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Oktober 2026
Zenit-Ballons
"Oh, hallo Gugel, ich komme gerade von Hameln und wollte mich umziehen." "Ha ha, nein, Edi, ich kenne dich, du hattest vor, noch ein paar Wochen mit deinem hübschen Hütchen herumzurennen, aber wir haben etwas anderes vor." Edi läuft beleidigt weg und zieht seinen Federhut aus. "Ja, was haben wir denn vor?" fragt er neugierig. "Es sind haufenweise Ballons angekommen, und Luft, weisst du, fliegende Luft!" Aber Edi weiss nicht, was fliegende Luft ist. "Was?"
Aber da stehen sie schon, die zwei Fachmänner für fliegende Luft. Es handelt sich um den neuen Papagei Leni und den alteingesessenen Käfer Kasimir. "Und was habt ihr zu bieten?" fragt Edi frech. Aber dann verstummt er, als er die gelbe Zitrone am blauen Himmel sieht. "Wir haben Luft mitgebracht, besser gesagt, Pressluft." Edi staunt nur, und sagt nichts mehr. "Aber kommt, wir zeigen es euch."
"Das ist ein Ballon mit Pressluft gefüllt, deshalb ist er leichter als Luft und fliegt." Edi staunt und Gugel sagt auch einen Moment lang anstandshalber nichts. "Aha, und woher habt ihr die Pressluft?" "Das war ein Geschenk, und einem Gaul schaut man nicht ins Maul oder was?" keift die Papageiendame Edi an. "Dabei wollte ich nur etwas wissen." "Das ist unwichtig, du sollst nur staunen, verstanden?"
Edi staunt zwar, aber sein Wissensdurst bleibt unbefriedigt. "Komm, lass, jetzt kommen die anderen, die haben noch viel Luft in der Bombe und das gibt noch viele Ballons." Leni grinst frech und Kasimir kratzt sich kurz unter den Flügeln. Aber es sieht alles so vielversprechend aus. Ein neuer Ballon ist aufgegangen. Hefe freut sich riesig und bedankt sich auch.
Jetzt sind es schon drei Ballons, die einfach in die Luft drängen, und drei Plüschtiere, die sie festhalten, weil sie nicht wollen, dass sie in die Luft gehen. Jetzt kommen Pfurr und Myriel auf den Platz. "Du musst aufpassen, Myriel ist sehr leicht, nicht dass sie dir noch wegfliegt..."
Jetzt erscheint auch Männi auf der Ballonfläche und noch viele andere gesellen sich dazu.
Myriel ist offenbar die Kleinste, sie hat ordentlich Mühe mit der Schnur und ihrem Ballon. "Der zieht mich einfach weg." behauptet sie, aber in der Zwischenzeit sind überall noch mehr fliegende Ballons aufgetaucht und die Tiere von Gugellandia müssen ihre Schnüre gut festhalten, denn die Kraft zieht enorm nach oben. "Ach, das ist beinahe überirdisch." findet Männi. Auch Miezi bekommt ihren blauen Ballon und Konstantin möchte einen weissen.
Inzwischen sind auch Frech und Festa auf dem Ballonstartplatz eingetroffen und wagen ihre Vermutungen. "Du musst aufpassen, dass sie nicht platzen, denn das macht PENG und ist sehr unangenehm." "Ja, sehr unangenehm, denn dann ist es auch mit dem Ballon vorbei." "Also gucken wir einfach, dass sie nicht platzen, dass sie steigen im Wind und ein schönes Leben haben." ruft Konstantin und wirft einen Blick auf Miezi, die nur nickt und dann vor lauter Aufregung ihren Ballon sausen lässt.
Schnorbert taucht auch noch auf. "Ja, liebes Volk, mit Pressluft ist das so eine Sache." Die meisten Tiere wollen gar nicht hören, was er sagt, aber er bellt noch ein bisschen lauter. "Die Luft, die in den Ballons ist, ist nicht die richtige Luft, die um uns herum ist." "Ha ha ha" Allgemeines Gelächter krönt den Ausspruch von Schnorbert. "Diese Ignoranten können uns doch mal. Ha ha."
In der Zwischenzeit sind genau zwei Ballons nach oben gestiegen. Es handelt sich einerseits um den von Schnorbert und der Blaue ist der von der Miezi. Aber im Moment merkt es noch niemand, sondern alle sind vom Geschehen erfasst.
"Hör mal, Myriel, du darfst nirgendwohin gehen, sonst vermissen wir dich!"
Es ist allerhand los unter dem Dach. Festa möchte fliegen, aber Pfurr vermisst seine bessere Hälfte. "Ich weiss nicht, aber ohne Myriel ist mein Leben gestorben." Auch andere kommen ins Zweifeln. "Das war kein Ballon, das schwör ich dir, das war eine Missgeburt!" Oha, da nähern wir uns schon der Realität, aber da hinten im Ballonlager ist auch noch etwas los.
Helga ist aufgetaucht. "Schmatz schmatz, mein kleiner Schleimer, hi hi." schleckt sie und freut sich unbändig über die gewonnene Luft über Gugellandia.
Aber in der Zwischenzeit hat Myriel schon abgehoben. "Hilfee. huiii " "Wo ist diese kleine Schnepfe?" fragen sich sowohl Kai wie auch Helga, denn diese kleine Piepsmeise hatte den richtigen Riecher.
"Hilfe, ich fliege, oder auch nicht, schlotter. Ach ja, auf und nieder. Huii!!" "Oben wird es ziemlich kalt, hilfee!"
"Ich glaube, ich bin kein Vogel, ich möchte lieber wieder runter." "Ja, genau in mein Maul, Kleine, harr harr."
Allerdings landet Myriel ......nicht in seinem..
Gonni und Kai versuchen alles Mögliche, ja sie haben sogar einen konformen, blauen Ballon ergattert. "Da guck mal. Ich!" "Und was machen wir jetzt damit?" "Na was schon, Trucko." "Hi hi hi hi." (Trucco heisst Beschiss)
Während die zwei Gauner noch mithilfe eine Schildkröte versuchen, den entscheidenden Ballon nachzumachen, lachen schon die Gescheiteren vom Himmel. "Das ist Beschiss, was ihr macht!" Das bleibt nicht ohne Notiz. Wir sehen das alle.
Loredana wettert noch eine Weile, so dass Kai und Gonni etwas die Lust zu Scherzen vergeht. "Immerhin schwebt ein Küken wegen euerer Schussligkeit noch in der Luft herum." flucht die Tante. Aber Myriel piepst freudig im Kreise. "Das müssten alle einmal erleben können, traumhaft." Naja, aber wer ist so leicht wie Myriel?
Aber auch sie sinkt langsam wieder zu Boden. Es dauert noch Stunden, bis man sie endlich erwischt. Diese Ballons sind mit leichtem Gas gefüllt und könnten bis in die Wolken hinaufsteigen. Aber da wir sie ja lieber alle um uns haben wollen, lassen wir sie nicht gehen, und binden sie an eine Schnur. Wenn du nicht möchtest, dass dem Ballon die Luft ausgeht, musst du ihn fliegen lassen. Aber das ist sehr gefährlich für Vögel und andere Tiere, wenn sie den Plastik mit einer Beute verwechseln. "Gut, dass du wieder zurück bist, Myriel." "Wo ist denn Pfurr? Ich muss ihm erzählen, was ich gesehen habe." Aber inzwischen ist auch Miezi am gucken, und was sieht sie?
Sie entdeckt ihren abgedüsten Ballon eine Weile später unten im Gestrüpp verhangen. "Der gute Kerl ist nicht abgehauen. Das finde ich sehr, sehr anständig von ihm, aber dort unten kann ich ihn nicht mehr holen." "Wir gucken ihn einfach noch so lange an, bis ihm die Luft ausgeht." seufzt Hefe und Gugel nickt lächelnd.
Es wird langsam Abend und der Mond geht auf. "Da, guckt euch einmal den Erdtrabanten heute genauer an." lächelt Miezi,
"Hat er nicht auch irgendwie ein bläuliches Antlitz?"
"Ja, und er ist trotzdem schön."
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