Hallo, ich bin Schnorbert, Kritiker von Beruf
Seit November 2014 bin ich nun hier in Gugellandia und das ist ja schon eine Strafe. Ich bekleide das wichtige Amt des Kritikers. Keiner ist vor meinen Kommentaren sicher. Ich zerreisse alles und jeden in der Luft. Darum lieben mich wahrscheinlich alle.
ich bin

Jahr
Monat
Monat
Monat
Monat
Monat
Monat
Monat
Monat
Monat
Monat
Monat
Monat
Monat

Kritiker: Februar 2026





 
ei der Daus, ne Schokomaus
Ich kann es mir nicht so richtig vorstellen, dass die tatsächlich ein Haus aus Schokolade bauen. Aber, bitteschön, warum auch immer die Fastenzeit im Auge haben, lieber ein bisschen Häusle bauen, auf Kosten derer, denen sich ohnehin beim Anblick von Schokopulver schon der Magen umdreht. Hi hi.
Aber warum auch nicht? Die Laura hat ja einen Korb voll eingekauft, und Edi sucht noch verzweifelt nach der Originalgeschichte, die offenbar nur noch in seinem Hirn existiert. Aber das ist mir wurschter als Schoggi. Ich bin ja gespannt, was sie machen, wenn das Haus steht und alle kommen, und es angaffen dürfen, ohne zu probieren. Die Sonne will sich nämlich auch nicht zeigen nächste Woche, ha ha, dabei müsste sie es sein, die das Haus aus den Fugen hebt, hooh, die Spannung steigt, ich freu mich schon hämisch auf den Nichtfrühling, den sie offenbar im Garten von Grünling versteckt haben, wie immer, wenn der König am Mittag sagt, es sei Nacht, dann betrachte die Sterne! Und ausserdem finde ich es eine totale Zumutung, dem armen Ottilio nun ein paar nackte Schokoladetafeln hinzuwerfen, und zu erwarten, dass ein Koch daraus ein Haus baut. Naja, es ist spannend, ohne Zweifel, aber damit es nicht zum Kotzen wird, muss noch einiges geschehen. Rülps, ich gehe lieber in meinen wischiwaschi Plüschiesessel zurück und paffe ein paar Schokozigarren während mir die Osterhäschen mit ihren samtigen Öhrchen den Rücken kraulen, vor mir lustig die Springfrösche zu Zuckerzeug werden, lobhudeln und singen, säuseln von exofrosulfischem Frühling, während der Knallgusler Gugel inzwischen wieder Schnee schippt. Ha ha.
bild
bild
bild
bild

 
 Fast Nacht
Na komm, tut doch nicht so ehrbar und wertvoll. Den ganzen Winter über hockt ihr hinter eueren Geräten und guckt, was und wie die anderen es machen, ha ha. Schnee schippen müsst ihr schon lange nicht mehr, dafür hat man schliesslich die Sonne, die alles dahinfliessen lässt, was noch ein bisschen weiss ist und vom Himmel kommt. Aber um so mehr braucht es Farbe im grauen Nichts, hi hi. Und da könnt ihr lange suchen. Die rote Battamba ist langsam schon nur noch rosa und sogar der tölpelige Tintenfisch weiss nicht mehr, dass er einmal blau war. Ja, bunt wollt ihrs und bunt macht ihr es euch ja schon. Allerdings wird es auch mir langsam zu bunt. Das Gequäke von den vielen Papageien übertönt zwar das Gekeuche von den alteingesessenen Urbaren, aber nur das zankwütige Gekreische von Zelli macht die Geräuschkulisse nicht vornehmer. Und wenn dieser Scheisspromoter wirklich nicht weiss, was Fasnacht ist, dann sollte er es eben doch lieber beim Tuten lassen, ha ha. Aber nein, es wird alles, was vier bis fünf Beine hat, angelockt, mit was? Nicht mal Vergissmeinnichttrank, kein kleinstes Häppchen, ja wo sind wir denn? Warum kein Gugel, keine Hefe, die machen wahrscheinlich eine fasnächtliche Snackpause im Kochstudio. Ja, ja, ich weiss schon, warum ich mich nicht anschleiche, bei diesen hypowankeligen Säuselgeister, ich bin mir zu vornehm, diesen Kakerlaken-Fressschnuppern alles wegzufuttern. Den ganzen Dreck können die doch selber unter den Teppich wischen, warum soll ich mir noch Fransen an die Schnauze lafern, Hä? Also, alles gut bis nächstes Jahr, dann bin ich ganz brav, oder auch nicht, hi hi. Das neue Jahr fängt ja bekanntlich erst im April an. Na dann können wir ja noch lange warten. Heul, saus, kicher.
bild
bild
bild
bild

 
 Waldgeflüster
Ja, da fragt man sich dann plötzlich, wo ist denn der ganze Wald hingekommen? Ausser ein paar verkorksten Wacholderbüschen und schaurigen Brombeerstauden ist nichts mehr davon übrig. Einfach nichts mehr da, nur noch kahle Stecken und morsches Gestrüpp und jene Haufen von umgegrabenen Stellen und, man höre und staune, echte Wildschweinkacke, ha ha. Und einen Knochen haben sie gefunden. Einen. Als wäre jeden Tag etwas los in dem kleinen Wäldchen unterhalb von Gugellandia. Dabei kommt dort ja nie jemand vorbei. Denkste, da muss ja was los sein, jede Nacht. Ich weiss nur, dass Tante Lori alle paar Tage so ihre geheimen "Leckerlis" für wilde Tiere in den seitlichen Laubhaufen schiesst und dann Ohren und Augen zu macht, um niemanden anschwärzen zu müssen. Anderseits fliegt der Kompost quer rüber ins Brombeerdickicht, wo es die Vögel dann etwas schwieriger haben. Ach, was weiss denn ich, auch die Jäger queren über Gugellandia und machen enttäuschte Gesichter. Alles umgegraben, aber kein einziges Wildschwein gesehen, ha ha. Seit man keinen Hund mehr hat, sind die Wildtiere noch schlauer geworden. Ich erinnere mich noch an die Begegnung mit einem Trüffelsucher, der mit seinem Fifi daherkam und uns anblaffte, wir sollten ihn in Ruhe suchen lassen. Der kommt nicht mehr, dafür eben die Wildschweine. Dabei bin ich sicher, dass es keine Trüffel mehr hat, denn die gesetzten Haselnussstauden haben auch schon das Zeitliche gesegnet. Wir haben nur noch unerwünschtes Gestrüpp, Unkraut und Eichen. Aber das geht mich auch nichts an. Verdammtes Unkrautgefilde, stinknormaler Sommerfluch und verkackte Schlingpflanzengruft, du kannst mich mal. Gefleddertes Schwindkraut, vollmundiges Leergewürz und totales Globalblatt, hinterhältiges Lustgestrüpp und banausig stinklautfotziges Kalkülveganum, bleib nur hier und verfreue dich!! Ich sagte verfreuen und nicht verfeuern. Gemerkt?
bild
bild
bild
bild

 
 Na dann, guten Rutsch
Ha ha. Ich weiss ja nicht, was die vorhaben, aber wenn sie den einzig schönen Tag im Februar so nutzen, dann kann man ja nur noch die Geschichtsbücher studieren und hinter vorgehaltener Pfote leise grinsen, hi hi. Edi ist ja der Schrottbolzen ohnehin und Männi steht ihm in nichts nach, aber dass die zwei dann gegen einander ein Rennen fahren müssen, grenzt schon an gemeingefährliche Unverantwortlichkeit. Der ominöse Bär liegt schon im Laub bevor er den Startschuss gegeben hat und auf der ganzen Strecke immer dieselben Papageien und ein eingefrorenes Spassschwein, das nichts mehr zu lachen hat. Da könnte man ja schon langsam auf die Idee kommen, es fällt ihnen nichts mehr ein oder aber es ist ihnen zu kalt im Freien. Über 80 Bilder lang immer wieder das selbe: Edi vorne, Edi hinten und dann gewinnt er auch noch, ja so ein Zufall, so eine Scheissberechnung. Ich denke, ich werde auch einmal ein Rennen organisieren, mal gucken, wer dann gewinnt. Wenn nur zwei mitmachen und drei mitflattern, ha ha. Und der Rest wurde sowieso korrupiert oder sonst wie beschissen. Dann wurde auch der Wolfsbunker sorgsam auf jedem Foto wegretouchiert, ja warum soll man auch darauf stolz sein, ha ha. Wichtig ist ja nur, dass hier immer schönes Wetter herrscht, auch wenn der gugelländische Meteorologe bereits in ein akkupräzisiös luskellisches Tief gefallen ist. Er schreibt nur noch über hallugenische Nebel und kosmische Urvögel im Sauseschrittflug, die das Wetter kreuzweise studiert haben und alles minimalös besser wissen, ha ha. Auf das Wetter! Hust hust. 
vogel1
vogel2
vogel3
vogel4

Geh zur Legende
Zurück zur Titelseite (Home)