Ottilios Kochstudio
Hot ein Rezept vön mir nicht gekloppt, nicht verzogen, Öttiliö frogen.
ottilios küche
Das ist Ottilio, der gugelländische Koch. Er stammt aus Korsika und bildet sich auf seine französischen Vorfahren viel ein. Er spricht aber einen sehr merkwürdigen Dialekt. Nämlich kein a und kein o ( a=o und o=ö). Deshalb sind seine Rezepte oft eine rätselhafte Mutprobe.
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Rezepte im Februar 2026





 
 Das Schokoladehäuschen vom Schokolademännchen

Da kommt ja etwas zu uns, na danke, Schokoladehäuschen, Schokolademännchen, Schokolademäulchen...Schoko laaaade. Tante Lori ist noch klar bei Verstand und sortiert erst einmal die ganzen Schokoladetafeln. Es hat dunkle und helle. Aber das ist mir wurscht, ich wollte kochen und nicht basteln.

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Wir müssen zuerst einen Plan haben. Sagt sie, die nie einen Plan hat, sondern immer geradewegs loswurstelt. "Fenster." Na schön, dann machen wir eben Fenster. Aber das ist gar nicht so einfach, damit die Schokolade nicht bricht. Wir finden dann schliesslich schnell heraus, dass es nichts macht, wenn die Schokolade bricht, denn man kann alles wieder zusammenkleben, indem man sie schmilzt und wie Kleister benutzt.

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Wir wagen uns aber nur an kleine Fenster, die Türen sind schon schwieriger. "Ach was," findet Lori, machen wir einfach. Und sie macht und ich schlucke.  Die Schokoladetafeln sind sehr dünn, ha ha, nur 100 Gramm, und deshalb ist die Gefahr sehr gross, dass sie nicht halten. Aber wir haben ja genug Verstärkung und schmelzen sie zusammen, damit die Bruchstellen dicker werden.

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Sind wir eigentlich Köche oder Bauarbeiter? Das sei wurscht, sagt Loredana, das Ergebnis zählt. Aber ein Bauwerk lebt viele Jahre, ein Kochwerk ist nach zehn Minuten gegessen. Man überlege also ganz exakt, ob man Koch oder Kleisterklempner werden will. Also, ich, warum bin ich Koch geworden? fragt sich Ottilio. "Ich habe die spezielle Nase dafür, und Du?" "Ich habe es in den Pfoten, immer gut, und noch viel mehr."

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Wir sind nun an Punkt Null angekommen. Und das bedeutet, dass sich das ganze Gericht, dieses süsse Bauwerk nun zuerst einmal in seiner ganzen Grösse zeigt, dann zusammengesetzt wird, aber in den kommenden News noch eine grosse Rolle spielen wird.

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Man darf gespannt sein......

 
 Spinat-Ravioli-Taschen

Naja, der Titel mutet vielleicht etwas komisch an, aber das liegt daran, dass wir manchmal etwas flexibel mit unseren Rezepten umgehen. Zum Beispiel fängt es schon quer an. Der Mehlsack ist von den Mäusen hinterrücks angefressen worden und das Pulver in der ganzen Küche verstreut. Naja, das sind wir ja gewöhnt und putzen einfach die Schweinerei wieder weg. Dann wollen wir ursprünglich Spinat-Ravioli machen. Wir wissen, es geht supereinfach, in der Küchenschlacht machen sie das jeden Tag. Ha ha, aber eben nur für eine Person.

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Wir sind aber zuversichtlich, denn unser Teig beinhaltet nicht einmal mehr Salz und Wasser, sondern nur noch Mehl und Wein. Lori knetet schon mal den Teig zusammen, und ich kümmere mich um die Füllung. Spinat und Ricotta finde ich zwar oberlangweilig, aber mir fällt im Moment nichts besseres ein. Also Spinat kochen, mit einem Bouillonwürfel, Zitronensaft, Knofizehe und später ein Eigelb dazu und den Ricotta.

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Beim Kochen haben wir beide immer unsere höchst eigenen Ideen. Die Lori machts wie sie es immer macht, und ich denke immer, man könnte es vielleicht noch etwas besser machen. Gut Ding will Weile haben, aber neuerdings muss es ja immer schnell gehen, also muss man flexibel sein. An der Füllung können wir noch herumdoktern, aber der Teig will nun dünn gewallt, zu Ravioli verarbeitet werden.                                                

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Wir haben die ersten ziemlich dünn gemacht. Mit Mehl drumrum kann ja nicht allzuviel passieren, oder doch? Ich musste dann die Füllung noch einmal abschmecken, denn in erkaltetem Zustand ist alles viel fader. Aber die ersten vier Ravioli waren dicke Knaller. Dann haben wir etwas geschluddert, weil wir gedacht haben, es geht ja doch ganz flux voran. Aber der Teig will eben ein Teig sein. Ha ha. Er lebt und klebt, hi hi.                                             

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Dies aber natürlich nur, weil wir noch hie und da einen Fototermin dazwischen gesetzt haben. Nun, wir haben dann die erste Ladung von unseren hochqualifizierten Spinat-Ricotta-Ravioli ins kochende Salzwasser geworfen und uns gewünscht, der Rest könnte das nun von selber. Aber da sitzen wir armen Köche noch vor einer ganzen Schüssel Spinatfüllung und einem Riesenfetzen Teig. Aber wozu sind wir Köche? Ha ha, wir klumpen einfach den Rest irgendwie zusammen und werfen ihn ins sprudelnde Fett. Ja exakt. Das schmeckt ebenso gut wie Ravioli, nur anders. 

Das findet Lori, und ich muss ihr Recht geben.

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So haben wir zwei Rezepte mit einem Teig gemacht, warum nicht? Wichtig ist, es schmeckt. Und auf den Teig sind wir besonders stolz. Was ist denn nochmal drin? Ha ha, nur Wein und Mehl. Lori und Ottilio.

 
 Gugelmutzen

Heute machen wir gleich nochmals ein Fasnachtsgebäck, aber diesmal läuft es total den falschen Weg. Wir fangen friedlich an und haben sogar noch einen kleinen Helfer, den Akku, der fleissig abwägt und hilft. In unseren Hefeteig geben wir Mehl, Zucker, Butter, dann zwei Eier, Hefe, Salz und Milch. Dann findet Lori, es müsste noch Vanillezucker dazu und etwas Honig und Zitronenschale. Dann haben wir drei total die Übersicht verloren, hi hi.            

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Vor allem sollte das Rezept einen Hefeteig ergeben, den wir dann frittieren wollen. Also warten wir nach Beendigung unserer Rührkünste tapfer eine ganze Stunde mit der Weiterverarbeitung. Aber der Teig klebt und will sich nicht in eine Form quetschen lassen, ganz anders als letzte Woche, da  flutschte alles wie von selber zusammen. Während ich Lori und der Zitrone die Schuld gebe, findet diese ich hätte zu wenig Hefe genommen. Und Akku hat die Milch zu kalt dazugegeben.                                                             

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Aber das Gute am Kochen ist ja, dass man, wenn man es selber macht, jederzeit den Titel des Ergebnisses ändern kann. Und so entschliessen wir uns einheitlich, den schiefen Teig ebenso schief zu verwenden. Formen kann man ihn schlecht, aber essen muss man ihn können, ha ha.              

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Wir schicken Akku zur Lösungsfindung ein wenig an die frische Luft, aber er ist schneller wieder da, als dass der Teig geruht hat. Es ist grässlich im Freien, nass und ungemütlich, sagt er und wir haben Mitleid mit ihm und mit unserem Teig, lasst uns weitermachen. Lori pflanzt eine grosse Pfanne mit Oel am Herd und wir machen uns gemeinsam über unseren Hefeteig her. Wer nicht hören will, muss fühlen.                                                             

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Wenn unser Ergebnis nun halt dreinsieht wie wenn es Schenkeli wären, dann muss ich sagen, es sieht nur so aus, denn es handelt sich um einen gugelländischen Hefeteig. Die Büchse mit den Ananasscheiben steht nur verzweifelt daneben. Sie hat mit dem Rezept nichts zu tun.                    

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Nur zum Sagen, es sind alle "Mutzen" locker weggefressen worden, nachdem sie ihren schönen Namen bekommen haben. Wir wünschen noch fröhliches Fasnachtsbacken all unseren Freunden.
Ottilio, Akku und Lori

 

Badische Scherben auf gugelländisch

Damit wir die Fasnacht nicht wieder irgendwie verpassen, haben wir uns schon jetzt an die Arbeit gemacht. Es gibt ja so viele Gebäcke und Kuchen, die besonders in dieser Zeit gefuttert werden, also, warum nicht? Wir wollen uns an die badischen Scherben wagen, die wir noch nie gemacht haben. Lori holt schon mal einen Sack Koriandoli, dabei haben wir erst gelesen, dass das Rezept zwei Stunden Ruhefase benötigt. Und dann fehlt uns noch eine wichtige Zutat, und das ist der "Sauerrahm".

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Die Zutatenliste ist nämlich die: man nehme eine Biozitrone, 2 Eier, 50g Sauerrahm, 30g Zucker, 1 Prise Salz, 300g Mehl und 1 Prise Backpulver, mache einen Teig damit und stelle diesen 2 Stunden in den Kühlschrank. Wir gucken erstmal, wie man schnell Sauerrahm herstellen könnte, finden aber kein Rezept, was wir verwenden können. Da hat Lori die glorreiche Idee, wir könnten die Frühstücks-Käsli "mitKuhdrauf" , die inzwischen allerdings am Deckel keine Kuh mehr abgebildet haben, als Sauerrahm-Ersatz verwenden. Probieren geht über Studieren und wir werfen 4 Stück davon in die Eier.

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Wir haben ein bisschen zu tun, bis die Käsli sich möglichst verdünnisiert haben, aber mit dem ganzen Mehl und dem Backpulver gemischt, ergibt alles dann doch einen ansehnlichen Teig, den wir dann brav für 2 Stunden in den Kühlschrank verfrachten. In der Zwischenzeit räumen wir ein bisschen die Küche zusammen. Lori findet dabei ein merkwürdiges Rezept. das wir noch nie gemacht hätten. Aber dann sind die zwei Stunden schon um, und unser Teig kommt zum Einsatz.

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Interessanterweise hat er die richtige Konsistenz und wir schneiden damit die Vierecke zusammen, weil Lori beim Räumen zufälligerweise noch das Teigrädchen gefunden hat. Ja, ja, manchmal geschehen noch Wunder. Während es nun im Freien ordentlich schneit und hudelt, formen wir nun also unsere Scherben, geben sie ins heisse Frittieröl und bestäuben sie nach dem Abtropfen mit Puderzucker.

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Wir benötigen dazu eine ganze Flasche Öl, aber dafür können wir alle Scherben im gleichen Öl verbraten. Es ist manchmal schon merkwürdig, in der Küche, wenn einfach alles zufällig mal so richtig gut klappt.

Und geschmeckt haben sie ebenfalls. Man hat nichts von der Schummelei mit dem Käse gemerkt, hi hi.
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Wir wünschen allen eine schöne Faschingszeit. Ottilio und Loredana.



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