Monat
2016
Monat
2017
Monat
2018
Monat
2019
Monat
2020
Monat
2021
Monat
2022
Monat
2023
Monat
2024
Monat
2025
Monat
2026
Monat
Kartoffeln VI
(Schweizer Rösti)
Und weiter im Text mit Röschti. Aber das ist doch kein
Rezept,
nichts, dass man wissen müsste, oder doch? Röschti sind ein
schweizerisches Geheimrezept und die Kartoffeln werden auf der ganzen
Welt vermust. "Ich habe zweimal in der Schweiz Röschti gegessen, die
waren so versalzen, dass ich mich frage..." "Ja, ich habe auch schon in
der Schweiz Röschti gegessen und dann habe ich den türkischen Koch
kennengelernt."
Liebe Freunde, Schweizerische Röschti sind nur geriebene
Kartoffeln,
in Butter gebraten. Aber eben. Jetzt kommt der Hulli von Pulli und
weiss es wieder einmal besser. "Ich habe schon Röschti gegessen, da
wart ihr noch in der Mikrowelle."Die Röschti müssen kross sein, dürfen
aber nicht zu viel Fett haben und müssen noch auf der Gabel halten aber
im Munde zergehen." Na, dann mal los.
Butter ist ein Zartmacher. Wir haben jetzt immer damit
gegeizt,
weil zu viel Fett ja nicht unbedingt gesund ist. Aber nun wollen wir
mal klotzen. Um nicht sagen zu müssen, dass wir nicht wissen, was fein
schmeckt. Also dann mal los.
Ottilio hat noch eine andere Obligation. Er möchte noch
ein paar
Schnitzel zu Häppchen machen. Ja, dann viel Vergnügen."Ich bin mit
meiner Röschti schon einmal auf der sicheren Seite." singt Loredana und
hat recht.
Ihr könnt machen, was ihr wollt, es geht eben nichts
über eine
goldgelbe Schweizer Röschti, hi hi. Aber eben. Ja ja, da haben wir in
der Schweiz schon anderes erlebt. Klebriges Kartoffelzeug mit null
Aroma, ja ja, nur probieren, die Schweiz ist nicht alles, aber es lohnt
sich, zu scherzen. Ha ha.
Röschti vom Feinsten.
Kartoffeln V
Und weiter im Kartoffeltext. Wir nehmen das
Thema ernst
und haben uns eine grosse Wahl an Kartoffeln einfahren lassen.
Säckeweise immer das selbe. Französische Kartoffeln vom Feinsten,
zwischendurch ein paar Universelle vom nördlichen Piemont. Sie sehen
aber alle ähnlich drein und wir müssen ebenfalls einsehen, dass wir mit
unserem Kartoffellatein schon am Ende sind, bevor wir noch begonnen
haben. Früher hatten wir mal eigene Kartoffeln, die waren aber eher
viereckig und weniger gross. Hmm, das nur nebenbei.
Lori findet, wir sollten die Suppe so machen, wie sie
gemacht
werden muss und nicht so, wie es am Einfachsten geht. Das bedeutet, man
muss die Kartoffeln im Ganzen kochen und nicht zerkleinern und im
Wasser garen. Aber das geht Stunden! Ja, das wissen wir, machen es aber
trotzdem. Wenn normale Köche ihre Kartoffeln in 20 Minuten gar haben,
bei uns geht es dreiviertel Stunden und sie sind noch immer hart, ha
ha. Und da wir ja wissen, dass man Kartoffeln nicht mit dem Stabmixer
vermusen soll, lassen wir sie brav eine ganze Stunde lang im Salzwasser
garen.
Ein eindeutiges Rezept befolgen wir absichtlich nicht,
denn
schliesslich wollen wir eine Kartoffelsuppe machen und nicht an einer
Folge der Küchenschlacht teilnehmen. Dort bist du
nämlich oberaffenout, wenn die Suppe zu dick ist. Aber wir
lieben
eben dicke Suppen, ha ha. Die Zwiebeln und Karotten werden also weich
gegart und dann, nach einer Stunde, versuchen wir uns an unserem ersten
Kartöffelchen.
Lori spiesst ein Exemplar mit der Gabel an und stellt
fest. Der
ist noch knochenhart, der Typ. Etwas später wird es mir zu dumm und ich
sage jetzt oder nie mehr und wir giessen die Herdöpfel einfach ab und
schneiden einen mal durch. Ein zweiter ist weniger hart, warum? "Das
ist eben das Tolle bei Kartoffeln." freut sich Lori, "alle schmecken
verschieden."Ich fange derweil schon mal an, mit dem Kartoffelstampfer
zu wüten.
Wir kommen uns vor wie Neulinge im Kochkurs und stampfen
fleissig unsere Kartoffeln und vermusen die Karotten und die Zwiebeln.
"Ist doch schön, wenn alles noch ein bisschen Konsistenz hat." findet
Lori und da muss ich ihr Recht geben. Wer unsere Kartoffelsuppe nicht
mag, kann sie ja noch in den Mixer geben, ha ha ha.
Wir haben übrigens bereits eine gugelländische
Kartoffelsuppe
präsentiert, man findet sie im Inhaltsverzeichnis. Ob es nächste Woche
noch weiter geht, mit den Kartoffeln, wissen wir noch nicht.
Trotzdem viele Grüsse von Ottilio und Loredana
Kartoffeln IV
Weiter geht's im Kartoffeltext. Dass unsere Kartoffeln
aus
Frankreich kommen ist ja auch nicht weiter schlimm, wir befinden uns ja
nur wenige Luftkilometer vor der französischen Grenze entfernt, hi hi.
Loredana
findet ebenfalls, dass die Kartoffeln heute schöner sind, als noch vor
ein paar Jahren. Was für eine Sorte steht am Sack druf und das spielt
uns sowieso keine Rolle, denn es sind keine anderen da. Aber weil es
französische Kartoffel sind machen wir heute Pommes duchesse.
Was wir nicht gewusst haben, ist, dass diese Kreation
besonders
geeignet ist um tiefzufrieren. Aber wir machen es trotzdem etwas anders
als üblich. Wir blasen den hiesigen Köchen nämlich grossräumig ins
Spitzenhemd und machen alles mit weniger Butter. Schon möglich, dass es
mit Butter feiner schmeckt, aber eine Karoffel ist eine Kartoffel und
kein Schleckstängel.
Und dass man Kartoffeln ja nicht roh essen kann, wissen
nur
unsere platzeigenen Mäuse nicht, die verspeisen locker einen halben
Sack, wenn man diesen nicht wie ein Jäger beschützt. Lori
schält
und viertelt also ein Kilo Kartoffeln und kocht sie in leicht
gesalzenem Wasser weich. Ich suche in der Zwischenzeit die
Kartoffelpresse. Wir entschliessen uns also, drei Eigelbe, Salz und
Muskatnuss für unser Pommes duchesse zu verwenden, aber keine Butter.
Ob es funktioniert, wissen wir allerdings noch nicht.
Dann
quetschen wir die gekochten Kartoffeln durch die Presse und mischen sie
mit Salz und Eiern und der geriebenen Muskatnuss. Also nicht die ganze
Nuss, nur ein kleiner Teil davon.
Nun wird es spannend, denn ich muss zuerst noch das
Spritzdüseninstrument suchen und finde den Deckel dazu nicht. Aber da
Mäuse in der Regel kein Geschirr fressen, kann er ja nicht verschwunden
sein. Dann füllen wir die Kartoffelmasse in das Instrument und spritzen
kleine Häufchen ans Backblech. Zu guter Letzt pinselt Lori noch mit
Milch verdünntes Eigelb drüber und ab geht die Post in den Backofen.
Wir sind richtig stolz, dass es ohne Butter ebenfalls
geklappt
hat. Man sollte öfters an den Rezepten herumdoktern und seine eigenen
Kreationen fördern. In diesem Sinne guten Appetit.