News : Immer das Neuste aus Gugellandia

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Juli 2021





 
Der Urlaub lockt. Wohin nur in die Ferien?
In diesem Jahr wollen alle in Italien bleiben. Weshalb denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Überall ist es schön. Es gibt alles hier, die Auswahl ist riesig. Laura hat sich entschlossen, Gugellandia nur im Notfall zu verlassen, falls in der Küche nichts mehr los ist. Denn Ottilio und Loredana sind auch schon am Packen. Peso und Wally reisen nach Venedig. Edi und Beppa haben in Sizilien ein schönes Plätzchen gefunden. Grünling hat dieses Jahr etwas Rücksicht auf seine Eisbärfreundin genommen und erkundet mit ihr anstatt Hawaii, die Abruzzen.
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Vorher gibt es aber noch eine grosse Abschiedsparty mit viel Vergissmeinnichttrank und natürlich der Torte, die Schnorbert so lange schon missen musste. Himbeertorte. Da aber gerade das Titelbild für den Sommerlinkkalender gestaltet wird, möchte man noch etwas Bewegung ins Bild bringen. Das passiert mittels Wasserschlauch, der Wellen machen soll. Dass dabei zufällig ein Spritzer auf Schnorbert's Torte flog, wird ja hoffentlich niemandem verübelt.
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Damit uns in der Sommerpause niemand vergisst, haben wir unseren Sommerlinkkalender installiert. Morgen geht es los. Man muss eine Frage beantworten und wenn sie richtig ist, bekommt man Punkte. Das Törchen geht aber trotzdem auf, auch wenn man die Frage falsch beantwortet. Wichtig ist, keines zu vergessen, denn sonst fehlen einem am Schluss die Puzzel-Teile. Sommerlinkkalender der letzten Jahre kann man jetzt auch wieder öffnen, falls man irgendwas versäumt hat. Während den Sommerferien wird in Gugellandia der Professor Doktor Zeig die Stellung halten und weiterhin seinen Wetterbericht verfassen, auch Guido, der Buchstabenvogel bleibt uns erhalten.
Alle anderen melden sich dann im September wieder. Schöne Ferien, liebe Freunde.
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Wo reist eigentlich Schnorbert hin?

 
Kreuz und quer durch Italien
Die Ferien sind jedes Jahr ein grosses Thema in Gugellandia. Wer darf verreisen, und wer muss zu Hause bleiben? Es können ja nicht alle 400 Tiere teuren Urlaub im Ausland machen. Deshalb ist Edi eine tolle Idee gekommen. "Wir sind doch hier in Italien und das Land ist wunderschön und hat für jeden Geschmack etwas. Wir sollten unseren Leuten das Land ein wenig näher vorstellen. Dann können alle dort Ferien machen, wo es ihnen am besten zusagt." Edi versucht Männi und Pfurr von seiner Idee zu überzeugen. "Wir bilden drei Teams aus verschienenen Tieren mit diversen  Vorlieben und machen uns auf die Reise, was meint ihr?"
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Cirillo sitzt auf dem Feigenbaum und hat alles gehört. Er muss eigentlich für den Rätselvogel den BUCHSTABENTUMMELPLATZ von SPRACHSCHWIERIGKEITEN reinigen und alle Wörter, die mehr als 15 Buchstaben haben in  REISETASCHENFAECHER einfüllen. Aber da Cirillo ein waschechter Analphabet ist, reizt ihn Edi's Vorschlag mehr als die langweilige Arbeit für den gugelländischen Promoter. "Ich bin dabei, wann geht es los?" Cirillo hat zwar soeben eine Surfschule eröffnet, aber die läuft von selbst und Italien wollte er schon immer kennen lernen.
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Die erste Gruppe besteht also aus Männi, Pfurr, Cirillo und Edi. "Natürlich brauchen wir auch noch Mädchen, die haben im Urlaub meistens andere Interessen als wir Jungs." Also lädt man noch Battamba, Esmeralda, Miezi und Alinka dazu. Wer in der dritten Gruppe dabei ist, weiss noch niemand. Aber das Abenteuer kann los gehen. "Wir fangen oben in Italien an. Da sind viele Seen, die sehenswert sind." findet Pfurr und füttert das Beamgerät, in der Hoffnung, dass dieses Italien auch gut genug kennt, um alle an den richtigen Ort zu verschicken.
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Natürlich braucht man nun wieder etwas Phantasie, damit man den angesteuerten See auch als den sehen kann, der es sein soll. "Sehr seeenswert!" witzelt Cirillo, als sie am Wuwatisauftümpel ankommen. "Ja, du hast recht, es ist nicht der Comersee, ich glaube es ist der Lago Maggiore oder der Gardasee. Die anderen sind auch nicht hier, das Beamgerät muss wiedermal etwas verwechselt haben!" Edi runzelt die Brauen und spielt leichte Empörung. Da kommt ein kleines Wuwati anspaziert und erklärt die Lage. "Nixi saufi, izi mini!" was heissen soll, das wäre doch der Comersee. "Dann sind die anderen wo falsch hingebeamt worden." Tatsächlich findet man am wunderschönen Lago Maggiore Kai und Gonni.
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Auch Ali, den Pyranha, und der Insektenforscher Klepf hat es hierher verschlagen. "Wir sind alles schiefe Typen, was willst du denn in unserer Gruppe? fragt Kai den kleinen Vogel. "Ich bin hier zum Aufpassen, damit ihr keinen Mist baut!" lautet die gescheite Antwort. "Was sind denn das für komische Stecken und Blumentöpfe?" wundert sich Gonni. "Das sind die Laternen und die Hotels an der Uferpromenade. Aber ausser uns vier ist niemand aus Gugellandia hier." Das ist merkwürdig, aber das Beamgerät scheint wirklich etwas durcheinander gebracht zu haben.
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Miezi und ihre drei Freundinnen sind nämlich zu selben Zeit am Gardasee gelandet. Im Gegensatz zu den anderen Teilnehmern sind sie allesamt sehr positiv überrascht. "Ja, genau so habe ich mir den Lago di Como vorgestellt. Überall hübsche Blumen, schmucke Cafes und Bötchen mit denen man über den See fahren kann." Es ist nun völlig egal an welchem der drei Seen sie gelandet sind, wie man sieht, ist der See selber nicht wichtig, nur das drumherum. Und das ist bei allen dreien gebirgig und wunderschön. "Los, kommt, wir müssen weiter, es geht nun in die Toskana."
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Wer schon mal eine Italienkarte studiert hat, weiss, dass das Land zwanzig Provinzen aufweist, alle mehr oder weniger gross, aber jede für irgend etwas berühmt. Miezi und ihre Freundinnen erschnuppern erstmal alles, was da grünt und blüht. "Hier muss es irgendwo einen schiefen Turm haben, das weiss ich, aber ich sehe nichts Schiefes ausser dir!" lacht Miezi. Alinka und Esmeralda gucken auch wie mit Argusaugen in der blumigen Gegend herum. "Das da könnte er sein, was meint ihr, schief ist vielleicht nicht das richtige Wort. Etwas schräg vielleicht. Ha, ha, ha." Und die vier kichern und lachen wie eine übermütige Entenschar. 
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"Von unseren Mitspielern ist aber noch immer keiner zu sehen. Ob wir wohl falsch gereist sind?" gibt Esmeralda zu bedenken? "Suchen wir mal die Gegend ab." schlägt Miezi vor. Sie sind kaum im Grünen verschwunden, taucht die Gruppe von Kai, dem Hai, bei den selben "Gebäuden" auf. "Das ist Pisa, das sieht man, der Turm ist schief und hier durch dieses Loch gehen den ganzen Tag Touristen. Ich werde mal ein paar verspeisen. Ho, ho."  "Aber da kommt Klepf zum Tor heraus. "Nichts wirst du verspeisen, dafür suchen wir uns lieber eine typisch italienische Gelateria oder ein Ristorante. 
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Aber zuerst setzten sich alle vier von diesen schrägen Gesellen noch brav auf den schiefen Turm. Dann verliert sich auch ihre Spur in der Toskana. "So, diesmal hat das Beamgerät richtig funktioniert, aber unsere Mitspieler sind wieder nicht da. Die müssen sich irgendwie parallel oder zeitlich verflogen haben." Ja, mit so Beamgeräten ist es ein Kreuz wie mit allen Maschinen! Die vier Freunde überlegen und analysieren die Sachlage. "Mädchen wollen es immer chick und bequem haben. Die sind entweder im nächstbesten Eiscafe oder am Strand. Aber wo ist hier was? Wir hätten eine Karte mitnehmen sollen."
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Weil aber keiner von allen an so etwas gedacht hat, gehen sie einfach der Nase nach und treffen sich tatsächlich nach und nach alle in den übersichtlichen Hügeln der lauschigen Toskana. "Ah, bist du nicht Gonni? Suchst du auch nach Ameisen? Ich denke, es wird noch lange dauern bis wir hier eine Gelateria finden. "Ganz schön heiss hier in Italien!" findet auch Ali langsam. "So ein Bad im Meer wäre nicht schlecht, wo könnte es sein, links, rechts oder geradeaus?"
Klepf überlegt. "Ich könnte ja mal losfliegen und mir etwas Überblick verschaffen, aber vielleicht gibt es hier Raubvögel, die Lust auf kleine Pfefferfresser haben."
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"Halt, Alinka, dort geht es zu einem Bach, du fällst noch hinein, wenn du nicht aufpasst!" Aber Alinka ist das egal. "Ich brauche dringend was zu trinken. Ich dachte nicht, dass es in Italien so heiss sein kann." Edi macht nun allen einen Vorschlag. "Wenn wir ans Meer gehen, werden wir uns abkühlen und erfrischen können. Los kommt mit." Aber Edi weiss auch nicht, in welcher Richtung das Meer sein könnte. Überall nur sanfte Hügelchen, Pappeln und einsame Häuser. "Zum Glück habt ihr Kai, den Hai dabei! Ho ho. Ich finde das Meer natürlich mit der Rückenflosse, folgt mir!"
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Alle freuen sich, als sie das Meer und den langen Sandstrand sehen. "Was wollt ihr zuerst machen? Eis essen, Bötchen fahren oder schwimmen gehen?" Sie entschliessen sich allesamt, zuerst Eis zu essen, dann Bötchen zu fahren, dann nochmals ein Eis essen und nach dem Schwimmen vielleicht nochmals eins.
Nicht alle aber zieht es sehr ins Wasser. Sowohl Miezi wie auch die drei Vögel finden alle möglichen Ausreden, um nicht ins Wasser zu müssen.
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"Lieber gehe ich hundertmal durch die gugelländische Waschstrasse, als dass ich einmal in diesen Drecktümpel, oh entschuldigt, ich wollte sagen, dieses mittelmässige Mittelmeer hüpfe." Alinka will sich nicht unbeliebt machen, aber das Schwimmen behagt ihr auch nicht. "Wir hätten die Surfbretter mitnehmen sollen." seufzt Männi. Aber so ist es immer, auch im schönsten Urlaub, es ist nicht immer alles perfekt.
Aber dafür, dass sie ein recht bunt gemischter Haufen sind, verstehen sich alle doch recht gut. Noch.
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"Jetzt geht es in die Abruzzen, Leute, dort ist es höhenmässig sehr interessant und es gibt Burgen und Schlösser. Vor allem Schloss Rocca Calascio, da wollen wir hin!" Männi geht mit Battamba hinter Kai her. "Wieso kennst du dich eigentlich hier aus, Kai?" Die Hütte haben meine Vorfahren abgefackelt, he he, ich habe noch immer ein paar Zinnteller aus dem Nachlass von diesem Bonzenheini, der darin gewohnt hat." Kai grinst zähneknirschend, so dass Miezi misstrauisch stehen bleibt. "Was wollen wir denn da oben überhaupt?" fragt sie.
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Das hätte sie besser nicht sagen sollen, denn nun sind plötzlich alle nicht mehr so sicher, dass sie den steilen Pfad zu dieser Festung, besser gesagt Ruine, überhaupt noch wagen sollen. "Solche Klettereien kann ich auch in Gugellandia haben, deswegen muss ich nicht extra in die Abruzzen." schimpft Gonni. Er hat sein Drachenkostüm nicht dabei, sonst wäre er längst hinaufgesaust und hätte von oben eine Runde Feuer gespuckt. Esmeralda geht es gut. Sie findet immer wieder neue Ameisenstrassen. So geht es langsam und mühselig bis hinauf zur Festung.
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Dort ist der Ausblick zwar umwerfend, aber die Reisenden hätten doch lieber einen Schluck Wasser als eine schöne Aussicht. "Wisst ihr was? Alte Steine können wir auch in Rom haben. Von dort habe ich noch eine Karte in der Tasche. Ihr wisst schon vom Spiel. Die wird uns gleich quer rüber nach Rom beamen." Pfurr ist ganz aufgeregt, ob das auch klappen wird. "Das Beamgerät hat heute schon enorm viel verwechselt, meinst du nicht, dass es gefährlich ist?"
"Ach was, kommt alle her, dieser Holzhaufen ist unser Abflugpunkt."
"Dem sage ich mal: von einer Ruine zur anderen."
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In Rom gibt es viele Sehenswürdigkeiten und zum Glück ebenso viele Gelaterien und Touristen. Besonders lustig finden sie es im Kolosseum und am Torre Argentina. Am meisten Spass haben aber die Touristen. Es sind alles Tiere, die auch gern mitspielen, aber es nicht immer schaffen, eine Rolle zu bekommen. "Was muss ich machen, als Tourist?" fragt Tosca, die Ente. "Du musst überall Stau machen, dich dort in den Weg stellen, wo alle durch wollen und du musst unaufhörlich fotografieren und im Reiseführer blättern."grinst der Hai "Aha, wieso weisst du das so genau, warst du schon mal Tourist?"
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"Mir ist es hier zu staubig. Und das viele Volk macht mich nervös." Alinka schleicht sich an ein schattiges Plätzchen und beobachtet die Ruinen aus der Ferne. "Ich find's toll hier!" findet hingegen Battamba. "Die Akustik muss wundervoll sein, wenn man hier singt, soll ich mal eine kleine Einlage trällern?" Auch wenn die antiken Steine eine gewisse Kühle ausströmen, mit der Zeit wird es doch auch hier wieder heiss. "Was habt ihr denn im Juli anderes erwartet?" Pfurr kümmert sich um eine ältere Dame. "Ist ihnen nicht gut, Signora?" Giselle tut, als wäre sie zusammengeklappt.
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"Wir lassen gleich einen Erfrischungswagen kommen." tröstet er die Kurzhalsgiraffe, die ihm zuzwinkert, dass es ihr gut gehe, und sie nur auffallen wollte. Inzwischen haben auch die Wuwatinis mitbekommen, dass da im Kolosseum und am Torre Argentina etwas los ist. "Hier gibt es scharenweise verwilderte Wuwatis." erklärt Klepf gerade einer Touristin. "Deswegen bin ich ja da, oder meinen sie, mich interessieren diese jahrhunderte alten Steinbrocken?"
Tatsächlich ist das Zusammenspiel von uralten Steinen mit blutjungen Wuwatis eine gelungene Kombination.
Den Touristen gefällt's!
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Auch unsere Reisegruppe kommt langsam zur Erkenntnis. "Rom wurde nicht an einem Tag erbaut, wie sollen wir ganz Italien in einem Tag erkunden?" Sie beugen noch einmal ihre Köpfe über den italienischen Stiefel und sind sich einig.
Das allerbeste in Italien, das alle gleich gern mögen, ist wahrscheinlich das Essen. Und schon schwelgen alle in den kulinarischen Nationalfarben.
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Männi und Pfurr dürfen in der Trattoria am Ottavioplatz dann sogar eine Italien-Pizza "bauen". 
Alle Teilnehmer sind gesund und munter von ihrer ersten Italien Kreuzundquerreise zurückgekehrt.
"Das ist ein total spannendes Spiel!" findet Edi, beide Backen voll mit Pizza, "das spielen wir jetzt öfter, ja? Italien ist ja soooo gross und abwechslungsreich!"
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Wir wünschen allen unseren Freunden eine schöne Ferienzeit.

 
Männi und Elli bei den Gauklern
Nanu? Wer ist denn da in Richtung Gugellandia unterwegs? Eigentlich wartet heute Männi auf Elli von den Plüschpiraten aus Berlin. Sie ist gerade eingetroffen, und gemeinsam beobachten sie nun den seltsamen Wagen, der sich langsam nähert. Bei dem ärmlichen Fuhrwerk scheint es sich um einen fremden Bauern zu handeln, der offenbar eine UEBERNACHTUNGSMOEGLICHKEIT sucht. Als das Gefährt näher kommt, hört man den Kutscher auch schon kräftig fluchen. Das machen Kutscher immer. "So du fauler Sack, jetzt mal ein bisschen schneller vorwärts, Lamponi hat Durst und Hunger, wo ist dieses Gugellandia, dieses Kaff?
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"Hast du keine Angst, Männi? Mit dem scheint nicht gut Kirschen essen zu sein." Elli mahnt zur Vorsicht. Aber sie ist selber sehr neugierig und ist bereit, mit Männi jedes gugelländische Abenteuer in Angriff zu nehmen. Wenn man nur wüsste, um was es geht. "Weisst du, was ich glaube?" Männi macht grosse Augen und ein schelmisches Gesicht. "Das ist ein fahrender Gaukler. Sicher hat er in seinem Wagen einen Haufen komische Gestalten und vielleicht sogar Tiere oder Zauberer." Elli schaudert es bei dem Gedanken, aber sie will ja ein Abenteuer erleben." Bevor sie richtig gucken kann, ist Männi schon vor den Eselskarren gehüpft und versperrt dem Bären den Weg.
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"Ist das Gugellandia? Dann macht, dass ihr zur Seite kommt, ich brauche was zu trinken und meine Leute sind auch hungrig von der langen Fahrt."  Jetzt kann Männi lesen, was auf dem Karren steht. "LAMPONI, bist du Gemüsehändler oder Zirkusdirektor?" Im Hintergrund haben sich schon Schaulustige angesammelt. "Ich bin Lamponi, Schausteller, ich präsentiere Grande Spettacolo, sobald wir einen geeigneten Platz gefunden haben." Ein Raunen geht durch ganz Gugellandia. "Gaukler, richtige Gaukler. Vielleicht können wir auch mitmachen?" Besonders Miranda träumt von einer Karriere, wie sie BALLETTTAENZERINNEN machmal haben.
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Aber es ist nichts mehr zu machen. Lamponi hat bereits schon Männi und Elli engagiert, jetzt braucht er nur noch einen ebenen Platz und einen Haufen Zuschauer. "Wo ist denn hier das Wirtshaus?" fragt Lamponi, "ihr könnt ja schon mal mit meinen Leuten provisorisch die Bühne aufbauen."  Elli und Männi schauen sich verdutzt an. "Leute?" Bisher haben sie ausser Lamponi und dem Esel noch niemanden gesehen.  Aber im Wageninnern fängt es nun an, zu rumpeln und rumoren.
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Lamponi ist schon bald zurück. Euer Wirtshaus ist zwar gut bestückt, aber die Bedienung ist miserabel. Also, du kleines Bärenfräulein, kannst heute die Rolle von Charlotte übernehmen, du musst nur ein wenig auf dem Seil tanzen, was für jeden GLEICHGEWICHTSKUENSTLER ein Klacks ist." Männi hätte tausend Fragen, aber der Lamponi ist ziemlich barsch und gibt nur knappe Auskünfte. Wenn jemand so ist, das weiss er, darf man ihn nicht mit zu vielen Fragen löchern. Man muss ihm praktisch von den Augen ablesen, was er meint. "Das Seil befestigen! Zwischen diesen zwei Ästen. Du kannst schon mal etwas üben, Elli, in der Nachmittagsvorstellung hat es meistens nur Kinder, die sind nicht so kritisch."
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Männi bewundert Elli's Gelassenheit. "Kannst du denn auf einem Seil gehen, Elli?" Das Bärchen aus Berlin richtet ihre rote Masche und wirft stolz den Kopf in die Luft. "Ich übe zu Hause immer auf dem Balkongeländer, und dort ist es höher als hier." Der grosse Zampano, ach nein, natürlich der kleine Lamponi hat das gehört und sein Herz füllt sich mit Freude.  "Das wird eine tolle Aufführung werden heute, holt schon mal den Leierkasten raus und trommelt Leute zusammen, ich geh noch einen Sprung ins Wirtshaus." So sind sie halt, die Schausteller, sie brauchen eben auch ihren Kraftstoff.
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Ein lustiger, kleiner Affe kurbelt an der Drehorgel. Diese seltsamen Töne locken alle herbei. "Das ist Ringelspielmusik!" Schon bald schaut jeder, von verschiedenen Plätzen aus, was da bei Lamponi los ist. Eine richtige Aufführung ist das zwar noch nicht, denn der Chef hockt noch bei Ottilio im Weinkeller. Aber das Äffchen an der Drehorgel ruft zu den fröhlichen Tönen. "Nachmittagsvorstellung ist gratis, Kinder dürfen sogar alles näher anschauen. Die grosse Aufführung beginnt heute abend um 20.00 Uhr. Grande Spettacolo von Abrabär Lamponi!"
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Elli und Männi besprechen sich gerade mit Charlotte. "Normalerweise mache ich den Hochseilakt. Aber gestern ist mir die schwere Kette von unserem Entfesslungskünstler auf den Zeh gebummst, jetzt bin ich etwas wackelig. Wäre schön, wenn mich Elli vertreten könnte. Ich hole ihr gleich den Schirm. Der hat eine geheime Auftriebsachse, da kann man gar nicht abstürzen, man muss nur elegant herumspazieren."  Das Drehorgeläffchen leiert noch immer und singt.
"Hier gibt es grande Spettacolo, kommt alle her zu Lamponi, er ist der grosse Zampano!"
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Tatsächlich dürfen die Kinder, die sich nun neugierig eingefunden haben, den Esel streicheln und ihn mit mitgebrachten Möhren füttern. Sie dürfen auch den Entfesslungskünstler anstaunen, der so furchterregend aussieht, dass sie ihre ängstlichen Kinderaugen gar nicht mehr von ihm abwenden können. Männi stellt dem Publikum nun Elli vor. "Sie wird für Charlotte einspringen und auf dem Hochseil tanzen." Zwischendurch kommt der Clown mit den langen Beinen und scherzt. "Das Lama will mich fressen!" Die Kinder machen kugelrunde Augen vor Erwartung. Aber dann spuckt das Lama dem Clown voll ins Gesicht.  Das laute Lachen ist Balsam für die Artisten.
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Es schauen inzwischen viele Leute ganz gebannt zu, was in Lamponi's Truppe so los ist. Man weiss zwar, es ist erst die Generalprobe. Vielleicht gerade deswegen ist es noch viel spannender. Elli ist inzwischen oben auf dem Feigenbaum angekommen. "Wo ist denn der Schirm, von dem Charlotte erzählt hat?"  Der Clown lenkt inzwischen alle Aufmerksamkeit auf sich. "Oh, was haben wir denn da hinten für ein getüpfeltes Monster? Hilfe, kann es sein, dass das euer Schnorbert ist, ho ho ho."
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Alle lachen und sind fröhlich. Das ist der Moment, wo Lamponi seinen Zylinder lüpft und in die Menge hält. Leider fliegen nur ein paar lose Blätter vom Lorbeerbusch hinein. "Ist ja auch erst die Generalprobe." seufz er und will schon wieder Richtung Wirtshaus abschleichen. "Nein, Lamponi, jetzt musst du schauen, gleich kommt die Elli, du wirst staunen!"
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Eine neue Musik erklingt auf dem Leierkasten. Elli stapft völlig unerschrocken los. Das Seil scheint ihr völlig sicher. Aber jetzt fällt ihr ein, dass sie es noch ein wenig spannend machen muss. Da fängt sie an, etwas hin und her zu wackeln. Einmal legt sie den Schirm etwas zu seitlich, da muss sie ganz schnell den Auftriebknopf drücken, damit sie oben bleibt. Das Publikum ist mucksmäuschenstill bis sie wieder gerade steht, dann tost der verdiente Applaus los.
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Elli fühlt sich inzwischen wie zu Hause auf dem Seil, aber es ist ja, wie gesagt, nur die Generalprobe. Sie muss sich ihre Kräfte noch für die Abendvorstellung aufheben. Unten klappern sie nämlich schon wieder mit dem Wagen. Das Fuder zieht um, allerdings nicht weit. "Hier bauen wir die Abendvorstellung auf." freut sich Lamponi und gibt hier und da seine Anweisungen. "Ich gehe nochmals ins Wirtshaus und mache etwas Propaganda für unsere Schau." sagt er schliesslich und lässt seine Leute arbeiten.
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Am Abend kommt ganz anderes Publikum. Die allerhöchsten Spitzen der Gesellschaft lassen sich dieses Grande Spettacolo unter freiem Himmel nicht entgehen. Männi ist ganz stolz und wirft Elli "toi toi toi" noch ein paar Glücksküsse über die Schulter bevor er selber in die Manege tritt. "Hier zeigt euch Lamponi das mutigste Lama der Welt. Heute wird es weltberühmt, denn es springt durch diesen brennenden Reifen." Das Lama ist ein perfekter Artist von Lamponi und schlottert mit den Beinen, so dass alle denken, das arme Tier stirbt fast vor Angst.
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Männi entzündet nur den Reifen. "Spring, Leila, drüben hat es feines Gras." Das kleine Lama wedelt noch kurz mit dem Schwänzchen bevor es in die Flammenhölle springt. Das Publikum jubelt. "So ein süsses Geschöpf, und so mutig!" Das findet Männi auch und macht einen fatalen Fehler. Er zieht den brennenden Reifen zu sich, jetzt könnte jeder sehen, dass das Feuer nicht echt ist. Aber schnell merkt er die Panne und rettet mit energischen Worten die Situation.
"Man kann sich übrigens ab sofort bei Wahrsagerin Charlotte die Karten lesen lassen. Es braucht doch jeder eine sorgenfreie Zukunft oder nicht?"
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"Du meine Güte, bin ich froh, muss ich heute nicht wieder auf dem Seil rumklettern. Ich bin doch Kartenleserin. Dieser Lamponi ist immer völlig unterbesetzt, man muss alles können, überall einspringen, so wird das doch nichts. Hoffentlich kriege ich heute ein paar spendable Kunden." Tatsächlich gibt es viele Leute, die sich die Karten legen lassen und hören wollen, was sie sagen. Allerdings genügt es, was die Kartenleserin sagt. Die Karten sind nur jedes Mal anders gemischt.  Es dämmert langsam und die Stimmung wird kribbelig, weil im Hintergrund nun auch noch irgendwas brutzelt.
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"Du hast Angst vor der Polizei? Nein, ah, dann eben vor dem Gesetz? Auch nicht? Na hör mal die Karten lügen nicht. Ach so, du hast einen ekligen Nachbar, aha, da kommen wir der Sache schon näher...!" Während die Kartenlegerei von Charlotte eifrig besucht wird, gehen nun alle Blicke nach oben. "Hier kommt Elli, unsere Seiltänzerin aus Berlin. Sie hat auf dem Balkongeländer geübt, ist sie nicht wundervoll!
Als Elli sieht, wie alle Blicke bewundend zu ihr hochleuchten, wird ihr ganz warm ums Herz. "Jetzt nur nicht den Schirm zumachen...!" sagt sie sich und dreht nochmals eine Runde.
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Das Publikum ist hingerissen von den tollen Darbietungen. Elli läuft das Seil rauf und runter. Die Herzen der Zuschauer bersten fast vor Staunen und Ergriffenheit. "Dass es Leute gibt, die für uns so etwas machen, wirklich bewundernswert!" staunt ein kleines Schweinchen, das noch nie einen Maiskolben gesehen hat. Als alle sehen, dass Elli in einer sicheren Position ihre Kusshände verteilt, bricht tosender Applaus aus. "Hoch lebe Elli, bravo, bravo, hoch lebe Lamponi!"
Jetzt betritt Männi wieder den Platz. "Wir kommen jetzt zum Höhepunkt unserer Aufführung.  Der Namenlose wir nun in seinem Amt als Entfesselungskünstler getestet, es kann sein, dass es seine letzte Vorführung ist."
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Männi tätschelt den fürchterlich aussehenden Gorilla erstmal gönnerisch und sagt. "Ja, wir wissen, dass es manchmal von Sekunden und dem richtigen Griff abhängt, ob man es schafft oder nicht. Ich werde dich nun mit diesen Ketten fesseln, und du musst es schaffen, innert einer Minute wieder freizukommen, sonst...." Männi schaut gespannt auf die Wirkung seiner Worte im Publikum. Die Drehorgel spielt nun ein herzzerreissendes Stück, quietschen tun die armen Orgelpfeifen, man muss sich die Ohren zu halten. Aber der Entfesselungskünstler liegt nun gekettet und vielseitig verwickelt da. "Eine Minute!" Männi drückt auf die Stoppuhr.
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Männi hat vergessen zu sagen, welches Unglück passieren würde, wenn es der Entfesselungskünstler in einer Minute nicht schafft. "Stimmt, wir hätten eine Bombe legen sollen oder so...." aber natürlich rattert es und klirrt, man hört auch das Keuchen eines Gorillas, das reicht! Die Kette springt entzwei! Das Publikum atmet auf. "Jetzt kann ich es euch ja sagen. Wenn er es nicht geschafft hätte, müsste er jetzt anstatt Feuer auch noch Säbel schlucken."
Das Publikum ist völlig elektrisiert.
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"Weisst du was, Elli, ich würde mich freuen, wenn Lamponi und seine Truppe wieder mal vorbeikommt." "Du hast recht, Männi, er ist zwar ein komischer Kauz, aber es war ein tolles Erlebnis."
Männi nimmt Elli bei der Pfote und schlägt vor. "Na, dann gehen wir zwei auch mal ins Wirtshaus."
Der grosse Zampano alias kleiner Lamponi  ist wieder auf dem Weg.
Vielleicht kommt er ja mal wieder einmal nach Gugellandia.
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Die Idee zu dieser Geschichte kommt aus LA STRADA von Fellini

 
Cirillo's Surfschule
Endlich ist der Sommer da. Das Schwimmbecken ist wieder in Betrieb und Cirillo hat eine Idee. Man erinnert sich vielleicht an den blauen Papagei und seine Besonderheit. Er kann nämlich nicht lesen und auch nicht schreiben. Aber sonst ist er ein heller Kopf, und er hat auch noch viele andere Talente, von denen bis heute noch niemand etwas geahnt hat. "Ich werde mal die Laura aufsuchen, die weiss immer bei jedem Projekt, womit man anfangen muss." Cirillo wandert in Gugellandia herum und trifft zuerst auf Grünling, der natürlich mit seinen Pflanzen beschäftigt ist.
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"Hallo, Grünling, weisst du zufällig, wo ich die Laura finden kann? In ihrer Malerwerkstatt ist sie nicht. Es hat nur ein Schild an der Türe. "Infolge geheimem Bauauftrag geschlossen". Grünling hat keine Ahnung, aber er muss weiterarbeiten und rät Cirillo, einfach überall herumzufragen. Dieses System funktioniert immer in Gugellandia. Cirillo stapft zielstrebig nun über Land und Feld. "Hier sieht es ja aus wie in Australien." denkt er sich. Tatsächlich begegnet er auch kurz darauf zwei Kängurus. Besser gesagt, es sind drei. Autu, Dongdong mit ihrem Baby.
"Habt ihr vielleicht Laura gesehen? Ich muss mit ihr mein Projekt besprechen."
Tatsächlich finden sie Laura am Rande der "Wüste", aber sie hat absolut keine Zeit.
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"Liebe Leute, alles gut und schön, stört mich nicht, ich habe Grosses vor, ich muss.... und das geht euch überhaupt noch nichts an.... nämlich, was wollt ihr?" Cirillo stottert vor Aufregung. "Ich will eine Surf-Schule eröffnen und wollte dich fragen, womit ich da am besten anfange." Laure zerknittert erneut ein Blatt vollgekritzeltes Papier und runzelt die Stirn. "Surf-Schule, Surf-Schule, hm, da musst du ein Gewässer haben, und Reklame machen. Geh' zu Tationa, die soll dir ein schönes Plakat malen."  Cirillo freut sich und bedankt sich bei Laura für den freundlichen Rat. Seine Idee scheint ihm schon fast Wirklichkeit zu sein. Die Kängurus folgen ihm auf Schritt und Tritt. "Das wird ein Riesenerfolg." freut er sich und flattert triumphierend mit seinen blauen Flügeln.
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Auf der Suche nach Tationa ist man auch kurz in Ottilio's Kochstudio vorbei gekommen. Auch dort herrscht reges Treiben. Cirillo versteht nicht, warum so viel leere Käseschachteln herumliegen, wenn doch gerade Donauwellen gebacken werden. Aber jetzt weiss er, wo er Tationa finden kann. Bei der Linde unterhält sie sich mit Klemens, dem Fuchs. "Entschuldigt die Störung, ich brauche ein schön gemaltes Schild für meine Schule, ich werde Surf-Lehrer." Ohne weiter zu fragen, trippelt Tatione mit Cirillo und den Kängurus zu Laura's Werkstatt, um das geeignete Material zu holen. "Ein Schild, sagst du? Das haben wir gleich." Gekonnt schnippelt das kleine Nilpferd aus einer grossen Schachtel ein schönes rundes Schild.
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"Wo möchtest du es denn aufhängen?" Cirillo neigt den Kopf und traut sich nicht zu sagen, dass er ein viel grösseres Schild möchte. "Ach so, na dann nehmen wir eben ein grösseres Papier!" Tationa macht sich wieder an ihrem Arbeitsplatz zu schaffen und wirft den nicht mehr benötigten Karton achtlos zu Boden. Es vergeht keine Minute bis in diese neue, interessante Behausung auch schon ein Wuwati eingezogen ist. "Was soll denn auf dem Schild stehen, schreib mir doch mal den Namen deiner Schule auf." Das ist der Moment, auf den Cirillo gewartet hat. "Ich kann nicht schreiben, aber ich kann toll surfen." 
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"Na schön, ich male dir die Buchstaben vor, dann kannst du nachher mit den Farben deiner Wünsche die Zwischenräume ausfüllen, einverstanden?" Cirillo ist für einige Minuten der glücklichste blaue Papagei in ganz Gugellandia und malt mit Inbrunst die Buchstaben aus, die ihm Tationa vorgezeichnet hat. "Jetzt werden alle Tiere sehen, was für ein toller Kerl ich bin, auch wenn ich nicht lesen und schreiben kann." murmelt er beim Malen und putzt sich zwischendurch die blaue Farbe von den Krallen. Dann kann die Eröffnung stattfinden.
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Cirillo ist plötzlich der Star des Tages. "Endlich macht mal wieder jemand was." quakt Tosca, die Ente. Sie sitzt mit einigen ihrer Freunde bereits erwartungsvoll beim Schwimmbecken. "Es ist immer gut, wenn man Plätze in der ersten Reihe hat. Gwägwä." Cirillo bespricht sich mit Bademeister Geolg. Auch Giri, der Sicherheitsbeauftragte von Gugellandia ist schon auf seinem Posten. "Dann lasst die Schüler kommen!" Cirillo platzt schier vor Stolz, dass er nun eigene Schüler hat. Sogar Edi ist darunter. Der ist ihm damals, als er Tom Sawyer und er Huckelberry Finn war, immer auf der Nase rumgetanzt. "Liebe Schüler, das Wichtigste ist, dass ihr Surfen lernen wollt. Ihr werdet es nicht sofort  können, das sage ich euch gleich, es wird harte Arbeit."
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Cirillo ist erstaunt. Alle Schüler sind hochkonzentriert und gucken ihn bewundernd und erwartungsvoll an.  "Wichtig ist, dass ihr euch vor der ULTRAVIOLETTSTRAHLUNG schützt. Das bedeutet, immer mal wieder kräftig den Pelz durchschütteln, damit die Wassertropfen keinen Doppeleffekt machen."  Das Baby von Autu und Dongdong fängt an zu qängeln. "Wann dürfen wir denn endlich Surf fahren?" "Psst, sei still, wir sind hier in der Schule, da darf man nicht einfach dreinrufen." Dongdong gibt dem Kleinen einen Klaps auf den Beutel.  
Cirillo stellt sich nun oben auf den Rand des Schwimmbeckens.
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Er lässt einige Sekunden absolutes Schweigen herrschen. Dann sagt er feierlich. "Was hier  im Wasser so rumschwimmt sind keine HINTERLASSENSCHAFTEN von Ungebetenen und auch keine    WASSERVERSCHMUTZUNG, es fallen einfach ab und zu Insekten hinein, die werden dann gerettet, oder, wenn es schon zu spät ist, hm, hm, verspeist. " Ein belustigtes Raunen geht durch die Schüler. "Zuerst müssen wir lernen, auf dem Brett zu stehen, und zwar, nachdem wir ins Wasser gefallen sind. Dann ist alles sehr glitschig und demzufolge nicht so leicht." Cirillo führt einige Beispiele vor und kommt dann völlig genervt zu Geolg an den Beckenrand. "Dieses Surfbrett taugt nichts, es saugt sich mit Wasser voll und geht unter, was soll ich tun?"
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Die Schüler haben nicht gemerkt, welche Probleme ihr Lehrer gerade hatte. Sie folgen ihm fröhlich zur nächsten Station ihres Unterrichts. "Wir suchen nun unser perfektes Surfbrett!" tiriliert Cirillo, als wäre nichts gewesen. Eine bunte Ausstellung an "Brettern" ist nun zu bewundern. Man hatt alle ausprobiert. "Sie schwimmen, hurrah, und da sie etwas dicker sind als ein Styroporkarton, möglicherweise auch etwas länger." Die Surf-Schüler sind natürlich noch völlig unwissend. "Da, das mit dem Amerikafähnchen gefällt mir!" "Ich finde dieses brasilianische Schwarz mit grüngelb auch richtig surfisch!" Was macht eigentlich Professor Doktor Zeig hier in Cirillo's Surf-Schule?
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Warum soll ein Meteorologe nicht auch mal einen Surf-Kurs machen? Jeder weiss wahrscheinlich selber am besten, wo seine Talente stecken. Cirillo hat jetzt spassigerweise noch einen Springbrunnen aufstellen lassen, aus dem nun kräftig frisches Wasser plätschert. Innert kurzer Zeit sind alle etwas angenetzt. "Es ist wichtig, dass ihr als Surfer keine Angst vor Wasser habt. Anderseits kann euere Scheu vorm Wasser euch auch helfen, oben auf dem Brett zu bleiben und den richtigen Weg durch die Welle zu finden."
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"Der ist ja richtig philosophisch, dieser Cirillo." findet Dongdong "aber ich hätte doch lieber ein Surfbrett für Mädchen, so etwas mit Barbie drauf oder wenigstens rosa." Pfurr hat seine Wahl getroffen. "Das ist der Ferrari unter den Surfbrettern, das sehe ich von weitem." Edi hat sich auch entschieden. Bleibt nur noch Männi, der von Brett zu Brett rennt und sich fragt, ob er eigentlich eines vor dem Kopf hat. "Ich will doch eigentlich gar nicht surfen lernen... hi hi, ich möchte es aber können."
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Der Springbrunnen hat inzwischen seine Spasstätigkeit eingestellt, im Nu ist alles wieder trocken. Jeder hat sein "Brett" gefunden. Man ist voller Vorfreude. Die Trockenübungen sind absolviert. Nun geht es ins Wasser. Es kann losgehen. Dongdong kann sich zwar noch nicht entscheiden, ob sie das linke oder rechte Rosa-Barbiebrett nehmen soll.
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Cirillo freut sich. Die Bretter sind ein Geschenk des Himmels. Ich habe mich noch gar nicht beim Produzenten bedankt. Man findet sich vollzählig wieder beim Schwimmbecken ein. Für ein paar Wellen sorgt Harry, der sich geschickt unter den Brettern versteckt hält. Mit dem Wasserschlauch sollen dann die einzelnen Surfer etwas "angeschossen" werden.
Aber wie das eben so ist, mit Anfängern.
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Männi möchte es können, aber er hört nicht auf das, was ihm Cirillo sagt. "Nicht so schnell, sonst kippt es. Du musst erst die Balance abwarten." Die Mitschüler lachen und haben gleichzeitig auch Mitleid. Am besten ist es jeweils, wenn Männi selber lacht, dann ist alles spassig, sommerlich, herrlich und trotzdem nur eine Übung. Männi ist noch kein Surfer, als er wieder aus dem Wasser klettert, aber er ist ganz schön nass und muss nun erstmal Pause machen.
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Alle sind gespannt, wie sich Autu als Surf-Schüler machen wird. Folgsam klettert er erstmal auf sein Bord und versucht dann, sich aufzurichten. "Schau mal, er wackelt nicht mal, das ist eine tolle Leistung." Der Applaus verklingt schnell als Cirillo ruft. "Leute, das ist noch nichts. Es hat ja noch gar keine Wellen!"
Natürlich kann es in einem gewöhnlichen Schwimmbecken nicht einfach so die perfekte Welle geben. Dafür sorgt natürlich wieder "Harry im Hintergrund".
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Als Dongdong sieht, wie viel Spass Autu hat, wenn er so eine Welle in Angriff nimmt, traut sie sich auch. "Wir Australier haben das Surfen im Blut" Und sie hält den Kleinen fest und trifft sich mit der ersten kleinen Welle. Kängurus sind in der Tat gute Surfer, weil sie viel Kraft in den Beinen haben. Das ist wichtig um das Gewicht richtig zu verteilen und die Kurven zu schneiden. Auch Dongdong scheint ein Naturtalent zu sein.
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Jetzt kommt der Eichhörnchenangriff von Pfurr. Der hat auch viel Energie auf seinem Superflitzerboard. Cirillo steht nur noch bewundernd am Rand des Bassins und blickt staunend auf seine gelehrigen Schüler. Das Schönste daran ist, man sieht, dass es ihnen eine Riesenmenge Spass macht, auch wenn es sehr viel Kraft kostet, eine Welle zu bezwingen. Edi hat mit seinem American-Flipflop auch einen Glückstreffer gelandet. "Ich muss nur denken, wo er hinsoll, dann rauscht es schon."
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Obwohl die Wellen inzwischen immer wilder und aufregender werden, wagt sich nun auch der Meteo-Professor mit seinem Surfbrett in die strudelnden Wogen. Was eben niemand weiss: Als ganz junger Meteorologiestudent war er mal in Australien und hat dort mit Freunden am Ningaloo Reef seine tollste Zeit verbracht. "Oh, der Opi ist auch am Surfen, ha ha ha."  Das Wasser spritzt, die Wellen rauschen, kein Pelz bleibt trocken, doch am Ende war wieder mal alles einfach ein Riesenspass.
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Sogar Männi hat es am Schluss noch geschafft, die perfekte Welle hinzukriegen. Alle liegen zu guter Letzt, nass bis auf die Knochen, aber glücklich und heisshungrig vor Loredana's Donauwellen.
Das war der perfekte Tag.
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Wir wünschen allen unseren Freunden auch einen fröhlichen Sommertag.


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