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Shakshuka (gugelländisch)
Tut mir leid, Lori und Fifi, wir können heute keine potato
knishes machen, es sind keine Kartoffeln mehr da. Doch wir machen
Shakshuka auf gugelländisch, nämlich ohne Peperoni die ja in
Deutschland Paprika heissen, aber mit viel Paprika, denn davon haben
wir genug. Aber zuerst machen wir noch unsere Spezialität, nämlich
Ricotta oder so etwas ähnliches. Es ist jedesmal anders. Kommt
wahrscheinlich von der Milchsorte, hi hi. Aber wir nehmen immer einen
Liter, dazu einen Teelöffel Salz und zwei Esslöffel Weissweinessig. Das
wird erwärmt bis es flockt und dann abgegossen.
Da ich ein ziemlicher Geizkragen bin, schütte ich den gelben
Milchsaft natürlich nicht weg, sondern verwende ihn einfach als
Flüssigkeit wieder beim Kochen. Man kann ihn natürlich sogar trinken.
Aber das interessiert uns im Moment nicht, denn wir wollen ja Shakshuka
machen, das so verheissungsvoll tönt, aber eigentlich nur eine
Tomaten/Paprika-Sosse ist in der ein paar Eier schwimmen. Dazu bräuchte
man eine entsprechende Pfanne, die wir natürlich nicht haben. Aber
bitte, keine Pfannen schicken, es geht anders ebenfalls.
Tante Loredana hat mit dem Fifi zu tun. Ich muss ihm ebenfalls
beibringen, dass es verschiedene Paprikasorten gibt, dass die zum Teil
scharf sind und meistens ziemlich rot. Wir beraten uns nun über den
Paprikaschoten-Ersatz. Die kleinen Paprikas, die wir haben, sind sehr
scharf und Lori weiss nicht, wie viele davon nehmen. Aber das ist bei
uns immer die Schisshasenfrage, also nehmen wir nur die Hälfte.
Interessanterweise sind sie ohne Kerne nur im Mund scharf, im Hals
nicht mehr. Ein bisschen Abenteuer gehört immer zum Kochen, ha ha.
In das Gericht gehört eine gehackte Zwiebel, einige
Knofizehen und ein Esslöffel Harissa (der ist bei uns wie der Koriander
vor der Küchentüre versauert, hi hi) Ich habe extra noch die künstliche
Intelligenz angefragt, was ich nehmen soll, wenn ich keinen Kreuzkümmel
hätte, da sagt doch der frech, ich könne ja auf Koriander
zurückgreifen. Der kennt mich eben nicht, hi hi. Ich habe in meinem
Leben schon viele Kompromisse gemacht. Ich mochte früher keine
Weinbeeren, kein Marzipan und, und heute muss ich mich nur noch mit dem
Koriander herumschlagen.
Es soll ja viele kleine Kinder geben, die keine Tomaten mögen.
Aber das finden dann deren Mütter meistens so schlimm, dass sie
fantasievoll werden, und zu guter Letzt mag der Sprössling nicht mehr
ohne Ketchup leben. Lori holt noch ein bisschen Gras, ah nein, es ist
Schnittlauch vom Vorgärtchen und wir sind mit unserer Shakshuka fertig,
aber noch nicht zufrieden. Wir werden es zu einem späteren
Zeitpunkt noch einmal versuchen.
Viel Spass in der Küche wünschen Loredana, Fifi und Ottilio.
Garnelen und Erbsenpüree
Fast hätten wir ihn vergessen. Rumpel ist eben doch ein
ziemlich
kleiner Elefant, sogar Mäuse sind grösser, hi hi. Aber wir haben ihm
letztes Mal versprochen, dass er noch einmal kochen helfen darf. Zwar
hatten wir Probleme mit dem "was", denn es herrscht wieder einmal
Eiszeit in der Küche und wir müssen etwas mehr tun, als nur einen
gefüllten Teller in die Mikrowelle schieben. Bei der Suche nach einem
Rezept haben wir uns dann noch so verfranst, dass wir das ganze
Prozedere verschieben mussten.
Ursprünglich wollten wir Potato Knishes machen. Beim
Recherchieren sind wir aber auf ziemliche Hindernisse gestossen. Aber
davon nächstes Mal mehr, heute rücken wir einem Paket Erbsen zu Leibe
und machen Garnelen dazu. Der kleine Rumpel hat sich ein grosses
Basilikumblatt geschnappt und fährt damit auf dem Küchentisch herum.
Dass ich wegen ihm die tiefgekühlten Erbsen verschüttet habe, dürfe ich
nicht sagen, ist aber so.
Aber schlimmer war dann der Anblick der
Garnelenschwänze, die
tiefgekühlt eigentlich nur noch in die Pfanne zum Aufwärmen müssten.
Lori schüttelte entsetzt den Kopf. "Ich weiss, ich weiss, hierzulande
kommen die Tiere sogar noch mit Kopf und Schale in die Pfanne oder den
Grill und man hat als Esser die Ehre, das Tier mühevoll mit den Fingern
selbst zu enthäuten. Da dies leicht barbarisch anmutet und nicht
jedermanns Sache ist, schlage ich vor, die Garnelen zu
schälen.
Dass dann das Ganze dann noch weniger wird, ist nicht
mein Problem. Wir haben ja genügend Erbsen. Rumpel
hilft dann doch ein bisschen Zwiebel und Knofi schneiden und erzählt
Lori von seiner ganzen Verwandtschaft. Die Garnelenschwänze habe ich
dann allein geschält, das geht ganz gut, wenn sie nicht mehr gefroren
sind. Wenn schon in der Schale dann noch mit dem Kopf, finde ich und
lasse meinen Abfall noch fotografieren. Den Darm von den Garnelen
konnte man dadurch, dass sie gefroren waren, ebenfalls nicht mehr gut
entfernen. Aber das ist ja wurscht, ein braver Esser isst den
mit.
Das grösste Kocherlebnis war dann das Vermusen der
Erbsen.
"Warum?" war die oberelefantenblöde Frage unseres Helfers. Warum das
ein Erlebnis ist, oder warum wir sie zu Brei verarbeiten, weiss der
Himmel, aber Abwechslung ist das halbe Leben, und so zarte Erbschen
möchten eben natürlich was erleben. Lori grinst sich derweil ins
Fäustchen und wirft die geschälten Garnelen ins Mehlbad und von dort in
die Pfanne mit Olivenöl.
"Wir haben die Erbsen vermust, damit sie den Garnelen
nicht die
Show stehlen. " ist dann mein abschliessendes Geständnis, als das Essen
serviert wird. Nächste Woche kommen dann die "Knishes".
Wir wünschen viel Spass in der Küche. Lori , Rumpel und Ottilio