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Februar 2022





 
Das Märchen von den 12 Monaten   Teil 2
"Ihr müsst euch beeilen." sagt die Märzfrau Miezi und gibt den zwei Mäusen noch eine Uhr mit, damit sie die Zeit im Auge behalten können. "Habt ihr das Rezept?" fragt der Juni überflüssigerweise, aber Cirillo ist eben auch nervös. Hoffentlich können die zwei Mäuse die Zutaten für den Zaubertrank rechtzeitig auftreiben. "Sobald ihr das  entsprechende Zeug herausgefunden habt, kommen wir, um euch weiter zu helfen, aber erst dann, also seid vorsichtig." Edi und Beppa stapfen mutig los, etwas zu suchen, von dem sie keine Ahnung haben, was es sein könnte.
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"Was sind Rosenpropheten, Edi?" Beppa ist noch ganz zuversichtlich, dass Edi vielleicht ein wenig mehr weiss als sie. "Ich kenne nur Rosen, was Propheten sind, weiss ich auch nicht."  Im Rezept steht. Fünf Rosenpropheten sind von Nöten, gesellig sind sie und durstig zugleich. "Vielleicht handelt es sich um Gewächse, Blumen..oder so, wir sollten in die Sümpfe gehen, dort ist es feucht, dort gefällt es durstigen Pflanzen." Beppa ist ganz euphorisch und rennt immer weiter in den Nebel hinein. "Warte, Beppa, wenn du einen ROSENPROPHETENSTRAUSS machen willst, kann ich dir helfen."  Aber noch immer wissen beide nicht, was mit den Rosenpropheten gemeint ist.
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Mittlerweile sind sie nahe den gefährlichen Sümpfen unterwegs. Man sieht kaum mehr die Pfote vor Augen, geschweige denn, wo man gerade hintappst. "Wo bist du, Beppa, ich sehe dich nicht mehr!" - Der Nebel ist nicht nur dicht und unfreundlich, er kriecht einem ins Fell und beisst an der Nase. "Ich sehe dich auch nicht mehr, Edi, wo bist du?" Es ist, als hätte der Nebel sogar Hände, um einen zu schubsen oder zu stoppen. Plötzlich hört man einen lauten Schrei. "Ediiiie!" Beppa ist in ein Moorloch getreten und droht zu versinken.  "Wo bist du, Beppa, nicht bewegen, ich komme!"
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In der Zwischenzeit warten die zwölf Monate auf ein Signal ihrer Zauberuhr, die Alarm leuchtet, falls die Mäuse die richtige Zutat für den Zaubertrank herausgefunden haben. "Ich werde sofort hin eilen, wenn sie es herausgefunden haben, aber vorher kann ich nichts machen. Ohje, sie sind in die Sümpfe geraten, hoffentlich geht alles gut." Miezi macht sich grosse Sorgen und weicht mit ihrem Blick nicht von der Kugel. Die anderen Monate können auch nichts anderes machen, als Daumen drücken.
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"Hilfe, Edi, ich komme hier nicht mehr raus." "Du darfst nicht zappeln, sonst zieht es dich immer tiefer, reich mir deine Pfötchen!" Aber die Maus ist so in Panik, dass sie nur noch mehr rudert. Edi erwischt sie gerade noch und zieht sie an Land. "Das war knapp, was hast du denn in dem Loch gesucht?" witzelt er und ist ganz erstaunt, als Beppa ihm die Lösung des Rätsels präsentiert. "Die Rosenpropheten, jetzt fällt es mir ein, das sind Veilchen, im März sind sie hier überall. Sie werden so genannt, weil es Vorboten der Rosen sind. Oh, Edi, wir haben es herausgefunden." "Ja, und zum Glück habe ich dich noch rechtzeitig herausgezogen!"
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"Da, die Kugel leuchtet, sie haben die Lösung, ich muss sofort hin." Es vergeht keine Sekunde und schon ist Miezi, die Märzfrau an Ort und Stelle und beglückt Edi und Beppa, dass sie die Zutat erraten haben. Sie blinzelt ein paar Mal, schnippt ein wenig mit den Krallen, und schon breitet sich vor ihnen ein Blumenteppich aus. Der VEILCHENBLUETENDUFT ist umwerfend. "Super, wir brauchen nur fünf, oder wie viele?" Beppa fängt schon an zu pflücken und als Edi sich gerade bedanken will, ist Miezi schon wieder verschwunden.
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"Bis um 18.00 Uhr müssen wir alle Zutaten für den Trank zusammenhaben, Beppa, uns bleibt nicht mehr viel Zeit." Sie finden den Weg zum Schloss, weil sich beim Erscheinen Miezi's der Nebel gelichtet hat. "Wir haben die erste Zutat für den Trank. Freuen!" Edi und Beppa stürmen ungestüm die Treppen hinauf in den Raum, wo bereits das Gefäss für die Sammelzutaten bereit steht. Leider stehen auch der frostige Fürst, getarnt als Mönch, und der verräterische Februar neben dem Gefäss.
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"Mit den Rosenpropheten waren Veilchen gemeint, Beppa hat es herausgefunden!" Edi jubelt ganz euphorisch. Aber er verstummt, als er das finstere Gesicht von Mönch Zeig sieht. "Der ist mir nicht ganz geheuer, wir sollten die Veilchen vielleicht von jemandem bewachen lassen, bis wir wieder kommen." Beppa studiert bereits den nächsten Vers im Zaubertrankrezept. "Drei Sammelnüsschen, saftig sind sie, doch satt machen sie nicht. Was könnte das sein, Edi, irgendwelche Nüsse, wir müssen zum Nusshain, aber da hin ist es weit."
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Der Mönch Zeig, der unter der falschen Kutte ja der frostige Fürst ist, schnuppert angewiddert an den Veilchen. Aber gerade, als er sie zerquetschen will, kommt der königliche Wachhund Lasso herbei und knurrt ein wenig. Zeig lässt sofort die Pfoten von allem und versichert. "Schon gut, ich wollte doch nur mal dran schnuppern." Dann nimmt er sich Männi zur Brust. "Hör mal, Februar, wir müssen etwas tun, sonst ist unsere Macht bald im Eimer, wenn wir nichts dagegen unternehmen, finden diese zwei blöden Nager noch die Zutaten für den Zaubertrank." Männi ist ganz eingeschüchtert. "Was soll ich denn tun?" "Lass es schneien, und zwar zünftig!"
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Beppa und Edi sind wieder unterwegs. "Ist schon nicht einfach, wenn man etwas suchen muss, und nicht weiss, was. Wir hätten ja im Schloss bleiben können, und dort überlegen." stänkert Edi, derweil die ersten Schneeflocken von oben herunter rieseln. "Beim Gehen kommen die Ideen! sagt der grosse Plüschitu, es wird uns schon noch rechtzeitig einfallen." Es kommen nun nicht nur eisige Flocken von vorne und hinten, sonder es geht auch noch ein stürmischer Wind. "Komm, da vorne, da ist ein Unterstand, lass uns dorthin gehen, bleib dicht hinter mir!"
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Sie erreichen einen Unterstand, der sie von dem einsetzenden Schneefall beschützt. "Wir lesen nochmals das Rezept, vielleicht kommen wir jetzt darauf, was gemeint ist." Edi entfaltet den Zettel, aber als er Beppa so schlotternd neben sich sitzen sieht, fällt ihm ein, dass er ja ein bisschen Wegzehrung mitgenommen hat. "Ein Stückchen Brot und hier, das habe ich im letzen Sommer gesammelt, es sind getrocknete Beeren, sie sind zwar nicht mehr saftig, aber vielleicht wirst du davon ein wenig satt."  Ein paar getrocknete Früchte bringen Beppa diesmal die Erleuchtung. "Edi, das ist es Sammelnüsschen. Wenn du Walderdbeeren sammelst, haben die Früchte kleine Nüsschen, das weiss doch jeder Grünling!"
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Inzwischen im 12-Monatsland. "Sie haben es noch immer nicht raus. Was meinst du, Mai-chen, welchen Hut soll ich anziehen, wenn ich gerufen werde? Den Zylinder oder lieber was Flotteres?" Der Juni und der Mai gehen kurz in die Garderobe und suchen einen Hut aus. Ahuii, der April soll inzwischen die Kugel beobachten, aber es tut sich nichts. Dann, plötzlich, es leuchtet. "Sie haben es herausgefunden, aber wo ist der Juni? Wieso ist er nicht da, er muss sofort zu Hilfe eilen, sonst kommen wir nicht weiter!"
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"Oh, tut mir leid, ich bin kurz am Spiegel hängen geblieben. Haben sie es raus? Na, dann gehe ich mal, upps, wo ist mein Hut?"  Inzwischen sitzen Edi und Beppa noch in ihrem Unterstand, mitten im Schneegestöber und fragen sich, warum niemand kommt, wenn sie doch sicher sind, das Rätsel gelöst zu haben. Aber da kommt ein Windstoss. Zuerst ein Hut, und dann auch Cirillo. "Ihr habt die Lösung gefunden? Was braucht ihr denn?"
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"Die Sammelnüsschen sind Erdbeeren!" Edi und Beppa stürzen sich in das hergezauberte Beet und vegessen auch diesmal dem Monat Danke zu sagen. Aber der schmunzelt nur und fliegt davon. Mit den Erdbeeren machen sich nun Beppa und Edi auf zum Schloss. Aber wo ist denn das Schloss? "Wir haben uns verirrt, kannst du uns sagen, welche Richtung? Es ist einfach nur noch alles weiss."  Pünktchen, das kleine Reh kennt natürlich die Gegend wie ein Kompass."  "Nur noch zwei Schritte nach rechts, dann vier nach links, und dann könnt ihr schon das Schloss sehen."
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"Hast du die Nüsschen, äh, ich meine die Erdbeeren, Edi?" "Na klar, ich habe sie unter meinem Pelz versteckt, ich habe sogar ein paar mehr gepflückt als wir brauchen, hi, hi, hi." Sie sind jetzt an einem Punkt angekommen, an dem sie sich wieder auskennen. "Ja, da unten, da ist das Schloss, komm, wir haben nicht mehr viel Zeit!" Sie hasten so schnell sie können in den Saal mit dem Gefäss für den Zaubertrank. "Zum Glück, die Veilchen sind noch alle da, wirf schnell die Erdbeeren rein, und dann sofort zum nächsten Rätsel!"
Der Fürst und der Februar sind nicht gerade sehr amüsiert, als bereits die zweite Zutat für den Zaubertrank ankommt.
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"Wir werden auch noch die restlichen Zutaten herausfinden, das sei euch gesagt, Mönch, ich traue euch sowieso nicht über den Weg." wettert Edi und wirft die Erdbeeren in das Gefäss. Der frostige Fürst ist langsam auch etwas nervös. Nie hätte er gedacht, dass zwei kleine Mäuse ein so schwieriges Zauberrätsel lösen könnten. Inzwischen liegt die Königin Festa scheinbar in den letzten Zügen. Sie kann die Uhr nicht auf März umstellen, weil ihre Kräfte nachlassen. "Ich glaube, ich brauche in Zukunft keine SCHLANKHEITSKUREN mehr, ich fühle mich bereits wie ein Federhauch, besteht denn überhaupt noch Hoffnung?" Lasso, ihr treuer Wachhund winselt aufmunternd.
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Aber Mönch Zeig hat eine Idee zu seinen Gunsten. "Schau mal, Februar, wir werden nun einfach ein oder zwei Erdbeerchen verschwinden lassen, und schon können diese Einfaltspinsel ihren Trank vergessen, ha, ha, ha. Du kannst doch nicht zulassen, dass die gewinnen. Wir wollen doch, dass die Uhr nicht weitergeht, dann bleibt es immer Februar, und ich werde ewig herrschen." Der falsche Mönch schiebt sich genüsslich noch eine Erdbeere in den Mund. "Wieso du? Ich dachte, wir sind Partner? Wir wollten das Ding doch zusammen machen...!" Der frostige Fürst leckt sich das Maul ab und sagt nur. "Köstlich, diese Erdbeeren!"
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Zum Glück greift jetzt Lasso ein. Er knurrt und zupft den bösen Mönch an der Kutte. "Schon gut, Fifi, ich hätte so oder so eine übrig gelassen!"
In der Zwischenzeit haben Edi und Beppa schon etwas Übung im Rätsel lösen. "Edi, schau doch mal, das erste Rätsel war für den März, die Veilchen, das zweite Rätsel für den Juni, die Erdbeeren, dann kommt jetzt der September." Edi saust schon los. Er ist ja Koch und weiss, dass er noch einen letzten Apfel in der Küche hat. "Genau, das suchen wir." Beppa jauchzt vor Freude, denn es sind auch nun noch wenige Minuten bis 18.00 Uhr. "Wir werden es schaffen, wenn wir uns beeilen."
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Im Lager der Monate hat man natürlich mit Bangen auf diesen Moment gewartet. "Oh, bin ich froh." jauchzt Amanda und flattert gleich los, als die Kugel aufleuchtet. "Ich helfe euch, nun, den Zaubertrank zu vollenden. Schaut, da vorne ist der Februar, der muss noch etwas darüberstreuen. Edi merkt, dass zwei Erdbeeren fehlen, doch zum Glück hat er ja noch ein paar mehr eingeheimst. Schnell dazugetan und aufgeatmet. "Erwärmt mit dem letzten Flockenflug, und die Kraft der Königin kehrt zurück. Das bedeutet, der Februar muss nur noch ein paar Schneeflocken über die Zutaten rieseln lassen, dann haben wir das Getränk beisammen, das unsere Königin rettet und sie die Uhr auf März umstellen kann."
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Amanda nickt und freut sich."Wir haben noch genau eine Minute, das sollten wir noch schaffen. Hey, Februar, dürfen wir um eine kleine Gabe bitten?" Aber der Februar ist in der Hand des frostigen Fürsten. "Was wollt ihr von mir? Ihr, ihr mögt mich ja alle nicht, ihr seid ja nur alle froh, wenn ich vorbei bin, ich habe auch viel weniger Tage als alle anderen, ich arbeite jetzt mir dem frostigen Fürsten zusammen, und es bleibt für immer Februar!"  Jetzt ist es draussen.
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Alle Monate sperren Mund und Augen auf. "Männi arbeitet mit dem frostigen Fürsten zusammen?" "Es bleibt jetzt immer Februar?" Es gilt nun in einer Minute den lieben kleinen süssen Männi umzustimmen, ihm zu versichern, dass ihn nämlich jeder lieb hat, alle Monate, auch wenn er einmal einen Tag mehr, einmal einen weniger hat, aber dafür ist er doch speziell, ein Auserkorener. "Los, nur ein paar Flocken, Männi, dann rettest du das ganze Jahr!"
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In letzter Sekunde haben sie den Februar Männi noch überzeugen können. Er lässt ein paar Flöcklein einrieseln und auf die übrigen Zutaten fallen. Jetzt meldet sich der frostige Fürst mit einer Höllentirade. "Du, Dummkopf! Du schaufelst dir dein eigenes Grab." Aber Männi schaut stolz erhobenen Hauptes nun auf den Zaubertrank hinunter und sagt feierlich: "Wir Monate müssen zusammen halten. Nur alle gemeinsam sind wir ein Jahr."
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Die Königin nippt dankbar an dem Zaubertrank, den ihr Männi nun kredenzt. "Das duftet ja nach Leben und Zuversicht, mmh, und es schmeckt nach Veilchenblüten, Walderdbeeren und dem Paradies."
Die Königin kommt wie erwartet schnell wieder zu Kräften und kann mit einem tiefen Blick auch sogleich die Uhr auf März stellen. Mit einem weiteren Blick erkennt sie den Verräter, der ihr den ganzen Monat über falschen Tee serviert hat, um sie auszuschalten. "Schau mir in die Augen, und gehe!"
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Der frostige Fürst fällt um wie ein Kegel, er steht auch nicht mehr auf. Alle schauen gespannt. Als Festa einen zweiten Blick auf den Gefallenen richtet, zerspringt der schwarze Sack und es kugeln lauter lustige Eiswürfel hervor. "Ha, ha, schaut mal, das war der frostige Fürst. Der Winter ist zu Ende, wir wollen den Frühling feiern!" Die Königin strahlt und glänzt wie die Sonne selber und dankt allen, die ihr geholfen haben, wieder gesund zu werden.
"Vor allem möchte ich zwei kleinen Mäusen ein grosses Lob aussprechen. Stellvertretend für viele haben sie sich geopfert, mir das Leben zu retten, dafür danke ich ihnen und ernenne sie zu Frühlingsboten.
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Königin Festa hat in ihrer Freude noch viele zu Frühlingsboten ernannt.
Ein grosses Frühlingsfest beginnt. Hört ihr die Vögel zwitschern? 
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Wir wünschen allen einen guten Rutsch in den Frühling.

 
Das Märchen von den 12 Monaten, Teil 1
"Hallo, Herr Professor, was macht denn das Wetter? Kommt es noch einmal schneien oder nicht?" Miezi und Edi haben das Märchen von den zwölf Monaten schon lange im Auge, aber dazu bräuchten sie verschiedene Dinge, die eben nur im Februar zu bekommen sind." Zeig zeigt sich nicht sehr überschwenglich. "Meiner Meinung nach kommt nichts, aber die Prognosen sind hinsichtlich einiger 'nevosen' Niederschläge nicht uninteressant."Und, was heisst das jetzt?"
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Aber man hat sich entschlossen. "Wir werden das Märchen nun spielen, Wetter hin, Wetter her, notfalls machen wir den Schnee selber!" Alle, die mitmachen wollen, rennen hinauf ins Eulenspiegeltheater, wo auch schon Dolly Dama mit Miezi die Rollenverteilung bespricht. "Für das Märchen brauchen wir alle zwölf Monate, vom Januar bis zum Dezember." Miezi steckt ihren Kopf in die Tabelle und wackelt mit den Öhrchen. "Ich glaube, ich weiss schon, wen wir als Februar nehmen. Und der frostige Fürst ist auch ganz klar. Ich hoffe nur, dass alle mitspielen werden, hi hi."
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Beppa hat den Korb mit dem Fundus entdeckt. "Ich spiele die Garderobenfrau, ich verteile die Kostüme, macht euch keine Sorgen, ich kleide jeden Monat passend ein!" Die kleine Maus freut sich auf ihren Job. Als Schauspieler rechnet sie sich bei dem grossen Angebot an schönen Prinzessinnen keine Chancen aus. Miezi ist immer noch mit ihrer Liste beschäftigt. "Für den Januar können wir keine bunten Vögel brauchen, oh, Moment mal, wer bist denn du?" Niemand hat das graue Häschen bisher beachtet. Doch schon hüpft Hazel in die Garderobe. "Was hast du denn für mich Schönes, Beppa?" "Du bist noch gar nicht dran, Ostern ist nicht im Januar!"
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Hazel schmollt. "Ich will gar nicht Ostern sein, ich möchte endlich einmal eine Rolle, die zu mir passt!"
Miezi hat inzwischen das Januar-Talent von Noemi entdeckt. "Sie ist wie geboren für diese Rolle. "Ist sie auch echt?" fragt Edi, als er das Häschen mit seinem Outfit wie eingefroren an der Wand stehen sieht. Aber Miezi ist schon mit dem frostigen Fürsten beschäftigt. "Das ist die wichtigste Rolle im ganzen Stück. Du verkleidest dich als FRANZISKANERMOENCH und gibst der Königin, die an FRUEHJAHRSMUEDIGKEIT leidet, giftige Tränke, damit sie noch kränker wird und euer ZAUBERKRAEFTEMESSEN zu deinen Gunsten ausgeht. Verstanden?"
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Zeig ist im Moment alles lieber als aus dem Fenster zu schauen. "Was muss ich spielen? Den frostigen Fürsten? Na schön, gib die Kutte her. Aha, ich gebe mich als Möch aus und bin der Böse? Naja, interessant." Zeig nimmt gelassen sein Gewand unter den Arm. "Warte, hier kommt noch der Strick, den musst du dir um den Bauch binden!"  "Die zweitwichtigste Person in diesem Stück ist der Februar." meldet Miezi und entscheidet sich für Männi. "Du machst mit dem Fürsten gemeinsame Sache gegen die Königin, verstehst du, du fühlst dich gemobbt von den anderen Monaten, weil du am wenigsten Tage hast."
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Männi ist anfangs nicht ganz glücklich über seine Rolle, aber Miezi erklärt ihm, dass er eigentlich ein Guter ist, der nur versehentlich auf die Seite des Bösen gewechselt hat. "Interessante Rolle, glaubs mir!" Und schon stehen die Papageien auf dem Plan. "Ich könnt nicht einfach alle so anstürmen, drauflosplappern und die beste Rolle wollen!"
Quie Quä Quö, Amanda, Cirillo und Ahuii verstummen sofort und hängen an Miezis Lippen. "Für den April, denke ich, ist wohl Ahuii am besten geeignet. Hi, hi, Witzchen und Scherze sind ihm wohl in die Wiege gelegt worden."
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Ahuii bekommt einen lustigen Hut mit einem Spassvogel drauf. "Aber der redet ja mehr als ich," protestiert Ahuii, und alle lachen. Endlich ist der Mai dran. Hazel möchte schliesslich einmal kein Osterhäschen mehr sein. Da ist sie in Beppa's Garderobe gerade richtig. "Du gibst den schönsten Mai ab, den man sich denken kann. Aber dazu musst du die Ohren hochklappen, die Blume um dich rumwickeln und, kurz, die Ohren steif halten." Hazel hat noch ein paar Gleichgewichtsprobleme mit der schweren Blume an der Seite, aber sie fühlt sich zum Schluss richtig blumig.
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"Der Juni ist in diesem Märchen ein wichtiger Monat, Cirillo." Miezi setzt erstmal eine ernste Mine auf. "Aus jeder Jahreszeit darf nur einer den Suchenden helfen, das sind der März, der Juni, der September und der Februar. Du hast die Rolle vom Juni, also nimm deinen Hut und mache es gut." lacht Miezi jetzt doch. Cirillo kann sich zwischen seinen zwei Hüten nicht entscheiden und nimmt beide mit. "Danke Miezi, jetzt kommen Juli und August!"
Tatsächlich stehen die beiden Kängurus Autu und Dongdong da, wie bestellt. An alle Darsteller wurde eine gewisse Grössenforderung gestellt. Dongdong hat es gerade noch so knapp geschafft. "Dabei bin ich doch der Juli!" freut sie sich. "Ja, aber der ist allen immer zu kurz!"
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Autu hat noch eine Packung Wasserbomben in die Pfoten gedrückt bekommen. Dongdong muss sich mit einem Gärtnerhut zufrieden geben, auf dem allerdings die schönsten, bunten Schmetterlinge flattern. Beppa hat inzwischen als Garderobiere und Fundusverwalterin alle Hände voll zu tun. Jeder will noch schnell ein Kostüm haben, bevor nichts mehr da ist. "Was kommt denn jetzt? Wer ist denn dran?"
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Miezi erklärt gerade Amanda, dass sie einer der Monate ist, der den Suchenden dann helfen kann, nämlich September. "Du bekommst allerdings nur ein Körbchen mit Trockenblumen, wir haben Februar, da ist nicht viel mit Trauben und Früchten." Amanda salutiert wie ein Rekrut, "Verstanden, Miezi, ich bin der September!" Beim Wegflattern hat sie beinahe ihr Körbchen verstreut, aber es geht gerade noch mal gut, und jetzt kommt auch schon der Oktober. "Hallo, Napoleon, schau mal, was ich hier für dich habe. Alle Farben des Herbstes schön aufgereiht, kannst du dir umhängen, dann bist du der bunteste Vogel im Wald."
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In Beppa's Garderobe geht es immer wilder zu. "Es ist ja gar nichts mehr da, wir brauchen doch auch noch ein Kostüm zum Anziehen." Konstantin macht besonders viel Geschrei, denn er ist ja ein Eselspinguin. Es reicht gerade noch für Tationa, die, grau, wie sie ist, für den November einspringt, und zusätzlich zu ihrer rosa Krawatte noch ein lange Halsschleife umhängt. In Gugellandia gilt man bereits als guter Schauspieler, wenn man nicht vor Lachen umkippt, wenn man das Kostüm probiert. "So, lieber Konstantin, du bist der Letzte. Ha, ha, ich meine, du bist der letzte Monat, nämlich der Dezember. Du darfst jetzt die ganze Truppe in euer Lager führen, nämlich dorthin, wo die Monate zu Hause sind.
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Es sind jetzt alle Monate ausgestattet, alle warten nun, bis sich den Mönch zeigt. Schwarz, mit Schnur um die Tallie, niemand hätte ihn erkannt. Die Nase ist zwar etwas verräterisch, aber... moment, wer spielt denn die Königin? Und von "Suchenden" war doch auch noch die Rede. Festa, die die kranke Königin spielen wird, erklärt nun dem völlig überraschten Edi und der kleinen Garderobefrau, dass sie eigentlich die Hauptrollen spielen werden.
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Dann kann das Märchen nun ja los gehen.
Die zwölf Monate leben zusammen an einem wunderschönen Flecken im Königreich von Festa, ihrer Königin, die mit ihren Zauberkräften jeden Monat die Jahresuhr um einen Monat vorwärts bringt. Ohne diese Kraft kann die Zeituhr nicht laufen. Das weiss der frostige Fürst, der ihr Gegener ist, weil er ihr Königreich beherrschen will. Das gelingt ihm aber nur, wenn er die Jahresuhr stoppen kann.
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Die Monate sind alle beisammen und machen sich grosse Sorgen. "Seit ein paar Tagen geht es der Königin Festa sehr schlecht. Wenn sie nicht bald wieder zu Kräften kommt, kann sie die Jahresuhr nicht weiter stellen, das würde bedeuten, dass immer Februar bleibt. Das ganze Jahr!" Alle Augen fallen auf Februar, Männi, der diese Rolle erhobenen Hauptes spielt, obwohl es natürlich wieder mal keine dankbare ist..."
"Ich kann nichts dafür, aber ich werde gleich mal ins Schloss eilen, und schauen, wie es der Königin geht."
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Dass sich die Monate um den Februar kaum kümmern, liegt natürlich daran, dass sie an sich selber denken, hoffen, dass er bald vorbei ist und es endlich aufwärts geht. Der Oktober und der Mai biegen sich schon vor Lachen über die Witze vom April, aber noch ist alles in der Schwebe. Nichts geht mehr weiter, wenn die Königin es nicht schafft, die Jahresuhr weiter zu bewegen. Dann werden wir nie mehr erscheinen... Jetzt ist allen erst die schreckliche Lage bewusst.
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"Du bist es, Februar, du bist dran, du musst schauen, dass das Jahr weiter dreht. Geh ins Schloss und versuche es in Ordnung zu bingen!"
Männi zieht seine Halsscheife enger und stürmt los.
"Jetzt weiss ich ja gar nicht mehr, auf welcher Seite ich bin."
Im Schloss sitzt die Königin Festa auf dem Thron. Aber sie ist niedergeschlagen.
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"Ich kann die Jahresuhr nicht mehr steuern. Der frostige Fürst raubt mir meine Kräfte, er hat sich hier im Schloss irgendwo eingeschlichen, ich weiss nicht, wo und wie, seufz, ich werde einfach immer schwächer." Männi hält kurz Zwischensprache mit dem frostigen Fürsten. "Müssen wir denn die Königin leiden lassen, ich dachte, du willst deine Zauberkraft einsetzen, und dann bleibt es immer Februar." Aber der frostige Fürst lacht unheimlich. 
Männi, als Februar, hat sich im frostigen Fürsten getäuscht.
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Denn der will nämlich alles nur für sich. Das ganze Reich von Königin Festa und natürlich auch die zwölf Monate. Nun wird es stündlich schlimmer. Die Königin will sich nicht einmal mehr auf den Thron setzen, der frostige Fürst macht sich langsam breit. Er bietet der Königin Zaubertränke an, von denen es ihr nach jedem Schluck noch schlechter geht, er liebäugelt mit der Macht. "Hör mal, Männi, halt mir einfach diese restlichen 11 Monate vom Leib, und du kriegst die Hälfte von allem."
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Königin Festa hat einen Hund, einen Bodyguard, sozusagen, der Lasso knurrt jeden an, wenn er denkt, dass dieser für die Königin nicht gut wäre. Zeig, hm, also der Mönch, hm, oder der frostige Fürst, sollte sich möglichst von diesem Hund fernhalten. Gerade hat es wieder aus dem Schloss so laut gebellt, dass sich auch die Monate auf den Weg gemacht haben. "In diesem Buch ist das Rezept für einen Zaubertrank.
Wenn wir es so machen, wie im Buch steht, wird es der Königin helfen, und sie bekommt ihre Zauberkräfte zurück.
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"Hast du gelesen, was da steht?" "Ja, das versteht kein Mensch!" "Wir versuchen es trotzdem, wenn es die Königin rettet, sind wir alle wieder in Sicherheit." Auf dem Schloss tragen die Monatsboten der Königin ihre Neuigkeit vor. "'Wir müssen nur diesen Trank zubereiten, königliche Hoheit." Miezi gibt sich grosse Mühe, aufmunternd zu wirken. "Es ist doch alles vergebens, die Uhr steckt, es bleibt jetzt für immer Februar!"  Männi's halbseidene Freude tut allen weh.
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Königin Festa versucht erneut, das Rad mit ihrer Zauberkraft zu bewegen, aber das Rad bleibt standhaft stehen. Der frostige Fürst sitzt neben ihr, und was man nicht sehen kann, sind diese vielen negativen Strahlen, die seine Zauberkräfte ihr gegenüber verursachen. Sie schüttelt so fest den Kopf, dass ihr sogar die Krone runterfällt. Aber jetzt ist ja die Rettung da. Die Monate März, September und Juni kommen mit dem antiken Buch an. "Hier, hier ist die Lösung, Königin, wir haben das Rezept gefunden.
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Obwohl Festa kaum mehr Interesse am Leben hat, schlägt sie noch einmal die Augen auf und schöpft neue Hoffnung. Das Rätsel kann nur von zwei Mäusen gelöst werden (im Originalmärchen wären es Menschen).
Und jetzt kommen natürlich wieder unsere zwei Helden Edi und Beppa auf die Bühne.
Edi amtet als Koch, Beppa ist das Eiermädchen. "Was? nur so wenig Eier heute?" "Tut mir leid, es ist Winter, da legen die Hühner nicht mehr!"
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Edi und Beppa werden von den Monaten zu den Mäusen auserkoren, die es schaffen können, das Rätsel aus dem alten Buch zu lösen. Denn nur dann wird Königin Festa wieder ihre Zauberkräfte erlangen und kann das Jahresrad von Februar auf März stellen.  "Wir müssen schauen, dass sie das nicht schaffen, verstehst du!" Der Mönch alias frostiger Fürst hat Männi voll im Griff. "Wir werden das verhindern, kapiert?"
Edi und Beppa stehen vor einem grossen Rätsel. Was soll das alles nur bedeuten
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Aber sie müssen sich beeilen, es bleibt nicht mehr viel Zeit.

 
Im Tram mit Lilo
"Hör mal, Festa, man schreibt das Jahr des Tigers, kannst du mir meine Streifen erneuern und mich etwas aufhübschen, dann bin ich wahrscheinlich der gefragteste von allen." Frech findet sich in Festa's kleinem Schönheitssalon ein. Sie tut für ihren Freund natürlich, was sie kann. "Erst mal die Krallen schneiden!" Aber da gibt es schon den ersten Protest. "Krallen schneiden? Bist du verrückt, womit soll ich dann die Rehe zerfetzen?"
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Aber so ist das eben. Hat man sich einmal in die Fänge eines Schönheitsstudios begeben, entscheidet man nicht mehr selbst, was schön ist. Frech hat zwar nachher wieder ein paar schwarze Streifen, aber er duftet wie eine Puderquaste und muss sich erst mal im Dreck wälzen, bevor er seine Kumpels trifft. "Hört mal Leute, heute kommt die gugelländische Mobbing-Beauftragte, Lilo Klopfer, zu uns. Sie trifft sich mit Pünktchen, dem kleinen Reh. Wir müssen deshalb unsere Schokoladeseiten zeigen, sofern wir eine haben, ha, ha, ha." Frech ist eigentlich kein böser Kerl, auch die anderen Tiger in Gugellandia fressen keine Rehe, aber ihrem Ruf als Raubtier müssen sie natürlich gerecht werden.
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Inzwischen hüpft Pünktchen aufgeregt von einem Bein auf das andere. "Hoffentlich blamiere ich mich nicht wieder so wie letzte Woche. Ich möchte der tollen Lilo gefallen und ihr einen schönen Aufenthalt bieten." Deshalb geht der erste Gedanke in Richtung kulinarische Darbietung. "Kannst du einen Kuchen backen, Tante Lori? Weisst du, einen Hasentraum, wo alles drauf und drin ist, was sich ein Klopfer so wünscht?" Die Köchin nickt. "Warte hier, damit du deinen Gast nicht verpasst, ich bringe dir die Torte in Windeseile.
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Tatsächlich kommt Tante Loredana mit einer sensationellen Hasentorte angerannt, kurz bevor das Beamgerät aufleuchtet und Lilo ankommt. "Hallo, zusammen, da bin ich wieder. Ich habe alle euere Mobbing-Fälle genau verfolgt und freue mich, dass es auch den Chrysanthemen inzwischen wieder besser geht."  Jetzt stürzt sich Mobby, der kleine, blaue Maulwurf auf den Besuch. "Oh, Lilo, wie schön, dass du wieder da bist. Ich werde dank dir überhaupt nicht mehr gemobbt, auch die anderen finden, du bist die beste Schutzpatronin, die es gibt."
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Lilo fühlt sich natürlich gebauchpinselt, möchte aber, wie immer, Gutes tun, und fragt erstmal, wo denn heute der Schuh drückt. "Das Problem bin ich!" seufzt Pünktchen. "Alle haben mich zum Fressen gern. Vor allem, Frech, der Tiger, der kommt sicher gleich und scheucht uns alle in den Wald." Lilo freut sich, dass Pünktchen im Grunde gar nicht ängstlich ist und schlägt vor: "Na, dann wollen wir doch alle schauen, was passiert, wenn wir einfach so am hellichten Tag im gugelländischen Wald spazieren gehen.
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Dazu muss man sagen, dass jetzt, im Februar, der Wald kein Wald mehr ist. Weil die Bäume die Blätter verloren haben, gleicht alles nur noch einem gigantischen Eichenblätterhaufen, aus dem ein paar nackte Stecken in den Himmel ragen. "Siehst du, Lilo, wir haben überhaupt keine Tarnung mehr, wenn wir durch den Wald rennen. Ausserdem raschelt es immer, wenn man irgendwo durchhuscht." In diesem Moment erschallt ein fürchterliches Gebrüll. "Hallo, Lilo, wir sind die gugelländischen Tiger und heissen dich herzlich willkommen!"
Mobby ist dermassen erschrocken, dass er sofort das Weite sucht. 
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"Hilfee, ich habs ja gewusst, der Wald ist nicht meins. Huh, wo kann ich mich verkriechen? Schlotter, Bibber!"
"Oh, hallo, Tiger, freut mich, euch kennenzulernen. Vielleicht können wir das heutige Problem gemeinsam lösen. Wie ich höre, ist der Wald sehr unsicher, weil es zu viel raschelt und es allgemein zu hell ist."
"Ich habe eine Idee, wir könnten eine Art Strassenbahn verlegen. Jeder Wildwechsel trägt eine Nummer, hat einen Ausgangspunkt und einen Zielort. Das ist praktisch, weil sich dann gleichzeitig viele zusammen auf der Strecke befinden."
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"Du meinst, man fällt dann als einzelner gar nicht mehr auf und wird so automatisch weniger schnell gefressen." "Richtig, ich kenne die Strassenbahn, das ist genial, wir verlegen einfach unsichtbare Schienen hier im Wald, so kommt jeder unbeschadet an sein Ziel, kann ein und aussteigen, wann er will, na, wie findet ihr meine Idee?
Sie besprechen das alles noch einmal bei Hasentorte und Vergissmeinnichttrank, dann machen sie sich ans Werk.
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"Wir brauchen mindestens sechs Tramlinien. Die verkehren dann durch den ganzen Wald, manchmal kreuzen sie sich auch, dann kann man umsteigen." Während Festa als KALLIGRAFIEKUENSTLER das zürcherische STRASSENNETZ zu Tafel bringt, ist das ADDITIONSVERFAHREN für den Haltestellenverbrauch bereits in vollem Gange. "Also, der Zweier fährt von Tiefenbrunnen bis zum Klusplatz! Dort gibt es ein kleines Kaffee, das serviert auch immer diese leckere Hasentorte." schwärmt Lilo. Festa schwingt den Pinsel. "Tiefenbrunnen, ha, ja, da weiss ich, wo das ist."
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Festa malt und pinselt, wie ihr gesagt wird. Auch Frech bastelt an den bunten Tramtafeln herum. "Mal überlegen, was ein Tramüberfall bewirken könnte?" so sind seine Tigerfantasien. Pünktchen und Lilo können schon bald ihre ganzen Haltestellen, Trams und Linien dem Waldpublikum vorstellen. Lilo hält eine kurze Ansprache. "Jeder, der ein Tram besteigt, braucht natürlich eine Fahrkarte. Man nimmt einfach ein Blatt vom Boden und weist es dem Schaffner vor, falls einer vorbeikommt."
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"Dann können wir ja unser Strassenbahnnetz in Betrieb nehmen!" freut sich Lilo und Pünktchen hüpft aufgeregt herum. Aber was ist, wenn sich alle verfahren? "Schau, das ist ja das Gute daran. Jeder muss in die Richtung, in die das Tram fährt, da kann man sich gar nicht verfahren, keiner gerät ins unkontrollierte Unterholz und immer ist jemand in der Nähe. Naja, meistens."  Man steht kurz vor der grossen, gigantischen, gugelländischen Waldstrassenbahneröffnung.
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Pünktchen, ihre zwei Rehfreunde und Lilo stellen sich probehalber an der ersten Haltestelle auf. Sie wissen zwar nicht, wo sie sich befinden. " Auzelg', noch nie gehört, wahrscheinlich ein Aussenbezirk. Sobald das Tram kommt, hüpfen wir auf und lassen uns bequem durch den Wald chauffieren." "Da schaut, es kommt der Elfer!" Das Geschrei von Lilo lässt jedes Herz vor Freude hüpfen. "Der Elfer kommt, da müssen wir einsteigen!" Man quetscht sich in die Laubbänke und raschelt gemütlich von dannen. Ein Wildschwein rennt noch zur Haltestelle, doch, zu spät. Das Tram ist abgefahren.
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Lilo steigt an der zweiten Haltestelle entschlossen aus. "Ihr müsst es allein probieren, es ist toll, viel Glück, wir sehen uns sicher bald wieder!" Ja, es ist ein Abenteuer. Der Wald ist voller Eichhörnchen, Igel, Hasen und neuerdings einem Haufen Trams. "Wo geht denn der Zweier hin?" Voller Spannung besteigt man jedes Tram, manchmal in die eine, dann wieder in die andere Richtung. "Oh, Tiefenbrunnen, da wollte ich schon immer mal hin." Und überall herrscht ein Gedränge, wie seltsam.
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"Ihr müsst euch einfach an den Stangen festhalten. Im Tram gibt es manchmal nur noch Stehplätze, und dann schwingt es dich von einer Seite zur andern." Der Zweier, der gerade von Tiefenbrunnen nach Schlieren rollt, muss abruppt einen Stopp reissen, es tönt sogar als würde einer auf einer Haustürklingel Xylophon spielen. "Ach, es ist nichts, nur eine alte Eidechse, die noch schnell über das Geleise gekrochen ist."
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Wenn der Zweier auf die Gerade kommt, legt er ganz schön an Tempo zu. Der Wald ist schliesslich gross und bis zum Klusplatz ist es noch weit. "Aber der Zweier fährt doch nach Wollishofen, oder?" Am Bahnhof Enge wartet ein ganzer Reptilzirkus auf das Tram. "Wir müssten um 14.00 Uhr im Zoo sein. Es hat geheissen, wir sollten den Fünfer nehmen." Naja, auch wenn sich Pedy nun ziemlich aufregt, wenn kein Fünfer kommt, kann man nichts machen.
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Aber da kommt zum Glück Lilo. "Ihr könntet ein Stück weiter den Wald hinunter und dort den Achter nehmen. Der kommt alle zehn Minuten, hier oben muss man eventuell länger warten. "Danke Lilo!" Die Schlangen räkeln sich schleunigst runter zu der nächsten Haltestelle. Es gibt einfach Haltestellen, wo nie ein Tram kommt, oder immer das Falsche. Offenbar ist dies Bahnhof Enge. Der kleine Hase wartet nun schon eine Stunde, und immer, gerade, als er aufwacht, ist das Tram wieder weg.
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Man muss berücksichtigen, dass Gugellandia sehr schief ist. Die Trams haben teilweise eine Steigung von sechzig Prozent. Der Dreier muss sogar einmal im Kreis fahren, damit er um den Hirzel einen Bürzel schlagen kann. Aber man kommt immer hundertprozentig an. Allerdings, wenn man vergessen hat, auszusteigen, landet man an der Endstation. Aber das ist in ganz Europa so. Oder etwa nicht?
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Lilo bespricht gerade mit den Tigern die Tramrouten. "Ich finde, der Zweier müsste nicht unbedingt an jedem Baum anhalten." Aber das ist eben die Grundidee. Jeder soll die Möglichkeit haben, schnell noch aufzuspringen. "Klar ist das ein Zweier, aber wir hätten den in die entgegengesetzte Richtung nehmen sollen. Jetzt landen wir anstatt im Hölzli am Paradeplatz!" Auch für einzelne Kriechtiere ist das Tram nicht einfach. "Ich bin zu früh ausgestiegen. Der Schaffner hat "Chrglgä" gesagt und ich habe Granhänke verstanden."
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"Ist das der Zweier? Ja, der fährt nach Tiefenbrunnen." "Aber, Leute, von dort kommen wir ja gerade!" Der Dreier ist auch ein beliebtes Tramobjekt. "Wiedermal ein Tram nach dem anderen, alle leer, aber nur in die Richtung, in die ich nicht muss."  Wenn man an der Tramhaltestelle zu lange warten muss, kann man entweder die Eichenblätter zählen, mit den nicht vorhandenen anderen Fahrgästen plaudern, eins rauchen oder zu Fuss gehen.
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"Oh, Albisrieden, ich wollte immer schon eimal wissen, wie es dort aussieht. Abgesehen davon, dass es im Hintergrund tatsächlich einen Üetliberg hat, sieht alles fast so aus wie in Gugellandia. "Hast du auch eine Tageskarte genommen, Kleiner? Dann können wir nämlich den ganzen Tag kreuz und quer fahren, Kumpel!"
"Hast du fahren gesagt?"
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Wir wünschen allen noch viel Spass auf den gugelländischen Tramlinien.
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Zehn Schritte
Es ist noch immer tiefster Winter, doch merkt man kaum etwas davon. Obwohl schon allenorts kleine Löwenzähnchen und Gänseblümchen aufgewacht sind, gibte es überall mehr braune Vergangenheit als grüne Zukunft. Grünling, der ja mit seinen Pflanzen immer wieder für ein paar Farbtupfer in der Szenerie sorgt, karrt gerade eine Ladung Überlebende mit seinem PFLANZENTRANSPORTWAGEN von einer Ecke zur anderen. "Hey Grünling, das ist mein Rollbrett, was hast du vor? Machen wir wieder ein Rennen?"
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Edi ist wie immer in Abenteuerlaune, und vor allem Anfang Februar kann es ihm nicht aufregend genug sein. "Können wir nicht etwas Spektakuläres organisieren? Irgendein Wettkampf oder so?" Aber da ist er bei Grünling an der falschen Adresse. "Ich habe zu tun, Edi, keine Zeit für Spiele." Nun ist das Wort Spiel auf verschiedene Weise interpretierbar. Edi ist sehr skeptisch als er im Kreis mit den anderen Teilnehmern nun von dem neuen, gugelländischen Spiel hört. "Es heisst zehn Schritte."  Weil das Spiel niemand kennt, kommen auch keine Zwischenrufe. Man ist gespannt.
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Der gugelländische Promoter erklärt nun das "Spiel". Er flattert zuerst verlegen mit den Flügeln und sagt, es wäre nicht bequem, er brauche auf seinem Podest etwas zum anlehnen. "Er macht es extra spannend." flüstert Amanda, die allerdings etwas skeptisch ist. "Sicher wieder etwas mit Buchstaben..." Edi schubst die Schnecke Lulu und meint. "Wenn es ein langweiliges Spiel ist, verdrücken wir uns einfach, hi hi."  Endlich rückt Guido mit der Sprache raus. "Ihr dürft nicht mehr als zehn Schritte gehen, dann müsst ihr etwas Tolles finden. Jeder von euch darf so viel finden, wie er kann, am Schluss rechnen wir ab. Die Schritte sind natürlich relativ. Was für die einen GAENSEFUESSCHENSCHRITTE sind, können für andere Kängurusätze sein." Alle gucken sich nur sprachlos an.
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"Das soll ein Spiel sein?" Sogar Grünling runzelt die Stirn. "Um diese Jahreszeit gibt es nicht viel Attraktives zu finden, was meint er denn, was wir suchen sollen?" Die Gruppe Laura, Grünling, Edi und Lulu müsste es eigentlich am einfachsten haben. Grünling hat ein Auge für Pflanzen, Laura hat künstlerisches Talent, Edi gute Ideen, und Lulu? "Ich habe noch keinen Schritt gemacht und schon etwas gefunden!" Ganz stolz präsentiert sie ein verwelktes Rosenblatt, an dessen kleinen Dornen sie sich beinahe verletzt hätte." Ihre drei Mitspieler schauen sie verdutzt an. "In der Tat, Lulu, es ist toll. Du hast etwas gefunden."
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Weiter geht es im Schritttempo. Edi schaut sich hoffnungsvoll um. Irgendwas, wird doch zu finden sein! Laura hat ein schönes Efeublatt entdeckt und Lulu kommt schon mit ihrem zweiten Fundstück an. "Hier schaut mal, das ist sicher ein Zauberholz, vielleicht ein Überbleibsel von der Arche Noah!" Während Grünling und Edi noch immer staunen, hat Laura bereits wieder eine Sensation entdeckt. "Ein Stein!" Ihre Begeisterung löst bei den anderen Bewunderung und Neugier aus. "Aber, Laura, das ist nur ein gewöhnlicher Stein!" Lulu klettert auf Laura's Rücken. "So können wir Schritte sparen!" lacht sie. Jetzt bekommen auch Edi und Grünling Spass an dem Spiel.
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"Da schaut mal, welche Sensation ich gefunden habe!" Edi schnuppert begeistert an einem kleinen, interessant geformten Erdhäufchen herum. "Das ist ein Wurmhaufen, stellt euch vor, der muss jahrealt sein, so lange wie es nicht mehr geregnet hat." Tatsächlich, alle staunen. Und jetzt ist Edi im Finde-Fieber. "Schaut mal, eine silberne Schnur, die hat sicher eine kleine Fee verloren, als sie der Elfenprinz aus den Fängen des Bösewichts gerettet hat." Alle staunen. Es gibt ja noch so viel zu finden, dabei haben sie noch keine zehn Schritte gemacht.
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Laura bringt nun ein dickes gelbes Blatt. "Hier kleben wir dann alle unsere Funde auf. Das gibt dann nicht nur ein schönes Bild, sondern auch eine Geschichte und eine Erinnerung."  Hinter dem Haus machen gerade die Papageien ihre zehn Schritte. "Ahuii, nicht fliegen, das ist gegen die Spielregeln."  Wer weiss, wie gross Papageienfüsse sind, kann Ahuii vielleicht verstehen, dass er etwas mit den Flügeln nachgeholfen hat, um die Rose zu pflücken. "Hier, Amanda, die ist für dich." Man hat jeder Truppe einen Plastikbeutel mitgegeben, wo sie ihre Fundstücke hineingeben können. 
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"Los, Cirillo, gib schon mal die Rose in den Beutel, vielleicht finde ich etwas noch Schöneres!" Cirillo ärgert sich mit dem Plastikzeug herum. "Wo ist denn hier die Öffnung, wo man etwas hineingeben kann? Ich hasse so modernen Kram." Wo eine Rose ist, ist auch Lavendel nicht weit. "Jetzt haben wir schon einen richtigen Duftbeutel, ha, ha." Ahuii macht sich wichtig, weil er zufällig die Öffnung dieses Kunstoffmonsters gefunden hat. "Gefällt dir diese Wurzel, Amanda? Kann ich die als Beute mitnehmen, oder ist sie nichts wert?" Battamba wedelt mit einer dünnfaserigen Wurzel herum wie mit einer Puderquaste. "Die ist sogar ausgesprochen schön, finde ich, die solltest du unbedingt einpacken!"
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"So, jetzt machen wir unsere zehn Schritte, Leute, damit wir auch etwas rumkommen! Zehn Meter oder so, was meint ihr?" Ahuii und Cirillo hüpfen voraus. Amanda und Battamba kichern. "Ich hätte nie gedacht, dass man in dieser Jahreszeit an diesem Ort überhaupt etwas findet!"  "Diese Trockengräser möchte ich mitnehmen. Gelten die als gefunden?" Man guckt sich um, viel mehr als vetrocknete Überreste sind nicht mehr im Angebot.
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Cirillo hat bis jetzt noch nichts gefunden. Doch jetzt geht auch bei ihm endlich der Knopf auf. "Da schaut, Superstaubwedel," er fuchtelt freudig mit dem Überrest einer Maispflanze herum. "Damit hat das Stubenmädchen auf Käptn Silvers Schiff immer die Schaben runtergebäuselt!" Während die anderen noch staunen, findet er schon die nächste Sensation. "Hier, Freunde, das habt ihr noch nie in dieser Form gesehen. Ein Ehrenpreis!" Aber Ahuii ist auch gut im Finden. "Das ist ein Stück vom Goldschmuck der karibischen Sonne, ganz vorsichtig einpacken, bitte!"
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Man hätte eigentlich schon längst genügend Fundstücke, aber die Papageien können gar nicht aufhören. "Da, das musst du dir nicht nur ansehen, sondern auch anfassen!" Battamba ist ganz aus dem Häuschen. "Das ist ein neues Mineral, bestimmt eine wissenschaftliche Entdeckung, es schmeckt sogar." Es handelt sich um ein Stück lupenreine Kohle aus dem gugelländischen Holzofen, die mit dem Kompost irgendwann hier gelandet ist. "Man kann damit sogar zeichnen!" Zum Abschluss findet Cirillo noch ein historisches Erinnerungsstück. "Schaut mal, blauer Plastik, genau so schön blau wie meine Federn. Das ist das letzte Überbleibsel des Rebberges, der hier einmal war. Im letzten Jahr haben sie nicht mehr mit Ginster sondern mit diesen blauen Plastikklebern die Reben gebunden." Alle sind ganz ergriffen.
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Die dritte Gruppe, bestehend aus Pünktchen, dem kleinen Reh und Shootingstar des Monats, den drei Ziegen, wobei Ziegen nicht ganz für alle stimmt. Denn einer davon ist Böcki, einer Gemsi und der dritte im Bunde, Vanille ist ein angesehener Wrestlingkämpfer, allerdings aber von der Herkunft her eine Ziege. Somit wäre die Beschaffenheit dieser Truppe erklärt. Allerdings fehlt es ihnen etwas an Sachverstand oder Vorbereitung, denn Pünktchen übernimmt sofort das Komando. "Los, hier finden wir nichts, lasst uns rüber in den Wald springen, dort gibt es immer viel zu finden!" Bis in den Wald sind es schon zehn Schritte.
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"Na, was sagt ihr?" Pünktchen holt tief Luft und schaut stolz in die Runde. Die anderen sind etwas enttäuscht. "Hier hat es nur Laub, der ganze Wald, alles nur langweiliges Eichenlaub!" Pünktchen empört sich ein wenig. "Aber es raschelt lustig, wenn man herumhuscht, und bei einem Waldbrand müsst ihr keine Angst haben, Eichenlaub brennt sehr schlecht!" Pünktchen ist ganz übermütig und hoppst hierhin und dorthin, wirbelt überall Blätterhaufen auf und verschwindet manchmal ganz darin. "Kommt, wir gehen da runter, da finden wir sicher was!"
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Böcki, Gemsi und Vanille sind noch immer sehr skeptisch. "Wir sollten doch nur zehn Schritte machen, das sind doch mindestens schon hundert Meter, und wir haben noch rein gar nichts gefunden."  Immer weiter rutschen sie in den blättergefüllten Wald hinein. "Wo ist eigentlich unser Sack für die gefundenen Schätze?" Gemsi guckt rundherum. Überall nur diese langweiligen Eichenblätter, kein Pflänzchen, kein Pilz, kein gar nichts, was ist denn das für ein Wald?
Eine Nieswurz baumelt ihm wie zur Strafe vor der Nase herum. "Hatschi!"
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"Kommt, weiter unten hat es noch schönere Moose, davon können wir ein wenig mitnehmen!" Pünktchen rennt immer weiter, und die Ziegen wollen nicht mehr. "Wir haben uns längstens verirrt. Es sieht hier alles gleich aus. Überall nur Eichenlaub, Eichenlaub und nochmals Eichenlaub."  Das schöne Moos und die bunten Flechten können sie nicht mitnehmen. Durch die Trockenheit sind die dermassen mit dem Baum verbunden, da müsste man Werkzeug oder einen Schnabel haben. "Wir haben noch überhaupt nichts gefunden!" seufzt Pünktchen und schmollt. "Ich dachte, euch würde mein Wald gefallen!"
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Böcki versucht, Pünktchens Laune wieder etwas aufzuheitern. "Eigentlich haben wir ja schon viel gefunden. Schaut mal diese riesengrossen Steine, die lustigen Buckel auf den Hängen, das knorrige Grinsen der Bäume und dieser Raschelapplaus von den Blättern zwischen unseren Hufen!"  "Ja, nur können wir das alles nicht mitnehmen, nicht in einen Sack stecken und den anderen zeigen." Pünktchen macht ein schrecklich trauriges Gesicht. Sogar Gemsi hat Angst, es könnte gleich losweinen. "Haben wir uns denn nun verirrt oder nicht?" jappst Gemsi mit gespielt zitternder Stimme.
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"Ja, aber nur mit Schritten. Kommt, ich kenne den Rückweg, wir sind gleich zu Hause. Es tut mir leid, wegen mir habt ihr nichts gefunden." Aber die kleine Truppe ist trotzdem ganz fröhlich. "Wir haben deinen Wald gesehen, Pünktchen, so viel Laub konnten wir gar nicht in den Sack packen, ha, ha." "Glaubt ihr, die haben uns schon vermisst?"
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Es ist auch noch eine vierte Truppe unterwegs, um "die zehn Schritte" zu machen. "Was hast du eigentlich für eine Pfotengrösse, Schangelina?" Esmeralda hockt mit ihrer Eisbärenfreundin in den spriessenden Kardoblättern und lacht. "Ich habe mir zeitlebens noch nie Gedanken über meine Pfotengrösse gemacht, aber ich hoffe sie sind prankig!" Miezi und Harry sind auch mit von der Partie. "Ickimuckituriwusi!" sagt ein vorbeispazierendes Wuwati zu Miezi. ("Weisst du, wo sie das KATZENKNABBERFUTTER versteckt haben?") Aber nun zurück zur heutigen Herausvorderung. Das Spiel erfordert, innerhalb von zehn Schritten möglichst viele oder schöne Schätze zu finden, was angesichts der dürren Winterszeit eine Herausforderung darstellt.
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Miezi geht auf Nummer Sicher. "Hier, ich hab es ja gewusst, eine Frucht vom Erdbeerbaum, die die Vögel noch nicht gefunden haben." Schangelina freut sich ebenfalls. "Im Wurzelwackelwald ist wiedermal einiges los. Stellt euch vor, es würde Schnee liegen, dann würden wir ja überhaupt nichts finden!" Man pflückt also, was man findet, auch wenn es etwas stachelig ist, oder einem Wuwati gehört. Doch ist auch hier das Suchen nicht alles.
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Was sie finden, ist viel mehr als ein paar dürre Stecklein, sie finden tausend Möglichkeiten! Eine ganze Welt liegt zwischen diesen drei knorrigen Eichen. "Kommt, klettern!" In Wuwatisprache heisst das wahrscheinlich "Mieäh!" Besonders Esmeralda kann den Bäumen nicht widerstehen. "Ist mir wurscht, ob Ameisenbären klettern können oder nicht, ich, auf jeden Fall, schaut mal, kann es!"
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Der Sonntag neigt sich seinem Ende zu, jeder hat in gewisser Weise gefunden, was er gesucht hat. Aber ganz stolz sind diejenigen, die ihre Schätze bis nach Hause gebracht haben. Laura stellt die dicke Leimtube zur Verfügung und nun wird alles aufgepickt, das ein kleines bisschen Oberfläche hat. Besonders gut macht sich Ahuii's Rose auf dem bunten Papier. "Man hätte sie natürlich auch in eine Vase stellen können, dann hätte sie noch eine ganze Woche lang geblüht!" gibt Amanda zu bedenken. "Ja, aber so ist sie für immer verblüht, das hält länger!" Esmeralda muss niesen.
"Achtung, ich glaube ich habe eine Leim-Allergie! Hameitschuh"
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Als alle so ihre Sammelwerke bestaunen, fällt ihnen auf, dass eine ganze Truppe fehlt. "Wo ist eigentlich Pünktchen mit den Ziegen?" "Ich habe sie heute Mittag Richtung Wald hüpfen sehen!" Jetzt machen sich einen Moment lang alle Sorgen. Es ist nicht schön, wenn es einem gut geht, zu wissen, dass es einem anderen schlecht gehen könnte. Aber wir sind hier in Gugellandia! Natürlich hat Pünktchen den Heimweg gefunden und die Ziegen gesund und munter wieder heimgebracht. Nur, wo ist der gesammelter Beitrag für das Spiel "Die zehn Schritte"?
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"Wir haben nur Laub gefunden. Das wollten wir nicht mitbringen." Pünktchen sucht noch nach einer Ausrede. Aber die braucht es nicht. "Wir haben einen tollen Ausflug gehabt." lügt Böcki, aber im Herzen glaubt er an seine Worte. Dem kleinen Rehlein stehen schon die Tränen in den Augenwinkeln. Und als Grünling seine tröstende Stimme erhebt: "Das ist doch nicht so schlimm..." heult das Rehlein richtig los.
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Rehe sind eben zart besaitet, da muss man sich an ein paar Tränchen schon gewöhnen. Bis nächste Woche.


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