Hallo, ich bin Schnorbert, Kritiker von Beruf
Seit November 2014 bin ich nun hier in Gugellandia und das ist ja schon eine Strafe. Ich bekleide das wichtige Amt des Kritikers. Keiner ist vor meinen Kommentaren sicher. Ich zerreisse alles und jeden in der Luft. Darum lieben mich wahrscheinlich alle.
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Kritiker: Juni 2022





 
 Das Millieu scheint ja endlich zu stimmen
Habt ihr bemerkt, wie sich dieser gugelländisch marmorierte Bussibussi-Modus langsam in die perfiden Abgründe allgemeiner Feindlichkeit durchmausert? Plötzlich will jeder gemeines Volk spielen, weil es dann immer inkognito jemanden zu vemöbeln gibt. Und dann verkünden diese heiligenscheinumwitterten Gaudifritzen, es wäre der einheimischen Bevölkerung schwer gefallen, den französichen Pöbel nachzuspielen, wer glaubt denn sowas? Die flippen doch alle aus, diese kriminellen Ranzfatzen, wenn's ans Raufen geht. Ist mir jetzt schon klar, warum die so lange an ihrer lächerlichen Pappkirche rumgebastelt haben. Jetzt kann man jede Heimtücke gleich absegnen. Und warum, meint ihr, wurde noch ein zweiter Teil dieses massakralen Dramas angesetzt? Genau, sie haben die Geschichte noch gar nicht zu Ende gelesen. Am Schluss sind nämlich alle tot, jetzt müssen sie dringend ein bisschen rumbasteln und vor allem die windigen, pfotengeplattelten Schnulzpusten anrühren, damit sich zu guter Letzt niemand vor Verzweiflung selber in der Luft zerreisst. Ich zweifle allerdings nicht nur an den gugelländischen Schnippelflickern, sondern auch an der geistigen Zuständigkeit dieses französichen Dichters. Die Zigeunerin, namens Esmeralda, so schön sie auch sein mag und gutherzig, ziegenfreundlich, ist offenbar doch ein wenig plemplem, wie kann man gleichzeitig einen missratenen Dichter des Mitleids wegen heiraten, einem feindlichen Hauptmann zulächeln und gleichzeitig einem Monster falsche Hoffnungen machen? Unser Ameisenbär hat voll die falsche Laufbahn ergriffen. Was meint ihr, wie viele Verehrer die nun hat..... Alles nicht meine Schuld. Hätte ich die Rolle des Gringoire gespielt, würde ich wahrscheinlich jetzt noch hinter Gittern hocken. So sieht sie nämlich aus, diese gugelländische Hilfsbereitschaft. Alles Abzocke von vorne bis hinten.
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 Die gugelländischen Flaschenkopps
Endlich weiss man, warum noch niemand diesen behämmerten Putzlappenfiguren den spanischen Trinkschlauch zugenietet hat. Die werden offenbar vom Himmel mit Weinkisten belohnt, weil sie so viel Schönes damit basteln. Kreisch. Um den Oberteil einer Kathedrale zu formieren, musste in den ganzen Jahren ja schon einiges gesoffen werden. Und jetzt macht Grünling auf Onkel Jammero und kommt mit seinem Geheule sogar in die News, nur weil ein kleines Häschen ein paar Kürbisblätter angeknabbert hat. Das ist ja lächerlich, man hat nämlich noch immer Kürbisse vom letzten Jahr. Dass sie sich jetzt an eine Geschichte von Victor Hugo trauen, ist allerdings schweres Geschütz. Soviel ich weiss, wird da gedolcht, gemetzelt, gefrevelt, gehetzt, gemeuchelt und gebaumelt. Scheiterhaufen nicht vergessen. Das arme Volk, das den Pöbel spielen soll, hat ja keine Ahnung, was da auf es loskommt. Soviel ich weiss, sind in dieser Geschichte am Schluss so gut wie alle tot. Aber ich halte mich da raus. Die wollten ja, dass ich den Dichter spiele, aber das können sich diese bornierten Schreckwickler mit ihren wanzigen Ruchfantasien abschminken. Die haben ja noch nicht einmal ein Drehbuch. Aber die arme Esmeralda und die Ziege in den Tanzkurs schicken, das ist Programm, diese wanzelgepufften Schrummtreiber, was soll ein höckriger Kirchenklimmer da schon ausrichten? Eine ganze Rolle Klebeband hat diese Presswurst von Nilpferd verschleudert, ja wo soll die Verschwendung noch hinführen? Igittigitt. Sollen die sich doch gegenseitig die Köpfe zerdeppern mit ihren makaberen Höllenmärchen. Diese impertinenten Gwaagenköpfe rühren ihren klebrigen Schlunzenschleim so lange bis er überkocht.
Also mir ist langsam schlecht, ich brauche wiedermal eine Torte.
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Substanzieller Leerlauf 
Ja, was meinen die eigentlich, was sie noch alles an hirnlosem Quatsch auffahren können? Schlechte Laune in eine Kiste packen und ein Negerbegräbnis vom Stapel lassen, ja geht's noch? Da schämt sich ja sogar das Sousaphon und der Schlagzeugaffe kriegt den Gmork vor Langeweile. Die Schangelina schaut anstelle auf den makaberen Umzug aufs Dach, ob dort die Spatzen vielleicht etwas Besseres zu zwitschern haben als gugelländisches Eiapopeia mit anschliessender Sportveranstaltung. Und diese erzdoofen Kanarienvögel fragen sich erst, was wohl in dem Sarg drin ist, als vom Aprikosenbaum Kirschen herunterkommen. Naja Hirn, kann man von diesen Schlappohrdudlern ja nicht erwarten. Aber dann den arbeitslosen Gonni und Kai, den verarmten Immobilienhai so auflaufen zu lassen, ist Verletzung von Plüschtierrechten, das muss man auch mal sagen. Wenn es denen nämlich in ihrer Verzweiflung dermassen das Hirn vernebelt hat, dass sie ihr Glück in einem Sarg suchen, müssten diese heuchlerischen Plattfussproleten eigentlich vor Mitleid zerfliessen und nicht mit Laura's dämliche Milchflaschen rumkegeln. Das war wiedermal ein Schildbürgerstreich aus der untersten Schublade und ein absoluter Griff ins Klosterleben. Aber mir kann's ja egal sein. Bei der aufkommenden Hitze verliert ja ohnehin jeder dieser schredderverdächtigen Haderlumpen den Verstand, wenn er mit Pauken und Trompeten durchs Gelände marschieren muss. Und dann auch noch Kegeln! Demnächst kommt noch Dante's Inferno, ich sehe es kommen. Es bleibt einem ja auch nichts erspart.
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 Zumutung!
So, wie dieser schiefgenähte Spiesserverein hier die Märchen angeht, kann dabei ja nur Mist herauskommen! Hätten die mich mal Regie führen lassen! Ich hätte mit dem langweiligen Sprüchegedöns kurzen Prozess gemacht. Zu so viel stiefmütterlicher Bosheit gehört doch etwas mehr makaberer Anschauungsunterricht, als nur ein blöder Spiegel, bei dem man sich selber vor lauter Fliegendreck nicht mehr sieht. Der Easy hat man die Hexe sowieso nicht abgekauft, weil die ja etwa so viel Schauspieltalent hat wie ein Käfer, der auf dem Rücken liegt. Nein, bitte, das war wieder eine abgrundtiefe Zumutung. Man müsste denken, dass diese wurstelfreudigen Schlampgrugeln mit der Zeit mehr Übung und Kreativität entwickeln, aber bei solch muffigen Rammsauern ist eben Hopfen und Malz verloren.
Die werden immer pfuschfreudiger und setzen auf die Fantasie des Lesers. Man musste sich in der letzten Folge ja schon die Krone vom König dazudenken. Dabei wäre es doch nicht zu viel verlangt ein etwas gebügelteres Leintuch als Bühnendeko aufzutreiben. Man schaudert ja, weil man den Eindruck bekommt, damit wäre kurz vorher eventuell noch eine Leiche transportiert worden. So ist der Gruselmoment aber falsch eingesetzt, würde ich als Fachmann sagen. Aber das Allerpeinlichste an der ganzen hirnverblödeten Veranstaltung, waren diese gekauften Süssigkeiten. Die Köche denken offenbar nur noch in Volumenprozent und sind schon im Sleep-Modus. Oder sie haben das ganze Wochenende mit ihren Kräutersämchen gepokert, anstatt etwas auf den Tisch zu bringen. Faules Ego-Pack, wie immer, und dann wird das freche Rehlein wieder zum braven Männi und alles ist gut?
Ich glaube, die sollten ihre Hexen- und Zaubersprüche mal generalüberholen lassen.
Nochmal ein solcher klebrig schlapper Nachtisch, und ich werde Gourmet-Kritiker.
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 Pfützenplanscher
Bei solchens News schlägt es ja jedem Fass den Boden aus. Dem fairsten Kritiker verschlägt es die Sprache! Die meinen offenbar mit unsereins kann man alles machen. Bei dieser Dürre von Brünnchen im Wald zu reden, kann auch nur einem dieser flohbetriebenen Hirne der gugelländischen Art entspringen. Mal abgesehen davon, dass das Märchen eigentlich eine Horrorgeschichte ist, lassen sie die Katze relativ lange nicht aus dem Sack. Besser gesagt, überhaupt nicht. Die Miezi muss mit ihrem blütenweissen Image trumpfen und der Männi wird nach der ersten Einstellung schon abserviert. Dafür darf dieses ungezogene Pünktchen wie blöd im Wald herumhüpfen. Habe ich Wald gesagt? Das ist nur schäbig verloderter Wildwuchs, ein Abenteuerspielplatz für Ungeziefer, aber kein Wald. Kein Wunder, dass die Schauspieler überhaupt nicht auf Touren kommen, nicht mal Kostüme. Früher bekam man wenigstens noch ein grünes Hütchen, wenn man einen Jäger spielen musste. Aber von Hundertwassergebäude zu sprechen, wenn es sich nur um ein paar holzwurmbefallene Bretter handelt, ist schon lausig. Ich war dabei, als sie diese alte Nachttopf-Garage in ein Heidi-Haus umbenannt haben. Guido, dieser scheingebremste Unfugzwitscherer hat mit seinem Deppengefasel wieder dermassen über die Stränge geschlagen, dass sich sogar die Buchstaben schämen. Aber das ist denen ja egal, der hat offenbar Sonderrechte, dieser kippfreudige Hampel mit den Falschherum-Füssen. Ich weiss aus guter Quelle, dass in diesem Märchen die einäugige Tochter der Hexe eine wichtige Rolle bekommt. Und was machen die? Sie nehmen Erkül als Besetzung, nur, weil er ein bisschen schielt. Ich kenne da noch ganz andere, die den gewissen Blick haben, ha ha. Soll ich Namen nennen?
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