News : Immer das Neuste aus Gugellandia

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April 2026





 
Däumelinchen II 
Das kleine Däumelinchen hat schon viel Unangenehmes erlebt. Jeder will sie nur ausnehmen und bescheissen. "Dafür bin ich nicht auf die Welt gekommen, ich möchte das Gute und das Schöne von dieser Erde kennen lernen, alles Wertvolle sammeln und dann weitergeben." denkt sich das kleine Naseweischen und stapft durch das letzte grüne Gras. Der Himmel ist noch blau, doch weht schon der Herbstwind das Däumelinchen in die Arme von einer alten, leicht blinden Feldmaus, die gerade ihre Einkäufe nach Hause trägt. "Wer bist denn du?" fragt die Feldmaus. Und Däumelinchen antwortet tapfer. "Ich bin ein verlassenes, verlorenes Findelkind, ich werde von allen nur benutzt und ausgeschlossen."
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Die alte Feldmaus hat Erbarmen. "Komm mit, ich kann dich bei mir daheim aufnehmen, ich habe Platz genug. Und vielleicht kannst du sogar zu guter Letzt meinen Nachbarn, den Maulwurf heiraten, der sucht nämlich schon lange vergebens eine Frau, komm nur mit, hier draussen wird es nun allmählich ziemlich kalt. In meinem Haus ist es gemütlich warm. Und Däumelinchen geht mutig mit der Feldmaus mit, sogar hinein ins dunkle Loch.
Dort bleibt sie nun den ganzen Winter über, denn draussen wird es nun wirklich zu frostig für so kleine Wesen.
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"Tut mir leid, aufräumen ist nicht so meins." entschuldigt sich Edi, ach nein, die Feldmaus und Gugela alias Däumelinchen lacht nur. "Ha ha, das ist nicht so schlimm, das ist doch Natur." Tatsächlich ist das Haus von der Feldmaus sehr geräumig, aber nicht gerade edel. Das wichtigste scheinen die Vorräte an Wein und Äpfeln zu sein. "Das ist meine Schlafkoje, da gehörst du nicht hin." verteidigt die Feldmaus eine alte Kartonschachtel. "Du kannst da drüben schlafen, in den Haselnüssen."
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Die Feldmaus meint es gut mit Däumelinchen, aber das kleine Wesen ist trotzdem schockiert. "Ich kann doch nicht in einer Nussschale schlafen. Die pieksen und sind hart, dann geben sie auch bei der kleinsten Bewegung nach und ich falle wieder einen Stock tiefer." Das sieht nun doch auch die Feldmaus ein. "Ich kann dir ja noch eine Decke bringen." Und draussen fallen schon die Schneeflocken.
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Die Feldmaus hat nun Däumelinchen endlich in den Schlaf gewiegt. "Das muss ich nun alles unbedingt dem Maulwurf erzählen." freut sie sich und trifft den Nachbarn gleich schon am Hauseingang. "Na, wie stehts wie gehts?" "Haha, gleichfalls, komm rein, ich halte den Wein schon bereit." Und zuerst stossen die zwei Nachbarn friedlich miteinander an. Aber dann erzählt die Feldmaus von ihrem Besuch, und der Maulwurf wird ganz aufgeregt.
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"Du meinst, du hättest da eine Frau für mich?" freut er sich. "Ja, das weiss ich nicht, aber es ist ein Weibchen." Der Maulwurf ist ganz durcheinander. "Lass mich sie sehen, dann weiss ich wenigstens, worauf ich mich freuen kann." Und die zwei Freunde, die Feldmaus und der Maulwurf, schreiten hin zu der Nusssammelstelle, in der das kleine Däumelinchen liegt und schläft, und sie sind sich einig. "Sie gehört dir, aber lass sie erst einmal erwachen und dich kennen lernen, oder findest du das anrüchig?"
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Der Maulwurf ist schockverliebt und kann sich ein Leben ohne Däumelinchen nicht mehr vorstellen. Er geht nach Hause in seinen dunklen Bunker und freut sich unsäglich auf ein Wesen, das er nicht kennt, aber das er lieben wird und ohne das es kein Leben mehr sein kann, und so weiter, ihr kennt ja alle Liebesschnulzen, aber... was passiert?
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Edi, die Feldmaus ahnt es, aber sie macht die Äuglein zu. Aber Däumelinchen entdeckt im langen dunklen Korridor des Mäusegartens eine vergessene Schwalbe. "Ist sie tot?" fährt es ihr durch den Kopf und sie krabbelt nach unten und merkt. "Sie atmet noch." Die arme Schwalbe hat womöglich den Abflug verpasst und jetzt müsste ich sie warm halten bis zum Frühling. Ha ha, das mache ich."
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Und das kleine Tierchen schiebt mit letzter Kraft einen Apfel zu dem fast toten Vogel und - siehe da - er ist plötzlich wieder lebendig, freut sich des Lebens und der Bekanntschaft mit Däumelinchen. Aber inzwischen ist Edi wieder aufgewacht, er stolpert zwar sein ganzes Outfit zusammen, damit er wieder in die Ränge kommt, aber schlussendlich kriegt er nichts mit von Vogel und Däumelinchen.
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"Ich habe da etwas gehört, das hat mir nicht gefallen, was war das, Däumelinchen?" "Was meinst du? ich habe mich hier herumgewurstelt, über und um die ganzen Bögen und vielleicht einmal gekreischt?"
"Na dann ist ja alles gut, Kleine."
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Am nächsten Tag sind sie beim Maulwurf eingeladen. Er hat sich ja bereits zutiefst für das Däumelinchen begeistert, aber oha, da kommt das kleine Wesen persönlich und.. wumm! "Ich will keinen Maulwurf heiraten, lieber gehe ich ins Kloster, ha ha." sagt Däumelinchen und verschwindet über das Brett nach draussen.
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Dort befindet sich aber die geheilte Schwalbe vor dem Abflug, sie traut sich noch nicht, den ersten Schritt zu machen. "Na los, mach schon, der Frühling ist wieder da." brüllt das kleine Waschbärchen dem Gigi nach. Aber oha, der Edi ist schon da.
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"Du lässt sie nun einfach eine Weile fliegen, bis du auch fliegst und dann, viel Vergnügen bei eueren weiteren Flügen." Die Feldmaus ist natürlich traurig, dass das Däumelinchen nicht ihren Maulwurffreund heiraten will, aber sie wünscht ihr trotzdem alles Glück dieser Erde.
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Und die Schwalbe erhebt sich mit Däumelinchen in die Lüfte. "Halt dich gut fest, jetzt fliegen wir in den Süden, dort ist es immer schön warm, und du musst nicht mehr unter der Erde überwintern." Däumelinchen hält sich gut fest, aber es ist doch ein abenteuerlicher Flug. Man muss den Kopf einziehen,  die Äuglein zumachen und dann doch wieder auf, vor Staunen, was es da von der Luft aus alles zu sehen gibt "Das ist herrlich, wunderschön und alles ist so klein da unten, so wie ich, warum kann das nicht immer so bleiben?"
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Aber die Schwalbe setzt schon zur Landung an. "Du bist jetzt im Süden, hier ist es das ganze Jahr schön warm, oder auch nicht, aber ich muss mich jetzt auf den Weg nach meinem Schwarm machen. Tut mir leid, aber ich glaube, hier bist du gut aufgehoben. Tschüs Däumelinchen, auf Wiedersehen!" Und die Schwalbe gibt dem Däumelinchen noch einen freundschaftlichen Kuss auf die Backe und verzieht sich ins Unterholz. "Aber wo sind wir denn hier?"
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Es ist das Elfenreich von Gugeli. Er ist schon viele Jahre ganz allein König der Elfen und sehnt sich nach einem gleich ähnlichem Wesen. Aber es kommen immer nur Heugümper, Schmalzdrosseln und Querflieger vorbei, er ist schon am Verzweifeln. "Ich werde mein Reich untergehen sehen." seufzt er verzweifelt in den Abendsonnenschein hinaus. Aber da hört er es flattern. "Da ist jemand gelandet, wer bist du?"
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"Ich bin Gugela aus Gugellandia, äh nein, natürlich nicht, ich bin Däumelinchen, und wer bist du, und warum hast du Flügel?" Der König ist so platt von Däumelinchens Erscheinen, dass er erst einmal den Staatsschneider kommen lässt, und ihm aufträgt, für das Däumelinchen Flügel zu erstellen. "Biitte mach schnell, ich glaube, sie wird die Flügel in Kürze brauchen." Aber Däumelinchen wundert sich nur noch.
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"Hier hast du ein paar Flügel, ich zeige dir, wie es geht, du bist so leicht, du musst nur zwei mal flattern, schon bist du oben auf dem höchsten Gipfel und dann lässt du die Flügel ausgebreitet und steuerst nach links und rechts. Und wenn du unten bist, geht das selbe wieder im gleichen Takt los.
"Das finde ich wundervoll, wie heisst du eigentlich? "Ich bin der König aber das ist völlig wurscht, denn du bist jetzt meine Königin."
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Naja, dann wollen wir mal das junge Glück nicht weiter stören. Hi hi.

 
Däumelinchen
Edi und Miezi streifen durch die Gänseblümchenwiese und sind ganz verzaubert vom Duft der Eschen und dem leuchtenden Grün überall. "Wir könnten jetzt endlich einmal das Däumelinchen aufführen." meint Edi. "Es braucht Blumen und bunte Farben für so ein Märchen." Miezi ist ganz begeistert von der Idee und ruft sofort alles herbei, was bunt und kein Hase ist. "Kennst du denn die ganze Geschichte, Edi?" fragt sie, und Edi hüpft einfach voller Begeisterung weiter durch das hohe Gras, und sucht Statisten zusammen.
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"Wir benötigen keine Frösche, wir brauchen Maulwürfe!" schreit er fälschlicherweise aus Leibeskräften. Die Maulwürfe machen sich schon parat. "Du meinst auch, du bist etwas Besseres, Mauli, du hast ja noch die Zwergenkluft an.""Ach, ja? Habe ich gar nicht gemerkt, aber dann erkennt mich ja wieder der Grünling und schickt mich mit der Hacke aufs Feld ." Auch Gugel und Hefe suchen nach dem Däumelinchen. Wir haben ja Gugeli und Gugela, die würden hervorragende Schauspieler sein. Aber Gugeli hält den allgemeinen Ansichten nicht stand. "Er ist zu wenig weiblich und zu dick für die Hauptrolle." findet man, und der Kleine ist sehr enttäuscht.
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Mauli und Bauli streiten sich noch, wer die Gartenarbeit und wer die Maulwurfsrolle übernehmen soll. Festa übt mit den zwei kleinen Waschbärchen das Fliegen vor dem Spiegel. "Ihr müsst euch schon anstrengen, denn das ist die Hauptrolle." "Aber ich kann doch überhaupt nicht fliegen, warum muss ich denn fliegen können, wenn das in meiner Rolle gar nicht vorkommt?" "Du solltest das Drehbuch lesen, Fräulein." schnauzt Festa und holt sich Verstärkung.
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"Kennt ihr überhaupt das Märchen vom Däumelinchen?"  Da es sich scheinbar um ein Mädchen handelt, fällt die Wahl auf Gugela, die sich sofort mit einem roten Band einkleidet und die Nase etwas höher trägt. Festa tröstet den kleinen Gugeli und besänftigt ihn mit den Worten. "Du darfst dann am Schluss den Prinzen spielen." Auch die ganze Papageienschar ist enttäuscht. Die Wahl der Schwalbe ist auf Gigi gefallen, den kleinen gehäkelten Piepmatz und auf keinen der stolzen, prächtigen, farbenfrohen und geschwätzigen Papageien.
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Dann kann es ja losgehen. Die Geschichte vom Däumelinchen beginnt. Gugel und Hefe sind zu einer seltenen Blume gekommen, die ihnen ihren Wunsch nach einem Kinde erfüllen soll. "Ich wünsche mir so sehr ein kleines Kind." seufzt Hefe und Gugel nickt dazu. Die Blume zwinkert ihm zu und neigt ihre Blüten so dass die Zwei eine Knospe erkennen können, die wunderbar duftet und gleich aufspringt.
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Däumelinchen wird so genannt, weil sie nur so gross wie ein Daumen ist, und auch bleibt. Aber das ist natürlich ziemlich gefährlich auf der grossen Welt, und die Eltern beschützen sie auch gut. Sie bekommt ein kleines Bettchen in einem grossen Klettenblatt, im Schatten eines Feigenbaumes, nahe der Wiese und dem Wald, an einem Bache, am Fusse eines Berges mitten in der schönsten Natur.
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Es gibt für so ein kleines Wesen tausend Schönheiten und ebenso viele Gefahren kennen zu lernen. Aber Däumelinchen freut sich sehr, auf der Welt zu sein, ist neugierig und offen für alles. Das kann ja nicht gut gehen. Im ersten Frühlingssonnenschein taumelt sie alleine los und freut sich über all die wundervollen Blumen um ihr Zuhause herum. "Xäcä  wir sind aber giftig, lass uns lieber in Ruhe." fauchen sie die Milchsterne an. Das Däumelinchen wird an allen Ecken angeblafft, nur selten findet sie ein Blümchen, das freundlich zu ihr ist.
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Eine Horde Bärenklau faucht sie an. Es kommt ihre Mutter und rettet sie schliesslich aus der misslichen Lage. "Schlaf erst einmal und mach dir nichts draus, morgen sieht schon wieder alles anders aus. Und Däumelinchen schläft, eingewickelt in ein grosses Klettenblatt unter dem Feigenbaum. Nicht weit vom Teich eintfernt hört auch die Kröte von Däumelinchen. "Das wäre doch die ideale Schwiegertochter für mich. Ha ha. Hey Frifri, hast du gehört, es gibt eine Braut für dich."
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Frifri, der Sohn vom Frosch freut sich schon, aber er muss noch ein bisschen warten. Denn das kleine Bärchen ist noch nicht geklaut. Friedlich schlummert es in seiner Blattkoje und ist völlig von den Socken, als es durch freches Quaken aufgeweckt wird. "Komm mit, ich habe eine tolle Zukunft für dich, als Frau meines Sohnes wirst du berühmt und geehrt im ganzen Teich." "Was?" Däumelinchen ist ziemlich geschockt. "Da bin ich doch erst gerade auf die Welt gekommen, und schon soll ich heiraten?"
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"Das ist bei so kleinen Wesen unbegründete Angst." schlökert die Kröte oder Frosch und nimmt das kleine Däumelinchen einfach mit. "Also du bist keine Kröte, du bist jetzt sofort ein Frosch." findet der Vater und Frifri versteinert zusehends in seiner Rolle als Ehepartner. "Whups, was soll ich denn nun machen? Vielleicht bin ich ja auch gar nicht grün genug."
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"Es gibt so wieso zuerst eine Trennungszeit." Aha, damit man sich auf einander freuen kann? Das kleine Wesen wird auf einem Seerosenblatt ausgesetzt, und da kann es in den Himmel sehen. "Ich sehe eine Schwalbe!" Und die Schwalbe sieht Däumelinchen. "Hallo." sagt der Vogel. "Hallo." antwortet das kleine Wesen unten auf dem Seerosenblatt.
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Die Schwalbe heisst Cicci und freut sich, neue Bekanntschaften zu machen. Und da unten sieht sie ein kleines Däumelinchen auf einem Blatt den Kanal hinunterschwimmen. "Ach nein, die Kleine ist ja ganz sich selber überlassen, denn, wenn der Schmetterling weg fliegt, kommt der Fisch, und dann und dann. Es ist Frühling, und immer weht der Wind.
Der Südwind treibt den Schmetterling nach links, der Ostwind aber kommt.
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Der Fisch ist auch schon ganz aufgeregt. "Wohin treibt es nun das Däumelinchen?" Das kann man nie wissen, denn die Wasser des Lebens sprudeln überall. Inzwischen ist Däumelinchen bereits von dem blauen Superfisch abgesprungen und auf einer etwas langsameren Schildkröte gelandet.
"Geht es nicht ein bisschen schneller?"
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"Du wirst schon noch vermissen, was du an mir gehabt hast." trillert der blaue Fisch dem Däumelinchen noch nach aber dieses Geplärre hat ein kurzes Dasein auf der Schildkröte. Denn kurzerhand wird es von einem grösseren Käfer gepackt und emporgehievt, und dann wieder runterprasseln gelassen. "Hallo Däumelinchen."
Däumelinchen findet sich plötzlich von vielen Käfern umringt.
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"Wer bist du, Süsse, und woher kommst du?" Der Käfer-Chef ist ja noch ganz nett, aber dann kommt die ganze Krabbelgesellschaft hinterher. "Du meine Güte, was ist denn das? Ein Mistkäfer oder gar eine Maus?" "Igitt igitt, Hilfee, ich werd`nicht mehr. Ui ui ui."
Naja, unsere Heldin hat sich tapfer ge"mausert"!
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Das kleine Däumelinchen hat nun wirklich die Nase voll. "So toll wie der Frühling scheint, so schön ist er nie." seufzt es traurig und versinkt in den wundervollen Düften der herrlichen Blumen. "Habt ein Herz und werft mich nicht gleich wieder raus." bittet das kleine Wesen mit Tränen in den Äuglein, und diesmal grinsen alle violetten Blumen auf einmal versöhnlich. "Nein, Kleines, du bist hier bei uns sicher."  Wir sind keine giftigen Pflanzen, wir heissen Papstkronen."  "Ach du liebe Güte, wieder so ein religiöser Verein." denkt sich Däumelinchen und erklettert Ast um Ast, bis es wieder ins Giftgebüsch gelangt. "Hallo, da bin ich wieder."
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Aber die Geschichte vom Däumelinchen ist noch nicht vorbei. Wir geben uns Mühe, das kleine Wesen noch durch den ganzen Sommer, den ganzen Herbst und den kommenden Winter zu begleiten. Aber das ist in Anbetracht des Wetters, der Feinde und allgemeinen Zuständen nicht immer ganz einfach. Aber nächste Woche geht es weiter, wir wollen die Geschichte ja nicht unverfolgt lassen. Das Däumelinchen durchlebt einen Sommer, dann kommt der Herbst... und dann der Winter.
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Sie kommt noch in die Obhut einer Feldmaus und soll einen Maulwurf heiraten. Dass dies schlimmer tönt, als es ist, ha ha, ist auch nicht gesagt, wir wissen es noch nicht, aber wir warten darauf.
Bis nächste Woche. Viele Grüsse von der ganzen Crew.
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Frühlingslabyrinth  2. Teil
Miezi guckt leicht angegurkt auf die Verwüstung, die der Wind angerichtet hat. All die Schachteln hat es herumgeweht und von da nach irgendwo gewirbelt, man kann froh sein, dass man sie noch alle wieder gefunden hat. Und hätte man nicht in den letzten News davon gesprochen, es ist möglich, dass man das Unternehmen Irrgarten mitsamt den Schachteln im Müll versenkt hätte. Aber jetzt ist es windstill, hurrah. "Wir versuchen es noch einmal!" sagt Miezi und eröffnet ihre Kasse im Häuschen vom Wuwati.
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Aber noch bevor die Sache richtig ihren Anfang nehmen kann, kommt Grünling angefahren, mit einem Wagen voller Blumen, winkt er und kurvt herum, allen steht schon der Angstschweiss auf der Stirn. "Müssen wir dir helfen?" fragt Edi sorgenvoll, aber Grünling winkt lachend ab. "Nicht heute, hi hi." Und er lädt seine bunte Ladung mit Inka-Blumen im benachbarten Trog ab. Miezi bezieht inzwischen ihre Kasse, in der sie offenbar nicht die Einzige ist. "Wir können es nun nicht mehr ändern." sagt Edi zuversichtlich und hüpft gleich wieder ins nächste Geschehen.
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Neugierige nähern sich zuhauf dem angekündigten Spektakel. Es soll ein Irrgarten werden, aber kein gewöhnlicher. In den offen stehenden Fenstern sollen Attraktionen stattfinden und überhaupt, ja sie sind kaum fertig mit dem Aufbau, da bilden sich schon Schlangen vor der Kasse. "Wir sind doch noch gar nicht bereit." seufzt Edi und rast schnell ins Kostümlabor um sich einkleiden zu lassen. "Sollen wir mitkommen?" fragen Geolg und Timoty.
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Und während die Schlange an der Kasse immer länger wird, ziehen sich die drei schläunigst um und besprechen noch schnell da Wichtigste. "Wir müssen aufpassen, dass niemand verloren geht in den ganzen Schachteln und dass sie alle wieder heil herauskommen. Versprecht ihr mir das?"  Geolg hat Schweissperlen auf der Stirn, Timoty ist schon ganz heiser und auch Edi beschleicht ein unerhörtes Gefühl von zu viel Verantwortung. Aber es geht los. "Ist es denn teuer, ich meine, das Ticket für den Eintritt ins Labyrinth?" fragt Amanda. "Nein, es ist gratis, aber ihr müsst hier unterschreiben, dass ihr drin seid, denn sonst könntet ihr verloren gehen."
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Nun strömen die Besucher ins Labyrinth. Die drei Wachmänner sind schon eingekleidet und heissen die Gäste herzlich willkommen. "Ihr müsst aufpassen, dass ihr zusammen bleibt, denn die verschiedenen Türen sind alles Eingänge. Wir haben sie noch nicht alle erprobt. "Ui, dann wird das sicher spannend." freut sich Alinka und geht mit Frifri hinein ins grosse, unerforschte, gugelländische Labyrinth.
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"Komm, wir gehen nach rechts." "Ich würde lieber nach links gehen." schon sind die Meinungen gespalten. Aber Alinka geht mutig voran und freut sich über jede Änderung am Weg, während Frifri nicht links und rechts guckt, sondern nur auf die führende Hasendame. Inzwischen sind beim Eingang weitere Besucher angekommen. Miezi verteilt Einlassgenehmigungen am Laufmeter und alle freuen sich, das grosse gugelländische Labyrinth besuchen zu dürfen. 
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Männi und Amanda, Pfurr und Myriel warten auf Einlass. Edi rät ihnen ins Gewissen. "Ihr müsst immer schön beieinander bleiben, dürft auf keinen Fall in den Kartons verschwinden und müsst rufen, wenn etwas ist, ja? Ich bin hier eine der drei Oberaufsichtspersonen, es ist sehr gefährlich." Alles ist gut und man prescht los. Überall in den Kartons ist etwas los. Aber man sieht es erst, wenn man eine Weile davor gestanden hat.
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Amanda ist ganz begeistert. "Ich sehe überhaupt nur grünen Dschungel und Papageien." "Wo? Ich sehe nichts." sagt Männi und klopft sich auf die Brust.  Inzwischen kommen noch mehr Besucher. "Ich muss mich entschuldigen." sagt Miezi tapfer, denn das ganze Haus wackelt, weil ein Wuwati auf Mäusefang ist. "Bitte, tretet nur näher, ihr müsst nichts zahlen, nur euere Namen hinterlegen, damit wir euch am Schluss wieder finden."
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"Hallo Kleiner, wir möchten gerne eintreten." sagt Ahuii nicht sehr respektvoll. Aber Timoty lässt die beiden dennoch durch und empfängt gleich anschliessend noch zwei weitere Spassvögel. "Ihr müsst einfach immer schön beisammen bleiben und auf einander aufpassen, dann kann gar nichts passieren."
In der Zwischenzeit kommen immer noch mehr Besucher. Miezi ist gestresst, auch durch das Gescharre und Gewühle vom Wuwati. "Ich habe nichts versteckt da unten, es handelt sich wahrscheinlich um eine Verwechslung."
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"Jetzt hör doch schon auf!" sagt sie bittend, aber das Wuwati hört nicht auf zu scharren. Genau unter ihrem Büro. In der Zwischenzeit haben die zwei Kängurus bereits ihren Nachwuchs verloren. "Es ist irgendwo hineingeraten und raufgeklettert." "Warum hast du nicht besser aufgepasst?" "Und warum hast du nicht geguckt, wo er hin wollte?" Aber sie sehen ihn, oben auf dem Dach.
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In der Zwischenzeit ist auch Myriel dem Pfurr ausgebüxt und Edi hat alle Pfoten mit der Wiederbeschaffung von Leuten zu tun. "Juhuh, ist da wer drinnen? Schau mal, da ist das Matterhorn."  kreischt der Papagei, dabei war da nichts, als der Pfefferfresser vorbeikam. "Du spinnst." 
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"Nein, da ist das Matterhorn!" pfeift der Vogel aus Leibeskräften. Das ist allerdings schon möglich, weil es sich bei all den aufgestellten Kisten um sogenannte Wunschboxen handelt. Was man sehen will, das sieht man darin. Dies bedeutet natürlich für die glücklichen Wünscher einen grossen Genuss und für die anderen eher das Gegenteil.
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"Mit der gehe ich in keine Ausstellung mehr, in keinen Salon und schon gar keinen Irrgarten, hilf mir bitte, Myriel ist einfach davon geflattert ich höre sie piepsen, aber ich kann sie nicht mehr finden." Pfurr meldet sich sorgenvoll und völlig am Boden bei den Obrigkeiten. Aber Geolg sind die Pfoten gebunden. "Ich kann dir Edi einschalten, er hüpft oben herum und kann dir deine Myriel auftreiben." Pfurr holt ein bisschen Luft.
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Aber der Irrgarten ist stark belebt und alles wackelt, überall lacht es und kichert, aus jeder Box strömt Leben und Verrücktes und in jeder Box verschwindet auch gleich wieder etwas Gesuchtes. So ist das eben im Irrgarten, ha ha.
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Simmeling rennt die ganze Zeit nur hinter Isidor her. "Warte, Kleiner, nicht so schnell, ich muss auf dich aufpassen." Und schwupp schon ist er wieder in einem Loch verschwunden. "Dah, hier drinnen, du musst kommen, ha, dah." Aber Simmeling hat keine Zeit. Er muss den kleinen vor allem beschützen und aufpassen, dass er nicht von den gefrässigen Kartonschachteln verschlungen wird. Hach, welche Aufgabe!
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"Komm raus Isidor, es geht noch viel weiter." sagt das hoffnungsfrohe Eichhörnchen und pflügt sich durch das Labyrinth, während sich andere schon wieder vergessen. "Amanda, warte!" Aber die hat sich bereits in einem Loch eingeloggt, aus dem es kein Zurück mehr gibt. Wer weiss denn schon, was so ein Labyrinth alles birgt?
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Einjeder, alles dreht sich im Kreise, auf seine Weise und leise wird man zum Greise. Ha ha. "Ich bin schon völlig gaga, hilf mir Pfurr, bitte, wo geht es denn hier wieder hinaus in die normale Welt? Upps, wieso stehst du denn auf dem Dach?" "Ich suche noch immer meine Myriel, ich bin verzweifelt, sie ist irgendwo hier, aber ich kann sie nicht mehr finden." Jetzt kommt aber Edi, der Fachhelfer mit der Mütze und hört sich Pfurrs Verzweiflungsrufe an.
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"Du suchst die Myriel, das kleine Hühnchen." "Was? Ich bin kein Hühnchen, ich bin ein Eichhörnchen." kreischt Myriel zu Edis Schwanzspitze hinauf, aber es ist doch laut genug, dass man es überall gehört hat. Pfurr findet seine Myriel und sie eilen auf dem schnellsten Weg hinaus aus dem ganzen Labyrinth und sind nur unendlich froh, dass sie sich wieder gefunden haben. Inzwischen steht Geolg schon ganz erschöpft an die Eingangstür gelehnt. "Nur keine neuen Besucher mehr, bitte."
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"Was gibt es denn für Souvenirs zu kaufen? wird er gefragt, aber gleich kommen noch die nächsten. Herr und Frau Känguruh mit ihrem Sprössling begegnen noch Pete, den blauen Meeresbewohner. "Aha, Sie sind auch auf der Suche nach jemandem, hi hi, das kann passieren in diesem Irrgarten. Ha."
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Und zum Glück findet Pete auch seinen Hasen wieder, der gerade von einer tollen Vorstellung kommt. "Das musst du dir mal angucken, das war eine tolle Show. Die blaue Karotte trifft den Allesfresser und kommt zum Schluss als Geraffelt in den Salat, ich sage dir, unglaublich." Pete stöhnt nur und nimmt das Häschen mit auf seine Wanderung, weiter durch das Labyrinth.
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Amanda und Ahuii haben den Ausgang auch noch gefunden. "Mit wem warst du denn eigentlich da?" will Amanda schelmisch wissen. Aber es interessiert sie eigentlich überhaupt nicht. Hauptsache sie hat ihren Ahuii wieder. Dieser weiss auch nur noch, dass es ein tolles Bärchen war, aber er ist auch glücklich, dass er Amanda wieder hat. Inzwischen sucht Männi immer noch nach der roten Papageiendame aber eben, vergebens. Dafür trifft er das Bärchen von Ahuii. "Ich habe meinen grünen Vogel verloren, kannst du mir den Ausgang zeigen, aus diesem Labyrinth?" Und die zwei brechen hintenrum aus. "Ist doch egal, wie wir rausgekommen sind, Hauptsache wir sind zusammen. hi hi."
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Simmeling folgt dem kleinen Isidor auf Schritt und Tritt. "Sind wir wirklich hier hereingekommen, dann gehen wir auch hier wieder hinaus, ha ha." lacht das Eichhorn und Isidor will schon wieder umkehren. "Mir hat es da drinnen wirklich gefallen." bestätigt er dem Türsteher Geolg. Dieser lacht freundlich und wendet sich dann seinen Kumpanen zu. "Was meint ihr, sind alle draussen? " Edi wischt sich den Schweiss von der Stirne und Timoty überlegt angestrengt.
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Man kann ja nicht an alles denken.

 
Das Frühlingslabyrinth
"Was macht ihr denn noch da?" fragt Miezi etwas schnippisch die herumstehenden Hasen. "Wir geniessen das schöne Wetter, und du?" Miezi schielt etwas launisch auf das bunte Langohr von der Presse. Aber er hat sein Käppi heute nicht auf, dann hat man ja nichts zu befürchten. Die versteckten Ostereier sind alle gefunden und abtransportiert, die Hasen haben wiedermal ihre Schuldigkeit getan, sie können gehen. "Nicht böse sein, aber wir haben noch zu tun." ruft ihnen Miezi nach, und grummelnd verlassen die Langohren die Stätte des Spektakels.
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Ostern ist vorüber. Hasen sind Geschichte. Etwas traurig blickt das kleine weisse Porzellanhäschen der bunten Fuhre nach, wie sie lachend und übermütig wegfahren, zurück in den Heustock, wo sie hausen bis man sie wieder braucht im nächsten Jahr oder zwischendurch vielleicht einmal, wenn die Geschichte ins Hasenland schweift. Ein wenig traurig ist es schon, wenn etwas vorbei ist. Aber es kommt ja wieder, in einem Jahr. Einem ganzen Jahr voll fülliger Menge an frühlingshaften Momenten. Miezi schlendert mit Timoty durch die Gänseblümchenwiese.
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"Du erinnerst dich vielleicht nicht an unser Hütchenspiel, oder doch? Vor vielen Jahren haben wir es vor dem Haus aufgebaut, das war eine tolle Leistung und vor allem optisch ein Hingucker. Aber als wir am nächsten Tag spielen wollten, hat uns der Frühlingswind fast weggefegt. Alles ist geflogen, vor allem die leeren Kartonschachteln, also das ganze Spiel. Da mussten wir uns mit schweren Holzscheiten behelfen, damit wir überhaupt spielen konnten. Und immer wieder kam eine freche Böe und man wusste wieder nicht mehr, wo man zuletzt gestanden hat."
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"Oh jemine." findet Timoty und hört aufmerksam zu, wie Miezi weiter erzählt. "Ja, man konnte es in den News natürlich nicht sehen, denn alles war sonnig und fröhlich, aber zwischendurch sind wir fast verzweifelt, weil das Spiel nicht mehr stehen sondern nur noch fliegen wollte." "Ach, so schlimm?" "Naja, wir hatten ja trotzdem unseren Spass und einige haben sowieso geschummelt, was das Zeug hielt. Und jetzt dachte ich doch, man könnte wieder einmal etwas in diese Richtung erbauen. Denn wir sammeln ja immer alle Schachteln."
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"Toll, dann lass uns anfangen!" quiekt Timoty aufgeregt, hüpft auf und nieder, so, dass sich sogar die Gänseblümchen im Umkreis Sorgen um seine Gesundheit machen. Sie begucken sich erst einmal das Gelände. "Hier ist genügend Platz für ein Labyrinth. Wir wollen uns einmal auf die Suche nach Material machen. Ich glaube, der Stall ist voll mit alten Schachteln."
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Das ganze Kistenmaterial ist gut zum Bauen, aber die Schachteln sind eben leer und leicht. Wenn dann ein Windstoss kommt, fangen sie an, zu tanzen und herumzuwirbeln, man kann auf sie einreden, was man will, sie gehorchen einfach nicht. Miezi erinnert sich nun an vergangene Frühlinge. "Es ist immer einen Tag so, einen Tag so, da kann man nichts ändern. Seufz." Aber sie wollen es dennoch versuchen. "Wenn wir auf den Schachteln oben sitzen, können sie nicht wegfliegen, oder, Miezi?" Timoty hat der Eifer gepackt..
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Sie haben erst wenige leere Kisten aus dem Stall heran geschleppt, aber es ist ein Kampf gegen Windmühlen, besser gesagt, nur gegen den Wind. Aber wenn man am einen Ende wieder etwas gerichtet hat, dann fliegt das gegenüberliegende Stück weg. "Mizei schüttelt den Kopf und rümpft die Nase.""Leute, lasst es, wir machen nächste Woche weiter. Wir müssen erst einmal die Grundmauern befestigen."
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Inzwischen sind auch noch ein paar Vorbeigehende involviert. "Können wir helfen, wir haben gerade nichts zu tun." "Oh, nein danke, wir brauchen keine Hilfe." miaut Miezi und tut als würde sie der ganze Bau überhaupt nichts angehen. Aber diese Taktik zieht die Leute an. Und es kommen auch noch andere Spassvögel vorbei. "Das soll wahrscheinlich die chinesische Mauer werden?" oder "Was baut ihr denn, hier hat es doch gar nichts um einzuzäunen?" Abwarten.
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Edi mischt nun auch mit, und das will etwas heissen. "Man muss den Bau von allem und jedem genau überdenken und man darf nicht einfach draufloswursteln. Das heisst, eigentlich schon, das ist dann aber nur der Prototyp. Später kommen erst die Feinheiten, ja, da kenne ich mich aus."
Das Interessante an der ganzen Sache ist, dass nun immer mehr Gugellandier herbeikommen und erstens alles besser wissen und zweitens natürlich wohin die Reise geht. Hi hi.
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"Wir brauchen mehr Kartons!" ruft die Schildkröte, "nein, wir brauchen mehr Helfer und einen Wuwatijäger!" miaut Miezi ernsthaft und hat gleich die Bescherung. "Nein, natürlich nichts, hi hi."
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Man wird sich insofern einig, dass man das Projekt MAZE oder Labyrinth heute nicht mehr fertigstellen wird. Aber das macht es ja spannend in Gugellandia und auf der ganzen Welt, denn wir wissen ja nie, wie es weitergeht, oder? Aber wir bleiben dran, und das Labyrinth nimmt Formen an. Freuen wir uns auf nächste Woche!
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Nächsten Dienstag geht es weiter.

 
Wer hat an der Uhr gedreht?
Es ist Frühling, alles grünt und blüht um die Wette. Die Sonne strahlt, alles ist toll, nur die gugelländischen Vögel und anderen Tiere verspüren keine richtige Freude, denn die Natur ist so ungestüm und lässt ihnen keinen Platz mehr zum Tummeln. "Was ist denn das für eine neue Kapelle, da vorne?" will Tino, der Pfefferfresser, wissen. "Ja, das weiss ich auch nicht, aber es sieht aus, wie eine Kuckucksuhr." findet Miezi und alle warten gespannt eine Weile vor der tickenden Uhr, die allerdings fünf nach halb 5 anzeigt. "Wie späte ist es denn, wann kommt der Kuckuck raus?" fragt Frifri, der Frosch.
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Aber keiner weiss, wie viel Uhr es ist und so ist zum Schluss nur noch Amanda neugierig auf den Vogel, der aus dem kleinen Fensterchen ganz oben auf der Kuckucks-Uhr rauskommen und tirilieren soll. "Er macht nur Kuckuck und geht wieder rein. Türe zu, und aus die Maus." weiss der kleine blaue Papagei und hüpft fröhlich hinter Miezi weiter. Aber was ist denn das? Noch eine Uhr? Tino schaut es sich aus der Nähe an, und auch Amanda beguckt sich die merkwürdige Uhr. "Ich sehe aber nicht, wie spät es ist, ihr?" Das ist aber auch im Moment nicht wichtig.
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Aber Frifri, Miezi und Touri haben schon bemerkt, dass überall in Gugellandia Uhren herumhängen, stehen und liegen. "Was ist denn das? Der Aufstand vom Zeitabstand? Der Trotz vom Uhrensprotz oder einfach nur ein Weckruf der Stundenmessanlagen?" Frifri guckt in jedes Loch, ob dort auch noch Uhren sind, während Miezi sich noch über die angezeigte "Zeit" wundert. "Wie spät ist es denn nun wirklich?" Der einzige, der sich im Moment über gar nichts wundert ist der blaue Touri. "Es ist Frühling, ihr Narrenkappen, das ist doch dann, wenn alles blüht und genau die Zeit, die nicht stehen bleibt, deshalb sollen wir sie nur geniessen. "
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"Da hast du recht." stutzt Miezi und fragt sich trotzdem, weshalb Tino schon wieder flötet: "Es ist viertel vor Fünf Uhr, ich habe inzwischen die Zeit lesen gelernt. Hi hi, Es ist ganz einfach."  Aber Miezi, Frifri, Amanda undTouri sind schon bei der nächsten Uhr angekommen. "Hier ist es viertel vor Zwölf, das könnte auch stimmen." Die schöne "Viertelvorzwölf-Uhr" tickt aber nicht mehr. "Die kannst du wegwerfen, hi hi." mutmasst Frifri, aber Tino findet sie so schön. "Lass sie einfach ticken."
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"Aber hier tickt einiges anders, ha ha." lacht Touri und verabschiedet sich von ein paar Holz-Nakedeien und flattert schnell rüber zu Miezi und ihrem Gefolge. "Hier haben wir eine ehemalige Küchenuhr, ich kann mich ganz genau an sie erinnern. Wie die hierher kommt, und was die hier macht, habe ich keine Ahnung, aber es ist schon eine tolle Leistung, und guckt mal, wie spät es ist?" Amanda schluckt. Es war doch aber vor einer ganzen Weile schon viertel vor Zwölf, tickt sie denn noch?" "Miezi hält die Ohren dran." "Ja, hurrah, sie tickt noch."
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Die Sonne scheint, alles ist grün und bunt, duftet und summt, aber die fünf gugelländischen Vorbotsnasen können nicht einfach still sitzen, sich von dem herrlichen Sonnenschein küssen und vom Frühlingsgesummse einlullen lassen, sie wollen wissen, was hier gespielt wird. "Da, da daa!" schreit Frifri aufgeregt und will die anderen schon verlassen. Diese aber hören es aus einem Loch weiter oben ticken. "Das ist vielleicht eine Bombe!" mutmasst Tino, der kleine Pfefferfresser, der übrigens ein Onkel von Klepf ist. 
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"Ich habs gefunden, guckt mal hier, ein integriertes Uhrwerk im Efeu, es hat halb zehn oder irgendwas, ist ja egal, aber es ist rund und sieht wie eine Uhr aus." Man ist ber"uhr"igt und stapft weiter. Sie finden noch viele Uhren, überall, mit immer unterschiedlichen Zeiten. Aber eindeutig zwei Zeigern, die sich im Kreise drehen. Manchmal hat es noch einen ganz Verrückten, der sich minütlich rundherumwälzt, was bei Frifri zu grosser Aufregung sorgt. "Ich habe irgend etwas vergessen, vielleicht, oder doch nicht?" Aber Tino beruhigt alle. "Es kann noch gar nicht viertel vor sieben sein, denn die Sonne steht noch hoch am Himmel, die ganzen Uhren verulken uns hi hi."
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Die ganze Frühlingspracht ist plötzlich eingelullt von einer merkwürdigen Uhrkraft. "Es ist spät, wir sind zu spät..." rufen die Hasen, wahrscheinlich Osterhasen, im Chor von unten. "Nein, es ist erst... hmm also irgend etwas vor oder nach." grinst Amanda und winkt den fröhlichen Häschen zu. "Macht einfach, was ihr wollt, hi hi."
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Aber Miezi weiss, was sie will. Sie strebt zu einer Tafel, die scheint ja schon ein bisschen merkwürdig zu sein. "Wir gucken mal." Aber es hat weit entfernt überhaupt nichts mit Zeit oder Uhren zu tun. "Also, bitte, konzentriert euch. Und dann schiessen!" 
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Warum denn Schiessen, wenn es keine Feinde gibt. Warum denn schiessen, wenn es nichts als Luft hat?" "Wir müssen die Uhr zusammenschiessen." Damit wir keine Zeit mehr haben und frei leben können.
"Ho ho hoo, ich bin noch da." sagt der Papagei.
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Wir nähern uns nun der so genannten Maya Uhr. Bitte aufpassen, damit ihr nicht daneben tretet. Es ist eine Uhr, die ihr nicht versteht und niemals wieder verstehen könnt, also geniesst einfach die Weite der Inkas und deren Reden... hilfe, da kommt schon wieder so ein Inkahelfer. ich fühle mich geborgen.
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Na schön, dann geht es jetzt richtig los.
Bitte aufpassen und keine Müdigkeit vorschützen, hi hi.
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"Und, hier bitte, seht ihr dass das keine Uhr war, sondern eine echte Parkuhr. "Und was ist eine Parkuhr?" Tino nimmt den Schnabel ziemlich voll und sagt. "Wenn ihr nicht wisst, was eine Parkuhr ist, dann guckt euch das Instrument noch einmal an und vergesst es auch wieder. Es war ein tolles Requisit der vergangenen Jahre, man musste noch einen Zwanziger einwerfen, um eine Stunde parken zu dürfen." jubiliert Tino schwanzwedelnd und fegt im Sauseflug über alles drüber. "Ho ho!" und wo hocken sie denn da?
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"Und man musste nur einen Pfennig in den Brunnen werfen." lacht Miezi und alle zusammen hocken vor einem brunnenähnlichen Gebilde. "Und dann, was passiert?" "Wirf schon mal die Münze rein, Amanda!"
Sie wirft und es passiert etwas ganz Wundervolles.
Die Uhr sagt. "Liebe Leute, ich gehe immer, aber ich gehe jetzt eine Stunde vor."
"Und wo ist die verlorene Stunde?" kreischt Amanda.
Die bekommt ihr im Herbst wieder zurück.
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Na toll. Es ist schon schlimm etwas zu verlieren, aber etwas wieder zurück zu bekommen, ist noch viel schöner.
Freuen wir uns einfach über die Zeit.
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Tick tack tick tack tick tack tick tack tick tack


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