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Tortenböden
Es ist immer noch Januar, aber er geht langsam dem Ende
entgegen. Am 30. hat Gugel Geburtstag und deshalb machen wir heute die
Tortenböden für seine Geburtstagstorte. Dazu brauchen wir nicht viel
Fantasie und auch wenig Zutaten, aber immerhin 150 g Zucker, 150 Gramm
Mehl, Vanillezucker und 6 Eier. Dann benötigen wir eine anständige
Tortenform, Backpapier und den Miximix. Ha ha, jetzt fällt mir ein,
früher haben wir die Form noch gebuttert, das ist beim heutigen Trend
eigentlich ebenfalls überflüssig.
Lori wieselt irgendwie geheimnisvoll herum. Sie weiss
etwas, das
weiss ich, aber ich weiss nicht was. Fragen hat da wenig Sinn, aber ich
lass sie mal zappeln und tu so, als ob ich nichts bemerkt hätte. Wir
machen alles wie immer, oder eben nicht. Noch nie habe ich das
Rührgerät in Betrieb gesetzt um damit das Eigelb und den Zucker zu
verrühren. Zuerst schlagen wir sonst immer das Eiweiss. Lori grinst,
als wäre ich ihr in die Falle getappt.
Aber es stimmt schon ein bisschen. Das Eigelb haben wir
meistens
nur noch kurz geschlagen, dabei benötigt es doch die ganze Zuwendung
des Koches, ha ha. Aber so waschen wir das ganze Zeug eben zweimal ab,
ha ha. Das Eiweiss darf nämlich mit nichts anderem als mit Liebe und
Hingabe geschlagen werden, sonst wird es nicht steif. Stimmt doch,
oder? Lori grinst und holt die Schüssel.
Nun sind wir bereit. Wir haben eine Schüssel mit Eigelb
und
Zucker, eine Schüssel mit Eiweiss und ein bisschen Zucker, und das
alles muss nun mit dem Mehl zusammen verrührt werden. Aber nicht mit
dem Miximix, sondern schön sachte von Pfote. Lori ist geübt darin und
ich natürlich ebenfalls und wir sieben das Mehl über das ganze und
verrühren alles vorsichtig, andächtig und voller Vorfreude.
Wir sind erfahrungsgemäss entschlossen, mit dem Teig
zwei
Teigböden zu backen, anstelle von einem. Es geht nur zehn
Minuten, aber wir stehen dennoch inzwischen schon fast zwei Stunden
lang in der Küche rum. Hi hi. Gut Ding will eben Weile haben, ha ha.
Und schliesslich geht es ja um die Geburtstagstorte von
Gugel.
Liebe Grüsse von Ottilio und Loredana
Rosmarin crèpes
Das kleine Wildschwein heisst Nicki, aber es weiss
nicht, wie es
zu seinem Namen gekommen ist. Ich freue mich anfangs, aber da hat
schon wieder Lori ihre Pfoten im Spiel und knuddelt den
Kleinen,
der erst einmal mit unseren Hühnereiern spielen möchte. Deshalb schicke
ich die beiden los, in den winterlichen Garten, ein bisschen Rosmarin
zu pflücken.
Bei der momentan herrschenden Kälte sind sie allerdings
schnell
wieder da und zerpflücken ihren Zweig, bei dem es sich eindeutig um
Rosmarin handelt. Ich habe lange nach einem Rezept gesucht, das wir
noch nie gekocht haben, aber das ist langsam nicht mehr so einfach.
Denn unsere Vorräte sind ebenfalls im Jänner an der unteren Grenze.
Eier haben wir noch genügend, Mehl ist ebenfalls noch da. Und was wir
so im Kühlschrank finden, ruft nach Verwendung.
Der Nicki zerbröselt den Rosmarin und fängt gemütlich
an, ihn zu
zerkleinern. Wir versuchen uns an einem Crepes-Teig, den wir so noch
nie gemacht haben, ohne Wasser, nur mit Milch. Aber Lori ist mutig und
meint, das ginge so bestimmt ebenfalls, was natürlich stimmt. In den
Teig kommen noch zwei Esslöffel klein gehackte Rosmarinnadeln, vier
Eier, 250 g Mehl und 5 dl Milch. Was aber sonst noch im Rezept steht,
macht uns stutzig und wir vergessen es vorerst einmal.
Da es sich zu guter Letzt um eine Art Crepe handeln
soll,
vermeiden wir es vorsichtshalber, zu viele Zutaten in den Teig zu
geben. Lori hat beim exakten Untersuchen des Beispielbildes nämlich
gemerkt, dass da geschummelt wurde und im Teig kein Fleisch ist,
sondern dass es im nachhinein dazugelegt wurde. Ja, da muss man bei
Rezepten immer gut acht geben, denen ist nämlich wurscht, wie wir es
machen, wichtig ist, das Bild sieht gut drein.
Deshalb braten wir die Zwiebeln zuerst in der Pfanne an,
bevor
wir sie in den Teig geben. Sonst wären nämlich die Crepes schwarz und
die Zwiebeln noch roh. Nachdem wir das Rezept genügend abgeändert
haben, können wir gut noch die Creme freche weglassen und sowohl den
Schinken wie den Käse einfach in die fertigen Crepes geben. Hi hi, alte
Schule, neues Rezept, ich lach mich kaputt. Aber schmecken wird es
bestimmt.
Blumenkohl-Flaps
Du liebe Güte, Lori, was sollen wir kochen mit einem
Blumenkohl?
"Ha, da gibt es tausend Rezepte!" Aber
die Tante rennt erst einmal ins Grüne und da findet sie gleich schon
eine Ente, die wartet. "Kommtst du mit? Hast du Lust zu Kochen?" "Naja,
zum Essen hätte ich mehr Lust." Aber Lori hat sie schon geschnappt und
in die Küche geschleift. Willkommen Daggi, herzlich willkommen! Daggi
ist eine ziemlich faule Ente und macht nichts freiwillig.
"Also, Blumenkohl schnippeln, das kannst du, was?" "Aber
dafür ist sie zu blöd." Loredana
macht alles selber und fragt dann schliesslich die Ente, ob sie Koch
werden möchte. "Na klar, alles in den Topf und dann noch ein bisschen
Garnitur." Tante Loredana ist schon am Verzweifeln und guckt die
Kartoffeln vernichtend an. Die Ente Daggi und ich kontrollieren derweil
das Gewicht vom Blumenkohl.
Zu sagen wäre noch, dass wir den Blumenkohl, sowie die
Kartoffeln vorerst ein bisschen gekocht haben, bevor wir sie für unser
Gericht verwenden. Denn es gibt ja wieder mal etwas Neues. Neu ist
auch, was Tante Lori findet. "Alles angeknabbert, diese freche Bande."
Sie hatte vergessen, die Butter in den Kühlschrank zu geben, da ist sie
selber schuld." Daggi findet das lustig, ja sogar sympathisch. "Sollen
doch alle kommen, wenn sie Hunger haben. "
Inzwischen habe ich alles vorbereitet. Die
Kartoffelscheiben,
den Blumenkohl, es fehlt nur noch das "Geschmeide" für den Auflauf.
Aber wir haben ja noch Ricotta, abgelaufenen. Hi hi. Lori wirft das
Ganze in eine Pfanne, und kocht es einfach durch. Tut uns leid um den
Ricotta, aber wer ist das schon? Ist nur gestockte Milch und nichts
weiter. Also rühren wir uns eben eine Sosse zusammen.
Tante Lori ist eifrig am Rühren und es sieht nicht
schlecht
drein. Wir können einen Erfolg vermelden. Mit ein bisschen Käse wird
unser heutiges Essen ein Tolles. Ich hätte ja schon noch Speckwürfel
und Co. in petto gehabt, aber wenn es genug ist, dann reicht es eben.
Ha ha.
Guten Appetit, liebe Freunde.
Daggi, Ottilio, Loredana
Zwiebel-Quiche
Es ist saukalt, sogar bei uns, auch wenn die Sonne
tagsüber noch
ein bisschen Optimismus verbreitet. Wir machen ein bisschen
Kücheninventur, nachdem bei einer gewissen Kälte teilweise die
Gefriertruhen vom Kühlschrank aufgetaut sind. Bevor wir wieder
einkaufen gehen, muss also noch alles weg. Und das ist viel
Blätterteig. Was man füher Kuchen nannte, ist heute ein Quiche. "Also
quichen wir mal los, Lori, was schlägst du vor?"
Wir haben erst gerade eine Zusammenfassung von
Blätterteig-Gebäck gemacht, aber unser Zwiebelkuchen war nicht dabei.
Denn normalerweise machen wir ihn mit normalem Hefeteig. Aber mit
Blätterteig ist er natürlich schneller gemacht, aber es ist
noch
mehr Butter dran. Denn die Zwiebeln werden anfangs geschnitten und dann
im heissen Fett angedünstet. Habe extra weniger genommen. Aber bei der
im Moment herrschenden Kälte kann man ein paar zusätzliche Kalorien
verschmerzen.
Lori hat handgelenk mal Pi drei grosse Zwiebeln gepackt
und in "Scheiben"
geschnitten. Ich habe extra wenig Butter mit knapp zwei Esslöffeln Mehl
zu einer weissen Sosse gerührt. Ich weiss, ich weiss, das ist von
gestern, aber ich glaube nicht, dass Sahne gesünder ist als
Mehlschwitze. Aber Bechamelsosse tönt ja etwas besser. Denn es kommt ja
noch Milch dran und Gewürze.
Heutzutage kocht man ja inzwischen ganz anders. Vorbei
ist es
mit den alten Kochbüchern, den dicken Schinken, wo man die Suppe noch
vom Knochen gebrutzelt hat und die Rüben im Garten gefunden, naja, aber
die heutigen Kochbloggs und Kochshows zeigen es ganz deutlich. Man muss
chinesisch, koreanisch, indisch oder afrikanisch kochen, sonst bist du
oberaffen out.
Aber das ist uns wurscht, wir bleiben unserer Küche
treu, und
unserem Zwiebelkuchen auch. Die Lori hat zur Dekoration und
kulinarischen Ergänzung noch etwas italienischen Parmaschinken und eine
Avocado dazugeschmuggelt.
Eine winterliche Delikatesse, unser
Zwiebel-Quiche.
Gugelländischer Kartoffelsalat und österreichische Würste
Zuerst einmal viel Glück zum Jahreswechsel an alle von
uns
Zweien. Es ist ja schon verrückt. Seit dem Jahre 2014 koche ich euch
nun schon die Schnäuze voll und das sind nun schon zwölf Jahre. Der
Kartoffelsalat war mein erstes Rezept. Den machen wir immer noch gleich
wie früher. Und schon damals haben wir ihn an jede Party mitbringen
müssen. Es ist nicht das schnellste, aber das beste Rezept.
Die Kartoffeln werden zuerst in Salzwasser gekocht, und
nachher
geschält und in ebenfalls gekochter, abgekühlter Bouillon eingeweicht.
Fragt mich nicht, woher ich das Rezept habe, obwohl es ein
österreichisches Kochbuch war, wie ich mir einbilde, musste ich mich
sogar von Österreichern selber belehren lassen, dass man es nicht so
macht. Ha ha. Aber gerade deshalb ist mein Karoffelsalat so berühmt
geworden. Ich musste an jedem Fest eine Schüssel voll mitbringen.
Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Karoffeln
wirklich weich
gekocht sind und nicht mehr hart und roh wirken. Oder aber die
Mayonnaise bringts. Da nehmen wir ebenfalls schon jahrelang dieselbe.
Inzwischen kann ich selber Mayonnaise machen, man guckt ja die
Küchenschlacht, hi hi, aber die sollen nur mit ihrem selbstgebrühten
Kram bluffen, mein Kartoffelsalat ist der beste. Natürlich kommen noch
Zwiebeln hinein, die ich heute, und ich bitte, das zu würdigen,
höchstselbst geschnitten habe.
Petersilie hatten wir nicht mehr so viel im Garten, so
haben wir
uns mit gehacktem Klau geholfen. Aber die Deko ist von uns. Hi hi. Und
die Würste sind ein Geschenk von Österreichfahrer, denen wir hiermit
noch einmal unseren herzlichen Dank dafür äussern möchten. Es hat Spass
gemacht, den Würsten, gebraten zu werden, und uns, sie zu essen.
Und nachdem der Kartoffelsalat schön in der Bouillon
gezogen
hat, kann man ihn mit Mayonnaise und Zwiebeln und Petersilie
anreichern, und die übrige Brühe anderweitig verwenden, hi hi. Wir
geben sie immer den Säuen. Aber verschiedene, wütend neidische
Fachweiber geben sogar den übriggebliebenen Kartoffelsalat den Hühnern,
weil es Zwiebeln drin hat.
Machts, wie ihr wollt, wichtig ist, dass es schmeckt.
Lori und ich wünschen einen guten Start in das Neue Jahr 2026.