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September 2025
Die ggl. Flugshow
Alle fliegen herum, die Fetzen stieben? Ach nein. Es ist ganz ruhig in Gugellandia. Nur Hefe und Laura pinseln an ihrem Plakat herum. "Ich weiss nicht, aber früher hatten alle viel mehr Interesse, wenn wir etwas auf die Beine gestellt haben." mault Laura und stolpert ungeschickt über den Malkasten. "Schon möglich." murmelt Hefe, sie darf nicht mit dem Pinsel ausrutschen, sonst heisst es Laft anstatt Luft.
Es ist ein schöner Tag. Die Sonne geht gerade auf.
Die Papageien plappern, lachen, kichern und haben es ausgesprochen lustig. "Heute gibt es eine Flugshow, von wem, wer kann denn überhaupt fliegen in Gugellandia?" Schnorbert bespricht dies gerade mit Miezi. Die hat allerdings noch andere Dinge, die stören, entdeckt. "Das finden wir später heraus, zuerst muss die Abflugstation eingerichtet werden."
"Der Start könnte beginnen, wenn wir wüssten, wo die Teilnehmer sind." Miezi und Schnorbert quatschen sich gegenseitig nervös die Ohren voll. "Also ich habe allen geschrieben, man könnte mitmachen." Edi hat noch einen zusätzlichen Störfaktor entdeckt. "Das müsste man raus machen." schreit er nach oben, aber Miezi und Schnobert fachsimpeln über den blauen Himmel und hören nichts. "Alles muss man selber machen." knurrt Edi und schleppt das schwere Gebüsch ins Aus.
"Wer möchte einen Probeflug machen?" Alle fliegenden Papageien staunen über die Frage. "Das schaffe ich locker." meldet sich Ahuii, der ja sowie so ein Grossmaul ist. Aber als er gerade das Gerüst erklettern will, holt ihn seine bessere Hälfte noch ein. "Weisst du was, Ahuii?" säuselt Amanda, "wir pfeffern einfach ein bisschen deine Schwanzflosse, dann bekommst du mehr Auftrieb." Ahnungslos greift sie zur Pfeffermühle, und hat Erfolg.
"Ha ha, das wollte ich nicht, Ahuii."
Aber Ahuii ist schon auf dem Abflugbrett und verschwindet bald auch im blauen Universum. Aber wo sind denn überhaupt die Teilnehmer an der ganzen Show. Geolg blickt sich ein bisschen um und sieht bereits zwei spärlich geflügelte Wesen auf sich zukommen. "Wollt ihr teilnehmen?""Ja, klar, wir sind Giri und..wie heisst du eigentlich? "Ich bin Kulle!"
Es geht gleich los. Der Papagei fliegt einen Salto vor, und dann kommen die Nichtgeflügelten, mit ihren Flatterersatzgeräten. "Pass auf, wenn ich dir eins über die Flügel brate." Hat einer von beiden gesagt und dann - einfach - gebraten.
Ja, der Konkurrenzkampf herrscht immer und überall.
Der kleine Giri hat es als erster geschafft, den Flug zu starten, aber es erscheint ihm dann doch recht schwierig. "Ach herrjeh, wie mach ich das bloss, ich habe ja zwei Flügel, aber die sind sooo schwer, ich kann die gar nicht anheben." Aber der Giri ist mutig und stürzt sich einfach hinunter.
Seither wird er vermisst.
Der Dr. Wombi weiss Rat. "Ihr könnt machen, was ihr wollt, ihr werdet den Giri nicht mehr so schnell finden." schnalzt er zwischen seinen verrutschten Brillengläsern durch. "Er ist abgestürzt, aber es geht ihm gut." Ja, wo zum Teufel ist Giri abgestürzt?
Das Land ist gross und es hat viele Gräben.
Miezi und ein paar Freiwillige machen sich auf, um Giri zu suchen. "Da vorne, da habe ich etwas flattern gehört!" findet Ahuii und trifft nur noch einen auf den Rücken gefallenen Vierbeiner an, der verzweifelt etwas von Flugwettbewerb stottert.
"Dann bist du es." freut sich Ahuii und will auch gleich die anderen von der Kenntnis in Gang setzen, aber.....
unser Vogel ist tot. "Ach nein, er bewegt sich noch, er hat nur das Übergewicht bekommen, und jetzt ist er schon wieder ein richtiger Siebenschläfer, juhuhh. " Ahuii kommen schon die Tränen, er dachte auch, dass der Kleine das Jenseits geküsst hatte, aber da stand er wieder auf, und war so wirklich, wie ein Grashalm oder eine Mücke. "Ich glaube das nicht, aber ich bin sehr froh."
Der kleine Siebenschläfer positioniert sich auf dem alten Baumstrunk und schaut froh hinaus in die grosse Welt. "Ich lebe!" "Ja, wie du abgestürzt bist, und wir alle haben uns Sorgen gemacht." Und da kommt in diesem Moment noch ein merkwürdiger Vogel vom Himmel. "Oh danke, dass du gekommen bist, aber mir geht es gut.!
Inzwischen hat der grosse gugelländische Flugwettbewerb angefangen. "Ich weiss nicht, ohne mein Raumschiff, ich versuch es mal." Zärmchen ist losgesprungen ins Leere, ins Nicht, in den blauen Himmel von Gugellandia."
Aber es zählt nichts doppelt oder weniger, wer sich hinausgetraut hat, in die blaue Himmelsbläue, der hat auf jeden Fall einen Vorteil. Er sieht blau bis ans Ende seiner Tage, oder bis der Himmel aufhört, blau zu sein.
Auch die kleine Mia ist gestartet und schwingt sich elegant über den gugelländisch verdreckten Himmel, aber da erscheint fliegenden Schwanzes der
Späcki am Himmel. "Schau, mal, ich fliege auch, aber ich lande gleich." Die Frage ist nur, wo er gelandet ist. Gugellandia ist gross, und die Absturzquote ist auch relativ, wenn man an die Sternschnuppen denkt. Aber in welchem Gebüsch nun einjeder gelandet ist, hat keiner gesehen.
Cora durchsucht den ausgetrockneten Tümpel neben dem Schwimmbad. "Also hier ist er nicht hineingefallen." Jetzt meldet sich der Wolf zu Wort. "Wen suchen wir eigentlich, wie sah er aus, wonach hat er gerochen, oder war es eine Sie, wie sah sie aus, wonach hat sie gerochen?" Giuseppe schnuppert verliebt in der Gegend herum, aber noch ist niemand zu sehen. "Alle abgestürzt." berichtet Cora. Aber der Wolf schnuppert noch herum. "Ich finde alles, ha, was irgendwie Wert hat. hi hi."
Über seinem Kopf zischt es noch, und jemand saust von da nach da. Aber er will nun..."ha ha, ich kann doch nichts dafür, wenn mein Bauch knurrt. " Der Wolf sucht noch eine Weile nach den Abgestürzten, aber die sind schon längst wieder in den Lüften unterwegs, Halleluja.
Es ist noch strahlend schöner Nachmittag. Gerade saust unter grossem Jubel die gelbe Mia über den blauen Himmel. "Das ist ja wirklich eine Show." finden auch die alten Blumen, und es geht weiter. Sie flitzen manchmal so schnell über uns, dass man erst auf den Auslöser vom Fotoapparat drückt, wenn sie schon vorbeigeflogen sind. "Tschühüss" Bis nächste Woche.
Alles getürkt, sagt Schnorbert.
Luftflug
Wir sind erst im September, aber es bahnt sich der Herbst langsam einen Weg durch die Gefilde. Wir denken noch an vergangene Zeiten. Wir sind seit jeher in der Luft herumgeflogen, wenn unten nichts mehr grün war, aber das ist nur eine kurze Zeitspanne, oder? Edi rennt aufgeregt herum und fragt jede Kuschelnase nach dem verbrachten Sommer, jeden neugierigen Heuhupfer nach seinen Plänen für den Winter, es wird eng, enger als eng, in Gugellandia. Man hat all die Jahre so viel Wirtschaft gemacht, um sich herum, jetzt sitzt man nur noch auf einem einzigen kleinen Fleck vor dem Haus, an dem es noch schön ist, und den man auch noch schafft, aufzuräumen.
Guido sitzt schon wieder mit unterschwelligem Befehlston in der Höhe und sagt, man solle doch endlich den Gartenschlauch zusammenrollen. "Ach ja, und jeden Tag wieder ausrollen?" fragt der Elefant den Edi und dieser nickt verzweifelt. "Ja, ohne Fleiss kein Preis!" "Aber, wenn wir ihn liegen lassen, frisst das doch keinen." schnaubt der Elefant. Aber Edi weiss es besser. "Es sieht nicht gut aus, verstehst du, flitzi flatzi, weggi weggi." "Aber ich finde es schön, so eine gelbe sanfttriefende Schlaufe zu haben, ich finde es herrlich, wenn da Wasser herauskommt."
Ja, so ist es in Gugellandia. Hunderte von Tieren, hunderte von Meinungen, und immer wieder nur ein Tag und ein Wetter. Aber so ist es auf der ganzen Welt, tiriliert Cora und schimmert schön blau im difusen Sonnenlicht. Schnorbert möchte zurück vom Sprungbrett, aber da kommen schon Guido und Edi steht auch noch im Weg. "Manchmal muss man an einander einfach nur vorbeigehen." Cora sitzt vorne auf der Abschussrampe.
"Soll ich etwas singen?" fragt sie ehrlich.
Lieber nicht. Man lauscht, ganz oben im Himmel drehen drei Kreisadler ihre Runden. Piiieeeggg. ruft der eine. Piiieg. sagt der zweite. Und der dritte setzt schon zum Sturzflug an. Unsere Plüschies sind gerade noch verschont geblieben. Aber die Natur ist erwacht. "Wir sind hier wirklich in der Wildnis." "Ja, aber es gibt keine Wildtiere mehr." Edi setzt sich mutig auf das Sprungbrett, ganz zuvorderst, und er überlegt. "Wie kriege ich den ganzen Zirkus nur wieder zusammen?" Die Wolken brummen.
"Meinst du, Edi schafft das Unmögliche?" fragt der eine den anderen. Und Edi selber steht vor dem ganzen Wolf. "Hast du gesehen, ich habe mich reingewolft." "Ja, ha ha, ich habe es gesehen!" Edi kichert noch lange, aber der Wolf ist ganz stolz, denn er hat sich körperlich ziemlich in der Asche gewälzt und sieht jetzt langsam, aber wirklich, wie ein richtiger Wolf aus.
Aber nun mal Wolf beiseite. Guido probiert die Startrampe aus. "Ha, ha, das kann ja was werden!" Aber Guido nimmt gebührend Anlauf und flattert über das Brett hinaus. Wo kann er nur gelandet sein? Ist er überhaupt irgendwo runtergekommen?
Guido geht in die Luft. Allen hat es die Sprache verschlagen. Wo ist er nur geblieben? Wahrscheinlich in der Hölle, ha ha.
Auch Geolg macht sich Sorgen um den Verbleib von Guido, aber ich kann mir denken, dass viele Leute froh sind, wenn er mal eine aufs Maul kriegt, ha ha. Aber Geolg und Edi sind aufmerksam und gucken in die Runde. "Ich sehe keinen Guido." "Ha ha, ich auch nicht." freut sich Edi,
"Vielleicht guckt er schon wieder von hinten zu." Aber es ist weit und breit kein Guido zu sehen. Also dann lassen wir es doch mal krachen. Alle warten geduldig auf den monumentalen Krachpunkt. "Was ist?"
Nichts kommt.
Aber da ist ja noch Giuseppe unter der Veranda. "Ha ha, aber die wollen ja nicht mehr mit mir, schluchz." Jetzt stürzt sich aber Edi hervor und kämpft. "Gegen Wolken und Wetter, gegen Wölfe und Schlutzkrapfen, ha ha." Wo ist denn der Wolf und wo ist Edi hingekrabbelt? Man sucht verzweifelt
"Wir warten immer noch auf die Aufführung, aber da kommt ja wohl nichts mehr." Das Sprungbrett ist gerichtet, das Publikum wartet, was ist passiert, warum kommt niemand?
"Ah, die sind aus dem Internet, aber sie kommen, sie kommen."
Während man wartet, ziehen sich die Wolken zusammen, die Sonne sagt tschüs und verschwindet in höhere Lagen, aber wir bleiben beisammen, wuff, wir sind uns einig, wir leben den Herbst auch ohne Laub und Früchte, wir sind bunt und schön.
Die Schweinchen starren noch verblüfft in die Sonne, aber da kommt schon wieder eine Wolke.
"Ihr müsst euch nicht fürchten. Ha ha." sagt der Kleine, und keiner fürchtet sich mehr. Alles ist gut, schön und schöner als schön.
Denn es war die Superwolke aus dem Piemont, ha ha, genau, diese.
Während die Papageien noch die gefährliche Flugstrecke berechnen, sitzt Hefe immer noch hinter ihrem Plakat, Edi beschwört seine Bammelliese und wir warten noch geduldig auf ein paar Anmeldungen zu unserem Luftflug. "Es ist nicht einfach." beschwört Hefe. "Wenn man abstürzt, kann es Wochen dauern, bis man gefunden wird." "Stimmt, es ist überall noch Unkraut, hi hi."
Ja, liebe Leute, dann bis nächste Woche, der Flug kann beginnen.
Wir haben schon viele Anmeldungen, aber eine passt noch rein......
Ausflug ans Meer
Hallo, liebe Leute, ich muss mich entschuldigen, ich, der Biber Blitz, Wettervertretung von Professor Dr. Zeig, ich habe die Wörter vergessen aufzunotieren, tut mir leid. Verzeihung. Also hier sind die Lösungswörter, man kann sie noch bis Freitag eingeben, dann regnet es Punkte. Hi hi. Also WACHTEL, GANS, FORELLE, BERNHARDINER, WALDAMEISE, TRUEFFELHUND, MAERCHENPROFESSORIN, KLIMPERMUENZEN und DREIKOENIGSKUCHEN. Tschüs bis nächsten Montag.
Inzwischen sind wir einige Kilometer nach Süden transveriert. Bei Spotorno oder eher in Bergeggi ist so eine kleine Insel, vor der wir jedes Jahr unsere Felle und Pfoten im Meerwasser schwenken, planschen und es lustig haben. Man kann hier natürlich auch im Winter baden, aber dann ist es etwas kühler und oft kommt das Wasser bis über die Liegestühle. Aber heute suchen wir Kurt, unseren Sieger vom Who is Who, Monat August. Es handelt sich um eine grüne Schildkröte aus Norddeutschland oder so.
Schiluppi, die gugelländische Schildkröte passt am Strand auf. "Da kommt einiges vorbei, aber ich sehe keine Schildkröte aus Deutschland." Edi weiss warum. "Es hat vor ein paar Jahren jemand Spotorno richtig schlecht gemacht auf dem Internet, seither sind hier weniger Touristen, aber mir ist das gleich. Ich finde es super hier." Edi guckt sich gerade seufzend um und geniesst das Meeresrauschen, da flattert ihm etwas um die Ohren. "Ah, bist du Edi? Ich bin Kurt, komme direkt aus Oldenburg und suche eueren Hummi. Wir sind zusammen zu oberst auf euerer Who is Who Liste." Edi denkt und überlegt. "Komm mit." sagt er schliesslich und sie krabbeln zusammen über den langen Kiesstrand.
So ein Strand ist sehr lange, wenn man ihn zu Fuss abwatscheln muss. Durch den Kies ist es nicht wie eine Betonstrasse, man sinkt jedesmal ein, und so eine kleine Bucht kann einem ewig lang vorkommen, vor allem dann, wenn man selber noch ziemlich klein ist. Von beiden Seiten kommen Hummi und Kurt langsam in Sichtnähe, aber sie sehen sich noch nicht. Es ist traumhafter Sonnenschein, die Wellen sind übermütig und plätschern fröhlich vor sich hin. Aber Hummi ist am Verzweifeln. "Wo finde ich nur endlich den Kurt, er muss hier angekommen sein, aber wo ist hier?"
Hummi trifft den Tintenfisch und den gugelländischen Delfin. "Habt ihr hier irgendwo einen einsamen Schildkröterich gesehen. Er wäre mein Gast, und ich suche schon eine halbe Stunde verzweifelt nach Kurt." Die Küste ist lang und für kleine Plüschtiere besonders unwegsam. Sie müssen auch immer wieder den anspritzenden Wellen ausweichen, das macht den Weg noch länger.
"Da bist du ja endlich." freut sich Hummi. Auch Kurt ist erleichtert, endlich die orangerote Krabbe von Gugellandia getroffen zu haben. "Jetzt sind wir ja da, jetzt lassen wir es uns gut gehen. Zuerst nehmen wir ein Bad, dann hüpfen wir ins Restaurant und schlagen uns die Bäuche voll." Jetzt lacht Kurt erst einmal zufrieden. "Genau, und nachher legen wir uns im Sand schlafen und gucken in den blauen Sommerhimmel." Aber Hummi schüttelt den Kopf. "Nein, nachher klettern wir noch aufs Gebirge und nehmen an einer Schatzsuche teil." Das gefällt Kurt anfangs noch nicht so besonders. Aber zuerst geht man ja essen.
So gegen Mittag werden italienische Strände immer ziemlich leer. Man verkriecht sich unter das Dach zu Schmaus und Trank. So tun es auch Hummi und Kurt und schlemmen ihresgleichen, Schaluppen, Schlemmerfilets und Muscheln mit Schicki und Micki, bis sie satt auf dem Dach von den Bagni Santa Maria herumhängen und in die himmelblaue Meerlandschaft hinausgucken. "Ach ist das schön!"
Hummi hat sich verschluckt, und auch Kurt hat auf etwas Merkwürdiges gebissen. "Wir sollen da oben unter einem Stein eine Botschaft finden." sagt Hummi und guckt Kurt erwartungsvoll an. "Was sollen wir?" "Na klar, wir gehen suchen, eine Botschaft ist meistens ein Zettel, ein Brief oder auch nur ein Buchstabe. Lass uns gehen."
Sie kommen oben an, eine tolle Aussicht bietet sich auf die Bucht von Bergeggi und die Insel, aber sie suchen ja die Botschaft. Und da! "Guck mal, was ich gefunden habe. Ein violettes Blatt mit etwas Geschriebenem darauf, allerdings ist es itlaienisch." Die Zwei beugen sich über die seltsame Botschaft und werden nicht schlau. "Kannst du italienisch?" "Ja, etwa so viel wie die Italiener deutsch, ha ha." Aber sie versuchen ihr Glück, kreuchen und fleuchen durch Gebüsch und Felsen.
"Was tun wir, wenn wir nichts finden?" fragt Kurt besorgt. "Ha, dann finden wir es eben das nächste Mal!" so denkt Hummi, aber er hat es auch eilig, nach Hause zu kommen, denn es findet heute eine Mondfinsternis statt. "Wir müssen zu Hause sein, bevor der Mond aufgeht. Komm, Kurt."
Hummi und Kurt pirschen sich über die Agave zu den frechen Kakteen. "Hier musst du aufpassen, die sind sehr gefährlich und stechen dich hinterrücks, auch wenn du nur daran vorbeihuschst." weiss Hummi. Aber Kurt gefällt es. "Wo finden wir denn diese Mondfinsternis?" Hummi baut sich im Efeu auf und verkündet feierlich: "Ich weiss es auch nicht genau, wir müssen erst warten, bis es dunkel ist."
Aber es scheint heute überhaupt nicht dunkel zu werden. Die Sonne scheint schon fast waagrecht auf das Terrain aber sie geht einfach nicht unter. "Fragen wir mal das Wuwati, das da vorne schläft." schlägt Hummi vor und tappst sich durch das Gestüpp zum gugelländischen Kater vor. "Hallo, hallöle, ich bin Hummi und das ist mein Gast Kurt, und wir warten auf die Mondfinsternis, weisst du etwas darüber?" Das Wuwati gähnt, streckt sich und lacht. "Ha ha, Mofidus katzi kratzi!"
"Komm hier rauf, Kurt, die besten Plätze sind hier auf der Wäscheleine." weiss Hummi, aber Kurt ist noch nicht ganz sicher. Schliesslich balancieren sie alle beide auf der dünnen Seilschnur herum und warten gemeinsam gedultig, bis die Sonne untergeht. "Du darfst dir nun etwas wünschen." sagt Hummi Gedanken versunken. "Ach ja, na schön, dann wünsche ich mir was."
Und wir werden wohl nicht so schnell erfahren, was sich Hummi und Kurt gewünscht haben. Aber es wird nun langsam dunkel, die Sonne ist bald weg, und auf der anderen Seite geht die rote Kugel auf. Nur können wir es nicht sehen, ja, wir haben es verpasst, aber für alle und jeden von uns geht der Mond auf. Jeden Tag. Ob wir ihn sehen oder nicht, spielt keine Rolle, er ist immer für uns da.
Gute Nacht und guten Tag, liebe Welt.
Das Loch
Bevor wir alle wieder "da" sind, erinnern wir uns noch einmal an den Tag, als wir das Foto für unseren Sommerlinkkalender gemacht haben. Harry und Grünling stehen vor der unvorstellbar schwierigen Aufgabe, die gugelländische Bevölkerung zu animieren und ohne Kuchen, nur mit ein bisschen Vergissmeinnichttrank fröhlich einherzuströmen und gute Laune zu verbreiten. "Ich habe keine Zeit." mault Tante Loredana. "Macht aber schnell." bittet Bradipo und Felix zappelt schon, er möchte auch in die Ferien. So entsteht das friedliche Sommerbild im heissen Einklang mit der schweisstreibenden Natur und den erhitzten Gemütern.
"Was machst du denn so in den Ferien?" will Poldi von Laura wissen. "Och nichts, ausspannen und faulenzen, und du?" Poldi überlegt nicht lange und findet das eine gute Idee. "Dann will ich das auch." Oben auf dem Dach des Backhäuschens planen Peso und Wally ihre gemeinsamen Ferien. "Du musst nur entscheiden, ob wir nach Norden, Süden, Osten oder Westen losfliegen, der Rest kommt von selber." findet Wally und klopft gelangweilt mit ihren Zehenzinken auf das Backhäuschendach. "Das ist mir zu tendenziös," findet Peso, lass uns lieber ein konkretes Ziel anstreben."
Auch alle anderen sind vom Urlaubsfieber gepackt und gucken in den blauen Himmel hinauf. "Ich weiss aus Erfahrung, dass es überall anders weniger schön ist als hier." seufzt Mähri und Cora hüpft ihr beipflichtend auf dem Kopf herum. "Lasst uns das Sommerlinkkalenderfoto machen und dann könnt ihr alle verschwinden." sagt jetzt Zeig, der Held des diesjährigen Sommerlinkkalenders. Aber die Stalltüre geht auf und zu, die Reisewütigen gehen rein und raus, schleppen Koffer und Tüten, es herrscht reges Leben und Treiben.
Und bald sind sie wieder in alle Winde verstreut, und auch der Wetterprofessor hat endlich Ferien. Es bahnt sich neues Unheil oder Abenteuer an, wie man es nimmt. Giuseppe, der sich schon im Frühling seiner Schafspelzmütze entledigt hat, sucht jetzt einen Weg, auch seine Jacke loszuwerden. "Aber die ist angewachsen." stellt der Wuwatikater fest und rät dem Wolf zu einer Radikalkur, was auch immer das bedeuten mag. In der Zwischenzeit wartet Mausi, die Katze auf ihren angekündigten Besuch, die Ente Coincoin. Aber er kommt nicht.
Es raschelt im Gebüsch. Mausi glaubt, dass ihr erwarteter Entenbesuch endlich ankommt, aber es ist nichts, nur eine Maus, vielleicht. Mausi ärgert sich nicht lange und wartet einfach geduldig weiter. In der Zwischenzeit kreuzt Gugel auf dem Vorplatz um eine merkwürdige Kartonschachtel herum. "Hallo, wer ist denn da drin?" Es scheint sich um eine Schlange zu handeln, oder aber den Schwanz des letzten Wuwatis in Gugellandia. "Ha ha, hast du Angst vor Katzenschwänzen?" lacht Frech, der nun ebenfalls den Punkt des Geschehens betritt.
"Wuwatis sind sehr eifersüchtig auf uns Plüschtiere." weiss Gugel, "und sie denken sich oft irgendwelche Scherze aus." Es ist heiss und der Sommer geht langsam seinem Ende entgegen. Gugel und Frech steuern dem Wald entgegen, wo sie sich etwas Kühlung erhoffen. Aber da treffen sie auf Mausi, die unter dem Rosenbusch immer noch auf ihre Gast-Ente wartet. "Scheint sich um eine Ente zu handeln, ha ha." grinst Frech.
Aber Mausi macht sich langsam Sorgen. "Ich warte jetzt schon eine Stunde, und es kommt kein Coincoin und auch kein Gwägwä. Nichts kommt, es ist heiss und ich möchte auch gerne wo anders hingehen. Aber ich warte und warte, phuh." Frech und Gugel tut die wartende Mausi leid, aber sie können ihr nicht helfen. Die beiden entschwinden in den nahen Wald, in dem es kühl und schattiger ist.
"Irgend etwas ist hier nicht wie sonst." findet Gugel. "Was meinst du, ist es dir zu grün?" lacht Frech. Sie halten einen Moment inne und horchen, gucken und schnuppern in der gugelländischen Landschaft herum, aber sie werden nicht schlau. "Es riecht hier irgendwie nach Angst." schnauft Gugel. "Irgendetwas ist hier passiert!" Frech, unbekümmert, guckt sich um. "Nö, ich sehe kein Rehbein, keine Wildschweinschnauze und auch nichts Hasiges."
"Aber das gugelländische Wuwati war hier heute morgen." Gugel guckt besorgt um sich. Aber Frech lacht ihn aus. "Seit wann machst du dir Sorgen um Wuwatis?" Das stimmte, denn das einzige und letzte gugelländische Wuwati verschlummerte den Nachmittag unter dem Olivenbaum. "Ich habe trotzdem ein komisches Gefühl." findet Gugel und schleicht sich den Hang entlang. "Da, hast du das gehört, da scharrt irgend etwas, es tönt fast verzweifelt."
Der Wald ist auch plötzlich so still, als hätte er Angst, es könnte uns etwas passieren. Gugel nimmt ein wenig Abstand und guckt hinter einem erhöhten Punkt in die Runde. "Ich sehe nichts, und jetzt höre ich auch nichts mehr." "Warum? Bist du taub geworden oder hast du Angst vor ein paar Bäumen?" Gugel bleibt ernst und winkt ab. "Es kommt von da oben." Die zwei mutigen Spitzen Gugellandiens klettern den Hang hinauf und kennen keine Angst. "Es ist schliesslich unser Land, wer soll uns da schon begegnen?"
In der Zwischenzeit hat auch Edi das Gefühl, es könnte etwas nicht so ganz stimmen. Während Mausi immer noch auf ihren Besuch wartet, bittet Edi den gugelländischen Drachen Gonni um seine Mithilfe. "Wir müssen da hinauf, von da ist das Wuwati gekommen, vielleicht hat er eine Maus oder Ratte verletzt." Voller Mitgefühl für Maus und Ratten stapft Gonni mit Edi den sonnigen Hang hinauf. "Hier ist eine Spur." Aber es gibt in Gugellandia an jeder Ecke so genannte "Spuren", obwohl hier fast keine Menschen leben.
"Wo ist jetzt die Mausi hingekommen?" fragt Edi plötzlich den Drachen, und dieser fliegt abruppt in die Luft und verschwindet auch gleich. "Merkwürdig, aber ich höre irgendwo da oben den Frech plappern." Edi ist erleichtert und hüpft durch das Gebüsch. Auch Mausi hat sich nun auf den Weg gemacht. "Irgendwo muss der kleine Kerl ja geblieben sein, hoffentlich ist ihm nichts passiert." Eine weisse Katze ist gut sichtbar in der gelben Wiese, aber das ist ihr gleich. Die Sorge um den Gast treibt sie voran.
"Vielleicht ist er in die Wassertonne gefallen, oben am Berg." So ein kleines Entchen käme da nie mehr hinaus. Voller Sorge rennt die Mausi also den Hang hinan und kommt oben bei der Wassertonne an. Aber als sie hineinblickt, bleibt ihr der Atem stehen. Da sitzt nämlich keine kleine Ente drin. Sondern ein Wolf.
"Ups, was mach' ich jetzt?"
Was hättest du gemacht? Einerseits möchte man dem Wolf helfen, aber andererseits natürlich auch der Ente. Mausi denkt erst einmal voller Sorge an ihren vermissten Besuch. "Der arme Gwägwä, gefressen von einem Wolf, einfach so, schluchz." Aber da kommt auch schon der Retter angeflattert. Es handelt sich um eine gugelländische Fledermaus, die ein bisschen zaubern kann. "Ich weiss nicht, ob es klappt, drückt mir die Daumen."
Und? Es klappt natürlich, zufällig. Der Wolf wird befreit und in gugelländischer Art in Giuseppe verwandelt. Der kleine Gwägwä ist nicht gefressen worden, sondern hat sich nur versteckt, und wie immer löst sich die schlimmste Geschichte in nichts anderes als Wohlgefallen auf. Es lebe Gugellandia.
Flatter ist noch nicht ganz sicher, ob sein Zauber auch wirklich geholfen hat. Der Wolf ist zwar weg, aber viele Autos sind nun hier. "Ach, hallihallo, zaubere ich die eben einfach auch noch weg." Er muss zwar erst noch Harry fragen, aber tatsächlich kehrt danach wieder Ruhe ein.
Harry ist hin und hergerissen von den vielen Fahrzeugen, die es plötzlich an allen Ecken in Gugellandia hat. Das heisst, nur an einer Ecke, denn es ist ja eine Sackgasse. Aber da steht das grosse Feuerwehrauto, ein kleineres auch noch, eines von der Forestale und noch das von den Fachmännern aus Turin, ja, und das alles wegen einem kleinen Wölfchen. "Mausi und Coincoin hätten wir fast vergessen. Dabei sind sie doch heute die Hauptpersonen." grinst Harry und zwinkert. "Sind wir froh, dass die Feuerwehr kommt, wenn es nicht und nirgendwo brennt."
Mausi und Coincoin aber sind auch noch fröhlich und guten Mutes.
"Jetzt besuchen wir erst einmal in die gugelländische Festwirtschaft und schlagen uns die Bäuche voll." Recht haben sie.
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