Monat
2016
Monat
2017
Monat
2018
Monat
2019
Monat
2020
Monat
2021
Monat
2022
Monat
2023
Monat
2024
Monat
2025
Monat
2026
Monat
Das Schokoladehäuschen
vom Schokolademännchen
Da kommt ja etwas zu uns, na danke, Schokoladehäuschen,
Schokolademännchen, Schokolademäulchen...Schoko laaaade. Tante Lori ist
noch klar bei Verstand und sortiert erst einmal die ganzen
Schokoladetafeln. Es hat dunkle und helle. Aber das ist mir wurscht,
ich wollte kochen und nicht basteln.
Wir müssen zuerst einen Plan haben. Sagt sie, die nie
einen Plan
hat, sondern immer geradewegs loswurstelt. "Fenster." Na schön, dann
machen wir eben Fenster. Aber das ist gar nicht so einfach, damit die
Schokolade nicht bricht. Wir finden dann schliesslich schnell heraus,
dass es nichts macht, wenn die Schokolade bricht, denn man kann alles
wieder zusammenkleben, indem man sie schmilzt und wie Kleister benutzt.
Wir wagen uns aber nur an kleine Fenster, die Türen sind
schon
schwieriger. "Ach was," findet Lori, machen wir einfach. Und sie macht
und ich schlucke. Die Schokoladetafeln sind sehr dünn, ha ha,
nur
100 Gramm, und deshalb ist die Gefahr sehr gross, dass sie nicht
halten. Aber wir haben ja genug Verstärkung und schmelzen sie zusammen,
damit die Bruchstellen dicker werden.
Sind wir eigentlich Köche oder Bauarbeiter? Das sei
wurscht,
sagt Loredana, das Ergebnis zählt. Aber ein Bauwerk lebt viele Jahre,
ein Kochwerk ist nach zehn Minuten gegessen. Man überlege also ganz
exakt, ob man Koch oder Kleisterklempner werden will. Also, ich, warum
bin ich Koch geworden? fragt sich Ottilio. "Ich habe die spezielle Nase
dafür, und Du?" "Ich habe es in den Pfoten, immer gut, und noch viel
mehr."
Wir sind nun an Punkt Null angekommen. Und das bedeutet,
dass
sich das ganze Gericht, dieses süsse Bauwerk nun zuerst einmal in
seiner ganzen Grösse zeigt, dann zusammengesetzt wird, aber in den
kommenden News noch eine grosse Rolle spielen wird.
Man darf gespannt sein......
Spinat-Ravioli-Taschen
Naja, der Titel mutet vielleicht etwas komisch an, aber
das
liegt daran, dass wir manchmal etwas flexibel mit unseren Rezepten
umgehen. Zum Beispiel fängt es schon quer an. Der Mehlsack ist von den
Mäusen hinterrücks angefressen worden und das Pulver in der ganzen
Küche verstreut. Naja, das sind wir ja gewöhnt und putzen einfach die
Schweinerei wieder weg. Dann wollen wir ursprünglich Spinat-Ravioli
machen. Wir wissen, es geht supereinfach, in der Küchenschlacht machen
sie das jeden Tag. Ha ha, aber eben nur für eine Person.
Wir sind aber zuversichtlich, denn unser Teig beinhaltet
nicht einmal mehr Salz und Wasser, sondern nur noch Mehl und Wein. Lori
knetet schon mal den Teig zusammen, und ich kümmere mich um die
Füllung. Spinat und Ricotta finde ich zwar oberlangweilig, aber mir
fällt im Moment nichts besseres ein. Also Spinat kochen, mit einem
Bouillonwürfel, Zitronensaft, Knofizehe und später ein Eigelb dazu und
den Ricotta.
Beim Kochen haben wir beide immer unsere höchst eigenen
Ideen.
Die Lori machts wie sie es immer macht, und ich denke immer, man könnte
es vielleicht noch etwas besser machen. Gut Ding will Weile haben, aber
neuerdings muss es ja immer schnell gehen, also muss man flexibel sein.
An der Füllung können wir noch herumdoktern, aber der Teig will nun
dünn gewallt, zu Ravioli verarbeitet werden.
Wir haben die ersten ziemlich dünn gemacht. Mit Mehl
drumrum
kann ja nicht allzuviel passieren, oder doch? Ich musste dann die
Füllung noch einmal abschmecken, denn in erkaltetem Zustand ist alles
viel fader. Aber die ersten vier Ravioli waren dicke Knaller. Dann
haben wir etwas geschluddert, weil wir gedacht haben, es geht ja doch
ganz flux voran. Aber der Teig will eben ein Teig sein. Ha ha. Er lebt
und klebt, hi hi.
Dies aber natürlich nur, weil wir noch hie und da einen
Fototermin dazwischen gesetzt haben.
Nun, wir haben dann die erste Ladung von unseren hochqualifizierten
Spinat-Ricotta-Ravioli ins kochende Salzwasser geworfen und uns
gewünscht, der Rest könnte das nun von selber. Aber da sitzen wir armen
Köche noch vor einer ganzen Schüssel Spinatfüllung und einem
Riesenfetzen Teig. Aber wozu sind wir Köche? Ha ha, wir klumpen einfach
den Rest irgendwie zusammen und werfen ihn ins sprudelnde Fett. Ja
exakt. Das schmeckt ebenso gut wie Ravioli, nur anders.
Das findet Lori, und ich muss ihr Recht geben.
So haben wir zwei Rezepte mit einem Teig gemacht, warum
nicht?
Wichtig ist, es schmeckt. Und auf den Teig sind wir besonders stolz.
Was ist denn nochmal drin? Ha ha, nur Wein und Mehl. Lori und Ottilio.
Gugelmutzen
Heute machen wir gleich nochmals ein Fasnachtsgebäck,
aber
diesmal läuft es total den falschen Weg. Wir fangen friedlich an und
haben sogar noch einen kleinen Helfer, den Akku, der fleissig abwägt
und hilft. In unseren Hefeteig geben wir Mehl, Zucker, Butter, dann
zwei Eier, Hefe, Salz und Milch. Dann findet Lori, es müsste noch
Vanillezucker dazu und etwas Honig und Zitronenschale. Dann haben wir
drei total die Übersicht verloren, hi hi.
Vor allem sollte das Rezept einen Hefeteig ergeben, den
wir dann
frittieren wollen. Also warten wir nach Beendigung unserer Rührkünste
tapfer eine ganze Stunde mit der Weiterverarbeitung. Aber der Teig
klebt und will sich nicht in eine Form quetschen lassen, ganz anders
als letzte Woche, da flutschte alles wie von selber zusammen.
Während ich Lori und der Zitrone die Schuld gebe, findet diese ich
hätte zu wenig Hefe genommen. Und Akku hat die Milch zu kalt
dazugegeben.
Aber das Gute am Kochen ist ja, dass man, wenn man es
selber
macht, jederzeit den Titel des Ergebnisses ändern kann. Und so
entschliessen wir uns einheitlich, den schiefen Teig ebenso schief zu
verwenden. Formen kann man ihn schlecht, aber essen muss man ihn
können, ha ha.
Wir schicken Akku zur Lösungsfindung ein wenig an die
frische
Luft, aber er ist schneller wieder da, als dass der Teig geruht hat. Es
ist grässlich im Freien, nass und ungemütlich, sagt er und wir haben
Mitleid mit ihm und mit unserem Teig, lasst uns weitermachen. Lori
pflanzt eine grosse Pfanne mit Oel am Herd und wir machen uns gemeinsam
über unseren Hefeteig her. Wer nicht hören will, muss fühlen.
Wenn unser Ergebnis nun halt dreinsieht wie wenn es
Schenkeli
wären, dann muss ich sagen, es sieht nur so aus, denn es handelt sich
um einen gugelländischen Hefeteig. Die Büchse mit den Ananasscheiben
steht nur verzweifelt daneben. Sie hat mit dem Rezept nichts zu tun.
Nur zum Sagen, es sind alle "Mutzen" locker
weggefressen worden,
nachdem sie ihren schönen Namen bekommen haben. Wir wünschen noch
fröhliches Fasnachtsbacken all unseren Freunden.
Ottilio, Akku und Lori
Badische Scherben auf gugelländisch
Damit wir die Fasnacht nicht wieder irgendwie verpassen,
haben
wir uns schon jetzt an die Arbeit gemacht. Es gibt ja so viele Gebäcke
und Kuchen, die besonders in dieser Zeit gefuttert werden, also, warum
nicht? Wir wollen uns an die badischen Scherben wagen, die wir noch nie
gemacht haben. Lori holt schon mal einen Sack Koriandoli, dabei haben
wir erst gelesen, dass das Rezept zwei Stunden Ruhefase benötigt. Und
dann fehlt uns noch eine wichtige Zutat, und das ist der "Sauerrahm".
Die Zutatenliste ist nämlich die: man nehme eine
Biozitrone, 2
Eier, 50g Sauerrahm, 30g Zucker,
1 Prise Salz, 300g Mehl und 1 Prise Backpulver, mache einen Teig damit
und stelle diesen 2 Stunden in den Kühlschrank. Wir gucken erstmal, wie
man schnell Sauerrahm herstellen könnte, finden aber kein
Rezept,
was wir verwenden können. Da hat Lori die glorreiche Idee, wir könnten
die Frühstücks-Käsli "mitKuhdrauf" , die inzwischen allerdings am
Deckel keine Kuh mehr abgebildet haben, als Sauerrahm-Ersatz verwenden.
Probieren geht über Studieren und wir werfen 4 Stück davon in die Eier.
Wir haben ein bisschen zu tun, bis die Käsli sich
möglichst
verdünnisiert haben, aber mit dem ganzen Mehl und dem Backpulver
gemischt, ergibt alles dann doch einen ansehnlichen Teig, den wir dann
brav für 2 Stunden in den Kühlschrank verfrachten. In der Zwischenzeit
räumen wir ein bisschen die Küche zusammen. Lori findet dabei ein
merkwürdiges Rezept. das wir noch nie gemacht hätten. Aber dann sind
die zwei Stunden schon um, und unser Teig kommt zum Einsatz.
Interessanterweise hat er die richtige Konsistenz und
wir
schneiden damit die Vierecke zusammen, weil Lori beim Räumen
zufälligerweise noch das Teigrädchen gefunden hat. Ja, ja, manchmal
geschehen noch Wunder. Während es nun im Freien ordentlich schneit und
hudelt, formen wir nun also unsere Scherben, geben sie ins heisse
Frittieröl und bestäuben sie nach dem Abtropfen mit Puderzucker.
Wir benötigen dazu eine ganze Flasche Öl, aber dafür
können wir
alle Scherben im gleichen Öl verbraten. Es ist manchmal schon
merkwürdig, in der Küche, wenn einfach alles zufällig mal so
richtig gut
klappt.
Und geschmeckt haben sie ebenfalls. Man hat nichts von der Schummelei
mit dem Käse gemerkt, hi hi.
Wir wünschen allen eine schöne Faschingszeit. Ottilio
und Loredana.