Hallo, ich bin Schnorbert, Kritiker von Beruf
Seit November 2014 bin ich nun hier in Gugellandia und das ist ja schon eine Strafe. Ich bekleide das wichtige Amt des Kritikers. Keiner ist vor meinen Kommentaren sicher. Ich zerreisse alles und jeden in der Luft. Darum lieben mich wahrscheinlich alle.
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Kritiker: April 2021




 
 Na, warte!
Jetzt hat er es eindeutig übertrieben. Das lasse ich mir nicht gefallen. Schreibt doch der in seiner Wettervorhersage wortwörtlich. "Es ist auch möglich, dass es früher oder später kommt, oder aber, dass es sich das herannahende Tief überlegt und woanders hindriftet." Ja was sind denn das für Vorhersagen? Und dann schreibt er noch als Zusatz: "Schnorbertli kann mir also nichts." Soso, ist das die feine meteorologische Art oder was? Schon diese anmassende Verkleinerung meines Namens! Dieser blöde Krummschnauz kann mir so was von was. Nämlich kriegt der eine Rechnung für entgangene Lebensfreuden wegen seiner blöden Unkerei, es käme das ganze Wochenende regnen. Deshalb hat ganz Gugellandia die Schotten dicht gemacht, das Frühlingsfest in die Halle verlegt und Ottilio hat seine Verabredung mit Nelli Nelson verschoben. Und dann taucht dieser zottelschlottrige Schönwetterclown stinkfrech auf der Festbühne auf und will mir meine Tanzpartnerin ausspannen. Dem müsste es mal so richtig auf die eingebildete Rotznase regnen, damit er kapiert, was eine Prognose bedeutet. Man kann doch nicht ein ganzes Land ins Unglück stürzen, nur weil gerade ein Tief nicht weiss, wo es hin will. Für den wäre Timbuktu noch zu schade, für diesen pelzgewordenen Pferdeapfel mit seinen rossböllischen Vorhersagen. Ja, und was ist denn das, auch der scheintot geglaubte Umweltminister kommt wieder aus der Versenkung und säuselt von Bärchen und Problemchen, anstatt endlich mal seinen Stuhl zu räumen. Ich kann niemandem mehr helfen, ich bin umgeben von Arschtüten. Ja, denn, habt ihr gesehen, nicht mal die Obersten in diesem Pseudostaat haben noch Manieren. Gugel nimmt faulheitshalber als Stütze für das Mikrofon einfach die Giesskanne von Grünling und was dieser mit seinen Sämchen vorhat, möchte ich auch lieber nicht wissen. Der verkauft sie noch als Vogelfutter, nur damit ihm keiner seinen Zitrusbaum beschädigt. Eine Schande! Und dann Guido am Glücksrad, das ist ja noch die Krönung. Der hat dauernd die Kugel mit der 32 rausgelassen, schon merkwürdig. Aber ich sage heute einmal einfach gar nichts. Null, nada, nothing. Vielleicht merkt man dann von selber, um welch multiflexaldoofes Pack es sich handelt. 
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 Blutrünstiges Pack
Da sieht man's wieder. Nicht mal an Ostern können sie es lassen, möglichst haarsträubendes Gruselzeug zu verbreiten. Der arme Männi kriegt ja eine Psychose! Man kann doch einem zartbesaiteten Erdmännchen nicht solche Rollen geben, kein Wunder dass er dann den Unterschied von Roter Grütze und Wasserfarbe nicht mehr schnallt. Ausserdem lassen sie den armen Kerl von Anfang bis Ende mit dieser doofen Mütze rumhüpfen, wo doch die Sonne vom Himmel brennt. Naja, wenigstens einmal News ohne Edi. Nach dem Fiasko mit dem Orakel von Delphi müssten sie ja eigentlich wissen, dass das mit Kerzen und Rauch bei Dunkelheit nicht funktioniert. Nichts desto trotz tropfen sie alles mit ihren bescheuerten Teelichtern voll, rette sich, wer kann! Und dann dieses frevelhafte Benehmen gegenüber Hochwürden und seinem Büttel. Ho, das sollte gesetzlich verfolgt werden, auch wenn es so im Märchenbuch steht. Man kann doch nicht einfach geistliche Würdenträger in einen Sack stecken und ihnen stupides Zeug vorgaukeln. So viel wie sie an diesem Märchen herumgewurstelt haben, hätten sie ja auch damit etwas geschmackvoller umgehen können, pfui Teufel! Aber damit nicht genug, während des ganzen Osterfestes kam es niemandem in den Sinn, den Blutfleck vor der Haustür zu beseitigen. Ottilio bekam fast einen Schlaganfall als er seine zum königlichen Schlafgemach umgewandelte Küche betrat. Jetzt bin ich ja gespannt wie sich unser perforiertes Federgehirn alias Buchstabenbürzel rausschnorrt, weil die Osterglocken schon verblüht sind und das Wort noch irgendwo in die News reingestopft werden muss. Diese faulen Döslappenschieber mimen antigrantige Fröhlichkeits-Schleudern und machen hier einfach alles aufs Gratewohl, das müsste man endlich mal verbieten!
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 Unmoralisch
Ach, waren das noch Zeiten, als sie die Bösen noch in ihren lächerlichen Grillbauten und verrosteten Hamsterkäfigen verschwinden liessen. Jetzt wird Diebstahl sogar schon gefördert. Ja, so ein Klausack muss von sachverständigen Ganoven ausgebildet werden, damit er weiss, worin sich eine Kuh von einem Ochsen unterscheidet. Zum Saufen wird man auch angestiftet, die ominösen Fläschen bekommen gleich eine Doppelrolle. Warum sie ausgerechnet Männi zum Meisterdieb machen wollen, ist mir schleierhaft. Dieser Angsthase macht sich ja schon beim Anblick eines Gartenstuhls ins Hemd. Klar, dass so einer nicht weiss, wie man einen anständigen Galgenstrick macht und wie man einen Papagei aufhängt. Mal abgesehen davon, dass diese Geschichte höchst unmoralisch ist, die Verfälschungen und Abweichungen vom Original-Märchen spotten auch jeder Aufzählung. Wo kommt um Himmels Willen diese Prinzessin her? Und wie blöd die Bauern hingestellt werden, das grenzt an Diskriminierung. Aber Räuber und Gangster, Diebe und Verbrecher, die sind gut, die verdienen einen Haufen Geld, alle Braven sind doof und ich habe mal wieder recht wie immer. Wehe, wenn meine Ostereier wegen dieser ellenlangen Meisterdieb-Affäre nicht rechtzeitig eintreffen, dann werde ich denen mal zeigen, was es heisst, auf Schiessbudenfiguren zu zielen. Und dann kommt ja noch das Schlimmste. Ich habe schon gehofft, diese Pesonachfolgewitzfigur wäre wieder abgereist. Aber jetzt ist sie voll da und tut, als käme sie von einem anderen Stern und will mir weismachen, ich hätte wahrscheinlich in der Schule nicht aufgepasst. Na, die wird noch was hören, soll erst mal zu Ottilio ins Kochstudio, bevor sie den Schnabel aufmacht, ha ha ha. So viel ich weiss landen diese Art Vögel bei ihm in der Bratpfanne. Das wird lustig. Das fette Flattervieh kann dann grad eine Direktreportage über Feuer machen. Ho, ho, ho.
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