Ottilios Kochstudio
Hot ein Rezept vön mir nicht gekloppt, nicht verzogen, Öttiliö frogen.
ottilios küche
Das ist Ottilio, der gugelländische Koch. Er stammt aus Korsika und bildet sich auf seine französischen Vorfahren viel ein. Er spricht aber einen sehr merkwürdigen Dialekt. Nämlich kein a und kein o ( a=o und o=ö). Deshalb sind seine Rezepte oft eine rätselhafte Mutprobe.
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Rezepte im September 2026





 
 Rosinen-Wecken

Um meinen Mehlsack nicht zu enttäuschen und weil zufälligerweise kein Brot mehr da ist, backen wir heute ein paar Rosinen-Brötchen. Wir benötigen dafür 500 g Mehl, 250g Milch, 80g Butter, Salz, Zucker, ein Ei und ein Tütchen Hefe und natürlich Rosinen. Dazu kommt noch ein kleiner Elefant mit dem Namen Rumpel. Es heisst, er wäre der König der Elefanten, ist aber schon wieder bei einer Geschichte total übersehen worden. Deshalb nehmen wir ihn heute zur Wiedergutmachung in die Küche.

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Aber natürlich hat er nur Unfug im Kopf, badet in den Rosinen, wirft das Ei herum und veschwindet dann im Mehl. Lori hat schon Bedenken, dass sie ihn versehentlich in den Teig eingearbeitet hat. "Meinst du? Kann ich mir nicht vorstellen, aber warten wir mal ab, Der Teig muss ja sowieso ruhen, dann hat er Zeit sich durchzuknabbern."

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Wir haben in der Küche noch etliches zu tun und kümmern uns eine Stunde lang um anderes als um den Teig und einen kleinen Elefanten. Aber als die Zeit um ist und Lori den Teig wieder zum Vorschein nimmt, ist immer noch keine Spur von dem Dickhäuter zu entdecken. Merkwürdig, er wollte doch unbedingt in die Küche kommen und helfen. Lori macht sich schon ein Gewissen, wenn wir ihn versehentlich verbacken.                                     

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Was aber die Zitrone in der Küche macht, habe ich keine Ahnung. Das ist wahrscheinlich ein Tarnmanöver vom Fotografen oder eine Tarnlist vom König der Elefanten. Weder Lori noch ich stören uns an einer mitfotografierten Zitrone, als der kleine Kerl endlich wieder einen Pieps macht und vor uns steht. Da unser Werk quasi schon vollendet ist, müssen wir ihm versprechen, ihn noch einmal mithelfen zu lassen.         

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Helfen ist gut, ha ha. Aber die halbierte Zitrone, die die ganze Zeit im Bild herumhampelte hatte dann ebenfalls noch Einwände. Sie möchte, wie der Elefant, auch nächstes Mal wieder in die Zeilen kommen. Da haben wir uns was eingebrockt, aber vielleicht ist es ja eine gute Idee? 

Erfolgreiche Rezepte entstehen meistens durch Zufall.

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Nächste Woche gibt es also Elefant mit Zitrone.
Viele Grüsse von Ottilio, Rumpel und Loredana

 
 Torta caprese

Lori macht sich in der Küche zu schaffen. Mandeln schälen, das übliche Prozedere. Doch dann findet sie, eigentlich ginge es ohne ebenfalls und sie mantscht alle zusammen in die Reibe. Zweimal durch und fertig ist. Für eine Torta caprese benötigt man 200 g Butter, 250 g Kochschokolade, 300 g gemahlene Mandeln, 200 g Zucker und 5 Eier. Kein Mehl. Mit anderen Worten: die Torte war ursprünglich eine Missgeburt, weil man das Mehl vergessen hat. Aber gerade dieser Fehler hat sie berühmt gemacht.                                                                         

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Man muss sie einfach gut abkühlen lassen, bevor man sie anschneidet, dann hält sie ohne Mehl, hi hi. Ich komme also in die Küche und Lori hat bereits 300 Gramm Mandeln zweimal durch die Maschine gebracht. Wir müssen nur noch die Schokolade zerkeinern und die Butter schmelzen. Bei den Unmengen an Kalorien wäre es natürlich totaler Blödsinn noch zusätzlich mit Mehl zu hantieren, ha ha. Wie gesagt, es wundert niemanden, dass die Torte gut schmeckt.                                                                         

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Unsere Schwierigkeit heute waren die Eier. Dass wir fünf trennen müssen, funktioniert erst, als wir sie vorher ein bisschen in den Kühlschrank legen, was wir an und für sich mit Eiern nie machen. Bei der Zuckermenge kam ich ebenfalls ein bisschen ins Stutzen. Sooo viel? Komm wir nehmen ein bisschen weg. Haben wir mit schlechtem Gewissen gemacht und später noch die restlichen Mandeln darin gebutzelt, hi hi.                                       

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Die geschmolzene Butter wird also mit der Schokolade vereint. Die Eigelbe kommen zum Zucker und das Eiweiss wird mit den Mandeln zu guter Letzt, wenn alles etwas abgekühlt ist, zusammengemischt. Ob es mit ganzen Eiern ebenfalls ginge, wage ich nicht zu erörtern, schliesslich ist Rezept Rezept und daran hat man sich zu halten. Wir haben in unserem ganzen Leben ja schon viele Kuchen gebacken, aber so noch nie.

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Es kommt alles zusammen in eine vorbereitete Springform und wird bei 170 Grad etwas mehr als eine halbe Stunde in den Backofen geschoben. Wir machen immer den Geruchtest. Wenn es noch nach nichts riecht, ist eben noch nichts gebacken, ha ha. Nach 40 Minuten finden wir, es duftet angenehm und wir begucken uns das Meisterwerk. Wenn die Torte abgekühlt ist, wird sie automatisch fest, also nicht zu früh von der Form entfernen.  Das war unsere glutenfreie Kalorienbombe von der Amalfiküste.

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Die "Deko" gehört eigentlich nicht mehr zur Torta caprese.  Normalerweise wird nur Staubzucker drübergestäubt. Viele Grüsse von Ottilio und Lori.

 
 "Caprese"

Lori hat von Miranda einen Korb schöne Tomaten bekommen. Zwei Büffelherzen, wie sie genannt werden. Und damit wollten wir eigentlich tonno tomato machen, aber es war kein Joghurt für die Sosse da. Da habe ich entdeckt, dass wir den Salat Caprese noch gar nie fotografiert haben. Es ist, zugegeben, ein einfaches Rezept, aber ein beliebtes. Und die Zutaten dafür sind alle da.

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Man benötigt also Tomaten der Sorte "Cuore di buffala", dann Mozzarella, Basilikumblätter und Olivenöl und schon ist das berühmte italienische Antipasto bereit. Man muss es nur noch zuschneiden, anrichten und würzen. Wir machen nächste Woche noch die Caprese Torte, das ist ebenfalls eine Spezialität aus Capri, aber dabei handelt es sich um einen Kuchen. Wir müssen nur noch vorher Mandeln besorgen.

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Nun aber zurück zu unserer heutigen Vorspeise, die ein italienischer Hingucker ist. Rot weiss grün, wer kennt nicht die Farben der italienischen Nationalflagge. Und dann haben wir ja auch frische Supertomaten aus dem Garten einer Freundin bekommen. Da hüpft das Herz - o sole mio - und  da freut sich sogar der "billige" Kuhmozzarella und wird zum Büffel, ha ha. Und die Loredana trällert Capri-Schnulzen rauf und runter.

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Die Tomaten glühen wie die Sonne und der Käse leuchtet wie nachts der Mond. Und mit dem grünen Basilikum dekorieren wir unser italienisches Wunderwerk. "Ach, ist doch Kochen schön in Italien!"  Man braucht nichts, ausser ein bisschen Glück und Liebe, Hunger und ein bisschen Capri. Aber ohne das Weiss ist das Rot nichts und ohne Grün ist's auch mit Olivenöl eine Witznummer. Also merken, für einen Caprese gehören die Vier zusammen.

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Was man dann auch noch machen muss, ist ein bisschen ziehen lassen, das Ganze, aber nicht eine Woche oder so.... hi hi. Man darf auch nicht naschen und aus der Mitte eine Tomate oder einen Käse entwenden, sonst bekommt man vom Ottilio mit der Kelle eins auf die Nase.

Denn eine "Caprese" ist auch etwas fürs Auge. 

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Herzliche Grüsse aus Bella Italia
Miranda, Ottilio und Lori

 

Noch eine Woche Ferien!

Hallo, wir sind wieder da, aber wir müssen zuerst noch die Küche aufräumen. Ho ho ho.

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Jetzt aber ein bisschen hurtig, Lori. Forza, Volldampf.!!! Bis nächste Woche......



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