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Gartenecke: Januar 2026
Wüstenerbse (Swainsona formosa)
28. Januar 2026:
Sieht sehr giftig aus, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Die Rede ist von der
Wüstenerbse (Swainsona formosa)
. Heimisch ist dieses Pflänzchen in den trockenen Regionen Australiens. Auffallend sind die leuchtend roten bis purpurfarbenen Blüten, die Bienen und andere Bestäuber anziehen. Dank ihrem tiefen Wurzelsystem hilft die Wüstenerbse den Boden zu stabilisieren und Erosionen in trockenen Regionen zu reduzieren.
Die Wüstenerbse ist dürreresistent und benötigt nur sporadisch eine Bewässerung. Botanisch gesehen gehört diese Pflanze zur Familie der Schmetterlingsblütler. Die mehrjährige, meist einjährige gezogene langsam wachsende Rankepflanzeist ein Kriecher und ein Kletterstrauch. Bis zu 3 Meter lang werden sie. Die Blüten erreichen eine Höhe von von 60 bis 90 cm. Die wechselständig angeordneten gefiederten Blätter sind samtig behaart und grau-grün.
Die bis zu 8 cm langen strahlend roten Blüten mit schwarzer Zeichnung erscheinen in Büscheln mit bis zu sechs Einzelblüten in den Blattachseln. Die Blütezeit ist Frühling bis Sommer. Eine lange Geschichte der traditionellen Aborigines - Medizin weist diese Pflanze auf mit entzündungshemmend und schmerzlindernden Eigenschaften. Die Pflanze ist reich an Vitamin A, C und B und enthält Kalzium, Eisen und Magnesium.
Es werden Kapselfrüchte, ähnlich einer Buschbohne, gebildet, in denen die Samen liegen. Die Vermehrung erfolgt durch Stecklinge oder durch die Samen. Diese sind auch noch nach 40 Jahren Ruhepause keimfähig. Zuerst 24 Std. in lauwarmes Wasser legen und etwa 1 -2 cm in die Erde drücken. Die Keimzeit erfolgt nach 2 - 4 Wochen. Die Pflanze benötigt viel Sonne und ist geeignet für Steingärten. In unseren Breiten sind sie allerdings nur einjährig und nicht winterfest.
Euer Grünling
Kongolieschen (Impatiens niamniamsensis)
21. Januar 2026:
Heute will ich Euch eine afrikanische Zimmerpflanze mit Seltenheitswert vorstellen. Heimisch ist diese "Papageienpflanze" in den feuchten Bergwäldern des tropischen Afrikas, vor allem im südlichen Sudan. Ihr Name ist
Kongo-Lieschen (Impatiens niamniamsensis)
, oder auch Niamnian-Springkaut genannt. Es gehört nämlich zur Familie der Springkrautgewächse, für die die bei Samen-Reife unter Spannung stehenden Kapselfrüchte charakteristisch sind. Bei Berührung oder auch von selbst werden die Samen explosionsartig weggeschleuert.
Die Bestäubung erfolgt mehrheitlich durch die dort einheimschen Vögel. Die mehrjährigen Stauden zählen zudem zur Familie der Balsaminengewächse und werden meist reich verzweigt bis zu 150 cm hoch. Die Pflanze ist nahe verwandt mit dem "fleissigen Lieschen", mit ihren auffallend stabilen dickfleischigen Stielen. Die langgestielten bis zu 8cm langen und 3cm breiten, elliptischen, oberseits glänzenden dunkelgrünen Blätter sind wechselständig angeordnet und besitzen gesägte Blattränder.
Die langgestielten, einem Papageienschnabel ähnlich sehenden Blüten besitzen eine auffällig orange-rot-gelbe Zeichnung. Die aussergewöhlichen exotischen Blüten werden das ganze Jahr über gebildet und stehen einzeln oder in kleineren Gruppen in den Blattachseln.
Das Substrat der Pflanze sollte niemals austrocken, Staunässe muss vermieden werden. Steht sie zu trocken, lässt sie ihre Blätter hängen. Im Sommer darf diese Zimmerpflanze auch nach draussen. Sonne muss vermieden werden, sie steht am liebsten im Schatten oder Halbschatten. Sobald die Temperaturen unter 10 Grad fallen, will das Kongolieschen wieder in die Stube.Die Vermehrung erfolgt durch Stecklinge, es werden in kürzester Zeit sofort Wurzeln gebildet.
Euer Grünling
Tränendes Herz (Lamprocapnos spectabilis)
14. Januar 2026:
Aus einem kräftigen Wurzelstock treiben im Frühling zerbrechliche, fast etwas glasig wirkende Triebe. Und ab Mitte April zeigen sich zahlreiche Einzelblüten, die in eleganten Trauben an gebogenen Stielen angeordnet sind. Das
tränende Herz (Lamprocapnos spectabilis)
hat zahlreiche Namen. Im englischen heisst es "Lady in a bath". Dieses Bild entsteht, wenn man die Blüte umdreht und leicht aufdrückt. Andere Trivialnamen sind: Zweifarbige Herzblume, Herzerlstock, flammendes Herz, Marienherz, schöner Doppelsporn oder Männchen in der Badewanne.
Beheimatet ist das tränende Herz in den Bergwäldern vom nördlichen Korea, im Osten Russlands und in China. Die hahnenfussartige Pflanze gehört zur Familie der Mohngewächse und ist in allen Teilen giftig, besonders in den Wurzeln. Sie wurde zur Giftpflanze des Jahres 2017 gewählt. Die Staude wurde etwa vor 200 Jahren nach Europa gebracht. Ideal für Schattengärten und als Frühlingsblüher in Bauerngärten. Die Wuchshöhen betragen 50 bis 90 cm.
Blütezeit ist Mitte April bis Juni. Die filegranen wechselständigen Laubblätter sind gefiedert und gelappt. Die Blüten selber wachsen an bogig überhängenen Trieben. Es gibt sie in den Farben rosa, weiss, lilafarben. Aber auch dunkelrot-weisse Sorten sind ein Hingucker. Übrigens, Löcher in den Blütenspitzen stammen nicht von Schädlingen, sondern stammen von Erdhummeln. Es wird hineingebissen. Auf diese Weise gelangen die Tierchen an den Nektar. Die Blüten erlangen aber dadurch keinen Schaden.
Um richtig zu blühen, benötigt die winterharte mehrjährige Pflanze eine Frostperiode. Der Boden sollte feucht gehalten werden, und im Sommer ist eine zusätzliche Bewässerung empfehlenswert. Direkte Sonnenbestrahlung ist zu vermeiden. Nach der Blüte zieht sich die Pflanze zurück. Die Vermehrung (Kaltkeimer) erfolgt duch Selbstausaat, wenn man die Blüten stehen lässt. Ansonsten gibt es noch die Variante der Wurzelstecklinge oder durch Stecklingsvermehrung bis diese Wurzeln im Wasserglas gebildet haben.
Euer Grünling
Eisenholzbaum (Parrotia persica)
07. Januar 2025:
Beheimatet ist der
Eisenholzbaum (Parrotia persica)
im nördlichen Iran sowie in Transkaukasien. Er ist übrigens weltweit mit nur einer Art verbreitet. Es gibt aber viele Züchtungen, wie z. B. "Vanessa", "Persian Spire", oder "Bella", die sich in Wuchsform oder Laubfärbung unterscheiden. Das Ziergehölz ist in Parkanlagen und in fast allen botanischen Gärten zu finden. Nach Europa wurde dieser Flachwurzler erstmals im Jahre 1846 gebracht.
Der sommergrüne Baum gehört zur Familie der Zaubernussgewächse und zeichnet sich durch seine Robustheit aus. Er kann über 150 Jahre alt werden. Er vertägt sowohl einen sonnigen als auch einen halbschattigen Platz und ist ein sogenannter "Klimabaum". Weder Hitze noch Kälte machen ihm was aus. Er verträgt auch Trockenheit und ist winterresistet bis Minus 20 Grad.
Einstämmige Exemplare sind meist niedrig und dicht am Boden verzweigt. Sie können aber auch wie in ihrer Heimat 22 Meter hoch mit einem Stammumfang von 90 cm werden. Das besondere an diesen Bäumen ist der glatte Stamm mit seiner oliv-grünen Rinde, die im Winter in kleinen Schuppen abblättert und wie bei Platanen mehrfarbige Kerben am Stamm hinterlässt. Das Holz selber ist sehr hart und schwer, nicht schwimmfähig und geht im Wasser unter. Die verkehrt eiförmigen Blätter sind asymmetrisch, am Rand bogig gezähnt, wechselständig angeordnet und erinnern ein wenig an Rotbuchen-Blätter. Die Herbstfärbung der Blätter ist orangefarben bis bordeauxrot bis hin zur Gelbfärbung.
Die Blütezeit ist von Januar bis in den März vor dem Blattaustrieb. Die unscheinbaren Blüten stehen in end- oder achselständigen dichten köpfchenförmigen Blütenständen. Kronblätter fehlen. Auffällig sind die länglichen purpurroten hängenden Staubbeutel, die von grünlichen Staubfäden getragen werden. Bienen, Hummeln und andere Insekten erfreuen sich der Winternahrung. Aus dem Fruchtknoten entwickeln sich Fruchtkapseln, die, wenn sie reif sind, sich explosionsartig öffnen und die schmal-eiförmigen spitzen glänzenden Samen herrausschleudern. Das Absenken und bewurzeln bodennaher Triebe ist im Garten die einfachste Vermehrungsmethode. Es dauert allerdings meist zwei Jahre bis der abgesenkte Trieb Wurzel gebildet hat, dass man ihn von der Mutterpflanze abschneiden und verpflanzen kann.
Euer Grünling
Federbuschstrauch (Fothergilla)
31. Dezember 2025:
Dieser winterfeste Zier - Strauch gehört zur Familie der Zaubernussgewächse. Die Rede ist vom
Federbuschstrauch (Fothergilla)
. Der natürliche Lebensraum des meist vielstämmigen langsam wachsenden Strauches ist im südwestlichen Nordamerika zwischen Virginia und South Carolina. In unseren Breiten wird er zwischen 2 Meter hoch und wächst auch in die Breite. Zwei natürliche Arten gibt es davon, den grossen-, und den erlblättrigenFederbuschbaum. Zwischenzeitlich gibt es aber auch viele Neuzüchtungen.
Das besondere an diesen Sträuchern ist die Herbstfärbung der Blätter. Das Farbfeuerwerk reicht von Goldgelb über Orangerot bis hin zu kräftigen Rottönen. Die wechselständig angeordneten Blätter sind elliptisch, verkehrt- eiförmig bis länglich, eiförmig bis fast kreisförmig mit ungleichseitigem bis symmetrisch, keil- oder herzförmigem, gestuztem bis gerundetem Spreitengrund und gerundeten bis spitzen oberen Enden. Der Blattrand ist gekerbt oder gesägt-gezähnt, manchmal gewellt bis ganzrandig grob gezähnt. Die Blattoberseite kann flaumig behaart oder kahl sein.
Blütezeit ist ab Mai bis in den Juni vor dem Laubaustritt. Die zauberhaft weissen Blüten sind in ährigen Blütenständen angeordnet. Das auffällige der Blüten sind 12 - 32 Staubfäden, die Kelchblätter fehlen. Sie erinnern an Flaschenbürsten.Von diesen Blüten geht ein angenehmer Duft, nach Honig riechend aus, die von Bienen, Hummeln und Insekten angezogen werden.
Nach der Blüte werden Kapselfrüchte gebildet, die je 2 glänzende hellbraune und fast weiss gefleckten Samen enthalten. Der flachwurzelnde Strauch will einen sonnigen Standort, keinen Kalkboden und muss regelmässig bewässert werden, besonders in Jungjahren und während längeren Trockenperioden. Die Vermehrung erfolgt neben Aussaat der Samen durch Stecklinge oder durch Absenken. Alle drei Varianten sind langwierig und brauchen viel Geduld.
Euer Grünling
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