Garten- und Blumenkolumne, Pflanzenexperte und Ratgeber
präsentiert von Grünling, unserem Fachmann
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Gartenecke: Juni 2025




 
 Akelei (Aquilegia vulgaris)
25. Juni 2025: Die Akelei (Aquilegia vulgaris) gehört zur Familie der Hahnenfuss-Gewächse. Genauso vielfältig wie ihre Blütenfarben, sind auch ihre Trivialnamen: Zigeunerglocke, Nervenkappe, Taubenblume, Elfenhandschuh, Venuswagen, Kapuzinerhuetli, Pfaffenkäppli, Schlotterhose und viele mehr. 
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Über 120 Arten, die auf der Nordhalbkugel heimisch sind, gibt es. Die langspornigen Akeleisorten aus Nordamerkia wurden 1800 nach Europa gebracht. Durch Kreuzungen aus diesen mit den hiesigen entstanden zahlreiche Hybriden. In freier Wildbahn steht die heimische blauviolette oder rosa blühende Akelei unter Naturschutz. Blütezeit ist von Mai bis Juli. Wenn man die verblühten Stängel abschneidet, bevor es die Balgfüchte gibt, blüht die Akelei ein zweitesmal im Herbst.
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Was die Farben der Blüten anbetrifft, sind keine Grenzen gesetzt. Auch zwei oder dreifarbige Varianten gibt es davon. Die farbenfrohen Stauden eigenen sich auch hervorragend als Schnittblumen in Wildblumensträussen. Aber Achtung, die Akelei ist in allen Teilen giftig.Sie ist winterfest und mehrjährig und ist ein Tiefwurzler. Die Pfahlwurzeln reichen bis zu 70 cm tief in den Boden. Je nach Sorte und Art werden sie 15 bis 90 cm hoch und ihre glockenfömigen Blüten stehen rosettenartig auf ihren zierlichen Stängeln zusammen.Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein.
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Die Samen sind sogenannte Austrocknungsstreuer und werden durch Wind- und Tiere weiterverbreitet. Im Garten sind diese pflegeleichten Pflanzen selbstaussäend. Die Blüten werden von Insekten mit langen Rüssel, wie Hummeln und Nachtfalter besucht. Oft fressen sich die Hummeln ein Loch in die Blüte und machen so den Weg für die Bienen frei. In Amerika werden sie von den Kolibris besucht. Die Akeleien haben keinen ausgeprägten Duft, aber es gibt einge wie die weissblühende Duft-Akelei (Aquilegia fragrans), die bekannt für ihren blumigen nelkenartigen süsslichen und angenehmen Duftbeschrieben werden. Zum Abschluss. Die Akelei-Urtinktur hilft gegen Virusgrippe, Masern, Röteln, Mumps, Windpocken, Herpes, Angina und gegen Fieber.
Euer Grünling

 
 Zebrakraut (Tradescantia zebria  nanouk)
18. Juni 2025: Ich weiss gar nicht womit ich anfangen soll. Zuerst einmal muss ich auf die zukünftigen Blüten-Zeit-Angaben, die ich machte und auch weiterhin machen werde, den Hinweis geben, dass dies nur im Allgemeinen zutrifft. Wir haben z.B. einen Weihnachtkaktus, der jedes Jahr im Juli blüht. Unser Kussmäulchen mit den orange-farbenen Blüten (siehe auf 2. Bild) zeigt seine Blühfreudigkeit ohne Unterbruch sowohl im Winterquartier als auch im Sommer. Und auch das Zebrakraut (besser bekannt als Dreimastblume) blüht normalerweise in dem Zeitraum April bis September, bei uns aber 2 mal, einmal  im Sommer und einmal in den Wintermonaten im Winterquartier und das jeweils während längerer Zeit. Mittlerweile ist die Pflanze bereits über 2 Jahre alt.
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Und dann ist es ganz wichtig zu wissen, dass die Pflanzen, die in Töpfen sind und im Winter rein ins Haus gebracht werden, meistens keine Sonne vertragen. Dazu zählt auch das Zebrakraut (Tradescantia zebria nanouk). Dieses wächst bekanntermassen in freier Natur in Mexiko und Südamerika im Schattendach von Urwaldregionen. Und hier möchte ich den Hinweis geben, dass ich über die Dreimasterblume bereits im Okt. 2019 geschrieben hatte, sowohl über die heimische Sorte in unserer Region, als auch über die Mexikanische (hier ist der Link dafür). Hier ist alles nachzulesen, wie, zu welcher Familie gehört sie und vieles mehr.
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Nun aber zum Zebrakraut. Vorweg, was sie nicht mag: Ihre weisslich-rosa Blüten beim fotografieren sind stets verschwommen. Darum präsentiere ich eine Blüte bei einer anderen Sorte, die identisch mit der ihrigen ist (siehe vorletztes Bild). Interessant sind aber die auffälligen rosa-gezeichneten Blätter.
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Was ich sagen möchte, diese Pflanze gehört zu den Pflegleichtesten. Man kann nichts falsch machen. im Winter bei einer Raumtemperatur bei 10 Grad höchstens 1 mal im Monat etwas Wasserzugabe, Im Sommer 1 mal in der Woche etwas giessen. Zur Vermehrung: Abzwacken eines Triebes, in die feuchte Erde stecken, und der Neuling bildet sofort Wurzelwerk.
Euer Grünling

 
 Gewöhnliche Seidenpflanze (Asclepias syriaca)
11. Juni 2025: Die sonnenhungrige mehrjährige gemeine Seidenpflanze (Asclepias syrica) wird der Unterfamilie der Seidenpflanzen-Gewächse innerhalb der Famlie der Hundsgiftgewächse zugeordnet. Ihre Heimat ist vom südlichen Kananda bis zum nördlichen Mexiko. Es gibt über 200 verschiedene Arten, davon sind auch viele im tropischen Afrika beheimatet. Was alle gemeinsam haben, die Blüten verströmen einen betörenden Vanilleduft. 
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In Amerika wird der Insektenmagnet "Butterdly Weed" genannt. Blütezeit ist von Juni bis im Frühherbst. Die im Fachhandel angebotenen Sorten sind meist winterhart.Die horstbildenden sommergrünen Seidenpflanzen haben schmal-lanzettliche auf der Unterseite behaarte Blätter. Die Triebe der Stauden führen einen Milchsaft, der Hautirritationen auslösen kann. Der Wurzelstock reicht tief in die Erde. Die doldenartigen Blütenschirme können je nach Art weiss, orange, gelb, pinkfarben oder rot sein.
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Nach der Blüte bilden sich je befruchtete Blüte zwei Balgfüchte, die wie zwei Hörner zusammenstehen. Die spindelförmigen Balgfrüchte besitzen ein spitzes Ende und enthalten dicht gepackt viele flache Samen, die als Flugorgane seidige Haare besitzen. Daher kommt auch der Name dieser Pflanze. Die Blüten enthalten viel Nektar und werden hauptsächlich von Schmetterlingen und Bienen besucht. Die Seidenpflanze ist einerseits sehr wasserhungrig, toleriert aber auch längere Trockenperioden.
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Die Pflanze will einen sonnigen Standort, verträgt aber auch Halbschatten. Auch als Schnittblume verzaubert die Seidenpflanze den Wohnraum mit einem lang anhaltenden Vanilleduft. Als Heilmittel lindert die Pflanze Lungenentzündungen, Durchfallerkrankungen und Rheumatismus. Der Heiltee aus den  Blättern hilft bei Bronchitis. Die Vermehrung erfolgt ausser durch die Samen mit der Teilung der Horste im Wurzelbereich. Die Seidenpflanze ist auch in Kübeln gut zu halten und somit eine willkommene Duftpflanze auf Terasse oder Balkon.
Euer Grünling


 
Duftsternchen (Boronia anemonifolia)
04. Juni 2025: Die Korallenraute wird auch Duftsternchen (Boronia anemonifolia) genannt. Ausschliesslich in Australien ist dies eine heimische Pflanze. Sie gehört zur Familie der Rautengewächse und ist verwandt mit Orangen, Zitronen und den Kumquats.
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In den hiesigen Gärtnereien ist das Duftsternchen noch nicht so bekannt, und wenn, dann nur mit rosafarbenen oder weissen Blüten. Dabei gibt es je nach Autor zwischen 100 und 140 verschiedene Arten. Angefangen bei den unterschiedlichen Blättern. Entweder sind sie mit nadelförmigen oder lanzettlichen grünen Blättern ausgestattet. Auch die Blütenfabe variiert in den unterschiedlichsten Farben. Rosa, pink, lila, dunkelblau, rötlich, gelb, weiss, und zweifarbig. Selbst die sternchenförmigen Blüten unterscheiden sich mit runden und spitzen Kronblättern.
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Die immergrünen mehrjährigen Sträucher werden bis zu 2 Meeter hoch. Alle Pflanzenteile duften, da sie Drüsen enthalten, welche die ätherischen Öle produzieren. Das Öl wird für Parfüms und als fruchtiger Geschmackssstoff in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Es ist dies ein an Honig erinnernden Duft. Besser beschrieben: Ein duftender Fruchtcocktail aus Pfirsich, Himbeere und Aprikose mit Untertönen von Veilchen und Holz, einfach himmlisch. 
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Je nach Art ist die Blütezeit mehrere Monate lang zwischen März und Oktober. Auch gibt es die unterschiedlichsten Früchte daraus. Entweder fleischige und trockene Spaltfrüchte, Beeren oder Steinfrüchte. Interessant ist auch die Glockenform der aufgehenden Blüten. Die unzähligen kleine Blütensterne werden zahlreich von allen Insekten besucht. Ein Eldorado. Die Aborigines verwenden die aromatischen Blätter einiger Arten als Schmerzmittel. Die Vermehrung erfolgt durch Stecklinge. Am liebsten lebt das Duftsternchen in Sukkulentenerde, mag es sonnig bis halbschattig und muss in den Wintermonaten ins Haus, da es nicht winterfest ist. Man hält es fast trocken im kühlen Winterquartier bei 3 - 10 Grad, in den Sommermonaten nicht austrocknen lassen.
Euer Grünling


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