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Rückblick auf tolle
Blätterteigrezepte
Was wir schon alles zusammengekocht haben, gell Lori.
Angefangen
mit schlechtem Gewissen, weil wir "nur" einen Blätterteigkuchen machen
bis hin zu dem selbst Hergestellten für den dänischen Plunder. Und dann
haben wir bei unserer Europareise festgestellt, dass es praktisch in
jedem Land Blätterteig-Rezepte gibt, und das sind sogar immer die
besten. Wir wollen diese Phase noch einmal durchspielen, wir fangen an
mit Apfel im Schlafrock, den wir zu Ehren Schneewittchens seinerzeit
gebacken haben. Dann folgt ein Bananentörtchen, eine Erfindung von uns,
weil irgendwas anderes nicht geklappt hat. Hihi. Blätterteig ist soooo
genial.
Ich persönlich könnte den ganzen Tag Blätterteig essen,
aber
nicht jeder hat einen so geduldigen Magen. Haha. Wir haben dann eben
natürlich den Blätterteig versucht, selber herzustellen, bei dem
Dänischen Plunder. Aber wir haben dann gerne wieder den gekauften
genommen, sofern er kein Palmöl enthält. Palmöl ist zwar nicht giftig,
aber total verpöhnt wegen der Umwelt. Also immer gut acht geben beim
Einkaufen.
Man kann ja mit Blätterteig nicht nur süsse Kuchen
sondern ganz
gut ebenfalls salziges Zeug backen, das haben wir eigentlich
mehrheitlich gemacht. Der Hackfleischkuchen war sensationell, natürlich
ebenfalls die Pilztörtchen. Und erst die traditionellen Pastetchen,
hmmm, ich kriege gerade wieder einen Riesenhunger! Mmmh.
Die Kürbistarte war so eine Halberfindung von uns, aber
die gab
es natürlich schon. Aber die portugiesischen Pasteis, die muss man
probieren. Ebenso das Blätterteiggebäck von anderen Landen.
Es
ist himmlisch, sobald es vom Backofen in den Teller fällt, einfach fein
bis schmatzfatzgut.
Lori hat mich gefragt, was von allem ich am liebsten
habe. Das
kann ich nicht sagen, alles, aber nach einem Stück bin ich meistens
schon satt bis zum nächsten Morgen, denn - und das ist das ganze
Geheimnis: der Blätterteig enthält sehr viel Butter und ist nicht
gerade ein Schlankheitsrezept, aber das ist uns zu Weihnachten und zum
Jahreswechsel mal richtig und völlig egal.
Wir wünschen allen einen guten Rutsch ins 2025
Weihnachtliche Vorspeise
Ja, da sind wir wieder im Dezember, in Gugellandia, im
Schneegestöber oder Sonnenschein, wie es kommt, so kommts halt. Lori
und ich sind allein in der Küche und wühlen in den Vorräten, um für den
heiligen Abend eine Vorspeise zu kreieren. Obwohl der Kühlschrank voll
ist mit Würsten aus allen Teilen Europas, Geschenke von Freunden und
Hamsterkäufen, greifen wir auf unseren arbeitsintensiven Sulzcake
zurück, den wir jedes Jahr wieder machen. Natürlich immer anders.
Normalerweise machen wir eine kinderfreundliche Version,
aber
bei Kindern ist dieses schlabbrige Zeug eh nicht so beliebt, vor allem
nicht zu Weihnachten, wenn es noch viel Süsses gibt. Also ran an die
Schnappsflasche, Lori, lassen wir es krachen. Wir haben die Hälfte der
Flüssigkeit durch Wein ersetzt und noch einen guten Löffel Brandy
reingetan. Dann kommt die Frage, was tut man rein in die Sulz. Naja,
Eier. Lori kocht schon mal welche. Ich stopfe noch ein bisschen
Brokkoli ins Pfännchen.
Dann haben wir noch Pilzstiele, Speck, Schinken und eben
die Eier
zur
Verwendung. Wir nehmen es gemütlich, denn die gemachte Sulz muss ja
erst wieder abkühlen. Käse haben wir ebenfalls noch gefunden. Uns ist
es im Moment völlig wurscht, wer was nicht essen möchte oder darf, wir
gucken nur auf das Farbenspiel und die Zutaten. Die Lori mäkelt an den
Eiern herum. Kein Eigelb ist in der Mitte. Als ich ihr sage, dass dies
durch die Lagerung kommt, wirft sie mir einen vorwurfsvollen Blick zu
und sagt, ich solle sie besser lagern.
Sie nimmt einfach nur die Eigelbe und wirft die Eiweisse
vor die
Küchentür, wo schon Vögel und andere Tiere im Schnee warten. Vom
Eiweiss habe ich und die Vögel nichts gesehen, im weissen Weiss, aber
am nächsten Tag war alles weg. Hi hi. Wir füllen nun den Brokkoli, den
Schinken und den Käse ein. Immer wieder begiessen wir mit Sulz und
lassen es abkühlen. Wichtig ist, dass der Rand nicht mit Stücken
bedeckt ist, sonst kriegt man den Sulzcake später nicht mehr ordentlich
von der Schüssel frei.
Die Zeit, die es immer wieder zum Abkühlen benötigt,
macht
natürlich erfinderisch, und wir haben immer noch neue Ideen gefunden,
die man in den Sulzcake reinmotivieren könnte. Aber irgendwann ist die
Schüssel voll und wir giessen noch mit Sulz auf. Dann kommt der Cake
über Nacht in den Kühlschrank, was heisst über Nacht, der darf jetzt
ruhig noch ein bisschen durchkühlen. Man kann natürlich ebenfalls
kleinere Sulzcakes "backen".
Wir wünschen allen unseren Freunden fröhliche,
stressfreie Weihnachten. Ottilio und Loredana.
Gugelländische Vanillekipferln
Ja, liebe Leute, liebes, gugelländisches Volk und
Genossen,
Anhänger und Mitdusler, es ist soweit, wir sind wieder in Gugellandia
angekommen. Ein bisschen unfreiwillig, ein bisschen glücklich und
überhaupt! Ein ganzes Jahr ist vergangen und wir haben ganz Europa
abgeklopft. Und nun freuen wir uns, endlich wieder daheim zu sein. Wir
backen heute mit Gugeli und Gugela gugelländische Vanillekipferln.
Nicht böse sein, dass wir ein paar östliche Staaten nicht besucht
haben, Quizzfrage, wo waren wir nicht?
Gugeli und Gugela schälen Mandeln. Die
stammen noch von
langen Jahren her, und sie sind immer noch gut. Na klar, bei der dicken
Schale, die sie haben, schnalzt der kleine Gugel und freut sich schon
aufs Essen. "Es gibt aber heute nichts, wir backen nur." sagt Loredana
und setzt ein wichtiges Gesicht auf. "Es gibt heute wahrscheinlich nur
einen Hauch von Weihnachten."
Ottilio versucht, die zwei enttäuschten Waschbären
wieder
aufzumuntern, und er verspricht ihnen eine tolle Leckerei. "Ihr müsst
nur die Mandeln zuerst schälen, dann enthäuten, dann raffeln und dann
.... ja dann bekommt ihr den Teig hin, ich wünsche euch viel Glück. Und
wo ist Ottilio?
"Man nehme einfach ein Rezept aus dem Internet." spricht
er. Und
er ist ganz bei sich und findet sogar gut, was er redet. Aber wir
Gugellandier kennen unseren Ottilio, er macht nicht immer, was man ihm
sagt, und das ist gut so. Auch heute. Er wartet und guckt, und er
findet schliesslich, es wäre nicht besonders gut, wenn man zu viele
Vanillekipferln auf einmal in die Backröhre schieben würde. Also machen
wir es langsam. Ha ha.
Und unter Ottilios Augen! Wir schafften es. aber wir
mussten sie alle gleich verstecken. Das ist eben das Geheimnis der
Weihnachtsbäckerei.
Wir wünschen eine schöne Weihnachtszeit.
Salzbrezerln russisch
Wir sind heute mit dem kleinen Bären Mogli in Russland.
Wir
haben keine Ahnung, was dort so gekocht wird, deshalb haben wir uns von
einem Frühstücksbild von einem Hotel inspierieren lassen und machen
einfach einen Hefeteig, den wir zu Brezeln verarbeiten wollen. Das ist
schwierig genug, denn Lori und ich sind immer zweierlei Meinung, vor
allem im Winter mit Hefeteig.
Was im Sommer nie ein Problem macht, ist im Winter eine
richtige
Herausvorderung. Aber da wir denken, die in Russland haben mehr Winter
als wir, beissen wir die Zähne zusammen und wagen uns an unsere 500 g
Mehl und nehmen mehr als 20 g Butter zu einem Viertelliter Milchwasser
und 1 Prise Zucker und einem Teelöffel Salz. Das Ergebnis ist
einschneidend, denn der Teig ist zu flüssig. Lori packt einfach ein
wenig mehr Mehl dazu und die Schose ist gerettet. Man wartet,
dass sich der Teig verdoppelt.
Früher haben wir in der Küche beim Warten noch Karten
gespielt,
aber das möchten wir in Anbetracht des Besuches vom russischen Mogli
nicht machen. Also
schlagen wir uns die Zeit mit Quatschen tot. Da Lori den Backofen in
voller Pulle leer rennen lässt, wird es ordentlich warm in der Küche
und der Teig kommt relativ schnell zu Grösse. Nun geht es los. Man
macht
drei Teile vom Teig und diese werden je in fünf Portionen geteilt.
Ich fand dann zum Schluss, grössere Brezel wären
ebenfalls nicht
schlecht und wir haben nur noch vier Brezel von einem Stück Teig
geförmt. Allerdings war das mit dem Formen noch eine rechte
Zufallskunst. Der kleine Mogli konnte es gut, aber es durfte ihm
niemand bei seiner Verschlingungstechnik zusehen. In der Zwischenzeit
haben wir einen Topf mit Salzwasser angesetzt.
Dann ist jedes geformte Brezel kurz in die Salzsuppe
geflogen
und gleich wieder gerettet worden, das macht man so, es heisst.. habe
ich vergessen aber pökeln ist es nicht. Im Internet haben sie uns mit
Wasserratten verwechselt und allerhand zum Planschen im Meer verraten,
wenn wir nach Salzwasser gefragt haben. Aber unsere Brezel sind nun
bereit für den effektiven Tatsch mit Salz. Wir streuen ein bisschen
drüber. Dann findet Mogli, es müsste noch Ei an unsere Brezel sie sähen
sonst
zu fade drein. Das finden wir ebenfalls und schlirgen noch Eigelb
drüber. Dann kommen sie in den Backofen... und wenn sie schön gebacken
sind, werden sie gegessen. Ha ha.
Und auch wenn sie nicht so schön gebacken sind, sie
werden trotzdem
gegessen, gefüllt mit Käse, Schinken etcetera. Mogli, Ottilio und
Loredana.