Hallo, ich bin Schnorbert, Kritiker von Beruf
Seit November 2014 bin ich nun hier in Gugellandia und das ist ja schon eine Strafe. Ich bekleide das wichtige Amt des Kritikers. Keiner ist vor meinen Kommentaren sicher. Ich zerreisse alles und jeden in der Luft. Darum lieben mich wahrscheinlich alle.
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Kritiker: September 2026





 
 Schnorbert kündigt
Es stimmt ja nicht, dass wir noch nie einen heissen Sommer hatten. Vor sechs oder sieben Jahren war es einmal ziemlich ähnlich. Aber man hat ja gelernt, dass man für das Wetter niemandem die Schuld geben darf, ausser sich selber, weil man falsch angezogen ist. Aber wir Tiere haben nun mal nur den Sommerpelz und wollen den eventuell auch gar nicht gegen etwas wie scheussliche Klamotten eintauschen, bäh. Man macht es wie der gugelländische Kater, man schläft den ganzen Nachmittag und zieht erst in der Nacht wieder seine Kreise. Wie weise. Aber dann ist es dunkel. Die ganzen Ferien hatten alle nur Angst, dass sie bald zu Ende sein könnten. Also die Ferien, hi hi. Und man hat geschwitzt und sich gelangweilt, gelangweilt und geschwitzt. Und wenn von der ganzen Langweile etwas abgefärbt hat, dann merkt man es spätestens jetzt, Gugellandia ist nur noch ein Schattendorf, eine verbrühte Kulisse mit haufenweise gelangweilten Plüschtieren im Schrottmuster der Hilflosigkeit dahindämmernd, auch wenn der Edi sich noch Mühe gibt, mit dem Schwanz zu wackeln, er ist und bleibt eine schnöde Ratte, und was das bunte Fabelwesen mit den überdimensionalen Glubschaugen da treibt, geht mich auch nichts mehr an. Ich kündige. Ach, was? Habt ihr eine Ahnung, was ich alles kann, wenn ich will.
Verfluchte Schweinerei ist das, ich habe gerade keinen Stift gefunden. Aber zum Klotzscheiss und Trotzbeiss, ich werde es tun.
Domani
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 Holla, da sind wir wieder
Ja, liebe Leute, es ist nie einfach, wenn etwas aufhört. Vor allen Dingen, fängt dann wieder etwas an, das man in der Zwischenzeit fast vergessen hat. Hi hi. Die Gugelfamily. Mal kurz überdacht, unsere Ferien waren sehr zwiespältig. Die einen haben sich am Müssiggang vollgefressen, die anderen haben sich den ganzen Tag gelangweilt. Das Schlimmste aber war die Hitze. Jeden Tag schönes Wetter, von morgens bis abends, von Montag bis Sonntag, phuh, das hält doch keine Sau aus. Als sommerlicher Quietschpunkt war dieses Mal kein Unfall, kein Wolf, kein Unwetter zuständig, nein, es kam nur mal kurz der Fuchs vorbei. Ach ja, das Unwetter kam auch noch einhergedonnert und legte kurzerhand die Stromversorgung nieder. Aber das ist ja alles normal und wundert niemanden. Der Himmel war vierundsechzig Tage lang blauer als blau und wenn einmal kurz eine Störung einkehrte, war der Blitz mit dem Fotoapparat da und hat einen Himmel fotografiert, aus dem kaum ein Tröpfchen kam. Mal gucken, ob ich diese verlangweilte Schnupperbrut wieder aufmöbeln kann. Mir ist das ja wurscht, oberaffenwurscht, vielspecksaumagenwurscht, denn ich fühle mich echt öd geplumpt von so viel Nichtsmachtum und Faulknechtscheisserei.
 Es wir Zeit, dass mal wieder etwas passiert. 
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