Hallo, ich bin Schnorbert, Kritiker von Beruf
Seit November 2014 bin ich nun hier in Gugellandia und das ist ja schon eine Strafe. Ich bekleide das wichtige Amt des Kritikers. Keiner ist vor meinen Kommentaren sicher. Ich zerreisse alles und jeden in der Luft. Darum lieben mich wahrscheinlich alle.
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Kritiker: Juni 2025





 
Mit Posaunen und Trompeten
Meine lieben Leute, ich kann ja nichts dafür, wenn Mäuse zu fliegen anfangen und Bienen nicht mehr stechen sondern Knödel essen und Frösche retten. Edi und seine Leute haben aus der Biene Maya ihren eigenen Schinken geklopft, das ist mir völlig egal, aber sie müssen sich dann nicht bei mir  beschweren, wenn es heisst, sie sollen keine Märchen mehr spielen. Mal ganz im Ernst, wer hält das aus? 160 Bilder lang immer nur grün grün, manchmal etwas blau und zum Schluss ein oranger Knödel. Die haben sich völlig im Grün vergrünt. Fehlt nur noch, dass sie jetzt vor lauter Grün die My fair Lady spielen wollen, ha ha. Aber dann will ich auch meinen Teil abkassieren. Immer habe ich die guten Ideen und das Volk rauscht ab damit. Aber es ist ja bald Sommerpause, man merkt es. Sie weiten ihre Exkursionen nicht mehr so weit aus.  Das Gras wächst schon über die Türschwelle. Es wird heiss und immer heisser, der Schweiss tropft in den Kragen und die Flöhe flöhen, die Schwanzrüssler rüsseln und wer im Moment kein Insekt ist, hat es schwer, in Gugellandia einen Startplatz für die Sommerpläusche zu ergattern. Aber ich weiss schon, was ich mache. Ich habe gute Beziehungen zum Hof, ja ha ha, nicht der Königshof, sondern der Bahnhof. Fliegerbahnhof, oder Flugzeug, na ja, das ist nicht dieses Blechzeug, mit dem die Menschen in der ganzen Welt herumfliegen, ich meine geflügeltes Flugvieh, Peso, zum Beispiel, oder auch Enten, ha ha. Wir starten demnächts Flugkurse für Flügelhaber. Ja, das wird lustig. Aber merkt euch forte Worte: Auch ohne Flatterambitionen kann jeder mitmachen. Baut euch Flügel und fliegt. Und nun noch ein Wort zu den verkorksten fluguntüchtigen News von heute. Wenn diese pseudoflugflimmernde Luftakrobatik nicht bald ihr Ende ansteuert, werde ich es finden. Na klar, Entenschiessen mit Bienen. Peng! Peng! Bumm, bumm. Kapiert? Und wer noch auf ein schleuderfantastisches Wort von mir wartet, kann sich im Keller einmauern. Ich komme ihn dann besuchen.
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 Mein Wort wird zum Befehl
Ja, ja, da sieht man wieder mal meinen überbeselten Einfluss auf das ganze Gugelvolk. Ich sage nur "summ" und sie denken, der grosse Plüschitu hat gesprochen, wir müssen die Biene Maya spielen.  Eher wie bleiche Mehlwürmer haben sie allerdings ausgesehen und versucht, mit Strampeln und Prusten zu flattern, fliegen und brummen, ho ho. Da sind sogar die Hornissen lachend in der Luft stehen geblieben und haben sich die Bäuche gehalten.  Es ist natürlich ein freveliger Volltrunkenheitsversuch, wie die Bienen zu flattern und fliegen, wenn sie in ganz Gugellandia keine müde Primel mehr finden. Könnten ja grad so gut im Sommer eine Schneeballschlacht machen und im Winter Blätter an die Bäume kleben. Daneben ist eben daneben. Und dann ist ja auch noch die Sache mit dem Fotoapparat. Sie haben, glaube ich, schon eine ganze Kiste voll davon . Aber immer ist nur einer in Betrieb. Und wenn der aus Ottilios Küche kommt ist er mit Gemüse verklebt, wenn die News gedreht werden, ist er im Gras verschwunden, und wenn Grünling etwas zu knipsen hätte, hat er sich in Luft aufgelöst, weil sich Dr. Zeig damit auf Wolkenjagd befindet. Dabei, ich sage es ja, haben sie Tonnen an Fotoapparaten, nur, wie man damit umgehen muss, weiss keiner, denn es ist ja nicht seiner. Da sollen diese Wolkenkosaken doch fliegen lernen, ja - runter kommen sie alle. Jeder Fetzen, jeder Lumpen, jedes dreckige Stück Irgendwas hat gugelländischen Unwert, sie ersticken bald darin. Aber ich sags euch, ihr abgefliesten Schlaubrüder, wenn sich das fehlgestrampelte Faultum nicht bald in Fleiss wandelt, werde ich euch Schnorres lehren.
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 Summ
Also, nur mal so zum Nachschlagen, ich sagte Essen und Trinken und nicht einen Hauch von Törtchen mit Sprühsahne. Diese fundierten Halsabschneider, diese ordinären Lachwitzler sollten sich mal ordentlich schämen und nicht einfach immer weiterwursteln. Wenn ich richtig gezählt habe, machen sie das jetzt schon über zehn Jahre, da komme ich mir ja schon ziemlich verarscht vor. Zudem sind sie inzwischen fast restlos zugemüllt, denn sie kommen ja vor lauter Abenteuern gar nicht zum aufräumen. Wenn im Winter nicht zufälligerweise die Blätter von den Bäumen fallen würden, wären sie ja schon erstickt im grünen Grün. Und dann diese totale Ignoranz gegenüber Gesetz und Ordnung, ha, da lob ich mir doch zwischendurch das Internet. Da geht es ja richtig friedlich zu, verglichen mit Gugellandia. Reklame zwischen und über allem, das könnten die doch auch mal gebrauchen. Das würde richtig fetzen. Nämlich Soldi, aber den brauchen sie ja nicht in ihrem verlausten Schotterparadies. Und wenn vor jedem Wort, das sie in den Mund nehmen, noch eine Kotzreklame käme, schlimmer könnte es ja nicht werden. Würg, hi hi. Der Ottilio hat sich im slavischen Slowakenslowenien vergaloppiert, die Lori kocht Wasser zu Eiszapfen und wundert sich über Käfer und Schaben, die ihr vor der Nase tanzend applaudieren. Und, dass ihr es nur endlich wisst, ich bin natürlich gekauft, gemotzt, getriezt und gesponsert. Die ganze Woche lebe ich in Saus und Braus für vier Fotos und ein bisschen Text. Es fällt es mir ja ab und zu richtig schwer, rumzunörgeln, ach quatsch, hi hi. Diese getüpfelte Flohlaus mit ihrem Riesenplüschisten hat ja wirklich nicht das Glück im Wald gefunden, sondern nur ein Stück Eisen, aber warum auch immer, lassen wir sie im Glauben. Betet, liebe Brüder, Pfingsten ist endlich vorbei.
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 Mit Volldampf in die Bauchlandung
Zum Glück ist dieses traumatische Sackhüpfen durch den gugelländischen Grünspan endlich fertig, ich hatte ja schon Blattläuse im Pelz vor Angst, es würde nie mehr aufhören. Dass nun die Verantwortlichen selber ein bisschen mit ihrem Gewissen herumturnen, ist natürlich einerseits begrüssenswert, aber andererseits lässt es noch Schlimmeres vermuten. Aber dass sie den Fuchs am Schluss in zwei Hälften teilen anstatt zu erschiessen, geht bei mir nicht runter. Aber ich bilde mir ein, dass sie bei keinem der ganzen Märchen irgend etwas so gemacht haben, wie es geschrieben stand. Deshalb müssen sie gar nicht so den Schnabel aufreissen und wehklagen, denn es wäre nicht schlimmer, wenn sich der Fuchs in einen Kater verwandelt hätte, als sich zu verdoppeln. Aber ich finde, sie könnten mal wieder eine Schau mit ordentlich Essen und Trinken machen, dieses faule Pack, und nicht nur neben der Kamera und hintenherum alles mampfen und verspeisen. Ist euch nicht aufgefallen, dass man in den letzten Jahren immer Torte gekriegt hat, wenn sie keinen anständigen Schluss für ihre Geschichte hatten, und jetzt gibt es immer weder noch. Doch doch, der verfressene Ottilio ist noch da und seine sauffreudigeTante ebenfalls, die haben mehr Geld auf dem Konto als Essen in der Küche und schmirgeln sich nun faul durch ganz Europa mit der oppulenten Entschuldigung, es wäre immer die Vorratskammer leer. Und Grünling, der fette Sack, lallt sich Woche für Woche durch fremde Blumengärten, anstatt selber mal zu jäten. Ha, was rege ich mich auf, ihr seid ja selber schuld, wenn ihr das noch gut findet. Mir langt's, ich brauche Erholung und mindestens Torten-Entschädigung bis zum Abwinken.
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