News : Immer das Neuste aus Gugellandia

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Januar 2022





 
Die Goldmine
Die Tage sind noch immer kurz, wenn man etwas unternehmen möchte, muss man sich zeitlich auf die Socken machen. "Wer kommt mit, ich gehe auf das Maisfeld rüber, ihr wisst schon, dort wo immer die  WEIHNACHTSDEKODISTELN wachsen." sagt Edi und hüpft seinen Freunden vergnügt vor der Nase herum. "Warum, Weihnachten ist doch vorbei, was sollen wir dort drüben?" Cirillo ist noch satt und faul vom Mittagessen, aber Pfurr und Männi finden es eine gute Idee. "Ja, wir könnten wieder einmal Tannzapfenschiessen machen."
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Also begeben sie sich auf den Weg. Man hört keinen Laut an diesem winterlichen Sonntag. Ein paar Meisen freuen sich an dem Sonnenschein und irgendwo knistert das Laub. "Still, hört ihr das?" flüstert Edi. "Da streitet sich wer, das höre ich genau an den Schwingungen!" "Ich höre nichts, und mich interessiert auch nicht, wenn sich jemand streitet." sagt Cirillo und will weitergehen. Aber er wird von Männi an den Federn gepackt und zurückgehalten. "Stimmt, hört doch, das ist Kai, der Hai, er schimpft mit Helga. Vielleicht braucht sie unsere Hilfe?" Die vier Freunde verstecken sich hinter einem Baum und lauschen gespannt.
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"Du hast mich verraten, du treulose Tomate, ich brauchte doch dieses Stinktierparfüm, damit niemand mein Geheimnis erfährt. Wegen dir und diesen dummen Bärchen kann es nun jeder finden!" Der Hai ist mehr traurig als wütend und Helga rechtfertigt sich. "Ich habe doch nicht gewusst, dass du dahinter steckst, wenn du mir gesagt hättest, ich solle nichts sagen, hätte ich dir vielleicht geholfen."  Einen Augenblick sagt keiner mehr was, dann entfernen sich die zwei. Edi und seine Freunde können nichts mehr verstehen.
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"Komm, Helga, ich zeige es dir. Ich besitze eine Goldmine, hier, gleich da vorne. Da drin gibt es so viel Gold, dass wir uns einen goldenen Haifischteich bauen können." Helga sieht nur ein Loch im Hang, aus dem ein paar Schienen gucken, die jedoch nirgendwo hinführen. Sie mag ihren Hai und würde ihm gerne helfen. "Du betreibst die Mine ganz allein? Du brauchst doch sicher jemanden, der da mitarbeitet, oder?" Kai hat plötzlich das Gefühl, er hätte schon fast wieder zu viel verraten. "Habe ich doch, Helgalein, mach dir keine Sorgen. Viel Spass noch und schönen Nachmittag, ich muss noch arbeiten." Er steckt sich seine Zigarre an und pustet eine dicke Isolationswolke um sich.
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"Los, wo sind die anderen?" Tatsache ist, dass der Hai die Mine nicht auf legalem Weg erworben hat. Die Mabirossi und Mabineri, die er auf dem gugelländischen Mondgrundstück für sich arbeiten lässt, haben schon lange keine Lust mehr für diesen Halsabschneider auch nur ein Auge zu riskieren. Vielmehr haben sie ihre eigenen Pläne. Kai aber glaubt noch, dass sie aus der Mine nun gemeinsam Gold fördern. Er arbeitet sogar eigenhändig mit. "Schaut mal, wieder nur Erde, wir sollten nochmals eine Sprengung vornehmen."
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"Ja, aber drinnen im Schacht, nicht hier." grinst ein Mabirosso. "Wenn du weiter so mit deiner dicken Zigarre rumwerkelst, könnte es sein, dass du hier schon mit deinem Dynamit in die Luft gehst." Ein besonders grosses Exemplar von Mabinero schaut interessiert hinter einem Felsen hervor. "Wenn er es übertreibt, übernehmen wir einfach das Kommando." grinst ein ebenso übergrosser Mabirosso hinter einem anderen Stein hervor. Der Hai meint noch immer, es läuft alles nach seinen Wünschen. "Hier tanzt jeder nach meiner Pfeife, verstanden?"
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Noch sieht alles so aus. Die Wägelchen mit Erde kommen raus aus der Mine. Leere werden wieder hineingekarrt. Man hat auch schon ein paar Klümpchen des begehrten Edelmetalles gefunden, aber noch steht ihnen viel Arbeit bevor. "Los ihr faulen Lulatsche, ich vollführe nun nochmals eine Sprengung, und ihr sammelt nachher alles ein, was glänzt, verstanden?"
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Kai nimmt die gesamte Sprengladung ins Maul und legt sie in der Mine an den Fuss eines goldträchtigen Gesteinsmassivs. Als die Lunte brennt, muss er nun natürlich schnell raus aus der Mine, es kommt ja meistens ziemlich viel Geröll runter, und so ein Stein auf dem Kopf braucht auch ein Hai nicht unbedingt. Bumm! Als sich die Wolken etwas verziehen, kann es der Hai nicht erwarten, gleich selber nach dem Goldregen zu sehen.
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"Warum seid ihr eigentlich alle so bewegungsfaul, ich habe doch gesagt, ihr kriegt am Schluss eueren Anteil." Aber die Mabirossi und Mabineri schauen Kai nur mit einer Spur Mitleid und Verachtung an. Sie werden ihm am ausgestreckten Arm verhungern lassen. "Er soll sich zu Tode arbeiten, genau wie er uns versklavt hat!"  
Die markerschütternde Sprengung spührt man im ganzen Walde.
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"Los, Edi, wer fängt an?" Männi beherrscht das Tannzapfenschiessen zwar noch nicht so gut wie Pfurr und Cirillo, aber er ist immerhin lernwillig."  Sie wollen gerade alle loswerfen, da erschüttert ein höllisches Erdbeben den ganzen Umkreis. "Der Wurf gilt nicht, mir ist der Zapfen von selber davon geflogen!"  "W.w.was.w.war.d.das?" Edi ist zwar schreckhaft, aber er hat immer für alles eine Erklärung. "Schaut mal da drüben! Da sind ein paar gugelländische Tannzäpfchen aufgetaucht, wahrscheinlich haben sie das Erdbeben verursacht." Er glaubt zwar nicht an das, was er sagt, aber Witzchen machen bedeutet für die anderen immer: Es ist alles in Ordnung.
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"Vielleicht nehmen es uns die WESPENNESTBEWOHNER übel, dass wir hier Tannzapfenschiessen machen." räumt Cirillo ein, denn er ist auch sehr erschrocken, als das Erdbeben kam. Männi freut sich. "Das glaube ich nicht, schaut mal, da drüben sind Alinka, Amanda, Beppa und sogar die kleine Myriel. Die könnten ja mitspielen, was meint ihr?" Das Leben nimmt plötzlich eine ganz andere fröhliche Wendung. 
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Sie schiessen noch ein paar Tannzapfen, treffen aber nichts und niemanden. "Habt ihr das Erdbeben auch gespürt?" "Nein, wir haben eine Explosion gehört!" Alle sind ziemlich aufgeregt und tun nun als wäre nichts gewesen. "Was macht ihr überhaupt hier?" "Ha, ha, ja so ein Zufall!" Amanda plustert sich ein wenig auf und sagt feierlich: "Wir haben sogar Chips mitgebracht, lasst uns über diesen Schrecken ein wenig knabbern."
Und da knabbern sie schon. Und es gibt noch eine Explosion.
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Der gugelländische Geologe, Bademeister und Lawinenforscher Geolg ist zur Stelle. Helga deckt ihn sofort mit den ganzen Neuigkeiten ein. "Kai hat eine GOLDGRAEBERSTADT gegründet und macht in der Mine gefährliche Sprengungen, wir sollten nach ihm sehen, sonst geschieht noch ein Unglück."  
"Das ist doch mal ein gelungenes Sonntagnachmittagsabenteuer" denkt sich Geolg und ruft feierlich in die Runde:
"Alle können mithelfen, aber nicht ohne Sicherheitskleidung. Helme sind das Wichtigste, verstanden?"
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Helga kennt den Weg zu Kai's Mine. Man sieht, jemand hilft ihm, er staunt nicht mal, als alle näher kommen. "Wir wollen dir helfen, Kai!" ruft Helga und wedelt fröhlich mit den Flossen. Geolg spricht zuerst einmal ein geologisches Machtwort.
"Du kannst hier nicht einfach so planlos abbauen, sprengen und loswüten. Wir werden dir helfen, das etwas sachgemässer zu bewerkstelligen. Zuerst einmal alle Helme aufsetzen, dann Schaufeln fassen und vor allem, ja kein Gold anschauen!"
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Kai ist so erschöpft von seinem ewigen Mine-hinein und Mine-hinaus, dass er sich über ein paar helfende Pfoten natürlich freut. "Endlich mal in Ruhe eine Zigarre rauchen." "Und du bist mir nicht böse, dass ich es weiter erzählt habe, Kai?" fragt Helga mit unschuldigem Augenaufschlag. "Hm, das überlege ich mir noch." grinst Kai, derweil sich seine Miene aufheitert während seine Mine nun richtig läuft. 
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Männi bespricht mit Cirillo gerade, wo man das Gold lagern soll. Mit Entsetzen schaut Alinka auf eine Ladung Dynamit und auf Pfurr, der gerade eine schwere, vollbeladene Karre aus dem Stollen schiebt. "Lass mich durch und bring dich in Sicherheit." sagt Edi, möglichst beiläufig, er will ja wie immer den Helden spielen, dabei schlottern ihm die Knie, als er die Zündschnur in Brand steckt. "Schnell, alle in Deckung!"
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Obwohl Männi ein sehr tapferer und auch fleissiger Untertageabeiter ist, haut ihn die Sprengung jedesmal um. Aber er ist ein Stehaufmännchen und ist gleich wieder bereit für neue Spässchen und natürlich auch Herausvorderungen. Gerade kommt Beppa wieder mit einer vollen Karre Schutt und Gestein aus der Mine, und zu oberst funkeln ein paar goldene Klunker. "Da, schaut mal, was ich hier bringe!" Die Maus strahlt fast heller als das Gold.
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Zwischendurch kommt sich der Hai sogar bedanken. "Liebe Freunde, ohne euch hätte ich das nie geschafft. Die Mine gehört nämlich mir, aber die Mabirossi und Mabineri wollen sie mir abnehmen. Ihr wisst ja, diese Marsbewohner, mit denen ich auf dem Mond zu tun hatte. Aber die wollen das ganze Gold in Schokolade verwandeln. Das können wir doch nicht zulassen!"
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Alle arbeiten wie besessen. Die GOLDGRAEBERSTADT blüht. Alles Gold in Schokolade verwandeln? Nein, deswegen raffen sich alle nochmal auf und schieben, schleppen mit letzter Kraft noch so viel Gold wie sie erwischt haben nach draussen. "Wo sind denn die Mabirossi und Mabineri jetzt? Pfurr bricht unter seiner letzen Ladung beinahe zusammen.  Aber dann geht es mit dem ganzen Reichtum nach Hause.
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Alle in Gugellandia wissen inzwischen, was sich an diesem verheissungsvollen Sonntag auf der Wiese drüben beim Maisfeld zugetragen hat. Die Minenarbeiter kehren von einer schweren Schicht zurück. Im Sonnenschein blitzen auch die ganzen Goldklumpen, die sie im Schweisse ihres Angesichts zu Tage gefördert haben.
"Was machen wir nun mit dem ganzen Gold? die Frage stellt niemand. Sie hängt einfach in der Luft.
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Aber Miezi hat schon den Schmuwahä gerufen. "Wenn einer etwas mit Gold anfangen kann, dann er."
Ihr könnt euch wahrscheinlich vorstellen, was passiert, wenn ein Goldschmied und Schmuckwarenhändler plötzlich so viel Gold auf einmal riecht. Das ist ganz interessant. Er hat nämlich nicht mehr zwei Nasenlöcher, wie ein normales Wesen, sondern nur noch eins.  
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Der Goldrausch ist zu Ende. Helga und Kai können sich mit dem Gold noch einen Trauring schmieden lassen, die Mine ist inzwischen verlassen. Was die Mabirossi und Mabineri dazu beigetragen haben, will man im Moment nicht wissen. Sie sind aber auf den Mond zurückgekehrt, vielleicht werden wir sie irgendwann dort oben wieder besuchen.
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Wir wünschen all unseren Freunden nun eine neue fröhliche Woche.

 
Balduin ermittelt
Zehn kleine Teddybärchen
"Wo bleibt nur die Martha?" Loredana und Schnorbert sind schon beunruhigt, denn man wartet schon gute zehn Minuten auf ihr Erscheinen. Martha ist die gugelländische Kräuterspezialistin (einige sagen ihr Hexe, weil sie so schwarz gekleidet ist), Harfenspielerin und jeden Frühling die erste, die etwas unter dem Laub findet. Aber heute findet sie nicht einmal den Festplatz, an dem sie Balduin, den Polizisten aus Oldenburg, begrüssen soll.  "Da bist du ja endlich. Was ist los, warum lässt du uns alle warten?" Schnorbert waffelt schon, die Pizza sei bereits kalt.
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Martha hat tatsächlich ein kleines Problem. Aber zum Glück trifft sie sich ja mit Balduin, der ist Polizist und weiss sicher Rat. "Hallo Martha, danke für die Einladung, ihr habt hier ja wieder Wetter zum Eier legen, ha, ha, ha."  Man begibt sich schnell zum Empfangstisch, wo schon der VERGISSMEINNICHTTRANK wartet. "Prost allerseits!" Einige, die Balduin besonders gut kennen, haben es sich nicht nehmen lassen, beim Empfang dabei zu sein. "Nachher gehört er ganz dir." grinst Laura zu Martha. Vier Jahre ist es her, seit Balduin mit Laura Kuchen gegessen und die Zehenabdrücke beim Wettrennen zwischen dem Hasen und dem Igel begutachtet hat.
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"Also, wie kann ich dir helfen?" fragt Balduin. Martha lächelt verlegen. Mein STINKTIERPARFUEM ist mir abhanden gekommen. Jetzt kann ich die Konkurrenz nicht mehr abschütteln, alle sind mir auf den Fersen. Jeder, der einen  SCHMETTERLINGSBLUETLER sucht, sitzt mir im Genick und haftet mir an den Fersen, ich muss dringend meine verlorenen Pfotenabdrücke wiederfinden. Vielleicht kannst du mir ja helfen." Noch jemand kommt, um zum assistieren.  Allerdings glaubt man der Dame nicht alles. Helga hat einen "haissen" Tipp. 
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"Hinter dem Zauberbaum wohnt Lasso, ein grosser Schäferhund. Er würde Balduin gerne kennenlernen. Vielleicht könnt ihr alle zusammen das Parfümproblem lösen, wer weiss." Lasso und Balduin verstehen sich auf Anhieb und schon sind wir mitten drin in einer neuen, abenteuerlichen Geschichte.
ZEHN KLEINE teddybÄrchen
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Zehn kleine Teddybärchen  klettern auf die Scheune,
weil eines nicht mehr runter kommt, sind es nur noch neune.
Tatsächlich kann man zehn kleine Teddybärchen erkennen, alle mit verschieden farbigen Mäschchen, quirrlig und übermütig, so dass man sie alle leicht miteinander verwechseln kann und vielleicht gar nicht merkt, wenn plötzlich einer weniger herumtollt.
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Nachdem sie im Heu herumgerauft haben, voll mit Streu und Staub sind, schütteln sie ihre Köpfe und beschliessen, nach Hause zu gehen. Weil sie aber nicht zählen können, merken sie gar nicht dass einer fehlt. Lasso und Balduin spüren den Vergessenen auf und finden etwas ganz Interessantes bei ihm. "Ein Pfotenabdruck, der gehört sicher Martha."
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Neun kleine Teddybärchen fallen in den Schacht
weil einer sich nicht retten lässt, sind es nur noch acht.
Diesmal sind nur noch neun kleine Teddybärchen unterwegs. Aber nichts desto fröhlicher hüpfen sie wieder in die gefährlichsten Gefilde und die Vorwitzigsten fallen prompt in einen Schacht. "Wartet, wir helfen euch raus, wir holen Hilfe." Mit einer grossen Rettungsmaschine werden die Bärchen gerettet. Aber, weil sie ja nicht zählen können, merken sie nicht, dass schon wieder einer fehlt.
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Zum Glück finden Balduin und Lasso den kleinen vergessenen Bären. Und nicht nur, sogar noch einen Pfotenabdruck für Martha.
Acht kleine Teddybärchen knabbern Kraut und Rüben
das bekommt nicht allen gut - jetzt sind es nur noch sieben.
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Die Bärchen fühlen sich wie im Schlaraffenland, knabbern hier ein paar Rübchen und da noch etwas Kohl, aber nicht alle vertragen das Zeug gleichermassen. Eines verzieht sich mit Bauchweh unter ein Kardoblatt und schläft mit seinem  vollen Bäuchlein schneller ein, als ihm lieb ist. Als er aufwacht, ist es stockdunkle Nacht und alle anderen Bärchen sind längst nicht mehr da. Zum Glück kommt schon bald die Rettung. 
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Sieben kleine Teddybärchen treffen eine Echse
Schnapp, das war ein Krokodil, jetzt sind es nur noch Sechse.
Ganz gefährlich wird es für die Bärchen, als sie unachtsam an einem Teich herumtollen. Sie haben zwar aufgepasst, dass keiner ins Wasser fällt, aber dass sich ein Krokodil nähert, erkennen sie erst, als es zu spät ist.
Da es aber ein gugelländisches Krokodil ist, fragt es höflich: "Darf ich dich fressen?"
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Langsam müssten die Bärchen nun eigentlich merken, dass sie immer weniger werden.
Sechs kleine Teddybärchen gehn ohne Schuh und Strümpf
dabei ist es erst Januar - so sind's bald nur noch fünf.
An einem eisigen Efeuhang klettern die Übriggebliebenen nun ohne Schuhe herum und frieren sich beinahe die Pfoten ab. "Ich kann keinen Fuss mehr hochheben. Ich glaube, meine Zehen sind abgefroren."
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Zum Glück naht schon bald die Rettung. Die Bärchen kommen ganz schnell an die Wärme. Der letzte allerdings hat sich noch im Efeu verfangen. Bei ihm haben Lasso und Balduin dann auch wieder eine von Marthas vermissten Pfotenabdrücken gefunden. Was für ein Krimi!
Fünf kleine Teddybärchen .... la, la, la, la , lala.
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Fünf kleine Teddybärchen begegnen wilde Tiere
eines war besonders wild, jetzt sind es nur noch viere.
Ja, das war was! Alle fünf Bärchen bleiben dicht zusammen, als sich die merkwürdigen Gestalten nähern. Da wird wild geschnaubt, gefaucht, gegrunzt und auch schon mal voraussehend geschmatzt. Doch an Flucht ist nicht mehr zu denken. Die wilden Tiere stürzen sich natürlich gleich auf den, der am meisten schlottert. Die anderen haben grad noch einmal Glück gehabt.
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Inzwischen haben die Bärchen auch gemerkt, dass sie nur noch an einer Hand abzuzählen sind. "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht noch mehr Verluste machen." Aber das wird schwierig, denn eine Gärtnerei birgt viele Gefahren. "Passt auf, Kakteen sind voll mit Stacheln."
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Vier kleine Teddybärchen sind in der Gärtnerei
da kriecht ein grosser Wurm herum, da waren's nur noch drei.
Zum Glück kommen wieder Balduin und Lasso, um das kleine Bärchen zu retten. Aber die letzten Drei sind schon wieder fröhlich anderweitig unterwegs.
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Drei kleine Teddybärchen mögen die Fliegerei
doch, das kann gefährlich sein, da warens nur noch zwei.
Diese zehn kleinen Teddybärchen schrecken einfach vor nichts zurück, doch moment mal, wie viele davon sind nun eigentlich noch übrig? Poldi, der Anführer der zehn kleinen Teddybärchen grübelt und zählt. Er macht ein ganz nachdenkliches Gesicht und runzelt die Stirn, als würde er 111.111.111 mal 111.111.111 rechnen.
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Zwei kleine Teddybärchen werden immer kleiner
der eine ist bald nicht mehr da, jetzt ist es nur noch einer.
"Wir sind ja nur noch zu zweit!" stellt Poldi  fest. "Wir müssen aufpassen, dass wir uns gegenseitig nicht auch noch verlieren." seufzt er, aber sein Gegenüber wird schon von Sekunde zu Sekunde kleiner, bald ist von ihm nichts mehr zu sehen als ein Pfotenabdruck.
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Jetzt kommt tatsächlich die Rettung im Grossaufmarsch. Lasso, der so viele kleine Bärchen gerettet hat, und Balduin, der sich mit eben so vielen Vermissten rumschlagen musste, ja, sogar Martha, die ihre Pfotenabdrücke endlich wieder hat, sie kommen nun alle zu dem letzten kleinen Bärchen.
Das letzte kleine Teddybärchen ist nun ganz aleene
Es ruft die Polizei herbei, und schon sind's wieder zehne.
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Zehn kleine Teddybärchen halten sich nun fest
zählen zu Gugellandia  -   für ihres Lebens Rest.
"Ach, war das eine schöne Geschichte", seufzt Martha, "und ich habe alle meine Fussabdrücke wieder." Gnädigerweise wartet die Kräuterhexe mit der Aufnahme ihres Stinktierparfüms so lange, bis das Fest vorbei ist. Aber sie ist sehr glücklich über den Ausgang der Geschichte. "Dafür lade ich euch dann alle ein, bei mir, zu einem Harfenkonzert!" Sie blinzelt verträumt mit den Äuglein.
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Balduin macht sich auch wieder auf die Reise nach Norden. "Das war ein lustiger Nachmittag, Martha. Bis bald."

 
Das Kuriositätengeschäft
Der kleine Löwe und das Zebra
Gugellandia feiert noch bis zum Dreikönigstag Weihnachten, Silvester, das alte Jahr und die Stimmung ist wie das Neujahrskonzert noch lüpfig und fröhlich. Natürlich darf da auch der blaue Himmel nicht fehlen, wie ihn der Wetterprofessor dauerhaft angekündigt hat, so dass man die Siegerehrung vom "Plüschie des Jahres" im Freien durchführen kann. Peso schart ein paar Neugierige um sich und hält eine seiner geliebten Ansprachen.
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"Wer es noch nicht weiss, dem werde ich es nun sagen. Das diesjährige Plüschtier des Jahres ist Zottel, der Bär." Alle klatschen. Aber gewusst hat es jeder schon. Schliesslich ist Zottel in diesem Jahr erneut zum Star geworden. Als Alpöhi hat er alle Heidiherzen abgeräumt, dann das Schachspiel und schliesslich noch Gepetto im Pinocchio. Ehre, wem Ehre gebührt. Er darf sich seinen Preis aussuchen. "Danke, liebe Freunde, ich nehme dieses Wildschwein gerne als Preis in Empfang." Zottel ist kein Freund von Massenveranstaltungen und setzt sich nebenan in die Wiese.
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Zweiter ist Männi geworden. Er hat ebenfalls eine steile Schauspielkarriere in Gugellandia absolviert. Zuletzt sah man ihn als Pinocchio und den Meisterdieb über mehrere Wochen. Er sucht sich als Preis den goldenen Tapir aus. Und nun noch der dritte Kandidat für einen Plüschie-des-Jahres-Preis. Jakob, der Rabe hat mit seinen vielen Lenzen auf dem Buckel dieses Jahr gleich zwei mal grosse Auftritte geliefert. Nämlich als Rabe mit dem Fuchs und dem Käse und dann noch mit seiner Flugschule. Aber das weiss man ja alles aus dem Jahresrückblick. Wichtig ist einfach, dass die Stars noch einmal richtig Applaus erhalten. Und den bekommen sie nun auch.
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Jakob ist nicht enttäuscht, weil für ihn als Dritter nur noch einen weingefüllter Stier übrigbleibt. "In meinem Alter ist man nicht mehr auf Preise aus, da freut man sich, wenn man mitmachen kann." Alle rufen Hurrah und freuen sich wie die Maikäfer, denn es steht noch eine Neueröffnung bevor. Das KURIOSITAETENGESCHAEFT öffnet heute feierlich seine Türen. Man kann dort kaufen, mieten oder auch nur gucken. Alle sind sehr gespannt.
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Miezi und Esmeralda haben schon wochenlang alles vorbereitet. "Kuriositäten, Miezi, was muss man sich darunter vorstellen? Ameisen sind es ja wohl keine." Miezi lebt natürlich schon viel länger in Gugellandia als Esmeralda. Sie hat befürchtet, dass es der Ameisenbärin den Winter über langweilig werden könnte. Deshalb zeigt sie Esmeralda nun, was es hierzulande so an Kuriositäten gibt. "Die Schleckwarenröhre können wir hier zwar nicht aufstellen, aber wir können Tickets verkaufen. Dann macht die Zelli auf, und es gibt Süsses ohne Ende." 
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Dann hat man ja auch noch den Geranischuh, der ein wenig gefährlich ist, den Jetztistruhehammer, viele lustige Blumentöpfe, in denen allerhand Merkwürdiges wächst, Professor Zeig's Wolkomobil und vieles andere, sogar etwas ganz Neues, nämlich eine KOKOSNUSSWURFMASCHINE. Esmeralda rennt freudig herum, als hätte sie einen wunderschönen Ameisenhaufen ausfindig gemacht. Und schon kommen auch die ersten Besucher.  Alle tappsen über das fliegende Brett, ohne zu merken, dass das eigentlich schon die erste Kuriosität ist.
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Das Wolkomobil ist die Sensation! Man kann mit einer Pistole, die Esmeralda vorsichtshalber versteckt hat, mit Seilen und Widerhaken die Wolken anschiessen, damit die einen dann mitziehen. Auch ein paar teure Messgeräte sind nicht ausgestellt. Man kann das Wolkomobil nämlich nicht kaufen, nur mieten. Männi ist hin und weg. Er wird wohl keinen Schritt weiter machen in diesem Kuriositätengeschäft. "Wie sehe ich aus, als Pilot?"
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Inzwischen sind die merkwürdigen Blumentöpfe Mittelpunkt von Esemeralda's Kuriositätengeschäft. "Das ist der Klopapier-Baum von Grünling, er ist gerade in der Ruhephase, aber ihr könnt in seiner Kolumne alles darüber nachlesen." Die neue Schildkröte ist begeistert. "Ich liebe Klorollen, damit kann man tolle Dinge basteln." Rosi hingegen schnuppert an einem so genannten Klunkerbaum herum. "Wenn er blüht, trägt er Schmuck, verstehst du, Ringe, Ketten und so." Leider ist auch der gerade in der Ruhephase. "Vielleicht sollten wir ein wenig giessen?" fragt Giuseppe, aber zum Glück kommt Mary dazu. "In der Ruhephase sollte man nicht zu oft giessen." weiss sie.
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Die Kängurus decken sich mit Eintrittskarten für Zelli's Schleckröhre ein. "Das reicht für den ganzen Winter, wir schauen gleich mal, was als erstes rauskommt." Inzwischen haben einige Besucher das 'Tischlein-deck-dich' und den "Jetztistruhehammer' entdeckt. "Wo ist denn die SCHIEBEVORRICHTUNG zum Einschalten?" will Pedro wissen. "Es gibt keine, du musst nur den richtigen Spruch wissen, dann ist der Tisch gedeckt. Allerdings musst du ihn erst mieten."
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"Ja, ja, heutzutage ist nichts mehr gratis, nicht mal in Gugellandia." grinst Esmeralda. Viele Besucher schnappen sich nun noch eine Eintrittskarte für die Schleckwarenröhre und bleiben dann aber verwundert vor den merkwürdigen Töpfen stehen. "Das hier ist der Wurzel-aus-Zwei-Topf. Ich habe ihn noch nicht ausprobiert. Miete pro Tag einen Gugel." Esmeralda muss nun hin- und herrennen, denn überall ist ihr fachmännisches Wissen gefragt. "Was ist denn das für ein billiger Blechnapf?" fragt Schnorbert. Esmeralda eilt herbei und fachsimpelt. "Das ist ein Klopf-kopf-zopf-topf. Mehr weiss ich auch nicht." Schnorbert nimmt das Pfännchen in die Pfote und klopft mutig damit auf den Tisch. "Nichts ist das, wieder der übliche gugelländische Mist, ich hab's ja gewusst."
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Doch dann schiesst der geklopfte Zopf Schnorbert - zack - auf den Kopf. Während der gugelländische Hofkritiker verlegen den Pelz schüttelt, stehen schon andere Fragen im Raum. "Hey, Esmi!" Der Wolf nimmt schon gugelländische Bräuche an, "was soll denn das hier sein? Krähenschiessen? Pilzekegeln oder brauchst du das zum Ameisengrillen?" Esmeralda wedelt mit ihren Fingernägeln. "Nicht anfassen. Das ist eine Kokosnusswurfmaschine, die Fachmänner kommen gleich."  Jetzt stehen die Bewunderer um ein kleines Töpfchen herum. "Was ist denn das? Irgendwie kommt es mir bekannt vor." Beppa kennt es nur zu gut. "Das ist der ewige Brei, wenn ihr zu dem Töpfchen die richtigen Worte sagt, kocht es Griessbrei ohne Ende, ich kann ein Lied davon singen."
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Frifri, der Frosch, hat gerade Lust auf Griessbrei. "Wie sind denn die Worte?" Beppa freut sich noch eine Weile über das Interesse an dem Topf, aber dann erinnert sie sich an die ganze Katastrophe. "Mir fallen zum Glück die Worte nicht ein, sonst versinken wir innert Kürze in Griesspampe."  Es ist wie immer spannend in Gugellandia. Jedes Ding birgt ein Abenteuer, man weiss vor lauter Angebot, gar nicht, was anfassen. Doch nun kommt endlich die Crew von der Kokosnusswurfmaschine. 
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Guido hat sich vorsichtshalber wieder unter dem Bett verkrochen, denn das Ding ist seine Idee, aber gebaut haben es ein kleiner Löwe und ein kleines Zebra, die seit Kurzem in Gugellandia sind und nun ihre Geschichte erzählen müssen. Miezi richtet ein paar Worte an das Publikum. "Seid einmal für ein paar Minuten still und hört die Geschichte vom kleinen Löwen und dem Zebra. Nachher könnt ihr ja wieder die Wände hochklettern, ha ha.
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Die Geschichte spielt in Afrika. Dort gibt es nämlich Löwen. Unser kleine Löwe "Lucky" lebt dort mit seiner Mutter Lara am Rand der Savanne. Jeden Tag sorgt Lara dafür, dass der kleine Löwe genug zu fressen hat, aber deswegen ist sie meist den ganzen Tag unterwegs. Der kleine Löwe würde gerne mit seiner Mutter spielen, aber sie hat einfach nie Zeit für ihn.
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"Ich bin gleich wieder da, Kleiner!" und weg ist sie. Der kleine Löwe langweilt sich. Er ist so allein in seinem sicheren Versteck. Er weiss, die Mutter meint es nur gut. "Aber nie ist jemand da, mit dem ich spielen kann. Und wenn sie einmal kurz kommt, muss ich fressen, und bevor ich mit ihrem schönen Schwanzzottel spielen kann, ist sie wieder weg."
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Die Löwin sorgt gut für ihren Kleinen. Aber es ist eben nicht so einfach, Nahrung aufzutreiben, wenn es nur Wüste, Steppe und ein paar flüchtende Tiere gibt. Die Mutter kommt jeden Tag zu Lucky und wirft ihm ein paar Brocken hin. Sie muss aber selber natürlich auch essen, deshalb eilt sie immer so schnell wieder weg. Aber dann macht sie auf einem ihrer Streifzüge eine seltsame Begegnung. Ein kleines Zebra, mutterseelen allein, erschrickt beinahe zu Tode bei ihrem Anblick.  "Ein gefundenes Fressen für meinen Sohn." denkt sie. Das kleine Zebra fällt beim Anblick der grossen Löwin ihn Ohnmacht.
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Lara nimmt das kleine Zebra sorgfältig ins Maul. "Ich werde es Lucky im Ganzen heimbringen, dann hat er noch seinen Spass, falls es wieder aufwacht." Das sind natürlich Katzenansichten von grossen Löwinnen in den Weiten Afrikas, wo das Leben nicht so einfach ist. "Schau mal, Kleiner, hier ist dein Nachtessen. Es ist noch warm. Schlag zu, guten Appetit, ich muss gleich wieder los, ich habe noch ein paar Antilopen gesehen."
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Und bevor sich Lucky sein Abendessen genauer anschauen kann, ist die Mutter wieder im Dickicht verschwunden. Er schnuppert ein wenig an den Streifen herum. Schliesslich muss so ein Zebra auch für einen kleinen Löwen verlockend riechen. Aber jetzt wacht das kleine gestreifte Nachtessen plötzlich auf.
Beide sind wie vom Blitz getroffen. "Mein Nachtessen lebt!" "Der Löwe will mich fressen."
Diesen emotionalen Moment nimmt das Zebra einfach auf und weint bitterlich hinaus.
"Alle wollen mich fressen, na gut, du wärst so ein netter Kerl, schluchz, heul, ach, bitte bitte, kannst du nicht eine Ausnahme machen und mich nicht fressen?"
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Lucky ist noch ganz fassungslos, dass sein Nachtessen mit ihm sprechen kann, ihm ist doch immer so langweilig, Also wartet er, ob sich das gestreifte Wesen noch einmal aufrafft und etwas zu ihm sagt. "Bitte,  bitte." Jetzt kommen ihm selber schon fast die Tränen, als er das bettelnde kleine Zebra anschaut. Das Zebra zieht noch alle Register. "Ich zeige dir auch die ganzen Spiele, die ich kenne, wir könnten Freunde werden, h, h, h, we...nn, h, h, du willst." Das Zebra will schon wieder ohnmächtig werden.  Aber der kleine Löwe freut sich so sehr darauf, nun endlich einen Freund zu haben und schwenkt sanft seine Pfote zu dem Zebra.
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Nachdem der kleine Löwe und das Zebra nun Freunde geworden sind, ist am Rande der Savanne bald nichts mehr wie es vorher war. Die Affen hüpfen auf den Bäumen, die Vögel kreischen ,ja, ja, es gibt auch Vögel in Afrika! Drei von den Affen sind sogar empört, dass ihnen ein Zebra die Kokosnuss geklaut hat. Sie spielen Fussball, Pfotenball, Affenball und Löwenball, natürlich auch Zebraball und amüsieren sich den ganzen Tag. Aber dann wird es Abend, und die Mutter kommt heim. "Was soll denn das heissen? Du hast dein Nachtessen nicht gefressen? Ihr seid Freunde geworden? Das geht nicht, Sohn, du bist ein Löwe. Der frisst Zebras, verstanden, bis morgen früh hast du es gefuttert, oder ich mache mich morgen zum Frühstück über euch beide her. Kapiert?"
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Das sind harte Worte. Lucky und das Zebra schauen sich traurig an. "Weisst du was?" Lucky hat eine Idee. "Wir hauen einfach ab, dann kann uns die Mutter nicht fressen, und wir können weiter zusammen spielen." Die zwei Freunde rennen so schnell sie können. Noch ist die Welt weit und freundlich, aber schon bald merken sie, dass sie ziemlich unterschiedlich sind. "Komm, friss doch ein paar von diesen knusprigen Blättern." Aber der kleine Löwe bekommt davon nur Bauchweh. Bis zum Abend sind sie weit gelaufen, und auch Lucky hat inzwischen einen Löwenhunger.
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Sie sind noch einen ganzen weiteren Tag unterwegs. Es rennen immer wieder Antilopenherden und sogar Gnus an ihnen vorbei. Dann verstecken sie sich und lachen sich an. Aber der kleine Löwe wird immer matter, es hat für ihn keine Nahrung am Wegrand wie für das kleine Zebra. Schliesslich ist Lucky so fertig und kann nicht einmal mehr aufstehen. Das Zebra sieht seinen Freund so hilflos liegen und sagt entschlossen. "Hör mal, Lucky, ich kenne dich jetzt schon eine Weile und weiss, dass du ein klasse Freund bist, friss mich einfach, ich möchte nicht, dass du verhungerst."
Aber Lucky möchte lieber verhungern als seinen besten Freund fressen, und so fangen beide an, fürchterlich zu weinen.
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Und während die da so heulen und Tränen vergiessen, hört es auch eine gute Fee im Himmel und kommt herunter auf diese afrikanische Blätterwiese, um zu schauen, was los ist. "Hört auf, das Geschluchze ist ja nicht mehr auszuhalten. Ich glaube, ich kann euch helfen." Hoffnungsvoll schniefen die zwei Freunde ihre Nasen hoch und der kleine Löwe wischt beiden die Tränen mit seinem Schwanzzottel ab.
"Ich mache euch zu Plüschtieren, kommt mit, es ist sowieso gerade Weihnachten."
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Plüschtiere haben, wie man weiss ganz lockere Essgewohnheiten. Zebras werden von den Löwen nicht gefressen, sondern man spaziert wie man möchte hierhin und dorthin... ja Lucky und sein Zebra sind gerettet. Die Mutter von Lucky macht sich nicht lange Sorgen, sie hat schon bald einen neuen Lucky oder vielleicht sogar zwei, und alles beginnt von vorne.
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"Das war aber eine traurige Geschichte, Esmeralda." Mökmök will auch noch in das Kuriositätengeschäft mitgenommen werden. "Weisst du, Geschichten müssen etwas traurig sein, sonst können sie kein gutes Ende haben."
Am Schluss sind alle wieder in Esmeralda neu erblühtem Kuriositätengeschäft und feiern den kleinen Löwen und das Zebra. Alle? Nein. Die zwei Kängurus haben sich viel zu viele Karten für die Schleckwarenröhre gekauft.
"Gleich kommt wieder eine Ladung Wundertüten!"
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Wir wünschen allen eine fröhliche Zeit bis zum nächsten Dienstag.

 
Jahresrückblick 2021
Viele Jahre ist es her, seit Hefe für den kleinen Edi einen neuen ZIPFELMUETZENBOMMEL stricken musste. Heutzutage gibt es in Gugellandia schon einen sogenannten NEUJAHRSKNOPF, und Schnorbert's Schimpfwörter gehen in die Annalen ein. SCHLAPPENLUEMMEL ist ja nur ein harmloser Ausdruck für Gugellandier. Die Jahre haben etwas aus uns gemacht. Wir sind ein richtiges Volk geworden. Geliebt, geschätzt aber auch verachtet, von allem ist etwas da. 
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Auf geht es, zum grossen Jahresrückblick im Schnelldurchgang. Kaum zu glauben, was in nur einem Jahr alles gelaufen ist. Angefangen bei der kleinen Anja, die aus Oldenburg anreist und mit der Lok ins Pinguinland dampft. Pinguine beherrschen dann auch den ganzen Januar.
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Nicht nur, weil es haufenweise Schnee gibt, auch weil Konstantin, der Eselspinguin, für neue Spektakel sorgt. Zwischendurch spielt man ein Märchen von Andersen. Edi glänzt in der Hauptrolle und das winterliche Weiss schmilzt vor Rührung dahin. Grünling hingegen kann es kaum erwarten, dass endlich der Boden wieder sichtbar wird und sorgt immer wieder für florale Lichtblicke. 
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Gugel's Geburtstag feiert man mit Paukenschlägen und drei Versionen von der Fabel mit dem Raben, dem Käse und dem Fuchs. Der Winter schmilzt langsam dahin und die ersten Primeln lassen hoffen, dass bald der Frühling naht. Aber noch befindet sich die Natur in tiefem Schlaf und man muss sich etwas einfallen lassen.
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Wofür hat man ein Treibhaus, na klar, das kann man ja in einen Hindernisparcours umbauen. Es ist eine lustige Veranstaltung, bei der Bademeister Geolg seine Trillerpfeife im Wasser sucht und Schnorbert und Guido sich mit Sprüchen messen. Kurz darauf wird es frühlingshaft und Gockel aus Deutschland trifft sich mit Miezi. Alle haben lange auf diesen Moment gewartet. Die Bremer Stadtmusikanten werden aufgeführt.
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Man muss zugeben, dass die Rollen den einzelnen Tieren manchmal wie auf den Leib geschrieben sind. Aber sie sind auch gute Schauspieler, das haben sie in diesem Stück wieder bewiesen. Sogar die Räuber haben gekonnt gefuttert und gebechert, wie es halt im Drehbuch steht. Inzwischen ist es März geworden, und die ersten Primeln spriessen.
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Der gugelländische Mandelbaum, der schon vom Blitz getroffen wurde und dann doch wieder ausgeschlagen hat, zeigt die ersten Blüten. Alles beginnt sich zu regen und der Sonne zuzuwenden. Wetterprofessor Dr. Zeig macht Inventur und bildet Wetterfrösche aus. In den Gänseblümchen tummeln sich die Fleissigen und schmieden frühlingshafte Pläne.
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Zum Beispiel geht es nach einer denkwürdigen Befragung des Orakels von Delfi nach Winnie-the-Pooh-Hausen, wo Zeig mit seinem Wolkomobil und Mr. Pig für Aufregung sorgt. Die Winde sind noch etwas unberechenbar, aber das sind sie ja eigentlich immer. "Die ganze Sprühsahne hat es weggeweht, ich war das nicht!" beteuert das kleine Ferkel, als der Pudding plötzlich nackt vor ihm steht.
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Im April werden die Pfoten schon umfänglicher benutzt, man hat Lust auf Arbeiten. Oder dann wenigstens wieder ein Märchen neu interpretieren? Männi wird langsam eine ernsthafte Konkurrenz für Edi. Die zwei sind aber inzwischen dicke Freunde und man gönnt sich gegenseitig den Erfolg. Das Stück vom Meisterdieb wird in die Breite gezogen und völlig neu gugelländisch inszeniert. Konstantin darf endlich den König spielen. Aber auch die Rollen der beiden Pfaffen, die in den Glockenturm gehievt werden, sind gut besetzt.
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Es blüht schon der Löwenzahn, aber dem Frühling ist nie ganz zu trauen. Plötzlich kommen ausgerechnet zum Wochenende dunkle Wolken angeschwebt, und man muss die Pläne ändern. "Wir wollten doch ein Frühlingsfest machen, warum scheint denn die Sonne nicht?" Ja, so kleine Plüschnasen haben manchmal merkwürdige Fragen.
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So feiert man eben ein Fest unter dem sicheren Dach und bietet Frühlingsflüge an. Da kann dann jeder mit dem Schirm eine Runde durch das zweifelhafte Wetter fliegen und anschliessend im Treibhaus tanzen, feiern und hemmungslos Süssigkeiten futtern, Karussell fahren, bei Grünling Sämchen kaufen oder bei Edi Ballons aufpusten. Jetzt verlagert sich alles definitiv ins Freie. Warum hat der dümmste Bauer die grössten Kartoffeln? Das erfährt man bei den Sprichwörter-News.
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Und endlich ist es soweit. Die helvetischen Alpen rufen. Jetzt kommt die Geschichte von Heidi. Interessanterweise spielen alt bekannte Schauspieler wieder die Hauptrollen. Heidi und der Geissenpeter erleben ihre Abenteuer als wäre man in den schweizerischen Alpen und nicht im Südpiemont. 
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Zottel, als Alpöhi, spielt so überzeugend, weil er tatsächlich gleichzeitig etwas streng aber auch liebevoll schauen kann. Weil Alinka die Rolle der Heidi nicht bekommen hat, darf sie dafür die Klara spielen. Die Geschichte beflügelt alle Gemüter, ja ganz Gugellandia, vor allem die Ziegen. Das Heidi-Fieber geht um. Aber andere, die plötzlich ein paar Hörner angesteckt bekommen haben, denken schon weiter. "Jetzt könnten wir ja die sieben Geisslein spielen?"
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Gemach, gemach. Erst wird einmal scharf kalkuliert, rechnerisch gebaut und grossartig hergestellt. Es entsteht ein Riesenschachbrett. Eine gugelländisch Mannschaft muss gewählt werden, obwohl man noch nicht einmal den Gegner kennt. Kai, der Hai, und Kimba überwachen das ganze Schachspiel gegen Flaschen, welches sich über zwei Wochen hinzieht, aber dennoch mordsmässig spannend ist.
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Besonders aufregend sind die Angriffe von Miezi, die als Läufer unterwegs ist, und Schangelina, die endlich wieder einmal die grosse Dame spielen darf.  Dann macht auch Harry eine gute Figur, obwohl er nur einen Bauer mimt. Gegen gewisse Flaschen muss man echt etwas drauf haben, ha ha ha. Zu guter Letzt fegt Zottel den kleinen Campari, der den Flaschenkönig decken wollte, ins Jenseits, und Gugellandia gewinnt.
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Nachdem alle ihre Hirnzellen etwas gelüftet haben, geht es wieder in das wundersame Märchenreich. Man hat zwar immer noch nur drei Geissen, aber mit der Schar vom Geissenpeter bekommt man dennoch sieben zusammen. Sogar Glöckchen hat es für alle. Jetzt ist aber natürlich wieder ein Wolf gefragt. Ja, Gugellandia ist dazumal noch völlig wolfsfrei. Gonni, der rote Bösewicht muss sich wieder neu einkleiden und Kreide fressen. Man kringelt sich vor Lachen.  Dann geht es von Baum zu Baum.
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Inzwischen winkt schon der Sommer. Edi verzieht sich an ein schattiges Plätzchen um seine Bücher zu lesen. Er hat überraschenderweise eine neue Märchengeschichte gefunden. "Kennt ihr die drei Federn von den Gebrüdern Grimm?" Niemand kennt. Aber lustig ist es dann doch, als Helga, die neue Freundin von Kai, dem Hai, eine Itsche spielt. Anschliessend geht man mit Felix und Pfötchen an den Gardasee.
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Die Idee für den grossen Sommer-Event entsteht, als die zwei Kängurus, Autu und Dingdong, den armseligen Acker unterhalb von Grünlings Garten entdecken. Aber da kommt ihnen schon Cirillo in die Quere. Cirillo kann zwar weder lesen noch schreiben, aber er ist schön blau und hat schon den Huckleberry Finn gespielt. Das will natürlich was heissen. Das Wetter ist nun schon fast sommerlich, die Sonne scheint gnadenlos. Cirillo will eine Surf-Schule aufmachen. Warum nicht. Zum Surfen braucht man ja keinen Duden.
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Alles ist jetzt sommerlich leicht. Jeder, der vorher wasserscheu war, hüpft mal in den Tümpel und schleudert beim Rauskommen lustige Tropfen herum. Und schon tingelt die nächste Attraktion herbei. Lamponi ist ein fahrender Schausteller. Was in seinem Karren verborgen ist, weiss niemand, deshalb ist es ja auch so aufregend.
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Es ist das erste Mal etwas traurig in diesem Jahr, als Lamponi weiterzieht. Jeder spürt irgendwie die Zeit. Aber jetzt stehen die Sommerferien bevor. Da gibt es keine Traurigkeit. Jetzt wird es erst richtig lustig. Aber Schnorbert's Torte hat ein paar Wassertropfen abgekriegt. Er schmollt natürlich noch, als alle schon wieder lachen.
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Während der gugelländischen Ferienzeit wird es ruhig in Gugellandia. Nur Zeig kümmert sich allwöchentlich um das Wetter, und Guido jongliert mit seinen Buchstabenrätseln. Sonst ist alles wie vom Dornröschenschlaf erfasst. Die Insekten summen, Wolken ziehen vorbei oder auch nicht. Manchmal ist es heiss, oder es blitzt im Hintergrund. Aber kaum einer rührt sich vom Fleck, nicht mal die Wuwatis. Bis es wieder los geht.
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Für das Ereignis des Jahres wird der Circus Maximus erbaut. Dazu muss man erstmal in die römische Geschichte eintauchen und Streitwagen bauen. Das haben die gugelländischen Freunde aufs beste gekonnt und man hat nun Anfang September eine ansehnliche Menge an toll besetzten Fahrzeugen am Start.
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"Möchte ja nur wissen, wieviel Staub das aufwirbelt, wenn sie hier aus der Kurve kommen." seufzt Stehtü und Tosca erwidert: "Vielleicht bekommen wir dann Gratiseintrittskarten für die Waschstrasse." Es ist tatsächlich ein tolles Rennen und es staubt erheblich.
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Bevor der Herbst kommt, wird noch einmal richtig in die Tiefe gefahren. Edi's U-Boot steht plötzlich verlassen da. Ahuii und Zärmchen starten eine abenteuerliche Fahrt nach Gugellantis, um Edi und auch Helga aus den Klauen des Geranischuhs zu befreien. Ja, Sachen gibts. Dann möchte Konstantin unbedingt fliegen lernen, und Jakob gründet zusammen mit Rolfi eine Flugschule. Dabei entdecken sie die Drachenhöhle, in der Pegasus immer schläft.
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Anfang Oktober wird es dann so richtig abenteuerlich, als der Besuch vom gugelländischen Schlaraffenland ansteht. Die kleinen Tiere wissen gar nicht, woran sie zuerst knabbern sollen. Zum Glück finden alle wieder den Ausgang nach Gugellandia, aber wahrscheinlich haben sie insgeheim immer noch den Wunsch, wieder einmal ins Schlaraffenland zu gehen. Kaum ist man wieder auf dem Boden der Tatsachen, rufen Max und Moritz.
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Über zwei Wochen lang beschäftigen diese zwei frechen Lümmel ganz Gugellandia. Von Witwe Bolte zu Schneider Böck zu Lehrer Lempel und Onkel Fritz, bis halt beide bösen Buben als Hühnerfutter wieder aus der Mühle kommen. Alles ist inzwischen gereift, man baut ein Kürbirasimoto, ein ziemlich schwer steuerbares Fahrzeug mit omnidirektionalen Rädern und einer kleinen Kuh auf dem Beifahrersitz. Ricky trifft alle Halloweenvorboten während die bunten Blätter alle fallen.
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Dann ist es soweit. Der 31. Oktober ist da, die ersten Unwetterwarnungen machen sich breit. Alles ist in Alarmbereitschaft, und in der Festhalle ist plötzlich ein Spinnennetz entstanden. Drei kleine Chrisanthemen und eine grosse schwarze Spinne werden zu den Stars von Halloween. Aber dann wird es ja gleich noch besser.
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Von mutiger Entschlossenheit gepackt haben die Plüschpiraten ihr sicheres Heim in Berlin für eine waghalsige Reise nach Gugellandia verlassen. Sie hatten ein Riesenglück, denn das Wetter ist normalerweise zu dieser Jahreszeit nicht gerade so freundlich wie auf den Fotos. Glück muss man eben haben, das kann man nicht kaufen. Edi grübelt inzwischen immer noch darüber nach, wie man berühmt werden könnte. Er schlüpft in die Rolle von Edison und erfindet kurz entschlossen die Glühlampe.
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Als es schon novemberlich wird, sucht man nach einem Märchen, das etwas rührselig ist, weil die neblige Jahreszeit  bekanntlich sentimental macht. Wieder glänzt Männi in der Hauptrolle, und auch Zottel ist nicht mehr vom Bildschirm wegzudenken, als er Meister Gepetto spielt und aus einem Holzscheit den Pinocchio schnitzt.
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Auch wenn Pinocchio's Nase nur ein schwarzer Punkt ist, alle in Gugellandia haben verstanden, dass aus einer Lüge ein Schwert werden kann, dass es nicht von Vorteil ist, nur den ganzen Tag faul rumzuhängen und, vor allem, wenn schon die Eselsohren wachsen, man wirklich endlich einmal etwas Gutes tun soll.
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Die gugelländische Bevölkerung hatte sehr viel Spass bei der Aufführung von Pinocchio. Sogar die Wuwatis rollten im Riesenhaifischbauch herum, als wäre es ihr zu Hause, niemand wurde ernsthaft gefährdet durch das Feuer. Und Pedro, der den verwandelten Pinocchio gespielt hat, ist auch längst wieder trocken.
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Was automatisch auf den November folgt, ist der Dezember. Hier in Gugellandia heisst dieser Monat Letzember. Meistens fällt der erste Schnee kurz vor Weihnachten aber bis zum Fest ist er bereits wieder weg. Das ist wohl überall auf der Welt so. Es kommt immer anders als man denkt.
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Aber wenn man alles nehmen kann, wie es kommt, und dabei noch Freude hat, kann einem nichts mehr passieren.
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Wir wünschen all unseren lieben Freunden ein glückliches Neues Jahr.


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