News : Immer das Neuste aus Gugellandia

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Mai 2026





 
Der fliegende Koffer
Edi hat sich wieder einmal ein Buch geschnappt. "Das ist die Geschichte, die mir immer so gefallen hat, aber ich habe sie nie begriffen." seufzt Edi. "Der Schreiber muss zwischendurch einen Generalschock gehabt haben, sonst wäre es anders gekommen, aber ausgegangen ist sie gut." Miezi ist nun neugierig geworden, von welcher Geschichte Edi spricht. "Aha, der fliegende Koffer? Was ist daran auszusetzen? So viel ich weiss, ist sie absolut nicht gut ausgegangen." 
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"Aber wir können sie spielen und natürlich dann den Schluss ändern." schlägt Edi vor. Aber Miezi ist zuerst einmal an dem Koffer interessiert, den Edi da angeschleppt hat. "Wo hast du den gefunden?" "Ach so Zeug liegt immer im Stall herum. Ist wahrscheinlich nichts wert." Aber so darf man nicht denken. Miezi macht den Koffer auf und ist überrascht, was sie darin findet.  "Steht drauf Handarbeit, damit kannst du zu Bares für Rares." Man staunt, aber man braucht ja einen Koffer und keine Handarbeit, also weg mit dem Besteck.
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Ottilio ist auch nicht gerade glücklich über den Fund. "Ich kann mit diesen Messern nichts anfangen, und den Rest habe ich schon. Mit den Gabeln kannst du nichts anspiessen." "Ach so, deshalb liegt der Koffer seit dreissig Jahren im Stall." Aber er hat dennoch die Gemüter bewegt und kommt nun ohne das Besteck in den Fundus. "Wir wollen ihn brauchen. Auch wenn er noch etwas neu aussieht, alt genug ist er schon, hi hi."
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Miezi klappt den leeren Koffer zu und fagt Edi. "Bist du auch bereit für die Rolle?" "Natürlich muss der Koffer erst noch das Fliegen lernen." Edi setzt sich schon einmal in die Mitte, sagt hüh und hott, aber leider weiss der Koffer noch nichts von seiner schauspielerischen Aufgabe.
Jetzt kommt der rote Glückskäfer um die Ecke, und alles läuft, wie von selbst.
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"Hallo, du bist Edi? Ich soll deinem Köfferchen das Fliegen beibringen, ist das erlaubt?" "Na klar, komm her, und hilf uns, fliegen zu lernen." Der komische Käfer krabbelt herum und nickt unentwegt, aber er sagt nichts mehr, kein Wort, macht nur summ summ summ und kreist erneut um den Koffer herum. "Wir wollen hier die Geschichte von Andersens fliegenem Koffer drehen." murmelt Edi und setzt sich schon mal in den Koffer hinein.
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Aber wie das so ist in Gugellandia, es passieren noch Zeichen und Wunder, ha ha und der Koffer, der vor kurzer Zeit noch tatenlos, glanzlos und gefühllos im Stall gelegen hat, erwacht zu einem neuen Leben, von dem er bislang nichts ahnte und das ihn noch sehr verwundern wird.
Alle sind gespannt, auch gewisse Teilnehmer mit Krönchen, die sich noch den Bauch mit Kirschen vollschlagen, hören auf zu mampfen und warten nun auf die Geschichte.
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Die Geschichte vom fliegenden Koffer. Edi hat anfangs noch etwas Mühe, den Koffer zu lenken, besser gesagt, er weiss überhaupt nicht warum und wohin er saust. Aber irgendwie fliegt der Koffer nur, wenn er darin sitzt. Etwas anderes kann sich Edi gar nicht vorstellen, und er erinnert sich nun an die Geschichte, die er gelesen hat. "Mein Vater hat mir viel Geld vermacht, aber das habe ich alles verprasst."
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"Ich habe nur noch meinen Schlafrock, ein paar Pantoffeln und den Koffer." Und nun setzt sich Edi hinein in den fliegenden Koffer und fliegt los. Er saust über ganz Italien und immer mehr nach Osten und dann sieht er schon die Türme von der Moschee in Istanbul. "Oh, da hat es sicher schöne Prinzessinnen," staunt er von oben und versucht, den Koffer zu dirigieren. Aber der Koffer macht, was er will und saust erst einmal über ganz Istanbul hinweg.
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"Ich habe das Buch nicht aufmerksam gelesen, ich weiss überhaupt nicht, wie ich den Koffer wieder runterkriege." Aber das ist auch egal. Der Koffer weiss nämlich, dass Edi genau in Istanbul runter will. Etwas unsanft lässt er ihn in der Nähe des imposantesten Gebäudes nieder. "Wow, wo bin ich denn gelandet?" Edi reckt seine Nase freudig nach oben und sieht bereits eine Fussgängerin des Weges kommen. Es ist eine Amme mit einem kleinen Kind. Das gab es früher häufiger. Edi grüsst erst einmal freundlich.
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"Ich bin erst gerade hier angekommen, was treibt man denn in so südlichen Ländern?" "Wir sind ehrbare Leute und wir grüssen dich." sagt die Amme mit ihrem Kind. Edi ist ja zwar erst gerade in der Geschichte gestartet, aber er erinnert sich doch an all die orientalischen Märchen aus 1001 Nacht. "Da muss man extrem aufpassen, dass man nicht als Gin in der Flasche endet." Aber jetzt fliegt er erst einmal zu der Festung hoch. "Da drin soll die Prinzessin sein.
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"Das hätten wir erstmal geschafft, was Koffer?" Ein süsser Luftzug kommt durch alle Ritzen des Palastes. "Ich werde nun einmal gucken, wie es der Prinzessin so ergeht, sie soll ja hier eingesperrt sein, weil sie sonst einen Falschen heiraten würde oder so." Edi trampt also unverblümt in das kleine Gemach der Prinzessin hinein. "Oh, hallo."
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Ihre Blicke treffen sich. Die Prinzessin weiss genau, das ist er. Edi hingegen ist sich noch nicht ganz sicher, wo er hier hineingeraten ist, aber er fühlt sich zunehmend wohler, je mehr die kleine Eisbärin von sich erzählt. " "Sie haben mich hier oben eingesperrt, damit ich den Einen nicht treffe, und heirate, der mich dann enttäuschen wird." Edi staunt und ringt nach Worten.
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"Dann bist du hier oben ganz sicher?" "Ja, denn hier oben findet keine böse Seele ihren Platz, und kein schräger Wanderer kann hier um eine Prinzessin freien. Aber sag einmal, woher kommst eigentlich du?" Edi schluckt und freut sich dann gleich über seine Antwort. "Ich komme vom Himmel, und ich finde dich Erdenbewohnerin ziemlich anbetungswürdig."
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Edi schluckt und Atina blinzelt. Naja, warum sollen wir lange darum herum machen? "Das schickt sich so, oder?" "Ja, klar, aber wir spielen doch hier nur ein Liebespaar? "Na klar, aber nicht der Beppa sagen, sonst habe ich wieder Ärger bis unters Dach, hi hi."
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Atina ist diese türkische Fee, der zu Füssen nun Edi liegt und von sich behaupten kann. "Ich fliege." Zwar ist es nur der Koffer, der fliegt, aber ab und zu kann er in den Himmel gucken und sich überirdisch fühlen.
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Zwischendurch muss er einmal in der gugelländischen Werkstatt landen. "Mir ist das Benzin ausgegangen. Hi hi." Also, Miezi tut, als hätte sie nichts gemacht und die Geschichte geht schon weiter. Die Eltern sind nämlich bereits eingetroffen, "Oh, das lasse ich mir gefallen, ein schöneres Bühnenbild könnte man gar nicht haben, für seinen Schwiegersohn."
"Ach ja?"
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Edi hat sich nun für seinen grossen Auftritt die wunderschön traurige Geschichte von den Streichhölzern bereit gelegt, und als er die feschen Eltern von Atina erblickt, fällt ihm nicht nur das Herz in die Hose, sondern auch noch die Hose auf die Füsse, und dann?
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Dann können die Gugellandier ja gerne lachen, aber es war ein harter Kampf um die schönste Geschichte, über die sich Edi immer noch Gedanken macht und auch die ganze Welt sich fragt, was der Dichter damit sagen wollte, aber wir bleiben dran. Es tanzt der Pinguin mit der Krone und auch alle anderen fangen an, zu hüpfen, hi hi, ist doch ....
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"Diese Geschichte war so unbeschreiblich lustig und schön." freut sich der König und die Königin seufzt dazu. "Ja, es war auch spannend,  traurig und herzerfrischend." Während die zwei Königshäupter noch in den Geschichtswelten herumbaumeln, schaut die kleine Königstochter Atina schon verträumt zu Edi hoch. "Ich glaube, du hast die Prüfung bestanden, wir werden heiraten." Edi freut sich und klammert sich an seine Streichhölzer und den Koffer.
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"Wir werden Hochzeit feiern, komm wieder, bitte, in zwei Tagen, Edi, mein Bräutigam." Und Edi weiss nicht, wie ihm geschieht, er wird ein Prinz, ein König, ein unbeschreiblicher Machthaber werden, König oder noch höher, es ist ihm völlig unklar, aber er weiss vor lauter Glück nicht mehr ein und aus. "Das habe ich nur meinem Koffer zu verdanken. Und euch zwei." seufzt er über seinen zwei letzten Streichhölzern und hat eine folgenschwere Idee."
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Er lässt Feuer entzünden, Freudenfackeln, Friedenslichter und Feuerwerk über Istanbul. Der ganze Himmel ist ein einziges Blumenmeer und das Gefunkel will die ganze Nacht kein Ende nehmen. Edi freut sich so. Auch die Prinzessin ist glücklich und wartet jetzt schon auf den nächsten lieblichen Kuss von ihrem zukünftigen Ehemann. Aber leider leider, wird es nie dazu kommen. Denn Edi hat ein wenig zu viel Feuerwerk gemacht. Ein Funke hat seinen Koffer erwischt und der ist gleich freudig zu Asche geworden. Jetzt sitzt Edi da und hat nichts mehr.
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Aber so sind nur die Märchen von Andersen, ha ha. In Wirklichkeit haben alle Plüschies von Gugellandia noch immer alles, was sie brauchen.
Und den herrlichen Himmel über sich und die ganzen Wünsche und Träume und Märchen.

 
Ricky fliegt mit Gugel
"Leute, guckt mal, ich habe einen Maikäfer getroffen." Gugel guckt zwar interessiert auf seinen Pfefferfresservogel, aber er hat andere Probleme. "Ich warte schon eine halbe Stunde auf meinen Gast, aber der muss irgendwie in der Beammaschine stecken geblieben sein." Gugel macht sich Sorgen, und hat auch schon eine bunte Zuhörerschaft. Polli, Sonni und die zwei Papageien Cirillo und Amanda beobachten das gugelländische Oberhaupt bei den seinerseitigen Beobachtungen. "Es ist immer wieder interessant, wenn man auf etwas wartet, und es kommt und kommt einfach nicht." Hi hi.
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Gugel hat sich vielleicht in der Zeit geirrt, aber er ist immer überpünktlich und deshalb muss er ein bisschen Wartezeit ja schon in Kauf nehmen. Aber diesmal watschelt er einfach los. "Wohin gehst du, Gugel, sollen wir nicht mitkommen?" Gugel stapft den Hang hinan, durch das wilde Grün führt ein noch wilderer Weg hinauf auf die Wiese, die mittlerweile schon ein Dschungel sein muss. "Doch doch, kommt nur mit!"
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"Wisst ihr, ich warte auf Ricky, er müsste heute in Gugellandia eintreffen, aber entweder hat wieder einmal die Beam-Maschine einen Knall oder er hat es vergessen." "Nein, nein, ich habe vorhin schon so ein merkwürdig deutsches Geräusch aus der Schleckwarenröhre gehört, vielleicht kommt er da hindurch, wer weiss, soll ich noch einmal zurücklaufen?"  "Nein, bleibt da, ich möchte nicht allein sein, wenn er mich im Stich lässt und einfach nicht kommt."
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Aber man hört es genau. Es ist etwas unterwegs. "Ich glaube, er kommt doch durch die Schleckwarenröhre!" vermutet nun Cirillo und da ist er ja auch schon. "Willkommen in Gugellandia. Wie war die Reise?" "Es ist immer wieder ein verrücktes Spektakel, diesmal bin ich zu Hause vom Balkon aus direkt gestartet und bei euch aus der Süssigkeitenröhre wieder rausgespuckt worden, ha ha, immer wieder ein Erlebnis. Aber jetzt bin ich da. Grüss euch."
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Gugel erklärt Ricky zuerst einmal, was er vorhat, aber Ricky hat seinerseits auch etwas vor und so herrscht grosse Aufregung im grünen Grün. "Zum Glück ist Ahuii nicht da, der wäre noch grüner, hi hi."
Sie preschen also munter drauflos durch die gugelländische Pampa, das Gras ist schon fast meterhoch.
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"Wenn wir hier mähen, ist darunter alles braun." stellt Amanda sachlich fest. "Aber das macht ja nichts, wir wollen doch sehen, wo wir laufen, oder?" seufzt Polli und Sonni weiss nicht, was sie singen soll. "Ich würde gerne etwas trällern, aber ich weiss nicht genau, was passt." Gugel und sein Gast sind ebenfalls ratlos. "Sing einfach etwas, das das grüne Grün nicht stört."
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Aber nach zwei drei Tönen verstummt Sonni bereits und strahlt mit den auf sie einpreschenden Klängen um die Wette. Wenn das Heu nur geschüttelt wird, lässt es fast lautlose Funken von sich. Wie ein Seufzen der gemähten Wiese, wenn du das Heu noch einmal aufschüttelst, jauchzen die Halme und freuen sich, dass sie rundum trocken werden. "Und wenn du das Heu auf die Gabel nimmst..."- "Ja, ja aber bitte nicht essen.!" lacht Amanda und zwinkert Cirillo zu. Heuen ist schön, aber es sieht viel leichter aus.
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Gugel will unter dem Bäumchen sein Picknicktuch ausbreiten. Aber es raschelt irgend etwas im Gebüsch, das ihn warten lässt. "Irgendjemand hockt da oben im Baum, da bin ich sicher." raunzt er und tatsächlich. Wer könnte es auch anderes sein?
"Schangelina." freut sich Ricky. Ja, da muss man eben die Vergangenheit der Zwei kennen. 
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Aber Gugel ist noch nicht sicher. "Was ist das, es zittert der ganze Baum, wer will uns stören?" Tatsächlich wackelt der ganze Baum. Es ist eine Esche übrigens, aber ihre Blüten sind schon verwelkt. Und oben hockt, ja, das glaubt man ja nicht, ein ganzer Eisbär. Besser gesagt, eine Eisbärin, nämlich die Schangelina für ihren Ricky.
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Die Papageien krächzen, der Gugel schluckt, und Schangelina ist überglücklich. "Hallo Ricky, freut mich, dass du wieder einmal nach Gugellandia gekommen bist."  "Oh, gleichfalls, ich freue mich auch sehr."
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Aber es gibt noch Zoff. Irgendetwas in dem grossen Grashaufen ist unruhig, möchte raus. Eine Explosion? Naja, fast!
Der Heuhaufen explodiert. Bumm und bümmelchen und wer guckt am Ende hinaus.
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Fliegen, ja, das wollen wir, und das können wir nicht. Die gugelländischen Papageien nicken zwar gutgläubig, aber sie kuscheln sich auch wieder ein, wenn die Sprache auf Fliegen geht. "Was ist, könnt ihr nicht fliegen?"
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"Na klar, können wir fliegen, aber wir flattern nicht einfach so blöd rum, wie ihr denkt." "Wir machen das ganz behutsam und mit Verstand." "Und mit Federn in der Luft!"
Gedankenpause.
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Sie starten ganz sanft. "Hoffentlich kommen wir höher als ein Meter über den Boden." grinst Ricky, aber da werden auch Amanda und Cirillo von einer Luftböe erfasst und in ungestümem Tempo geht es aufwärts. "Phuh, da wird einem ja fast schwindelig, es ist wie auf dem Riesenrad, aber auch wie am Jahrmarkt, Huii, hilfee, halte dich einfach an einer Wolke fest."
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Amanda und Cirillo sind wieder etwas tiefer gesunken und balancieren den Korb mit den zwei wichtigen Insassen etwas aus. "Ihr müsst euch schon festhalten, es kann zuweilen etwas turbulent zugehen." grinst Amanda rückwärts und Cirillo winkt mit dem Schwanz den Takt  zu der rasanten Fahrt. Und schon schwingen sie wieder durch die niedrigen Äste und fliegen hoch bis zu den Wolken.
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Unten am Boden bestaunt Schangelina den tollen Flug. "Die sind ganz schön verrückt, würde ich mal meinen."  Aber die Wolken finden das auch und schaukeln unsere Korbflüsterer höher und höher bis sie wieder in ein Luftloch geraten. Dann geht es erneut im Sausetempo hinunter... und wieder hinauf, es ist wie eine irre Karussellfahrt über den ganzen Himmel, immer mit dem schnaufenden Wolkenungeheuer hinter dir, oder vor dir.
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Aber irgendwann ist die Karussellfahrt auch zu Ende. Gugel landet Schnauze voran wieder fast dort wo er gestartet ist, aber wo ist Ricky geblieben. "Huhu, ich bin da, weich gelandet im Heuhaufen, ha ha, besser geht es nicht." Die zwei krabbeln unversehrt wieder zutage, schütteln sich ein wenig und lachen, strahlen über das erlebte Abenteuer.
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"Aber jetzt haben wir uns einen Kuchen verdient." lacht Gugel und steht mit Ricky vor der gugelländischen Konditorei, wo bereits eine hauseigene Rüeblitorte wartet.
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Und dann kommen auch noch alle anderen Gugellandier und begrüssen Ricky. Ausser Schangelina, die hat noch eine Weile zum Zurücklaufen, aber sie kommt bestimmt auch noch.

 
Tierkreiszeichen
Das Frühlingswetter lässt nichts zu wünschen übrig und zieht seine Kreise um Gugellandia. Aber Miezi ist völlig aufgebracht und rennt mit den roten Papageiendamen zur Linde hinauf. "Schaut euch das an, ist das nicht entsetzlich?" Was denn? fragen die zwei Vögel. "Na da! Guckt euch um, überall noch Konfetti, dabei ist jetzt schon Mai, versteht ihr, diese Spuren müssten längst weg sein." "Und, warum sind sie nicht weg?" fragt Battamba und Amanda pickt derweil an einem dieser fotzeligen Fetzchen herum. "Sie sind ziemlich resistent." "Eben, das ist nicht normal, da hat es Plastik drin, das ist nicht reines Papier und es steht überhaupt nichts drauf auf der Packung." Miezi ist immer noch ganz ausser sich.
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"Aber wir haben die Packung ja nicht mehr, also weg ist auch der Beweis, die Bescherung haben wir, hi hi, im Garten." Battamba und Amanda finden das ganze nicht so schlimm. Aber Miezi hat noch einen Sack Koriandoli übrig und rennt damit zu Umweltminister Peso. "Was sagst du dazu, das ist doch mörderische Umweltverschmutzung!" Peso guckt sich das Paket von allen Seiten ganz genau an. "Es steht nichts von umweltfreundlich drauf." Aha, und wie kriegen wir dieses Gefötzel wieder aus dem Gras? Es sieht alles alles sehr ungesund aus." Aber Peso lächelt umweltfreundlich.
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"Wenn dir die Konfetti nicht gefallen, warum hast du sie dann gekauft?" Und Miezi bleibt allein mit ihrem Frust. "Na schön, dann machen wir die News eben wo anders." sagt sie trotzig und beguckt sich eine Statistentruppe vor dem Haus. "Ha, alle? Was wollt ihr spielen? Märchen haben wir keine mehr, im Moment, und Sportveranstaltungen sind auch rar geworden." seuft Miezi und verlässt die Städte. Endlich, Edi, ich habe dich schon gesucht, die Leute wollen etwas spielen, verkörpern, aber ich habe noch keine Idee!" Edi hat aber auch gerade keine.
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"Wahrscheinlich ist der Vollmond daran schuld." versucht sich Miezi rauszureden. Und Edi freut sich. Na klar. Der Mond, die Tierkreiszeichen, das ganze Leben auf der Erde wird ja in zwölf Teile zerlegt, und ab diesem Moment sieht man in Gugellandia nur noch eine glückliche Miezi und einen lammfrommen Edi mit einem süffisanten Lächeln auf dem Antlitz, die alle möglichen Tiere zusammensuchen, anlocken und betüddeln als würde es etwas ganz Grosses geben.
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"Wir haben schon einen Löwen, der ist immer die Hauptsache." flüstert Miezi, aber Edi findet auch ein Pferd und einen Hasen ganz gut. "Wir können ja auch die chinesischen Sternzeichen sammeln." findet er und schüttelt sich voller Wonne den eigenen Pelz. Miezi aber gerät ins Wanken. "Moment mal, du möchtest die chinesichen Sternzeichen mit den hier üblichen vermischen?" "Nein, natürlich nicht, aber die chinesischen Sternzeichen sind allesamt Tiere, bei den üblichen musst du zum Beispiel eine Jungfrau und einen Wassermann erst mal machen."  Miezi nickt schweigend.
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"Was mache ich nur mit euch?" seufzt sie, zwei Kühe, zwei Bären und einen Wolf vor sich. "Oh Mauli und Bauli, willkommen, ihr seid die geborenen Zwillinge!" freut sie sich. "Der Tintenfisch ist der Wassermann und Schangelina wird die Waage, ist doch alles ganz klar." Edi vertieft seine Schnauze nun auch in den Notizen."Aber wozu brauchen wir den Wolf?" flüstert er Miezi zu.
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"Wir haben keinen Skorpion." zischt Miezi, "sei still und schau, dass du nicht im Wege stehst." Es ist allerhand los auf der Bildfläche. Edi ist ein bisschen gekränkt und macht sich vom Acker. Aber da ist schon allerhand los. Die Fische nämlich sind sich noch gar nicht einig. "Ich bin ein Hai und du?" Ich bin kein Hai aber wahrscheinlich berühmter als du." Das Duell möchte ich lieber nicht sehen. Denn der Hai hat unterwegs einen Käfer entdeckt. "Den fress ich, das ist ein Mistkäfer oder sonst etwas ungeniessbares." Man staunt.
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Auch der gugelländische Krebs, der Hummi, hat etwas gefunden, was seine ganze Aufmerksamkeit fesselt. "Ein Blümchen, ich werd nicht mehr. Dieses Blümchen möchte ich heiraten." Obwohl man ja weiss, dass Heiraten ein alter Zopf ist, staunt man doch nicht schlecht über diese Aussage von Hummi zu einer einfachen Kleeblüte. Inzwischen sind auch Böcki und Lucky durch das Gras gewandert. "Fühlst du dich eigentlich noch als Löwe?" fragt Böcki frech. "Nicht mehr so ganz." gibt Lucky zu und geht seinen Weg weiter. "Und du? " "Ich bin jetzt ein Wassermann, vorher war ich noch Polli."
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"Tut mir leid, etwas Änderung gehört zum Leben." Polli ist jetzt gefühlt ein Wassermann. "Hallo Steinbock!" grinst er freundlich aber die allgemeine Stimmung läuft aus dem Ruder. "Ich da, du dort, nein du kommst nach mir. Ich bin vor dir, ganz sicher." Edi versucht, einzuschreiten, aber die Tiere sind sehr angriffslustig und selbstbewusst. "Ich bin ein Hai, hast du das verstanden?" "Und ich bin ein Stier, hast du das ebenfalls verstanden?" "Und ich, Löwe schlafe noch, ha ha." Edi stellt fest, dass sich alle Tiere ihre stärksten Seiten bereit machen, um zu kämpfen.
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Aber da sitzen noch zwei im Gras. "Ich bin Schangelina, ich komme als Waage." Und neben ihr hüpft das tapfere Bärchen aus dem Thunersee. "Und ich bin der Schütze!" sagt er ganz stolz und reiht sich in das Sternzeichenbanner ein. "Es fehlt noch der Skorpion." findet einer. "Aber wir haben keinen Skorpion aus Plüsch." seufzt Edi, aber da findet er gerade einen, der sich auch nie einreihen kann, auf der Platzebene, "Hallo Gevatter, willkommen." Der Wolf hat im Nullkommanichts die Stelle des Skorpions ergattert. "Wir reden dann später über Erfolgspunkte, ha ha." japst Edi und rennt gleich weiter.
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Dann ist jetzt die europäische Sternzeichenskala perfekt.  Wir haben Steinbock, Wassermann, Fische, Zwillinge, Widder, Stier, Krebs und Löwe, dann Jungfrau, Waage, Skorpion und Schütze. "Aber das Ganze fängt im Frühling an mit Widder." "Bei mir fängt das Jahr im Januar an." stampft der Steinbock und schon ist Ruhe im Karton.
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Einjeder fühlt sich als Einziger und das ist gut so. Aber Miezi weiss noch immer nicht, was mit der ganzen chinesischen Truppe anfangen. "Ihr seid so süss und alles Tiere, ich weiss wirklich nicht, wohin mit euch." Dann eben mal schön der Reihe nach. "Also ich bin ein Drache, das neben mir ist ein Hase. Nur so zum Sagen!" "Ja, und das neben mit ist auch ein Hase, ich würde mal sagen Mniam Mnjam." murmelt Frech. Myriel ist es schon ganz ungemütlich geworden. Naja, warum auch?
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"Also, Edi wir haben ein Tier zu wenig bei den Chinesichen Sternzeichen. Was könnten wir denn vergessen haben?" "Schlange, Drache,Tiger, es ist alles da, was wir brauchen, ich weiss nicht, was fehlt."
Miezi recherchiert und findet heraus: Es fehlt eine Ratte.
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Alles gut, die Schlange macht noch ein paar Extratänze, hi hi. "Wow Kleopatra." Aber es geht ja schlussendlich um das Ganze. "Was meint ihr Zwei" fragt Miezi den Dackel und den gugelländischen Flederich. Aber sie sind beide im Moment völlig versiegelt und nicht ansprechbar.  "Ja, was mache ich denn nun nur?" fragt sich Miezi und geht einen Schritt weiter.
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"Da vorne sind schon Edi und Tarantolo am Diskutieren. "Naja, was auch immer, wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit!" Die zwei Ziegen haben sich gefunden. "Wir schaffen das."
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"Liebe Tiere, ihr habt nun einen grossen Kreis gemacht, und ich bitte euch, noch ein wenig zu bleiben, denn es handelt sich um eine wunderbare Aufführung in Gugellandia. Ihr wisst es nur noch nicht."  Miezi tuschelt noch "Ich müsste eigentlich auch dabei sein, aber das ist jetzt Nebensache." "Ja stimmt, du bist ja auch so ein wundervolles Tier." lallt die Kuh und zusammen gehen sie noch einmal die ganzen Notizen und Kritzeleien durch.
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Aber es stimmt, wir haben hier den europäischen Sternzeichen alles abverlangt. Und wir haben auch die chinesischen hinzugefügt, das ist eine gugelländische Gesamtleistung, wie sie noch nicht im Buche steht. Alle wollen den Worten von Miezi Applaus klatschen, trauen sich aber nicht zu bewegen, so "heilig" ist die Angelegenheit. Hummi klatscht zuerst. Und dann folgen ihm alle und das Pferd wiehert, das Schwein grunzt und jedes Tier gibt einen Laut von sich. Es macht sich ein wundervoller Friede auf dem Platz breit.
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"Aber wenn wir alle wieder einzeln sind, streiten wir natürlich auch erneut fröhlich miteinander."
Fertig ist der friedliche Reigen und - sehr bedeutungsvoll.


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