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Dezember 2025
Jeder kriegt, was er verdient.
Weihnachten liegt in der Luft. Der Mond scheint noch blass am Morgenhimmel und unsere Weihnachtstanten sind übereifrig am denken, bauen und basteln. "Im Kürbissonnenschein kommt so überhaupt keine Weihnachtsstimmung auf." findet Laura und Hefe hilft ihr trotzdem einen neuen Weihnachtsschlitten zu bauen. Der Alte ist nicht etwa kaputt, aber den braucht der Babbo Natale selber, und wenn die Damen jetzt noch etwas Weihnachtliches benötigen, dann müssen sie es eben selber basteln. "Ja, so geht es mir immer. Jedes Jahr." seufzt Laura und weiss nicht einmal mehr, was sie letztes Jahr alles gebaut hat.
Im Wald wartet bereits Wally auf ihren Besuch. "Es müsste eigentlich Beni sein, der war schon einmal hier, also verfehlen kann ich ihn nicht. Aber wo ist er bloss?" - "Hier bin ich, Wally, hier unten." tönt es plötzlich. Wally ist entzückt und überglücklich. "Ah, da bist du. Ich hatte schon Angst, du hättest dich im Wald verirrt." "Ja, das habe ich auch, er sieht an allen Ecken ganz genau gleich aus." Wally muss lachen.
"Das dauert nur so lange, bis du ihn kennst. Es geht nämlich immer auf einer Seite hinunter ins Tal und auf der anderen hinauf nach Gugellandia." "Also kann man sich überhaupt nicht verirren?" freut sich Beni und bestaunt die Kutsche, die Wally für ihn bereit hält. "Einsteigen bitte, wir machen eine kleine Tour durch den gugelländischen Wald." Beni steigt fröhlich ein. "Da bin ich aber gespannt, was ich alles zu sehen kriege." Wally beisst sich auf die Zunge und denkt sich ihren Teil. "Naja, viel wird es ja wahrscheinlich nicht werden, ein paar Bäume vielleicht."
Schon kurz nach dem Start treffen sie zwei aufgeregte Rehe. "Unser Pünktchen ist verschwunden, Es gibt viele weisse Tiger im Wald, wir machen uns Sorgen." Ja, da machen sich nun auch Beni und Wally ihre Gedanken. "Verschwunden, in einem so grossen Wald?" Das konnte vieles bedeuten. "Früher hiess es, man kam nie wieder?" seufzt Wally. "Und heute?" will Beni wissen. "Da bedeutet es genau dasselbe, seufz." Alle sind betrübt, aber Wally und Beni versprechen: "Wir werden suchen, und den kleinen Ausreisser finden."
Die Reheltern schöpfen Hoffnung und freuen sich. Aber der Wald ist im Winter noch unheimlicher als im Sommer, und einjeder möchte am Liebsten in seine Höhle kriechen und nie mehr hervorkommen, so lange die Sonne nur hinter den Wolken schmunzelt. "Können wir überhaupt noch hoffen?" Wally und Beni haben sich selber zum gugelländischen Rettungsteam erkoren und starten voller Enthusiasmus in das höckrige Land mit schiefen Bäumen und nebliger Aussicht.
"Ich hoffe ja so sehr, dass sie Pünktchen finden werden." seufzt der Rehvater und die zwei Retter sind auch schon unterwegs. Aber sie haben nicht viel Gutes im Auge. "Ich habe einen Tiger gesehen, halt, warte." "Es war ein kleiner Tiger. kaum grösser als ein Laubblatt." "Na dann," grinst Wally und fegt voran, immer durch das Laub im Höllenflug.
"Ich habe das Gefühl, es kommt noch dicke." Sie saust mit ihrem Schlitten durch das Unterholz. Man bekommt schon eine leise Ahnung von dem ganzen Unheil, als man einen weissen Schatten über das Laub huschen sieht. "Mach dir keine Sorgen, Beni, ich habe alles im Griff." Beni ist auch nicht gerade der, der sich vor lauter Sorgen in die Hose macht....
"Ich wollte euch nur warnen." ruft der Rehvater von oben. Aber es ist bereits zu spät. Wer flatscht denn da hinter einem frischen Reh her? Alle sind ganz angespannt. "Wer ist das?" "Ein Bösewicht?" Sogar die Pflanzen halten den Atem an. Aber es ist ja nichts. "Wir haben uns nur eingebildet, es wäre jemand hinter uns her."
Da lachen sogar die Igel, ja die ganzen Familien. "Es ist doch gar niemand hinter uns her!" Und wenn niemand hinter einem her ist, was macht man da? Genau, man streckt die Füsse aus und freut sich. Dies tun gerade unsere Igel mit Kindern und Kindeskindern. Aber es liegt eben doch noch etwas in der Luft.
"Komm, wir gehen." "Nein, geht bitte nicht, es bahnt sich Unheil an." "Riesenunheil!" Wie unschuldig ein Stück Wald doch scheinen mag. Wie sonnig es sich anfühlt. Aber in Wirklichkeit hat alles eine andere Bedeutung. "Ihr müsst die Kidnäpper schnappen!" ruft das kleine Rehlein Pünktchen und rennt, so schnell es kann. Aber es hat sich schon alles aufgeklärt.
"Wir haben Pünktchen wieder!" freut sich der Vater. Und die Mutter weint nur noch vor Freude. Aber was machen denn inzwischen unsere Helden?
Die Sonne scheint noch und es raschelt.
Sie sind unterwegs, das Laub zischt empor, die Blätter fliegen und die zwei sind voller Tatendrang. Aber plötzlich haben sie einen Punkt erreicht, da kommt die Wintersonne nicht mehr hin. Es ist kühl und fast schon kalt. Und es faucht von allen Seiten. "Wir sind hier irgendwie in ein fremdes Gebiet eingedrungen." stottert Wally und federt sich den Schweiss von der Stirn. Es faucht aus allen Ecken. Beni hat zwar keine Angst, aber er überlegt sich nun doch, wie man aus dieser Misere am besten wieder herauskäme. "Flieg einfach davon, Wally!"
Aber da nähert sich schon ein weisser Tiger aus dem Gebüsch. Und hinter ihm ein noch grösserer. Und als ob das nicht genug wäre, es kommen noch viele weisse Tiger aus dem Unterholz und wollen unsere zwei Helden natürlich fressen, was denn sonst? Aber nun steigt auch Beni aus dem Wagen und rennt der Wally zu Hilfe. "Wenn ihr uns fresst, habt ihr nur zwei Minuten länger zu leben, denn wir sind aus Gugellandia, und wir wissen, wie lange zwei Minuten sind. Die Tiger bleiben abruppt stehen. "Ihr wisst was?"
"Zwei Minuten können sehr lange sein." "Ja, aber im Vergleich zu einem ganzen Leben eine sehr kurze Zeit." Der grösste Tiger verschluckt sich und stolpert. "Was haben die gesagt?" Aber in der Zwischenzeit haben sie sich wieder aufgerappelt und preschen von dannen. Der gestürzte Tiger muss sich besinnen. "Stimmt. Ich stehe wieder auf und fange euch."
Wally zieht den Schlitten an und gibt sich alle Mühe, zu entkommen, aber sie geben schon bald auf. "Es hat keinen Sinn. Sie sind stärker und mehr." seufzt Wally ganz traurig. Aber Beni findet. "Aber guck doch mal, sie sind doch ganz niedlich, wenn sie so einer hinter dem anderen stehen!"
Und das stimmte. Alle weissen Tiger standen nun plötzlich in einer Reihe und waren quasi bereit zum Abflug über die ganze Weihnachtslandschaft von Gugellandia.
Die weissen Tiger stellten sich auf und strahlten plötzlich wie die Sterne. Da konnten nun Wally und Beni auch nicht mehr anders. Sie performten sich. "Ja ha ha was für ein Wort" grinsten sie noch, als sie bereits in die Lüfte abhebten und winkten. "Schöne Weihnachten, allerseits."
"Die zwei Laternen lachen sich tot." grinste der Tiger und blaffte die Igel an. "Euch verspeise ich sicher nicht zum Frühstück." Zum Glück.
Und sie flogen einer wundervollen Weihnachtszeit entgegen.
Zwei Teufelchen
Die Weihnachtszeit hat angefangen, wir freuen uns auf romantische Abenteuer im kalten Wind mit erwärmenden Geschichten und viel kuscheligem Kerzenschein und ein paar leckersüssen Keksen dazu. Unser Adventskalender wartet schon mit den ersten zwei Törchen und wir freuen uns alle schon auf Weihnachten.
Edi und das rote Weihnachtsbuch liegen auf dem gugelländischen Tisch. "Oho," sagt er und Edi ist schon beleidigt. "Ja, was soll ich denn tun?" fragt die kleine gugelländische Ratte, ehrlich betrübt, denn mir hilft ja niemand." "Du musst nur das Buch aufschlagen und lesen!"
Edi liest, denn das kann er, denn er ist die gugelländische Leseratte. "Blablablabla, und dann geht es weiter.. blablablablablaha." Aber dem Eselchen Pedro, wird schon Angst und Bang. "Halt, stopp, das ist ja gefährlich!" Edi klappt sicherheitshalber das Weihnachtsbuch vorübergehend zu und guckt einmal rüber zum Adventskranz.
Hier ist man schon zu mehrt unterwegs. Die Saurier machen ihren ersten Adventskranz, die Papageien sind auch schon zu fünft am Werk und, ganz ehrlich, so richtig freut sich nur Edi am endgültigen Adventskranz. "Das hat eben Tradition, da kommen von Herzen die Kerzen und sonst lassen wir ihn dieses Jahr völlig cool. Ich weiss ja, dass immer alles überzuckert wird, und wir haben ja noch vier Wochen Zeit, ha ha."
Alle freuen sich, dass sie etwas zu tun haben. "Ja, stellt euch mal vor, die Adventszeit gibt es schon viele Jahre." Ahuii hat etwas im Internet gelesen. Sofort rauscht ihm Amanda über den Schnabel. "Ich glaube, es ist genug gesagt, wir feiern heute den ersten Advent, alle zusammen, okay?" Der gugelländische Himmel, Edi und Männi nicken. Und der Babbo Natale übt schon mal eine Runde. "Wir sehen uns am 24. wieder." sagt er und rauscht ab.
"Wir müssen aber noch eine Weihnachtsgeschichte finden, in diesem Buch." "Ja aber alle sind so religiös und überdurchschnittlich sittsam, tut mir leid" Edi wirft den Kopf zurück und schüttelt ihn, als hätte er vergiftete Pflaumen gegessen. "Hust, hust, wir machen einfach, was wir können, okay?"
"Jaaa!" finden alle und Edi saust zu Männi, und dieser gibt dem Babbo Natale grünes Licht für alles Weitere.
"Wir lieben Weihnachten, aber wir lieben Weihnachten, auch wenn sie vorbei sind." Alles gut, Babbo Natale?
"Ja, klar. dann fahr ich mal eine Runde bis Weihnachten!"
Tschühüs. Und nun Platz für Edi.
Edi hat den Auftrag bekommen. "Sei eine freche Maus und spiele das Stück, das du gelesen hast, mit Männi und den anderen Drei." Aber Edi muss erst einmal gründlich überlegen. "Ja, was habe ich denn gelesen? Das war ja schlimm, da sind zwei Teufelchen zum Schluss Engelchen geworden, konnten nicht mehr zurück nach Hause, ach herrjeh, ich habe die Geschichte wohl nicht richtig verstanden." "Los Edi, geh, hol deinen Kumpanen, den Männi, wir warten, bis ihr uns auf der Erde besuchen kommt."
"Und was macht ihr in der Zwischenzeit in den Nüssen?" fragt Edi etwas gereizt, aber die drei knabbern und knacken weiter. "Tschüs Edi, bis später." Na schön. Edi guckt sich noch einmal die ganze Geschichte an. "Es geht um zwei Teufelchen, die ziemlich ungehorsam sind." "Hallo, da bin ich." sagt der zweite Teufel und zusammen sind sie gleich doppelt so stark. Und ungehorsam. Hi hi.
Was man unter einem ungehorsamen Teufelchen versteht, ist dehnbar. Es könnte ja fast ein Engelchen sein, hi hi. Edi und Männi durchsausen den gugelländischen Weinkeller, rutschen über die geschwungenen Geländer, lachen in jedes Loch und kriechen durch jede Lücke, kreischen vor Freude und jauchzen vor Grusel und langatmigen Ritten über Schwellen und Rutschen, von denen es nur in Weinkellern so viele hat.
Sie fallen und lallen, wackeln und dackeln in einem Rausch von Tausch und Flausch bis sie müde und erschöpft irgendwo hängen und sich durch die Ösen zwängen. "Bist du noch da, Edi?" "Ja, hi hi, mir gefällt es hier! Aber wir müssen auf der Erde zu Engeln werden, sagt das Drehbuch." seufzt Edi und ist ein bisschen traurig. Doch da sieht er einen Schatten... und huiii... geht es wieder los. Die zwei albern stundenlang im Weinkeller herum, während draussen die Sonne scheint.
Doch dann finden sie endlich den Ausgang. Sie albern noch eine Zeit lang im Brombeergestrüpp herum. "Da, guck mal, da müssen wir hin." sagt Edi. Aber Männi möchte nicht mit. "Wir bleiben hier, mir gefällt alles, ich möchte nicht von hier weg." Aber Edi hat die Nase vorn. "Doch, wir müssen wissen, was da oben so los ist, komm, lass uns auf der Erde ein bisschen herum schnuppern. Komm."
Ein Teufelchen sieht ja wahrscheinlich auf der Erde gleich aus wie in der Hölle. Aber die gugelländische Palme schüttelt ihre Blätter. "Nein, das könnt ihr nicht bringen. Teufel müssen Hörner haben, sonst sind es keine Teufel. Edi schluckt, "naja, dann wäre ja jeder, der Hörner hat, ein Teufel?"
Aber sie gehorchen und haben flux jeder ein paar Hörner auf dem Kopf. "Autsch, das sind Wäscheklammern, die tun weh."
"Aber jetzt sind wir Teufel, richtige, du einer und ich einer, ha ha, ich fühle mich schon richtig teuflisch, was kann ich alles anstellen, damit man sieht, dass ich ein Teufel geworden bin?" Bei Edi haben die Wäscheklammern ihren Sinn getan, er kann sich fast nicht mehr halten, vor lauter teuflischen Aktivitäten, während Männi noch mit den Ohren wackelt und sich nicht ganz so sicher ist. "Also, ich weiss, nicht."
Aber die Welt ruft. "Ich, kleiner Männiteufel möchte gerne die Welt da oben sehen." "Aber das dürfen wir nicht, vor allem nicht zur Weihnachtszeit, Männi, das hat uns die Grossmutter verboten." "Ach quatsch, ich geh rauf, kommst du mit?"
Wen interessiert schon, was die Grossmutter alles verboten hat. Männi und Edi erhaschen einen Blick vom weihnachtlichen Gugellandia. "Ist nicht gerade viel anders, als bei uns" grinst Männi und Edi gibt ihm einen Schubs, damit er den Text nicht verliert. "Ach, ja, ha, wir sind die zwei kleinen Teufelchen aus der Tiefe." Aber da kommt schon eine dicke Nebelwand aus dem Tal und stopft den zwei Tunichtguten das Maul.
"Ich bin sicher gewesen, dass die Geschichte noch weiter geht." mault Edi und Männi klopft ihm auf den Pelz. "Geht sie auch, aber anders." Es nähern sich die Erdlinge, zwei Maulwürfe und ein Opossum. "Das lässt ja tief blicken." amüsiert sich Edi und reisst die Schnauze auf." Aber da kuscheln sich die Erdlinge zusammen und wollen nichts mehr von den gugelländischen Teufelchen wissen.
"Was haben wir falsch gemacht?" fragen sich die beiden. Aber da brummt schon der Schlitten vom Babbo Natale um die Palme. "Ihr habt vergessen, dass die Weihnachtszeit begonnen hat. Da sind wir alle brav und keiner tut etwas dem anderen."
Die zwei Kriegsbrüder begraben ihre Beile und zersausen sich in Eile.
Vielleicht gibt es ja bei euch auch schon Weihnachtsbäckerei zu naschen. Viel Spass
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