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Gartenecke: November 2025
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| Elfenblume ( Epimedium) |
| 26.
November 2025: Die
Elfenblume (Epimedium),
auch Sockenblume oder Ziegenkraut genannt, gehört zur Familie der
Berberitzengewächse. Zählt man etweilige Neuzüchtungen hinweg, so gibt
es über 50 verschiedene natürliche Arten davon. Sie sind südliche der
Alpen und in Nordafrika, bis nach China und Japan beheimatet. |
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| Die ostasiatischen Elfenblumen sind meist sommergrün
und wachsen in bodenfeuchten Wäldern. Die aus Europa und Vorderasien
haben
hingegen immergrünes Laub, welches erst im Frühling neuen Austrieb
bildet und oft mit auffallenden bronzefarbenen gemusterten Blättern
überwachsen wird. Die Elfenblume wurde im Jahre 2014 zur Staude des
Jahres gewählt. |
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| Alle Blätter sind bei gut allen Sorten länglich spitz
bis herzförmig. Alle
Sorten wachsen horstbildend und teppichartig. Mit ihren Rhizomen
breiten sie sich flächenmässig aus. Die westlichen Varianten vermehren
sich grosszügig und bilden einen dichten Flor. Die fernöstlichen sind
weniger wüchsig und bilden schwache Ausläufer, dafür gibt es
von
ihnen eine ungeahnte Fülle von Blütenformen und Farben. |
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| Die Elfenblumen sind ideale Bodendecker für
Halbschatten
und schattige Orte. Sie unterdrücken das Unkraut und vertragen auch
längerfristige Trockenperioden. Die Blüten sind sehr klein und sitzen
auf filegranen Stielen und bilden fransige oder rispige Blütenstände.
Sie tragen vier Blütenblätter, die oft spornartig verlängert sind. Sie
blühen im Frühling noch vor dem neuen Laubaustrieb. Die Farbpalette der
Blüten reicht von Weiss, gelb, orange, rot, rosa, violett bis hin zur
Zweifarbigkeit. Nach der Blüte werden Balgfrüchte mit ihren Samen
gebildet. |
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Diese
langlebigen und blühfreudigen Pflanzen sind auch noch nach Jahrzehnten
dicht bewachsen. Die Vermehrung erfolgt durch Teilung. Einzig
ist
aufzupassen auf den Dickmaulrüssler. Dieser verursacht an den
Blatträndern den typischen Buchtenfrass und die Larven fressen die
Wurzeln dieser Staude. In der traditionellen Volksmedizin ist
dieses Kraut gut gegen Rheuma und Bluthochdruck.
Euer Grünling |
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| Flammenblume (Phlox) |
| 19.
November 2025: "Ein
Garten ohne Phlox ist nicht nur ein grosser Irrtum, sondern eine
Versündigung gegen den Sommer", dies ist die Aussage eines
Staudenzüchters. Die Flammenblume
( Phlox)
ist eine typische meist mehrjährige Bauerngarten-Staude. Mit 70
verschiedenen Arten sind sie wild wachsend in Flussauen in Nordamerika
und auch in Sibirien anzutreffen. |
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| Sie kamen im 18. Jhd. nach Europa und so entstanden
wegen reger
Züchtertätigkeiten in kürzester Zeit über tausend Hybriden dieser
Pflanze. Heutzutage sind es mehrere tausend. Die
Flammenblume gehört zur Familie der Sperrkrautgewächse und ist fast
weltweit in den gemässigten Gebieten als Zierpflanze zu Hause. |
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| Unterschieden wird zwischen der Hohen Flammenblume und
der Teppich
- bzw. der Polster- Flammenblume. Die Hohe Flammenblume wird über einen
Meter hoch, die Bodendecker nur wenige Zentimeter hoch. Sie blühen
unermüdlich und sind farbenprächtig. Sie verströmen einen sommerlichen
Duft. Die Aromen der Flammenblume
reichen von honigsüssen Düften über den Geruch nach Veilchen bis hin zu
duftenden Kräuteraromen, mit denen Falter und Bienen in grosser Zahl
angelockt werden. Aber Achtung: Nicht alle Arten duften. |
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| So vielfältig wie die Duftaromen ist auch die
Blütenfarbe. In rot, rosafarben, weiss, orangefarben, violett, blau,
sowie in Mischfarben sind sie erhältlich. Da es so viele Sorten davon
gibt, empfiehlt es sich, diverse Mischkulturen dieser Spezie anzulegen.
Am besten Wiesen-, Wald-, Sommer- Flammenblume, dann kann man sich von
April bis in den Spätherbst derer Blütenhülle erfreuen, so hat man die
unterschiedlichsten Blütezeiten in seinem Garten. |
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Auch
als Schnittblume für die Stube ist die Flammenblume bestens geeignet.
Nach der Blüte werden Kapselfrüchte gebildet. Die
Polsterflammenblume ist für Steingärten geeignet, liebt volle Sonne und
verträgt auch Trockenheit. Die
hohe Flammenblume mag es gerne feucht, aber keine Staunässe und ist
sowohl mit Halbschatten als auch mit voller Sonne zufrieden.Die
Vermehrung erfolgt im Herbst nach der Blüte durch Teilung des
Wurzelwerkes. Mehrere Teile davon quer in die selbe Tiefe eingaben.
Auch die Triebe der Kopfstecklinge fassen schnell Wurzeln.
Euer Grünling |
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| Rosarote Spinnenlilie
(Lycoris radiata) |
| 12.
November 2025: Im Gegensatz zu anderen Liliengewächsen
unterscheidet sich die rosarote
Spinnenlilie (Lycoris radiata)
dadurch, dass sich erst nach der Blüte Blätter bilden. Eigentlich
gehört dises Zwiebelgewächs zur Familie der Amarylllisgewächse. Diese
asiatische Schönheit hat während der Sommermonate keinerlei Blüten und
Blätter entwickelt. Erst gegen Ende August wird ein langer ca. 60 cm
grosser Blütenstängel gebildet. Erst danach sind die ersten Blätter
sichtbar, welche während des Winters als Nährstofflieferant dienen. |
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| Von den verschiedenen Spinnenlilien gibt es alleine in
China 15
verschiedene Arten. Ansonsten sind sie in Indien, Japan, Korea, Laos,
Myanmar, Pakistan, Thailand, Vietnam, dem südlichen Koreasowie im
nördlichen Indonesen sowie in Nepal mit verschiedenen Sorten
beheimatet. Auch Blütenfarbtechnisch gibt es sie vom rosarot,
dunkelrot, gelb und
weiss wechselnd, und alle Teile der Pflanze sind giftig. Rehe und
Nagetiere meiden diese Pflanze, deshalbist die Spinnenlilie oft bei
Häusern, in Parks und Gärten zu finden. |
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| Die Zwiebel hat eine braune bis schwarz-braune
Umhüllung ("Tunika")
als Überdauungsorgan. Vier bis acht Blüten mir ihren langen Griffeln
stehen in einem endständigen langen aufrechten doldigen
Blütenstandschaft. Danach werden dreikantige dreifächrige Kapselfrüchte
mit innwendigen schwarzen fast kugeligen Samen gebildet. |
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Die Vermehrung erfolgt durch Teilung und Abnahme der
Tochterzwiebeln. Das Einwurzeln der jungen Zwiebeln kann aber ein bis
zwei Jahre dauern. Die Blütezeit ist meist im dritten Jahr. Die
Reisbauern in Japan streuen die Samen auf ihren Feldern. Die Sämlinge
brauchen allerdings etliche Jahre bis zur ersten Blüte. Die
Spinnenlilien lieben zwar die Sonne, aber die pralle Sonneneinwirkung
zur Mittagszeit, insbesonders wenn es über 27 Grad hat, vertragen sie
nicht.
Euer Grünling |
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| Pfauenstrauch
(Caesalpinia pulcherrima) und Paradiesvogelbusch (Caesalpinia gilliesii) |
05.
November 2025:
Auf
den Unterschied möchte ich nicht näher eingehen. Generell erstrahlt die
Blüte des Pfauenstrauches in einem rötlichen Ton, während der
Paradiesvogelbusche vorwiegend in einem Gelb erblüht. Beide haben
jedoch vieles gemeinsam. Sie gehören zur Familie der Hülsenfrüchtler,
sowie der Unterfamilie der Johannisbrotgewächse. Ihre ursprünliche
Heimat ist Südamerika sowie die Inseln der Karibik. Der Stolz von
Barbados heisst es. |
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| Was sie so wirklich exotisch macht, sind ihre bis zu 8
cm langen
Staubfäden, die wie Angeln aus den Blüten hervorragen. Die
Tropensträucher findet man um den ganzen Globus in Parks und
Ziergärten.Diese Büsche oder auch kleinen Bäume sind auch oft leicht
bedornt. Die Laubblätter an den Zweigen sind wechselständig und
spiralig angeordnet und einfach oder doppelt gefiedert. |
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| Es werden endständige traubige oder ährige Blütenstände
gebildet.
Die Kronblätter der Blüten sind fünfzählig, gelb über orangefarben bis
rot gefärbt. Blütezeit ist in den Sommermonaten. In den tropischen
Zonen kann die Blüte das ganze Jahr über stattfinden. Hierzulande sind
die Sträucher blattabwerfend und können problemlos auch in
Kübeln bei 5 Grad hell oder dunkelstehend überwintern. Kurzzeitige
Minusgrade bis zu 10 Grad unter 0 halten diese Pflanzen aus. |
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| Wichtigste Vorraussetzung: Sie lieben die Sonne.
Idealerweise sind sie den ganzen Tag in voller Sonne stehend, sollten
aber ganzjährig leicht feucht gehalten werden. Nach der Blüte bilden
sich abgeflachte oder angeschwollene, auch sichelförmige ledrige, bei
manchen Arten auch stachelige Hülsenfrüchte.Die Samen sind
bräunlicher Natur und eiförmig oder kugelig. |
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Die Samen enthalten Gerbsäure und die Blätter
Blausäure, sind also leicht giftig. Je nach Autor gibt es 70 - 165
verschiedene Arten des Pfauenstrauches bzw. des Paradiesvogelbusches.
Euer Grünling |
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