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Kritiker: September 2026
Schnorbert kündigt
Es stimmt ja nicht, dass wir noch nie einen heissen
Sommer hatten.
Vor sechs oder sieben Jahren war es einmal ziemlich ähnlich. Aber man
hat ja gelernt, dass man für das Wetter niemandem die Schuld geben
darf, ausser sich selber, weil man falsch angezogen ist. Aber wir Tiere
haben nun mal nur den Sommerpelz und wollen den eventuell auch gar
nicht gegen etwas wie scheussliche Klamotten eintauschen, bäh. Man
macht es wie der gugelländische Kater, man schläft den ganzen
Nachmittag und zieht erst in der Nacht wieder seine
Kreise. Wie
weise. Aber dann ist es dunkel. Die ganzen Ferien hatten alle nur
Angst, dass sie bald zu Ende sein könnten. Also die Ferien, hi hi. Und
man hat geschwitzt und sich gelangweilt, gelangweilt und geschwitzt.
Und wenn von der ganzen Langweile etwas abgefärbt hat, dann merkt man
es spätestens jetzt, Gugellandia ist nur noch ein Schattendorf, eine
verbrühte Kulisse mit haufenweise gelangweilten Plüschtieren im
Schrottmuster der Hilflosigkeit dahindämmernd, auch wenn der Edi sich
noch Mühe gibt, mit dem Schwanz zu wackeln, er ist und bleibt eine
schnöde Ratte, und was das bunte Fabelwesen mit den überdimensionalen
Glubschaugen da treibt, geht mich auch nichts mehr an. Ich kündige.
Ach, was? Habt ihr eine Ahnung, was ich alles kann, wenn ich will.
Verfluchte Schweinerei ist das, ich habe gerade keinen Stift gefunden.
Aber zum Klotzscheiss und Trotzbeiss, ich werde es tun.
Domani
Holla, da sind wir wieder
Ja, liebe Leute, es ist nie einfach, wenn etwas
aufhört. Vor
allen Dingen, fängt dann wieder etwas an, das man in der Zwischenzeit
fast vergessen hat. Hi hi. Die Gugelfamily. Mal kurz überdacht, unsere
Ferien waren sehr zwiespältig. Die einen haben sich am Müssiggang
vollgefressen, die anderen haben sich den ganzen Tag gelangweilt. Das
Schlimmste aber war die Hitze. Jeden Tag schönes Wetter, von morgens
bis abends, von Montag bis Sonntag, phuh, das hält doch keine Sau aus.
Als sommerlicher Quietschpunkt war dieses Mal kein Unfall, kein Wolf,
kein Unwetter zuständig, nein, es kam nur mal kurz der Fuchs vorbei.
Ach ja, das Unwetter kam auch noch einhergedonnert und legte kurzerhand
die Stromversorgung nieder. Aber das ist ja alles normal und wundert
niemanden. Der Himmel war vierundsechzig Tage lang blauer als blau und
wenn einmal kurz eine Störung einkehrte, war der Blitz mit dem
Fotoapparat da und hat einen Himmel fotografiert, aus dem kaum ein
Tröpfchen kam. Mal gucken, ob ich diese verlangweilte Schnupperbrut
wieder aufmöbeln kann. Mir ist das ja wurscht, oberaffenwurscht,
vielspecksaumagenwurscht, denn ich fühle mich echt öd geplumpt von so
viel Nichtsmachtum und Faulknechtscheisserei.
Es wir Zeit, dass mal wieder etwas passiert.