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Kritiker: Juni 2025
Mit Posaunen und Trompeten
Meine lieben Leute, ich kann ja nichts dafür, wenn
Mäuse zu fliegen anfangen und Bienen nicht mehr stechen sondern Knödel
essen und Frösche retten. Edi und seine Leute haben
aus der Biene Maya ihren eigenen Schinken geklopft, das ist mir völlig
egal, aber sie müssen sich dann nicht bei mir beschweren,
wenn es
heisst, sie sollen keine Märchen mehr spielen. Mal ganz im Ernst, wer
hält das aus? 160 Bilder lang immer nur grün grün, manchmal etwas blau
und zum Schluss ein oranger Knödel. Die haben sich völlig im Grün
vergrünt. Fehlt nur noch, dass sie jetzt vor lauter Grün die My fair
Lady spielen wollen, ha ha. Aber
dann will ich auch meinen Teil abkassieren. Immer habe ich die guten
Ideen und das Volk rauscht ab damit. Aber es ist ja bald Sommerpause,
man merkt es. Sie weiten ihre Exkursionen nicht mehr so weit
aus.
Das Gras wächst schon über die Türschwelle. Es wird heiss und immer
heisser, der Schweiss tropft in den Kragen und die Flöhe flöhen, die
Schwanzrüssler rüsseln
und wer im Moment kein Insekt ist, hat es schwer, in Gugellandia einen
Startplatz für die Sommerpläusche zu ergattern. Aber ich weiss schon,
was ich mache. Ich habe gute Beziehungen zum Hof, ja ha ha, nicht der
Königshof, sondern der Bahnhof. Fliegerbahnhof, oder Flugzeug, na ja,
das ist nicht dieses Blechzeug, mit dem die Menschen in der ganzen Welt
herumfliegen, ich meine geflügeltes Flugvieh, Peso, zum Beispiel, oder
auch Enten, ha ha. Wir starten demnächts Flugkurse für Flügelhaber. Ja,
das wird lustig. Aber merkt euch forte Worte: Auch ohne
Flatterambitionen kann jeder mitmachen. Baut euch Flügel und fliegt.
Und nun noch ein Wort zu den verkorksten fluguntüchtigen News von
heute. Wenn diese pseudoflugflimmernde Luftakrobatik nicht bald ihr
Ende ansteuert, werde ich es finden. Na klar, Entenschiessen mit
Bienen. Peng! Peng! Bumm, bumm. Kapiert? Und wer noch auf ein
schleuderfantastisches Wort von mir wartet, kann sich im Keller
einmauern. Ich komme ihn dann besuchen.
Mein Wort wird zum Befehl
Ja, ja, da sieht man wieder mal meinen überbeselten
Einfluss auf
das ganze Gugelvolk. Ich sage nur "summ" und sie denken, der grosse
Plüschitu hat gesprochen, wir müssen die Biene Maya spielen.
Eher
wie bleiche Mehlwürmer haben sie allerdings ausgesehen und versucht,
mit Strampeln und Prusten zu flattern, fliegen und brummen, ho ho. Da
sind sogar die Hornissen lachend in der Luft stehen geblieben und haben
sich die Bäuche gehalten. Es ist natürlich ein freveliger
Volltrunkenheitsversuch, wie die Bienen zu flattern und fliegen, wenn
sie in ganz Gugellandia keine müde Primel mehr finden. Könnten ja grad
so gut im Sommer eine Schneeballschlacht machen und im Winter Blätter
an die Bäume kleben. Daneben ist eben daneben. Und dann ist ja auch
noch die Sache mit dem Fotoapparat. Sie haben, glaube ich, schon eine
ganze Kiste voll davon
. Aber immer ist nur einer in Betrieb. Und wenn der aus Ottilios Küche
kommt ist er mit Gemüse verklebt, wenn die News gedreht werden, ist er
im Gras verschwunden, und wenn Grünling etwas zu knipsen hätte, hat er
sich in Luft aufgelöst, weil sich Dr. Zeig damit auf Wolkenjagd
befindet.
Dabei, ich sage es ja, haben sie Tonnen an Fotoapparaten, nur, wie man
damit umgehen muss, weiss keiner, denn es ist ja nicht seiner. Da
sollen diese Wolkenkosaken doch fliegen lernen, ja - runter kommen sie
alle. Jeder Fetzen, jeder Lumpen, jedes dreckige Stück Irgendwas hat
gugelländischen Unwert, sie ersticken bald darin. Aber ich sags euch,
ihr abgefliesten Schlaubrüder, wenn sich das fehlgestrampelte Faultum
nicht bald in Fleiss wandelt, werde ich euch Schnorres lehren.
Summ
Also, nur mal so zum Nachschlagen, ich sagte Essen und
Trinken und
nicht
einen Hauch von Törtchen mit Sprühsahne. Diese fundierten
Halsabschneider, diese ordinären Lachwitzler sollten sich mal
ordentlich schämen und nicht einfach immer weiterwursteln. Wenn ich
richtig gezählt habe, machen sie das jetzt schon über zehn Jahre, da
komme ich mir ja schon ziemlich verarscht vor. Zudem sind sie
inzwischen fast restlos zugemüllt, denn sie kommen ja vor lauter
Abenteuern gar nicht zum aufräumen. Wenn im Winter nicht
zufälligerweise die Blätter von den Bäumen fallen würden, wären sie ja
schon erstickt im grünen Grün. Und dann diese totale Ignoranz gegenüber
Gesetz und Ordnung, ha, da lob ich mir doch zwischendurch das Internet.
Da geht es ja richtig friedlich zu, verglichen mit Gugellandia. Reklame
zwischen und über allem, das könnten die doch auch mal gebrauchen. Das
würde richtig fetzen. Nämlich Soldi, aber den brauchen sie ja nicht in
ihrem verlausten Schotterparadies. Und wenn vor jedem Wort, das sie in
den Mund nehmen, noch eine Kotzreklame käme, schlimmer könnte es ja
nicht werden. Würg, hi hi. Der Ottilio hat sich im slavischen
Slowakenslowenien vergaloppiert, die Lori kocht Wasser zu Eiszapfen und
wundert sich über Käfer und Schaben, die ihr vor der Nase tanzend
applaudieren. Und,
dass ihr es nur endlich wisst, ich bin natürlich gekauft, gemotzt,
getriezt und gesponsert. Die ganze Woche lebe ich in Saus und Braus für
vier Fotos und ein bisschen Text. Es fällt es mir ja ab und zu richtig
schwer, rumzunörgeln, ach quatsch, hi hi. Diese getüpfelte Flohlaus mit
ihrem Riesenplüschisten hat ja wirklich nicht das Glück im Wald
gefunden, sondern nur ein Stück Eisen, aber warum auch immer, lassen
wir sie im Glauben. Betet, liebe Brüder, Pfingsten ist endlich vorbei.
Mit Volldampf in die
Bauchlandung
Zum Glück ist dieses traumatische Sackhüpfen durch den
gugelländischen Grünspan endlich fertig, ich hatte ja schon Blattläuse
im Pelz vor Angst, es würde nie mehr aufhören. Dass nun die
Verantwortlichen selber ein bisschen mit ihrem Gewissen herumturnen,
ist natürlich einerseits begrüssenswert, aber andererseits lässt es
noch Schlimmeres vermuten. Aber
dass sie den Fuchs am Schluss in zwei Hälften teilen anstatt zu
erschiessen, geht bei mir nicht runter. Aber ich bilde mir ein, dass
sie bei keinem der ganzen Märchen irgend etwas so gemacht haben, wie es
geschrieben stand. Deshalb müssen sie gar nicht so den Schnabel
aufreissen und wehklagen, denn es wäre nicht schlimmer, wenn sich der
Fuchs in einen Kater verwandelt hätte, als sich zu verdoppeln. Aber ich
finde, sie könnten mal wieder eine Schau mit ordentlich Essen und
Trinken machen, dieses faule Pack, und nicht nur neben der Kamera und
hintenherum alles mampfen und verspeisen. Ist euch nicht aufgefallen,
dass man in den letzten Jahren immer Torte gekriegt hat, wenn sie
keinen anständigen Schluss für ihre Geschichte hatten, und jetzt gibt
es immer weder noch. Doch doch, der verfressene Ottilio ist noch da und
seine sauffreudigeTante ebenfalls, die haben mehr Geld auf dem Konto
als Essen in der Küche und schmirgeln sich nun faul durch ganz Europa
mit der oppulenten Entschuldigung, es wäre immer die Vorratskammer
leer. Und Grünling, der fette Sack, lallt sich Woche für Woche durch
fremde Blumengärten, anstatt selber mal zu jäten. Ha, was rege ich mich
auf, ihr seid ja selber schuld, wenn ihr das noch gut findet. Mir
langt's, ich brauche Erholung und mindestens Torten-Entschädigung bis
zum Abwinken.