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Dezember 2025
Fröhliche Weihnachten
Gucken wir doch erst einmal zwölf Weihnachten an, die wir schon zusammen verbracht haben. Von der echten Tanne ist nicht mehr viel übrig geblieben, so dass wir nun auch auf stabileres Gerät zurückgegriffen haben. Aber er hat noch nicht einmal einen Namen, unser Toni, der Weihnachtsbaum. Seit ein paar Jahren schon ersetzt er uns die Tannen und blinzelt tapfer im Nieselregen in der Goldenglöckchenzeit mit den nicht echten Tannzapfenaugen um sich und erfreut uns einfach durch sein grünes Grün und die Tatsache, dass er da ist.
Was meint man nicht alles, was man machen muss, damit die Weihnachtszeit eine schöne werde, was hebt man nicht alles aus der Taufe, aus dem Geldbeutel und wie zufrieden ist man dann doch, wenn die schönen Weihnachten endlich vorbei sind und ein noch nigelnagel neues Jahr vor dem Tore steht und sich ankündigt mit Prosit und Trara, dabei weiss man ja, man wird nur älter und nicht besser, oder doch?
Peso, unser Umweltminister, hat sein Amt schon lange hingeschmissen, und die Welt ist trotzdem noch nicht untergegangen. Die ganze Gugelfamily gibt es nun schon mehr als 11 Jahre. Wir feiern Weihnachten noch unter dem selben Himmel mit den selben Tieren im selben Klang, wenn das Christkind vorbeifliegt und uns nur kurz zuzwinkert, es hat halt viel zu tun. Dann werden wir alle ganz sentimental und rücken etwas enger zusammen, feuern den Ofen an und schauen verliebt in den blauen Himmel, wenn er sich zwischendurch mal öffnet. Aber dieses Jahr ist alles anders. Edi ist am Verzweifeln.
"Wir müssen einen Schneemann bauen, sonst kommt der Winter nicht mehr nach Gugellandia." seufzt Edi. Aber Männi und Otto sehen das noch nicht als Tragödie an. "Ist doch nicht schlimm, wenn wir keinen Winter haben, dann sparen wir viel Holz." Aber Edi ist nicht dieser Meinung. "Nein, es regnet und ist einfach kalt und unfreundlich, das ist alles." So entschliessen sich die Drei, einen Schneemann zu bauen, ohne Schnee, einfach so. Man hat ihre ersten Versuche in den letzten News ja gesehen. Sie waren nicht von Erfolg gekrönt. Aber jetzt scheint es zu klappen.
Er hat auch sofort, mit der Sonnenbrille, einen Namen bekommen. Schtoni. Es ist ein guter Name, auch ein schlimmer, einfach ein toniger Name, man musste auch nicht lange überlegen, als man ihm das erstemal mit der Brille und dem Hut sah, wusste es sogar die Rübe in seinem Gesicht. "Ich gehöre zu Schtoni." Aber jetzt gilt es, seine Haut zu retten, denn es fängt fürchterlich zu regnen an. "Tschüs Schtoni, schöne Weihnachten."
Wer aus Plüsch ist und den Winter lieber in der warmen Stube verbringt, macht jetzt Beine und saust in Richtung Haus, wo es drinnen schon weihnachtlich duftet und tönt. Der Schtoni ist nicht enttäuscht. "Ich kenne doch meine Pappenheimer, ho ho." grinst er und lässt sich erst einmal ein paar Stunden verregnen. In der Stube herrscht enorme Aufregung, obwohl nur drei Tiere anwesend sind."
"Wir müssen es weihnachtlich machen, alle auf ihre Posten, bitte, Leute." ruft Edi und fegt zwischen Sternen und Krippenfiguren herum wie ein Irrwisch. Die Kamele sind die Folgsamsten und kommen in Einerkolonne daher. "Stellt euch da hinten auf, einer nach dem andern, bitte." Aber da erscheint auch Tschingel, der kleine Weihnachtsbaum aus dem Dunkel. "Ich finde nicht gut, wenn die Kamele kommen, wir benötigen doch die Könige und dann die Maria und so. "Was bist du, dass du einfach so kommst und reinquatschst?" schimpft Edi und ruft nach Männi und Otto, die aber bereits in andere, weihnachtliche Gespräche vertieft sind.
Edi fragt nun Esel und Kühe nach ihrer Meinung. "Wir sind hier schliesslich in Gugellandia, da darf jeder seine Meinung sagen und nicht jeder dahergelaufene Tannenbaum kann einfach dreinschnorren." Aber er hört bereits im Hintergrund, wie der kleine Tannenbaum Befehle gibt. Männi kommt beschwichtigend hinzu und sagt zu Edi: "Mach doch nicht so einen Terror, Edi, ohne Tannenbaum keine Weihnachten." Edi schluckt seinen Ärger runter aber er denkt. "Was sage ich all den Hirten, wie kriege ich das Weihnachtskind wieder in die Krippe, wenn mir so ein dahergelaufener Tannenbaum einfach dreinschnorrt?"
Aber inzwischen sind alle am Schwatzen. "Wer bist denn du?" Edi hat eine kniende Gestalt entdeckt, die so jammert, als wäre sie ein Bettler und bittet um ein Stück Brot. Im Hintergrund gucken sogar schon kleine Waschbären und Wuwatis gegen den Himmel, als würden sie für ihn um Brot betteln. Edi ist nicht so bewandert in der Weihnachtsgeschichte, aber er hat Mitleid mit dem armen Bettler. "Ich gebe dir alles, was du möchtest." verspricht er und schon kommen von hinten alle anderen Figuren angestapft.
Am schlimmsten treibt es ein kleiner Kanarienvogel mit Edi. "Ich komme von weit her geflogen, um das Christkind zu sehen, und was sehe ich? Nur Ratten und Enten und blöde Krippenfiguren, ich bin enttäuscht." Aber jetzt hat sich auch der Nussknacker geoutet und zum Rechten gesorgt. "Leute, seid brav, es ist schliesslich Weihnachten. Und nun tauchen auch Maria und Josef endlich auf und behüten frohgemut ihr kleines Kind in der Krippe.
Edi, Männi und Otto sind überglücklich, dass das Christkind doch noch zu Weihnachten gefunden hat und während Otto bereits zu angehenden Silvesterrhytmen hüpft, schaut Edi euch noch einmal tief ins Herz und wünscht von ganzer Seele ein ganz ganz frohes Fest.
Schneemann
"In einer Woche ist Weihnachten, Leute, fühlt ihr das nicht?" Edi fragt seine Freunde Männi und Otto auf einem Erkundungsspaziergang über die gugelländische Wiese vor dem Haus. Zufällig kommen ihnen gerade die drei weiblichen Schöpferimpulse entgegen. Miezi, Laura und Tationa machen einen Spaziergang, um sich einerseits zu stärken, und andererseits nicht ohne Hintergedanken, den verschiedenen faulen Tieren auf Gugellandia ein bisschen den Marsch zu blasen, damit sie merken, dass Weihnachten vor der Türe steht, und man etwas machen müsste.
Man trifft sich unter dem bereits aufgestellten, ungeschmückten Tannenbaum und tauscht ein bisschen Höflichkeiten aus. "Hallo, wie gehts?" "Gut gut, und euch so?" grinst die Gegenseite und Otto plappert versehentlich noch aus: "Ihr solltet euch überlegen, wie wir einen Schneemann bauen können, wenn es nie schneit." "Sei still, Otto." "Psssst!"
Aber Miezi hat es nicht mit Otto. Sie entdeckt gerade ein Wuwati im Tannenbaum. "Was macht der denn da oben?" fragt sie in die Runde. Dazu muss man wissen, dass Wuwatis immerschon recht neidisch auf die gugelländischen Plüschtiere waren und ihnen immer wieder eins auswischen wollen. Aber, das was jetzt im Tannenbaum hängt, ist das letzte Wuwati, und deshalb darf es auch alles. Laura verkriecht sich schon mal im Efeu und stammelt: "Ich komme erst wieder raus, wenn es weg ist."
Aber das Wuwati findet es richtig bequem, mitten in diesem stacheligen Geäst zu sitzen, nur um ihnen eins auszuwischen. "Typisch, typisch, einfach nicht hingucken und keine Notiz nehmen." schlägt Tante Loredana vor, die gerade zur Küche herauskommt, und die Kürbisse begutachtet. "Ich weiss nicht, was machen, ihr könnt die Kürbisse natürlich schon brauchen, wenn ihr wollt, ich weiss gar nicht mehr wohin, vor lauter Kürbissen." Aber Edi beguckt sich nur die Grösse der Kürbisse. "Nein, ich denke, wir brauchen etwas grösseres, wir wollen einen Schneemann bauen."
Tante Lori`s Argumente fallen auf kein wirksames Fundament. "Nein, ich glaube nicht, dass wir die Kürbisse wirklich in einen Schneemann verwandeln könnten, auch wenn sie die Form hätten." Vor allem Otto ist nicht einverstanden. "Wir können doch ein Männchen bauen, das grösser ist als wir und viel gefährlicher aussieht. Anstatt Schnee nehmen wir Karton und überziehen den einfach mit schneeweissen Tüchern, ganz einfach."
Da sich dies wirklich so einfach anhört, rennen alle los, um die Zutaten zu beschaffen. Edi und Otto wühlen in der Kleiderkammer nach weissen Stoffen, Männi sucht nach Formen und Formaten bei den Mistsäcken und baut Rundungen aus Karton. Man ist Feuer und Flamme, und es ist so warm wie im Sommer, aber eben. Wer hat schon mal einen Schneemann im Sommer gebaut? Edi kommt mit der weissen Spraydose angerannt. "Das ist weiss, tiefstes Schneeweiss." Aber als er nach langem Hüpfen mit der Flasche endlich sprüht, kommt immer noch nicht richtiges Weiss heraus.
Aber Otto gefällt es. "Ist doch fast weiss, grau ist auch nicht schwarz und das merkt doch keiner." Aber da ist Otto der einzige, dem es gefällt. Männi seinerseits steckt mitten im Schlamassel. "Überall weisse Tücher, weisse Mistsäcke, aber keine Ordnung für Schneemänner. Was mach ich bloss?" Und er wühlt im Chaos herum, und dieses wird immer grösser.
Inzwischen hat Edi im Gras seinen weissen Plunder ausgebreitet und wuschelt darin herum wie eine Ratte im Reishaufen. Als er dann endlich wieder bei Männi erscheint, hat dieser die berühmte Rübe vom Schneemann in den Pfoten. "Wo sollen wir sie nur feststecken, wenn wir nicht einmal wissen, wo der Kopf ist und überhaupt?" "Also, der Kopf ist oben." säuselt nun Otto, die Ente und ist - wusch - schon wieder in den weissen Laken verschwunden. "Gefällt mir." jappst es hier und da zwischendurch, man weiss nie genau, wo sich Otto befindet.
"Du musst ihm sagen, dass er nicht mehr mitspielt, wenn er blöd tut." "Du meinst er darf nicht mehr mitbauen, wenn es ihm gefällt?" "Naja, so ähnlich." Die drei Tiere wuseln im Sonnenschein herum und Otto gefällt es am besten. Er stürzt sich hinein in die weisse Pracht, wuselt und verschwindet. "Halte ihn auf, Edi!" ruft nun Männi, aber Edi ist auch schon verschwunden. "Schöne Schau!"
Jeder möchte, dass alles gut ausgeht, in Gugellandia. Und da ist Edi einer der Wichtigsten, er sucht verzweifelt nach Weihnachtsgedöhns, nach Stimmung und er findet auch den Eingang zum gugelländischen Stall auf Anhieb. "Da drin sind die ganzen Sachen, ich hab es gewusst!" Und was findet Edi? Er kommt an vielen Gestellen vorbei. Alles Kisten und Schachteln. Alles zu und verschlossen. Aber dann findet er doch ein bisschen Weihnachtskram. Aber nicht etwa glänzend und wunderschön, sondern vergraben und verstaubt. "Warum macht sich denn niemand etwas aus Weihnachten?" schluckt er und hüpft auf einen Packen Schneebälle.
"Ich brauche ja einen Hut für unseren Schneemann." fällt ihm plötzlich wieder ein und er saust in den oberen Stock, wo viele gugelländische Tiere hausen und auch der Oberhutbeauftragte sein Wesen treibt. "Ich habe nur Hüte für Menschen oder solches Getier." "Ja," seufzt Edi, "ich bräuchte genau so etwas für einen Schneemann, am besten ein schwarzer Zylinder oder so." Man sucht und findet. Aber Edi ist schon wieder unterwegs und freut sich, alle anderen zu begrüssen. "Hallo, hallo, ich bin Edi und nur auf der Durchlaufspur."
Aber die ganzen Gestelle von Gugellandia hüpfen vor Freude, als sie Edi sehen."Viel Glück, Edi!" "Alles Gute, Kleiner!" Er fühlt sich eingelullt von all den guten Wünschen und rennt mit seinem Hut - wie eine Maus - quer über den Acker. Das Wuwati blickt kurz hoch, dreht sich dann aber um die eigene Achse und kuschelt sich wieder ein. "Ich habe es geschafft, ich bin wieder hier!" keucht Edi und Männi ist erfreut. "Nur, unser Otto hat auch die Fliege gemacht, ich habe keine Ahnung, wo wir ihn finden könnten."
Ja, so ist das eben, mit kleinen Tieren. Sie finden dann aber Otto zum Glück in einem ganzen Haufen weissen Stoffes, den sie ja vorbereitet haben, um damit einen Schneemann zu bauen. "Leute, wie weit sind wir mit unserem Schneemann. Da ist doch die Nase das Wichtigste." findet Männi, und auch die anderen Zwei gucken die wunderschöne Rübe an. "Aber wie stecken wir sie dem Kopf in den Allerwertesten?"Alle überlegen, Männi hat schon Fragezeichen in den Augen, aber Otto klappert mit dem Schnabel. "Ich habs."
Was Otto genau vorhat, wollen wir heute nicht breit trampen, aber die Idee ist an und für sich nicht schlecht. nur weiss am Schluss niemand mehr wo oben und unten an dem ganzen Kopf ist. Und ob es überhaupt ein Kopf war, so gross... naja, das wissen sie auch noch nicht. Aber sie freuen sich auf Weihnachten, und bis dahin muss der Schneemann stehen.
Otto baut und baut. Man muss ihm seine Entenerfahrung einfach verzeihen, er hat es nicht böse gemeint. Aber es ist einfach so, wie es ist.
Die ganze Squadra tapst leicht vernichtend zu den bereitgestellten Mistsäcken. Aber die Mistsäcke sind heute die Könige.
Staun.
Die Sonne ist schon am Untergehen. Vom efeuüberwachsenen Fass aus gucken einige noch auf das Spektakel. Tante Lori, Miezi, Tationa und ihre Tante Laura verfolgen das sich entspannende Geschehen gebannt und mit leichtem Tränenanschlag in den Augenwinkeln. "Sie können es nicht." seufzt Miezi. "Oh, das wird aber ein toller Schneemann." findet Tationa, und während sich die zwei weissen Säcke unten im Gras noch streiten, wer nun auf wen drauf hüpfen soll, sind Edi und Männi mit Otto auch schon auf dem Weg
"Es muss wie immer ein Wunder geschehen!" seufzt Edi und guckt sich die gemachte Schau an. "Nichts, es ist kein Schneemann, warum können die blöden Säcke auch nicht miteinander reden!" Edi hat recht. Die Säcke können zwar schon miteinander reden, aber sie sind sich dermassen uneinig, wer zu oberst und wer zuunterst sein muss. "Ich, ist doch klar," sagt der dickere Sack, "ich bin der grössere, und der ist oben." "Falsch," findet der kleinere Sack. "Ich gehöre nach oben, dann musst du weniger stemmen." Und sie streiten sich und fallen immer wieder zusammen.
"Das braucht eben Zeit." findet nun auch der gugelländische Professor. "Ich kann euch sagen, dass ihr schon im Morgengrauen triefen werdet und vielleicht im nicht anwesenden Abendrot weiss durch die gugelländische Steppe leuchtet, aber garantieren kann ich nichts. Es ist einfacher, richtigen Schnee zu fotografieren als einen Humpen Leintücher, ha ha.
Und nun warten wir einfach einmal auf Morgen.
Jeder kriegt, was er verdient.
Weihnachten liegt in der Luft. Der Mond scheint noch blass am Morgenhimmel und unsere Weihnachtstanten sind übereifrig am denken, bauen und basteln. "Im Kürbissonnenschein kommt so überhaupt keine Weihnachtsstimmung auf." findet Laura und Hefe hilft ihr trotzdem einen neuen Weihnachtsschlitten zu bauen. Der Alte ist nicht etwa kaputt, aber den braucht der Babbo Natale selber, und wenn die Damen jetzt noch etwas Weihnachtliches benötigen, dann müssen sie es eben selber basteln. "Ja, so geht es mir immer. Jedes Jahr." seufzt Laura und weiss nicht einmal mehr, was sie letztes Jahr alles gebaut hat.
Im Wald wartet bereits Wally auf ihren Besuch. "Es müsste eigentlich Beni sein, der war schon einmal hier, also verfehlen kann ich ihn nicht. Aber wo ist er bloss?" - "Hier bin ich, Wally, hier unten." tönt es plötzlich. Wally ist entzückt und überglücklich. "Ah, da bist du. Ich hatte schon Angst, du hättest dich im Wald verirrt." "Ja, das habe ich auch, er sieht an allen Ecken ganz genau gleich aus." Wally muss lachen.
"Das dauert nur so lange, bis du ihn kennst. Es geht nämlich immer auf einer Seite hinunter ins Tal und auf der anderen hinauf nach Gugellandia." "Also kann man sich überhaupt nicht verirren?" freut sich Beni und bestaunt die Kutsche, die Wally für ihn bereit hält. "Einsteigen bitte, wir machen eine kleine Tour durch den gugelländischen Wald." Beni steigt fröhlich ein. "Da bin ich aber gespannt, was ich alles zu sehen kriege." Wally beisst sich auf die Zunge und denkt sich ihren Teil. "Naja, viel wird es ja wahrscheinlich nicht werden, ein paar Bäume vielleicht."
Schon kurz nach dem Start treffen sie zwei aufgeregte Rehe. "Unser Pünktchen ist verschwunden, Es gibt viele weisse Tiger im Wald, wir machen uns Sorgen." Ja, da machen sich nun auch Beni und Wally ihre Gedanken. "Verschwunden, in einem so grossen Wald?" Das konnte vieles bedeuten. "Früher hiess es, man kam nie wieder?" seufzt Wally. "Und heute?" will Beni wissen. "Da bedeutet es genau dasselbe, seufz." Alle sind betrübt, aber Wally und Beni versprechen: "Wir werden suchen, und den kleinen Ausreisser finden."
Die Reheltern schöpfen Hoffnung und freuen sich. Aber der Wald ist im Winter noch unheimlicher als im Sommer, und einjeder möchte am Liebsten in seine Höhle kriechen und nie mehr hervorkommen, so lange die Sonne nur hinter den Wolken schmunzelt. "Können wir überhaupt noch hoffen?" Wally und Beni haben sich selber zum gugelländischen Rettungsteam erkoren und starten voller Enthusiasmus in das höckrige Land mit schiefen Bäumen und nebliger Aussicht.
"Ich hoffe ja so sehr, dass sie Pünktchen finden werden." seufzt der Rehvater und die zwei Retter sind auch schon unterwegs. Aber sie haben nicht viel Gutes im Auge. "Ich habe einen Tiger gesehen, halt, warte." "Es war ein kleiner Tiger. kaum grösser als ein Laubblatt." "Na dann," grinst Wally und fegt voran, immer durch das Laub im Höllenflug.
"Ich habe das Gefühl, es kommt noch dicke." Sie saust mit ihrem Schlitten durch das Unterholz. Man bekommt schon eine leise Ahnung von dem ganzen Unheil, als man einen weissen Schatten über das Laub huschen sieht. "Mach dir keine Sorgen, Beni, ich habe alles im Griff." Beni ist auch nicht gerade der, der sich vor lauter Sorgen in die Hose macht....
"Ich wollte euch nur warnen." ruft der Rehvater von oben. Aber es ist bereits zu spät. Wer flatscht denn da hinter einem frischen Reh her? Alle sind ganz angespannt. "Wer ist das?" "Ein Bösewicht?" Sogar die Pflanzen halten den Atem an. Aber es ist ja nichts. "Wir haben uns nur eingebildet, es wäre jemand hinter uns her."
Da lachen sogar die Igel, ja die ganzen Familien. "Es ist doch gar niemand hinter uns her!" Und wenn niemand hinter einem her ist, was macht man da? Genau, man streckt die Füsse aus und freut sich. Dies tun gerade unsere Igel mit Kindern und Kindeskindern. Aber es liegt eben doch noch etwas in der Luft.
"Komm, wir gehen." "Nein, geht bitte nicht, es bahnt sich Unheil an." "Riesenunheil!" Wie unschuldig ein Stück Wald doch scheinen mag. Wie sonnig es sich anfühlt. Aber in Wirklichkeit hat alles eine andere Bedeutung. "Ihr müsst die Kidnäpper schnappen!" ruft das kleine Rehlein Pünktchen und rennt, so schnell es kann. Aber es hat sich schon alles aufgeklärt.
"Wir haben Pünktchen wieder!" freut sich der Vater. Und die Mutter weint nur noch vor Freude. Aber was machen denn inzwischen unsere Helden?
Die Sonne scheint noch und es raschelt.
Sie sind unterwegs, das Laub zischt empor, die Blätter fliegen und die zwei sind voller Tatendrang. Aber plötzlich haben sie einen Punkt erreicht, da kommt die Wintersonne nicht mehr hin. Es ist kühl und fast schon kalt. Und es faucht von allen Seiten. "Wir sind hier irgendwie in ein fremdes Gebiet eingedrungen." stottert Wally und federt sich den Schweiss von der Stirn. Es faucht aus allen Ecken. Beni hat zwar keine Angst, aber er überlegt sich nun doch, wie man aus dieser Misere am besten wieder herauskäme. "Flieg einfach davon, Wally!"
Aber da nähert sich schon ein weisser Tiger aus dem Gebüsch. Und hinter ihm ein noch grösserer. Und als ob das nicht genug wäre, es kommen noch viele weisse Tiger aus dem Unterholz und wollen unsere zwei Helden natürlich fressen, was denn sonst? Aber nun steigt auch Beni aus dem Wagen und rennt der Wally zu Hilfe. "Wenn ihr uns fresst, habt ihr nur zwei Minuten länger zu leben, denn wir sind aus Gugellandia, und wir wissen, wie lange zwei Minuten sind. Die Tiger bleiben abruppt stehen. "Ihr wisst was?"
"Zwei Minuten können sehr lange sein." "Ja, aber im Vergleich zu einem ganzen Leben eine sehr kurze Zeit." Der grösste Tiger verschluckt sich und stolpert. "Was haben die gesagt?" Aber in der Zwischenzeit haben sie sich wieder aufgerappelt und preschen von dannen. Der gestürzte Tiger muss sich besinnen. "Stimmt. Ich stehe wieder auf und fange euch."
Wally zieht den Schlitten an und gibt sich alle Mühe, zu entkommen, aber sie geben schon bald auf. "Es hat keinen Sinn. Sie sind stärker und mehr." seufzt Wally ganz traurig. Aber Beni findet. "Aber guck doch mal, sie sind doch ganz niedlich, wenn sie so einer hinter dem anderen stehen!"
Und das stimmte. Alle weissen Tiger standen nun plötzlich in einer Reihe und waren quasi bereit zum Abflug über die ganze Weihnachtslandschaft von Gugellandia.
Die weissen Tiger stellten sich auf und strahlten plötzlich wie die Sterne. Da konnten nun Wally und Beni auch nicht mehr anders. Sie performten sich. "Ja ha ha was für ein Wort" grinsten sie noch, als sie bereits in die Lüfte abhebten und winkten. "Schöne Weihnachten, allerseits."
"Die zwei Laternen lachen sich tot." grinste der Tiger und blaffte die Igel an. "Euch verspeise ich sicher nicht zum Frühstück." Zum Glück.
Und sie flogen einer wundervollen Weihnachtszeit entgegen.
Zwei Teufelchen
Die Weihnachtszeit hat angefangen, wir freuen uns auf romantische Abenteuer im kalten Wind mit erwärmenden Geschichten und viel kuscheligem Kerzenschein und ein paar leckersüssen Keksen dazu. Unser Adventskalender wartet schon mit den ersten zwei Törchen und wir freuen uns alle schon auf Weihnachten.
Edi und das rote Weihnachtsbuch liegen auf dem gugelländischen Tisch. "Oho," sagt er und Edi ist schon beleidigt. "Ja, was soll ich denn tun?" fragt die kleine gugelländische Ratte, ehrlich betrübt, denn mir hilft ja niemand." "Du musst nur das Buch aufschlagen und lesen!"
Edi liest, denn das kann er, denn er ist die gugelländische Leseratte. "Blablablabla, und dann geht es weiter.. blablablablablaha." Aber dem Eselchen Pedro, wird schon Angst und Bang. "Halt, stopp, das ist ja gefährlich!" Edi klappt sicherheitshalber das Weihnachtsbuch vorübergehend zu und guckt einmal rüber zum Adventskranz.
Hier ist man schon zu mehrt unterwegs. Die Saurier machen ihren ersten Adventskranz, die Papageien sind auch schon zu fünft am Werk und, ganz ehrlich, so richtig freut sich nur Edi am endgültigen Adventskranz. "Das hat eben Tradition, da kommen von Herzen die Kerzen und sonst lassen wir ihn dieses Jahr völlig cool. Ich weiss ja, dass immer alles überzuckert wird, und wir haben ja noch vier Wochen Zeit, ha ha."
Alle freuen sich, dass sie etwas zu tun haben. "Ja, stellt euch mal vor, die Adventszeit gibt es schon viele Jahre." Ahuii hat etwas im Internet gelesen. Sofort rauscht ihm Amanda über den Schnabel. "Ich glaube, es ist genug gesagt, wir feiern heute den ersten Advent, alle zusammen, okay?" Der gugelländische Himmel, Edi und Männi nicken. Und der Babbo Natale übt schon mal eine Runde. "Wir sehen uns am 24. wieder." sagt er und rauscht ab.
"Wir müssen aber noch eine Weihnachtsgeschichte finden, in diesem Buch." "Ja aber alle sind so religiös und überdurchschnittlich sittsam, tut mir leid" Edi wirft den Kopf zurück und schüttelt ihn, als hätte er vergiftete Pflaumen gegessen. "Hust, hust, wir machen einfach, was wir können, okay?"
"Jaaa!" finden alle und Edi saust zu Männi, und dieser gibt dem Babbo Natale grünes Licht für alles Weitere.
"Wir lieben Weihnachten, aber wir lieben Weihnachten, auch wenn sie vorbei sind." Alles gut, Babbo Natale?
"Ja, klar. dann fahr ich mal eine Runde bis Weihnachten!"
Tschühüs. Und nun Platz für Edi.
Edi hat den Auftrag bekommen. "Sei eine freche Maus und spiele das Stück, das du gelesen hast, mit Männi und den anderen Drei." Aber Edi muss erst einmal gründlich überlegen. "Ja, was habe ich denn gelesen? Das war ja schlimm, da sind zwei Teufelchen zum Schluss Engelchen geworden, konnten nicht mehr zurück nach Hause, ach herrjeh, ich habe die Geschichte wohl nicht richtig verstanden." "Los Edi, geh, hol deinen Kumpanen, den Männi, wir warten, bis ihr uns auf der Erde besuchen kommt."
"Und was macht ihr in der Zwischenzeit in den Nüssen?" fragt Edi etwas gereizt, aber die drei knabbern und knacken weiter. "Tschüs Edi, bis später." Na schön. Edi guckt sich noch einmal die ganze Geschichte an. "Es geht um zwei Teufelchen, die ziemlich ungehorsam sind." "Hallo, da bin ich." sagt der zweite Teufel und zusammen sind sie gleich doppelt so stark. Und ungehorsam. Hi hi.
Was man unter einem ungehorsamen Teufelchen versteht, ist dehnbar. Es könnte ja fast ein Engelchen sein, hi hi. Edi und Männi durchsausen den gugelländischen Weinkeller, rutschen über die geschwungenen Geländer, lachen in jedes Loch und kriechen durch jede Lücke, kreischen vor Freude und jauchzen vor Grusel und langatmigen Ritten über Schwellen und Rutschen, von denen es nur in Weinkellern so viele hat.
Sie fallen und lallen, wackeln und dackeln in einem Rausch von Tausch und Flausch bis sie müde und erschöpft irgendwo hängen und sich durch die Ösen zwängen. "Bist du noch da, Edi?" "Ja, hi hi, mir gefällt es hier! Aber wir müssen auf der Erde zu Engeln werden, sagt das Drehbuch." seufzt Edi und ist ein bisschen traurig. Doch da sieht er einen Schatten... und huiii... geht es wieder los. Die zwei albern stundenlang im Weinkeller herum, während draussen die Sonne scheint.
Doch dann finden sie endlich den Ausgang. Sie albern noch eine Zeit lang im Brombeergestrüpp herum. "Da, guck mal, da müssen wir hin." sagt Edi. Aber Männi möchte nicht mit. "Wir bleiben hier, mir gefällt alles, ich möchte nicht von hier weg." Aber Edi hat die Nase vorn. "Doch, wir müssen wissen, was da oben so los ist, komm, lass uns auf der Erde ein bisschen herum schnuppern. Komm."
Ein Teufelchen sieht ja wahrscheinlich auf der Erde gleich aus wie in der Hölle. Aber die gugelländische Palme schüttelt ihre Blätter. "Nein, das könnt ihr nicht bringen. Teufel müssen Hörner haben, sonst sind es keine Teufel. Edi schluckt, "naja, dann wäre ja jeder, der Hörner hat, ein Teufel?"
Aber sie gehorchen und haben flux jeder ein paar Hörner auf dem Kopf. "Autsch, das sind Wäscheklammern, die tun weh."
"Aber jetzt sind wir Teufel, richtige, du einer und ich einer, ha ha, ich fühle mich schon richtig teuflisch, was kann ich alles anstellen, damit man sieht, dass ich ein Teufel geworden bin?" Bei Edi haben die Wäscheklammern ihren Sinn getan, er kann sich fast nicht mehr halten, vor lauter teuflischen Aktivitäten, während Männi noch mit den Ohren wackelt und sich nicht ganz so sicher ist. "Also, ich weiss, nicht."
Aber die Welt ruft. "Ich, kleiner Männiteufel möchte gerne die Welt da oben sehen." "Aber das dürfen wir nicht, vor allem nicht zur Weihnachtszeit, Männi, das hat uns die Grossmutter verboten." "Ach quatsch, ich geh rauf, kommst du mit?"
Wen interessiert schon, was die Grossmutter alles verboten hat. Männi und Edi erhaschen einen Blick vom weihnachtlichen Gugellandia. "Ist nicht gerade viel anders, als bei uns" grinst Männi und Edi gibt ihm einen Schubs, damit er den Text nicht verliert. "Ach, ja, ha, wir sind die zwei kleinen Teufelchen aus der Tiefe." Aber da kommt schon eine dicke Nebelwand aus dem Tal und stopft den zwei Tunichtguten das Maul.
"Ich bin sicher gewesen, dass die Geschichte noch weiter geht." mault Edi und Männi klopft ihm auf den Pelz. "Geht sie auch, aber anders." Es nähern sich die Erdlinge, zwei Maulwürfe und ein Opossum. "Das lässt ja tief blicken." amüsiert sich Edi und reisst die Schnauze auf." Aber da kuscheln sich die Erdlinge zusammen und wollen nichts mehr von den gugelländischen Teufelchen wissen.
"Was haben wir falsch gemacht?" fragen sich die beiden. Aber da brummt schon der Schlitten vom Babbo Natale um die Palme. "Ihr habt vergessen, dass die Weihnachtszeit begonnen hat. Da sind wir alle brav und keiner tut etwas dem anderen."
Die zwei Kriegsbrüder begraben ihre Beile und zersausen sich in Eile.
Vielleicht gibt es ja bei euch auch schon Weihnachtsbäckerei zu naschen. Viel Spass
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