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Kritiker: Oktober 2025
Mortus totalus
Naja, da hat man ja noch fast gedacht, dass sie
vielleicht die
Kurve kriegen und so zu Halloween noch eine schön gruselige Geschichte
anzetteln, aber da nützt nicht mal das Sensemännchen, geschweige denn
der Titel von dem unblumigen Steckenschuster, dem klapprigen
Knochenfritz, da können sie Kerzen anzünden so viel sie wollen, es wird
nicht grausliger, da nützen auch dem Gonni seine wieder gefundenen
Hörner nichts mehr. Wenn sie doch nur ein einziges Mal die Geschichte
so ausgehen lassen würden, wie sie geschrieben steht, aber nein, immer
muss sich alles in Piepgrunzen und Wohlgefallen auflösen, sonst kriegt
wahrscheinlich Edi eine Tarnkappe. Schon die Tatsache, dass die
oberglorige Ratte nicht mitspielt, ist verdächtig. Aber sie können von
mir aus diese animalischen Fetzen auf ihre eigenen Kosten machen, mir
ist sowieso der trockene Kuchen von Tante Loredana im Hals stecken
geblieben. Diese wüsten Schlunzköche brutzeln sich seit Januar quer
durch Europa, und finden nur in jedem Land das Hinterletzte,
trockenes Brot wäre heilig gegen den Frass, den sie uns zuweilen
vorsetzen. Aber jetzt war ja Ottilio beim Papst und hat sich
wahrscheinlich an der gegugelten Grütze sowas von verschluckt, dass er
der Lori neuerdings alles durchlässt. Doch es haut hierzulande einfach
niemand mehr auf den Tisch. Alles muss ich selber machen, ich werde
mir nun wirklich Verstärkung holen. Aber nicht von rosaroten
Haarschweinchen, nein nein nein nein.
Ich glaube, wir machen eine Wahl, genau, das oberscheusslichste
Plüschtier , das brauche ich.
Ich bin gespannt auf euere Vorschläge, einige kreisen schon hinter mir,
hi hi.
Mit der Panne in die
Wanne
Ja, also wenn so viele Stricke reissen, wie bei denen,
da müsste
man denken, kommen sie wieder mal runter auf den Boden, aber oha. Nein
sie drehen es einfach um und machen flupsdiwupps einen neuen Höhenflug
daraus. Schliesslich scheint ja noch die Sonne. Aber der Harry kann
einem schon leid tun. Erst steigt der Strom aus, dann reisst das Kabel
am Generator und dann kommen auch noch Schlangen aus der Badewanne. Ha
ha, ja das Geobild zeigt die ganze Scheisse, hi hi, aber das versteht
man ja nicht mal als Fachmann, was da jeder Fleck bedeutet. Ausser dass
Edi zweimal vergebens um das ganze Haus herumgerannt ist, während die
Miezi
sich den Weg mähen lässt und dann doch durch die Nielen stapft. Man
kann sagen was man will, sie werden es niemals lernen, vernünftig zu
sein. Da haben sie doch Märchenbücher bekommen bis zum Abwinken, aber
nichts passt, nichts ist ihnen gut genug, sollen sie doch den
Holderenbäseler machen, bis ihnen der Nebel die Gemüter zerdrückt und
sie vor lauter blausigem Schund im Mund nichts, nichts mehr tun kund.
Jaha, ich bin noch einer der einzigen, der hier klar denkt, alle
anderen sind schon knohiwabohi, also klick klack, wenn ihr wisst, was
ich meine, gaga, schwippich oder flupsdihupps, naja
sie machen das ja auch schon zehn Jahre, man vergisst zuweilen, wo die
Strasse ist, weil der Bartli den Most holen muss und überhaupt. Auf
jeden Fall ist eines garantiert. Ich gehe jetzt in die Küche und hole
meine verdiente Torte ab. Juhuh, Torte wo bist du?
Und weiter im Fiesenflug
Man müsste ja denken, dass diese schwachsinnigen
Holperstudenten
von ihrem eintönigen Gesummse und schädlichen Gackergelächter
irgendwann genug haben müssten, und dass langweilige Märchen immer noch
besser wären als das, was sie uns allethalben auftischen. Der arg
geknechtete Edi stapft also alleine los, aufs verlassene
Nachbarsgrundstück. Die Miezi kriegt das grosse Schlottern und die
Vögel sind sowieso alles Enten. Man weiss ja inzwischen, dass sie
sich einfach in eine Geschichte hineinstürzen und nie auch nur
das
kleinste Bisschen einer Ahnung haben, was dabei schlussendlich
herauskommt. Das sei ja das Spannende, findet Guido, dieser
Möchtegernprophet
und Buchstabenhamster, dabei weiss ich, dass er schon längst keine
Rätsel mehr austüftelt, sondern er nimmt altes Zeug aus der Schublade.
Ha ha. Und weil er es sich jeweils so kompliziert aufgeschrieben hat,
damit ja niemand dahinter kommt, muss er nun wöchentlich erst das
Rätsel selber lösen, hi hi, geschieht ihm recht, diesem Faulpelz. Und
mit der grünen Farbe haben sie ja wieder mal zugeschlagen. In
Anbetracht dessen, dass die Natur sich hierzulande den Winter über zu
Regenerationszwecken ins Schlafbett haut, haben sie sich tonnenweise
wie grüne Bohnen Spraydosen zugelegt. Das bejubelte, gegrünte Grün ist
aber oberaffen out. Dem Grünling muss seine Farbe
irgendwie
zu Kopf gestiegen sein, es gäbe auch noch bunt, oder? Aber dem
knallifizierten Unfug sind eben keine Grenzen gesetzt, sie finden
himmel- und pflanzenverbissen immer irgend einen schockverblödeten
Unfug, den sie noch machen können. Früher gab es noch Musik dazu.
Es kommt noch grausliger
Ich glaubs ja nicht, diese anonym tuenden Knallfritzen
und
schnörkeligen
Stinkbrüder müssen auch immer alles auf die Spitze treiben. Zugegeben,
es gibt in Gugellandia auch fast kein Stückchen Platz mehr, wo nicht
Güsel und Unrat wuchern, wo es noch friedlich wäre wie annodazumal,
nämlich vor elf Jahren, als die mit ihrem anrüchigen Gestinke
angefangen haben. Inzwischen türmt sich der zwiespältige Unrat meterhoh
hinter und vor dem Haus, man findet keinen Platz mehr, um ein
gerümpelfreies Foto zu machen. Also, was tut der Kluge, er geht wie das
HB Männchen in die Luft und guckt mit berauschtem Auge ins ziellos
Blaue, auf das grüne Laub und die ausgestorbene Landschaft. Naja, ich
bin inzwischen wohl der einzige, der überhaupt noch für eine Torte in
die Runde schaut. Und
wenn es fertig ist mit Himmelblau, verkriechen sich diese luftlädierten
Murkelfritzen einfach in den Wald, der hoffentlich noch etwas bunter
wird. Man kennt es zur Genüge. Ich wollte nachschlagen, wann sie den
Firlefanz mit den Fliegern gemacht haben, aber nicht einmal über ein
gescheites Inhaltsverzeichnis verfügen diese maroden Lauspiepen, ja,
und man muss auch nicht mehr darauf hoffen, sie werden so sang und
klanglos verschwinden, wie sie gekommen sind. Aber
das ist auch ein ziemliches Erfolgsrezept, um sich in Wohlwollen zu
aalen. Wer nicht berühmt wird, hat automatisch keine Neider. Hi hi.
Also zappt den Zapper, hickt den Hickser und lasst euch flausen.
Aber Gugellandia ist zum Grausen.
Windig
Ja, liebes Volk, so ist es wiedermal. Lug und
Trug im
Doppelpack, niemand kann fliegen, ausser die Fetzen, und die auch nur,
wenn die Heugümper jodeln und der Kuchen tanzt. Diese gugelländischen
Almdudler haben es sich ja wieder einmal leicht gemacht. Schönes
Pergament aufgehängt und ein bisschen klatschen, damit die Tiere
kommen, und dann die Gäste ins Nichts stürzen lassen, wie angenehm, ha,
wie lustig. Ja, ich weiss ja nicht, auf wessen Mist das mit der
Flugschau gewachsen ist, aber es ist mit absoluter Sicherheit ein
Reinfall. Diese pseudolustigen Ideen werden ja ohnehin zunehmend etwas
rücksichtsloser und zudem auch brutaler. Man könnte denken, dass die
Organisatoren gewechselt haben. Vielleicht haben sie den Gugel schon
rausgeschmissen oder abgemurkst und die Loredana ist in Wirklichkeit
ein vekleideter Mafioso. Es könnte aber auch sein, das die
Vorkindergartenschüler ihr erstes Kritzelgekratzel auf dem Internet
versuchen, zu machen. Ha, ich weiss es nicht und ich will es auch nicht
wissen, aber so lange die noch den blauen Himmel anbeten und Torte
machen, bin ich dabei.
Irgendeiner im ganzen Verein, fragt immer,
und was sagt Schnorbert dazu? Ja, solange es mich nicht interessiert,
wer die Frage gestellt hat, kann ich ja auch meinen apokalyptischen
Hirnsenf dazugeben. Diese flausigen Hinterteilrodler können
mich mit ihrer blechgesteuerten Furzmusik nicht in den
allerheiligen Abgrund spedieren, dafür bin ich mir echt zu schade.