Mister Umwelt
Tipps und Weisheiten zu.... in alphabetischer Reihenfolge

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Umweltminister: Mai 2019





 
 Der Brexit
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Drei Jahre ist es nun schon her, dass ein Land auf dieser Erde seiner Bevölkerung eine Frage gestellt hat, die mit 51,9% allerdings etwas knapp mit JA bzw. NEIN beantwortet wurde. Ich stecke als Kultur- und Umweltminister meinen Schnabel ab und zu auch ins politische Geschehen. Denn dieses bereitet der Menschheit wohl am meisten Sorgen. Also nochmals zum Nachschreiben. Die Hälfte eines Landes möchte aus der EU austreten, die andere ist sich nicht sicher oder will es nicht. Zugegeben 51,89 Prozent sind keine grosse Mehrheit. Also zieht man das Ganze einfach politisch möglichst lange hinaus, dann vergessen diese dummen Leute vielleicht, was sie wollten. So funktioniert Politik. Der einzelne Mensch hat überhaupt keine Stimme. Da wird manipuliert, geschmiert, gestrichen, kalkuliert und eliminiert.  Stellen wir uns das mal einfach vor. Gugellandia hätte zum Beispiel einen Sportklub. Hat es nicht, aber wir nehmen das einfach mal an. Jetzt muss man beitreten, um mitspielen zu dürfen. Und natürlich MITGLIEDERBEITRÄGE bezahlen.  Verschiedene Mitglieder werden nun gemobbt oder haben sonst schlechte Erfahrungen gemacht, und möchten wieder austreten. Aber jetzt kommt der springende Punkt. Dem Klub fehlen nachher nicht die Mitglieder, die tun ihm nicht weh, aber die Beiträge.  Es geht nun darum, dem austretenden Mitglied weiterhin so viel Steine in den Weg zu legen und Strafbeiträge zu entlocken, falls es überhaupt austreten darf, damit der arme Klub keinen Schaden nimmt. Also immer gut überlegen vor einem Beitritt. Ein kleines Land, eines der reichsten der Welt, nämlich Norwegen, zahlt zwar Mitgliedsbeiträge (Kohädingsbummsmiliarden) aber wenigstens können ihnen diese Klub-Bonzen nicht dreinschwatzen.  Ich hoffe, es kriegt nun wegen diesem fröhlichen Thema niemand einen dicken Hals, ha ha. Schaut meinen an, der ist noch ganz schmal.

 
 Eurovision Song Contest
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Man muss viel Geduld haben mit den Menschen. Sie versuchen ja alles Mögliche, um vereint glücklich zu sein. Ein besonderer Anlass ist jedes Jahr der europäische Gesangswettbewerb, wie er früher einmal hiess. Da sich diese Veranstaltung über einen mehrjährigen Zeitraum schon ziemlich gut hält, muss man ehrlich sagen, dass es sicher besser ist, sich mit Liedern als mit Waffen zu bekämpfen. Zugegeben, es ist nicht leicht, zu verlieren, und wenn natürlich von über 40 Teilnehmern nur einer der Sieger ist, sind logischerweise einige stinksauer. Was beim Sport so einfach geht, ist in der Kunst schon etwas schwieriger. Hier in Italien waren sie sogar einmal so beleidigt, dass sie sich die Teilnahme am Eurovision Contest an den Hut steckten. Denn in Italien gibt es diesen Sängerwettstreit landesweit ja schon lange. San Remo. Und der Sieger von San Remo darf dann an den europäischen Wettkampf. Jetzt waren aber die Sieger von San Remo einmal so weit hinten, dass der ganze italienische Stiefel schockiert war. Nein, natürlich nicht, denn das Lied war einfach nicht gut. Die beleidigten Leberwürste aus der San Remo-Jury beschlossen aber, ohne das Volk zu fragen, "Wir gehen nicht mehr an den ESC, Italien singt nicht mehr mit".  Na, hört mal, man muss doch auch den Mut haben, verlieren zu können!!! Und siehe da, ein paar Jahre später haben sie musikalisch die Jüngeren rangelassen, und endlich mischen sie auch wieder mit. Aber wird das Ganze von Ostblockländern dominiert, und die meisten singen englisch! Fertig "Non ho l'eta" - kaum einer singt noch in der Landessprache? Chancen hat dafür jetzt jeder die gleichen. Das ist doch der springende Punkt. Man soll in die Zukunft schauen und nicht wehmütig den alten Siegen nachtrauern! In diesem Sinne singen wir doch fröhlich mit Australien und Russland europäische Lieder, es werden schon einige Kohle damit machen, und das ist doch wieder die Hauptsache.

 
 Elektrosmog
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Es freut mich, dass die heutige Jugend sich dafür interessiert, ob elektronische Geräte, vor allem Handys, vielleicht die Gesundheit bedrohen könnten. Ganz interessiert verfolgt man so genannte Kohorten-Studien. Das sind Beobachtungen über einen längeren Zeitraum bei Menschen. Denn andere Studien darf man aus ästhetischen Gründen, so heisst es, nicht machen, weil man ja nicht sicher ist, ob eventuell doch Ungutes dabei herauskommt. Falls sich Elektrosmog nämlich als schädlich erweisen würde, könnten die Studienmacher zur Verantwortung gezogen werden, weil sie die Leute als Versuchskaninchen benutzen. Ende der Debatte, man weiss es nicht, und ganz ehrlich, es will auch niemand wissen. Diese Kohortenstudien laufen noch, wird uns beteuert, ist ja klar, ein längerer Zeitraum wäre ja dann auch einer über mehrere Generationen. Ich persönlich erinnere mich daran, dass es vor einem halben Jahrhundert noch hiess, "Fernseh gucken" wäre schädlich. Programmmässig kann das heute ja stimmen, aber ich persönlich habe keinen Schaden genommen, obwohl ich mit einem der ersten Fernsehgeräte der Stadt aufgewachsen bin und beileibe nicht immer zwei Meter Abstand eingehalten habe. Nein, wir sind ja damals fast in das Gerät hineingekrochen. Ausserdem hat im heutigen Vergleich auch niemand mehr das Handy direkt am Ohr. Ein Telefonhörer war nämlich wesentlich bequemer zu halten als so ein platter Flachmann. Elektrosmog ist meiner Meinung nach nur schädlich für diejenigen, die ihn nicht mögen. Jemand mit gesundem Verstand lässt automatisch die Finger davon, wenn es keinen Spass mehr macht. Und von wegen Kohortenstudien, da müssen wir noch warten, bis ein Ergebnis kommt. Da ja die Handy-Säuglinge noch zur Schule gehen, werden wir die endgültigen Auswirkungen noch lange nicht sehen. Da pfeifen wir lieber auf Studien und freuen uns des Lebens, denn man kann machen was man will, im Übermass ist alles schädlich.

 
 Könige vs. Politiker
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Es ist schon merkwürdig, warum das gemeine Volk lieber Könige hat als Politiker. Dabei müssten letztere ja das Volk vertreten. Während sich so ein König in Samt und Seide, in Schloss und Parks mit Pferden und Hunden verlustiert, steht dieser mitleidswürdige Politiker auf dem Rednerpult, verflucht und verteufelt alles und jeden, bezeugt, dass er sein letztes Hemd geben würde, für die Nation, und was ist? Niemand nimmt ihn ernst, das Volk grinst und rennt zur nächsten  Fernsehdirektübertragung einer royalen Hochzeit. Das ist das Wahre, das will man sehen! Nicht dieses blöde Geschwafel von seinesgleichen, die ihre Rede noch am gleichen Morgen im Bad völlig sinnesverkehrt umgeschrieben haben. "Und ich werde, und ich werde dafür sorgen..." schreien sie über ihre Kanzeln herab. Und was ist? Nur grosses Geschrei im Hühnerstall. Eine Königin geht noch mit über 90 Jahren lächelnd über einen mit Soldaten gesäumten Teppich und gibt dem Volk mehr als leere Versprechen. Nämlich keine. Das will das Volk haben. Vielleicht sollten sich alle Politik-Anwärter einmal etwas Disziplin aneignen und vor allem innere Würde haben. Denn ich wüsste keinen, von dem die Maulwurfreporter nicht irgendwo noch ein schwarzes Kapitel in der Laufbahn gefunden haben. Deshalb, liebes Volk, schafft die Politiker ab und wählt mehr Könige. Ich bin sicher, eine Weinkönigin aus Württemberg oder der Faschingsprinz aus dem Burgenland, vielleicht sogar die Schnappskönigin aus Hinterptupflingen, der kurlige Dorfpfarrer und eine Dragqueen von der Reeperbahn würden auf der Kanzel mindestens ebenso viel Applaus bekommen wie viele dieser politischen Schauleuchten.  Sogar ich, nicht wahr?

 
 Streiken für den Klimawandel
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Als Umweltminsister kann ich natürlich nicht sagen, dass ich es sinnlos finde, dass weltweit einige Schüler auf die Strasse gehen und Schule schwänzen für den Umweltschutz. Nur, liebe Schüler und Streikfreudigen, es wird euch wenig nützen. Bei einem Streik müssen alle mitmachen, und vor allem alle betroffen sein, sonst ist wenig Wirkung da. Ich könnte mir vorstellen, dass es den ganzen Wirtschaftsbossen völlig egal ist, ob nun einer blau macht oder paukt. Die Politoberen werden "diese Kinder" natürlich ernst nehmen und ihnen weiss ich nicht was versprechen, damit sie wieder zurück an ihre Tintenfässer kehren und das Maul halten. Was? Es gibt gar keine Tintenfässer mehr? Da sieht man, wie tief die Welt schon gesunken ist. Nein, im Ernst, das Schlimmste an der Sache der umweltbewussten, streikenden Schüler ist das, dass die natürlich auch ziemlich schnell älter werden, ihre nicht umweltfreundlichen Gewohnheiten dann ebenfalls unter den Tisch kehren und bald niemand mehr nach diesen Helden schreit, die mit dem Freitagsstreik angefangen haben. Diese sind nämlich angesichts ihres plötzlichen, unverdienten Bekanntheitsgrades auch insofern weichgekocht, dass sie ins Horn der Hörner blasen, das da ruft: Lasset uns abwarten und hoffen. Wenn dann die Welt wirklich untergeht, schauen sich nämlich auch diese die Radieschen bereits von unten an.


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