Ottilios Kochstudio
Hot ein Rezept vön mir nicht gekloppt, nicht verzogen, Öttiliö frogen.
ottilios küche
Das ist Ottilio, der gugelländische Koch. Er stammt aus Korsika und bildet sich auf seine französischen Vorfahren viel ein. Er spricht aber einen sehr merkwürdigen Dialekt. Nämlich kein a und kein o ( a=o und o=ö). Deshalb sind seine Rezepte oft eine rätselhafte Mutprobe.
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Rezepte im Dezember 2025





 
 Rückblick auf tolle Blätterteigrezepte

Was wir schon alles zusammengekocht haben, gell Lori. Angefangen mit schlechtem Gewissen, weil wir "nur" einen Blätterteigkuchen machen bis hin zu dem selbst Hergestellten für den dänischen Plunder. Und dann haben wir bei unserer Europareise festgestellt, dass es praktisch in jedem Land Blätterteig-Rezepte gibt, und das sind sogar immer die besten. Wir wollen diese Phase noch einmal durchspielen, wir fangen an mit Apfel im Schlafrock, den wir zu Ehren Schneewittchens seinerzeit gebacken haben. Dann folgt ein Bananentörtchen, eine Erfindung von uns, weil irgendwas anderes nicht geklappt hat. Hihi. Blätterteig ist soooo genial.

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Ich persönlich könnte den ganzen Tag Blätterteig essen, aber nicht jeder hat einen so geduldigen Magen. Haha. Wir haben dann eben natürlich den Blätterteig versucht, selber herzustellen, bei dem Dänischen Plunder. Aber wir haben dann gerne wieder den gekauften genommen, sofern er kein Palmöl enthält. Palmöl ist zwar nicht giftig, aber total verpöhnt wegen der Umwelt. Also immer gut acht geben beim Einkaufen.                          

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Man kann ja mit Blätterteig nicht nur süsse Kuchen sondern ganz gut ebenfalls salziges Zeug backen, das haben wir eigentlich mehrheitlich gemacht. Der Hackfleischkuchen war sensationell, natürlich ebenfalls die Pilztörtchen. Und erst die traditionellen Pastetchen, hmmm, ich kriege gerade wieder einen Riesenhunger! Mmmh.

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Die Kürbistarte war so eine Halberfindung von uns, aber die gab es natürlich schon. Aber die portugiesischen Pasteis, die muss man probieren. Ebenso  das Blätterteiggebäck von anderen Landen. Es ist himmlisch, sobald es vom Backofen in den Teller fällt, einfach fein bis schmatzfatzgut.                        

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Lori hat mich gefragt, was von allem ich am liebsten habe. Das kann ich nicht sagen, alles, aber nach einem Stück bin ich meistens schon satt bis zum nächsten Morgen, denn - und das ist das ganze Geheimnis: der Blätterteig enthält sehr viel Butter und ist nicht gerade ein Schlankheitsrezept, aber das ist uns zu Weihnachten und zum Jahreswechsel mal richtig und völlig egal.                                       

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Wir wünschen allen einen guten Rutsch ins 2025

 
 Weihnachtliche Vorspeise

Ja, da sind wir wieder im Dezember, in Gugellandia, im Schneegestöber oder Sonnenschein, wie es kommt, so kommts halt. Lori und ich sind allein in der Küche und wühlen in den Vorräten, um für den heiligen Abend eine Vorspeise zu kreieren. Obwohl der Kühlschrank voll ist mit Würsten aus allen Teilen Europas, Geschenke von Freunden und Hamsterkäufen, greifen wir auf unseren arbeitsintensiven Sulzcake zurück, den wir jedes Jahr wieder machen. Natürlich immer anders.                            

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Normalerweise machen wir eine kinderfreundliche Version, aber bei Kindern ist dieses schlabbrige Zeug eh nicht so beliebt, vor allem nicht zu Weihnachten, wenn es noch viel Süsses gibt. Also ran an die Schnappsflasche, Lori, lassen wir es krachen. Wir haben die Hälfte der Flüssigkeit durch Wein ersetzt und noch einen guten Löffel Brandy reingetan. Dann kommt die Frage, was tut man rein in die Sulz. Naja, Eier. Lori kocht schon mal welche. Ich stopfe noch ein bisschen Brokkoli ins Pfännchen.                 

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Dann haben wir noch Pilzstiele, Speck, Schinken und eben die Eier zur Verwendung. Wir nehmen es gemütlich, denn die gemachte Sulz muss ja erst wieder abkühlen. Käse haben wir ebenfalls noch gefunden. Uns ist es im Moment völlig wurscht, wer was nicht essen möchte oder darf, wir gucken nur auf das Farbenspiel und die Zutaten. Die Lori mäkelt an den Eiern herum. Kein Eigelb ist in der Mitte. Als ich ihr sage, dass dies durch die Lagerung kommt, wirft sie mir einen vorwurfsvollen Blick zu und sagt, ich solle sie besser lagern.                                     

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Sie nimmt einfach nur die Eigelbe und wirft die Eiweisse vor die Küchentür, wo schon Vögel und andere Tiere im Schnee warten. Vom Eiweiss habe ich und die Vögel nichts gesehen, im weissen Weiss, aber am nächsten Tag war alles weg. Hi hi. Wir füllen nun den Brokkoli, den Schinken und den Käse ein. Immer wieder begiessen wir mit Sulz und lassen es abkühlen. Wichtig ist, dass der Rand nicht mit Stücken bedeckt ist, sonst kriegt man den Sulzcake später nicht mehr ordentlich von der Schüssel frei.                                                                                

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Die Zeit, die es immer wieder zum Abkühlen benötigt, macht natürlich erfinderisch, und wir haben immer noch neue Ideen gefunden, die man in den Sulzcake reinmotivieren könnte. Aber irgendwann ist die Schüssel voll und wir giessen noch mit Sulz auf. Dann kommt der Cake über Nacht in den Kühlschrank, was heisst über Nacht, der darf jetzt ruhig noch ein bisschen durchkühlen. Man kann natürlich ebenfalls kleinere Sulzcakes "backen".  

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Wir wünschen allen unseren Freunden fröhliche, stressfreie Weihnachten. Ottilio und Loredana.

 
 Gugelländische Vanillekipferln

Ja, liebe Leute, liebes, gugelländisches Volk und Genossen, Anhänger und Mitdusler, es ist soweit, wir sind wieder in Gugellandia angekommen. Ein bisschen unfreiwillig, ein bisschen glücklich und überhaupt! Ein ganzes Jahr ist vergangen und wir haben ganz Europa abgeklopft. Und nun freuen wir uns, endlich wieder daheim zu sein. Wir backen heute mit Gugeli und Gugela gugelländische Vanillekipferln. Nicht böse sein, dass wir ein paar östliche Staaten nicht besucht haben, Quizzfrage, wo waren wir nicht?  

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  Gugeli und Gugela schälen Mandeln. Die stammen noch von langen Jahren her, und sie sind immer noch gut. Na klar, bei der dicken Schale, die sie haben, schnalzt der kleine Gugel und freut sich schon aufs Essen. "Es gibt aber heute nichts, wir backen nur." sagt Loredana und setzt ein wichtiges Gesicht auf. "Es gibt heute wahrscheinlich nur einen Hauch von Weihnachten."                                                     

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Ottilio versucht, die zwei enttäuschten Waschbären wieder aufzumuntern, und er verspricht ihnen eine tolle Leckerei. "Ihr müsst nur die Mandeln zuerst schälen, dann enthäuten, dann raffeln und dann .... ja dann bekommt ihr den Teig hin, ich wünsche euch viel Glück. Und wo ist Ottilio?

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"Man nehme einfach ein Rezept aus dem Internet." spricht er. Und er ist ganz bei sich und findet sogar gut, was er redet. Aber wir Gugellandier kennen unseren Ottilio, er macht nicht immer, was man ihm sagt, und das ist gut so. Auch heute. Er wartet und guckt, und er findet schliesslich, es wäre nicht besonders gut, wenn man zu viele Vanillekipferln auf einmal in die Backröhre schieben würde. Also machen wir es langsam. Ha ha.

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Und unter Ottilios Augen! Wir schafften es. aber wir mussten sie alle gleich verstecken. Das ist eben das Geheimnis der Weihnachtsbäckerei.

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Wir wünschen eine schöne Weihnachtszeit.

 

Salzbrezerln russisch

Wir sind heute mit dem kleinen Bären Mogli in Russland. Wir haben keine Ahnung, was dort so gekocht wird, deshalb haben wir uns von einem Frühstücksbild von einem Hotel inspierieren lassen und machen einfach einen Hefeteig, den wir zu Brezeln verarbeiten wollen. Das ist schwierig genug, denn Lori und ich sind immer zweierlei Meinung, vor allem im Winter mit Hefeteig.

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Was im Sommer nie ein Problem macht, ist im Winter eine richtige Herausvorderung. Aber da wir denken, die in Russland haben mehr Winter als wir, beissen wir die Zähne zusammen und wagen uns an unsere 500 g Mehl und nehmen mehr als 20 g Butter zu einem Viertelliter Milchwasser und 1 Prise Zucker und einem Teelöffel Salz. Das Ergebnis ist einschneidend, denn der Teig ist zu flüssig. Lori packt einfach ein wenig mehr Mehl dazu und die Schose ist gerettet. Man wartet, dass sich der Teig verdoppelt.

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Früher haben wir in der Küche beim Warten noch Karten gespielt, aber das möchten wir in Anbetracht des Besuches vom russischen Mogli nicht machen. Also schlagen wir uns die Zeit mit Quatschen tot. Da Lori den Backofen in voller Pulle leer rennen lässt, wird es ordentlich warm in der Küche und der Teig kommt relativ schnell zu Grösse. Nun geht es los. Man macht drei Teile vom Teig und diese werden je in fünf Portionen geteilt.

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Ich fand dann zum Schluss, grössere Brezel wären ebenfalls nicht schlecht und wir haben nur noch vier Brezel von einem Stück Teig geförmt. Allerdings war das mit dem Formen noch eine rechte Zufallskunst. Der kleine Mogli konnte es gut, aber es durfte ihm niemand bei seiner Verschlingungstechnik zusehen. In der Zwischenzeit haben wir einen Topf mit Salzwasser angesetzt.

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Dann ist jedes geformte Brezel kurz in die Salzsuppe geflogen und gleich wieder gerettet worden, das macht man so, es heisst.. habe ich vergessen aber pökeln ist es nicht. Im Internet haben sie uns mit Wasserratten verwechselt und allerhand zum Planschen im Meer verraten, wenn wir nach Salzwasser gefragt haben. Aber unsere Brezel sind nun bereit für den effektiven Tatsch mit Salz. Wir streuen ein bisschen drüber. Dann findet Mogli, es müsste noch Ei an unsere Brezel sie sähen sonst zu fade drein. Das finden wir ebenfalls und schlirgen noch Eigelb drüber. Dann kommen sie in den Backofen... und wenn sie schön gebacken sind, werden sie gegessen. Ha ha.

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Und auch wenn sie nicht so schön gebacken sind, sie werden trotzdem gegessen, gefüllt mit Käse, Schinken etcetera. Mogli, Ottilio und Loredana.


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