Ottilios Kochstudio
Hot ein Rezept vön mir nicht gekloppt, nicht verzogen, Öttiliö frogen.
ottilios küche
Das ist Ottilio, der gugelländische Koch. Er stammt aus Korsika und bildet sich auf seine französischen Vorfahren viel ein. Er spricht aber einen sehr merkwürdigen Dialekt. Nämlich kein a und kein o ( a=o und o=ö). Deshalb sind seine Rezepte oft eine rätselhafte Mutprobe.
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Rezepte im Juni 2022





 
 gefüllte Auberginen
Lori begrüsst Quendolina, ein sehr seltenes Tier mit der Bezeichnung Quokka. Sie stellt sich erst einmal in Gebärdensprache vor. "Hey, du, Quokka, ich cuoca" (was auf italienisch soviel wie Koch heisst.) "Du kochen, ich kochen. Hier - Eierfrüchte." Darauf grinst Quendolina und sagt, auch wenn sie aus Australien stamme, könne man mit ihr in Gugellandia ruhig deutsch reden. Man kann die Eierfrüchte auch Auberginen nennen oder Melanzana. Man ist heute ganz international. 
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Als ich komme, sind die Damen schon mit Schürzen bestückt und rollen die Melanzane hin und her. Wie immer hatten wir etwas anderes vor und müssen uns wegen den Zutaten umdisponieren. Eigentlich wollte ich griechische Moussaka machen, aber im Kühlschrank habe ich rein gar nichts Griechisches gefunden. Also füllen wir unsere Melanzane in italienischer Manier. Zuerst muss man die Früchte entbittern. Dazu legt man sie einige Minuten in gesalzenes Wasser. Das haben wir allerdings nicht gemacht, weil wir die leichte Bitternote mögen.Schnorbert würde jetzt wieder sagen, wir hätten einfach den Schlendrian.

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Sind die Melanzane erst einmal gewaschen, entbittert und halbiert, müssen sie vorgegart werden, sonst werden sie dann mit der ganzen Füllung nicht durch. Während die Eierfrüchte also im Ofen vor sich hinschmoren haben wir alle Zeit der Welt, eine gute Hackfleischmasse zu kreieren, die wir dann in die gehölten Früchte hineingeben wollen. Lori hat natürlich wiedermal nur den neusten Klatsch und Tratsch im Sinn, und bei Quendolina scheint es nicht viel besser. Diese wirft wenigstens zwischendurch mal ihre Schürze weg und fordert eine neue. 

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Normalerweise führe ich ja mehrheitlich Regie beim Kochen, es sei denn, es ist eine besonders brenzlige Situation, wo hohe Erfahrungskunst benötigt wird, aber  heute scheint mir, muss ich alles alleine machen. Die zwei Küchenamazonen haben so viel zu besprechen, da geht jeder Koriander an die Decke. Na gut, die Sosse ist mit Zwiebel, Knofi, Hack und etwas Tomaten schon sehr schnell aromatisch, natürlich haben wir zu Anfang etwas Zucker ans Hackfleisch gegeben, damit die Farbe erhalten bleibt. Natürlich Salz, Pfeffer und etwas Weisswein dazu und schmoren lassen.

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Die Melanzane ist eine wunderbare Frucht. Als ich sie zum ersten Mal bei Luigi im Teller hatte, konnte ich nicht erkennen, was dieses aromatische, klein gewürfelte Zeug ist. Ich dachte, es wären Pilze. Inzwischen weiss ich, dass vor allem die Veganer diese Frucht vielseitig einsetzen, weil sie geschmacklich tief und leicht kombinierbar ist. Wir machen es uns heute einfach, füllen die Hälften mit unserem wunderbaren Ragout, dann kommt noch Mozzarella drüber und ein Häufchen Parmesan.

Wenn alles wieder heil dem Ofen entkommt, hat man ein schmackhaftes Essen.

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Wir wünschen viel Spass in der sommerlichen Küche und grüssen ganz herzlich.
Loredana, Quendolina und Ottilio

 
 Gespickter Schweinsbraten

Heute machen wir einen gespickten Schweinsbraten. Die Schwierigkeit besteht darin, womit spickt man ihn und wenn, wie. "Meine Speckwürfel sind viel zu unförmig, um in einem so kleinen Stück Fleisch untergebracht zu werden." Lori schlägt deshalb kleine Knofistücke vor. Damit ist sie recht erfolgreich. Einfach kleinen Schnitt und rein damit. 

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Während die Tante schon dreizehn Knofistifte verspickt hat, habe ich erst drei Speckwürfel reingebohrt. Da hat Lori die Idee, man könnte ja den Speck einfach als Grundlage für den Braten nehmen, dann hätte man weniger Arbeit. Aber gespickt heisst gespickt. Also spicken wir beidseitig mit Knofi und lassen den Speck im Hintergrund. Dann wird das Stück Fleisch kräftig angebraten. Viele frische Kräuter sind ebenfalls schon da. 

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Wir planen, den Braten oben auf der Speckschicht zu braten, mit einer Senfkräuterhaube oben abzusichern und das Ganze noch würzig-sossig zu umgeben. Als Kräuter haben wir alles genommen, was wir gefunden haben. Rosmarin, Salbei, Oregano, Estragon, Basilikum, Petersilie und Zitronenthymian. Die Lori musste natürlich wieder ihre Show abziehen und immer mal wieder durchs Bild latschen.

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Beim Kochen, besser gesagt beim Servieren muss man immer gut Obacht geben, was man ankündigt. Man sollte also nicht sagen, es hat eine Senfkräuterkruste, wenn das Zeug gar nicht knusprig werden kann. Lori hat etwas viel Olivenöl an die Kräuter gekippt, dafür war die Masse dann schön streichfähig. Der Braten hat sich richtig gefreut, als ich ihn damit eingepinselt habe. So war er vor dem Trockenwerden geschützt.  Aber dann kommen die Tomaten.

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In Italien geht eben nichts ohne Tomaten. Damit es noch etwas italienischer wird, schlage ich vor, dass man noch Kapern und Oliven hineingeben könnte. Geflankt von zwei Rosmarinzweigen darf dann unser Braten bei 200 Grad in den Ofen. Alles, was am Schluss noch zusätzlich in der Pfanne liegt, haben wir im Nachhinein dazugegeben. Unter anderem meine Kochmütze. Damit alles etwas "allemannischer" wird, gibt es noch Kartoffelstampf dazu.

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Wir wünschen allen Köchen viel Spass beim Brutzeln und Experimentieren. Ottilio und Loredana.

 
Kartoffel-Gnocchi

"Nanu? Keine Blumen, keine Lehrlinge, was hast du vor, Lori, was ist passiert?" Sie sagt natürlich nicht, dass sie später noch eine Verabredung hat, sondern tut, als wäre alles, wie immer. Sie findet, dass wir ja buntes Gemüse hätten und keine zusätzlichen Blumen mehr bräuchten." Gut, wir wollen heute die Gnocchi, die wir letzte Woche versprochen haben, in essbarer Form präsentieren. Dazu haben wir diesmal wieder Kartoffeln gekocht.

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Wir hatten das Pech, dass nur noch Riesenkartoffeln da waren, aber auch die kann man weich kochen. Und jetzt geht es mit dem Kartoffelstampfer zur Sache. Unser Gnocchi-Teig ist total individuell. Je nach Luftfeuchtigkeit muss man mehr Mehl daran geben. Wir wollen aber möglichst wenig Zusätze, und nur Kartoffeln, etwas Griess und ein bisschen Mehl. Das Eigelb ist fakultativ, wir wissen, dass es auch ohne geht.  Aber jetzt muss die richtige Konsistenz gefunden werden. Und das geht nur mit Mehl. Wir wollen fluffige Gnocchis haben und keine Mehlklösse.

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In unserer Laufbahn als Teigrührer, haben wir die Erfahrung gemacht, dass ein Teig fluffiger wird, wenn er mehr Feuchtigkeit enthält. Aber dann klebt er eben. Deshalb ist unser Akrobateakt immer der, so wenig wie möglich Mehl einzukneten, und mit dem klebrigen Teig irgendwie fertig zu werden.Wir haben aus diesem Grund die Mehlmenge auf das ganze Unternehmen verteilt.  Für ein Kilo Kartoffeln nehmen wir 300 Gramm Mehl, 100 Gramm Griess und es muss am Schluss noch Mehl übrig sein, damit wir die Gnocchi noch schön herumjonglieren können,.

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Die Kartoffeln wurden schön gestampft. Bei uns hatte es natürlich wieder Stücke drin. Aber das kann man bei einer guten Konsistenz noch einarbeiten. Ich habe die Muskatnuss vergessen, dafür dann aber eine tolle Pilzsosse gemacht. Man formt also eine Rolle, schneidet davon kleine Stücke ab. Die werden mit einer bemehlten Gabel kurz angekickt, das dient später der Tatsache, dass die Gnocchi die Sosse besser an sich ran lassen.

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Klar, es gibt Gnocchi im Supermarkt, im Tiefkühlregal, aber das ist alles Quatsch. Wer Gnocchi nicht mag ist eben einmal auf diese teigige Version hereingefallen. Richtige Gnocchi sind selbst gemacht und schmecken wie Kartoffel-Wolken, und mit einer guten Sosse dazu, kann man sich nichts Herrlicheres wünschen.

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Viel Spass in der Küche wünschen Ottilio und Loredana.

 

Quetschkartoffeln

Ursprünglich hatten wir heute vor, Kartoffelgnocchi zu machen, weil wir einfach wieder mal Lust hatten auf was "Kartoffeliges". Weil wir gerne Neues probieren, haben wir die Kartoffeln diesmal anstatt im Wasser im Backrohr weich gekocht. Bei 180 Grad in 40 Minuten sollte dies eigentlich keine Umweltsünde sein. Bis bei uns das Wasser kocht, geht es nämlich ebenfalls immer Stunden.

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Deswegen hat sich der ehemalige Umweltminister zu uns in die Küche begeben, und uns versichert, dass es absolut nicht schlimm sei, weil ja unser Backofen elektrisch betrieben ist, während der Kochherd mit Gas funktioniert. Und dann haben wir eine sensationelle Entdeckung gemacht. Die Karoffeln waren doppelt so lecker, als wenn man sie im Wasser kocht. Allerdings schälen mussten wir sie trotzdem, denn es waren nicht mehr die jüngsten.

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Peso hätte uns fast die wertvollen Kartoffeln weggepickt, aber ich bin ihn dann losgeworden, nachdem ich ihm einen Extrahappen versprochen habe. Weil wir bei diesem schonenden Kartoffelkochen keine Arbeit hatten, sind wir natürlich im Sonnenschein am Ratschen gewesen und haben die Erdäpfel ein wenig vergessen. Nachdem sie nun schon eine leicht bräunliche Färbung bekommen haben, können wir keine Gnocchi mehr damit machen.

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Unter dem Motto, die einfachsten Rezepte sind oft die besten, entschliessen wir uns zu einer weniger arbeitsintensiven Kartoffelvariante. Ich quetsche sie einfach etwas an, dann kommen drei verschiedene Käsesorten drüber und schwupp, nochmals ein paar Minütchen in den Backofen, und die Sache ist gegessen.

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In der Kürze liegt die Würze. Viele fröhliche Grüsse aus dem Kochstudio von Gugellandia.


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