Ottilios Kochstudio
Hot ein Rezept vön mir nicht gekloppt, nicht verzogen, Öttiliö frogen.
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Das ist Ottilio, der gugelländische Koch. Er stammt aus Korsika und bildet sich auf seine französischen Vorfahren viel ein. Er spricht aber einen sehr merkwürdigen Dialekt. Nämlich kein a und kein o ( a=o und o=ö). Deshalb sind seine Rezepte oft eine rätselhafte Mutprobe.
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Rezepte im Oktober 2026





 
 Shakshuka (gugelländisch)

Tut mir leid, Lori und Fifi, wir können heute keine potato knishes machen, es sind keine Kartoffeln mehr da. Doch wir machen Shakshuka auf gugelländisch, nämlich ohne Peperoni die ja in Deutschland Paprika heissen, aber mit viel Paprika, denn davon haben wir genug. Aber zuerst machen wir noch unsere Spezialität, nämlich Ricotta oder so etwas ähnliches. Es ist jedesmal anders. Kommt wahrscheinlich von der Milchsorte, hi hi. Aber wir nehmen immer einen Liter, dazu einen Teelöffel Salz und zwei Esslöffel Weissweinessig. Das wird erwärmt bis es flockt und dann abgegossen.    

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Da ich ein ziemlicher Geizkragen bin, schütte ich den gelben Milchsaft natürlich nicht weg, sondern verwende ihn einfach als Flüssigkeit wieder beim Kochen. Man kann ihn natürlich sogar trinken. Aber das interessiert uns im Moment nicht, denn wir wollen ja Shakshuka machen, das so verheissungsvoll tönt, aber eigentlich nur eine Tomaten/Paprika-Sosse ist in der ein paar Eier schwimmen. Dazu bräuchte man eine entsprechende Pfanne, die wir natürlich nicht haben. Aber bitte, keine Pfannen schicken, es geht anders ebenfalls.                                                                    

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Tante Loredana hat mit dem Fifi zu tun. Ich muss ihm ebenfalls beibringen, dass es verschiedene Paprikasorten gibt, dass die zum Teil scharf sind und meistens ziemlich rot. Wir beraten uns nun über den Paprikaschoten-Ersatz. Die kleinen Paprikas, die wir haben, sind sehr scharf und Lori weiss nicht, wie viele davon nehmen. Aber das ist bei uns immer die Schisshasenfrage, also nehmen wir nur die Hälfte. Interessanterweise sind sie ohne Kerne nur im Mund scharf, im Hals nicht mehr. Ein bisschen Abenteuer gehört immer zum Kochen, ha ha.

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In das Gericht gehört eine gehackte Zwiebel, einige Knofizehen und ein Esslöffel Harissa (der ist bei uns wie der Koriander vor der Küchentüre versauert, hi hi) Ich habe extra noch die künstliche Intelligenz angefragt, was ich nehmen soll, wenn ich keinen Kreuzkümmel hätte, da sagt doch der frech, ich könne ja auf Koriander zurückgreifen. Der kennt mich eben nicht, hi hi. Ich habe in meinem Leben schon viele Kompromisse gemacht. Ich mochte früher keine Weinbeeren, kein Marzipan und, und heute muss ich mich nur noch mit dem Koriander herumschlagen.

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Es soll ja viele kleine Kinder geben, die keine Tomaten mögen. Aber das finden dann deren Mütter meistens so schlimm, dass sie fantasievoll werden, und zu guter Letzt mag der Sprössling nicht mehr ohne Ketchup leben. Lori holt noch ein bisschen Gras, ah nein, es ist Schnittlauch vom Vorgärtchen und wir sind mit unserer Shakshuka fertig, aber noch nicht zufrieden. Wir werden es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal versuchen.     

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Viel Spass in der Küche wünschen Loredana, Fifi und Ottilio.

 

Garnelen und Erbsenpüree

Fast hätten wir ihn vergessen. Rumpel ist eben doch ein ziemlich kleiner Elefant, sogar Mäuse sind grösser, hi hi. Aber wir haben ihm letztes Mal versprochen, dass er noch einmal kochen helfen darf. Zwar hatten wir Probleme mit dem "was", denn es herrscht wieder einmal Eiszeit in der Küche und wir müssen etwas mehr tun, als nur einen gefüllten Teller in die Mikrowelle schieben. Bei der Suche nach einem Rezept haben wir uns dann noch so verfranst, dass wir das ganze Prozedere verschieben mussten.

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Ursprünglich wollten wir Potato Knishes machen. Beim Recherchieren sind wir aber auf ziemliche Hindernisse gestossen. Aber davon nächstes Mal mehr, heute rücken wir einem Paket Erbsen zu Leibe und machen Garnelen dazu. Der kleine Rumpel hat sich ein grosses Basilikumblatt geschnappt und fährt damit auf dem Küchentisch herum. Dass ich wegen ihm die tiefgekühlten Erbsen verschüttet habe, dürfe ich nicht sagen, ist aber so.

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Aber schlimmer war dann der Anblick der Garnelenschwänze, die tiefgekühlt eigentlich nur noch in die Pfanne zum Aufwärmen müssten. Lori schüttelte entsetzt den Kopf. "Ich weiss, ich weiss, hierzulande kommen die Tiere sogar noch mit Kopf und Schale in die Pfanne oder den Grill und man hat als Esser die Ehre, das Tier mühevoll mit den Fingern selbst zu enthäuten. Da dies leicht barbarisch anmutet und nicht jedermanns Sache ist, schlage ich vor, die Garnelen zu schälen. 

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Dass dann das Ganze dann noch weniger wird, ist nicht mein Problem. Wir haben ja genügend Erbsen. Rumpel hilft dann doch ein bisschen Zwiebel und Knofi schneiden und erzählt Lori von seiner ganzen Verwandtschaft. Die Garnelenschwänze habe ich dann allein geschält, das geht ganz gut, wenn sie nicht mehr gefroren sind. Wenn schon in der Schale dann noch mit dem Kopf, finde ich und lasse meinen Abfall noch fotografieren. Den Darm von den Garnelen konnte man dadurch, dass sie gefroren waren, ebenfalls nicht mehr gut entfernen. Aber das ist ja wurscht, ein braver Esser isst den mit. 

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Das grösste Kocherlebnis war dann das Vermusen der Erbsen. "Warum?" war die oberelefantenblöde Frage unseres Helfers. Warum das ein Erlebnis ist, oder warum wir sie zu Brei verarbeiten, weiss der Himmel, aber Abwechslung ist das halbe Leben, und so zarte Erbschen möchten eben natürlich was erleben. Lori grinst sich derweil ins Fäustchen und wirft die geschälten Garnelen ins Mehlbad und von dort in die Pfanne mit Olivenöl.

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"Wir haben die Erbsen vermust, damit sie den Garnelen nicht die Show stehlen. " ist dann mein abschliessendes Geständnis, als das Essen serviert wird. Nächste Woche kommen dann die "Knishes".

Wir wünschen viel Spass in der Küche. Lori , Rumpel und Ottilio


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