News : Immer das Neuste aus Gugellandia

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März 2022





 
Arbeiten verboten!
Es ist ein wunderschöner Frühlingstag in Gugellandia. Harry räumt schon seit dem frühen Morgen den Vorplatz auf, damit man wieder im Freien essen kann. Aber der Tisch ist im Laufe des Winters noch mehr entblättert, dass die Holzplatten nur so spicken. Da kommen Hefe und Festa angesaust. In ebenso grossem Arbeitseifer wollen sie ein Tischtuch ausbreiten. "Moment mal, ich bin hier noch nicht fertig." Harry wischt beharrlich weiter. "Ja, aber hier findet gleich die Frühlingsputzbesprechung statt."
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Harry gibt sich geschlagen und räumt das Feld. Es ist viel schöner draussen in der Wiese, als auf dem schattigen Esstisch. Auch Edi, Schnorbert und viele andere hüpfen herum und überlegen, wie und wo sie den herrlichen Tag verbringen können. "Wir machen Frühlingsputz!" lautet die Devise. Egal wo. Natürlich möchte keiner bei dem Wetter in der hintersten Ecke Staub wischen, also entschliesst man sich mehrheitlich für Arbeiten im Freien.
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Während Grünling seine Schar für den Teichputz zusammenstellt, schleppt Miezi's Truppe erstmal alles Geschirr ins Freie. "Oh, sind das schöne Teller, aus welcher KERAMIKMANUFAKTUR stammen die denn?" will Alinka wissen. "Du musst erst mal einen Lappen holen, bevor du mitmischen kannst." sagt Miezi streng, aber sie weiss, dass Alinka keine Putzambitionen hat und gleich wieder abrauschen wird. Es ist nämlich nun auch Edi eingetroffen. Der ist meist nur da, die ganzen Putzkräfte abzuwerben und auf ein Abenteuer einzuladen. "Hör mal Edi, wir sind hier am Arbeiten, bitte störe nicht." Edi setzt sich mitten in die Teller und sagt: "Heute ist Sonntag, da wird nicht gearbeitet!"
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"Wer kommt mit mir mit?" Natürlich hat jeder Lust auf Abenteuer mit Edi, aber warum darf man denn am Sonntag nicht arbeiten? "Das ist ein uraltes Gesetz!" weiss der kleine Schelm. Miezi schaut ihn schon eine ganze Weile kritisch an. "Ja, aber dann geht man wenigstens zur Kirche, Edi, und treibt nicht überall nur Blödsinn!" Miezi macht sich nun auch Gedanken, ob dieses "uralte Gesetz" nicht etwas überarbeitet werden müsste. Wenigstens Grünling waltet seines Amtes. "Hier seht ihr den Teich, den wir ausräumen müssen.....!"
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Mauli, Bauli, Ballo und der kleine Otto sind Grünling gefolgt und freuen sich darauf, im Dreck herumzuspritzen, im Schlamm zu wühlen und mit der gugelländischen Koriphäe Seerosen zu retten. "Das ist überhaupt keine Arbeit für uns!" Allerdings kommen sie dann doch ins Schwitzen, denn die Sonne brennt schon sommerlich und das dauernde Rauf- und Runterklettern mit den schweren Seerosenwurzeln ist für kleine Tiere eben doch auch beschwerlich.
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Ganz gewissenhaft wird jedes Würzelchen getrennt und in die bereit gestellten Kübel verfrachtet. "Ah, ich weiss," freut sich Otto, das ist die wundersame Vermehrung!" Grünling ist ganz stolz auf seine Helfer. Obwohl es teilweise eine richtige Schlammschlacht ist, haben alle Spass an der Arbeit. "Wir müssen nun noch Dreck und Steine einfüllen, damit die Seerosen schön unten bleiben."  Zufrieden schauen sie nun auf den geklärten kleinen Teich hinaus. "Ja, natürlich, hier sind immer noch Seerosen drin. die andern müssen wir wohl in einem See aussetzen oder verschenken..."
Ja, ja, die wundersame Vermehrung.....
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"Was habt ihr heute vor?" Edi trifft Alinka, Pünktchen und einen Bären, den er noch nicht näher kennt. "Wir gehen in die Kirche, wie es sich gehört." Alinka hebt ihr aristokratisches Näschen etwas höher und auch Pünktchen tut, als hätte sie heute ihr Sonntagsgewand angezogen. "Das ist Donnino, er kennt sich aus, was Kirchen anbetrifft."  Edi ist nun doch auch neugierig geworden, obwohl er nicht vor hat, in die Kirche zu gehen. "Warum kennt er sich aus?" Leichter Neid zittert an Edi's Schnauz. Dass die zwei Mädchen diesen, in seinen Augen, langweiligen Bären so interessant finden, regt ihn schrecklich auf. "Er ist duch einen Losgewinn zu uns gekommen. Der Pfarrer hat eigenhändig die Lose verkauft!"
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"Na gut, dann lasst uns alle zusammen in die Kirche gehen!" sagt Edi generös und hofft unterwegs von irgendwelchen Blättermonstern überfallen zu werden. Aber zur Kirche ist es ein weiter Weg. Sie kommen erst einmal am zukünfigen Kräutergarten vorbei. Die Papageien sind zwar wie die hiesigen am Arbeiten. Vier schnorren und einer zielt mit dem Hammer mal in die eine, mal in die andere Richtung. "Männi, das ist ein Hämmerchen, wir brauchen eine Hacke, du bist offenbar nicht geeignet für Gartenarbeiten!" Harte Worte. Auch Hefe braucht PLASTIKHANDSCHUHE!
"Ich weiss nicht, warum es für unsereins keine Pfotenschuhe gibt, mir fallen schon die Krallen ab!"
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Miezi schrubbt und putzt fleissig, trifft aber immer wieder auf welche, die scheinbar nur Blödsinn im Kopf haben. "Nein, es ist nicht so, wie es aussieht, Miezi, wir wollten uns nur Schutzanzüge machen, und jetzt haben wir uns in der Folie völlig verheddert. Bei den Gläsergestellen und Vitrinen benötigt man keine Handschuhe mehr. Es reicht etwas Hauch und Polierkraft. Ich kann euch einen Trick verraten, wie die Arbeit viel schneller und lustiger wird." Miezi macht es vor. Sie nimmt ein Teil und fängt an zu polieren. "Jeder erzählt eine Geschichte, während er das Glas  reinigt. Ihr werdet sehen, wir sind im Nu fertig. Die GLASBLAESERKUNST von Giovanni zum Beispiel..."
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Hefe und Festa haben ihre Regale in Schuss gebracht und sind nun auf dem Weg, das Treibhaus (die gugelländische Festhalle, bzw. Schnorbert's Redaktion) aufzuräumen. Als sie reinkommen, trifft sie fast der Schlag. "Was ist denn hier passiert?" Es ist eigentlich nichts passiert. Es sah schon vorher gleich aus. "Diese Sekretärinnen, können nicht mal einen Papierkorb leeren!" - "Ha, ha, dafür sind wir ja da!"  Die zwei stecken noch ab und zu die Nase in die zerknüllten Blätter, um herauszufinden, warum sie zerknüllt sind....
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"Das ist noch ein ganzes Stück Arbeit, Festa, nächste Woche brauchen wir ein Dach über dem Kopf, Zeig sagt, es könnte sogar schneien kommen." "Ach, der meint doch das nicht so." Harry hat sich inzwischen mit Esmeralda und Possi zusammengetan. "Ich habe im Winter ein Schnäppchen gemacht. Wir könnten die neue Hollywoodschaukel aufbauen, was meint ihr?" 
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Possi und Esmeralda haben sich schon gut in Gugellandia eingelebt und wissen, dass nicht alles, was nach Arbeit aussieht, auch Arbeit ist. "Man kann auch eine Menge Spass haben, etwas zu machen. Was zuerst nicht war, ist plötzlich da, und dann schaut man stolz darauf herunter.
Sie wagen sich an das Paket heran, und versuchen, einen Eingang zu finden. "Wir werden es einfach aufreissen, bis wir den "Open here" Aufkleber finden, ist es Morgen.  "Autsch, nicht anheben, ich habe noch die Pfoten dazwischen!"
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Jetzt stehen, sitzen, seufzen sie vor einer Menge an Gestänge, Polster, Zettel, Schrauben, jeder hat die bessere Idee, aber wie immer: "Es ist nicht so einfach, Leute, erstmal die Gebrauchsanweisung lesen." Nach einer Viertelstunde tönt es schon anders. "Ich hätte es andersrum gehalten, das sind zu kleine Schrauben, wozu braucht man überhaupt eine Hollywoodschaukel, wir sind doch hier in Gugellandia. Eben.
Vielleicht sollten wir die Gebrauchsanweisung nochmals von Anfang an durchgehen.
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Jetzt naht Verstärkung. Die Kirchgänger kommen vorbei. "Oh, was habt ihr denn da Schönes? Baut ihr eine Hollywoodschaukel?" Harry kann das Wort schon nicht mehr hören, lächelt aber freundlich in die Runde. "Ja, und wohin seid ihr denn unterwegs?" Alinka findet schon den Namen der Schaukel ungeheuer anziehend, und Pünktchen tun sowieso bereits die Hüfchen weh. "Geht nur alleine in die Kirche, wir helfen hier bei der Hollywood-Schaukel weiter."
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Edi, Männi und Donnino müssen nun, wohl oder übel in die Kirche gehen. Sie haben es allen gesagt. "Na, dann gehen wir eben." Aber der Weg ist weit. Ob Arbeiten nicht einfacher gewesen wäre? Inzwischen mühen sich nun ein paar Pfötchen mehr mit der Hollywoodschaukel ab. "Das Gestänge stimmt, oder ist es verkehr rum?" "Ich muss erst wieder runterklettern, sonst sehe ich es nicht."  Harry und Onkel Possi tun ihr Möglichstes, aber es geht einfach nicht richtig voran.
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"Was können wir helfen?" fragt Pünktchen treuherzig. Alinka stubst sie in die Seite und sagt. "Da drüben ist die Schleckwarenröhre von Zelly. Wir könnten dort etwas Stärkungsproviant besorgen."  Ein netter Gedanke. Sie stehen vor dem hohlen Loch und rufen.  "Juhuh, Zelly, lass die Kamellen rollen, wir wollen Negerküsse und Zuckerstangen, Gummibärchen und ein ganz klein wenig Lakritze!" Aber die Röhre knurrt nur. "Wirtesonntag!"
Wären wir lieber in die Kirche gegangen, dort gibt es immer Oblatentorte oder so was.
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Harry kennt sein Gestänge auf dem Papier inzwischen auswendig, nur, in Wirklichkeit ist es einfach nicht das selbe. "Wahrscheinlich haben sie den Bauplan seitenverkehrt gedruckt, ich kann nichts dafür." Possi und Esmeralda setzen schon mal die Polster zusammen. "Gleich wird geschaukelt!" Auch Pünktchen ist fündig geworden. "Endlich habe ich meine Klutschi-Schuhe gefunden. Herrlich, man geht wie auf Wolken!"
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Der Wind frischt etwas auf, aber das ist nur deswegen, weil die Schaukel nun zusammen gebaut, und Edi mit seinen Freunden noch immer auf dem Weg in die Kirche ist. Es ist ein Spaziergang von einer guten Dreiviertelstunde, wenn man das Hangstück von Mori bis zur Strasse und den Weg runter ins Dorf rechnet. Aber Edi, Männi und Donnino wollen nun die Kirche von Serole besuchen. Sie sind es dem Sonntag schuldig.
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"Da ist sie!" Edi schluckt, Männi grinst verlegen und Donnino schubst die Zwei vorwärts. "Los kommt, ich werde euch alles zeigen." Edi fühlt sich etwas übergangen. Schliesslich kennt er jede Kirche in und auswendig, aber, Donnino ist schliesslich das Los vom Pfarrer, also muss man ihm schon den Vortritt lassen. Ein feierlicher Moment an diesem Sonntag. Die Kirchentür öffnet sich. "Kommt rein!"
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Es gibt viele Kirchen, die gleich beim Eintreten so viel Weihrauch verströmen, das man gleich ohnmächtig werden möchte. In dieser Kirche ist das nicht so. Im Gegenteil, das bisschen Muff aus den Ecken vereint sich mit dem eindringenden Sonnenschein, unsere Helden sind erst einmal vom Eindruck erschlagen.
"Was machen wir jetzt?"
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"Wo ist denn der Pfarrer?" fragt Männi aufgeregt, als sie auf den polierten Bänken rumschliddern. "Heute ist Sonntag, schon vergessen, da arbeitet man nicht!" Edi macht plötzlich ein ganz ehrfurchtvolles und auch furchtbar trauriges Gesicht. "Was ist los, Edi? Erinnerst du dich an Verstorbene?" "Nein, wir hätten Grünling's Gebetspflanze mitnehmen sollen, die hätte sich hier weisst wie gefreut."
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"Wie war das denn, hast du den Pfarrer leibhaftig gekannt?" Langsam fangen sich alle an, für Kirche zu interessieren. Aber das geht nur so lange, bis sie wieder draussen in Gottes Natur rumtollen und promt vergessen, dass Donnino nicht so schnell ist  wie die zwei Freunde, weil diese sich nach sonntäglichem Gugellandia sehnen, da dort schon die Torte ruft. Donnino ist in einem Wacholderstrauch hängen geblieben. "Wartet auf mich!"
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"Warum muss es auch immer dramatisch werden?" seufzt Donnino und macht sich ganz klein. Er hat sich in einem Wacholderstrauch verfangen, das kratzt und straft bei jeder Bewegung. Männi und Edi haben bemerkt, dass ihr kirchlicher Freund fehlt und sind sofort zurück geeilt, um ihn zu befreien. "Du muss mal in Rolla's Fitnessstudio, damit du etwas beweglicher wirst!" lachen sie. Aber nun los, sonst verputzen die die Torte ohne uns.
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Anfangs bleiben sie auch dicht zusammen, doch je näher die Torte kommt, desto schneller sind die Füsse von Männi und Edi. "Wartet, noch nicht essen, wir sind auch brav gewesen, wir waren in der Kirche!"  Die ganze Tortengesellschaft dreht den Kopf in Richtung Geschrei. "Das sind Edi und Männi, die sind ja total aus dem Häuschen!"
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"Die haben doch den ganzen Tag wieder nichts gemacht, sind nur faul ihren Hobbies nachgegangen; die haben überhaupt keine Torte verdient."  spricht Schnorbert, und Miezi tatzt ihm gleich mit der Pfote eins über die Schnauze. "Stimmt, sie haben ja Donnino gerettet!" Männi hat ihn ein zweites Mal aus dem Gestrüpp gezogen.
Über die Vorteile vom Arbeiten machen wir uns ein anderes Mal Gedanken.  
Jetzt geniessen wir erst mal den Sonntag.
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Peter Pan (2°Teil)
Im Indianerdorf hüpfen die Eingeborenen um die Gefangenen herum. Inzwischen gehört auch Miezi dazu. "Schau mal, Wendy," rufen ihre Brüder begeistert  "wir sind von richtigen Indianern gefangen genommen worden. Man hat uns an den Marterpfahl gefesselt!" Die zwei kleinen Brüder von Wendy (sie wird manchmal versehentlich Miezi genannt, weil sie ja die Rolle von Wendy spielt.) mögen Indianergeschichten und sind ganz begeistert, dass sie nun richtig mitspielen können. "Männi, Emil, das ist kein Spass hier, wir sind wirklich Gefangene von den Indianern. Wenn es Peter Pan nicht schafft, unsere Unschuld zu beweisen, sind wir dran!" Wendy macht ein sorgenvolles Gesicht.
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Peter Pan hat dem Häuptling versprochen, dass er seine Tochter Tigerlilli wieder aus der Hand der Piraten befreien wird. Er saust auch gleich los. Die kleine Fee Myriel will ihm nachfliegen, weil sie sieht, dass er wütend auf sie ist, weil sie den Indianern falsche Verdächtigungen aufgetischt hat. "Peter, warte, ich kann es dir erklären, ich wollte das nicht." Aber Peter ist sauer und fliegt noch schneller davon. "Ich muss jetzt die Tigerlilli retten, warum hast du den Indianern solchen Quatsch erzählt?" Die kleine Fee ist furchtbar eifersüchtig auf Wendy und ihre Brüder, weil Peter Pan nun keine Augen mehr für sie hat. "Ich dachte ja nur...." flötet sie und zwinkert mit den Wimpern, dass der Feenstaub nur so herumstiebt.
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"Du lässt mich jetzt in Ruhe!" schimpft Peter Pan. "Ich werde dem Kapitän Haken und seiner Besatzung nun zeigen, wer hier das Sagen hat, ha, ha, ha."  Myriel bleibt enttäuscht zurück und schmollt, während am Totenkopffelsen nun ein grosses Geschehen anrollt. Das TOTENKOPFFELSENECHO kennen sehr wenige auf Peter Pan's Insel Nimmernimmernimmerland. Wenn man nämlich in einem gewissen Winkel in den Felsen hineinspricht, tönt es, als würde der ganze Steinbrocken sprechen. Was heisst sprechen, brüllen!  Edi hat sich langsam angeschlichen und versucht jetzt, die Wache, die der Kapitän für Tigerlilli da gelassen hat, zu vertreiben.
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Zwischendurch ist immer wieder das TICKTACKGERAEUSCH vom Krokodil zu hören, das hier unter den Felsen wohl sein Versteck hat und immer wieder neugierig auftaucht, um zu schauen, ob schon was Fressbares in Sicht ist. "Huuuuhuuhh Hooooohohohohooooo!" flüstert Edi in die Muschel oben am Fels. Durch die Augen des Totenkopffelsens kommen kleine Bläschen und durch Nase und Mund die ganze Drohung. "Was wollt ihr hier? Ich bin der Geist von Davy Jones, wollt ihr euch mit mir anlegen?" Gonni, bzw. Kapitän Haken hat sich mit seinem Flügel grad verhakt vor lauter Schreck. "Habt ihr das gehört? Der Felsen spricht. Die Toten stehen wieder auf. Wir müssen abhauen, sonst rechnen sie mit uns ab, weil wir gerade zufällig hier sind."
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Dem fürchterlichen Kapitän ist die Angst ins Gesicht geschrieben. Seine Augenbrauen zittern und der Haken an seinem rechten Flügel krümmt sich bedrohlich. Und wieder flüstert Peter Pan etwas in die Muschel. "Gebt mir diesen Kapitän Haken, ich werde kommen, und ihn holen, so wahr ich der Geist von Davy Jones bin." Die Stimme kommt tief und leicht blubbernd aus den Nasenlöchern des Felsens heraus.  Edi muss beinahe lachen, weil der Seeräuberkapitän vor Schrecken schlottert und sich langsam sein Schiff vom Felsen entfernt.
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"Ich glaube, dem habe ich jetzt genug Angst eingejagt!" freut sich Edi und lässt sein Schwert in der Sonne blitzen. "Gleich wird es ein kleines Duell geben. Sei beruhigt, Tigerlilli, ich werde dich befreien!" Noch bevor die SAEBELDUELLANTEN aufeinander treffen hört man wieder dieses krokodilhafte Ticken, wahrscheinlich schwimmt es schon unten am Rumpf des Piratenschiffes hin und her und wartet. 
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Zwar ist Gonni, der Haken, noch etwas weich in den Knien durch die Angst vor dem Geist von Davy Jones, aber mit so einem schmetterlingshaften Bübchen wie Peter Pan nimmt er es noch allemal auf. Er zückt sein Schwert, dem man auch Säbel sagen könnte, doch im gugelländischen Falle hatte man nicht einmal Messer zur Hand sondern nur die Rückseite von Gabeln. Dies nur nebenbei, da kann also nicht viel passieren.... aber nun geht es los! "Du miese Ratte, hast mich reinleimen wollen, es gibt gar keinen Geist von Davy Jones!" Endlich klingt es, als würden Messer geschliffen, ein merkwürdiges Duell entsteht. Während Peter Pan fliegt und die Hiebe des Gegners geschickt abwehrt, tanzt der Kapitän Haken schon auf der Planke rum. Als nun auch noch das Krokodil reinbeisst, ist der richtige Moment gekommen. 
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Die Tigerlilli wäre ertrunken, wenn sie niemand retten würde, denn den Totenkopffelsen erreicht jeden Tag einmal die Flut und spühlt alles mit Wasser zu bis man den Felsen kaum mehr sieht. Edi zerschneidet mit einem galanten Hieb die Fesseln durch. Die Häuptlingstochter fällt nach vorne, und da ist er auch schon, um sie aufzufangen. "Grad noch mal gut gegangen, was?" grinst er. "Ich bin Peter Pan, falls du es noch nicht weisst." Amanda als Tigerlilli hat ja schon gestaunt, dass Edi plötzlich so stark ist, dass er sie durch die Lüfte tragen kann, als wäre sie ein Federchen.
Inzwischen knabbert das Krokodil fröhlich am Piratenschiff von Kapitän Haken.
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Als Edi mit Amanda im Indianerdorf ankommt, freuen sich natürlich alle, die Tigerlilli und Peter Pan heil wieder zu sehen. "Da schaut, ich habe sie gerettet!"
Ein grosses Freudengeheul bricht aus und alle wollen nun ganz genau wissen, wie die Rettung vonstatten ging. Natürlich werden Miezi, ihren Brüdern und den verlorenen Jungs sofort die Fesseln abgenommen.
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Der Indianerhäuptling ist über die geglückte Rettung seiner Tochter so glücklich, dass er augenblicklich ein grosses Fest ausrufen lässt, was sich Indianer natürlich nicht zweimal sagen lassen. Es dauert nicht lange und sie tanzen alle ausgelassen um das indianische Lagerfeuer herum. Die zwei kleinen Brüder von Miezi hüpfen, über alle Massen beglückt, auf und ab und hin und her. Was gibt es denn Schöneres, als mit Indianern einen Freudentanz aufzuführen?  Wendy allerdings ist etwas enttäuscht, weil sich Peter Pan von den Indianern so feiern lässt und sich gar nicht mehr um sie kümmert.
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Aber noch jemand ist eifersüchtig. Myriel fliegt zu den Piraten und verrät ihnen Peter's Versteck. " Es ist der alte Maulbeerbaum am Anfang der Lagune. Ihr dürft aber Peter nichts tun, nehmt nur diese Wendy mit ihren Brüdern." Jetzt wissen die Piraten Bescheid. Die kleine verräterische Myriel wird vom Kapitän höchstpersönlich in ein Einmachglas versetzt. "Ihr kümmert euch nun mal um diese Wendy mit ihren Jungs."  Myriel ist gefangen. Jetzt kann sie Peter Pan nicht mehr helfen.
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Nachdem die Piraten die Information haben, wo Peter Pan's Versteck ist, nehmen sie gleich Wendy und ihre Brüder in Gewahrsam. "Fesselt auch die kleinen Jungs, Matrosen können wir immer brauchen."
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Der Kapitän Haken schwelgt in seinem Triumph. "Dann haben wir ja nun fast alle, fehlt nur noch dieser gefitzte Flötenspieler!" Das Krokodil schaut schon ganz misstrauisch. "Stimmt, ich habe Peter Pan noch nie Flöte spielen gesehen!" So sind eben die Märchen. Aber jetzt wird es ja gleich sehr dramatisch.
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Kapitän Haken hat jetzt alle gefangen genommen, ausser Peter Pan. Und gerade auf den ist er am meisten wütend, weil er immer seine Pläne durchkreuzt.
Passt auf, wir schicken ihm nun ein kleines Geschenk.
Der böse Kapitän Haken will tatsächlich eine Bombe in ein Geschenkpapier wickeln.
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Er stellt den Wecker auf 6.00 Uhr, genau dann soll die Bombe hochgehen. "Das ist dein Ende, Peter Pan, diesmal trickst du mich nicht aus." Der Kapitän sucht noch jemanden, der schöne Schleifen binden kann. Anschliessend brauchen sie Miezi, die für Edi noch ein Briefchen schreibt.
Stellt euch vor, ihr bekommt einen Brief oder eine Nachricht von jemandem, dabei ist es jemand ganz anderes, der den Brief oder die Nachricht geschickt hat. Schauder, aber mal nachdenk!
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"Du schreibst jetzt, was ich sage!" Gonni, der Haken brüllt der armen Miezi dermassen in die Öhrchen, dass ihr fast die Feder von der Pfote fällt. Im Hintergrund sind auch genügend Pistolen-Männer, die Miezi dazu verleiten, einfach nur noch zu tun, was die Erpresser wollen.  "Sehr schön, mach noch ein paar Herzchen drauf, dann fällt der Idiot sicher darauf rein!"
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Das Paket geht auf die Reise. Der oberste Piratenaffe übernimmt den Transport sogar persönlich. Gleich wird eine Bombe in Peter Pan's Versteck hoch gehen, und er hoffentlich mit. Kapitän Haken legt sich genüsslich in seine Kajüte und bestellt eine Runde Schellfisch beim Smutje. Als eine grosse Welle das Schiff etwas ins Wanken bringt, schlägt das Einmachglas, in dem Myriel eingesperrt ist, an der Bordwand auf, und der Deckel lockert sich ein wenig. Myriel ist in Angst und Sorge um Peter Pan, denn sie hat das mit der Bombe gehört. Sie schaukelt gegen das Glas bis es umkippt.
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Endlich kann sie Peter warnen. Sie fegt im Sauseflug über das ganze Land. Vor lauter Aufregung verfängt sie sich noch in einem gossen Spinnennetzt, man muss bedenken, sie ist ja nur eine ganz kleine Fee..... aber sie kommt zu spät. Peter Pan hat das Paket bereits entdeckt. "Oh, von Wendy, warum ist sie nicht selber gekommen? Warum erst um 6.00 Uhr? Naja, wenn es eine Überraschung ist, dann ist es eben eine Überraschung!
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"Immer noch eine halbe Stunde bis 6.00 Uhr. Ich bin doch so neugierig, aber, wenn es eine Überraschung ist, sollte ich mich beherrschen!"
Jetzt fliegt Myriel herbei, sie verliert doppelt so viele Funken wie normal, und Edi wird fast zugedeckt von ihrem Feenstaub. "Das ist eine Bombe, geh in Deckung." Edi wundert sich zwar, warum er sich nicht gewundert hat, weil das Zeug tickt, aber jetzt folgt er seiner kleinen guten Fee ins Freie. Dann macht es Bumm.
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Eine herzzerreissende Explosion ist erfolgt. Myriel sowie Edi sind in verschiedene Richtungen gespickt. "Myriel, lebst du noch?" Von der kleinen Fee kommen nur noch ganz kleine Blinkzeichen, sie werden immer schwächer.  "Myriel, bitte, du darfst mich nicht verlassen, ich bin's, Peter, komm zu mir zurück, ich bin dir auch nicht mehr böse!" Die kleine Fee schlägt schuldbewusst die Augen auf und fängt herzzerreissend an, zu weinen. "Ich wollte doch das alles nicht, jetzt haben sie Wendy und die Jungs auf dem Schiff, sie werden alle... schluchz."
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Peter verliert natürlich keine Sekunde, um nach dem Piratenschiff zu sehen. Während rund um das Schiff die Krokodile kreisen, hat Kapitän Haken nun alle aufgefordert, über die Planke zu gehen. "Sollen wir dir die Augen verbinden?" fragt Gonni spöttisch, bewundert aber innerlich schon den Schneid, den so eine kleine Mieze aufbringt, um über die Planke zu gehen. "Es kommt kein Peter Pan, um dich zu retten, denn der fliegt gerade in diesem Moment mit meiner Bombe meterhoh in die Lüfte.
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Was Miezi genau denkt, als sie über die Planke marschiert, ein Pfötchen vor dem anderen, wissen wir nicht. Aber sie muss das Märchen kennen, denn sonst hätte sie ja Angst, ins Wasser, ins Krokodilmaul oder überhaupt ins Nichts zu fallen. So ganz blöd ist sie ja auch nicht. Sie hat gesehen, wie im Hintergrung eine grüne Sternschnuppe angefegt kam, da hat sie den Schritt gewagt, und Peter Pan hat sie heldenreich aufgefangen. "Pssst, die kriegen gleich noch eine Überraschung da oben!" Auf dem Schiff wundert man sich, warum es nicht geplatscht hat, als Miezi runterfiel.
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"Wahrscheinlich ist sie gleich schon vom Krokodil verschluckt worden, ha, ha, also, der Nächste!" Kapitän Haken guckt sich um. "Der Nächste bist du, Gonni, der Haken, jetzt bin ich nämlich da, und es ist aus mit deinem Schiff. Tatsächlich schafft es Edi im richtigen Moment, den Käptn so aus der Fassung zu bringen, dass er über Bord fällt. Auch die anderen Piraten hüpfen vor Schreck in die Fluten.  "Es ist jetzt unser Schiff, Jungs!" Es folgt ein Juhuh-Geheul nach dem anderen!
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Lustig ist es, wie nun die zwei Krokodile den Gonni herumschleudern. Der Kapitän ist bei dem ganzen Gefecht im Wasser gelandet, und hier wartet man ja schon lange auf Kapitän Haken. "Nimm du ihn mal auf die Schnauze. Ha, ha." - "Danke, kannst ihn wieder haben." schwupp und schwupp. Der arme Gonni. Peter Pan hat das Seeräuberschiff geentert. "Los, jetzt fahren wir einmal rund um Nimmernimmernimmerland..." Peter wirft das Schiffssteuerrad herum wie einen Fächer, da kommt von hinten Wendy. "Peter, bitte, sei nicht enttäuscht, aber wir möchten gerne wieder nach Hause."
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Peter ist natürlich enttäuscht, aber er reisst das Steuer in letzter Sekunde herum und schon sind sie wieder in dieser kalten Stadt im Norden, wo man von Indianern und Piraten nur träumen kann. "Danke Peter, sei nicht böse, es war alles etwas viel, vielleicht kommen wir ein andermal gerne wieder mit." Peter staunt über Miezi's Sachverstand und lässt ihr den Wunsch frei. "Ich komme sicher wieder, ich höre gerne deine Geschichten und sitze immer vor dem Fenster!"
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 Die verlorenen Jungs haben sich auch im Zimmer von Wendy und ihren Brüdern umgesehen. Sie fanden Lego, kleine Autos und weiche Betten zwar toll, aber schlussendlich sind sie doch in letzter Sekunde wieder bei Peter Pan aufgehüpft. "Lebt wohl, ihr wisst ja jetzt, wo ihr uns findet. Auf der Insel Nimmernimmernimmerlang. Bis bald.
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Wir haben vergessen, zu schreiben, dass sich die Eltern von Wendy und ihren Brüdern am nächsten Tag schrecklich gefreut haben, dass sie noch da sind und das Kindermädchen durfte auch wieder wachen und aufpassen, weil Kinder ja am besten nie erwachsen werden sollen, und auch Erwachsene immer Kinder bleiben dürfen.

 
Peter Pan
"Nanu? Edi, heute nur Zettel, kein Buch?" Laura, Harry und Miezi wundern sich. "Wir brauchen für diese Geschichte kein Buch, denn die kennt sicher jeder von euch in und auswendig. Wir spielen Peter Pan."  Da kommt ein Krokodil vor, ein Indianerdorf, eine Seeräuberbande, Feen, Meerjungfrauen und fliegende Kinder, kurz, alles, was man braucht, um eine spannende Geschichte zu machen." Sogar die Narzissen nicken alle mit den Köpfen. "Na schön, Edi, geh' dich schon mal umziehen, du bist der beste Peter Pan, den man sich denken kann. Ein Junge, der nie erwachsen wird."
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Edi ist schon fast um die Ecke, da ruft ihm Laura noch nach. "Deinen neuen KASCHMIRPULLOVER musst du für die Darstellung von Peter Pan nicht anziehen, ha, ha!" Man bespricht nun eingehend die Rollenverteilung. Das Krokodil ist schnell gefunden. Es ist das einzige, das immer das Maul offen hat. "Du müsstest noch einen Wecker verschlucken, wenn es geht. Du machst nämlich immer Tik-tak, wenn du angeschwommen kommst." "Ja, genau wie eine Bombe, das ist dann immer spannend, wenn das Geräusch ertönt." Harry runzelt die Stirn. Er war gerade im Zoo von O. Da hat ihm das Krokodil leid getan. "Du kannst ja auch nur so tun, als hättest du einen Wecker verschluckt."
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Peter Pan heisst der Held dieser Geschichte, manchmal sagt man ihm auch einfach Edi. Er hat immer eine kleine Fee bei sich, das ist Glöckchen oder Myriel. Mit ihrem Feenstaub überrieselt, kann einjeder das Fliegen lernen. Peter sitzt jeden Abend gut getarnt vor dem Fenster von Miezi und hört den Geschichten zu, wenn sie ihren Brüdern etwas vor dem Einschlafen erzählt. Männi möchte immer Indianergeschichten hören. Beim kleinen Emil hingegen sollten es immer Piraten sein. An diesem speziellen Abend erzählt Miezi gerade von einem Krokodil, als es an der Türe klopft und ihre Eltern hereinstürmen.
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"Wir kommen nur schnell Gutenacht sagen, wir gehen noch auf eine Party, Papa und ich." säuselt Hefe und sieht Miezi am offenen Fenster sitzen. "Komm runter, Schätzchen, und erzähl den Jungs nicht immer solche Märchen, sie sollen ja schlafen und nicht schlecht träumen." Die Kinder von Mr. und Mrs. Darling, wie sie im Original heissen, haben auch ein Kindermädchen. Das ist eine grosse Bernhardinerdame, die immer aufpasst, dass nichts passiert.  "Papa findet, du solltest endlich erwachsen werden, Miezi, da braucht man keine Märchen und auch kein Kindermädchen mehr."
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Miezi ist aber gerne MAERCHENERZAEHLERIN und ist zutiefst empört, als die Mutter kurz entschlossen das Fenster schliesst. "Aber von dort kommen die ganzen Ideen für die Märchen." protestiert Miezi. "So, das Fenster ist zu, und wir gehen jetzt. Den Hund nehmen wir auch grad mit, den braucht ihr nun nicht mehr, ihr seid ja schon gross."
Die Eltern verschwinden durch die Tür und ein seltsames Gefühl verbreitet sich im Raum.
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"Hast du gehört, Emilchen, wir sind jetzt schon gross, uns muss man keine Märchen mehr erzählen. Dabei war es grad so spannend, als Miezi geschildert hat, wie ein Krokodil dem Kapitän die Hand abgebissen hat." Die zwei kleinen Brüder von Miezi wollen ganz und gar nicht gross sein, wenn sie dann keine Märchen mehr hören dürfen. Auch Miezi überlegt. Da hören sie plötzlich ein Knarren am Fenster. Sie erkennen Peter Pan natürlich nicht, denn er hat bisher immer nur versteckt zugehört. Aber nun, nachdem ihn alle gesehen haben, muss er sich zu erkennen geben.
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"Hat jemand von euch meinen Schatten gesehen? Euere Mutter schloss so schnell das Fenster, da hat sich irgendwo im Fensterrahmen mein Schatten verfangen." "Du siehst aber lustig aus." findet Emil. Bist du ein Radieschen oder ein Elf?" "Ich bin Peter Pan, komme aus Nimmernimmernimmerland und werde nie erwachsen." Die Brüder und auch Miezi sperren Mund und Augen auf. "Aber du kannst fliegen?" "Ja, meine kleine Fee Myriel hat so viel Feenstaub an ihren Flügeln. Eine Prise genügt, und man kann damit bis Afrika fliegen."
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Peter Pan erzählt nun noch viel von seinem Nimmernimmernimmerland und alle hören andächtig zu. "Es ist wunderschön dort, es gibt ein Indianerdorf, einen dicken grossen Maulbeerbaum, dort wohne ich mit meinen Jungs, dann hat es eine Lagune mit Meerjungfrauen...." Miezi schaltet sich überrascht ein. "Was sind das denn für Kinder die bei dir wohnen? Sind es deine Brüder?" "Wisst ihr was, kommt doch einfach mal mit, dann zeige ich euch alles, aber erst brauche ich noch meinen Schatten." Miezi guckt im Raum herum. "Ist es der da?" Ein kleines zusammengerolltes graues Klümpchen hüpft aufgeregt auf und ab. 
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Peter Pan erzählt nun noch von seinen verlorenen Jungs, die alle keine Mutter haben und bei ihm wohnen. Während  Miezi nun Peter Pan's Schatten vorsichtig wieder an seine Fusssohlen näht, seufzt sie "Die armen Jungs haben kein richtiges Zuhause." Im Hintergrund schüttelt sich die kleine Fee von Peter Pan. Von ihrem STERNSCHNUPPENSCHWEIF lösen sich gleich viele glitzernde Partikel, die im ganzen Zimmer herumfunkeln. Aber Myriel runzelt ihre kleine Stirn und findet es gar nicht gut, dass sich Peter nun für andere als sie interessiert. Trotzdem entschliessen sich alle, gemeinsam einen nächtlichen Ausflug nach Nimmernimmernimmerland zu machen.
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"Ich hätte nie gedacht, dass Fliegen so schön ist!" Sie befinden sich gerade auf dem Landeanflug auf Peter's fantastische Insel, als sie von ein paar Kanonenschüssen erschreckt werden. "Ach, das ist nur Gonni Haken, der Seeräuberhauptmann, der spinnt manchmal. Macht euch keine Sorgen." Aber dieser Kapitän ist nicht sehr gut auf Peter Pan zu sprechen. Das hat alles etwas mit einem Krokodil und seiner Hakenpfote zu tun. "Los, noch eine Salve!"
Jetzt wird es langsam brenzlig oben auf der Wolke. Dabei sind die zwei Brüder von Miezi begeistert.
"Hast du gesehen, Männi, Piraten, richtige Piraten, sogar mit Kanonen und einem Schiff!"
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"Los, ballert die Wolke ab, auf der sie hocken. Die dürfen uns nun nicht stören, wir haben Wichtigeres zu tun." Tatsächlich haben Gonni's Leute nichts besseres vor, als die Häuptlingstochter Tigerlilli zu entführen. Die Indianer kennen viele Verstecke, in denen tolle Schätze lauern, die Piraten wollen natürlich wissen, wo sich die befinden. Das ist ein Kampf, der schon viele Generationen auf der kleinen Insel Nimmernimmernimmerland herrscht. Edi als Peter Pan trifft eine Entscheidung: "Los, Myriel, du bringst meine Gäste sicher runter in unser Versteck, ich kümmere mich kurz um die Piraten. Wir sehen uns später!"
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Also rechtsumkehrt. Während Peter in die eine Richtung fliegt, saust die kleine Fee in die andere. "Folgt mir!" sagt sie knapp, saust dann aber so schnell los, dass ihr die anderen fast nicht mehr folgen können. Mit knapper Not schaffen es Männi und Emil noch auf einem merkwürdig verzweigten Baum anzukommen. der noch dazu so viele Löcher, sprich Eingänge hat, dass man wirklich nicht weiss, wo die Türen sind. Miezi ist irgendwo hinten in einem Gestrüpp gelandet. Man hat verzichtet, davon ein Foto zu machen
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"Die Eingangstüre ist ganz einfach, da kommt man auch durch, wenn man zu dick ist." Der rote Hagen von den verlorenen Jungs zeigt Männi und Emil gleich mal den Trick, wie man in die Höhle reinrutschen kann. "Du legst dich einfach so, flach, dann Hände an die Seite, Daumen hoch und dreimal schniefen, und schwupp bist du unten." Männi kann es kaum erwarten, auszuprobieren. "Dreimal schniefen, und....." Tatsächlich.  Als letzter kriecht auch noch Emil in die Baumritze und kommt unten in dem gemütlichen Versteck von Peter Pan an.
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"Los, erstmal Vergissmeinnichttrank zum Anstossen!" Sie haben zwar nur drei Gläser, aber deshalb stossen sie einfach öfter damit an, dass der Saft nur so herumspritzt und alle richtig gute Laune bekommen. Inzwischen hat Peter Pan mit dem Kapitän vorübergehenden Waffenstillstand geschlossen und die Miezi in ihrem Gebüsch gefunden. "Komm, bevor wir zu den Jungs gehen, zeige ich dir noch die Meerjungfrauen-Lagune, die wird dir sicher gefallen." 
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Aber heute ist offenbar nichts so, wie es sein sollte. Die Meerjungfrauen sehen sehr besorgt aus. "Man hat die Tigerlilli gestohlen und an den Totenkopffelsen gefesselt. Wenn die Flut kommt, wird sie ertrinken. Wir können leider nichts tun, wir haben selber Angst vor Gonni, dem Haken, und das Krokodil hat auch nicht immer gute Laune. "Lasst den Kopf nicht  hängen, Ladies!" zwitschert Peter Pan "Komm, Wendy, äh, Miezi, wir kümmern uns darum."
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Tatsächlich hat Gonni, der Haken, bereits die Amanda alias Tigerlilli gekapert. "Die ist auch ziemlich blöd, wenn sie einfach so frei rumläuft. Ha, ha, das war ein leichtes für meine Piraten."  Ebenfalls ein Leichtes ist es für das Krokodil, den Piratenkapitän zu ärgern. Aber Ballo, der Smutje kann es recht gut mit dem bösen Reptil. Er klopft ihm immer hinten eins mit dem Fleischhammer und vorne wirft er ein paar Nudeln hin, dann ist er das Vieh für eine Weile los. Wenn es nicht einfach nur um das Schiff herumschwimmt und von hinten wieder kommt.
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Gonni, der Haken, und seine Piraten haben also die Indianer-Häuptlingstochter Tigerlilli gekidnappt. Sie müssen jetzt rudern, denn in diese abgelegene Lagune führt sie kein Wind. "Wir fesseln sie dort drüben an den Felsen. Dann stellen wir dem Indianerhäuptling das Ultimatum. Entweder er verrät uns sein Geheimnis oder seine Tochter wird bei zunehmender Flut leider mit Wasser zugedeckt. Hoa, hoa!" Es zieht ein ungemütlicher Wind auf. Man befindet sich nämlich genau vor dem Totenkopffelsen.
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Der hübscheste der Piraten geleitet Tigerlilli auf einen Felsvosprung. "Hau ab, du hässlicher Seeräuber, ich kenne den Felsen, gleich kommt das Krokodil und wird dich mit einem Schnapp verspeisen!" Naja, so Indianer-Häuptlingstöchter sind eben manchmal ziemlich frech. Aber auf dem Totenkopf-Felsen ist es nasskühl und auch Amanda bekommt feuchte Füsse. Aber sie ist eben ein richtiges Indianermädchen und kennt keine Angst.
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"Wir dürfen nicht vergessen, dass wir uns am Totenkopf-Felsen befinden, Kapitän, da gilt kein Ahoii und Fürio mehr, da geht es ums blanke Überleben. Gonni schickt erst mal den Koch in die Kombüse. "Mach uns mal ne starke Totenkopfsuppe, Smutje, dann reden wir weiter. "
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Das Krokodil hat inzwischen seine Rolle begriffen und hüpft nach allem, was sich bewegt oder irgendwie die rote Farbe an sich hat. Warum die Häuptlingstochter geklaut wurde, wissen wir ja jetzt, aber nicht, wie traurig es zur selben Zeit in dem Indianerdorf zu geht. Obwohl es ja Gonni, der Haken, war, der die Tigerlilli entführt hat, ein schwieriger Punkt ist noch die kleine Myriel, die eine Riesenwut auf Miezi hat, weil sie denkt, sie würde ihr Peter Pan wegnehmen. Sie fliegt schnurstracks zu den Indianern und verkündet. "Es waren nicht die Piraten, die Tigerlilli entführt haben, es sind die neuen Freunde von Peter Pan."  Die Indianer glauben in ihrer Trauer Myriel natürlich alles.
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"Kommt mit, ich habe Beweise." lügt die verzweifelte Fee und flattert herum wie ein lügender Funkenball. Aber die Indianer glauben ihr. "Die Neuankömmlinge haben euere Indianerprinzessin entführt. Sie sitzen jetzt mit den verlorenen Jungs im Hauptsitz von Peter Pan. Wenn ihr wollt, führe ich euch hin!" Die Indianer folgen jeder Spur, um ihre Häuptlingstochter wiederzufinden, und Myriel geleitet tatsächlich aus lauter Eifersucht zwei der ausgebildetsten Indianern in das Versteck von Peter Pan.
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"Es ist nur eine Felsspalte und es bedarf eines Tricks."  Die Indianer schauen ungeduldig. "Wir brauchen keine Tricks, mach einfach die blöde Türe endlich auf." Jetzt muss sogar Myriel lachen, obwohl sie eine Verräterin ist. "Flach hinlegen, dann Daumen hoch und dreimal tief schniefen, dann rutscht ihr von selber rein."
Hagen von den verlorenen Jungs hat ein Geräusch gehört. "Das hört sich aber nicht nach Wendy oder Miezi an, das ist was Ungemütliches!"
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Mit unheimlichem Gehabe treten zwei Indianer in die Stube. Alle Jungs erschrecken, nur Männi freut sich. "Oh, echte Indianer, welche Ehre, ich wollte immer schon solche wie euch kennen lernen!" "Ihr werdet nun alle gefangen genommen, weil ihr die Häuptlingstochter Tigerlilli verschleppt habt."  "Aber das haben wir doch gar nicht." Mabigrau will sich zur Wehr setzen, aber sie haben alle keine Chance gegen die mit Stricken und Messern bewaffneten Indianer.
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Sowohl die verlorenen Jungs wie auch die zwei Brüder von Miezi werden erbarmungslos ins Indianerdorf geschleppt, gefesselt und an den Marterpfahl gebunden. "Das ist ein Irrtum!" schreit Miezi, und auch Peter Pan wackelt mit dem Kopf. "Das könnt ihr nicht machen! Die Tigerlilli haben die Piraten entführt, nicht wir."  "Aber deine Fee war hier und hat uns gesagt, dass es Wendy und ihre Brüder waren.."  Peter Pan ist ganz ausser sich. "Ihr seid wirklich nicht gescheit, wenn ihr alles glaubt, was man euch sagt." 
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Aber die Indianer bleiben hartnäckig. "Bevor Tigerlilli nicht wieder da ist, bleibt ihr alle unsere Gefangene!" Edi, als Peter Pan. kann sich gerade noch los reissen und in die nächste Gefahr stürzen. Er muss die Tigerlilli von ihrem Totenkopffelsen runterholen und ganz sicher diesem fiesen Gonnihaken noch ein kleines Gefecht geben.
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Bitte Schnorbert nicht zu ernst nehmen.......

 
Extra-Blaff
Diese Woche kommt Käptn Graubär zu Schnorbert auf Besuch. "Was hast du ausgefressen, dass sie dich zu mir schicken?" fragt der Gastgeber erstmal etwas skeptisch. "Ich bin ganz freiwillig gekommen, denn du nimmst kein Blatt vor den Mund, und das gefällt mir. Was werden wir denn Tolles anstellen?" Käpt Graubär bestaunt die Torte, die vor ihnen steht, aber noch bevor sich die zwei einig werden können, werden sie lautstark unterbrochen. "Hyyyäääh, He, he, he, tut mir leid, ich muss euer Kaffekränzchen beenden. Wir spielen noch zuerst den Zoo von O. zu Ende.
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Wir erinnern uns, dass Alinka und Harry den Onkel Possi im Hyänengehege gefunden haben. "Diese freche Bande hat mich erpresst, ich musste ihnen alles versprechen, und dann haben sie mich trotzdem eingesperrt und den ganzen Nachmittag Redetrank getrunken. Wahrscheinlich sind sie jetzt beschwippst." Die Hyänen sollen sich nun also im Zoo-Restaurant vergnügen. Sie versuchen die Türe zu öffnen, leider vergebens. "Schau, Onkel Possi, wir haben so viele Schlüssel gesammelt, einer wird doch sicher passen. Leider nicht. Harry hat eine Idee. 
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"Wartet hier, ich bin gleich wieder da. Ich hole Verstärkung." Wozu ist man schliesslich in einem Zoo mit starken Tieren, wie zum Beispiel Elefanten. Harry kann Jumbo überreden, mit ihm zur Eingangstür des Restaurants zu kommen. "Die Türe ginge eigentlich nach innen auf, aber sie haben sie verrammelt, ich kann versuchen, sie nach aussen zu öffnen." Alinka schaut den Elefanten bewundernd an. "Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, auf welche Seite man eine Tür öffnet." Wumms. Jumbo liegt auf dem Rücken und mit ihm die Türe.
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"Ich muss euch aber warnen, es ist kein schöner Anblick, den ihr da drinnen vorfindet. Ich glaube, die Hyänen sind verrückt geworden." Harry, Onkel Possi und Alinka trifft fast der Schlag bei dem Anblick. Die Hyänen hüpfen kreischend im ganzen Restaurant herum. Sie bewerfen sich mit allem, was sie in die Pfoten bekommen und stopfen gleichzeitig alles ins Maul, was sie finden. Und mit vollem Maul können sie sogar noch jappsen und lachen. "Oh schaut mal, da kommt ja der Onkel. Der möchte sicher etwas Sahne auf dem Kuchen." He he he drückt auf die Sprühdose.
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Während die Schlagsahne durch den Raum fliegt, ertönt erneut schauerliches Gelächter von mindestens zwanzig Hyänen. "Die sind besoffen, da hat es keinen Sinn, mit ihnen zu reden." weiss der Onkel. Aber wir können sie vielleicht doch irgendwie besänftigen.  "Hört mal alle zu," Onkel Possi bekommt rote Backen vor Aufregung. "Im Garten draussen findet eine noch grössere Party statt, wie wäre es, wenn ihr alle mal nachschaut, wer dort die Hilliebilliesongs spielt!"
Einige der Hyänen liegen schon wieder vor Vergnügen auf dem Rücken und zappeln mit den Beinen in der Luft herum.
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"Wir müssen ihnen Zeit lassen. Aber wenn erst mal eine nach draussen geht, werden ihr alle folgen, da bin ich sicher." Harry öffnet schon mal die Tür, ah, nein, da ist ja gar keine mehr. "Kommt, Freunde, es ist Tag der offenen Tür heute." Endlich lockt ein Sonnenstrahl auch die letzte Festnudel aus dem zoologischen RESTAURATIONSBETRIEB. Es sieht zwar schon leicht nach Verwüstung aus, aber das meiste kann man noch retten. Der Onkel verspricht nun allen Zootieren die Freiheit. "Natürlich, nur, wenn ihr wollt." Tatsächlich gehen einige schnurstracks in ihre Wohnungen zurück.
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In dem ganzen Zoo-Treiben darf man Schnorbert und Käptn Graubär natürlich nicht aus den Augen lassen. "Wir könnten ja einen AUGENKLAPPENVERLEIH eröffnen." scherzt Schnorbert. "Ha, ha, ha, nein, aber du bist doch der beste, wenn es darum geht, eine freche Schnauze zu haben, warum machen wir nicht eine Zeitung auf?" "Genau, Käptn, Schnaugrauz, äh Grauschnauz, jetzt bin ich ganz durcheinander, das ist es. Das ist voll das, was wir machen müssen, diesen Niederkriechern mal zeigen, wo das grosse Leben statt findet. Wir brauchen einen Namen für unsere Zeitung."  Sie gehen ein paar Schritte schweigend nebeneinander her. Der Name liegt schon fast in der Luft.
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"Ich schlage vor, wir nennen es Schnorbert-News!" Schnorbi guckt verträumt geradeaus.  "Es?" Käptn Graubär klopft sich einige Male mit der Faust aufs Knie. "Ich bin ganz aufgeregt, sorry, das mache ich sonst nur, wenn ich ein gutes Blatt beim Pokern habe." "Warte, das ist es." blafft Schnorbert zurück, wir nennen unsere Zeitung Extra-Blaff, das hat hat zwar nichts mit Bluff zu tun, aber mit blaffen! Ha, ha. Jetzt brauchen wir Sekretärinnen!"
Jobsuchende gibt es auch in Gugellandia genug.
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Schnorbert findet, Sekretärinnen müssten schwarzweiss sein. "Sie dürfen höchstens rote Finger- oder Zehennägel haben, ha ha ha." Käptn Graubär findet, sie müssten auch eine gute Figur haben und gut Schreibmaschine schreiben können. "Was?" Giselle guckt entsetzt! "Ihr seid völlig veraltet mit eueren Ansichten!" erklärt sie den zwei Jung-Redakteuren. "Erstens rühren wir keinen Finger, wenn es keinen Kaffee-Automaten hat, zweitens wollen wir mitbestimmen und drittens um halb 5 nach Hause gehen."
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Da man in einer Redaktion notgedrungen jemanden braucht, der die Tastatur beherrscht, willigt Schnorbert ein. "Gut, ihr schreibt einfach alles auf, was die Reporter reinbringen, ich treffe dann die Auswahl, dann könnt ihr alles nochmal schreiben. Ach ja, Reporter brauchen wir ja auch noch."  Käptn Graubär verhandelt immer noch mit Giselle wegen einem Kaffeeautomaten. Inzwischen haben sich drei mutige Reporter eingefunden. Tobi, ein gewissenhafter Feld-Wald- und Wiesenjournalist. Dann Ahuii, der fliegende Reporter und schliesslich Konstantin, das absolute Gegenteil von einem Grünschnabel.
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Die Geräte werden in Betrieb genommen, jeder hat seinen Arbeitsplatz und wartet auf den ersten Artikel. Giselle hat es durchsetzen können, dass als allererstes ein Kaffeeautomat angeschafft wird, denn sonst läuft ja bekanntlich nichts. "Hallo, Giselle, ich bin Ahuii, Aussenreporter, ich bin immer dort, wo die Fetzen fliegen, also halte dich bereit, ich maile alles rüber, egal ob es dem Alten passt, wir können ja auch noch ein Extramagazin aufmachen, was meinst du, nur du und ich?
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"Ah, du bist die Tippse vom Schnorbert, hätte ich mir denken können, er hat einen guten Geschmack. Oh, sorry, ich bin Konstantin, immer leicht neidisch auf die anderen, dabei wäre, äh, nein, bin ich genau so gut."
Käptn Graubär unterhält sich gerade mit Knipps. Er soll Fotos von den Tatorten machen. Und der erste ist gerade gefunden. "Wir befinden uns hier im Wald." "Das kannst du nicht sagen. "Wir stehen hier am Ende des Waldrandes"  Nein, nochmals: "Hier, am Ende der Welt sind wir auf Vorkommnisse gestossen, die sich keiner vorstellen kann."
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"Alle bereit zum Schreiben? Unsere Aussenreporter haben etwas Sensationelles aufgestöbert!" In der Redaktion verschlägt es allen den Atem. "Das sind ja richtige Raupen! Nein, das sind Rauben, sie suchen etwas. Wie heissen die?" Giselle hat schon das Internet rauf-und-runter abgesucht, nichts gefunden. "Sucht was anderes, die sind ja süss, aber keine Zeit, es kommt schon der nächste Beitrag rein. "Aufstand in Nieswurzenheim. Sie wollen alle nur nach Westen schauen. Die Nachbaren rasten aus."
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Tobi ist mitten drin in seiner Reportage, da wird er über Kopfhörer ausgebremst. "Tobi, das ist total uninteressant. Kein Schwein interessiert, was die Nieswurzen denken." In der Redaktion häufen sich die zerknüllten Notitzen und immer mehr konzentriert man sich auf das Wesentliche. Das ist nicht überall so.
"Da schaut, der Tobi ist wirklich ein Bruchpilot, jetzt ist er auch noch dem Grünling an den Karren gefahren!"
Nur Mucki lässt sich noch nicht von ihrem Text abbringen und hämmert weiter in die Tasten.
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Tatsache ist: Grünling giesst seine Veilchen. Da kommt Tobi von unten und schreit hinauf "Hey, Grünling, Zeit für ein Interview?" Grünling erschrickt, und das Gewicht der Giesskanne zieht ihn nach hinten, er purzelt und landet etwas ungalant neben einem Blumentopf im Freien. "Wie geht es ihnen nach dem Sturz? Glauben Sie, sie können je wieder wie früher werden?" "Ihre blöde Zeitung werde ich verklagen, man kann sich doch nicht einfach hinter einem Busch verstecken und harmlose Bürger erschrecken!"
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"Grünling ist ausser sich, wir haben unseren ersten Prozess am Hals. Immer noch besser als ein Abszess, haha" Ahuii stürzt sich nun auch ins Weltgeschehen. Inzwischen ist der Lektor eingetroffen. Ein Lektor muss alle Texte lesen, damit es keine Fehler mehr darin hat. Das ist eine sehr schwierige Aufgabe. Man hat Hannibal Lektor dafür auserkoren. Weil er nur ein Ohr hat, sieht er dafür auf allen Augen besser. "Zuerst brauche ich aber einen Kaffee!"  
Er hat die Redaktion nicht gerade in höchsten Tönen gerühmt, er ist mit dem Rüssel im Automaten stecken geblieben.
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Die Reporter werden nun auf den Weg geschickt. Als erster startet Ahuii. Er findet ein Prinzessinnengewand und meldet dies sofort der Redaktion. "Das kannst du wegwerfen, das ist nur ein Stück Stoff, das sie vergessen haben." Die Sekretärinnen tun, was sie können. Ahuii schleppt sein Prinzessinnengewand noch bis zur nächsten Mülltonne. "So ist das Journalistenleben. Nichts ist von Dauer!"
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"Hallo, Zentrale, ich habe etwas Neues entdeckt. Hier haben schon die Babilonier gekokst, schickt Fotografen vorbei, ich stehe vor einem Riesenklumpen." Was Ahuii meint, weiss natürlich niemand, denn er ist auch piratischen Geblüts und übertreibt immer ein wenig. "Was, ich übertreibe nicht, ich habe ein mehrstöckiges Haus vor mir, völlig ausgebrannt, wahrscheinlich kein einziger Überlebender. Gefällt euch die Geschichte?"
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Tatsächlich hat Ahuii einen Wildbienenstock oder ein verlassenenes Wespennest aufgestöbert. Aber es nützt natürlich alles nichts, wenn man dazu nicht noch die passende Story hat. "Die Welt geht unter, alles flüchtet, keiner will mehr überleben!" Ahuii ist ein Schlitzohr, das wissen wir, er schickt das Vögelchen weg von seinem Nest und sagt. "Hol dir hinten deine Gage ab, ich will mich nur schnell mit deinem Nest fotografieren lassen. "Hier werden in wenigen Minuten die neusten Frühlingsvögel geboren, na, was sagt ihr, Extra-Blaff hat eben auch immer wieder schöne Nachrichten."
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Die Zeitungen verkaufen sich gut. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sie gratis sind. Aber das muss man ja nicht an die grosse Glocke hängen. Konstantin sitzt noch zappelnd in der Redaktion herum. "Also, dann mache ich mich mal auf die Jagd nach Neuigkeiten." Konstantin findet ein merkwürdiges Loch im Sand und kontaktiert sofort die Redaktion. "Hör mal, Konstantin, du kannst uns nicht wegen jeder Schleifspur kontaktieren, such was Reportables.
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Konstantin findet an allen Ecken Dinge, über die man hätte reden können. Aber die Redaktion will grosse Taten haben. Zum Glück gibt es Edi. Der beteiligt sich gerade an einem Wettkampf um einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde.
"Man muss die Schokolinsen übereinanderstapeln, das ist die Herausvorderung." Er guckt mit anziehendem Blick in die Runde, aber es scheint sich niemand mit ihm messen zu wollen. Versucht mal, drei runde Schokolinsen... hmmm, aufzuessen. Edi hat seine Meinung im letzten Augenblick geändert.
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"Ich, Keck, der gugelländische Controller, werde darüber nachdenken."  Es gibt auf der Reporterseite noch viele Aufsehen erregende Erreignisse. Konstantin findet zum Beispiel den Kopf, besser gesagt den Skalp, nein, noch schlimmer, nur noch den Knochenschädel eines Keilers.  "Ich schalte dann zurück ins Studio!"
So Reporter haben es eben nicht leicht.
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In der Redaktion sind sie schon am Verzweifeln. "Was soll das denn jetzt?" Konstantin schlägt sich noch kurz vor REDAKTIONSSCHLUSS mit ein paar Enten und ein paar Blättern herum. Niemand kann zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass es sich um den absoluten Gassenhauer dreht. Tagsdarauf ist es in aller Munde. "Ente trifft Ente im Cavolo!" Die Schlagzeilen überwerfen sich, es ist einfach nur bewundernswert, was man mit nichts auf die Beine stellen kann!
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Schnorbert überprüft noch einmal alle seine Mitarbeiter, aber die Zeitung hat sich schon selbständig gemacht. Im ganzen Lande lacht man über die Fotos und freut sich auch über die Peinlichkeiten. Allerdings ist noch immer eine Frage offen. Nützen uns Informationen, die keine sind?
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Die sind schlussendlich allen egal, es zählt das Leben. Stürzen wir uns hinaus ins Leben, grün, wie wir sind und alles um uns rum. Viel Vergnügen..
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Der Zoo von O.
Harry hat eine merkwürdige Nachricht von einem Onkel bekommen. "Ich weiss nicht, was ich davon halten soll, man hat mir nur gesagt, ich solle sofort zum Zoowärterhaus kommen, mein Onkel sei verschwunden." Harry ist ganz aufgeregt und erzählt Alinka davon. "Kommst du mit, nachschauen? Ich trau' mich nicht, allein. Wer weiss, was da passiert ist. Ich kenne diesen Onkel nämlich nicht mal." Alinka beruhigt ihn ein wenig. "Ich habe auch viele Onkels, die ich nicht kenne, aber gerade deshalb sollten wir uns gleich auf den Weg machen. Vielleicht ist er ja wirklich in Gefahr."
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Harry und Alinka gehen los zum Zoowärterhaus. Es liegt weit draussen in der Pampa, ganz verlassen. Rundherum ist nur noch der Zoo. Aber auch von dort ist kein Laut zu hören. "Sehr merkwürdig." findet Harry. Sie klopfen einige Male an die Haustüre. Als sich nichts tut, merken sie. Die Haustüre ist nicht abgeschlossen. "Sollen wir reingehen?" fragt Harry mit zitternden Knien? "Na klar, deswegen sind wir ja hier. Was sie vorfinden, ist auch nicht gerade beruhigend. "Schau, da liegt ein Zettel auf dem Tisch. Aber da hat es viele Löcher drin, als hätte ihn jemand schon im Maul gehabt." Alinka schaudert.
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"Vielleicht hat er auch nur zusammengeklebte PAPIERSCHNIPSEL verwendet, der Onkel." Denn von dem scheint der Brief zu stammen. "Wie kann er uns einen Brief hinterlegen, wenn er gekidnappt wurde? Da stimmt doch etwas nicht." Sie schauen sich ein wenig im Zoowärterhäuschen um. "Da, guck, unter dem Bett ist ein grosser Schlüssel versteckt." Vielleicht ist er wichtig, um den Onkel zu finden, nehmen wir ihn mit." schlägt Harry vor, aber Alinka hat gleich nochmals einen ähnlichen Schlüssel in einem Blumentopf entdeckt.
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"Scheint ja ein lustiger Vogel zu sein, dein Onkel." Alinka hat schon keine Angst mehr und sammelt in der ganzen Wohnung Schlüssel ein. "Da, da unter dem Teppich, da ist sicher noch einer. Ich habe eine Tante, die versteckt auch Hunderternoten unter dem Bettvorleger." Harry kriecht unter den Teppich und muss niesen. "Jetzt müsste man nur noch wissen, wo die Türen zu diesen Schlüsseln sind." "Komm, wir lesen noch einmal den Brief vom Onkel."
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"Da steht, er ist gekidnappt worden und wir sollen aufpassen, vor dem Löwen mit der Maske, dem Affen Zucker geben, dem Krokodil eine Medizin und den Hyänenkäfig flicken. Dann muss noch irgendwo ein Kakadu sein, der uns Rat gibt. Was machen wir jetzt?"  Sie probieren erst einmal alle Schlüssel an dem grossen Schrank im Zimmer aus. Mit Erfolg. Sie haben eigentlich damit gerechnet, dass sie darin den Onkel finden, aber es sind nur ein paar wenige, merkwürdige Sachen. "Da ist ein Fläschchen mit Medizin, das ist sicher für das Krokodil. Dann hat es da eine Zuckerdose, dem Affen müssen wir Zucker geben. Aber was ist das in der blauen Flasche?
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Vor lauter Schlüssel suchen haben sie eine Türe gar nicht bemerkt. "Durch diese Türe sind wir aber nicht hereingekommen, die muss wo anders hinführen. Probier doch schon mal wieder die ganzen Schlüssel aus, Harry, ich finde es schon richtig spannend." Alinka hüpft vor der Türe auf und ab, als gäbe es dahinter eine tolle Überraschung. Tatsächlich kommen sie nun in einen Raum, in dem etwas difuses Licht flimmert, ein grosser Monitor auf sie herabschaut, und im Hintergrund etwas leise krächzt, als würde ein Vogel schnarchen.
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In einem goldenen Käfig sitzt tatsächlich der Kakadu. "Der kann uns Rat geben, steht in dem Brief." freut sich Harry und fragt den aufgeschreckten Vogel erstmal Löcher in den Bauch. Inzwischen versucht Alinka auf dem Monitor etwas zu erkennen. "Es scheint sich um die einzelnen Tiergehege zu handeln. Man kann sie nur hier öffnen. Mit unseren Schlüsseln können wir überhaupt nichts anfangen." Der Kakadu sitzt auch nur da mit offenem Schnabel. "Wir müssen irgend etwas übersehen haben. So kommen wir nicht weiter!"
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Harry und Alinka machen sich zurück zum Eingang vom Zoowärterhaus. Gemeinsam überlegen sie hin und her. "Der Kakadu muss uns Rat geben." findet Alinka. "Ich schaue mir erst mal diesen Löwen mit der Maske genauer an." findet Harry und stapft in Richtung Eingangstor zum Zoo. "Hübsches Plakat, hat dein Onkel da." Aber sie kommen nicht weit. Alles ist verriegelt und versperrt! Kein einziges Tier weit und breit! Sie müssen wieder zurück zum Ausgangspunkt.
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"Also überlegen wir noch einmal. Alles, was wir haben, ist der Brief vom Onkel, einen Haufen Schlüssel und die Sachen aus dem Schrank." Harry guckt Alinka fragend an. "Ich habe gerade noch einen Schlüssel gefunden, vielleicht passt er zum Postkasten, und wir finden einen weiteren Hinweis."  Das Gegenteil ist der Fall. Sie finden nichts und sind schon ganz ratlos. Komm, nehmen wir einfach die Sachen aus dem Schrank mit, den Zucker brauchen wir ja für den Affen"
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Harry liest nun auch das Kleingedruckte auf der Flasche. "Giesse drei Tropfen in die Tasse, dann wird es zu Redetrank, trinke den, dann kannst du mit den Tieren sprechen und sie auch verstehen."  Na dann, mal los. Harry probiert den Redetrank und freut sich. "Es schmeckt wie eine Mischung aus Spinatzitronen und Vanilletrauben, gar nicht so schlecht." Natürlich schmeckt es bei Alinka anders, aber das fällt hier gar nicht ins Gewicht. Hauptsache, man kann nun endlich dem Kakadu einen Rat entlocken. "Ihr müsst auf dem Schaltpult die richtige Kombination eingeben."
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Nach vielen Versuchen ist sowohl das Löwen- wie auch das Affengehege offen. "Danke, lieber Vogel, dann machen wir uns nun auf den Weg in den Löwenkäfig. "Hallo, Löwen, ich bin Harry, ha, ha, eigentlich bin ich Hausmeister von Gugellandia, aber der Onkel hat mich herbeordert, um euch zu helfen. Was ist, freut ihr euch nicht?" Die Löwen gucken ihn misstrauisch an. Einige fauchen sogar. "Der Redetrank wirkt nicht mehr, du musst nochmals ein paar Tropfen mixen." ruft Alinka aus einiger Entfernung. Nachdem Harry mit einigen Löwen ein paar nette, aber nicht gerade aufschlussreiche Worte gewechselt hat, erreicht er den Löwen mit der Maske.
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"Da ist kein Durchkommen, der ist so agressiv, der zerfetzt mich in der Luft, wenn ich nichts dagegen setzen kann." Alinka fällt ein, dass früher die Löwenbändiger immer mit einem Stuhl gearbeitet haben. "Vor einem Stuhl haben sie Respekt, denn der hat auch vier Beine." Das klingt einleuchtend und Harry rast gleich los. "Warte hier, ich hole einen Stuhl aus dem Zoowärterhaus."  
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"Dass man mit einem Stuhl einen Löwen bändigen kann, erscheint mir ja schon suspekt, aber probieren kann man es ja. Ein Stuhl hat ja verschiedene Seiten. Vielleicht wirkt eine einladend auf den Löwen." Harry saust mit seinem Sitzmöbel durch den Zoo und hofft, dass der Löwe auch den erwarteten Respekt für das moderne Stück aufbringt. "Ich kann nichts dafür, in den 60er Jahren war der Stuhl überall angesagt." Der Löwe mit der Maske knurrt zwar anfangs bedrohlich, doch dann zieht er die Maske aus und freut sich. "Danke, ich sammle antike Möbel, Harry, so einen wollte ich immer schon mal zwischen die Zähne kriegen."
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Während noch laut das billige Holz splittert, rennt Harry mit dem Schlüssel, den er vom Löwen bekommen hat, wieder zurück zu Alinka. "Ich glaube, die erste Hürde haben wir geschafft, lass uns ins Affengehege vordringen."
Diesmal haben sie rechtzeitig Redetrank getrunken, damit sie von den herumturnenden Affen auch genügend Informationen bekommen. "Hoooo, wen haben wir denn da, ein Häschen und ein Igelchen!" Affen sind dafür bekannt, dass sie gerne Scherze treiben. Es ist offenbar allen recht langweilig.
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Dabei haben sie sogar einen Kaffeeautomaten mitten im Gehege stehen. "Weisst du zufällig, welchem Affen wir Zucker geben müssen?" flüstert Harry, denn die Affen wirbeln bedrohlich über ihnen herum. "Ich glaube, der Alte, dort oben könnte auf Süsses stehen." wispert Alinka zurück, aber da schwingt sich ein Riesengorilla mit solchem Schwung in ihre Richtung, dass auch ihr das Herz in die Hose rutscht. "Hast du Alter gesagt?" grunzt er, schwingt mit den Beinen durch die Luft und holt erneut Anlauf. "Hol schnell den Zucker aus der Dose, mit dem Kerl ist nicht zu spassen."
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Alinka und Harry staunen nicht schlecht. Es gibt keinen Zucker in der Zuckerdose. Das war eher eine Spardose vom Onkel. "Ja, ich erinnere mich," fügt Alinka bei,  "die Tante, die ihre Hunderternoten unter dem Bettvorleger versteckt hat, hatte auch nur Geld in der Zuckerdose." Sie überlegen angestrengt, was sie dem Affen nun geben könnten. "Kaffee hat er sicher schon genügend gehabt." Sie begutachten nun ein wenig den Automaten. "Lies mal, was da steht."
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Dieser merkwürdige KAFFEEAUTOMAT hat tatsächlich eine Taste, auf der steht: Kaffee mit Zucker ohne Kaffee. "Na, dann mal los, wozu haben wir unsere Münzkasse?" Alinka wartet ganz aufgeregt, bis Harry und ein paar helfende Affen die Münze eingeworfen haben, und ein dicker Klotz Zucker unten rauskommt. "Perfekt! Juhuh, Danke!"
Alinka ist sich nicht zu vornehm, mit ihren zarten Pfötchen den dicken Zuckerklumpen zu ergattern und ihn zu dem Affen zu bringen, der ihr der Richtige erscheint.
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"Da, nimm, wir haben ihn extra für dich aus dem Automaten geholt."  Der Affe "Bobo" freut sich sehr über den Zucker, kann aber seine Gefühle nicht richtig zeigen. Als Alinka sieht, wie er mit der Zunge langsam an den Zucker rankommt, ihr einen dankbaren Blick zuwirft, weiss sie: Auch diese Mission ist erledigt. Jetzt müssen sie allerdings zurück zum Kakadu, weil der Affe keine weiteren Hinweise gegeben hat. "Hast du denn nicht mit ihm gesprochen?" "Nein, ich habe vergessen, den Redetrank zu trinken, und er war so erfreut, den Zucker zu bekommen."
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Also rennt man zum ixten Male zurück, Zoowärterhaus, Schaltzentrale, Kakadu, und jetzt? "Die Vögel haben ein Geheimnis, deshalb sind sie verstummt." Diesmal scheint die Herausvorderung unlösbar. Der Redetrank hilft bei den Vögeln nicht. Sie sitzen alle ganz apathisch in ihrer Voliere und schauen traurig und lustlos durch das Gitter. "Wenn ich ein Vogel wäre, würde ich auch nicht gerne in einem Käfig sitzen." sagt Alinka traurig. "Das haben wir vergessen, den Kakadu zu fragen, er sitzt ja auch in einem Käfig."
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Harry hat eine Idee. "Vögel sprechen vielleicht eine andere Sprache als sonstige Tiere." "Du meinst, wir bräuchten nur eine Zutat in den Trank, dann könnten wir auch mit den Vögeln reden?"  Alinka ist schon völlig in der Verrücktheit dieses Zoos aufgegangen. "Nein, wir müssen singen. Dann verstehen sie uns." Harry holt gerade Luft. Da segelt Amadeus, der Dirigent der Voliere vor ihm herunter. "Es ist nett, dass ihr zu Hilfe gekommen seid, aber es besteht fast keine Hoffnung mehr. Der Onkel ist verschwunden, und alle vermuten, dass die Hyänen daran schuld sind." Ich gebe euch einen Plan vom Zoo, vielleicht könnt ihr ja wo anders Informationen aufgabeln, ich wünsche euch viel Glück!"
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Alinka ist etwas beleidigt, Harry hat den Redetrank in Beschlag genommen. "Jede Information ist wichtig, sie kann uns aber auch auf falsche Bahnen lenken." Sie kommen jetzt im Dickhäuterhaus an. "Pass auf, dass dir kein Elefant auf die Pfoten tritt und du dem Nilpferd nicht ins Maul fällst."  lacht Harry. Alinka will nun beweisen, dass sie eine gute Detektivin ist, sie befragt gleich alle Elefanten, und sie bekommt auch einiges heraus.
"Der Onkel ist von den Hyänen gekidnappt worden."
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Ausserdem möchten alle Elefanten nicht mehr länger ein Zoo-Dasein fristen. Sie wollen entweder in den Zirkus oder in die Freiheit. Alinka ist hin- und hergerissen. 
"Das darfst du nicht so ernst nehmen, Alinka, die wissen ja gar nicht, wie schön sie es hier im Zoo haben."
Harry ist aber auch schon am Zweifeln.
"Ich möchte endlich mal wieder etwas anderes zum Frühstück als immer nur dieses kleingehackte, grüne Zeug!"
"Du meinst vegane Haferflocken?" "Nein, ich meine grünes Zeug."
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Die Elefanten verraten nun Harry und Alinka, dass sie eigentlich alle lieber zum Zirkus gehen würden. Sie können so viele tolle Sachen, und ein Zoobesucher will ja nur ihre Stosszähne sehen und bestätigt haben, dass es sie noch gibt. "Wir wollen aber etwas tun. Wir wollen leben." Harry und Alinka haben schon fast eine halbe Flasche Redetrank intus, so viel gibt es mit den Elefanten zu bereden. Zum Glück füllt sich die Flasche auch von selber wieder auf. Tja, das gibt es eben nur im Zoo von O:
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"Was, meinst du, Harry, werden uns die Bären sagen?" Mit gemischten Gefühlen stürzen sie sich in den gugelländischen Bärengraben und bekommen erwartungsgemäss nicht viel Gutes zu hören. "Der Onkel war ja immer nett zu uns, aber die Hyänen haben ihn in der Zange. Sie haben ihn erpresst und jetzt sogar entführt." Das sagt der Reporterbär, von ganz zu oberst auf dem dürren Klettergerüst. Die anderen Bären haben keine weiteren Informationen. "Alles, was vom Reporterbär kommt, kann stimmen, oder auch nicht. Wir hier unten reimen uns dann einfach was zusammen. Wahrscheinlich ist der Onkel vom Krokodil gefressen worden."
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"Ihr meint, wir müssen uns schnellstmöglichst um das kranke Krokodil kümmern?"
Na, dann los. Harry und Alinka kommen fast nicht mehr aus dem Bärenkäfig hinaus. Man darf nicht vergessen, sie tragen immer noch mindestens zehn Schlüssel, eine Tasse und den Redetrank mit sich herum. Ach ja. und den Brief vom Onkel.
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Die Bären hätten noch viel gewusst, aber man hat keine Zeit mehr, jeden einzelnen zu befragen. Alinka und Harry nähern sich dem Reptilienhaus. "Hoffentlich liegen da nicht auch wieder haufenweise Schlüssel herum." seufzt Harry. "Hast du Angst vor Schlangen?" Alinka hat keine Angst vor Schlangen: "Ich mag es einfach nicht, wenn sie sich so um mich rum schlängeln, kringeln, Anlauf nehmen und mich züngelnd angucken." Sie sind jetzt da. Vor ihnen ein grosses, stolzes Terrarium. Rotkäppchen begrüsst schon mal alle mit zickender Zunge.
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Alinka steht noch am Rand des Terrariums und zittert vor sich hin. "Mach diesen blauen Dingskerl weg, ich fürchte mich zu Tode." Harry kriecht inzwischen schon unter den ganzen Schlangen und Reptilien durch. "Bist du das kranke Krokodil?" Ein schuppiger Baumstamm schiebt sich vor ihn. Aber, wenn man genauer hinschaut, erkennt man, dass es ein Krokodil ist, und es weint. 
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"Warum vergiesst du denn so viele schöne, süsse Tränen?" Harry ist genau zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. " Das Krokodil schluchzt. "Es ist Frühling, alle freuen sich, und ich bin hier allein und eingesperrt." Harry kommen auch beinahe die Tränen. Er hat noch immer die Medizin aus dem Schrank in der Hosentasche und schaut sich nun die Aufschrift an. "Komm, wir gehen ein wenig an die frische Luft." Harry schmunzelt, als er Alinka wieder einmal die vielen Schlüssel zeigt, von denen einer zufälligerweise wieder mal funktioniert hat. Sie gehen mit dem Krokodil zum nahe gelegenen See.
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Eigentlich ist es nur der Ententeich vom Zoo, aber dort findet das Krokodil nun endlich seine grosse Liebe. Es war nur Liebeskummer, die Medizin war überflüssig. Harry und Alinka sind nun ob ihrer grossen Taten langsam auch erschöpft. "Jetzt haben wir den Onkel noch immer nicht gefunden." "Ja, es wird uns wohl nichts anderes übrig bleiben, als den HYAENENKAEFIG in Angriff zu nehmen." Mutig schreiten Alinka und Harry zu dem Ort, wo wahrscheinlich der ganze Ursprung des Übels herrührt.
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Der Hyänenkäfig ist völlig unbewohnt. Kein einziges Tier darin. Nichts, nicht mal ein leises Knistern. "Das war es doch, der Hyänenkäfig hat ein Loch." Sowohl Harry wie auch Alinka sind nun nicht mehr zu halten. "Es waren die Hyänen, sie  haben den Onkel geschnappt, komm, er muss hier irgendwo sein. Bring alle Schlüssel mit, wir werden ihn finden!" Sie rennen und stolpern alle Sekunden über ihre Schlüssel, aber sie entdecken ein Baumstammverliess, in dem der Onkel sein könnte. Mit der richtigen Kombination können sie ihn auch tatsächlich befreien.
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Der Onkel ist überglücklich. "Ich danke euch, ich bin Onkel O. der Besitzer des Zoos." Die Hyänen haben zu viel von meinem Redetrank getrunken. Da sind sie ausgeflippt und wollten die Alleinherrschaft haben. Ich weiss nicht, wie wir sie noch stoppen können. Sie sind ins Restaurant gestürmt, wahrscheinlich haben sie sich dort verbarrikadiert."
Na, das ist doch ein Spaziergang "Wir gehen einfach ins Restaurant."
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Ählichkeiten zur derzeitigen Welt-Situation sind rein zufällig.
Nächste Woche werden wir die Hyänen im Restaurant treffen.


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