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Schirmfall
Bradipo hat einen Geistesblitz gehabt und ist zum Teich gerannt, weil er dachte, dort findet er sicher jemanden, dem er seinen glorreichen Einfall mitteilen kann. Aber es ist niemand da, ausser Regie, die ganz traurige Äuglein macht, weil es dem Herbst entgegengeht. "Der Sommer ist vorbei, jetzt kommt die lange Winterszeit." schnupft sie vor sich hin. "Aber nein, das ist doch nicht so. Es kommt die schönste Zeit im Jahr, wo man wieder drinnen sein kann, spielen, essen, feiern, alles mit Freunden und Verwandten." "Pha, möchtest du mit deinen Verwandten spielen, essen und feiern?"
"Ja, nicht unbedingt." gibt Bradipo zu. "Wir sind auch alle so schrecklich verschieden." seufzt er noch zusätzlich und die Regie sieht einen neuen Ankömmling. "Was machst du denn hier, Tino?" "Ich wollte euch nur warnen, es kommt ein gnadenloser Wolkenball geradewegs auf uns zu." "Ach so, und das ist schlimm? Was bedeutet denn das für uns?" Es ist noch nicht alles. Ebenfalls kommen tausende von Plüschtieren zu uns, wie ein Wollknäuelball, das könnte brenzlig werden." "Lass einfach kommen." "Nein, lass einfach alles kommen."
Der kleine Pfefferfresser, der ja noch nicht einmal der Kleinste in Gugellandia ist, strengt sich an. Tino schaut sich um. "Da ist ein Teich, hat es da Fische drin?" Natürlich lässt man die Regie mit dem Tino noch stundenlang tauchen und "Nichtfische" fangen bevor sie aufgeklärt werden. "Ha ha, wir brauchen doch noch ein paar Fotos."
Aber inzwischen sind sie ja schon von allen Seiten unterwegs nach Gugellandia. Sämtliche bunten figurierten Plüschhälften dieser Erde haben es geschafft. "Hallo, da bin ich." Aber die anderen sind auch schon da. "Wer ist denn diese eingebildete Schnepfe?" "Ich dachte, es wäre ein Nilpferd." Aber wer wagt es? Aus sämtlichen Ecken Gugellandiens strömen sie herbei. Bunt und bunter, eine Augenpracht!
Inzwischen sind auch Privatgespräche zu erhaschen. "Warum bist du denn so traurig, du bist doch soo ein schöner Elefant." "Ich kann meinen Schlafanzug nicht ausziehen, denn sonst bin ich kein Elefant mehr, sondern nur noch ein paar Federn und ... seufz." Das ist schlimm, aber noch schlimmer ist das, was nun mitten in Gugellandia statt findet. "Ich bin hier und ich sage jetzt, was ihr zu tun habt, ha ha." Die "olle Tante" Naja, es besteht eben immer noch eine gewisse Ehrfurcht zwischen allen Tieren.
Aber jetzt betritt Frech die Bühne und sagt der "ollen Tante" was sie zu tun hat. "Wir müssen uns nun um den Schäfer kümmern." Genau. Und zu guter Letzt steht der Schäfer allein in Gugellandia und will weiter wandern. "Hör mal, du kannst nicht weiter in dermassen vielen Klamotten herumwandern, wenn du ein Tier bist. Bist du das oder nicht?"
"Aber jetzt bin ich ein nacktes Tier!" Aber du bist schön. Am Himmel schwebt gerade ein genau so schönes Tier vorbei. "Ich komme mir richtig klein vor. "
Und es geht weiter, Kleiner, Willkommen in Gugellandia!"
Wir wollten heute ja unseren Wettbewerb machen. Mit kleinen, neuen Tieren, aber der Himmel ist gösser als gross und wir müssen ihm immer ein bisschen eingestehen, also was soll das heissen? "Schaut auf euere Pfoten!"
"Wir sind wieder brav, bräver als...." Aber jetzt kommt die Regie ins Spiel! "Guckt doch mal in den Himmel. Dann könnt ihr auch erkennen, was es werden wird."!
"Hör mal, Kleiner." "Ich wollte gar nichts falsch machen, aber ich habe die Wetterfee getroffen und dann ist es übereinandergepurzelt. "Alles gut, lass es einfach so stehen und freue dich."
Und nun? Die Wetterfee oder der Wolkengott entscheidet. "Wir können gar nichts gegen das Wetter machen?"
"Nein"
"Aber es ist doch schön." findet Miezi.
Das stimmt. Es ist noch Schöner als Schön.
Es kommen schon wieder neue Leute. "Halloh", freut sich Bradipo persönlich. "Ihr könnt eintreten, es ist euer Land, bitte kommt nach Plüschhausen äh, ich meine Gugellandia." Und er muss bei dem ganzen Anblick zuerst einmal schlucken. Es sind so viele Verschiedene."Ich meine es nicht böse, aber wir müssen doch noch zuerst einen kleinen Test machen."
Und der grosse Test beginnt. Alle drücken sich an eine globale Schar. Und da piepst es plötzlich rechts aus dem ganzen Haufen. "Ich will die ganze Schar beschützen und ich bin übrigens Gelbol oder Globel, wie es dir passt, also komm, Edi, wir müssen die ganzen Tiere retten. "
Der neue Globi will die Welt retten also dann, nur zu. Aber wie heisst du denn wirklich. Gelbol ist schon gut. Komm, nur weiter, wir schaffen das zu zweit. Edi nickt und schüttelt den Kopf zugleich. Verrückt, dieses Leben.
Es findet dann noch das Fallschirmfliegen statt.
Fufi und die Waldblauen
Ein bisschen nervös ist sie schon, unsere Hefe, auch wenn sie sich geschmückt hat, zur Feier des Tages. "Ich erwarte den Fufi, aber das bist doch nicht du?" Nepomuk freut sich, Hefe zu treffen und fasst sogleich mit an. "Was hast du vor mit der Schnur, wo müssen wir sie spannen?" "Nein, das ist eine Sicherheitsbandage, damit wir zusammenhalten, wenn wir in den Wald gehen." "Aha, wie beim Klettern, damit dann allezusammen abstürzen?"
"Nepomuk, du kannst ja mitkommen und mir suchen helfen. Fufi müsste hier irgendwo sein, hat es geheissen." Nepomuk schnuppert schelmisch in der Luft herum. "Da vorne hat es einen schwarzen Sarg, vielleicht ist er da drin." Tatsächlich, aber es ist kein Sarg. Auch wenn den beiden im Augenblick der Angstschweiss tropft, weil sie an der Stelle mit dem Wildschweinkopf vorbeikommen. "Ich passe auf euch auf!" grinst das Skelettüberbleibsel schelmisch und die zwei gehen weiter.
Es sind nur Plastikpalletten von früher. Hefe und Nepomuk staunen die riesigen Dinger an. Da fliegt über ihnen der gugelländische Käfer vorbei. "Hallo Leute, ich komme von der Regie und soll ein bisschen Farbe in die News bringen." grinst er schelmisch. Er versucht auch kurz zu landen, muss das Manöver aber dann verschieben, weil der Ast morsch ist und es unter ihm laut winselt.
"Leute, ich bin hier, meines Zeichens Fufi, hier, seht ihr mich? Ich bin etwas klein aber ich habe schöne blaue Ohren." Hefe und Nepomuk freuen sich, ihren Gast endlich gefunden zu haben und der Käfer surrt noch eine Weile freudig klatschend um sie herum.
"Hallo Fufi, freut mich, ich bin Hefe, das ist Nepomuk und da oben fliegt der Käfer. Freust du dich, hier zu sein?" Fufi ist noch nicht ganz da. Aber er kratzt sich einmal, wedelt mit dem Schwanz und dann bellt er freudig. "Ja, ja ja. Ich bin Fufi." Der Käfer ist noch ganz ausser sich. "Ich glaube, da kommt noch jemand...!" stottert er und fliegt aufgeregt um Hefe herum.
"Das finde ich ganz toll, von dir, lieber Käfer, ich bin auch so froh, etwas Rotes in diesem Wald zu sehen." Und gleich gibt es noch etwas zum anschauen. Fufi hat nämlich noch einen etwa gleich grossen Partner gefunden. "Oh, wer bist denn du?" "Ich bin Fifi, so haben sie mir jedenfalls immer gesagt."
"Ich glaube es kommt Wind auf." sagt der Käfer und Nepomuk nickt, leicht verzweifelt, denn es nähern sich intergalaktische Blauweiss-Stürme, aber nicht aus Bayern sondern aus dem gugelländischen Weissblauen Blauweisshimmel direkt. "Was ist das?" "Oktoberfest ist vorbei, das müssen die blauen Teufel von Teufelslautern sein."
Hefe fürchtet sich nicht, aber sie sagt zu dem Käfer und Nepomuk, sie sollen doch einmal Ausschau nach den zwei "Kleinen" halten.
Es kommt nie so, wie man es erwartet.
Immer anders als man denkt.
Und überraschend.
Und da sieht man sie. Alles kommt in einem blauen Luftzug. Die zwei Kleinen können gerade noch über eine Klippe springen, sonst hätten sie die "Waldblauen" gefressen. Mit aufgesperrten Mündern sind sie im Tiefflug einhergesegelt, knarrend, gierig, schlefzend....
Fufi und Fifi sind gerade noch knapp entkommen. "Hui, was ist denn das? Wo sollen wir hin, müssen wir uns verstecken?"
"Bleib einfach stocksteif stehen, wie bei den Saurierfilmen, dann sehen sie dich nicht." Tatsächlich schwirren im Dunstschein haufenweise blaue Täter auf das unschuldige Waldstück. Hefe ist schockiert und überlegt.
"Liebe Blueballons oder wie ihr auch immer heissen mögt, was sucht ihr hier?"
Seufz, hechel, eine Sekunde Zeit zum Überlegen.
Den blauen Fresssäcken geht es im Moment ums Essen. "Wir wollen alles, und zwar sofort und jetzt."
"Ich lade euch alle zum Abendessen ein, aber nicht jetzt, erst um halb Acht, in Gugellandia, seid herzlich willkommen."
Hefe atmet noch einmal tief und freut sich dann. "Ich habe sie in die Flucht geschlagen!"
Aber schon ist der nächste Querschläger am Werken."
"Sind sie weg?" fragt der Gelbmannkopf grinsend. "Oh, wer ist denn das?" Fufi und Fifi sind ganz aufgeregt im gugelländischen Gebüsch unterwegs. "Das ist ja superspannend bei euch, da trifft man immer irgendwelche Unbekannten." Inzwischen ist auch der Käfer bei den zwei Ausgebüchsten angekommen. Aber er guckt nur und informiert Nepomuk. "Da vorne sind die Zwei."
"Aber lasst sie zu mir kommen, ich finde, jeder hat ein Recht dort hin zu gehen, wo er möchte und mit wem ist auch egal." Der gelbliche Kopffüssler spricht zwar weise, aber doch ein bisschen in seltsamen Worten. Und jetzt gerät er auch noch ins Stottern, denn Hefe erscheint auf dem Platz. "Die Kleinen wollen eben nicht angeleint sein, sie möchten sich frei bewegen und nicht an der Schnur herumgeführt werden." sagt er.
Hefe denkt sich: "Oho, da hab ich es wiedermal abgekriegt. Von so einer Papptafel, oder vielleicht hat er recht und er ist ein guter Geist, der mir nur helfen will." Inzwischen sind Fufi und Fifi erneut geflüchtet und haben es sich auf einem Stein bequem gemacht.
"Weisst du, ich habe es auch satt, dass man dauernd machen muss, was Gesetz oder "in" ist, dass man nie machen kann, was man möchte, sondern dass einem immer jemand im Weg steht und diesen versperrt."
In diesem Moment kommt der Käfer gefolgen und vermeldet.
"Ihr dürft schon alles machen, was ihr wollt, nur, muss ich auf euch aufpassen, denn ihr kennt noch nicht alle Gefahren und seid deshalb oft etwas leichtsinnig. Seufz."
Fufi und Fifi ergreifen beherzt die Schnur, die Hefe ausgelegt hat, "Wir haben verstanden, du machst dir nur Sorgen um uns, aber das musst du nicht tun. Wir sind schon gross und wissen über alles Bescheid."
Hefe wiegt den Kopf und denkt. "Hoffentlich."
Jetzt kommt ein freundlicher Wind auf, im Wald, und sie gehen alle zusammen zurück nach Hause, wo hoffentlich schon etwas auf dem Tisch auf alle wartet.
Ende gut, alles gut.
Zenit-Ballons
"Oh, hallo Gugel, ich komme gerade von Hameln und wollte mich umziehen." "Ha ha, nein, Edi, ich kenne dich, du hattest vor, noch ein paar Wochen mit deinem hübschen Hütchen herumzurennen, aber wir haben etwas anderes vor." Edi läuft beleidigt weg und zieht seinen Federhut aus. "Ja, was haben wir denn vor?" fragt er neugierig. "Es sind haufenweise Ballons angekommen, und Luft, weisst du, fliegende Luft!" Aber Edi weiss nicht, was fliegende Luft ist. "Was?"
Aber da stehen sie schon, die zwei Fachmänner für fliegende Luft. Es handelt sich um den neuen Papagei Leni und den alteingesessenen Käfer Kasimir. "Und was habt ihr zu bieten?" fragt Edi frech. Aber dann verstummt er, als er die gelbe Zitrone am blauen Himmel sieht. "Wir haben Luft mitgebracht, besser gesagt, Pressluft." Edi staunt nur, und sagt nichts mehr. "Aber kommt, wir zeigen es euch."
"Das ist ein Ballon mit Pressluft gefüllt, deshalb ist er leichter als Luft und fliegt." Edi staunt und Gugel sagt auch einen Moment lang anstandshalber nichts. "Aha, und woher habt ihr die Pressluft?" "Das war ein Geschenk, und einem Gaul schaut man nicht ins Maul oder was?" keift die Papageiendame Edi an. "Dabei wollte ich nur etwas wissen." "Das ist unwichtig, du sollst nur staunen, verstanden?"
Edi staunt zwar, aber sein Wissensdurst bleibt unbefriedigt. "Komm, lass, jetzt kommen die anderen, die haben noch viel Luft in der Bombe und das gibt noch viele Ballons." Leni grinst frech und Kasimir kratzt sich kurz unter den Flügeln. Aber es sieht alles so vielversprechend aus. Ein neuer Ballon ist aufgegangen. Hefe freut sich riesig und bedankt sich auch.
Jetzt sind es schon drei Ballons, die einfach in die Luft drängen, und drei Plüschtiere, die sie festhalten, weil sie nicht wollen, dass sie in die Luft gehen. Jetzt kommen Pfurr und Myriel auf den Platz. "Du musst aufpassen, Myriel ist sehr leicht, nicht dass sie dir noch wegfliegt..."
Jetzt erscheint auch Männi auf der Ballonfläche und noch viele andere gesellen sich dazu.
Myriel ist offenbar die Kleinste, sie hat ordentlich Mühe mit der Schnur und ihrem Ballon. "Der zieht mich einfach weg." behauptet sie, aber in der Zwischenzeit sind überall noch mehr fliegende Ballons aufgetaucht und die Tiere von Gugellandia müssen ihre Schnüre gut festhalten, denn die Kraft zieht enorm nach oben. "Ach, das ist beinahe überirdisch." findet Männi. Auch Miezi bekommt ihren blauen Ballon und Konstantin möchte einen weissen.
Inzwischen sind auch Frech und Festa auf dem Ballonstartplatz eingetroffen und wagen ihre Vermutungen. "Du musst aufpassen, dass sie nicht platzen, denn das macht PENG und ist sehr unangenehm." "Ja, sehr unangenehm, denn dann ist es auch mit dem Ballon vorbei." "Also gucken wir einfach, dass sie nicht platzen, dass sie steigen im Wind und ein schönes Leben haben." ruft Konstantin und wirft einen Blick auf Miezi, die nur nickt und dann vor lauter Aufregung ihren Ballon sausen lässt.
Schnorbert taucht auch noch auf. "Ja, liebes Volk, mit Pressluft ist das so eine Sache." Die meisten Tiere wollen gar nicht hören, was er sagt, aber er bellt noch ein bisschen lauter. "Die Luft, die in den Ballons ist, ist nicht die richtige Luft, die um uns herum ist." "Ha ha ha" Allgemeines Gelächter krönt den Ausspruch von Schnorbert. "Diese Ignoranten können uns doch mal. Ha ha."
In der Zwischenzeit sind genau zwei Ballons nach oben gestiegen. Es handelt sich einerseits um den von Schnorbert und der Blaue ist der von der Miezi. Aber im Moment merkt es noch niemand, sondern alle sind vom Geschehen erfasst.
"Hör mal, Myriel, du darfst nirgendwohin gehen, sonst vermissen wir dich!"
Es ist allerhand los unter dem Dach. Festa möchte fliegen, aber Pfurr vermisst seine bessere Hälfte. "Ich weiss nicht, aber ohne Myriel ist mein Leben gestorben." Auch andere kommen ins Zweifeln. "Das war kein Ballon, das schwör ich dir, das war eine Missgeburt!" Oha, da nähern wir uns schon der Realität, aber da hinten im Ballonlager ist auch noch etwas los.
Helga ist aufgetaucht. "Schmatz schmatz, mein kleiner Schleimer, hi hi." schleckt sie und freut sich unbändig über die gewonnene Luft über Gugellandia.
Aber in der Zwischenzeit hat Myriel schon abgehoben. "Hilfee. huiii " "Wo ist diese kleine Schnepfe?" fragen sich sowohl Kai wie auch Helga, denn diese kleine Piepsmeise hatte den richtigen Riecher.
"Hilfe, ich fliege, oder auch nicht, schlotter. Ach ja, auf und nieder. Huii!!" "Oben wird es ziemlich kalt, hilfee!"
"Ich glaube, ich bin kein Vogel, ich möchte lieber wieder runter." "Ja, genau in mein Maul, Kleine, harr harr."
Allerdings landet Myriel ......nicht in seinem..
Gonni und Kai versuchen alles Mögliche, ja sie haben sogar einen konformen, blauen Ballon ergattert. "Da guck mal. Ich!" "Und was machen wir jetzt damit?" "Na was schon, Trucko." "Hi hi hi hi." (Trucco heisst Beschiss)
Während die zwei Gauner noch mithilfe eine Schildkröte versuchen, den entscheidenden Ballon nachzumachen, lachen schon die Gescheiteren vom Himmel. "Das ist Beschiss, was ihr macht!" Das bleibt nicht ohne Notiz. Wir sehen das alle.
Loredana wettert noch eine Weile, so dass Kai und Gonni etwas die Lust zu Scherzen vergeht. "Immerhin schwebt ein Küken wegen euerer Schussligkeit noch in der Luft herum." flucht die Tante. Aber Myriel piepst freudig im Kreise. "Das müssten alle einmal erleben können, traumhaft." Naja, aber wer ist so leicht wie Myriel?
Aber auch sie sinkt langsam wieder zu Boden. Es dauert noch Stunden, bis man sie endlich erwischt. Diese Ballons sind mit leichtem Gas gefüllt und könnten bis in die Wolken hinaufsteigen. Aber da wir sie ja lieber alle um uns haben wollen, lassen wir sie nicht gehen, und binden sie an eine Schnur. Wenn du nicht möchtest, dass dem Ballon die Luft ausgeht, musst du ihn fliegen lassen. Aber das ist sehr gefährlich für Vögel und andere Tiere, wenn sie den Plastik mit einer Beute verwechseln. "Gut, dass du wieder zurück bist, Myriel." "Wo ist denn Pfurr? Ich muss ihm erzählen, was ich gesehen habe." Aber inzwischen ist auch Miezi am gucken, und was sieht sie?
Sie entdeckt ihren abgedüsten Ballon eine Weile später unten im Gestrüpp verhangen. "Der gute Kerl ist nicht abgehauen. Das finde ich sehr, sehr anständig von ihm, aber dort unten kann ich ihn nicht mehr holen." "Wir gucken ihn einfach noch so lange an, bis ihm die Luft ausgeht." seufzt Hefe und Gugel nickt lächelnd.
Es wird langsam Abend und der Mond geht auf. "Da, guckt euch einmal den Erdtrabanten heute genauer an." lächelt Miezi,
"Hat er nicht auch irgendwie ein bläuliches Antlitz?"
"Ja, und er ist trotzdem schön."
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