Hallo, ich bin Schnorbert, Kritiker von Beruf
Seit November 2014 bin ich nun hier in Gugellandia und das ist ja schon eine Strafe. Ich bekleide das wichtige Amt des Kritikers. Keiner ist vor meinen Kommentaren sicher. Ich zerreisse alles und jeden in der Luft. Darum lieben mich wahrscheinlich alle.
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Kritiker: September 2025





 
 Show-Schau
Naja, früher haben sie mit Höllentrara eine Torte aufgetischt, wenn ihnen nichts mehr eingefallen ist, heute zeigen sie einfach blauen Himmel so weit das Auge reicht. Ganz blau ist dieser ja auch nicht mehr, denn die Fotokamera hat schon so viele disaströse Fleckgebilde am Buckel, dass es echt schwierig wird wolkenloses Blau zu registrieren. Aber was braucht das Herz mehr als Blau und Grün und in der Mitte die rote Badehose vom Geolg, dem Universellen. Jetzt sind sie ja draufgekommen, dass angesichts der Weltlage eigentlich alles passt, was sie auftischen, und da sie ja keine Märchen mehr haben, zwetschgen sie die Gegenwart einfach so zusammen, dass alles irgendwie fantastisch wird. Ja so ist das einfach! Keine Häppchen, kein Vergissmeinnichttrank, nur lauter halbkriminelle Plüschies, die so tun, als wären sie wer weiss nicht wer. Ha ha. Ich bin da ja vorbildlich mit meiner zurückgekifften Schnauze. Ich sage nichts, was nicht stimmt. Aber wer da so in Grossschrift die Scheissblätter vollschmiert, hat echt Dreck am Stecken. Naja, ich denke jetzt weniger an die dicklichen Weibsbilder im Vordergrund, sondern diejenigen, die dahinterstecken. Es ist nämlich heutzutage umgekehrter als früher. Die Damen schnorren und die Männer lachen hintenherum über den Quatsch, den sie denen zum Palavern aufgeschrieben haben. Naja, es ist noch nicht aller Tage Abend. Ich habe nur so das unbestimmte Gefühl, dass hier in Gugellandia demnächst ein neuer Stern aufgehen wird, ja, ja. Aber davon später. Erst wollen wir noch die Neu-Geflügelten so richtig in den Dreck stürzen sehen und, sicher ist keiner da mit Lümpen zum Abputzen. Guten Sturzflug, allerseits, ha, ha. 
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 Blau ist schlau
Wenn alles langsam immer ungrüner wird, schwenkt man einfach in den Himmel ab, ha ha. Da ist wenigstens immer etwas los. Und man hat ja das Glück, genügend davon über sich zu haben. Allerdings macht sich das Genua-Tief langsam immer mehr bemerkbar. Wenn am ganzen Horizont keine einzige Wolke steht, aus irgend einem Loch im Südpiemont duftet doch dauernd wolkiges Gewölk. Man hat schon an eine unterirdische Fabrik gedacht, oder aber Kai und Gonni rösten Schleuskarpfen im Geheimen, aber da ist nichts als kauzbaldiger Wald.  Es ist ja schon so, dass immer der Nachbar keine Wolke vor der Sonne hat und dass dieselbe immer genau über dem nächsten herumpraktiziert, aber man sollte doch auch denken, die Meteorologen wissen, was sie da laut posaunen. Die sagen es immer hinterher richtig voraus! Ich weiss jetzt schon, warum Zeig in die Ferien abgedüst ist, ich finde es auch mehr als müssig, wenn die Sonne erst rauskommt, wenn sie untergeht. Deshalb habe ich es ja auch gut gefunden, dass sie den "Luftflug" machen wollen. Aber herrjeh, diese ganzen, schlaufüssigen, habsmutteligen Mitglieder der Gugelfamily sind entweder noch in den Sommerferien stecken geblieben oder aber bereits vom Winde verweht. Und die heran gebetenen Gäste haben sich vor lauter Unmut überschlagen,  oder stecken noch in der Umkleidekabine fest. Also locker vom Hocker und ein dreifaches Pruust in die Runde. Und wenn jetzt jemand findet, ich fände die richtigen Worte nicht, dann flösse ich flattergemuselt in den Fettpflanzenpflutter mit geschwungenem Haberbein und Affenschwein einen luppsgefüllten Kanon. Tüdeldü.
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 Da piekst mich ja das Phlegma
Da haben wir wieder mal den berühmten Sprung in der Schüssel, den Floh auf dem Rüssel oder kein Loch für den Schlüssel. Wie man es dreht, ist es nicht kommunikativ, weil wir Tiere ja höchstens bellen, wiehern oder sonstwie unvorteilhafte Geräusche verbreiten. Und wie der Hummi flucht oder der Kurt wettert, wenn sie am Strand von Spotorno im langweiligen Sandgewühle stecken bleiben, interessiert uns Hintertupfingbrüder natürlich eben so wenig. Was heisst denn hier Sand, das ist grobgeschaufelter Gesteinspflutter, man steckt im Kies so fest wie im Tiefschnee, kein Wunder, dass sich Hummi und Kurt in der Bar von Santa Teresa zum Versauern niedergelassen haben. Die zwei Saufköpfe haben dann noch eine Schatzkarte gefunden, in Italienisch, ha, ha. Aber von der Mondfinsternis haben sie nicht mehr viel mitgekriegt, weil inzwischen die Bäume zu hoch gewachsen sind. Ja unsere Pappendusler werden eben je länger je phlegmatischer, ja faul und querschrötig, dass es einem von weitem schon graust. Und was der Hummi dem armen Kurt zugemutet hat, geht ja ohnehin auf keine Landshaut, geschweige denn eine Meerbraut und überhaupt: wer nicht hören will, muss fühlen. Sie haben die sonnigen Tage so genüsslich verbraten, einer nach dem anderen, jetzt müssen sie bezahlen. Mal umgucken, ob sie was für den Winter beiseite gelegt haben. Was? Nicht? Na wozu ist denn der Sommer da? Ach so. Dafür ist der Herbst dann da, na wunderbar. Aber da liegt man ja auch  an den Strand und wartet, bis einem der Himmel auf den Kopf plumpst und Schludderfinken verteilt, der Klöpfast vom Baum spickt und dir die Flattermollen den Hintern versohlen. Alles schon dagewesen.
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Wolfig 
Ja, liebe Leute, da bin ich wieder. Das war ja eine Vollpampelsause, diese lahme Knauserbrause um ein kleines Wölfchen, das versehentlich unserem Haushampelmann, dem Tigerkater, auf den Fersen in den alten Gerümpeltopf, alias Wassersilo reingeplumpst ist. Da muss gleich die Feuerwehr kommen, dazu Fachfritzen, Supermänner, Spezialitaliener aus Turin mit Gerät und Leitern um den bösen Wolf betäuben und abzuschleppen. Wohin sie ihn gebracht haben, weiss niemand. Sie hätten ihn ja gleich hinter der Kurve wieder auslassen können. Aber das geht uns ja nichts an, man ist ja brävlich und pseudokommunikativ. Buwäh, fängt ja schon wieder aastypisch an, diese gugelländische Flutschpampe. Und dann anstelle einer schönen Horrorgeschichte, verpackt man die Wolfsjagd in ein Zauberprogramm von Flatter und flups sind alle wieder da. Es ist aber schon so, dass unsereins nachts nicht mehr unbedingt allein so durch Wald und Flur pirscht. Die Mausi haben sie auch unten am Berg gefunden, aber das war wahrscheinlich wieder der Wuwati-Kater, der, weil er mittlerweile der einzige und letzte ist, wohl meint, er muss etwas für Spektakel sorgen. Seit 1988 hat es in Gugellandia viele Katastrophen gegeben, von der Hasenplage über Rehgeplünder bis zur Wildschweinstory , es ist jedes Jahr etwas anderes. Aber in das alte Wassersilo ist bisher überhaupt noch nie jemand reingefallen. Irgendwie kommt mir die ganze Sache etwas getürkt vor. Vielleicht schleichen sich Gugelfamily-Fans um unser Anwesen und erschrecken die Wölfe. Ja, ja, so wird es sein, also ab sofort: Aufhören mit dem nächtlichen Rumgepirsche, Autogramme verteile ich auch sonst nur bei Tageslicht.
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