Garten- und Blumenkolumne, Pflanzenexperte und Ratgeber
präsentiert von Grünling, unserem Fachmann
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Gartenecke: Juli 2025




 
 Urlaub - Ferienzeit
Zu Hause ist es am Schönsten
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 Sonnenhut (Echinacea)
09. Juli 2025: Ich sage Euch, da trifft man auf ein riesen grosser Wirrwarr. Da gibt es den Sonnenhut (Echinacea). Fast gleich aussehend gibt es aber auch andere Sonnenhüte (Rudbeckia). Die Unterscheidung erfolgt durch den soganannten Streicheltest an der kugelförmigen nach oben gewölbten Mitte. Bei den Echinacea sind es stachelförmige Streublätter, daher auch der Trivialname "Igelköpfe oder Seeigel". Bei der Rudbeckia sind die dunkelbraunen, violetten oder schwarzen Streublattspitzen glatt und weich.  Und dann gibt es noch die Sonnenbraut (Helenium), die ähnlich der Rudbeckia ist. 
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Wir wollen uns aber dieser Pflanzengattung im allgemeinen widmen. Sie gehören zur Familie der Korbblütler und ihre Heimat ist das östliche und zentrale Nordamerika. Von den Echinacea gibt es 16 Arten mit den unterschiedlichsten Standorten. Von feuchten Wiesen bis hin zu den trockenen Prärien. Einige Arten haben auslaufbildende Rhizome, andere Pfahlwurzeln, oder aber auch Flachwurzeln. Der Missuri-Sonnenhut wird 40 cm hoch, während der Fallschirm-Sonnenhut bis zu 2 Meter hoch wird. Und dann gibt es viele Hybriden mit den unterschiedlchsten Blüten-Farben. Und nicht zu vergessen, durch Kreuzungen entstanden viele neue Sorten. Alle lieben einen vollsonnigen Standort. Und teilweise sind sie bis zu Minus 40 Grad winterfest.
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Bei der Gattung der Rudbeckia gibt es 20 verschiedene Arten und viele Hybriden sowie Neuzüchtungen. Zum Unterschied zur Echinacea sind die Samen Kaltkeimer. Es gibt bei allen Gattungen zudem kurzlebige als auch mehrjährige Pflanzen, die über 10 Jahre alt werden und im Frühling immer wieder neu austreiben. Je nach Sorte ist die Blütezeit Juli bis Oktober. Für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und anderes Flügelgetier ein Eldorado.
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Die Blütenfarben könnten nicht unterschiedlicher sein, vom klassischen Purpurrot der Wildarten gibt es sie jetzt in hellrot, hellrosafarben, orange, gelb, creme-weiss, pink und und und, sowie zweifarbig. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat oder Teilung. Schmackhaft sind auch die Blüten und gut geeignet für Dekor in Salaten und Desserts. Ausserdem ist der Sonnenhut eine alte Heilpflanze, die bereits von den Ureinwohnern Nordamderikas genutzt wurde. Die Verwendung erfolgte für Zahnschmerzen und Vergiftungen. Ausserdem ist der Sonnenhut ein Schmerzmittel für Hals- und Magenschmerzen, hilft bei Verbrennungen, Erkältungen, sowie rheumatischen Beschwerden.
Kurz gesagt, eine problemlose Pflanze für jeden Bauerngarten, Hobbygärtner, aber auch für Balkon in Kübeln geeignet.
Euer Grünling

 
 Liebesperlenstrauch (Callicarpa bodinieri)
02. Juli 2025: Besser bekannt unter dem Namen Schönfrucht oder Winterperle. Ich rede über den Liebesperlenstrauch (Callicarpa bodinieri). Dieses Ziergehölz gehört zur Familie der Lippenblütler und zählt zu den Eisenkrautgewächsen. Die Gattung Callicarpa umfasst etwa 140 immer- oder sommergrüner Arten, die als Bäume oder Sträucher meist in tropischen oder subtropischen Gebieten Asiens, Australiens Nord- und Mittelamerikas beheimatet sind. Der hier vorgestellte Liebesperlenstrauch ist in West- und Zentralchina heimisch und ist bis in Höhenlagen von 3'400 Metern über dem Meer anzutreffen. Auch der in Amerika beheimatete Liebesperlenstrauch (Callicarpa americana) ist dem aussehensmässig ziemlich ähnlich.
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Die Wuchshöhe wird mit 2 bis 3 Metern angegeben, in die Breite geht er ebenfalls 2 Meter. Der winterharte Strauch mag es am liebsten an einem sonnigen bislichtschattigen Platz, leicht feuchtem Boden, und ohne kalte Winde. Kalk mag er gar nicht. Die gegenständigen Laubblätter sind zugespitzt. Der Blattrand ist etwas gesägt und im Herbst begeistern die Blätter mit hellgelber bis orangerötlicher Farbe.
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Die Blütezeit ist von Juli bis August. Die Blüten werden in Büscheln gebildet, sie sind vierzählig, lilafarbig und haben einen leuchtend gelben Stempel. Die Blüten werden von Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und Schmetterlingen aufgesucht. Im September reifen die Früchte. Es handelt sich dabei um mehrsamige beerenartige Steinfrüchte, die violett glänzend mit einem Durchmesser von 2,5 bis 4 mm in Büscheln mit je 30 - 40 Kugeln angeordnet sind. Beim eventuellen Rückschnitt ist darauf zu achten, dass sich die Blüten stets am zweijährigen Holz entwickeln.
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Da die Beeren einen äusserst unangenehmen Geschmack haben, wird man sie schnell wieder ausspucken. Wichtig ist es zu wissen, dass die Beeren für Menschen und Haustiere leicht giftig sind. Im Herbst, wenn der Strauch nach und nach seine Blätter verliert, bleiben die Beeren bis Ende Dezember daran hängen. Für die Vögel sind die Beeren aber eine willkommene Futterquelle im kalten Winter. Übrigens halten sich abgeschnittene Zweige wochenlang als Dekoration in der Vase. Die Blätter enthalten Terpenoide. Ätherische Öle oder zerriebene Blätter eignen sich als Mittel gegen Ameisen, Stechmücken und Zecken. Die Vermehrung erfolgt durch Steckhölzer im Juli und August, oder durch Samen. Eine vorgeschaltete dreimonatige Kaltstratifikation erhöht die Keimrate.
Euer Grünling


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