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Schöne Ferien
auf Wiedersehen im September!
Wir wünschen allen schöne Ferien!
Waldbeeren-Roulade
Es ist heiss und ich dachte, wir machen heute ein
bisschen
Eistorte oder so etwas, aber leider ist nur noch eine Tüte Schlagsahne
da. Aber wir sind flexibel. Wir hätten es mit normaler Sahne probieren
können, aber so risikofreudig sind wir eben nicht mehr. Die Ferien
rufen, ein Urläubchen wäre nicht schlecht. Also wischen wir uns den
Schweiss von den Hüten und gucken, ob wir noch Eier haben. "Buwäh,
weisse Eier! Die stammen sicher noch von Ostern.
Die Nüsse sind ebenfalls nicht mehr die Frischesten,
schon gar
nicht selber geknackt und versteckt. Seufz, aber Lori findet noch eine
Packung Tiefkühlbeeren von Weihnachten. Ha ha, aber die sind noch gut,
wenn eben nicht mehr so schön, hi hi. Also sind wir gerettet und wir
kippen fröhlich die vier Eigelbe in die Schüssel und stellen die
Eiweisse noch ein wenig in den Kühlschrank. Der Fotoapparat ist
ebenfalls ein unerklärliches Zwischending von Sofortbildknippse und
Filmkamera. Aber wir werfen nicht so schnell die Nüsse aus dem Fenster
äh, ich meine, die Flinte ins Korn.
Unseren Bisquitteig können wir zwar im Schlaf, aber dann
in der
geballten Sommerhitze ist es plötzlich nicht mehr so einfach. Habe ich
den Vanillezucker nun schon drin oder hast du mir Salz hingestellt? Die
letzte Schlagsahne wird erst noch nicht geschwungen, zuerst kommt noch
das Eiweiss, oder ist das schon der Rahm? Zum Glück behält Lori heute
noch einen kühlen Kopf, aber ich muss immer an die arme Spinne denken,
die im Abwasch ersoffen ist.
Während ich mich die ganze Zeit frage, warum die Nüsse
immer
noch da herumstehen und warum es komischerweise immer weniger werden,
wütet die Tante Liedchen summend weiter, schlägt die Sahne, wirft den
Teig in den Ofen und kommt summend um die Ecke. Ich möchte natürlich
ebenfalls etwas zu unserem Schlussbouquet beitragen und mache mich auf
die Suche nach den Nüssen.
"Du hast die Nüsse aber nicht irgendwie in den Teig
geschleust,
oder?" Sie guckt mich entgeistert an und ich stoppe meine
Fragerei. Schliesslich ist alles gut, der Teig kommt vom Ofen, wird
gestürzt, gefüllt und gerollt und die Kirche bleibt im Dorf. Ah nein,
doch nicht ganz. Wir haben heute den Puderzuckersegen weggelassen. Also
nichts mit Kirche, hi hi hi.
Wir wünschen guten Appetit mit unserem unreligiösen
Waldbeerdessert.
Und dann noch viel Spass für euere und unsere Ferien.
Ich glaube wir gehen nach Sibiren. Ha ha.
zuppa di spinaci
Oh, wer kommt denn da? Eine Möwe? Bist du die Freundin
von
Guido? Ollalla. Naja, dann wollen wir dich doch gleich einmal raten
lassen, was es heute zu kochen gibt. Hi hi. Lori, was gibt es denn, was
machen diese grünen Männchen. Spazierengehen, doch doch, das macht
Spass. und du, liebe holde, wie ist denn dein Name schon wieder? Du
musst nicht gleich eingeschnappt sein, weil ich deinen Namen nicht mehr
weiss, vielleicht fällt er mir ja noch ein. Aha. Möwine, doch, sehr
einleuchtend.
Also, liebe Möwine, die Lori hat jetzt schon einmal
Tiefkühlspinat in die Pfanne geworfen, denn wir machen heute eine
Spinatsuppe. Wir wollen uns an so heissen Tagen natürlich nicht
überarbeiten und deswegen wollen wir unsere Crew natürlich nicht
überfüttern. Aber du kannst natürlich ein paar Kartoffeln schälen und
ein paar Karöttchen, damit der Spinat in der Suppe nicht überwiegt, hi
hi.
Lori guckt mich schon schief an, weil ich mit der
Freundin vom
Guido herumschäkere. Nein, ach so. Sie guckt mich schief an, weil wir
nur schäkern und nichts tun, na dann halt. Es ist nicht eine so grosse
Sache, eine Spinatsuppe zu machen, ha ha hiii, aber ein bisschen Können
muss natürlich ebenfalls dahinterstecken. Deshalb fragen wir
mal
unseren grossen Kochmanitu. Ihr habt noch nie eine Spinatsuppe gemacht?
Nein, denn wir haben den Spinat immer einfach so gegessen oder in
irgend etwas reingeworfen.
Jetzt bewegt sich das ganze Bild. Der Urahn vom Koch
schlägt die Pfoten über dem Tisch zusammen, hi hi und es wackelt. Es
bröckelt sogar ein bisschen Gold vom Rahmen über die verzweifelte Lori,
die sich gerade über ihre pechschwarze Suppe beugt. Es ist - war
Spinat, beteuert sie nachdrücklich und presst mir den Stabmixer in die
Pfoten.
Nachdem ich die schwarze Suppe erst einmal identifiziert
habe,
falle ich kurzerhand in Ohnmacht. Aber wozu sind wir Spitzenköche? Hä?
Exakt, weil wir nie das Messer ziehen und unsere Gabel den Handstand
macht. Weil wir von jeder Schlappe in die nächste trampen und immer
wieder etwas Gelungenes an den Tisch kommt. Es gab dann allerdings
schon einige Reklamationen. Die einen fanden, es hätte zu viel Wein in
der Suppe. Die anderen meckerten, sie wäre zu dick. Aber über die Farbe
hat sich niemand geäussert, denn wir haben noch drei Fläschchen grünen
Farbstoff reingepfeffert, hi hi hi.
Die Möwine musste anschliessend in die Waschstrasse, hi
hi hi. Aber uns hat es geschmeckt.
Ottilio Möwine und Loredana.