Mister Umwelt
Tipps und Weisheiten zu.... in alphabetischer Reihenfolge

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Umweltminister: Dezember 2017





 
 Weihnachtsmuffel
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Es gibt ja alles. Weihnachtswaffeln, Weihnachtsengel, Weihnachtsgeschenke, huh, es hört gar nicht mehr auf, aber ihr glaubt ja gar nicht, wie viele Weihnachtsmuffel es gibt. Vielleicht seid ihr ja selber einer, nur habt ihr es genau am Heiligen Abend wieder vergessen, weil ihr so froh seid, dass es vorbei ist. Ich persönlich mag ja die Idee von Weihnachten. Mitten in dieser dunklen Jahreszeit ein paar Kerzen anzünden und Geschenke verteilen, von mir aus in der Kirche singen und Krippenspiele aufführen. Aber irgendwie hat das Fest immer einen leicht verlogenen Beigeschmack. Als ich noch ein ganz kleiner Vogel war, haben sie mir ja schon Lügen erzählt. Am Himmel fahren Schlitten mit fliegenden Rentieren herum, dicke Weihnachtsmänner rutschen den Kamin herunter, es ist eine bunte Vielfalt anTradition, die man nicht mehr wegdenken kann. Dass man den Kinder vom Christkind erzählt, geht ja noch. Das soll es ja gegeben haben. Aber der Babbo Natale? Wie hat sich denn ein Weihnachtsmann in diese ganze Geschichte eingekauft? Ich komme nicht drumrum, zu denken, dass es vielleicht mal einen freundlichen Bischof gegeben hat, den sie verwechselt haben. Wie auch immer das Schlimmste an Weihnachten ist diese verstaubte Tradition. Aber auch wenn sie heute zu Weihnachten in den Schulen hochmoderne Inszenierungen über Umweltthemen hinlegen, muss ich sagen, da ist mir doch Maria, Josef und das Eselein lieber.  Da muss man einfach durch. Fröhliche Weihnachten.

 
 Plastische Chirurgie
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Das Thema ist überhaupt nicht zu gross für einen kleinen Umweltminster aus Gugelhausen. Irgendwann muss man sich  ja etwas Luft machen und sagen, dass es keine Kunst ist, sich unter das Messer von Chirurgen zu begeben und an sich rumschnippeln zu lassen. Auch wenn das Resultat das Opfer erfreuen sollte, so ist es doch wie beim Tätowieren nur ein Versuch, sich irgendwie zu verändern. Dagegen habe ich ja auch nichts, aber wenn sich gewisse Spassvögel so verändern, dass sie am Ende keine Vögel mehr sind, dann muss ich dazu einfach Folgendes sagen:  
Ist doch wurst, lassen wir sie doch, macht auch nichts, die werden sich sowieso nicht mehr fortpflanzen, aber wenn,   was würde das Kind sagen, wenn es seine Mutter sieht? Vor allem die Mutter würde dann denken, hopps, da kommen vielleicht noch ein paar Kosten auf mich zu. Ha ha ha, wahrscheinlich. Die Natur lässt sich nicht übertölpeln. Für Chirurgen und Skalpellvirtuosen ist das aber toll. Wir bewegen uns in Richtung Frankenstein und Utopia, kein Zweifel. Und wir vergessen natürlich das Wichtigste. Wenn sich jeder nun eine neue Nase bauen kann, wer hat dann noch Kontrolle über sein Gesicht? Wenn sich jedes Mädchen zum 20. eine Busenkorrektur wünscht, wie erklärt sie das ihrem Zukünftigen? Die Natur macht doch selber schon so viele Scherze, warum noch nachhelfen? Genau. Damit wir etwas zu lachen haben.

 
  Borgen und Banken
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Es gibt nichts unverfrorenes als Banken. Sie tarnen sich unter einem herrschaftlichen Dach der Imunität und zapfen ab, melken uns wie die Ameisen Blattläuse und bleiben:  immer die Braven und Guten. Staatliche Banken sind vielleicht etwas weniger riskiös, aber auch nicht human. Private Banken aber sind anonyme Saurier, die dir anfangs alles vors Maul schieben und kaum hast du zugebissen, fangen sie an, dich aufzufressen. Oh, liebe Freunde, ich weiss, wie das ist. Ich predige meinen Schülern (ähm, ja ich bin nebenamtlich Betriebswirtschaftslehrer..) immer, macht keine Schulden, sonst seid ihr nicht mehr frei. In Italien macht inzwischen jeder Ferien auf Pump, feiert Weihnachten mit geborgtem Geld und  zahlt dann wieder das ganze Jahr die Schulden ab. Die Inkassobüros hierzulande haben jedes Jahr wieder einen anderen Namen. Man weiss schon gar nicht mehr, wer ein staatlicher oder privater Geldeintreiber ist. Und auch wenn du von gar niemandem etwas geborgt hast, sind sie hinter dir her. In diesem ganzen Wischiwaschi kann sich in Italien nun natürlich mancheiner aus den Schulden rauswursteln. Die Summe allens wird dann wieder auf jeden Kopf verteilt. Ich möchte einfach alle warnen. Ein Kredit ist wie ein Luftballon. Er war da, und wenn er weg ist, kannst du ihn nicht mehr zurückholen. Wenn dich ein Freund fragt, ob du ihm 100 Euro borgen kannst. Tu's nicht. Schenk ihm 20. Er würde dir die Hundert so wieso nicht zurückzahlen, er würde höchstens nicht mehr dein Freund sein. Borgen bringt Sorgen, ha ha. Also verlegen wir uns voll aufs Schenken. In diesem Sinne schönen Advent.

 
 Clowns
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Bestimmt denkt keiner von euch noch mit fibbrierendem Bauch voller beinahe berstenden Lachmuskeln an Clowns. Wer sich eine rote Nase ins Gesicht steckt, ist schon längst nicht mehr lustig. Die Maskerade mit Grimasse und falschem Holzbein bringt es einfach nicht mehr. Eher wird man noch als unbestimmte Figur verhaftet, als dass sich jemand freut, wenn man an einer Strassenecke ein paar Bälle in die Luft wirft. Die Menschen gehen dezemberverhüllt an einem vorbei und machen verkniffene Gesichter.  Ich wollte heute einfach kein politisches Thema wählen, denn die Adventszeit soll schön und romantisch sein und nicht regierungsverhangen oder politgeschwärzt. Sie sollte aber auch nicht vor Angst strotzen, weil man Attentate auf Weihnachtsmärkte befürchtet, sie sollte einfach so etwas glitzernd, leuchtend durch den Winter führen mit Geschenkpapier knistern und mit Seidenbändern wedeln. Aber eben. Da die Weihnachtsmänner ja auch eine rote Nase haben, könnten sie ja versteckte Clowns sein. Weg mit dem ganzen Misstrauen. Es gibt keine Weihnachtsmänner, die nicht Clowns wären, und es gibt auch keine Terroristen, die sich nicht dazu machten. Noch knapp 20 Tage und dann ist der Weihnachtsrummel schon wieder vorbei, und es geht dem Frühling entgegen. Wer Lust hat, soll den Zauber geniessen, es ist alle Jahre wieder irgendwie schön.


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