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Kritiker: Februar 2026
ei der Daus, ne Schokomaus
Ich kann es mir nicht so richtig vorstellen, dass die
tatsächlich
ein Haus aus Schokolade bauen. Aber, bitteschön, warum auch immer die
Fastenzeit im Auge haben, lieber ein bisschen Häusle bauen, auf Kosten
derer, denen sich ohnehin beim Anblick von Schokopulver schon der Magen
umdreht. Hi hi.
Aber warum auch nicht? Die Laura hat ja einen Korb
voll eingekauft, und Edi sucht noch verzweifelt nach der
Originalgeschichte, die offenbar nur noch in seinem Hirn existiert.
Aber das ist mir wurschter als Schoggi. Ich bin ja gespannt, was sie
machen, wenn das Haus steht und alle kommen, und es angaffen dürfen,
ohne zu probieren. Die Sonne will sich nämlich auch nicht zeigen
nächste Woche, ha ha, dabei müsste sie es sein, die das Haus aus den
Fugen hebt, hooh, die Spannung steigt, ich freu mich schon hämisch auf
den Nichtfrühling, den sie offenbar im Garten von Grünling versteckt
haben, wie immer, wenn der König am Mittag sagt, es sei Nacht, dann
betrachte die Sterne! Und ausserdem finde ich es eine totale Zumutung,
dem armen Ottilio nun ein paar nackte Schokoladetafeln hinzuwerfen, und
zu erwarten, dass ein Koch daraus ein Haus baut. Naja, es ist spannend,
ohne Zweifel, aber damit es nicht zum Kotzen wird, muss noch einiges
geschehen. Rülps, ich gehe lieber in meinen wischiwaschi Plüschiesessel
zurück und paffe ein paar Schokozigarren während mir die Osterhäschen
mit ihren samtigen Öhrchen den Rücken kraulen, vor
mir lustig
die Springfrösche zu Zuckerzeug werden, lobhudeln und singen, säuseln
von exofrosulfischem Frühling, während der Knallgusler Gugel inzwischen
wieder Schnee schippt. Ha ha.
Fast Nacht
Na komm, tut doch nicht so ehrbar und wertvoll. Den
ganzen Winter
über hockt ihr hinter eueren Geräten und guckt, was und wie die anderen
es machen, ha ha. Schnee schippen müsst ihr schon lange nicht mehr,
dafür hat man schliesslich die Sonne, die alles dahinfliessen lässt,
was noch ein bisschen weiss ist und vom Himmel kommt. Aber um so mehr
braucht es Farbe im grauen Nichts, hi hi. Und da könnt ihr lange
suchen. Die rote Battamba ist langsam schon nur noch rosa und sogar der
tölpelige Tintenfisch weiss nicht mehr, dass er einmal blau war. Ja,
bunt wollt ihrs und bunt macht ihr es euch ja schon. Allerdings wird es
auch mir langsam zu bunt. Das Gequäke von den vielen Papageien übertönt
zwar das Gekeuche von den alteingesessenen Urbaren, aber nur das
zankwütige Gekreische von Zelli macht die Geräuschkulisse nicht
vornehmer. Und
wenn dieser Scheisspromoter wirklich nicht weiss, was Fasnacht ist,
dann sollte er es eben doch lieber beim Tuten lassen, ha ha. Aber nein,
es wird alles, was vier bis fünf Beine hat, angelockt, mit was? Nicht
mal Vergissmeinnichttrank, kein kleinstes Häppchen, ja wo sind wir
denn? Warum kein Gugel, keine Hefe, die machen wahrscheinlich eine
fasnächtliche Snackpause im Kochstudio. Ja,
ja, ich weiss schon, warum ich mich nicht anschleiche, bei diesen
hypowankeligen Säuselgeister, ich bin mir zu vornehm, diesen
Kakerlaken-Fressschnuppern alles wegzufuttern. Den ganzen Dreck können
die doch selber unter den Teppich wischen, warum soll ich mir noch
Fransen an die Schnauze lafern, Hä? Also, alles gut bis nächstes Jahr,
dann bin ich ganz brav, oder auch nicht, hi hi. Das neue Jahr fängt ja
bekanntlich erst im April an. Na dann können wir ja noch lange warten.
Heul, saus, kicher.
Waldgeflüster
Ja, da fragt man sich dann plötzlich, wo ist denn der
ganze Wald
hingekommen? Ausser ein paar verkorksten Wacholderbüschen und
schaurigen Brombeerstauden ist nichts mehr davon übrig. Einfach nichts
mehr da, nur noch kahle Stecken und morsches Gestrüpp und jene Haufen
von umgegrabenen Stellen und, man höre und staune, echte
Wildschweinkacke, ha ha. Und einen Knochen haben sie gefunden. Einen.
Als wäre jeden Tag etwas los in dem kleinen Wäldchen unterhalb von
Gugellandia. Dabei kommt dort ja nie jemand vorbei. Denkste, da muss ja
was los sein, jede Nacht. Ich weiss nur, dass Tante Lori alle paar Tage
so ihre geheimen "Leckerlis" für wilde Tiere in den seitlichen
Laubhaufen schiesst und dann Ohren und Augen zu macht, um niemanden
anschwärzen zu müssen. Anderseits fliegt der Kompost quer rüber ins
Brombeerdickicht, wo es die Vögel dann etwas schwieriger haben. Ach,
was weiss denn ich, auch die Jäger queren über Gugellandia und machen
enttäuschte Gesichter. Alles umgegraben, aber kein einziges Wildschwein
gesehen, ha ha. Seit man keinen Hund mehr hat, sind die Wildtiere noch
schlauer geworden. Ich erinnere mich noch an die Begegnung mit einem
Trüffelsucher, der mit seinem Fifi daherkam und uns anblaffte, wir
sollten ihn in Ruhe suchen lassen. Der kommt nicht mehr, dafür eben die
Wildschweine. Dabei bin ich sicher, dass es keine Trüffel mehr hat,
denn die gesetzten Haselnussstauden haben auch schon das Zeitliche
gesegnet. Wir haben nur noch unerwünschtes Gestrüpp, Unkraut und
Eichen. Aber das geht mich auch nichts an. Verdammtes Unkrautgefilde,
stinknormaler Sommerfluch und verkackte Schlingpflanzengruft, du kannst
mich mal. Gefleddertes Schwindkraut, vollmundiges
Leergewürz und totales Globalblatt, hinterhältiges Lustgestrüpp und
banausig stinklautfotziges Kalkülveganum, bleib nur hier und verfreue
dich!! Ich sagte verfreuen und nicht verfeuern. Gemerkt?
Na dann, guten Rutsch
Ha ha. Ich weiss ja nicht, was die vorhaben, aber wenn
sie den
einzig schönen Tag im Februar so nutzen, dann kann man ja nur noch die
Geschichtsbücher studieren und hinter vorgehaltener Pfote leise
grinsen,
hi hi. Edi ist ja der Schrottbolzen ohnehin und Männi steht ihm in
nichts nach, aber dass die zwei dann gegen einander ein Rennen fahren
müssen, grenzt schon an gemeingefährliche Unverantwortlichkeit. Der
ominöse Bär liegt schon im Laub bevor er den Startschuss gegeben hat
und auf der ganzen Strecke immer dieselben Papageien und ein
eingefrorenes Spassschwein, das nichts mehr zu lachen hat. Da könnte
man ja schon langsam auf die Idee kommen, es fällt ihnen nichts mehr
ein oder aber es ist ihnen zu kalt im Freien. Über 80 Bilder lang immer
wieder das selbe: Edi vorne, Edi hinten und dann gewinnt er auch noch,
ja so ein Zufall, so eine Scheissberechnung. Ich denke, ich werde auch
einmal ein Rennen organisieren, mal gucken, wer dann gewinnt. Wenn nur
zwei mitmachen und drei mitflattern, ha ha. Und der Rest wurde sowieso
korrupiert oder sonst wie beschissen. Dann wurde auch der Wolfsbunker
sorgsam auf jedem Foto wegretouchiert, ja warum soll man auch darauf
stolz sein, ha ha. Wichtig ist ja nur, dass hier immer schönes Wetter
herrscht, auch wenn der gugelländische Meteorologe bereits in ein
akkupräzisiös luskellisches Tief gefallen ist. Er schreibt nur noch
über hallugenische Nebel und kosmische Urvögel im Sauseschrittflug, die
das Wetter kreuzweise studiert haben und alles minimalös besser wissen,
ha ha. Auf das Wetter! Hust hust.