Ottilios Kochstudio
Hot ein Rezept vön mir nicht gekloppt, nicht verzogen, Öttiliö frogen.
ottilios küche
Das ist Ottilio, der gugelländische Koch. Er stammt aus Korsika und bildet sich auf seine französischen Vorfahren viel ein. Er spricht aber einen sehr merkwürdigen Dialekt. Nämlich kein a und kein o ( a=o und o=ö). Deshalb sind seine Rezepte oft eine rätselhafte Mutprobe.
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Rezepte im Juli 2026





 
 Schöne Ferien
auf Wiedersehen im September!
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Wir wünschen allen schöne Ferien!

 
 Waldbeeren-Roulade

Es ist heiss und ich dachte, wir machen heute ein bisschen Eistorte oder so etwas, aber leider ist nur noch eine Tüte Schlagsahne da. Aber wir sind flexibel. Wir hätten es mit normaler Sahne probieren können, aber so risikofreudig sind wir eben nicht mehr. Die Ferien rufen, ein Urläubchen wäre nicht schlecht. Also wischen wir uns den Schweiss von den Hüten und gucken, ob wir noch Eier haben. "Buwäh, weisse Eier! Die stammen sicher noch von Ostern.          

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Die Nüsse sind ebenfalls nicht mehr die Frischesten, schon gar nicht selber geknackt und versteckt. Seufz, aber Lori findet noch eine Packung Tiefkühlbeeren von Weihnachten. Ha ha, aber die sind noch gut, wenn eben nicht mehr so schön, hi hi. Also sind wir gerettet und wir kippen fröhlich die vier Eigelbe in die Schüssel und stellen die Eiweisse noch ein wenig in den Kühlschrank. Der Fotoapparat ist ebenfalls ein unerklärliches Zwischending von Sofortbildknippse und Filmkamera. Aber wir werfen nicht so schnell die Nüsse aus dem Fenster äh, ich meine, die Flinte ins Korn.

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Unseren Bisquitteig können wir zwar im Schlaf, aber dann in der geballten Sommerhitze ist es plötzlich nicht mehr so einfach. Habe ich den Vanillezucker nun schon drin oder hast du mir Salz hingestellt? Die letzte Schlagsahne wird erst noch nicht geschwungen, zuerst kommt noch das Eiweiss, oder ist das schon der Rahm? Zum Glück behält Lori heute noch einen kühlen Kopf, aber ich muss immer an die arme Spinne denken, die im Abwasch ersoffen ist.                               

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Während ich mich die ganze Zeit frage, warum die Nüsse immer noch da herumstehen und warum es komischerweise immer weniger werden, wütet die Tante Liedchen summend weiter, schlägt die Sahne, wirft den Teig in den Ofen und kommt summend um die Ecke. Ich möchte natürlich ebenfalls etwas zu unserem Schlussbouquet beitragen und mache mich auf die Suche nach den Nüssen.                                           

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"Du hast die Nüsse aber nicht irgendwie in den Teig geschleust, oder?"  Sie guckt mich entgeistert an und ich stoppe meine Fragerei. Schliesslich ist alles gut, der Teig kommt vom Ofen, wird gestürzt, gefüllt und gerollt und die Kirche bleibt im Dorf. Ah nein, doch nicht ganz. Wir haben heute den Puderzuckersegen weggelassen. Also nichts mit Kirche, hi hi hi.

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Wir wünschen guten Appetit mit unserem unreligiösen Waldbeerdessert.
Und dann noch viel Spass für euere und unsere Ferien.
 Ich glaube wir gehen nach Sibiren. Ha ha.

 

zuppa di spinaci

Oh, wer kommt denn da? Eine Möwe? Bist du die Freundin von Guido? Ollalla. Naja, dann wollen wir dich doch gleich einmal raten lassen, was es heute zu kochen gibt. Hi hi. Lori, was gibt es denn, was machen diese grünen Männchen. Spazierengehen, doch doch, das macht Spass. und du, liebe holde, wie ist denn dein Name schon wieder? Du musst nicht gleich eingeschnappt sein, weil ich deinen Namen nicht mehr weiss, vielleicht fällt er mir ja noch ein. Aha. Möwine, doch, sehr einleuchtend.

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Also, liebe Möwine, die Lori hat jetzt schon einmal Tiefkühlspinat in die Pfanne geworfen, denn wir machen heute eine Spinatsuppe. Wir wollen uns an so heissen Tagen natürlich nicht überarbeiten und deswegen wollen wir unsere Crew natürlich nicht überfüttern. Aber du kannst natürlich ein paar Kartoffeln schälen und ein paar Karöttchen, damit der Spinat in der Suppe nicht überwiegt, hi hi.

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Lori guckt mich schon schief an, weil ich mit der Freundin vom Guido herumschäkere. Nein, ach so. Sie guckt mich schief an, weil wir nur schäkern und nichts tun, na dann halt. Es ist nicht eine so grosse Sache, eine Spinatsuppe zu machen, ha ha hiii, aber ein bisschen Können muss natürlich ebenfalls dahinterstecken.  Deshalb fragen wir mal unseren grossen Kochmanitu. Ihr habt noch nie eine Spinatsuppe gemacht? Nein, denn wir haben den Spinat immer einfach so gegessen oder in irgend etwas reingeworfen.

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Jetzt bewegt sich das ganze Bild. Der Urahn vom Koch schlägt die Pfoten über dem Tisch zusammen, hi hi und es wackelt. Es bröckelt sogar ein bisschen Gold vom Rahmen über die verzweifelte Lori, die sich gerade über ihre pechschwarze Suppe beugt. Es ist - war Spinat, beteuert sie nachdrücklich und presst mir den Stabmixer in die Pfoten.

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Nachdem ich die schwarze Suppe erst einmal identifiziert habe, falle ich kurzerhand in Ohnmacht. Aber wozu sind wir Spitzenköche? Hä? Exakt, weil wir nie das Messer ziehen und unsere Gabel den Handstand macht. Weil wir von jeder Schlappe in die nächste trampen und immer wieder etwas Gelungenes an den Tisch kommt. Es gab dann allerdings schon einige Reklamationen. Die einen fanden, es hätte zu viel Wein in der Suppe. Die anderen meckerten, sie wäre zu dick. Aber über die Farbe hat sich niemand geäussert, denn wir haben noch drei Fläschchen grünen Farbstoff reingepfeffert, hi hi hi. 

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Die Möwine musste anschliessend in die Waschstrasse, hi hi hi. Aber uns hat es geschmeckt.

Ottilio Möwine und Loredana.



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