucken schon alle belustigt auf Anja und den Schnorbert, der nun widerwillig die Schranken öffnet. "Bravoooo, Anja, hurrah, weiter so, viel Glück!"
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Inzwischen ist die Lok von Mr. Pig auf der Erdbeerwiese unterwegs. Es ist eine längere Strecke nur durch Wiese und kanadische Goldrautenstängel. Aber die Passagiere finden es trotzdem sehr interessant. "Hast du gesehen, da, diese Schmetterlinge, und dort, diese schönen Blumen!" "Ja, aber wo sind denn die Erdbeeren, wenn es doch Erdbeerwiese heisst?" Tyson hält kurz an und Mr. Pig steigt aus und ruft entzückt: "Tatsächlich, unter dem ganzen Gebüsch kannst du welche finden, aber schaut mal hier, diese Blume hat die selbe Farbe wie ich!"
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An Bord des VIP-Wagens bricht leichte Panik aus. "Wir wollen auch sehen, wo es Erdbeeren hat und Blumen, die wie Mr. Pig aussehen!" Aber da tritt Tyson schnell aufs Gas, besser gesagt, er gibt wieder Dampf und weiter geht die Lokfahrt durch die Erdbeerwiese. Den nächsten Bahnhof erreicht man durch eine kleine Aufwärtsfahrt durch den Wald. "Ah, da sind wir ja schon bei der Linde!" Auch diesmal versucht SCHRANKENWAERTER Schnorbert sein Schikanier-Spiel zu machen.
"Ha,ha,ha, schaut mal, die blöden Gesichter!" ruft er denen am Bahnhof zu. Aber die finden es nicht mehr lustig und rennen sofort hin, um dem anrollenden Zug zu helfen.
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Auf dem entlegendsten Bahnhof ist inzwischen auch Felix am Start. Sein Team hat die Funktion, den Zug in den hinteren Wagons mit einer spezialtechnischen Elektrofunktion durch Gewichtsverlagerung so zu steuern, das vorne die Dampfproduktion verdoppelt und das Tempo beschleunigt wird. Aber das "Wedeln" funktioniert noch nicht ganz einwandfrei. "Ihr müsst die Quergewichtsverteilung im Auge behalten, jetzt kommt eine Schwelle!" ruft Felix aus dem Fenster und macht noch einen SCHLENKER,
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Am Bahnhof Maisfeld schauen sie schon ganz gespannt auf den ankommenden Zug. "Ist das Felix und sein Team? Die haben ja eine ganz moderne Art, mit einer Dampflok zu fahren." Mit Fahren ist im Moment zwar gerade nichts mehr, denn die Experten im grünen Wagen haben sich beim Wippen verschätzt und sind blockiert.  Zugegeben, man ist mit einem Rad vielleicht wendiger als mit sechsen, aber dann bitte etwas mehr Hüpfen, Timothy und Fufi!
"Sie haben es geschaaafft!" Der ganze Bahnhof freut sich mit Felix, als sie am Maisfeld-Bahnhof ankommen. Und schon geht es weiter. Nächste Station.
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Ganz wo anders sind die Plüschpiraten noch mit einer Überraschung beschäftigt. "Gleich kommt die Lok vom Bärchen aus Berlin, von der BBB, seid ihr alle bereit, es fährt eine Adler-Lok?" Fiete ist ganz aus dem Häuschen. Der Fass-Bahnhof liegt an einer versteckten Ecke Gugellandiens und man kommt von dort leicht rüber zum Maisfeld, aber er ist auf einer kleinen Anhöhe, auf der eben ein Fass steht. Und das Fass hat ein Loch, wie die meisten alten Weinfässer, aber dieses hier ist ein geheimer Eingang. "Ah, da kommt er schon, unser Zylindermann aus dem schönen Berlin!"  "Was ist denn da vorne los? Was meinst du, Adler, müssen wir uns Sorgen machen?"
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Aber gleich geht ein Gejubel los und Freudenrufe erschallen. "Juhuh! Wie geht es der BBB und Karin und dem Ingolf?" Das kleine Bärchen mit seiner Adler-Lok vergisst, dass das Ganze ja ein Rennen ist und bleibt vor Freude beinahe stehen. Alle winken mit Berliner Fähnchen und rufen, jubeln und kreischen! "Los, weiter, du bist hier schon beim Fass-Bahnhof, jetzt musst du nur noch rüber zum Maisfeld, zum Eisentor, dann zum Bahnhof von Hase und Igel, dann zum Wurzelwackelwald, der Erdbeerwiese, zur Linde und dann bist du schon einmal herum!"
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Das kleine Bärchen fährt, erfreut von so viel Begeisterungsstürmen, weiter. Der Kohlevorrat reicht noch lange, wenn er sich etwas beeilt, kann er auch mit den grösseren Loks mithalten. Erstmal geht es hinein in den Bahnhof. Und schon ist der kleine von der BBB mit seiner Adler durch das Loch verschwunden.
Inzwischen dampft Harry mit seiner Lok durch die gugelländischen Wiesen in Richtung Eisentor-Bahnhof. Dort war früher einmal das Hühnerhaus bis der Fuchs damit aufgeräumt hat. Jetzt ist es nur noch ein Sackbahnhof. Aber alle warten schon gespannt auf Harry und die später vorbeiflitzenden Lokomotiven.
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Verschiedene Vögel, Bradipo, Hehehe sowie HUND, KAMEL und ENTE klatschen, pfeifen, krähen und bellen dem gugelländischen Hausmeister mit seiner Lok Beifall. Der Bahnhof macht verglichen mit den anderen eine etwas mystische Figur. Das eiserne Bettgestänge ist auch schon alt und darf nun noch als Bahnhofshilouette dienen. "Ich komme gleich wieder!" lacht Harry und tuckert vorbei. Jetzt geht es erstmal zum Bahnhof von Hase und Igel.
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In ganz Gugellandia sind zu diesem Zeitpunkt die lustig schnaubenden Lokomotiven zu hören. Die Zuschauer lassen sich per Vogeltaxi zu den einzelnen Schauplätzen fliegen, von oben ist gut zu sehen, wer in Führung liegt. Auch werden die Nachrichten natürlich gleich an der Tribüne weiter erzählt.
Beim Bahnhof von Hase und Igel ist Mecki gestartet, der kleine Igel aus Oldenburg, bester Freund von Zärmchen, der an der Lok mitgebaut hat. "Ich habe Zärmchen versprochen, zu gewinnen." Aber Mecki hat dennoch Zeit, den Zuschauern zu winken und zuzulächeln. 
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Aber dann geht es ab! Mit Volldampf! Doch es lauert Gefahr im Gebüsch.
Inzwischen nicht weit entfernt am Wurzelwackelwald-Bahnhof startet Iba mit ihrer Lok und ihrem Gefolge. Man kann eben nichts machen, wenn alle mitwollen, wollen alle mit. "Dafür könnt ihr schieben, falls es irgendwo steil bergauf geht!" Im Wurzelwackelwald sind vorwiegend Eichhörnchen und Wuwatis zu Hause. Deshalb machen sie auch keinen Platz, wenn eine Lokomotive vorbeifahren möchte. 
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Kai und Gonni scheinen irgendwelche Sabotage-Absichten zu haben. "Los, Mabineri, wozu haben wir euch zeitlebens mit Bonbons vollgestopft, jetzt tut auch mal was für die Allgemeinheit, verhindert, dass die Loks durch dieses Gebiet fahren." Wie man sieht, sind die Mabineri ziemlich eingeschüchtert von ihrer Aufgabe und vor allem vom Hai.
Iba dampft inzwischen fröhlich in die falsche Richtung. "Überall Wuwatis, die einen nicht vorbeilassen, dann diese schwarzen Kopffüssler, ich nehme lieber den Weg hier, der ist schön breit und frei von Störefrieden!"
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Aber Iba kommt nicht weit. Sie muss gleich ein BREMSMANOEVER einleiten, zuerst, weil ihr wieder die Wuwatis vor die Lok rennen und dann kreuzen auch noch rote Störefriede aus dem Gebüsch auf, die ihr den Weg abschneiden wollen. "Ich denke, das ist hier ein Rennen und nicht eine Strassenverkehrsübung!" Sie dreht wieder um und von der anderen Seite kommen wieder die Wuwatis und die Mambineri. Also doch diesen Weg! Denen in den hinteren Wagons fängt es an zu gefallen. "Hihi, das ist ja wie auf dem Karussell!"
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Auf keiner Strecke ist so ein Gewusel, Geflitze und Hin- und Her, wie ausgerechnet heute zwischen dem Wurzelwackelwald und dem Weg, der zum Air-Punkt führt, wo......"Ach du Schreck! Was willst du denn hier?" "Das könnte ich dich auch fragen!" Mecki und Iba stehen sich frontal gegenüber. "Einer von uns beiden muss in die falsche Richtung gefahren sein." Mecki runzelt die Stirn und steigt kurz aus, um die Strecke zu überprüfen. "Ich denke, das hier ist der richtige Weg. Du kannst mir ja folgen, wenn du willst. Wir müssen hier die Runde machen und dann rüber zur Erdbeerwiese. Alles klar, fahr' mir einfach nach."
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Und interessanterweise hat man ganz plötzlich keine Wuwatis und keine Mabirossi mehr vor den Rädern. Allerdings fühlen sie sich beobachtet und verfolgt bis sie endlich aus dem Gebiet heraus sind. "Also ich werde jetzt abdampfen, du kannst es ja gemütlich nehmen, wir sehen uns sicher bald wieder!" Mecki lässt seine Lokomotive aufschnauben und schon bald ist von ihm nichts mehr zu sehen als eine kleine Rauchwolke. "Dankeschön!" ruft Iba noch hinterher, dann kennt sie sich mit dem Weg wieder aus und tuckert nun auch in Richtung Erdbeerwiese.
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Mecki hat diese Strecke schnell umrundet, zum Erdbeerenpflücken hat er keine Zeit. Dann kommt er auch schon bei den Schranken von Schnorbert bei der Linde an.  Das erste Mal macht Schnorbi noch das übliche Spielchen, doch in den nächsten Runden gibt er dann doch klein bei und grinst nur, wenn Mecki schon wieder vorbei kommt.
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Das ganze Rennen dauert etwa zwei Stunden. Während Mecki mindestens sechsmal rundherum gefahren ist, haben es andere immerhin dreimal oder auch nur einmal geschafft. Die Mabirossi und die restlichen Spassverderber versuchen immer wieder, die Loks aus der Bahn zu werfen. Aber mit der Zeit kennt man ja das Spielchen!
Allerdings ist es für die Piloten, besser gesagt, die Lokführer mit der Zeit doch auch sehr strapaziös.
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Mr. Pig hängt zwischendurch einmal seine ganzen Wagen oben bei den Plüschpiraten ab. Dann schaffen sie nur mit der Lok eine Runde doppelt so schnell. Aber in der nächsten Runde kommt das ganze Volk wieder mit, am Schlimmsten ist es beim Erdbeerwiese-Bahnhof oder bei der Linde, da wollen immer alle aussteigen und Pause machen. "So kann man ja kein Rennen gewinnen." seufzt Tyson. Wer weiss?
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"Hallihallo, ich bin wieder da!" triumphiert Iba, als sie zum dritten Mal bei Bradipo vorbeifährt. Er hat ihr versprochen, jedesmal, wenn sie vorbeikommt, mit ihr einen Walzer zu tanzen. Zum Glück geht das Lok führen nicht in die Beine. So hüpfen die zwei bei jeder Runde einen Walzer. Mecki hat auf seinen Runden auch immer noch so viel Vorsprung, um oben bei der Linde kurz Station zu machen und etwas Gugellandialuft zu geniessen. Aber Anja ist ihm auf den Fersen.
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Wie bei einem richtigen Rennen machen alle möglichen Faktoren von sich reden. Bei Felix meutern sie plötzlich. Die hochsensiblen Wagonsensoren sind ihnen egal, sie wollen aussteigen und Walderdbeeren suchen. Die Loks, die noch die ganze Familie hinter sich herziehen, haben es natürlich einfacher als so kleine Lokführer wie zum Beispiel der Zylinderbär von der BBB. Zwischendurch wird ihm ganz bang, alleine durch das hohe Gras zu fahren.
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Aber es ist eben auch in Gugellandia so wie überall auf der Welt. Wenn man keine Gefahren mehr kennt und nicht ab und zu den Bammel hat, ist das Leben nicht mehr so spannend.
Denn wenn dann die ganzen Nöte und Schwierigkeiten geschafft und überwunden sind, fühlt man sich plötzlich frei wie ein Luftballon und könnte platzen vor Freude.
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Bumm! Alle sind wieder glücklich im Ziel gelandet. Bumm. Bumm. Bumm!

 
Vorbereitungen für das Lokomotiv-Rennen
"Es kann sich nur noch um ein paar Tage handeln, dann trudeln alle Loks hier in Gugellandia ein." Guido sitzt oben auf Laura's Dampfkamin und flattert ganz nervös mit den Flügeln. Wir werfen nun einen Blick an die Ursprung-Stätten der einzelnen Wettbewerbs-Teilnehmer. Ganz zu vorderst ist Mecki. Er hat als erster ein Foto seiner Z 001 geschickt und macht sich nun mit seinem Feuerross auf den Weg nach Gugellandia. In Berlin werden noch die letzten Streckentests auf Schienen durchgeführt. Dann darf die Adler-Lok auch auf die Reise nach Italien.
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"Oh, vielleicht treffe ich unterwegs Mecki aus Oldenburg?" Der Weg ist lang und für einen einzelnen Lokführer natürlich sehr abenteuerlich. Anja, eine, wenn nicht die erste Lokomotiv-Führerin der Plüschiewelt dampft auch los. Es ist ein weiter Weg von Norddeutschland bis ins Südpiemont. Weniger weit hat die Lok, in der sich gerade ein Wuwati den schönsten Platz ausgesucht hat. "Du darfst nicht mit." erklärt Iba der verschlafenen Mieze. Es geht nämlich auch quer rüber durch die ganze Po-Ebene. "Los raus hier, da kommen nur echte Plüschies rein!"
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Iba ist offenbar die zweiterste Lokomotivführerin der Stofftierwelt und hat nicht nur Verantwortung für eine Lok sondern grad für einen ganzen Zug! "Es geht nicht anders, sie wollen alle mit!" Ebenfalls in der hochmodernen Schachtelbahn von Felix will sein ganzes Team mitreisen. "Na schön, aber nicht, dass es wieder so rauskommt, wie beim Schiffsbauwettbewerb, ha ha ha!" Man dreht noch eine Runde auf dem Parkplatz, dann geht es los. Immer schräg südlich, dann westlich, dann geradeaus!" 
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Die Lok TN 105-7425, gesteuert von Tyson und Mr. Pig hat sogar drei Wagons im Schlepp. Der Grüngelbe ist für die kleinen Freunde, der rosa Wagon ist für die VIPs und zu hinterst dürfen noch so viel mit, wie hineinpassen. Die Loks machen sich nun aus allen Gegenden auf den Weg in die eine Richtung. Nach Gugellandia. Dort hat Guido immer noch Muffensausen und organisiert eine Lokomotiven-Sondersitzung, in der nun alle geheimen und ungeheimen Dinge erörtert werden sollen. "Was machen wir, wenn an einem BAHNUEBERGANG eine ganze SCHULKLASSE eine ankommende Lok sieht und in BEGEISTERUNGSRUFE ausbricht, wo doch noch niemand Genaueres wissen darf?"
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Miezi schlägt vor, die Sache mit den Gleisen und Streckenabschnitten denen zu überlassen, die, wie Harry und Co. wenigstens eine Ahnung davon haben, was man als Lokomotive in der Natur so braucht. "Wir gehen lieber in den Wald und schauen, ob wir etwas für die Speisekammer beisteuern können. So machen sich also Miezi, Battamba, HASE, IGEL und MAUS auf den Weg, möglichst viele Schätze aus dem Wald nach Hause zu bringen, damit man für die Ankunft der Loks auch etwas Tolles präsentieren kann. "Moment mal, Edi, du bist doch gar keine Maus, oder täusche ich mich da?" Miezi schaut ziemlich streng, aber auch verständnisvoll. "Ihr braucht doch einen Beschützer, wenn wir jetzt in den Wald gehen, ich opfere mich freiwillig!"
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Das Walderdbeerenpflücken entpuppt sich allerdings auch nicht gerade als Edi's Lieblingssport. Auch Riccio stellt sich ziemlich dumm an. "Ich sehe nirgendwo eine einzige Erdbeere!" stöhnt er schon zu Anfang. "Du kannst sie ja nicht sehen, wenn du draufstehst!" Thymi hat ebenfalls noch keine einzige Beere ins Sammelkistchen gebracht. "Entweder es hat nichts und die Brombeerranken halten mich an den Ohren fest, oder ich sehe endlich etwas Rotes im Dickicht und dann fällt es runter und kullert weg bevor ich es erwischt habe." Miezi versucht die Pflücker bei Laune zu halten. "Stellt euch vor, jetzt sind Mecki und Anja sicher schon bald dort, wo der Rhein fliesst. Hoffentlich fahren sie nicht in die falsche Richtung." Battamba hat ausser Singen wenig Interessen, aber für den Rhein interessiert sie sich. "Können sie sich vielleicht mit ihren Loks auf ein Schiff setzen und treiben lassen?" 
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"Leider nein, alle Flüsse fliessen in die falsche Richtung. Unsere Loks müssen schon 'zu Fuss' kommen!" Edi hat sich inzwischen den Bauch mit Erdbeeren vollgeschlagen und legt sich wie Riccio ins Blätterbett bis neue Kommandos kommen. Thymi hat eine seltsame Höhle entdeckt und kann natürlich ihr neugieriges Schnuppernäschen nicht davon abhalten, einmal in das Loch hineinzugucken. "Hilfee! Holt mich hier raus, schnell!" "Ja, was ist denn da drinnen? Schlange, Dachs, noch schlimmer?" "Nein, nichts, aber ich bin steckengeblieben."
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"Mit den paar Erdbeeren können wir keine Lokomotiv-Führer verführen!" lacht Miezi. "Strengt euch ein wenig an, dann schauen wir da drüben, ob es vielleicht Pilze hat." "Ich hätte nie gedacht, das Erdbeeren Pflücken so anstrengend ist." seufzt Alinka. "Es ist ja auch nur anstrengend, weil man sie nicht essen darf, sondern in die Schüssel tun muss." weiss Battamba und wirft sich gleich zwei-drei in die behütete Zwitscherkehle. "Schauen wir mal, ob's Eierschwämme hat." Zwischendurch etwas Neues ist bei 'so Ausflügen mit Ungeduldigen meistens sehr gefragt.
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"Warum meint man eigentlich immer, der andere Weg wäre wahrscheinlich besser gewesen?" Battamba ist von ihrem Saftling nicht eben begeistert. "So denke ich nie, Battamba, bei mir wächst einfach immer der Pilz am falschen Ort." Im Hintergrund hört man Miezi rufen. "Seid ihr noch alle da? Wir müssen uns beeilen, ich habe schon das Dampfen einer Lok und ein Bimmeln gehört."  Alle lauschen gespannt, aber man hört nur Vogelgezwitscher und Battamba. "Süss, guckt mal, ist der nicht süüüüüüss. Den nehmen wir nach Hause, bis Weihnachten wächst er noch ein bisschen!"
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Die lustige Truppe hat sich nun in einem Geissblatt-Busch versammelt um ein Selfie zu machen. "Alle da, das ist schön," findet Miezi, "aber wo sind die Schälchen mit den Erdbeeren?"  "Thymi hat sie zuletzt gehabt."  "Ja, aber das war, bevor Battamba ihre Erdbeere reingeworfen hat." Alle sind schon etwas müde vom vielen Herumklettern und Schwatzen. "Wir können doch nicht mit leeren Pfoten nach Hause kommen. Habt ihr vergessen, dass die Lokomotiv-Führer durch halb Europa sausen, um zu uns zu kommen?" Miezi stellt den Schnauz fast wie eine Drohkrawatte nach oben. "Vielleicht kann uns der Kraterbaum helfen." Edi tanzt schon auf einem merkwürdigen Strunk herum.
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"Macht euch keine Sorgen, ich kann die Schälchen mit den Erdbeeren wieder herbeisingen." Jeder hat so seine Idee, wie man zu den verlorenen Schätzen kommen könnte, aber einig sind sie sich nicht. "Was ist Miezi, kannst du nicht klettern?" Riccio will Miezi eine Pfote reichen, um sie hochzuziehen. " Das ist es nicht, es ist der falsche Kraterbaum, der hier hat nur fünf Zähne, normalerweise haben hilfreiche Kraterbäume sechs davon. Kommt runter!"
Aber Battamba möchte zuerst noch ihre Erdbeer-Arie singen.
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Der Erfolg ist mittelmässig. Einige Bäume lachen sich tot und kippen quer über den Weg. Die Erdbeeren bleiben verschwunden und der Rest der Truppe hält sich die Ohren zu und findet einen neuen Kraterbaum. "Ist das der richtige Katerbaum, Miezi?" fragt Alinka, das Häschen. Sie bewundert Miezi sehr."Kein Katerbaum, ha ha, K-r-aterbaum. Das sind Bäume, die zu Vulkanen wurden. Nachdem sie ausgebrochen sind, bleibt nur noch der Krater, aber da ist immer viel Geheimnisvolles drin. Schaut nur!"
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Es gibt hunderte solcher Kraterbäume in Gugellandia. In der Ferne hört man nun aber doch ganz deutlich ein Bimmeln und Schnaufen, wie wenn eine Dampflokomotive unterwegs wäre. "Habt ihr das gehört?" "Das war wahrscheinlich nur der Kraterbaum, vielleicht hat er etwas schwerverdauliches zu Mittag gegessen!" Edi hat wieder einmal eine Idee. "Wir werfen etwas in den Krater, zum Beispiel eine Kraterbaummagenpille und dann geht es ihm wieder gut, und er sagt uns wo wir unsere Erdbeer-Schälchen vergessen haben." "Du hast Recht, Edi, manchmal ist es einfacher, als man denkt."
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"Hier, das ist genau die richtige Verdauungs-Pille für einen Kraterbaum." Edi und Thymi sondern sich vorsichtshalber ein wenig ab. "Wer weiss, was passiert, wenn ein Kraterbaum eine Vulkanverdauungspille schluckt."
Es kippen zwar wieder ein paar Bäume um, und unsere Freunde wissen überhaupt nicht mehr, in welchem Teil des Waldes sie sich befinden. Einen Moment lang haben alle einen richtigen Schreck. Ein riesengrosses Spinnennetz aus Brombeerranken versperrt ihnen den Weg. "Da kommen wir nie durch, da reissen wir uns die ganzen Plüschfedern aus. Ich bleibe hier, phuh!" Battamba ist die Grösste und müsste sich nun ganz klein machen. "Das schaffe ich nicht!"
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Aber jetzt zeigen endlich die Jungs, was sie können. Riccio und Edi klettern unerschrocken auf dem stacheligen Spinnennetz herum und knabbern ein paar Löcher frei, so dass alle schlussendlich doch noch unzerfetzt durchklettern können. "Das ist ja schon ein merkwürdiger Wald, schau, mal Miezi, hier liegen die Eierschwämme schon fertig gepflückt, wir müssen sie nur noch mitnehmen." Battamba schnuppert interessiert. "Und hier sind unsere Erdbeerschälchen und sogar ein paar Täublinge. Wem haben wir das jetzt zu verdanken, Miezi?"
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Bimmel, bimmel, tschupf tschupf, tschipfu tschipfu. "Kommt, schnell nach Hause, die Loks kommen!" sie müssen noch einen letzten steilen Hang erklimmen, dann hören sie auch schon das Dampfen der Lokomotiven. "Sie sind daa! Hurrah, die Loks sind da. Sie kommen, juhuh!"
Die einzelnen Teilnehmer des Lokbauwettbewerbs haben unterwegs natürlich viel erlebt, auch ihnen haben sicher Kraterbäume und Flüstergeister geholfen, dass sie die Fahrt unbeschadet überstanden haben. Die Wetterbedingungen sind noch gut, allerdings kann man froh sein, wenn man es noch rechtzeitig ins Trockene schafft.
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Aus allen Himmelsrichtungen kommen Loks und ganze Züge angedampft. Einige sind vollbesetzt und die Passagiere winken aus den Fenstern. "Hurrah, Gugellandia, wir sind da!"
Welch wunderbarer Anblick. Doch die eigentliche Ankunft mit Publikum und den ganzen Begeisterungsstürmen verschieben wir infolge einer kommenden Unwetterwand auf nächste Woche.
Loredana hat Freudentränen in den Augen und saust in die Küche.
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Aber am nächsten Dienstag ist es so weit.  
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Bis dann wünschen wir alles Gute und eine kurze Woche.

 
Der Tölpelhans 
Die Maulbeeren sind reif und fallen schon von den Ästen. Miezi schickt Ali, ihren kleinen Pyranha, den sie vor Jahren am Jahrmarkt eigenhändig gefischt hat, aus, um sämtliche Ziegen in Gugellandia ausfindig zu machen. "Immerhin haben wir inzwischen welche. Beim 'Tischlein deck dich' musste sich noch ein Reh verkleiden, ha ha!" Ali findet die verschiedenen Böcke beim Fressen. "Los, Miezi schickt mich, für einen oder zwei von euch gibt es eine Rolle im nächsten Märchen." Das ist natürlich besser als Maulbeeren!
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Die Geschichte beginnt im Hause eines nicht gerade armen Edelmannes, der drei Söhne und viele Interessen hat. Jeden Tag liest er erstmal die Zeitung, das gehört sich so für einen gebildeten Bürger. "Nicht viel Interessantes heute." Grünling blättert gelangweilt in der La Pampa, der wichtigsten Zeitung des Königreichs. Es ist ein friedlicher Sommertag, ein Lüftchen haucht in die Zeitungsblätter, Sonnentropfen fallen durch den Blätterkranz vom Olivenbaum. Da entdeckt der Vater eine interessante Notiz in der Zeitung.
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"Aufruf des Königs! Na sowas, die Prinzessin sucht einen gescheiten Jüngling, interessant, ja, gescheit sind meine Buben, zwei davon wenigstens." Grünling blickt rüber zu seinen zwei Söhnen, die ebenfalls unter dem Olivenbaum sitzen und ihre Nasen in die Wissensquellen stecken. Bradipo, der Älteste, kann nicht nur sämtliche TELEFONBUECHER vorwärts und rückwärts auswendig aufsagen, er hat nun, nachdem Telefonbücher ausgestorben sind, auch das Lexikon von A bis K in sämtlichen Sprachen von links nach recht und von rechts nach links im Kopf.
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Sein Bruder Napoleon hat ebenfalls mit Telefonbüchern angefangen, aber weil sich niemand mehr dafür interessiert, paukt er jetzt auch das Lexikon von L bis Z in russisch, schweizerdeutsch und muselmanisch. "Kommt her, Söhne, schaut euch das an. Ein Aufruf des Königs. Ihr könnt die Prinzessin heiraten, sie sucht jemanden, der ihr immer eine Antwort geben kann. Ihr seid doch so gescheit und wisst alles!" Bradipo und Napoleon gucken in des Vaters Zeitung und können es fast nicht glauben. "Ich gebe euch meine zwei besten Pferde aus dem Stall, reitet zum König und meldet euch am Schlosstor, wie hier geschrieben steht!"  Bradipo und Napoleon machen sich sofort erfreut auf den Weg.
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Aber Grünling hat noch einen dritten Sohn. Er gilt als Tollpatsch und wenig gescheit.  Aber ist immer gut gelaunt und hat verrückte Ideen. Als Anwärter für einen Prinzgemahl scheint er aber so unwahrscheinlich, dass ihn der Vater nicht einmal ruft. Aber Edi hat es schon gehört. "Oh, ihr geht die Prinzessin heiraten, ich komme auch mit, wartet!" Alle schauen verwundert. "Du? Du bist doch nicht gescheit wie wir. Du bist ein Tölpel, machst alles verkehrt und kennst nicht mal die sieben Weltwunder!"  Die älteren Brüder schwingen sich in die Sättel und galoppieren davon.
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Aber Edi hat eine Idee. "Ich brauche ja kein Pferd, Vater, ich nehme meinen ZIEGENBOCK, auf dem ist auch ganz gut reiten. Du wirst sehen, die Prinzessin wird von uns begeistert sein. Komm, Vanille, wir reiten zum Schloss!" Grünling sieht seine drei Söhne in der Weite des Grüns verschwinden. "Hoffentlich blamiert mich der kleine Lümmel nicht, er ist ja soo dumm und einfältig!" 
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Natürlich sind die älteren Brüder mit ihren Pferden schneller als Edi mit seinem Ziegenbock. Aber zwischendurch genehmigen sie sich eine etwas langsamere Gangart, um in Ruhe noch einmal all ihr Wissen durchzubrabbeln und ihre Gedanken auf all das zu richten, was eine Prinzessin wohl interessieren könnte. "Meinst du, sie interessiert sich für Sport? Ich pauke im Hirn gerade sämtliche Fussballweltmeisterschaften durch." Bradipo hat schon ballrunde Augen und fällt fast vom Pferd. "Ich denke, ich werde mich mal über Parfümhersteller und alle Düfte etwas geistig erfrischen, Damen mögen sowas." Auch Kiwi Napoleon kippt fast vom Ross, denn hinter ihnen kreischt immer wieder Edi: "Huii, Brüder, ich komme!"
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Immer wieder treffen sie an den Wegrändern auf Publikum. "Oh, schaut, Jünglinge! Die wollen bestimmt alle zum Schloss!"  Während sich Napoleon und Bradipo gegenseitig abfragen, hat Edi, der wieder etwas zurückgefallen ist, im Gras etwas entdeckt. "Oh, was sehe ich da? Ein alter Stiefel. Du meine Güte, der hat vielleicht was erlebt, so wie der aussieht. Ich werde ihn mitnehmen und der Prinzessin schenken, was meinst du, Vani?" Der Geissbock ist nicht gerade begeistert, denn man muss dieses Riesending ja nun auch noch mitschleppen. "Für die Prinzessin?"
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"Ich schleppe den Stiefel, du musst nur mich schleppen." tröstet Edi seinen Geissbock und sie führen ihren Weg fort. "Aber das Insekt muss hier bleiben, sonst ist der Anhänger zu schwer, denke ich." Und wenn Edi denkt, hat das meistens Folgen. Weil Bradipo und Napoleon am Wegrand noch mit den Leuten schwatzen, kann sie Edi leicht wieder einholen. "Schaut mal, ich habe ein Geschenk für die Prinzessin."
Natürlich kann keiner Edi's Euphorie teilen. Einer Königstocher einen alten, zerschlissenen Schuh vorsetzen zu wollen, ist für niemanden einleuchtend.  Aber lustig.
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Die Reiter setzen nun ihren Weg fort, vorne die zwei Pferde mit den gescheiten Jünglingen, dahinter der etwas unsaubere Ziegenbock mit einem noch unsaubereren Dreckstiefel im Schlepptau. Aber es wird noch schlimmer. Edi muss schon wieder anhalten. "Schau da, ich glaube, ich habe noch ein Geschenk für die Prinzessin gefunden." Aber es hat am Fusse der Eiche nur Erde, Laub und.... eine tote Krähe. "Du meinst doch nicht den toten Vogel?" "Na klar, weisst du, wie der sich freut, wenn wir ihn in unserem Schuh mitnehmen?"
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"Nein, Edi, das kannst du nicht machen." Seine Brüder sind empört. "Du bist wirklich in der falschen Spur, die Prinzessin wird dich hochkannt aus dem Schloss werfen, wenn du so ankommst!"  Ha, ha, ha. " Die können ihn gar nicht rauswerfen, weil sie ihn so schon gar nicht rein lassen." Ha, ha, ha. Aber Edi schleppt unbeirrt seine Schätze hinter sich her.  "Komm Napoleon, wir reiten schnell voraus, der Dussel vermasselt uns sonst noch unseren Auftritt. Wir sind doch gescheite Jünglinge und keine Tölpel." Die Brüder reiten nun in gestrecktem Galopp davon. Edi ist weitgehend abgehängt.
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"Och, sollen die doch gehen, ich muss mich hier noch etwas umschauen. Da ist eine anziehende SCHLAMMPFUETZE, es könnte wunderbare Algen darin haben, so richtig fette Grüne, die man immer für alles brauchen kann." Tatsächlich. "Die sind soo toll, diese Algen, mit denen kann man sich eine Seejungfrauenfrisur machen, oder man kann sie auch so ins Bett nehmen, das findet sicher auch die Prinzessin, die nehmen wir mit!" Edi fischt das Algenzeug aus dem Tümpel, sehr zur Unterhaltung der anwesenden Zuschauer. "Das willst du der Prinzessin mitbringen? Hohohoho! Hihihihi!"
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Edi stopft den Schlamm unter die Krähe in den Schuh und Vanille will gerade weiterziehen, da hüpft Edi wieder ab und rennt zurück. "Ich muss noch mehr davon haben, nur noch ein kleines Bisschen!" Sogar der Geissbock schlägt sich nun langsam den Huf an die Stirn.
Inzwischen ist am Schlosstor schon einiges los. Gescheite Jünglinge aus dem ganzen Land sind herbeigeströmt, um der Prinzessin zu zeigen, was sie so drauf haben. Aber die Wache am Tor lässt nicht einfach so eintreten.
"Erstmal alle eine Nummer fassen und dann hinten anstellen bitte!"
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Im Thronsaal sagt der König zu seiner Tochter. "Die Kandidaten sollen es nicht zu einfach haben. Ich werde hinten in der königlichen Küche zünftig anfeuern und junge Hähnchen braten lassen. Auch werden die königlichen  HOFBERICHTERSTATTER ein Auge auf die Anwärter werfen, damit die noch mehr ins Schwitzen kommen, dann werden wir ja sehen, wer am Schluss noch etwas zu sagen hat. Der König geht schmunzelnd und augenzwinkernd höchstselbst ab in die Küche.
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"Zettelwirtschaft, sogar hier? Ich bin entsetzt!" Cirillo und Ahuii sind als Wächter vor dem Schlosstor eingesetzt und kontrollieren die Ankommenden. "Wer keine Nummer hat, kommt nicht rein. So einfach ist das. Bitte hinten anschliessen, da vorne im prallen Sonnenschein, macht wahrscheinlich am meisten Spass, hähähä." Ahuii ist ein Piratenpapagei, da kann man kein Mitleid erwarten. Die Teilnehmer gehorchen und stellen sich in Reih und Glied an die Sonne, die ihnen nun gehörig in den Pelz brennt. Die vielen Nummernzettel lassen erahnen, dass der Tag wohl lang wird. Die Schlange mit gescheiten Jünglingen geht auch schon fast einmal rund um das Schloss rum.
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"Was meinst du, möchte die Prinzessin hören? Soll man ihr etwas vorsingen, ein Gedicht aufsagen oder vielleicht eine Pantomime vorspielen?" "Also ich werde ihr vom Garten meiner Tante erzählen. Die hat so viele Insekten und Kriechtiere dort, das ist so spannend, da wird die Prinzessin gleich mitkommen wollen, um zu gucken." "Ich werde der Prinzessin von meinen Kochkünsten erzählen bis ihr das Wasser im Mund zusammenläuft und sie sich auf mich stürzt." Alle haben gute Vorsätze, aber es kommt natürlich anders. Kaum ist ein Kandidat drinnen, vergeht kaum eine Minute und er fliegt durch den Hintereingang wieder raus.
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Auch Bradipo und Napoleon sind am Schlosstor angekommen. Aber die Schlange der Kandidaten ist immer noch sehr lang. Die Sonne brennt gnadenlos auf die armen gescheiten Hirne herunter und es geht trotz Minutentakt sehr langsam vorwärts. "Wenn ich noch lange hier stehen muss, weiss ich überhaupt nichts mehr!" seufzt Napoleon. "Ich habe auch schon gar keinen Schweiss mehr!" Bradipo wird es zwischendurch schon schummrig vor den Augen.  "Der nächste bitte!" Durch die Hintertüre kommt schon wieder ein abgewiesener Freier luftschnappend heraus. "Vielleicht ist die Prinzessin eine Schreckschraube!" hechelt Brauni, bevor auch er noch sein Glück versucht.
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"Gleich sind wir dran, Napi, ich bin so von der Sonne geplättet, mir fällt im Moment nicht einmal mehr der erste Buchstabe vom Alphabet ein." "Du wirst es schon wuppen, du bist ja der ältere von uns beiden." Aber auch Napoleon hat durch die Hitze eine völlige Gleichgültigkeit im Hirn. "Vielleicht geben sie uns ein Glas Wasser." keucht er. Endlich sind sie dran und dürfen durch das königliche Tor in den Thronsaal zur Prinzessin.
Aber da drinnen ist es noch heisser als vorher draussen. Dazu kommt noch die Aufregung.
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Bradipo stottert schon am Eingang. Füfüfünfüfündtpsss. Dann sieht er die wunderschöne Prinzessin, die ihm fröhlich zulächelt. Jetzt ist es erst recht um ihn geschehen. "Hähähä häiss is." die Zunge klebt ihm am Gaumen und er starrt erlösungssüchtig auf die kleine Maus auf ihrem Servierteller. "Ja, es ist heiss, das sagen alle, das kommt, weil mein Vater heute junge Hähnchen braten lässt." Bradipo fühlt sich sofort selber wie ein gebratenens Hähnchen, leicht angesengt stottert er noch ein paar unverständliche Worte, dann ruft Beppa unbarmherzig: "Raus mit ihm! Der nächste!"
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Aber auch Napoleon hat während ihm die Sonne auf den Kopf gebrannt hat, alles vergessen. Jetzt weiss er nur noch, dass vor ihm eine wunderschöne Prinzessin sitzt und darauf wartet, dass er etwas Gescheites sagt. "Mpf, hmm, hei  s hie s!" "Ja, es ist heiss, dass sagen alle, Papa hat heute junge Hähnchen braten lassen!"  Auch dem Kiwi geht es nicht anders als seinem Bruder. Er fühlt sich wie ein gerupftes Huhn auf dem Grill und Beppas schmachtender Blick ist grad noch Öl ins Feuer. "Uff, wuff, smm." Und das aus dem Schnabel eines Gelehrten!! "Raus mit ihm, Der nächste!"
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Rund an den Wänden haben die Schreiber ihre Pulte aufgeschlagen und notieren fleissig, was die Kandidaten sagen.  Es erstaunt nun nicht mehr, dass ihre Notizblöcke gähnend leer sind. Hat ja bis jetzt auch noch kein einziger von den gescheiten Jünglingen überhaupt ein Wort heraus gebracht. Draussen vor dem Schlosstor kommen die enttäuschten Freier endlich wieder zu Atem. "Mann, das war so heiss, meine Kehle war wie zugeschnürt." "Ich wollte die Prinzessin um einen Tropfen Wasser bitten, aber ich konnte nur noch krächzen." Die niederschmetternden Erfahrungen sämtlicher Anwärter gehen in die selbe Richtung. "Wir waren zu doof!"
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Inzwischen ist Edi noch mit seinem Ziegenbock und dem Anhang unterwegs. Zwischendurch lösen sie sich sogar ab mit Watscheln und Ziehen. "Da vorne ist der Eingang, Prinzessin, wir kommen." Inzwischen hat sich auch der Stau aufgelöst. Edi kann gleich als Nummer 600 eintreten. "Moment..." Cirillo will ihn aufhalten. Aber Edi ist gleich mitsamt dem Geissbock und dem Schuh im Schlepptau durch das Tor gerutscht, voller Freude, endlich die Prinzessin zu sehen.
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"Das sind die Geschenke für die Prinzessin, ihr Spassvögel!" ruft er munter der Papageiwache zu und reitet einfach durch. "Hallo, Prinzessin, da bin ich, whau, habt ihr heiss da herinnen!" "Ja, das haben heute schon einige gesagt, wir haben junge Hähnchen gebraten." "Upps, ach, das trifft sich gut, ich habe auch noch einen Vogel für auf den Grill." Die Prinzessin ist ganz überrascht, dass endlich mal einer ein Wort herauskriegt. Die meisten dachten bei den jungen Hähnchen an sich selber und schmörzelten geistig schon auf dem Grill. Edi legt ihr die tote Krähe zu Füssen.
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Jetzt ist die Prinzessin etwas sprachlos. "Oh, na klar, aber wir machen es in der Pfanne." "Auch kein Problem, schöne Dame, hier ist die Pfanne, perfekt für einen Vogel wie diesen!" Edi schiebt den Schuh vor und stopft die Krähe wieder hinein. Beppa sucht nach einer Antwort. "Aber Gemüse dazu, es bräuchte noch Gemüse!" "Auch kein Problem, Prinzessin, alles schon dabei." Jetzt wühlt er nach dem Schlamm. Gespannt schauen die Hofberichterstatter zu, wie Edi den Schlamm aus dem Schuh fischt. Endlich gibt es was zu schreiben.
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Prinzessin Beppa kann sich nun ihr Lachen nicht mehr verkneifen und sie hüpft von ihrem Servierbrett herunter. "Du bist mir ja einer! Hast du eigentlich gar keine Angst? Schau mal da, an den Wänden, das sind alles hochwohlgeborene Schreiber von hochwohlgeborenen Neuigkeiten. Alles was du tust oder sagst, schreiben sie auf und verbreiten es auf der ganzen Welt. Der da in der Mitte, das ist der Schlimmste von ihnen. Und der ganz rechts ist von der Klatschpresse.
Edi guckt kurz in die Runde und dann greift er genüsslich in den Schlamm.
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Klatsch - Platsch - und noch eine Hand voll in diese Richtung. Ha ha ha ha! Das gefällt der Prinzessin. Sogar die Krähe ist vom Tode aufgewacht. Ja, wie ist das schön! Manchmal braucht es eben nur eine kleine Schlammschlacht und alles ist gut.
"Du, wir haben auch eine Ziege im Stall, komm Edi!"
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Während sich die gelehrten Schreiber noch den "Pflutter" aus den Augen reiben sind Edi und Beppa schon fröhlich mit  ihren Geissböcken unterwegs - in der sommerlichen Weite Gugellandiens.
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"Hast du dir wirklich alle 599 genau angeschaut?" - "Nein, ha, ha, ich habe nur auf dich gewartet!"


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