Ottilios Kochstudio
Hot ein Rezept vön mir nicht gekloppt, nicht verzogen, Öttiliö frogen.
ottilios küche
Das ist Ottilio, der gugelländische Koch. Er stammt aus Korsika und bildet sich auf seine französischen Vorfahren viel ein. Er spricht aber einen sehr merkwürdigen Dialekt. Nämlich kein a und kein o ( a=o und o=ö). Deshalb sind seine Rezepte oft eine rätselhafte Mutprobe.
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Rezepte im April 2026





 
 Kartoffeln VI  (Schweizer Rösti)

Und weiter im Text mit Röschti. Aber das ist doch kein Rezept, nichts, dass man wissen müsste, oder doch? Röschti sind ein schweizerisches Geheimrezept und die Kartoffeln werden auf der ganzen Welt vermust. "Ich habe zweimal in der Schweiz Röschti gegessen, die waren so versalzen, dass ich mich frage..." "Ja, ich habe auch schon in der Schweiz Röschti gegessen und dann habe ich den türkischen Koch kennengelernt." 

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Liebe Freunde, Schweizerische Röschti sind nur geriebene Kartoffeln, in Butter gebraten. Aber eben. Jetzt kommt der Hulli von Pulli und weiss es wieder einmal besser. "Ich habe schon Röschti gegessen, da wart ihr noch in der Mikrowelle."Die Röschti müssen kross sein, dürfen aber nicht zu viel Fett haben und müssen noch auf der Gabel halten aber im Munde zergehen." Na, dann mal los.

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Butter ist ein Zartmacher. Wir haben jetzt immer damit gegeizt, weil zu viel Fett ja nicht unbedingt gesund ist. Aber nun wollen wir mal klotzen. Um nicht sagen zu müssen, dass wir nicht wissen, was fein schmeckt. Also dann mal los.

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Ottilio hat noch eine andere Obligation. Er möchte noch ein paar Schnitzel zu Häppchen machen. Ja, dann viel Vergnügen."Ich bin mit meiner Röschti schon einmal auf der sicheren Seite." singt Loredana und hat recht.

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Ihr könnt machen, was ihr wollt, es geht eben nichts über eine goldgelbe Schweizer Röschti, hi hi. Aber eben. Ja ja, da haben wir in der Schweiz schon anderes erlebt. Klebriges Kartoffelzeug mit null Aroma, ja ja, nur probieren, die Schweiz ist nicht alles, aber es lohnt sich, zu scherzen. Ha ha.

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Röschti vom Feinsten.

 
 Kartoffeln V

 Und weiter im Kartoffeltext. Wir nehmen das Thema ernst und haben uns eine grosse Wahl an Kartoffeln einfahren lassen. Säckeweise immer das selbe. Französische Kartoffeln vom Feinsten, zwischendurch ein paar Universelle vom nördlichen Piemont. Sie sehen aber alle ähnlich drein und wir müssen ebenfalls einsehen, dass wir mit unserem Kartoffellatein schon am Ende sind, bevor wir noch begonnen haben. Früher hatten wir mal eigene Kartoffeln, die waren aber eher viereckig und weniger gross. Hmm, das nur nebenbei.                                                      

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Lori findet, wir sollten die Suppe so machen, wie sie gemacht werden muss und nicht so, wie es am Einfachsten geht. Das bedeutet, man muss die Kartoffeln im Ganzen kochen und nicht zerkleinern und im Wasser garen. Aber das geht Stunden! Ja, das wissen wir, machen es aber trotzdem. Wenn normale Köche ihre Kartoffeln in 20 Minuten gar haben, bei uns geht es dreiviertel Stunden und sie sind noch immer hart, ha ha. Und da wir ja wissen, dass man Kartoffeln nicht mit dem Stabmixer vermusen soll, lassen wir sie brav eine ganze Stunde lang im Salzwasser garen.       

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Ein eindeutiges Rezept befolgen wir absichtlich nicht, denn schliesslich wollen wir eine Kartoffelsuppe machen und nicht an einer Folge der Küchenschlacht teilnehmen. Dort bist du nämlich oberaffenout, wenn die Suppe zu dick ist. Aber wir lieben eben dicke Suppen, ha ha. Die Zwiebeln und Karotten werden also weich gegart und dann, nach einer Stunde, versuchen wir uns an unserem ersten Kartöffelchen.                  

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Lori spiesst ein Exemplar mit der Gabel an und stellt fest. Der ist noch knochenhart, der Typ. Etwas später wird es mir zu dumm und ich sage jetzt oder nie mehr und wir giessen die Herdöpfel einfach ab und schneiden einen mal durch. Ein zweiter ist weniger hart, warum? "Das ist eben das Tolle bei Kartoffeln." freut sich Lori, "alle schmecken verschieden."Ich fange derweil schon mal an, mit dem Kartoffelstampfer zu wüten.

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Wir kommen uns vor wie Neulinge im Kochkurs und stampfen fleissig unsere Kartoffeln und vermusen die Karotten und die Zwiebeln. "Ist doch schön, wenn alles noch ein bisschen Konsistenz hat." findet Lori und da muss ich ihr Recht geben. Wer unsere Kartoffelsuppe nicht mag, kann sie ja noch in den Mixer geben, ha ha ha.  

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Wir haben übrigens bereits eine gugelländische Kartoffelsuppe präsentiert, man findet sie im Inhaltsverzeichnis. Ob es nächste Woche noch weiter geht, mit den Kartoffeln, wissen wir noch nicht.
Trotzdem viele Grüsse von Ottilio und Loredana

 
Kartoffeln IV

Weiter geht's im Kartoffeltext. Dass unsere Kartoffeln aus Frankreich kommen ist ja auch nicht weiter schlimm, wir befinden uns ja nur wenige Luftkilometer vor der französischen Grenze entfernt, hi hi. Loredana findet ebenfalls, dass die Kartoffeln heute schöner sind, als noch vor ein paar Jahren. Was für eine Sorte steht am Sack druf und das spielt uns sowieso keine Rolle, denn es sind keine anderen da. Aber weil es französische Kartoffel sind machen wir heute Pommes duchesse.

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Was wir nicht gewusst haben, ist, dass diese Kreation besonders geeignet ist um tiefzufrieren. Aber wir machen es trotzdem etwas anders als üblich. Wir blasen den hiesigen Köchen nämlich grossräumig ins Spitzenhemd und machen alles mit weniger Butter. Schon möglich, dass es mit Butter feiner schmeckt, aber eine Karoffel ist eine Kartoffel und kein Schleckstängel.

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Und dass man Kartoffeln ja nicht roh essen kann, wissen nur unsere platzeigenen Mäuse nicht, die verspeisen locker einen halben Sack, wenn man diesen nicht wie ein Jäger beschützt. Lori schält und viertelt also ein Kilo Kartoffeln und kocht sie in leicht gesalzenem Wasser weich. Ich suche in der Zwischenzeit die Kartoffelpresse. Wir entschliessen uns also, drei Eigelbe, Salz und Muskatnuss für unser Pommes duchesse zu verwenden, aber keine Butter.

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Ob es funktioniert, wissen wir allerdings noch nicht. Dann quetschen wir die gekochten Kartoffeln durch die Presse und mischen sie mit Salz und Eiern und der geriebenen Muskatnuss. Also nicht die ganze Nuss, nur ein kleiner Teil davon. 

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Nun wird es spannend, denn ich muss zuerst noch das Spritzdüseninstrument suchen und finde den Deckel dazu nicht. Aber da Mäuse in der Regel kein Geschirr fressen, kann er ja nicht verschwunden sein. Dann füllen wir die Kartoffelmasse in das Instrument und spritzen kleine Häufchen ans Backblech. Zu guter Letzt pinselt Lori noch mit Milch verdünntes Eigelb drüber und ab geht die Post in den Backofen.

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Wir sind richtig stolz, dass es ohne Butter ebenfalls geklappt hat. Man sollte öfters an den Rezepten herumdoktern und seine eigenen Kreationen fördern. In diesem Sinne guten Appetit.



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