Ottilios Kochstudio
Hot ein Rezept vön mir nicht gekloppt, nicht verzogen, Öttiliö frogen.
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Das ist Ottilio, der gugelländische Koch. Er stammt aus Korsika und bildet sich auf seine französischen Vorfahren viel ein. Er spricht aber einen sehr merkwürdigen Dialekt. Nämlich kein a und kein o ( a=o und o=ö). Deshalb sind seine Rezepte oft eine rätselhafte Mutprobe.
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Rezepte im März 2024





 
 Kürbis-Knöpfli

Ostern kommt und wir sind immer noch im Null-Modus. Naja, wenigstens sind noch ein paar Eier da. Und Kürbis, ha ha ha. Was liegt da näher, als Kürbis-Knöpfli herzustellen und zu hoffen, dass jemand noch rechtzeitig zum Händler reist, um Schmackhaftes für Ostern zu besorgen. Ansonsten haben wir ja genügend Hasen und nutzloses Land, um uns wohlzufühlen.

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Der Spatzl ist ein gemütlicher Hase und hilft uns beim Eier auspusten. Das muss jedes Jahr gemacht werden, weil unsere letzjährigen meistens so gut versteckt waren, dass sie von den Ramsauen* gefressen wurden, obwohl keine Eier mehr drin sind. Der Spatzl pustet also kräftig in die Eier, hat aber beim letzten ein Problem, weil er nicht erkennen kann, wo oben und unten ist.

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Danach werden die leeren Eier in Essigwasser kurz gekocht, damit man die braune Schale abwischen kann und die Eier zum Bemalen weiss werden. Zuerst aber machen wir unseren Kürbis-Knöpfliteig. Wir nehmen wie immer ein Kilo Mehl und zehn Eier. Man kann natürlich ebenfalls weniger Eier nehmen, das ist Geschmacksache, aber wir benötigen ja Eier, es ist bald Ostern. Dazu kommt Kürbis, Milchwasser oder einfach Flüssigkeit, so dass ein Spätzleteig entsteht.

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Salz haben wir ebenfalls drin. Einen Teig zuzubereiten fällt mir immer einfach, weil es keine Rolle spielt, wie viel ich davon mache. Wenn es mehr gibt, freuen sich ein paar mehr darüber. Ich habe noch nie Spätzleteig von zwei Eiern gemacht. Aber da wir ja ein Sieb nehmen, heisst es nicht Spätzle sondern Knöpfli, das möchte ich noch betonen, sonst sind die schwäbischen Spätzletrimmer wieder beleidigt. Ha, ha.

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Da wir Kürbis-Knöpfli machen, benötigen wir ja natülich etwas Kürbis dazu. Da die Farbe sich mit der der Eier deckt, ist leider nicht viel davon zu sehen. Aber es reicht ja, wenn man es schmeckt. Unser Osterhase Spatzl ist von dem Kürbis und seinen Kernen begeistert. Er will Kürbisse setzen. Da kann er ja bald schon damit anfangen. Wir machen erst mal unsere Knöpfli fertig und dann malen wir die Eier an.

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Wir wünschen allen guten Appetit und ein fröhliches Fest. 

* Bei den Ramsauen handelt es sich um ganz süsse, graue Tiere, die höchst unbeliebt sind. 

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Frohe Ostern !

 
 Taralli

Die Fastenzeit ist bald vorbei. Aber heute wollen wir es noch einmal richtig wissen. Das Rezept ist süditalienisch. Mir hat es gut gefallen, weil bekanntlich ja in der Kürze die Würze liegt. Und für die Taralli benötigen wir nur drei Dinge und etwas Salz. Aus 550 g Mehl, 120 g Olivenöl und 200 g Vino bianco und 10 g Salz entstehen nun unsere typischen Taralli. Man stellt sich da natürlich trockene Kekse vor. 

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Aber das Olivenöl und der Wein sind Wundermittel in der Küche und verzaubern jedes Mehl in eine Delikatesse. Naja, ein bisschen übertrieben habe ich jetzt schon. Die Taralli sind noch dehnbar, aber wir haben alle gleich gemacht, weil das typische daran ihre Einfachheit ist. Allerdings hatten wir noch genügend Arbeit, beim Kochen und Backen. Dann ist auch noch der Postbote zwischendurch eingetrudelt und hat eine Kiste Sekt gebracht.

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Natürlich für Ostern. Lori hat sich sehr gefreut, und ich möchte mich auch dafür herzlich bedanken. Dann haben wir weiter unsere Kringel geformt.Sie müssen zuerst in kochendes Salzwasser, wie die Salzbrezeln, damit sie eine schön seidige Oberfläche haben. Man kann es auch ohne machen, aber dann ist es nicht ganz original.

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Besser gesagt, unsere Taralli machen wir sehr klassisch. Wenn man die Dinger fertig kauft, sind sie wahrscheinlich steinhart und ziemlich geschmacklos. Die ersten paar sind uns bei 190 Grad in 40 Minuten auch etwas zu dunkel geraten. Die folgenden haben wir deshalb weniger lange gebacken. Ich finde dieses Rezept super für die Fastenzeit. Und wenn man möchte, kann man sie noch anreichern mit eigenen Geschmacksnoten und Duftwässerchen, aber ich fand das gar nicht nötig. 

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Lori wollte schon im Garten Rosmarin und Lavendel holen, aber ich finde, sie schmecken auch so. Richtig ehrlich, nach Olivenöl und Italien. Das war unser heutiges Spar-Rezept für die Fastenzeit, lasst es euch schmecken.

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Lori und Ottilio

 
 Olivenbrot

Hallo Loredana, wie geht's wie steht's, was kochen wir heute? Ich sehe, du hast schon Thymian geholt, was gibt es denn Feines? Oh, was mit Oliven? Das Rezept haben wir tatsächlich vom Internet, allerdings ist es nicht einfach, etwas zu finden, dass gleichermassen funktioniert, wie es angegeben ist. Aber mit Mehl kenne ich mich aus, ha ha. Wir benötigen 500 Gramm davon, dann 1 Paket Trockenhefe, 75 ml Olivenöl, 250 ml warmes Wasser und Salz für den Teig.

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Hefeteig ist unser Grösstes. Wenn er gelingt. Unsere Küche ist sehr temperaturanfällig, was heisst, es ist meistens eisig kalt im Winter, und der Backofen, den haben wir organisationsmässig vorübergehend im Weinkeller installiert, naja. Es wäre ja einfach, wenn wir nicht in Gugellandia leben würden. Aber wenn die Temperaturen stimmen, man weiss es, gelingt alles.

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Lori ist mit dem Teig schon einig und knetet ihn zusammen. Die 60 g schwarzen und 60 g grünen Oliven und der Thymian kommen erst später dazu. Wir lassen unseren Teig eine Stunde ruhen und gehen, nicht im Weinkeller natürlich, ha ha ha. Die Oliven werden in Scheiben geschnitten, oder zerstückelt bis auf ein paar Grosse.

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Lori ist mit dem Teig zufrieden und ändert ihre Vorgehensweise. Wir knallen noch alles in den Teig rein, die Oliven und den Thymian, es ist ein widerspenstiges Treiben, die Oliven möchten nicht zugedeckt werden. Nach kurzem Kampf haben wir unser Brot bereit und lassen es noch einmal eine halbe Stunde ruhen.

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Wir füllen zwei mit Butter bepinselte Formen mit dem Teig und lassen ihm seine verdiente Ruhe, bevor er bei 220 Grad 30 bis 40 Minuten  in den Backofen kommt. Aber von dem Ergebnis sind wir gleichermassen erschlagen. Es ist kein bisschen trocken, unser Olivenbrot.

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Wir wünschen viel Spass beim Nachbacken.
 Lori und Ottilio.

 

Fenchelsuppe

"Hallo, Lori, gibt es heute etwas mit Fenchel?" Ja, wir machen eine Fenchelsuppe, ganz einfach und sehr geschmackvoll. Zuerst benötigt man Zwiebel, wie immer bei allem, ha ha. Dann können wir noch Kartoffeln in kleine Würfel schneiden. Die dienen der Sämigkeit der Suppe und machen natürlich in erster Linie satt, ha ha.

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Allerdings bin ich mit der Beschaffenheit der Kartoffeln nicht zufrieden, aber Lori tröstet mich, es hätte in jedem Falle viel mehr Finocchio als Kartoffeln in der Suppe. Wir sind also immer noch am Schnippeln, da raschelt es plötzlich in der Küche. Normale Diebe können es eigentlich nicht sein, die haben Respekt vor uns, also wer wuselt da herum?

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Da fängt es doch sogar noch an, zu knabbern. Potzblitz, wer mag das sein? Wir entdecken Felix, der sich hinter dem Blumenkohl versteckt hat, friedlich eine Fenchelstange knabbern. "Ich weiss, ich weiss, ich, als Vertreter der offiziellen, gugelländischen Raubtiere müsste mich nicht um Gemüse reissen, ha ha, sondern Schäfchen fressen, ha ha." Aber Lori gönnt ihm das Gemüse.

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Wer fressen muss, was zu ihm passt, der ist abgestempelt, und wer fressen kann, was er mag, dem schmeckt es wenigstens. Aber Felix verzieht sich mit seinem Fenchelstängel wieder in den Garten, in der Küche arbeiten ist nicht so seins, ha ha. Ich komme mir wieder mit Lori in die Wolle, weil wir uns nicht über die Weinbeigabe einigen können.

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Sie findet, den Wein dürfe man ruhig noch schmecken. Gute Köche wollen aber keine Alkoholpromille im Essen, also muss alles noch aufgekocht werden. Aber dann würzen wir noch mit etwas Pfeffer, salzig ist schon die Brühe, in der wir das Gemüse gekocht haben, also muss nur noch gemixt werden. Und selbstverständlich wird der ganze Riesentopf mit Freude gegessen, ha, ha.

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Das war unser Suppenrezept vom März. Wir wünschen guten Appetit.

Ottilio, Felix und Tante Loredana


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