Hallo, ich bin Schnorbert, Kritiker von Beruf
Seit November 2014 bin ich nun hier in Gugellandia und das ist ja schon eine Strafe. Ich bekleide das wichtige Amt des Kritikers. Keiner ist vor meinen Kommentaren sicher. Ich zerreisse alles und jeden in der Luft. Darum lieben mich wahrscheinlich alle.
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Kritiker: Juni 2026





 
"f"liegende "R"Enten
Na, schön, ich bin ja brav und werde nicht wieder extrem, inkursiert oder politisch, nein nein, das könnt ihr gerne selber machen, aber mich nervt, dass Miezi und Edi ein so leichtes Spiel zum Blödsinn treiben haben. Ein bisschen Anstrengung könnte man doch mindestens erwarten von diesen Scheissgugeln. Aber da hocken sie tagein tagaus auf ihrem herrlichen Posten und tun nichts ausser das Schönwetter geniessen. Und dann regen sie sich auch noch auf, dass es den ganzen Juni nie regnet und das Gras braun wird, na wo sind wir denn, auf der Insel Wünschdirwas? Ich strenge mich wenigstens an, sachlich zu urteilen, aber die streuen nur ein paar bunte Fetzchen auf die einzig noch grüne Wiese und lachen sich beim Zusammenlesen über unsereins einen grünen Hals, aber so geht das nicht, Edi. Dieser offizielle Schlau-Fazke und die dazugehörende gugelländische Schlaufkatze meinen langsam, sie hätten Gold geschluckt oder Weisheit gefressen, dabei ist er noch die genau gleiche Stinkratte wie vor Jahren. Und die Dreckmieze, grinst, wie schon immer zu nichtsnutzigem Klosterturmgut. Und im Schlepp mit der schimmlig angehauchten Blösse tun sie wie blöd, damit sich die Enten in Ekstase steigern und ihr oberdoofes Spiel mitmachen. Pfui, Leute, da sage ich nur noch buwäh und igitt, das mach ich nicht mehr mit. Aber wenn gewisse Schlaufürze Zeit haben, bin ich jederzeit noch da und warte auf Applaus oder Trinkgeld, hi hi, und dann werdet mal sonnig geröstet, ihr gerötete Schlupfquallen in eueren getöteten Bademänteln und wartet auf den Winter, hihi.
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 Spulen statt spielen
Ja, liebes Publikum, da legt der Kai ein Ei und der Gonni reitet das Pony, phuh, was für eine tolle Leistung! Da basteln sie drei Tage lang Würfel und Plätzchen für ihr Spiel und dann lassen sie sich die Original-Grundidee von den Gaunerschurken klauen. Zugegeben, das Spiel ist mehrfach überarbeitet und ausgewiesen flexibel in der Handhabung, aber eine fixe Idee müsste dann doch noch dahinter stecken. Wuh? Aber diese ausgelaugten Plüschhirne müssten sich dennoch daran erinnern, dass sie mit ihren langweiligen Spielen nie so richtig Glück hatten. Das Schachspiel wurde nicht nur vom Sturm und Regen verwuselt, nein es sorgte auch noch für ziemliche Langeweile bei den Zuschauern, genau so wie das Hütchenspiel, das sie mit noch mehr Aufwand zu präsentieren versuchten. Wie können die sich ehrlichen Gewissens vorstellen, dass es amüsanter ist, mittels Würfel wie blöd im Kreis herumzuwackeln, als richtige Ausflüge zu machen? Aha, die langsam verblödeten Teilnehmer spielen nicht mehr mit, ja, würde ich natürlich auch nicht machen. Da lässt man sich das ganze Spielbrett lieber von Kai und Gonni klauen, ha ha. Aber wenn die ganze Scheissidee eben so gelangweilt im Zeug herumliegt, warum nicht zugreifen? Ist schon klar, dass der, der das Spiel noch gefunden hat, stolz war, aber die Zettel dazu wären eben doch auch noch wichtig. Was? Ja, ja, klatscht mir nur Beifall, ich bin keine Spassbremse, das machen diese ölgestuppten Langeweilefritzen schon selber, ganz Gugellandia hummelt im Würfeltakt und beisst sich bei der knallharte Wettervorhersage die Beisserchen aus. Hi hi. Jetzt machen sie aus dem ganzen langweiligen Scheisskram auch noch eine Fortsetzung, na danke.
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 Warm anziehen, der Sommer kommt
Toll, dieser Nante, hat wahrscheinlich nicht damit gerechnet, dass unsere Hausratte sich zu seinen Ehren in einen Umhang stürzt und alle fünf Minuten im Wald wieder seinen Hut suchen muss. Und dann merken sie, dass grün auch nicht alles ist und lassen diese verrückte rote Taschenlampe aufmarschieren, damit der Wald nicht vor lauter tristen Farben noch selber zu Heulen anfängt. Aber es reicht mir auch sonst zur absoluten Genüge, danke, danke, ihr könnt gerne zusammenpacken und abfahren, mir langt das karrierte dünenhafte Gesäusel, dieses böenartige Windgetue im Gleichschritt und Säuselklang, danke, danke das Mass ist voll. Es mag ja mühsam sein, jede Woche in einem anderen Winkel von Gugellandia herumzuwuseln und Neues entdecken zu müssen, aber dieser öde, leere Wald brauche ich nun wirklich nicht eine Stunde lang. Grün grüner am grünsten. Früher haben sie noch Pilze gefunden, oder verbotenerweise ein paar Velofritzen oder Töffrowdies, ja toll, immerhin, sogar einen Wolf, aber heutzutage ist nichts mehr da. Nur Bäume und zusammenkrachendes Gestrüpp. Holdriö, da könnte man doch ein bisschen nachhelfen, kicher, denke ich. Also mir würde schon etwas einfallen, was man in so einem langweiligen Wald alles machen könnte, ausser den holden Edi spazieren zu schicken, um sich heimlich im Gebüsch wahrscheinlich ein paar Pseudoraketen zu verinnerlichen. Aber stimmt, es ist noch reine Natur, keine Fixerspur, schöne Wildnis wenigstens. Aber laaaangweilig. Ach, hi hi, das sieht natürlich nur am Tag so aus, was da in der dunklen Nacht so alles los ist, wissen die ja nicht. Und uups, ich auch nicht. Demnächst in unseren Nachtnews zu sehen. Vierkilometerlange schwarze Felder mit einem höllenspannenden Text. Lust? Ach so, ihr wartet noch auf meine Wörter? Die schludrifatzigen Knilchtiere von Schnödelguxen lassen nicht grüssen, sie lassen ihre Fürze spriessen und fauchen in den Jauchen zu Klammtann für jedermann.
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 Braun wird alles
Pfui und nochmals pfui! Jetzt ist alles doch so schön grün gewesen und schon kann niemand mehr mit der Farbe etwas anfangen. Überall hängen bunte Blumensträusse und der Rasen wird braun, weil wieder mal kein Wasser weder vom Himmel, noch aus der Röhre kommt. Und dann ist Zeit für das lang gehegte Schokoladehäuschen vom Schokolademännchen, das sich aus Gram wahrscheinlich längst erhängt hat und so kommt die schon matt angesäuselte Schokohütte endlich aus dem Backofen-Versteck um in Glanz und Gloria dahin zu schmelzen. Naja sie hatten es sich ja schöner vorgestellt, aber was da an Schokolade überhaupt anständig schmelzen konnte, war gerade ein Stückli Schweizer Schoggi, die sie aus Geizgründen bei einer Tafel beliessen, alles andere krümelte sich bloss in seine Bestandteile auf. Blamabel, äusserst blamabel. Bisschen eleganter hätte ich mir das Schmelzen eines Schokoladehäuschens schon vorstellen können . Aber nachdem das Dach eingestürzt ist, haben sie einfach die Geschichte geändert, das Schokohäuschen beschlagnahmt und die Kleinen in der halb geschmolzenen Schoggi rumwuseln lassen. Dass dies verantwortungslos und brutal ist, hat sich gezeigt, als der kleine Affe schokoladeüberströmt halbtot ins Gras fiel. Nein, meine oberdoofen Gugelchaoten, bei aller Güte, was zuviel ist, ist zuviel. Nehmt euch doch ein Beispiel an mir. Ich ackere tagtäglich für nichts und wieder nichts, hetze mir die Seele aus dem Leib und versuche, an keinem Baum ein Blatt zu lassen. Also bitteschön. Das kann doch wurzwerfelgrüselig, absogelutscht nicht schwerer als knuffholzknorrig sein, oder?
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