Hallo, ich bin Schnorbert, Kritiker von Beruf
Seit November 2014 bin ich nun hier in Gugellandia und das ist ja schon eine Strafe. Ich bekleide das wichtige Amt des Kritikers. Keiner ist vor meinen Kommentaren sicher. Ich zerreisse alles und jeden in der Luft. Darum lieben mich wahrscheinlich alle.
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Kritiker: Dezember 2020





 
 Basta! Es reicht!
Ja, hört denn dieser elende Dezember überhaupt nicht mehr auf? Langsam wird es zuviel für mein zartes Gemüt. Man sollte nicht auf meinen Nerven herumtrampeln, sonst könnte ich ungemütlich werden, dies muss ich einmal betonen. Aber Rücksicht ist für diese Schlampenbrüder natürlich ein klatschnasses Fremdwort. Kaum ist das meteorologisch ausnahmsweise pünktlich bestellte weisse Tischtuch über alles drüber, vergessen sie wieder jeden Anstand. Es ist doch eine Zumutung, mitansehen zu müssen, wie Harry einem unschuldigen Tannenbaum den Spitz absägt, nur damit die ihren Weihnachtsbaum haben. Was sagt denn da der flatternde Ökosschnabel dazu? Und dann diese Führung durch ein so genanntes Erfinderlabor, das ich nicht lache. Das ist doch nur ein Rundgang durch den Mülleimer. Da traut sich ja nichtmal Drakula ohne Gasmaske hinein. Die Ratte haben sie sicherlich bestochen, sonst hätte es ihr sicher nicht gefallen. Aber nun zum eigentlichen Missetäter dieser lausigen Vorstellung. Das gugelländische Nilpferd nennt sich selber künstlerisch begabt und kriegt nicht mal eine einfache Mondrakete zusammen. Seit Wochen ist sie am Bauen, sagt sie, gesehen hat man allerdings noch nichts davon. Und jetzt wo die Raketen starten sollen, ist das besagte Objekt verschwunden. Na sowas. Mir macht man nichts mehr vor, dieses faule Fass hat noch keinen Finger krumm gemacht, sondern nur den ganzen Tag Schokopralinen gefuttert und hinter der verschlossenen Tür etwas mit dem Hämmerchen auf irgendwelche Döschen geklopft, damit wir meinen, da entstehe Grosses. Und jetzt einfach die ganze Schuld dem Kai und dem Gonni in die Schuhe schieben, so sind wir es gewohnt. Wozu sollten diese zwei braven Buben eine Rakete entführen? Hä? Bisschen plemmplemm diese Trulla mit dem Ringelschwänzchen. 
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 Heiliger Bimbam
Ich habe mir ja schon gedacht, dass sie nicht bei der Originalgeschichte bleiben werden und wieder den grössten Blödsinn dazuerfinden. Aber nein, sie machen sogar noch weniger als in der Urfassung steht und lassen das Märchen zu einer Schlag- und Schleckorgie ausarten, ich bin entsetzt. Ist ja schon klar, dass diese Dümmlinge, sobald sie einen Helm auf dem Kopf und ein Pappschwert in der Pfote haben, zu mordlustigen Kampfmonstern werden. Wie gestört prügeln die sonst friedlichsten Tiere unter ihren Spülmitteldeckeln auf Mäuse ein, die gar keine sind. Ja, du liebes Gütchen, was soll da die Tante Charly denken, die ja noch nicht lange in Gugellandia ist? Anderseits beschleicht einen doch auch schon leises Grauen, wenn man den Elan dieser Mäusebrut hört, wenn sie mit ihren Zähnen rasseln. Dass mir ja keine von diese umgewandelten Mäusen durchs Schlafgemach huscht. Sonst garantiere ich für gar nichts, Schauspieler hin oder her. Und wo bleibt dann der Weihnachtszauber, bitte schön? Sogar Edi ist zu faul, seinen Hut das ganze Stück über zu tragen. Als ob seine schiefe Frisur mit einem schicken Husarenhut mithalten könnte. Ja, so ist es eben, sie können nichts anderes, als dauernd gröhlend auf den Putz hauen und Leute verdreschen. Wo kein Hirn ist, ist eben keins. Dass sie der Zelly den Job als Zuckerfee zugetraut haben, lässt auch nicht gerade auf geistiges Niveau schliessen. Wie man weiss, ist diese Zuckerpuppe ja schon von Anfang an hinter dem Ahuii her und hat nur darauf gewartet, ihn einmal in der Drehpause zu vernaschen. Ja, so ist es, liebe Leute, hier ist sogar zu Weihnachten die Hölle los. Aber das decken sie ja alles mit ihrem von Zeig bestellten Schneemantel zu. Obwohl schon nach drei Tagen nichts mehr von der weissen Pracht da war, verkaufen sie uns seit drei Wochen noch winterliches Gugellandia, igitt igitt, ein Lügenstall ist das hier, ein abgrundtiefer Dreckglunggen von Verlogenheit und Niedertracht. Du heiliger Bimbam!
Dann  wollen wir mal hoffen, dass diese ideenlosen Matsch-Schleudern ihren Krempel möglichst bald verteilt haben, damit endlich Ruhe einkehrt. Fröhliches Fest, Leute, fröhliches Fest.
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 Weihnachtsgesülze
Ich könnte mich langsam tatsächlich darüber aufregen, was diese dreckfüssigen Illusionsverderber sogar in der Weihnachtszeit in ihrer verbrecherischen Doofheit wieder anstellen. Es langt ihnen nicht mehr, einfach ein paar Schneemänner zu bauen, nein, jetzt müssen sie Kanonen auffahren und mit Soldaten drohen. Unschuldige Plüschtiere werden brutalen Rassenänderungen unterworfen, Geschlecht egal. Aus Bär wird Maus, aus Esel werde Ratte, man kann ja alles machen, Hauptsache, es sind genügend Mäuse für das Märchen da. Die Armen wissen überhaupt nicht, was mit ihnen passiert, und wo ist, bitteschön, dieser Psychiater, den sie jetzt am meisten nötig hätten? Der kaltschnäuzige Ignaz hockt wahrscheinlich mit der Loredana auf der Sonnenterrasse und säuft Glühwein, während diese armen, gebeutelten Mäuse eine Identitätskrise plus neue Moosgummi-Ohren bekommen. Aber damit nicht genug. Jetzt muss ja auch noch ein Heer an Soldaten ran. Schliesslich soll ja jemand gegen dieses Rattenpack antreten. Was sagt denn da unser friedliebende Herr Umweltminister dazu? Soso, nichts. Aha, der muss eben selber im Waffenschrank wühlen, um seine Verwandten in die Flucht zu schlagen, um diesen unsauberen Onkel Drosselmeier zu spielen, ho ho ho, ich lach' mich schräg. Und dann wird weiter pietätlos Spielzeug gequält, Mäuse, haltet euere Ohren fest! - und sowas soll eine Weihnachtsgeschichte sein? Ich werde denen auch mal ein paar Kanonenkugeln in den Frühstückskaffee werfen. Mal sehen, wo's dann knallt, ha ha. Und was, bitte schön, soll Mäxchen mit einer gugelländischen Schneeflocke zu Hause anfangen? Auch da kennen diese abgrundtief verdorbenen Märchenverdreher kein Pardon. Man erinnere sich nur mal an die Flöhe vom Januar 2018! Ich muss gehen, bevor es noch zu jucken anfängt.
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 Total uncool
Es ist soweit, ich habe es ja vorausgesehen! Halleluja. Der Punkt ist da, wo sie vor Blödheit nur noch den lapidaren Hang hinunterrutschen und wie gestrickte Narren in die Pfoten klatschen, wenn es einmal gerade zufällig nicht schneit. Anstatt endlich mal sämtliche Wintersportartikel zu gebrauchen, schleppen sie als allereinzigstes Objekt hundertmal Laura's poröses Snowboard den Hang hinauf. Bis da jeder einmal runtergefahren ist, ist Frühling! Es tickt eben nicht richtig bei denen. Wie sonst könnte man erklären, dass sie extra eine Schneehütte für die Katz bauen? Einzig dem Wuwati hat es drinnen gefallen, die anderen sind infolge kalter Pfoten sofort zum einzig Wahren übergegangen, nämlich zum Kulinarischen. Aber dann haben wir ja noch den Schneeschaufelschwinger mit dem grünen Daumen. Als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt, zeigt Grünling, dieses geblümte Grossmaul, der Schangelina, wie man mit Schnee umgeht. Dabei hat er noch in letzter Sekunde ganz Gugellandia mit seinen katastrophalen Verkleidungskünsten in Schockstarre versetzt. Ja, er meint wohl, er sei Christo. Solch schauderlicher Blachenmüll in der gugelländischen Landschaft ist der nackte Plastik-Horror. Aber weil es nun geschneit hat, sind seine kotzbrockenähnlichen Kunstgebilde zum allgemeinen Wohlgefallen unter einem weissen Tischtuch verschwunden. Aber oha, und Achtung. Es kann im friedlichen Tiefschnee auch noch zu katastrophalen Unfällen kommen. Jede Erhebung sollte man genauer betrachten. Sonst steigt man vielleicht noch in einen Topf mit Asche oder noch schlimmer. An Hirnverblödung mangelt es auch nicht den Weihnachtsverantwortlichen. Sie kriegen es nicht mal hin, ordentlich Weihnachtsdeko aufzustellen. Ein Wunder, dass sie überhaupt noch vier Kerzen zusammenkratzen konnten. Unter dem Motto, wozu eine Badehose kaufen, es ist sowieso schon bald wieder Winter, denken sie wohl, der Sommer stehe schon vor der Tür. Na denen sollen die Dachlawinen mal so richtig auf die Schnauze donnern, damit sie merken, was Winter ist.
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Adventskehricht
Lausig, lausig, diese windigen Plüschknappen und Leimjungfern vermiesen einem ja sogar noch die Weihnachtszeit mit ihrem Arbeitsfimmel und ihrer Bastelsucht. Richtig wurmstichig ist diese Stühlerettungsaktion und eine Beleidigung für den Leser. Seit dem Sommer lässt man nun das weggepustete Sitzmöbel im Unterholz liegen, bis, oh Wunder, noch ein weiterer Sturm das selbe und ein zusätzliches mit Bravour im Wald verteilt, um damit dann kleine Erdmännchen zu erschrecken. Pfui Teufel, die sollten sich schämen. Aufräumen ist für diese krakehlenden Schindludertreiber natürlich ein Fremdwort. Die Schlange der Anwärter für Gartenstuhlskelette ist inzwischen endlos. Laura muss wahrscheinlich einen Stuhl-Skelett-Artistenlehrling einstellen, allein schafft sie das kaum noch. Vor allem, wenn es so viele kleine Idioten gibt, die nicht mal allein ein Blatt Papier zerschnippseln können. Diese Basteltrulla erliegt scheinbar dem Irrtum, einmal bauen, hundertmal brauchen. Dabei müsste eigentlich klar sein, dass Pappe nicht ewig hält, vor allem, wenn's feucht wird. Ho ho ho. Immerhin hat die Rettung der Plastikstühle wieder einmal gezeigt, dass Bademeister einfach alles können. Geolg hat in seiner Höchstform sogar mitten im Wald noch seine verrostete Trillerpfeife dabei, die so quietscht, dass sämtliche Wildtiere im Umkreis vor lauter Schreck zu Reisig zerbröseln. Den Vogel der Woche hat allerdings Loredana abgeschossen, als sie Grünling scheinheilig fragt, ob er schon mal über die Kartoffeln geschrieben hätte. Der Arme hockt nun nämlich seit einer Woche selber wie eine Knolle über den gescheiten Büchern, und sein Kopf qualmt wie Kartoffelgratin. Es ist einfach schön hier in Gugellandia, wenn die sich alle selbst an ihrer Karriereleiter erhängen und vor lauter Erfolgsgier im Laub ersaufen. Bitteschön, dann lassen wir die Lichtlein mal brennen bis alles in Flammen aufgeht, Advent, Advent.
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