News : Immer das Neuste aus Gugellandia

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April 2026





 
Frühlingslabyrinth  2. Teil
Miezi guckt leicht angegurkt auf die Verwüstung, die der Wind angerichtet hat. All die Schachteln hat es herumgeweht und von da nach irgendwo gewirbelt, man kann froh sein, dass man sie noch alle wieder gefunden hat. Und hätte man nicht in den letzten News davon gesprochen, es ist möglich, dass man das Unternehmen Irrgarten mitsamt den Schachteln im Müll versenkt hätte. Aber jetzt ist es windstill, hurrah. "Wir versuchen es noch einmal!" sagt Miezi und eröffnet ihre Kasse im Häuschen vom Wuwati.
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Aber noch bevor die Sache richtig ihren Anfang nehmen kann, kommt Grünling angefahren, mit einem Wagen voller Blumen, winkt er und kurvt herum, allen steht schon der Angstschweiss auf der Stirn. "Müssen wir dir helfen?" fragt Edi sorgenvoll, aber Grünling winkt lachend ab. "Nicht heute, hi hi." Und er lädt seine bunte Ladung mit Inka-Blumen im benachbarten Trog ab. Miezi bezieht inzwischen ihre Kasse, in der sie offenbar nicht die Einzige ist. "Wir können es nun nicht mehr ändern." sagt Edi zuversichtlich und hüpft gleich wieder ins nächste Geschehen.
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Neugierige nähern sich zuhauf dem angekündigten Spektakel. Es soll ein Irrgarten werden, aber kein gewöhnlicher. In den offen stehenden Fenstern sollen Attraktionen stattfinden und überhaupt, ja sie sind kaum fertig mit dem Aufbau, da bilden sich schon Schlangen vor der Kasse. "Wir sind doch noch gar nicht bereit." seufzt Edi und rast schnell ins Kostümlabor um sich einkleiden zu lassen. "Sollen wir mitkommen?" fragen Geolg und Timoty.
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Und während die Schlange an der Kasse immer länger wird, ziehen sich die drei schläunigst um und besprechen noch schnell da Wichtigste. "Wir müssen aufpassen, dass niemand verloren geht in den ganzen Schachteln und dass sie alle wieder heil herauskommen. Versprecht ihr mir das?"  Geolg hat Schweissperlen auf der Stirn, Timoty ist schon ganz heiser und auch Edi beschleicht ein unerhörtes Gefühl von zu viel Verantwortung. Aber es geht los. "Ist es denn teuer, ich meine, das Ticket für den Eintritt ins Labyrinth?" fragt Amanda. "Nein, es ist gratis, aber ihr müsst hier unterschreiben, dass ihr drin seid, denn sonst könntet ihr verloren gehen."
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Nun strömen die Besucher ins Labyrinth. Die drei Wachmänner sind schon eingekleidet und heissen die Gäste herzlich willkommen. "Ihr müsst aufpassen, dass ihr zusammen bleibt, denn die verschiedenen Türen sind alles Eingänge. Wir haben sie noch nicht alle erprobt. "Ui, dann wird das sicher spannend." freut sich Alinka und geht mit Frifri hinein ins grosse, unerforschte, gugelländische Labyrinth.
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"Komm, wir gehen nach rechts." "Ich würde lieber nach links gehen." schon sind die Meinungen gespalten. Aber Alinka geht mutig voran und freut sich über jede Änderung am Weg, während Frifri nicht links und rechts guckt, sondern nur auf die führende Hasendame. Inzwischen sind beim Eingang weitere Besucher angekommen. Miezi verteilt Einlassgenehmigungen am Laufmeter und alle freuen sich, das grosse gugelländische Labyrinth besuchen zu dürfen. 
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Männi und Amanda, Pfurr und Myriel warten auf Einlass. Edi rät ihnen ins Gewissen. "Ihr müsst immer schön beieinander bleiben, dürft auf keinen Fall in den Kartons verschwinden und müsst rufen, wenn etwas ist, ja? Ich bin hier eine der drei Oberaufsichtspersonen, es ist sehr gefährlich." Alles ist gut und man prescht los. Überall in den Kartons ist etwas los. Aber man sieht es erst, wenn man eine Weile davor gestanden hat.
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Amanda ist ganz begeistert. "Ich sehe überhaupt nur grünen Dschungel und Papageien." "Wo? Ich sehe nichts." sagt Männi und klopft sich auf die Brust.  Inzwischen kommen noch mehr Besucher. "Ich muss mich entschuldigen." sagt Miezi tapfer, denn das ganze Haus wackelt, weil ein Wuwati auf Mäusefang ist. "Bitte, tretet nur näher, ihr müsst nichts zahlen, nur euere Namen hinterlegen, damit wir euch am Schluss wieder finden."
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"Hallo Kleiner, wir möchten gerne eintreten." sagt Ahuii nicht sehr respektvoll. Aber Timoty lässt die beiden dennoch durch und empfängt gleich anschliessend noch zwei weitere Spassvögel. "Ihr müsst einfach immer schön beisammen bleiben und auf einander aufpassen, dann kann gar nichts passieren."
In der Zwischenzeit kommen immer noch mehr Besucher. Miezi ist gestresst, auch durch das Gescharre und Gewühle vom Wuwati. "Ich habe nichts versteckt da unten, es handelt sich wahrscheinlich um eine Verwechslung."
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"Jetzt hör doch schon auf!" sagt sie bittend, aber das Wuwati hört nicht auf zu scharren. Genau unter ihrem Büro. In der Zwischenzeit haben die zwei Kängurus bereits ihren Nachwuchs verloren. "Es ist irgendwo hineingeraten und raufgeklettert." "Warum hast du nicht besser aufgepasst?" "Und warum hast du nicht geguckt, wo er hin wollte?" Aber sie sehen ihn, oben auf dem Dach.
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In der Zwischenzeit ist auch Myriel dem Pfurr ausgebüxt und Edi hat alle Pfoten mit der Wiederbeschaffung von Leuten zu tun. "Juhuh, ist da wer drinnen? Schau mal, da ist das Matterhorn."  kreischt der Papagei, dabei war da nichts, als der Pfefferfresser vorbeikam. "Du spinnst." 
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"Nein, da ist das Matterhorn!" pfeift der Vogel aus Leibeskräften. Das ist allerdings schon möglich, weil es sich bei all den aufgestellten Kisten um sogenannte Wunschboxen handelt. Was man sehen will, das sieht man darin. Dies bedeutet natürlich für die glücklichen Wünscher einen grossen Genuss und für die anderen eher das Gegenteil.
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"Mit der gehe ich in keine Ausstellung mehr, in keinen Salon und schon gar keinen Irrgarten, hilf mir bitte, Myriel ist einfach davon geflattert ich höre sie piepsen, aber ich kann sie nicht mehr finden." Pfurr meldet sich sorgenvoll und völlig am Boden bei den Obrigkeiten. Aber Geolg sind die Pfoten gebunden. "Ich kann dir Edi einschalten, er hüpft oben herum und kann dir deine Myriel auftreiben." Pfurr holt ein bisschen Luft.
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Aber der Irrgarten ist stark belebt und alles wackelt, überall lacht es und kichert, aus jeder Box strömt Leben und Verrücktes und in jeder Box verschwindet auch gleich wieder etwas Gesuchtes. So ist das eben im Irrgarten, ha ha.
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Simmeling rennt die ganze Zeit nur hinter Isidor her. "Warte, Kleiner, nicht so schnell, ich muss auf dich aufpassen." Und schwupp schon ist er wieder in einem Loch verschwunden. "Dah, hier drinnen, du musst kommen, ha, dah." Aber Simmeling hat keine Zeit. Er muss den kleinen vor allem beschützen und aufpassen, dass er nicht von den gefrässigen Kartonschachteln verschlungen wird. Hach, welche Aufgabe!
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"Komm raus Isidor, es geht noch viel weiter." sagt das hoffnungsfrohe Eichhörnchen und pflügt sich durch das Labyrinth, während sich andere schon wieder vergessen. "Amanda, warte!" Aber die hat sich bereits in einem Loch eingeloggt, aus dem es kein Zurück mehr gibt. Wer weiss denn schon, was so ein Labyrinth alles birgt?
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Einjeder, alles dreht sich im Kreise, auf seine Weise und leise wird man zum Greise. Ha ha. "Ich bin schon völlig gaga, hilf mir Pfurr, bitte, wo geht es denn hier wieder hinaus in die normale Welt? Upps, wieso stehst du denn auf dem Dach?" "Ich suche noch immer meine Myriel, ich bin verzweifelt, sie ist irgendwo hier, aber ich kann sie nicht mehr finden." Jetzt kommt aber Edi, der Fachhelfer mit der Mütze und hört sich Pfurrs Verzweiflungsrufe an.
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"Du suchst die Myriel, das kleine Hühnchen." "Was? Ich bin kein Hühnchen, ich bin ein Eichhörnchen." kreischt Myriel zu Edis Schwanzspitze hinauf, aber es ist doch laut genug, dass man es überall gehört hat. Pfurr findet seine Myriel und sie eilen auf dem schnellsten Weg hinaus aus dem ganzen Labyrinth und sind nur unendlich froh, dass sie sich wieder gefunden haben. Inzwischen steht Geolg schon ganz erschöpft an die Eingangstür gelehnt. "Nur keine neuen Besucher mehr, bitte."
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"Was gibt es denn für Souvenirs zu kaufen? wird er gefragt, aber gleich kommen noch die nächsten. Herr und Frau Känguruh mit ihrem Sprössling begegnen noch Pete, den blauen Meeresbewohner. "Aha, Sie sind auch auf der Suche nach jemandem, hi hi, das kann passieren in diesem Irrgarten. Ha."
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Und zum Glück findet Pete auch seinen Hasen wieder, der gerade von einer tollen Vorstellung kommt. "Das musst du dir mal angucken, das war eine tolle Show. Die blaue Karotte trifft den Allesfresser und kommt zum Schluss als Geraffelt in den Salat, ich sage dir, unglaublich." Pete stöhnt nur und nimmt das Häschen mit auf seine Wanderung, weiter durch das Labyrinth.
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Amanda und Ahuii haben den Ausgang auch noch gefunden. "Mit wem warst du denn eigentlich da?" will Amanda schelmisch wissen. Aber es interessiert sie eigentlich überhaupt nicht. Hauptsache sie hat ihren Ahuii wieder. Dieser weiss auch nur noch, dass es ein tolles Bärchen war, aber er ist auch glücklich, dass er Amanda wieder hat. Inzwischen sucht Männi immer noch nach der roten Papageiendame aber eben, vergebens. Dafür trifft er das Bärchen von Ahuii. "Ich habe meinen grünen Vogel verloren, kannst du mir den Ausgang zeigen, aus diesem Labyrinth?" Und die zwei brechen hintenrum aus. "Ist doch egal, wie wir rausgekommen sind, Hauptsache wir sind zusammen. hi hi."
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Simmeling folgt dem kleinen Isidor auf Schritt und Tritt. "Sind wir wirklich hier hereingekommen, dann gehen wir auch hier wieder hinaus, ha ha." lacht das Eichhorn und Isidor will schon wieder umkehren. "Mir hat es da drinnen wirklich gefallen." bestätigt er dem Türsteher Geolg. Dieser lacht freundlich und wendet sich dann seinen Kumpanen zu. "Was meint ihr, sind alle draussen? " Edi wischt sich den Schweiss von der Stirne und Timoty überlegt angestrengt.
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Man kann ja nicht an alles denken.

 
Das Frühlingslabyrinth
"Was macht ihr denn noch da?" fragt Miezi etwas schnippisch die herumstehenden Hasen. "Wir geniessen das schöne Wetter, und du?" Miezi schielt etwas launisch auf das bunte Langohr von der Presse. Aber er hat sein Käppi heute nicht auf, dann hat man ja nichts zu befürchten. Die versteckten Ostereier sind alle gefunden und abtransportiert, die Hasen haben wiedermal ihre Schuldigkeit getan, sie können gehen. "Nicht böse sein, aber wir haben noch zu tun." ruft ihnen Miezi nach, und grummelnd verlassen die Langohren die Stätte des Spektakels.
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Ostern ist vorüber. Hasen sind Geschichte. Etwas traurig blickt das kleine weisse Porzellanhäschen der bunten Fuhre nach, wie sie lachend und übermütig wegfahren, zurück in den Heustock, wo sie hausen bis man sie wieder braucht im nächsten Jahr oder zwischendurch vielleicht einmal, wenn die Geschichte ins Hasenland schweift. Ein wenig traurig ist es schon, wenn etwas vorbei ist. Aber es kommt ja wieder, in einem Jahr. Einem ganzen Jahr voll fülliger Menge an frühlingshaften Momenten. Miezi schlendert mit Timoty durch die Gänseblümchenwiese.
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"Du erinnerst dich vielleicht nicht an unser Hütchenspiel, oder doch? Vor vielen Jahren haben wir es vor dem Haus aufgebaut, das war eine tolle Leistung und vor allem optisch ein Hingucker. Aber als wir am nächsten Tag spielen wollten, hat uns der Frühlingswind fast weggefegt. Alles ist geflogen, vor allem die leeren Kartonschachteln, also das ganze Spiel. Da mussten wir uns mit schweren Holzscheiten behelfen, damit wir überhaupt spielen konnten. Und immer wieder kam eine freche Böe und man wusste wieder nicht mehr, wo man zuletzt gestanden hat."
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"Oh jemine." findet Timoty und hört aufmerksam zu, wie Miezi weiter erzählt. "Ja, man konnte es in den News natürlich nicht sehen, denn alles war sonnig und fröhlich, aber zwischendurch sind wir fast verzweifelt, weil das Spiel nicht mehr stehen sondern nur noch fliegen wollte." "Ach, so schlimm?" "Naja, wir hatten ja trotzdem unseren Spass und einige haben sowieso geschummelt, was das Zeug hielt. Und jetzt dachte ich doch, man könnte wieder einmal etwas in diese Richtung erbauen. Denn wir sammeln ja immer alle Schachteln."
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"Toll, dann lass uns anfangen!" quiekt Timoty aufgeregt, hüpft auf und nieder, so, dass sich sogar die Gänseblümchen im Umkreis Sorgen um seine Gesundheit machen. Sie begucken sich erst einmal das Gelände. "Hier ist genügend Platz für ein Labyrinth. Wir wollen uns einmal auf die Suche nach Material machen. Ich glaube, der Stall ist voll mit alten Schachteln."
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Das ganze Kistenmaterial ist gut zum Bauen, aber die Schachteln sind eben leer und leicht. Wenn dann ein Windstoss kommt, fangen sie an, zu tanzen und herumzuwirbeln, man kann auf sie einreden, was man will, sie gehorchen einfach nicht. Miezi erinnert sich nun an vergangene Frühlinge. "Es ist immer einen Tag so, einen Tag so, da kann man nichts ändern. Seufz." Aber sie wollen es dennoch versuchen. "Wenn wir auf den Schachteln oben sitzen, können sie nicht wegfliegen, oder, Miezi?" Timoty hat der Eifer gepackt..
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Sie haben erst wenige leere Kisten aus dem Stall heran geschleppt, aber es ist ein Kampf gegen Windmühlen, besser gesagt, nur gegen den Wind. Aber wenn man am einen Ende wieder etwas gerichtet hat, dann fliegt das gegenüberliegende Stück weg. "Mizei schüttelt den Kopf und rümpft die Nase.""Leute, lasst es, wir machen nächste Woche weiter. Wir müssen erst einmal die Grundmauern befestigen."
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Inzwischen sind auch noch ein paar Vorbeigehende involviert. "Können wir helfen, wir haben gerade nichts zu tun." "Oh, nein danke, wir brauchen keine Hilfe." miaut Miezi und tut als würde sie der ganze Bau überhaupt nichts angehen. Aber diese Taktik zieht die Leute an. Und es kommen auch noch andere Spassvögel vorbei. "Das soll wahrscheinlich die chinesische Mauer werden?" oder "Was baut ihr denn, hier hat es doch gar nichts um einzuzäunen?" Abwarten.
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Edi mischt nun auch mit, und das will etwas heissen. "Man muss den Bau von allem und jedem genau überdenken und man darf nicht einfach draufloswursteln. Das heisst, eigentlich schon, das ist dann aber nur der Prototyp. Später kommen erst die Feinheiten, ja, da kenne ich mich aus."
Das Interessante an der ganzen Sache ist, dass nun immer mehr Gugellandier herbeikommen und erstens alles besser wissen und zweitens natürlich wohin die Reise geht. Hi hi.
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"Wir brauchen mehr Kartons!" ruft die Schildkröte, "nein, wir brauchen mehr Helfer und einen Wuwatijäger!" miaut Miezi ernsthaft und hat gleich die Bescherung. "Nein, natürlich nichts, hi hi."
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Man wird sich insofern einig, dass man das Projekt MAZE oder Labyrinth heute nicht mehr fertigstellen wird. Aber das macht es ja spannend in Gugellandia und auf der ganzen Welt, denn wir wissen ja nie, wie es weitergeht, oder? Aber wir bleiben dran, und das Labyrinth nimmt Formen an. Freuen wir uns auf nächste Woche!
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Nächsten Dienstag geht es weiter.

 
Wer hat an der Uhr gedreht?
Es ist Frühling, alles grünt und blüht um die Wette. Die Sonne strahlt, alles ist toll, nur die gugelländischen Vögel und anderen Tiere verspüren keine richtige Freude, denn die Natur ist so ungestüm und lässt ihnen keinen Platz mehr zum Tummeln. "Was ist denn das für eine neue Kapelle, da vorne?" will Tino, der Pfefferfresser, wissen. "Ja, das weiss ich auch nicht, aber es sieht aus, wie eine Kuckucksuhr." findet Miezi und alle warten gespannt eine Weile vor der tickenden Uhr, die allerdings fünf nach halb 5 anzeigt. "Wie späte ist es denn, wann kommt der Kuckuck raus?" fragt Frifri, der Frosch.
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Aber keiner weiss, wie viel Uhr es ist und so ist zum Schluss nur noch Amanda neugierig auf den Vogel, der aus dem kleinen Fensterchen ganz oben auf der Kuckucks-Uhr rauskommen und tirilieren soll. "Er macht nur Kuckuck und geht wieder rein. Türe zu, und aus die Maus." weiss der kleine blaue Papagei und hüpft fröhlich hinter Miezi weiter. Aber was ist denn das? Noch eine Uhr? Tino schaut es sich aus der Nähe an, und auch Amanda beguckt sich die merkwürdige Uhr. "Ich sehe aber nicht, wie spät es ist, ihr?" Das ist aber auch im Moment nicht wichtig.
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Aber Frifri, Miezi und Touri haben schon bemerkt, dass überall in Gugellandia Uhren herumhängen, stehen und liegen. "Was ist denn das? Der Aufstand vom Zeitabstand? Der Trotz vom Uhrensprotz oder einfach nur ein Weckruf der Stundenmessanlagen?" Frifri guckt in jedes Loch, ob dort auch noch Uhren sind, während Miezi sich noch über die angezeigte "Zeit" wundert. "Wie spät ist es denn nun wirklich?" Der einzige, der sich im Moment über gar nichts wundert ist der blaue Touri. "Es ist Frühling, ihr Narrenkappen, das ist doch dann, wenn alles blüht und genau die Zeit, die nicht stehen bleibt, deshalb sollen wir sie nur geniessen. "
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"Da hast du recht." stutzt Miezi und fragt sich trotzdem, weshalb Tino schon wieder flötet: "Es ist viertel vor Fünf Uhr, ich habe inzwischen die Zeit lesen gelernt. Hi hi, Es ist ganz einfach."  Aber Miezi, Frifri, Amanda undTouri sind schon bei der nächsten Uhr angekommen. "Hier ist es viertel vor Zwölf, das könnte auch stimmen." Die schöne "Viertelvorzwölf-Uhr" tickt aber nicht mehr. "Die kannst du wegwerfen, hi hi." mutmasst Frifri, aber Tino findet sie so schön. "Lass sie einfach ticken."
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"Aber hier tickt einiges anders, ha ha." lacht Touri und verabschiedet sich von ein paar Holz-Nakedeien und flattert schnell rüber zu Miezi und ihrem Gefolge. "Hier haben wir eine ehemalige Küchenuhr, ich kann mich ganz genau an sie erinnern. Wie die hierher kommt, und was die hier macht, habe ich keine Ahnung, aber es ist schon eine tolle Leistung, und guckt mal, wie spät es ist?" Amanda schluckt. Es war doch aber vor einer ganzen Weile schon viertel vor Zwölf, tickt sie denn noch?" "Miezi hält die Ohren dran." "Ja, hurrah, sie tickt noch."
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Die Sonne scheint, alles ist grün und bunt, duftet und summt, aber die fünf gugelländischen Vorbotsnasen können nicht einfach still sitzen, sich von dem herrlichen Sonnenschein küssen und vom Frühlingsgesummse einlullen lassen, sie wollen wissen, was hier gespielt wird. "Da, da daa!" schreit Frifri aufgeregt und will die anderen schon verlassen. Diese aber hören es aus einem Loch weiter oben ticken. "Das ist vielleicht eine Bombe!" mutmasst Tino, der kleine Pfefferfresser, der übrigens ein Onkel von Klepf ist. 
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"Ich habs gefunden, guckt mal hier, ein integriertes Uhrwerk im Efeu, es hat halb zehn oder irgendwas, ist ja egal, aber es ist rund und sieht wie eine Uhr aus." Man ist ber"uhr"igt und stapft weiter. Sie finden noch viele Uhren, überall, mit immer unterschiedlichen Zeiten. Aber eindeutig zwei Zeigern, die sich im Kreise drehen. Manchmal hat es noch einen ganz Verrückten, der sich minütlich rundherumwälzt, was bei Frifri zu grosser Aufregung sorgt. "Ich habe irgend etwas vergessen, vielleicht, oder doch nicht?" Aber Tino beruhigt alle. "Es kann noch gar nicht viertel vor sieben sein, denn die Sonne steht noch hoch am Himmel, die ganzen Uhren verulken uns hi hi."
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Die ganze Frühlingspracht ist plötzlich eingelullt von einer merkwürdigen Uhrkraft. "Es ist spät, wir sind zu spät..." rufen die Hasen, wahrscheinlich Osterhasen, im Chor von unten. "Nein, es ist erst... hmm also irgend etwas vor oder nach." grinst Amanda und winkt den fröhlichen Häschen zu. "Macht einfach, was ihr wollt, hi hi."
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Aber Miezi weiss, was sie will. Sie strebt zu einer Tafel, die scheint ja schon ein bisschen merkwürdig zu sein. "Wir gucken mal." Aber es hat weit entfernt überhaupt nichts mit Zeit oder Uhren zu tun. "Also, bitte, konzentriert euch. Und dann schiessen!" 
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Warum denn Schiessen, wenn es keine Feinde gibt. Warum denn schiessen, wenn es nichts als Luft hat?" "Wir müssen die Uhr zusammenschiessen." Damit wir keine Zeit mehr haben und frei leben können.
"Ho ho hoo, ich bin noch da." sagt der Papagei.
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Wir nähern uns nun der so genannten Maya Uhr. Bitte aufpassen, damit ihr nicht daneben tretet. Es ist eine Uhr, die ihr nicht versteht und niemals wieder verstehen könnt, also geniesst einfach die Weite der Inkas und deren Reden... hilfe, da kommt schon wieder so ein Inkahelfer. ich fühle mich geborgen.
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Na schön, dann geht es jetzt richtig los.
Bitte aufpassen und keine Müdigkeit vorschützen, hi hi.
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"Und, hier bitte, seht ihr dass das keine Uhr war, sondern eine echte Parkuhr. "Und was ist eine Parkuhr?" Tino nimmt den Schnabel ziemlich voll und sagt. "Wenn ihr nicht wisst, was eine Parkuhr ist, dann guckt euch das Instrument noch einmal an und vergesst es auch wieder. Es war ein tolles Requisit der vergangenen Jahre, man musste noch einen Zwanziger einwerfen, um eine Stunde parken zu dürfen." jubiliert Tino schwanzwedelnd und fegt im Sauseflug über alles drüber. "Ho ho!" und wo hocken sie denn da?
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"Und man musste nur einen Pfennig in den Brunnen werfen." lacht Miezi und alle zusammen hocken vor einem brunnenähnlichen Gebilde. "Und dann, was passiert?" "Wirf schon mal die Münze rein, Amanda!"
Sie wirft und es passiert etwas ganz Wundervolles.
Die Uhr sagt. "Liebe Leute, ich gehe immer, aber ich gehe jetzt eine Stunde vor."
"Und wo ist die verlorene Stunde?" kreischt Amanda.
Die bekommt ihr im Herbst wieder zurück.
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Na toll. Es ist schon schlimm etwas zu verlieren, aber etwas wieder zurück zu bekommen, ist noch viel schöner.
Freuen wir uns einfach über die Zeit.
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Tick tack tick tack tick tack tick tack tick tack


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