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Kritiker: Dezember 2025
Oh du Gröhliche
Schon wieder Weihnachten. Ich habe langsam das Gefühl,
es ist
dauernd Ostern oder Seligmittag, immer muss man Rücksicht auf
irgendeinen Heiligen nehmen, dabei sind die ja alle schon länger als
lange verblichen oder so. Und wenn ich auf der Stelle genauso mausetot
umfiele, weil ich das Maul zu weit aufgerissen habe, dann gäbe es
sicher wieder ein paar neue Tüpfelmonster, die ins selbe Horn blasen,
ha ha. Ich gehöre ja nicht zu den Frommen, aber ich habe noch keinen
gefressen, der mir nicht gehorcht hat. Ausserdem bin ich ziemlich
tolerant, ich kann es nur nicht leiden, wenn man mir widerspricht und
eine eigene Meinung hat. Und wenn die meinen, an Weihnachten müssen die
Schafe mit den Kamelen im Gleichschritt watscheln, die Könige kommen
erst nach den Hirten, dann ist mir das auch egal, bei mir herrscht
nämlich mehr Ordnung als in jedem Krippenspiel. Und jawoll, genau, was
wollte ich gleich sagen? Diese ganzen Pseudoweihnachtsgeduselfrauen und
Schnappsfuselmänner passen längst nicht mehr in mein Tüpfellochsystem
und fallen durch wie Schlappschwanzfalter und Kräuselspinnputzer. Ja,
im Hochkant querdurch hinab in den tiefsten Lochsumpf aller Knatschen
und Watschen, ja hoh, wo sind wir denn? Und, wenn ich noch etwas
frevelhaftes zu Weihnachten äussern dürfte:
Leckt mich doch alle
am Zuckerschnäuzchen und macht, dass ihr schleunigst ins neue Jahr
kommt, wo es wieder Ostern regnet und Geburtstage für jeden einen,
hach, welch allerseits rundum gerechte Welt. Viel Grund zum Feiern!
Von Sonnenschein zu
Wonnenpein
Wenn das Wetter so weitermacht, kommt tatsächlich keine
Weihnachtsstimmung auf. Aber jetzt hat man ja Edi, der dafür sorgen
möchte, dass es winterlicher wird. Man baue einen Schneemann, ha ha,
dass ich nicht lache. Wenn die wenigstens noch wüssten, wie man so
etwas macht, aber immerhin haben sie auf diese pfluderweise Weise mal
den Kleiderschrank in Weiss ausgemistet, in dem nur die verhunzelten
Tisch- und Leintücher sämtlicher Epochen seit Jahren vergebens auf
eventuelle Einsätze warten. Und dann haben sie ja diese total
intelligente Ente Otto, die weiss, wie man es richtig macht, ho ho.
Aber siehe da, sie kriegen nicht mal zwei stoffige Rundumel zusammen,
geschweige denn einen Schneemann. Wen wunderts, und dann kommt zu guter
Letzt einfach Zeig des Weges und verkündet, es käme sowieso schneien,
ha ha und dann kommt es wieder nicht und sie können ihre verfleckten
Stofffetzen grad wieder verteilen oder endgültig im Mistsack entsorgen,
was angesichts des Scheissvorhabens das einzig Wahre wäre. Aber da
mimen doch diese gut gelaunten Pseudoffritzen noch vor, dass
dies erst der erste Teil des Unternehmens gewesen sei. Na, danke, noch
einmal achzig Bilder von ehrgeizig angefressenen Nagetieren
und
einer psychisch muffen Ente halte ich nicht mehr aus. Dann noch lieber
gemütliche Weihnachten, aber sicher.
Weihnacht ist bald, es knistert
der Wald
Naja, in religiösen Fragen halte ich mich prinzipiell
raus, aber
wenn Weihnachten überhaupt noch religiös ist, dann muss ich mich doch
sehr wundern. Da knallen die Backerbsen, da glühen die Wunderkerzen
schon lange vor dem Fest, da schreiben die Kolumnisten ihre Antifrüste
von der Seele und jedermann tut so, als ginge ihn das Fest im
eigentlichen nichts an, denn er macht es ja nur wegen der Kinder. Nur?
Und ich erinnere mich ganz genau an die Zeit, als ich noch ein kleines
Kätzchen war, wie mein Schnucklvater meine Mutter anpöbelte, und
fauchte, weil sie mit mir zum Sternensingen ging anstatt Goldhamster zu
jagen. Ja so wird man eben, wenn man verdreht ist, und ich will auch
meinem Vater keine Schuld geben, denn dem seiner war genau gleich, er
blaffte meinen Spielsachen verliebten Papa an und sagte, er solle
lieber etwas leisten, anstatt nur zu nehmen. Und so geht es immerfort,
die Alten scheissen die Jungen zusammen, aus denen auch wieder einmal
Alte werden. Aber Hauptsache ist ja, dass der Rubel rollt. Man kann es
förmlich riechen, wie das Geld geil macht. Aber ich gehöre nun
ausnahmsweise nicht zu den reichen Säcken, ich wäre ja schon zufrieden,
wenn mir die Tante Lori die Füsse küssen würde. Hi hi, nein natürlich,
nicht, hi hi, ich bin ja auch nur zu Weihnachten ein bisschen
friedlicher. Ob es allerdings darauf ankommt, was oder wie man es sagt?
Wenn ich ein richtiger Stänkerer wäre, ja, dann hätte ich längstens die
Stänkerer-Olympiade erfunden. Also bitte melden. Zum Beispiel Ostern,
Geburtstag oder Hochzeitstag, ich warte noch auf Angebote.
Aber
nun sternhimmelgopfridstutz noch einmal, diese verblödete Anmache für
so Scheisskerzen im Wickelwindelwald und schokosüsse Verwichtelungen im
Zwergenknast, ho ho, darauf kann ich verzichten. Und Geschenke? Die
könnt ihr euch auch selber an den Hut stecken. Hi hi.
und es werde verdammt nochmal
weihnachtlich...
Ja, liebe Bürger und Wollnasen, es ist soweit. Man
hülle sich
in eine Wolke aus Plüsch und Silbersternchen verzapfe nur noch
weihnachtlichen Unsinn und lasse alles, was Sinn hat und gefährlich
aussieht, unter dem Tischtuch verschwinden. Ich bin ja kein
Weihnachtsmuffel wie Peso, ich liebe es, Geschenke zu bekommen und brav
ins Licht des Dunkels zu blicken, ohne dass mir jemand auf die Pfoten
schaut, und schon gar nicht steht. Ich sage sogar "Danke vielmal" an
alle, die mir etwas kredenzen. Aber dass es nun auch Edi erwischt hat,
finde ich pfui. Dieser Superknabe, diese Höllenpfaffenmaus, dieses
tugendhafte Beispiel an Ungeduld und Misstrauen, ja genau,
dieses
wichtige Teil der gugelländischen Bevölkerung soll nun ausgerechnet zu
Weihnachten kein Engelchen werden wollen. Da muss Ich mich doch sehr
wundern. Naja, ich gebe zu, ein bisschen Tante hätte es schon noch von
hinten Teppichklopferschwingend gebraucht, dass die zwei teuflischen
Tunichtgute gespurt hätten, aber wer weiss, vielleicht kommen sie ja
noch zur Vernunft. Und die Tante ist ja sowieso am Ende ihrer
europäischen Laune und hockt mit Ottilio an der russischen Grenze und
häkelt Topflappen für bessere Zeiten. Mir wäre auch langsam lieber, sie
kämen von ihrer Europatour zurück an den heimischen Herd, ha ha. Lieber
siebenmal die Woche Pasta als einmal russische Gurken ho ho.
Dass sich die zwei in ihrer kulinarischen Einfalt
ausgerechnet ins Europäische Kriegsgeschehen begeben haben, geschieht
ihnen natürlich recht. Lieber Wanzen fressen anstatt etwas
Gescheites kochen. Und von Grünling reden wir gar nicht erst,
der
hat sich ja völlig im östlichen Salatbeet verirrt. Kein hiesiges
Kräutchen mehr ohne Gartenschnubelwutz, ja ha, soweit sind wir schon!
Zeit, dass mal ein anderer das grüne Ruder übernimmt. Ich zum Beispiel.
Bei mir gäbe es oberdunkelgrüne Affenlausblätter im Sonnenanbeterschein
zu Höllunterblattkrausen mit Verschwitzmichnichtgrünen
Zeugplunderblättern, na? Ja, stimmt, da ist Grünling sogar besser. Ha
ha, fröhliche Adventszeit.
Euer braver Schnorbert.